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Meine Erinnerungen an 20 Jahre iMac von Apple

6. Mai 2018
20 Jahre iMac - hier bin ich mit meinem Yum-Poster.

20 Jahre iMac – hier bin ich mit meinem Yum-Poster.

20 Jahre ist es nun her als es bei mir zu Hause auf dem Schreibtisch bunt wurde. Der Tupper-Mac wurde von iCEO Steve Jobs von Apple präsentiert und ich war hin und weg vom ersten iMac.
So etwas hatte ich noch nie gesehen: Ein bunter Computer mit farbigen Kunststoff löste schlagartig die beigen Macs bei mir zu Hause ab. Sir Jonathan Ive sicherte sich mit seinem Design einen Platz im Olymp der Industriedesigner und in meinem Herzen. Im Mai wurde der Bondi, so hieß der erste iMac vom damaligen Apple-Guru Steve Jobs präsentiert, der Apple aufräumte und auf Gewinnkurs brachte. Der iMac war etwas komplett neues und die Computerwelt stand Kopf. Auch Leute, die sich nicht mit Computer beschäftigen wollten, brauchten unbedingt so einen iMac. „Hello again“ war es auf der Keynote und Apple-Fans der ersten Stunde wissen um diese Aussage, denn es war „Hello“, das der Mac von 1984 sprach und eine Revolution auslöste. Der iMac löste ebenso eine Revolution aus – lange bevor iPhone und iPad die Welt wiederum veränderten.
Ausgepackt, Tastatur und Maus ran, an die Steckdose anschließen und schon war das iMac bereit. Ob das i für Internet steht, wurde nie so richtig von Apple bestätigt, aber auf jeden Fall war man durch das interne 56k-Modem schnell im WorldWideWeb. Ich hatte bis dahin ein Leonardo-Modem im Einsatz, das schlagartig ausgedient hatte.

iMac Yum
In den späteren Jahren wurde der iMac noch bunter, ich liebte vor allem meinen roten iMac, der eine fette Multimedia-Mschine zu seiner Zeit war – schließlich hatte er ein DVD-Laufwerk an Bord. Als meine Frau schwanger war, arbeitete sie an der Maschine. Sie lag in ihrem Benz-Sessel und auf einen Stuhl stand neben ihr der rote iMac. Das war ihre Arbeitsumgebung in der Schwangerschaft. Der iMac war und ist ein All in One Computer und ich machte alle Designwechsels des Gerätes mit – und ich mochte alle meine iMacs. Den aktuellen schwarzen iMac hab ich mir allerdings nicht mehr gekauft.

Der All-one-One-Computer war eine Revolution. Meine Frau arbeitete gerne mit ihrem iMac während ihrer Schwangerschaft.

Der All-one-One-Computer war eine Revolution. Meine Frau arbeitete gerne mit ihrem iMac während ihrer Schwangerschaft.

In meinem Archiv habe ich noch ein Außenbanner Yum gefunden. Es zeigt die bunte Vielfalt der damaligen iMacs. Ich hab noch noch einen etwas verblasten Anstecker mit dem Aufdruck Yum und einen Wecker in Form eines frühen iMacs. Das ist war kein offizielles Lizenzprodukt von Apple, stand aber einige Jahre neben meinem Bett als Wecker.

iMac Sonnenblume
Bei der Präsentation der Sonnenblume war ich selbst in San Francisco auf der MacWorld Expo und konnte ein paar Worte mit einem stocksaueren Steve Jobs wechseln. Das Time-Magazin hatte damals den iMac auf dem Cover, veröffentlichte aber das Titelbild schon während die Keynote von Apple-Chef noch lief. Jobs war sauer, aber mir war es egal.

2002 präsentierte Steve Jobs den Sonnenblumen iMac.

2002 präsentierte Steve Jobs den Sonnenblumen iMac.

