Posts Tagged ‘Sparbüchse’

Godzilla als Spardose – Vorbereitung für Godzilla: King of the Monsters

25. Januar 2019

Einer der wichtigsten Filme für mich ist dieses Jahr neben Star Wars 9 und Battle Angel Alita die Fortsetzung von Godzilla, der Ende Mai in den USA starten wird. Godzilla: King of the Monsters heißt der Streifen und es spielen neben Godzilla auch dessen Erzfeind King Ghidorah sowie Mothra und Rodan mit.

Als Vorbereitung für diese Klopperei auf der großen Kinoleinwand hat mir K2 ein besonderes Geschenk gemacht. Es handelt sich um eine Spardose, Sparbüchse mit Godzilla. Godzilla als Sparschwein? 

Noch ist alles ruhig ...

Noch ist alles ruhig …

Die rechteckige Büchse zeigt eine Wasserszene. Ein aufgewühltes Meer, ein Schiff und eine Art Gebirge oder Insel. Wird nun eine Geldmünze auf das Wasser gelegt und ein wenig angedrückt, kommt Godzilla zum Vorschein. Das Meer teilt sich und der Deckel hebt sich an. Godzilla schaut mit bösen Augen hervor und eine Pranke des Monsters zieht die Münze zu sich in die Tiefe. Dazu gibt es unterschiedliche Sounds, wie das Brüllen von Godzilla oder sogar Auszüge aus dem Score von Akira Ifukube von 1954.

... aber dann schlägt Godzilla zu.

… aber dann schlägt Godzilla zu.

Wir Godzilla-Fans wissen ja: Das charakteristische Brüllen Godzillas entstand nach unbefriedigenden Tonexperimenten mit verschiedenen Tierstimmen. Akira Ifukube schlug schließlich vor, für die Stimme ein Musikinstrument zu verwenden. Das Brüllen wurde mit einem Kontrabass erzeugt, über dessen Saiten ein mit Kiefernharz bestrichener Lederhandschuh der Länge nach gestrichen wurde.

Mir macht die Sache einen riesigen Spaß und ich hab ein Video davon gemacht. Die Spardose verkürzt die Wartezeit auf Godzilla. 

Retro-Gamer: Spardose im Space Invaders Design

3. September 2015

Bei einem Besuch zur Games Lounge im Münchner Werk 1 konnten interessierte Gamer den ganzen Abend auf Einladung des Vereins VideoSpielKultur zocken. Der VSK hat sich zur Aufgabe gemacht, Videospiele als Kulturgut zu fördern und zur Anerkennung von Videospiele als Kulturgut beizutragen. Da bin ich sofort Mitglied geworden, denn so etwas muss ich unterstützen.

Sparbüchsen im Pac Man- und im Space Invaders-Design.

Sparbüchsen im Pac Man- und im Space Invaders-Design.

Den Abend über gab es neben Videospiele auch etwas zu trinken und zu knabbern. Für Speis und Trank waren Sparbüchsen aufgestellt, in dem man seine Münzen (oder Scheine) werfen konnte. Aber nicht so ein klassisches Sparschwein, nein das Ganze musste Stil haben. Die aufgestellten Sparbüchsen waren im Stil von Pac Man und von Space Invaders. Cool. Wenn man die Münze einwirft, gibt so noch einen hippen 8 Bit-Sound der damaligen Zeit. Toshihiro Nishikado schuf Space Invaders 1978 und ich hatte die Version für mein Atari 2600.
So eine Sparbüchse musste ich haben. So finden die Münzen in meiner Tasche ein neues Heim. Ich wähle die Version Space Invaders in giftgrün in den Maßen 14 x 10 x 10,5 cm. Es ist ein wunderbares Alien aus Space Invaders, ein Spiel, dass ich seit meiner Jugend gerne spiele. Als Retro-Gamer macht die Sparbüchse mit 8 Bit-Sound mir einfach Spaß und zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich den Sound höre. Allerdings, das musste ich auch lernen, darf das Alien nicht in später Nacht gefüttert werden. Es ist zwar ein Gremlin, aber der Sound war doch so laut, dass es meine schlafende Ehefrau aufweckte. Dann doch besser das alte Sparschwein.

Hier mein Unboxing der Spardose:

Weltspartag – Banken binden Nachwuchs

30. Oktober 2012

Als ich noch ein Kind war, hatte es die Sparkasse und andere Geldinstitute einfacher. Der Weltspartag wurde einfach in der Schule durchgeführt. Wir Kinder konnten jeder unsere Sparbüchse mitbringen, die von einem Bankmenschen geleert wurden. Mir hat es als Kind gefallen, die Nähe zur Wirtschaft war natürlich vorprogrammiert. Wer einmal wie Papa oder Mama bei einer Bank war, der blieb in der Regel sein Leben lang. Hinter dem Weltspartag steckt ein perfektes System der Kundenbindung, unterstützt durch Clubs und kleine Geschenke.

