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VisionOS 27: Apple gibt Ausblick auf die nächste Stufe des Spatial Computing – bald ist es soweit

31. August 2026

Am 9. September kommt es zur Herbst-Keynote von Apple. Nach dem Stabwechsel von Tim Cook zu Hardware-Chef John Ternus und den damit verbundenen Erwartungen und neuen Produktvorstellungen interessiert mich vor allem, was aus dem Cook-Baby Apple Vision Pro wird. Wr lesen von Stellenabbau, Konzentration auf Smart Glases, aber das Betriebssystem wird mit VisionOS 27 weitergeführt.

Bei all den Spekulationen und Gerüchten finde ich vor allem ein ausführliches Gespräch mit Justin Ryan von „Spatial Insider“ hat Steve Sinclair, Senior Director im weltweiten Produktmarketing von Apple und verantwortlich für Produktmanagement und Produktmarketing rund um VisionOS, die wichtigsten Neuerungen von VisionOS 27 vorgestellt. Ich bin gespannt, was davon eintritt. Im Mittelpunkt standen dabei Siri AI, visuelle Intelligenz, neue Umgebungen, Verbesserungen bei Bedienung und Aufzeichnung sowie neue Werkzeuge für Entwickler. Ich habe das Video mal zusammengefasst.

Ein zentrales Thema der diesjährigen WWDC war die Weiterentwicklung von Siri durch künstliche Intelligenz. Sinclair beschrieb die neue Siri AI als deutlich fähiger, persönlicher und dialogorientierter. Sie solle Nutzer genau in dem Moment unterstützen, in dem Hilfe gebraucht werde. Dafür greife Siri auf persönlichen Kontext, breites Weltwissen aus dem Internet und die Integration mit Apps auf dem Gerät zurück. Für VisionOS gewinnt diese Entwicklung eine besondere Qualität, weil Siri nicht mehr nur als Stimme oder abstrakte Assistenz erscheint, sondern als räumliches Objekt in der Umgebung platziert werden kann.

Nutzer können den Siri-Orb in VisionOS 27 an einem beliebigen Ort im Raum ablegen, etwa auf einem Tisch oder in der eigenen Arbeitsumgebung. Dort bleibt Siri sichtbar und abrufbar. Wer eine Frage stellen möchte, blickt den Orb einfach an und spricht. Das klassische Aktivierungswort ist in diesem Zusammenhang nicht mehr zwingend nötig. Siri reagiert mit Animationen, die signalisieren, dass die Anfrage verstanden wurde, Informationen gesucht werden oder eine Antwort vorbereitet wird. Die Antwort erscheint anschließend in einem kleinen Fenster, das bei Bedarf vergrößert werden kann. Ryan bezeichnete diese Art der Interaktion als nahezu science-fictionhaft: Man schaut ein Objekt an, spricht es an und erhält unmittelbar eine Antwort.

Auch die visuelle Intelligenz wird in VisionOS 27 erheblich erweitert. Weil Siri AI ein Bewusstsein für den Bildschirm und bei VisionOS zugleich für die reale Umgebung entwickelt, können Nutzer Fragen zu digitalen Inhalten ebenso stellen wie zu physischen Objekten im Raum. Sinclair verwies auf ein Beispiel aus der WWDC-Keynote: Eine Person sieht online einen Rucksack und fragt, ob dieser als Handgepäck für eine anstehende Reise geeignet sei. Siri kann dabei persönliche Reisedaten, Flugzeugtyp und Maße des Rucksacks einbeziehen. Anschließend kann die Person auf Schuhe im Raum blicken und fragen, ob diese ebenfalls in den Rucksack passen würden. Siri erkennt den Zusammenhang zur vorherigen Frage und bezieht die realen Objekte in die Antwort ein. Genau diese Verbindung aus persönlichem Kontext, digitalem Inhalt und physischer Umgebung soll nach Apples Vorstellung den Nutzen von Spatial Computing deutlich erweitern.

Eine weitere Neuerung betrifft Panoramen und persönliche Umgebungen. Bereits mit Spatial Scenes konnten Fotos mithilfe generativer KI um Tiefe und räumliche Wirkung erweitert werden. Mit VisionOS 27 wird dieses Prinzip auf Panoramabilder übertragen. Nutzer können eigene Panoramen aus ihrer Fotomediathek als persönliche Umgebung verwenden. Die Bilder erhalten Tiefe, Parallaxe und eine räumliche Wirkung, sodass man sich stärker an den aufgenommenen Ort zurückversetzt fühlt. Diese Umgebungen können beim Arbeiten, beim Medienkonsum oder in anderen Nutzungssituationen als Hintergrund dienen. Die Qualität hängt dabei unter anderem von der Auflösung des Ausgangsbildes und der Menge an Bildinformationen ab, aus denen die KI eine überzeugende Tiefenkarte erzeugen kann.