Mir gefiel der iMac von 2002 mit seinem schwenkbaren Display. An ihm ist heute noch ein Masterkeyboard zu Hause angeschlossen. In SF hörte ich die Geschichte, dass Jobs und Ive durch den Garten marschiert sind und Sonnenblumen betrachteten. Das soll die Grundlage für den iMac 2002 gewesen sein – ob es stimmt, weiß ich nicht, aber die Geschichte klingt gut.

Heute ist der iMac der Computer von K1. Es wurde auf ihm gearbeitet und gespielt, Steam sei Dank und Boot Camp sorgt für ein Windows auf dem Mac, was allerdings die Gattin installieren musste. Windows fasst ich nach wie vor nicht an.
Im Archiv stehen meine alten iMacs herum und verstauben. Ich hatte mal gesehen, das Bastler Beleuchtungskörper in die Maschinen bauen. Gute Idee, aber leider habe ich zwei linke Hände. Vielleicht lerne ich mal so einen IT-Bastler kennen

iMac Wecker und iMac Anstecker

iMac Wecker und iMac Anstecker

Als ich einmal den Apple-CEO traf: Happy Birthday Steve Jobs

24. Februar 2011
Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Steve Jobs bei der Keynote 2007. Foto: Lange

Alles Gute zum Geburtstag Steve Jobs. Heute feiert einer meiner Helden seinen 56. Geburtstag. Sein Lebenslauf und seine Verdienste sind allseits bekannt. Da brauch ich nichts mehr hinzufügen. Steve Jobs ist und bleibt ein IT-Genie, auch wenn ich nicht unbedingt unter ihm arbeiten möchte. Ich war einmal auf dem Campus in Cupertino, da herrschte eine seltsame Stimmung. Keiner wollte seinem CEO unbedingt über den Weg laufen. Ich erinnere mich an die Kantine, wo eine strikte Mülltrennung herrschte und auch ein ebenso striktes veganisches Essen. Bei einem Interview sagte mir John Lasseter von Pixar: „Steve ist Inspiration pur“. Dies bestätigte mir auch der andere Steve – Steve Wozniak: „Jobs hat viele Talente.“ Beide haben mit Jobs gearbeitet und beide müssen es wissen.

Richtig stolz bin ich allerdings, dass ich den CEO von Apple einmal live sprechen konnte. Der Tag, an dem ich Steve Jobs sprach. Es war 2002 auf der Macworld Expo. Steve Jobs stellte auf einer seiner berühmten Keynotes gerade den Lampen iMac vor. Das Time-Magazin verriet bereits vor der Macworld das „One more thing“ und Steve war entsprechend sauer. Das Cover mit dem iMac wurde vor der Keynote auf der Time-Website verbreitet. Es war die große Stunde von Apple-Designchef Jonathan Ive.

Nach der Keynote war es üblich, dass der Chef an dem Apple Stand Huldigungen der Jünger entgegen nahm. Die Chance nutze ich und stellte Steve Jobs ein paar Fragen. Steve antwortete ruhig und sprach konzentriert über den G5-Prozessor, während seine blonde Pressedame an seiner Seite immer nervöser wurde und in ihren Papieren wühlte. Nach ein paar Minuten unterbrach sie höflich unser Gespräch und fragte, ob ich denn von ABC-Fernsehen sei. Ich verneinte und antwortete, dass ich für die PC Professionell aus Deutschland arbeite. Gleich zwei Reizwörter: PC und Deutschland. Steve schüttelte den Kopf, lachte, wandte sich sofort ab und wies Marketing-Chef Phil Schiller an, das Interview mit mir weiter zu führen. Steve hatte seine Bühnenklamotten wie Jeans und schwarzem Rollkragenpulli an, und auch Schiller trug seine Standardkleidung: Sein Polo-Shirt hing über den dicken Bauch und wir lachten beide köstlich über meine PC-Geschichte.

Also lieber Steve, bleib uns noch lange erhalten, werd noch gesund und immer wieder denke ich an deine Stanford-Rede zurück, die ich jedem empfehle: Stay hungrey, stay foolish. Danke für alles.