Heute findet der Weltspartag in der örtlichen Filiale des Geldinstituts statt. Das Ziel ist nach wie vor die Kundenbindung,  vor allem der jüngsten Kunden an das Geldinstitut. Wir müssen uns in eine lange Schlange anstellen, die maskierten Bankmenschen zählen die Münzen, tragen die Summe ins Sparbuch ein (1,6 Prozent lachhafte Zinsen) und die Kinder bekommen ein Kuscheltier. Den Kindern hat es gefallen, ob sie Kunde der Sparkasse bleiben, weiß ich nicht. Auf dem Heimweg fragte K1, ob den 1,6 Prozent Zinsen viel seien und wir rechneten es durch. K1 kam zur Entscheidung, doch besser ein Nintendo-Spiel zu kaufen. „Papa, da hab ich mehr davon.“ Also, liebe Sparkasse: Bei 1,6 Prozent Zinsen habt ihr gerade einen Nachwuchsparer verloren.

Sammelleidenschaft: Schneekugeln – Welten unter Glas und Schnee

1. Mai 2012
Sammelleidenschaft Schneekugeln

Sammelleidenschaft Schneekugeln

Was haben Goethes Gartenhaus, der Eiffelturm und die Freiheitsstatue gemeinsam? Sie gibt es alle unter Glas in künstlichem Schnee. Und sie finden sich alle gemeinsam in einem Regal einer Bekannten wieder. Ich kenne viele Sammler mit ihren Sammelleidenschaften, wie beispielsweise Hähne – ich selbst sammle zum Beispiel Roboter, aber seit kurzem kenne ich eine Sammlerin von Schneekugeln.

Kitsch, platzfressend und eigentlich völlig unbrauchbar sind sie – die kleinen Welten hinter (Plastik-)Glas. Wenn man die kleinen Welten schüttelt, wirbelt künstlicher Schnee auf, der sich langsam über die Landschaft oder Figur absetzt. Als Kind haben mir Schneekugeln immer gefallen, entführten sie mich doch in eine andere Welt. Heute sind sie vielleicht höchstens noch eine Erinnerung an einen Reiseort, ein sperriges Souvenir, das nach der Rückkehr im Wohnzimmer herumgeschoben wird, bis es in den Keller oder den Müll wandert.

Aber für meine Bekannte sind Schneekugeln sicher mehr. Sie steht in einer Reihe mit dem deutschen Literaturkritiker und Philosophen Walter Benjamin, der als berühmtester Sammler von Schneekugeln gilt. Meine Bekannte erzählt mit leuchtenden Augen von ihrer Sammlung. Sie greift jede einzelne Kugel heraus, die im Laufe der Jahre der Sammelleidenschaft schon das Wasser verloren haben, und erzählt ihre Geschichte. Aber so muss sie gestehen, gerade die klassischen Touristenattraktionen würden undicht, je länger sie im Sammlerregal stehen. Die handgefertigten Glaskugeln halten aber das Wasser seit Jahren und sind trotz ihren hohen Alters noch schön anzusehen. Handwerk gilt es eben nicht nur Industrieware zu ersetzen.

Die Motive sind in erster Linie Städte und Landschaften, aber ab und zu mischen sich auch historische Persönlichkeiten darunter. Wir haben da natürlich das Münchner Hofbräu-Haus unter Schnee, das Schwarzwaldhaus unter Schnee, das Colosseum unter Schnee, das Brandenburger Tor (mit und ohne Mauer) unter Schnee und vieles mehr an Touristennepp aus Städten wie Amsterdam, New Orleans und Sehenswürdigkeiten wie das Empire State Building, das Atomium, Windmühlen. Sehr schön ist aber auch Johannes Paul II unter Glas. Gleichzeitig kann man bei ihm ein Datum einstellen und ihn als Geldsparbüchse gebrauchen. Interessant finde ich die Märchenkugeln. Hier gibt es Szenen aus den Grimms Märchen, wie Hänsel und Gretel oder das tapfere Schneiderlein. Die hätte ich als Kind bestimmt geliebt.

Johannes Paul II hinter Glas

Johannes Paul II hinter Glas

Die beiden Lieblingsschneekugeln der Sammlerin sollen dabei nicht unerwähnt bleiben. Da wäre zum einen der kalifornische Schneemann. In seiner Schneekugel befinden sich nur noch Zylinder und Karottennase – der Schneemann selbst ist in der Sonne Kaliforniens geschmolzen. Die persönlichste Erinnerung ist eine Schneekugel aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Redaktion der Finanzzeitschrift Capital hat für die ausscheidende Kollegin extra eine Schneekugel angefertigt – ein Unikat. In den achtziger Jahren gab es noch keine Bausätze von Schneekugeln aus dem Internet oder Fotofachhandel.

Der geschmolzene Schneemann

Der geschmolzene Schneemann

Gründe für die Sammelleidenschaft gibt es bei meiner Bekannten viele. Den wichtigsten Grund nannte sie nebenbei. Ein Sammlerregal mit den Schätzen steht direkt an ihrer Eingangstür. „Bei Besuch haben wir gleich immer ein Thema zu sprechen.“ Recht hat sie.

Ein Unikat von der Capital-Redaktion

Ein Unikat von der Capital-Redaktion