Zusätzlich bringt Apple eine neue eigene Umgebung in VisionOS: Thorsmork in Island. Die Landschaft zeigt tagsüber ein Tal mit Flusslauf und nachts Polarlichter über dem Nutzer. Sinclair deutete an, dass Apples Designteam große Freude daran habe, solche Orte auszuwählen. Die Umgebungen sollen nicht nur schön aussehen, sondern eine besondere Stimmung erzeugen und das Gefühl vermitteln, an einen anderen Ort versetzt zu werden.

Neben großen KI-Funktionen hat Apple auch zahlreiche Verbesserungen an der Bedienung vorgenommen. Benachrichtigungen lassen sich künftig komfortabler nutzen: Wer nach oben blickt und eine eingehende Mitteilung anschaut, kann sie erweitern, ohne sie sofort aktiv öffnen zu müssen. Bei Nachrichten erscheint ein kleines Messages-Fenster, in dem direkt reagiert werden kann, ohne die vollständige App zu öffnen. Auch das Kontrollzentrum wurde überarbeitet, um häufig genutzte Funktionen leichter erreichbar zu machen.

Besonders wichtig für Entwicklerinnen, Entwickler und Content Creator ist die verbesserte Bildschirmaufnahme. Bisher waren Aufzeichnungen aus VisionOS stark auf den Blickfokus ausgerichtet, wodurch Randbereiche unscharf wirkten. Für klassische 2D-Videos war das oft problematisch. Mit VisionOS 27 ermöglicht Apple Aufnahmen in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde, bei denen die gesamte Szene scharf dargestellt wird. Diese Aufnahmen sind bis zu drei Minuten lang möglich und können direkt auf dem Gerät erstellt werden, ohne Verbindung zu einem Mac. Sinclair erwartet, dass Entwickler diese Funktion für bessere Marketingvideos nutzen werden und Creator hochwertigere Inhalte aus VisionOS produzieren können.

Auch Safari, Apple TV und Freeform erhalten neue Darstellungsoptionen. Die aus dem Mac Virtual Display bekannte gekrümmte Fensterdarstellung hält Einzug in weitere Apps. In Safari lassen sich breite Fenster ergonomisch um den Nutzer herumziehen. Außerdem gibt es eine neue Tab-Übersicht, die an Coverflow erinnert: Tabs erscheinen als räumlich angeordnetes Karussell, durch das man blättern kann. In der Apple-TV-App soll die gekrümmte Darstellung besonders bei Mehrfachansichten zur Geltung kommen, etwa bei Sportübertragungen mit mehreren Kameraperspektiven. Sinclair nannte als Beispiel Formel-1-Übertragungen, bei denen verschiedene Feeds gleichzeitig um den Nutzer herum angezeigt werden können.

Einen großen Schwerpunkt legt Apple außerdem auf Entwicklerwerkzeuge. Reality Composer Pro wurde vollständig überarbeitet und liegt nun in Version 3 vor. Die Anwendung wurde aus Xcode herausgelöst und als eigenständige App im Entwicklerbereich verfügbar gemacht. Damit soll sie nicht nur klassischen App-Entwicklern, sondern auch Kreativen und Designern leichter zugänglich sein. Reality Composer Pro 3 unterstützt unter anderem Charakteranimation, Szenenaufbau, Live-Preview auf der Vision Pro und einen neuen Script-Graph-Modus. Dabei handelt es sich um eine node-basierte Entwicklungsumgebung, mit der Abläufe und Animationen visuell zusammengestellt und schnell ausprobiert werden können.

Apple hat zudem Verbesserungen bei Mixed-Reality-Licht, Stoffsimulationen, Charakteranimation und Workflows für Apple Immersive Video angekündigt. Ziel sei es, digitale Inhalte möglichst glaubwürdig in den realen Raum einzubetten. Sinclair betonte, dass Spatial Computing von Beginn an darauf angelegt gewesen sei, digitale Inhalte so in die Umgebung zu bringen, dass sie sich anfühlen, als gehörten sie dorthin. Es gehe nicht allein um realistische Grafiken, sondern auch um Ton, räumliche Präsenz und das Gefühl, tatsächlich an einem anderen Ort zu sein oder ein digitales Objekt als real wahrzunehmen.

Ein neues Framework namens Spatial Preview soll besonders für professionelle Arbeitsabläufe interessant werden. Es ermöglicht, Inhalte aus macOS-Apps in den Raum zu bringen, während man eine Apple Vision Pro trägt. Änderungen auf dem Mac können in der räumlichen Darstellung sichtbar werden, wodurch schnelle Iterationen möglich sind. Das Framework unterstützt SharePlay, sodass mehrere Personen gemeinsam an einem Objekt oder Entwurf arbeiten können – lokal nebeneinander oder aus der Ferne. Apple sieht Einsatzmöglichkeiten vor allem bei Architekten, Innenarchitekten, Produktdesignern, Schmuckdesignern und anderen kreativen Berufen. Spatial Preview unterstützt unter anderem USD-Dateien, Apple-Immersive-Video-Stills, PDFs und klassische 2D-Inhalte. Als Beispiele nannte Sinclair Integrationen mit SketchUp von Trimble und Cinema 4D.

Auch erfolgreiche VisionOS-Apps kamen zur Sprache. Sinclair hob zwei Gewinner der Apple Design Awards hervor: die NBA-App, die für Innovation ausgezeichnet wurde, und „Primary“, eine journalistische App mit spatialen Videos, die für sozialen Einfluss prämiert wurde. Die NBA-App habe über mehrere Versionen hinweg gezeigt, wie Sporterlebnisse auf Vision Pro neu gedacht werden können – von Multiview-Funktionen bis hin zu immersiven Live-Erlebnissen. „Primary“ wiederum nutze räumliches Video, um journalistische Geschichten eindringlicher und näher am Geschehen zu erzählen.

Zum Abschluss ging es um die Frage, wie ernst Apple die Plattform Vision Pro und VisionOS langfristig weiterverfolgt. Sinclair widersprach dem Eindruck, Apple habe Vision Pro zurückgestellt oder das Engagement reduziert. Spatial Computing stehe noch am Anfang. Apple lerne weiter, investiere weiter und verbessere die Plattform kontinuierlich. VisionOS 27 solle zeigen, dass Apple sowohl für private Nutzer als auch für professionelle Anwendungen neue Möglichkeiten erschließt, die auf anderen Geräten nicht in gleicher Weise realisierbar seien.

Justin Ryan zog ein enthusiastisches Fazit. Für ihn sei VisionOS heute ähnlich spannend wie iOS in den Jahren 2007 bis 2009. Jedes Jahr bringe die Plattform neue Ebenen an Funktionalität und Möglichkeiten. Besonders die Kombination aus Siri AI, visueller Intelligenz, persönlichen Umgebungen, verbesserten Aufnahmen und neuen Entwicklerwerkzeugen zeige, wie sehr sich Vision Pro weiterentwickle. Sinclair dankte zum Schluss ausdrücklich der Entwickler- und Creator-Community. Deren Apps, Filme und räumliche Inhalte seien entscheidend dafür, dass Spatial Computing lebendig werde und sein Potenzial entfalten könne.

Apple Keynote: AirPods als Hörgerät

10. September 2024

Die Apple Keynote brachte erwartungsgemäß neue Modelle von iPhone, Apple Watch und AirPods – schneller, stärker, weiter. Besonders faszinierte mich der Schwerpunkt auf Gesund­heits­features wie Hören und Schlafapnoe in den Präsentationen von Tim Cook und Mannschaft.

Nachdem in der Vergangenheit Sport und Fitness bei Apple im Vordergrund standen, war es nun das Thema Gesundheit. Wir werden alle älter. Im Grunde waren es Apple AirPods als Hörgerät. Meine Kinder haben es mir gleich empfohlen, ich tat es allerdings auch für Sie, weil das Hören bei Ihnen auch nicht so klappt, wenn aber auch anderen Gründen. Ich finde den Weg, den Apple hier beschreitet sehr interessant.

Mithilfe des Messwerts „Atemstörungen“ kommen Mitteilungen über Schlafapnoe auf die Apple Watch und geben Nutzermnoch mehr Möglichkeiten, ihre Gesundheit mit der Apple Watch im Blick zu behalten. Mitteilungen über Schlafapnoe werden voraussichtlich bald eine Marktzulassung von der Food and Drug Administration (FDA) und anderen Gesundheitsbehörden weltweit erhalten. Sie werden diesen Monat in über 150 Ländern und Regionen verfügbar sein, einschließlich den USA, der EU und Japan. Ich bin mir sicher, dass Atemaussetzer damit besser erkannt werden. Unbehandelt kann Schlafapnoe erhebliche Folgen für die Gesundheit haben, wie ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Typ 2 Diabetes und Herzprobleme. Das ist nicht zu unterschätzen.

Um fundierte Gespräche mit dem Arzt führen zu können, haben Nutzer die Möglichkeit, ein PDF zu exportieren. Es zeigt, wann eine Schlafapnoe aufgetreten sein könnte, sowie Daten zu Atemstörungen der vergangenen drei Monate und weitere Informationen. So geht Medizin im 21. Jahrhundert.

Neuartiges Hörgerät
Mit den AirPods Pro mit aktiver Reduktion lauter Geräusche, einem wissen­schaftlich anerkannten Hörtest und einer rezeptfreien Hörhilfe­funktion bietet Apple das weltweit erste umfassende Erlebnis für Hörgesundheit. Die erste softwarebasierte Hörhilfefunktion ihrer Art macht den Zugriff auf Hörhilfe für Nutzer einfacher als je zuvor, und das zu einem günstigen Preis. Das Hörgerät meiner Mutter kostet rund 1000 Euro, da sind die AirPods preiswerter und können auch noch Musik und Telefonate. Warten wir es ab.

Die Hörtest- und Hörhilfefunktionen werden voraussichtlich bald eine Marktzulassung von Gesundheitsbehörden weltweit erhalten und diesen Herbst in über 100 Ländern und Regionen verfügbar sein, darunter den USA, Deutschland und Japan. Damit greift Apple die Industrie der Hörakkustiker an, die bislang sehr teuere Geräte anbieten. Eine neue Generation, die es gewohnt ist, die weißen Stöpsel im Ohr zu tragen, greift vielleicht dann lieber zu den gewohnten AirPods.
Jetzt werde ich als nächstes meinen Arzt fragen, ob er mir die neue Watch und die AirPods auf Rezept verschreiben wird.

Meine persönlichen Highlights der Apple WWDC 2022

7. Juni 2022
Nix hat Tim Cook über die AR-Brille von Apple herausgelassen.

Irgendwie hatte ich gehofft, dass Tim Cook die AR-Brille von Apple andeutet, aber es fiel während der Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC 2022 natürlich kein Wort dazu. Auch nicht bei der Vorstellung von Ventura, dem neuen MacOS, nachdem ich der Vergangenheit immer das ARKit eine Rolle gespielt hat. Schade, aber es gab einen interessanten Ausblick auf neue OS-Features, die in den kommenden Betriebssystem für Mac, iPad, iPhone und Watch enthalten sind. Und am Rande auch eine Vision zum Thema Apple und Autos. Und wie erwartet wandert der neue M2 ins MacBook Air (4 Farben, aber leider nicht in Rot) und MacBook Pro. Ich warte noch auf einen aktualisierten iMac.

iPad rückt weiter an Notebook heran
Das Thema Zusammenarbeit wird wohl in den kommenden Betriebssystemen groß geschrieben. Es gab einige neue Features dazu. Wie beispielsweise erscheint mir Stage Manager für meine tägliche Arbeit am Mac und iPad sinnvoll. Stage Manager organisiert automatisch geöffnete Apps und Fenster, damit ich mich auf meine Arbeit konzentrieren kann und trotzdem alles im Überblick behalte. Das Fenster, in dem gerade gearbeitet wird, wird prominent in der Mitte angezeigt, und andere geöffnete Fenster erscheinen auf der linken Seite, so dass ich schnell und einfach zwischen den Aufgaben wechseln kann. Ich kann Fenster auch zusammenführen, wenn sie an bestimmten Aufgaben oder Projekten arbeiten, für die ich unterschiedliche Apps brauchen. Da ich sehr viel am iPad arbeite, ist das für mich ein sehr wichtigstes Feature im neuen PadOS. Wenn ich es mir überlege, dann ist Stage Manager auch ein wichtiges Features für eine AR-Brille von Apple, die (noch) nicht vorgestellt wurde.

Free Form ist ne gute Idee

Es wird auch eine neue App namens Free Form geben, die bei mir verschiedene vorhandene Apps ersetzen wird. Es ist eine Art übergroßes Whiteboard am iPad auf das ich meine Notizen oder Zeichnungen machen kann, wenn ich am Brainstorming mit dem Pencil bin. In der Keynote sah es sehr intuitiv aus und ich freue mich darauf.

Kameraübergabe für Schulungen unterwegs
Für meine Online-Seminare unterwegs freue ich mich auf das Feature Kameraübergabe. Ich kann mein iPhone mit dem MacBook Pro koppeln und das iPhone als Webcam nutzen. Studio Light ist für iPhone 12 und sorgt dann dafür, dass ich kein mobiles Ringlicht mehr in den Rucksack packen muss. Und Desk View ist eine Art Dokumentenkamera, die meinen Schreibtisch abbildet. Für mein Heimstudio werden ich Kameraübergabe nicht nutzen, denn die drahtlose Verwendung von Kameraübergabe erfordert einen Mac und ein iPhone oder iPad mit aktiviertem WLAN und Bluetooth. Beide Geräte müssen mit der gleichen Apple ID mit Zwei-Faktor-Authentifizierung angemeldet sein. Ich streame zu Hause aus dem Studio über LAN und damit ist Kameraübergabe nicht zu gebrauchen. Meine Kameras sind über Blackmagic ATEM mini via USB-C angeschlossen. Aber für Schulungen unterwegs ist es sehr interessant

Ende der Passwörter durch Passkey
Apple bemüht sich mit anderen Herstellern um das Ende der klassischen Passwörter. Die Funktion Passkey nutzt den neuen Safari-Browser. Es wird eine Zeit ohne Passwörter geben, so zumindest die Ansicht der Tech-Riesen. Apple, Google und Microsoft arbeiten an „passwortloser Welt“. Die drei Technologie-Giganten wollten „plattformübergreifend zusammenarbeiten“, um die „vollständige Umstellung auf eine passwortlose Welt“ zu verwirklichen. Mobiltelefone werden bei der Registrierung bei einem neuen Fido-Dienst einen Berechtigungsnachweis, einen so genannten Passkey, speichern, der zum Entsperren von Online-Konten verwendet wird. Wenn Sie sich auf Ihrem Handy bei einer Website oder App anmelden, entsperren Sie einfach Ihr Handy. Und um sich auf dem Computer bei einer Website anzumelden, brauchen Sie nur Ihr Handy in der Nähe und werden einfach aufgefordert, es für den Zugriff zu entsperren. Die Fido-Methode wird als sicherer als die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung angepriesen, bei der einmalige Passwörter per SMS oder E-Mail verschickt werden. Das halte ich für meine Sicherheitsseminare für einen großen Vorteil, denn noch immer nutzen viele Menschen ein Passwort für alles – trotz besseren Wissens.

CarPlay oder Apple Car?
Als ich die Ausführungen zu CarPlay, der Multimedia-Zentrale für das Auto verfolgte, ärgerte ich mich, dass mein Auto mit CarPlay nicht kompatibel ist. Damit war das Thema erst einmal für mich von der Tagesordnung, weil ich mir kein neues Auto kaufen werde und ich sowieso wenig Auto fahre.
Erst nachdem ich nach der Keynote ein wenig über das Gesehene nachgedacht habe, wurde mich bewusst, was ich da gerade gesehen am Rande habe. In einer künftigen Version von CarPlay greift die Apple Software tief ins System des Autos ein und zieht sich entsprechende Daten und zeigt sie in einer GUI an, die wir nur kurz in der Keynote gesehen haben. Das finde ich wirklich interessant. Vielleicht ist das eine Version des Apple Car? Über die Anordnung der GUI muss noch vortrefflich gestritten werden, aber das Apple Daten aus Autos zieht, scheint mir sehr interessant. Mehr Informationen sollen später folgen – also ohne genauen Zeitpunkt.

Apples Fitness+ bedrängt Sportvereine und Fitness-Studios

19. September 2021

Konsequent geht Apple den Weg der Digitalisierung und treibt mit Apples Fitness+ den Plattform-Gedanken weiter voran. Das virtuelle Fitness-Studio Apples Fitness+ kommt im Herbst nach Deutschland und wird Fitnessstudios und Sportvereine auf lange Sicht das Leben schwer machen.

In der Pandemie waren Fitnessstudios geschlossen und der Sport spielte sich in den heimischen vier Wänden ab. Auch in unserer Familie wurden abends die Yoga-Matten ausgerollt und via YouTube Übungen geturnt und geschwitzt.

Hier hat Apple auf den kostenpflichten Dienst Fitness+ installiert, der bisher nur in den USA freigeschaltet war. Im Herbst wird dieser Dienst nach Deutschland kommen und arbeitet zudem mit den Apple Produkten iPhone, iPad und Apple TV zusammen. Wir haben in der Pandemie HomeOffice gelernt, warum nicht auch Sport zu Hause – zeitlich und räumlich unabhängig von klassischen Fitness-Studio oder Sportverein.
Da Sport ein Gemeinschaftserlebnis sein kann, hat Apple Fitness+ zum Gruppentraining aufgebohrt. Bis zu 32 Sportbegeisterte können an einem gemeinsamen Training teilnehmen. Das technische Geheimnis des Gruppentrainings basiert auf Share Play. Diese Funktion hat die Apple auf WWDC 2021 für gemeinsames Filme-Schauen vorgestellt. Dies wird nun auf Apple Fitness+ ausgeweitet.

Ich persönlich trainiere in meinem örtlichen Sportverein Qigong zu festgelegten Zeiten. Gerne würde ich flexibler sein und die Übungen auch zu anderen Zeiten mit Freunden durchführen. Leider wird Qigong (noch) nicht bei Apple Fitness+ angeboten. Dennoch interessiere ich mich für andere Angebote wie Yoga oder Ausdauertraining. Die Übungszeiten in meinem Sportverein für diese Sportarten sind ungünstig und daher überlege ich mir eine Teilnahme bei Apple Fitness+. Zudem bin ich künftig vielleicht wieder öfters auf Reisen und könnte mein Workout im Hotel machen.
Die Preise für Deutschland stehen noch nicht fest: In den USA kostet das Abo entweder knapp 8 US-Dollar pro Monat oder rund 80 US-Dollar pro Jahr. Mein Sportverein oder ein Fitnessstudio sind deutlich teuerer. Fitness+ ist bei Apple One mit dabei, bei der Premium-Option für rund 30 US-Dollar pro Monat. Dieses Bundle ist in Deutschland noch nicht verfügbar. Warten wir auf den Herbst.

Gedanken zur New Yorker Apple Keynote 2018

31. Oktober 2018

Tim Cook hat schon Humor.

Tim Cook hat schon Humor.

Es war eine Keynote, bei der ich richtig mitgefiebert habe: MacBook Air, Mac mini, iPad Pro, Pencil 2, Updates – alles nach meinen Geschmack – und kein ApplePay für Deutschland und auch kein AirPower und keine neuen AirPods.
Die Show in New York war prima. Selbst Tim Cook in Strickjacke wurde lockerer als ihm der Applaus der Fans im Howard Gilman Opera House der Brooklyn Academy of Music entgegenströmte. Dieses Mal fand die Produktvorstellung nicht in Kalifornien statt, sondern in der Stadt, die niemals schläft. Apple liebt den Big Apple. Der Intro-Film mit Bildern aus New York mit der Musik von Bobby Short (I happen to like New York) berührte mich. Ich saß vor dem Apple TV und genoss den Stream.

Endlich mal wieder eine Apple Keynote in New York.

Endlich mal wieder eine Apple Keynote in New York.

Für mich war das iPad Pro die wichtigste Vorstellung. Hier hat sich wirklich etwas getan. Als Referent und Seminarfuzzi habe ich meinen Seminar-Workflow als digitaler Nomade auf das iPad ausgerichtet. Das ist mein Instrument der Wahl, wenn ich unterwegs und zu Hause bin. Und ich nehme das 12,9-Zoll-mobile Device als tägliches Werkzeug zum Bloggen, Videoschnitt und Fotobearbeitung her. Grundsätzlich bin ich zufrieden. In der Keynote wurde AutoCAD und Photoshop auf dem iPad Pro vorgestellt, eindrucksvoll.

Jetzt kommt ein neues großes iPad Pro ins Haus mit großen Display in kleineren Gehäuse, USB-C, doch ohne Kopfhörerklinke. Letzteres wird im Seminaralltag eine Herausforderung werden. Der Ton kommt zu meinen Kunden meist per Kabel. Blauzahn ist bei den Mischpulten nicht vorhanden. Die USB-C-Schnittstelle bietet hier eine neue Herausforderung und ich muss mich in die Tiefen der Adapterperipherie einlassen. Ich werde nicht in das Geschrei einstimmen, warum Apple immer wieder seine Anschlüsse ändert. Das habe ich nicht beim fehlenden Diskettenlaufwerk von Lombard gemacht, auch nicht beim Wegfall des optischen Laufwerks beim PowerBook, kein Gemeckere bei der Einführung und Streichen von FireWire und vieles mehr. Gemaule kommt von mir, warum Apple das iPhone XS Max nicht gleich mit USB-C ausgerüstet hat, so dass ich nun zwei Varianten USB-C und Lightning mitschleppen muss.

Nun, Apple hat auch fürs iPad Pro ein neues Smart Keyboard Folio in Schwarz vorgestellt. Das kommt auch in die Einkaufstasche. Leider ist das Teil ebenso wie seine Vorgänge nicht für meine Bedürfnisse ausgelegt. Ich arbeite auf einer Logitech Tastatur fürs iPad Pro und bin höchst zufrieden. Es wird wohl wieder ein halbes Jahr dauern bis Logitech als Marke meines Vertrauens eine Tastatur für das neue iPad Pro 2018 vorlegt.
Der Apple Pencil 2, der nur für das neue iPad Pro funktioniert, wanderte auch in die Einkaufstüte. Die Magnethalterung und das Abladen finde ich schick gelöst. Das Handling wird sich in der Praxis beweisen. „Who needs a Stylus“, sagte Steve. Naja – „Wenn sich die Fakten ändern, ändere ich meine Meinung“, antworte ich mit Keynes. Irgendwann im November werden die Sachen bei mir eintrudeln, so dass ich wohl im Dezember den Switch auf das neue iPad Pro machen kann.
Und dann machte sich nach der Show eine gewisse Enttäusch bei mir breit. Kein Wort wurde über AirPower verloren. Die Ladematte scheint im Moment technisch zu anspruchsvoll zu sein und ist vom Tisch. Damit fallen auch fürs erste neue AirPods weg, die mit dem Ladegerät einher gehen könnten. Apple hat ja alle Hinweise von der Website gekillt. Tja und wie sieht es aus mit ApplePay für Deutschland? Nichts war zu hören, gerne hätte ich es in iOS 12.1 gehabt. Aber die Lobby der deutschen Banken steht trotz einiger Ausreißer fest. Die deutschen Geldinstitute setzen auf eigene Lösungen und schlafen weiter.

Ich bin bereit – Apple Keynote heute Abend

7. September 2016

Jetzt heiß es abwarten.

Jetzt heiß es abwarten.

Der Apple Store im Netz ist nicht mehr erreichbar. Und ich muss zugeben, ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, wenn ich an die Apple Keynote heute abend denke. Apple kann es noch immer, obwohl die absolute Geheimhaltung wie unter Steve Jobs Zeiten wohl nicht mehr möglich ist. Zu viele Zulieferer in Fernost verraten die Geheimnisse um neue Produkte. Und natürlich sind die Produktzyklen vorhersehbar. Und dennoch ist jede Keynote für mich ein spannendes Ereignis.
Am Nachmittag wurde bereits der Apple Store vom Netz genommen. Weltweit werden die neuen Geräte eingestellt und auf ein Zeichen von Tim Cock heute nacht freigeschaltet. Noch vor einigen Tagen war ich im Hamburger Apple Retail Store und hab mir die Produkte und ihre Präsentation angeschaut. Viele Leute haben gekauft, einige Apple-Fans, so wie ich, warten aber den heutigen Abend ab. Ich bin gespannt auf das neue iPhone 7, vielleicht auch auf die AppleWatch 2, auf die neuen Betriebssysteme für Mac, iPhone/iPad und AppleWatch. Ich hoffe sehr auf neue Hardware, vor allem auf das neue MacBook Pro.
Mal sehen, ob Tim Cook zu der aktuellen Steuerdebatte in Irland im Rahmen der Keynote Stellung nehmen wird. Den offenen Brief gab es ja bereits.

Eine Nachricht an unsere Kunden in Europa

Eine Nachricht an unsere Kunden in Europa

Und ich weiß jetzt schon, wie die klassischen Massenmedien berichten werden. Die einen werden schreiben, dass es langweilig gewesen sei, weil ja alles bekannt sei. Die anderen werden schreiben, dass Apple nahezu pleite sei, weil keine neuen Ideen da sind. Und wiederum andere werden schreiben, das es ihnen gefallen hat. Ich glaube, ich gehöre zur letzten Sorte.
An Spekulationen will ich mich nicht beteiligen. Ich werde den Abend genießen und habe meine Familie gebeten, dem Internet fern zu bleiben. Ich möchte die volle Bandbreite und werde mir die Übertragung ab 19 Uhr am Apple TV ansehen. Also keine Anrufe, keine Mails, keine Störungen bitte. iPad und iPhone sind aufgeladen zum Twittern. Mein Account ist @redaktion42.
Ach ja: Und ich hätte gerne ein one more thing …

Tim Cook, bitte bleibe standhaft!

22. März 2016

Klares Statement von Tim Cook von Apple zur Sammelwut von Daten durch die US-Regierung.

Klares Statement von Tim Cook von Apple zur Sammelwut von Daten durch die US-Regierung.

Die Apple Keynote von gestern brachte eigentlich keine Produktüberraschungen mehr. Viele der technischen Spezifikationen vom neuen Einsteiger-iPhone SE und vom iPad Pro 9,7“ waren bekannt. Auch die Updates von iOS, tvOS und watchOS auf iOS 9.3, tvOS 9.2 und watchOS 2.2 waren aufgrund der offenen Politik keine wirklichen Neuigkeiten mehr. Daher war die Keynote schon nach einer knappen Stunde vorbei. Langweilig? Vielleicht, wenn man sich nur für Produkte interessiert.
Spannend, wenn man sich für die IT-Entwicklung interessiert. Hier war die Keynote enorm wichtig. Apple-CEO Tim Cook wiederholte zu Beginn der Keynote sein klares Bekanntnis zum Datenschutz und zur Privatsphäre. Apple werde den Datenschutz für Kunden aufrecht erhalten. Mit der Unterstützung der großen Silicon Valley-Firmen im Rücken stellt sich Apple gegen die Datensammelwut der US-Regierung und des FBI. Tim Cook sagte, dass rund eine Milliarde Apple Geräte weltweit aktiv seien.

Statement
Das Statement pro Datenschutz halte ich für bemerkenswert, das halte ich für absolut richtig. Dafür genießt Tim Cook und Apple meine volle Ankennerung. „Tim, lasst euch nicht unter kriegen“, ist meine Meinung. „Tim Cook, bitte bleibe standhaft.“
Über den Streit zwischen Apple und FBI habe ich bereits gebloggt. Durch die Keynote wurde dieser Streit noch einmal verschärft. Nach dem offenen Brief auf der Apple Website kam jetzt ein klares Statement von Tim Cook live hinzu. Und ich halte dies nicht für ein Marketinggeschwätz, sondern für eine klare politische Positionierung. Den Stream haben sich Millionen angeschaut und die Keynote-Veranstaltung ist auch online abrufbar. Der Long Tail wird nocheinmal weitere Unterstützung für das Verhalten von Apple generieren. Das ist gut so.

In Erwartung auf Apples Keynote

20. März 2016

Am Montagabend braucht mich keiner stören. Am Montagabend ist Apple Keynote und sie wird wieder live ins Netz übertragen. Apple TV ist angeschlossen, die Softwareaktualisierungen eingespielt. Die Familie hat absolutes Internet-Verbot, damit ich volle Bandbreite habe. Die übliche Gerüchteküche brodelt. Ein neues iPhone und iPad brauche ich im Moment nicht. Ich bin erst wieder beim iPhone 7 mit von der Partie und ich nutze mein iPad Pro sicherlich noch ein paar Monate.
Vielleicht wird Tim Cook morgen das neue iOS-Update freigeben. Da ist es auf jeden Fall interessant wie sich iOS im Vergleich schlägt. Aktuelles Zahlenmaterial liefert Adobe.
Der aktuelle Adobe Digital Index (ADI) liefert Insights zu den weltweiten Device- und Browser-Gewohnheiten der User. Der ADI basiert auf der branchenübergreifenden Auswertung von aggregierten und anonymisierten Consumer Daten bei über 600 Milliarden Webseitenbesuchen in der Zeit von Januar 2015 bis Januar 2016. Zudem wurden 1000 US-Konsumenten zu ihren mobilen Gewohnheiten befragt (Zeitraum 19. bis 21. Februar 2016).

Chrome vs. Safari
Smartphone Page Visits von Chrome übersteigen die von Safari um 127 Prozent. Heruntergebrochen auf die Browser-Nutzung bei iOS Devices zeigt sich, dass die Nutzung von Safari innerhalb eines Jahres um 34 Prozent und die von Chrome um 19 Prozent zugenommen hat. Eine Adobe-Studie fand zudem heraus, dass iPhone User den Safari-Browser (43 Prozent) vor Chrome bevorzugen (33 Prozent).

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Smartphones vs. Tablets
76 Prozent der mobile Page Visits erfolgen auf Smartphones (iPhone 46 Prozent, Android 30 Prozent), Tablets steuern 24 Prozent des Traffics bei (iPad 18 Prozent, Android 5 Prozent). Page Visits von iPads und OS X Desktops sind im Jahresverlauf um 7 bzw. 5 Prozent zurückgegangen.
Auch beim Thema Mobile Shopping punkten in erster Linie Smartphones: So erfolgen 56 Prozent der Transaktionen von Mobile Devices über Smartphones (38 Prozent iPhone, 17 Prozent Android-Telefone). Zum Vergleich: 44 Prozent des untersuchten Mobile Shopping kommen von Tablets (37 Prozent iPad, 6 Prozent Android-Tablets).
Video: Der Anteil von Apple TV an den Premium Video Views (authenticated) fiel seit August 2015 um 8 Prozent. In der gleichen Zeit konnte Roku um 4 Prozent zulegen. Doku gibt es in Deutschland im Moment nicht.

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Social Sentiment: Zusätzlich von Adobe weltweit durchgeführte Social Sentiment-Analysen zeigen mit Blick auf die Marke Apple einen Trend zur Enttäuschung auf. Der Großteil der Konversationen im Social Web dreht sich um Gerüchte zum iPhone SE. Da wünsche ich mir die alten Zeiten als Mac-User zurück, als wir unter uns waren – die installier Base. Damals musste ich mich nicht mit Kinderchen herumschlagen, die Wunschgebilde bauten. Und ich höre schon wieder die Presse, die den Niedergang von Apple herbeischreibt. Ich weiß als Journalist die Regel: Only bad news are good news.
Mehr Zahlen und Grafiken gibt es im Adobe-Blog. Egal: Ich werde die Keynote morgen genießen und freue mich auf Tim Cook und seine Ankündigungen. Und vielleicht ist doch ein One more thing … dabei. Und wehe, es ruft mich während der Keynote einer an.