Posts Tagged ‘Fitness-Studio’

Begeisterung beim Laufen auf dem Laufband

2. Februar 2018

Ich habe meinen inneren Schweinehund überwunden und habe etwas neues ausprobiert. Ich bin gelaufen. Nun, vielleicht genauer: Ich bin auf einem Laufband gelaufen und es hat mir Spaß gemacht.


Für viele ist das eine Selbstverständlichkeit, für mich war es etwas neues. Andere gehen in Fitness-Studios oder joggen am Morgen. Ich habe dagegen noch nie so ein Laufband ausprobiert. Bis jetzt. Das Jahr 2018 birgt eben so seine Überraschungen. Bei einem Seminar wollten meine Seminarteilnehmer kegeln und das ist nicht gerade meine Art von Unterhaltung. Neben der Kegelbahn war in unserem Bildungszentrum ein Fitnessraum mit Stepper, Folterbank und Laufband. Neugierig betrat ich das Laufband, hab es angeschaltet und ein wenig ausprobiert. Natürlich kamen mir sofort die Fail-Videos mit Laufbändern aus YouTube in den Sinn und musste lächeln. So doof wollte ich mich nicht anstellen.
Vorsichtig ist die Mutter der Porzellankiste und daher mit einer geringen Geschwindigkeit beginnen, so mein Gedanke. Das Band setzt sich in Bewegung, meine Beine auch. Schritt für Schritt setze ich. Erstmal freilich im Oma-Tempo – langsam und übersichtlich. Die ganzen Features auf dem Laufband wie Bergsteigung oder den Knopf für Luftstrom habe ich ausgeschaltet. Nur die Grundfunktionen sind aktiviert, ich will ein wenig laufen und keine technische Featureschlacht.

Als ich ein wenig sicherer bin, schraube ich das Tempo hoch, Stück für Stück. Das Band läuft schneller, der Rhythmus meines Laufens erhöht sich. Der erste Schweiß läuft auch und ich muss mich konzentrieren. Anders als beim Laufen in der Natur kann ich nicht einfach langsamer werden oder meinen Laufrhythmus ändern. Wenn das passiert, dann fliege ich vom Band. Und schon bin ich wieder bei den netten YouTube-Videos vom Beginn.
Ich merke, ich bin nicht fit. Ich komme außer Puste, aber der Ehrgeiz ist da. Aufgeben ist keine Option. Ich mache also im lockeren Lauftempo weiter. 20 Minuten und dann ist gut.
Ich habe Blut geleckt. Ich muss zugeben, die Sache macht mir Spaß und es strengt mich an. Kondition ist bei mir Fehlanzeige und ich denke an meinen Kollegen Ludwig Reicherstorfer, der ein begnadeter Marathonläufer ist und mich in seiner freundlichen Art ziemlich inspiriert.

Zwischenstand - für mich gar nicht schlecht.

Zwischenstand – für mich gar nicht schlecht.

Am nächsten Tag in der Mittagspause packt mich der Ehrgeiz nochmal. Ich habe Zeit und will es wissen. Dieses Mal habe ich Musik im Ohr. Ich wähle meine Klassiker von Kraftwerk. Die haben gerade einen Grammy bekommen und ich habe sie im Ohr: Autobahn, Tour de France, Musik Non-Stop. Mit Musik geht alles besser und ich betrete wieder das Laufband. Der Oma-Rhythmus wird übersprungen, ich fühle mich sicherer und starte gleich auf einem höheren Level. Der Schweiß rinnt, die Beine bewegen sich, ich habe mein Tempo erst einmal gefunden. Virtuelle Runde um Runde laufe ich und dann passiert etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Ich spüre das Ausschütten der Endorphine. Ich erlebe ein Glücksgefühl beim Laufen und bin überwältigt. Davon habe ich nur gelesen und es jetzt gespürt. Ich war so überrascht, dass es mich fast aus dem Rhythmus gebracht hat. Ob es das berühmte Runner’s High ist, weiß ich nicht, aber es fühlt sich gut an. So gut, dass ich gleich noch eine virtuelle Runde auf dem Laufband drehe. Dann setzt der Verstand ein und ich reduziere das Tempo. Genug ist genug, ich will es nicht übertreiben und meinen unsportlichen Körper überfordern. Zudem bin ich komplett nassgeschwitzt und sehne mich nach einer erfrischenden Dusche und ein wenig Ruhe.

VR kommt gewaltig – Meine Gedanken zur gamescom2016

22. August 2016

Neugierig bin ich mit der Familie zur gamescom2016 nach Köln gefahren. Es ging mir nicht darum, die neuesten Spiele auszuprobieren, sondern ich wollte wissen, wohin sich der Markt bewegt. Und er bewegt sich ganz eindeutig Richtung Virtual Reality VR. Viele Spieleschmieden setzen auf den neuen Trend und ich sage voraus, dass unter dem Christbaum 2016 die eine oder andere VR-Brille liegen wird.
Dazu passt die Meldung, die rechtzeitig zur gamescom kam: Die Oculus Rift wird am 20. September in den Handel kommen. Das Teil kostet rund 700 Euro. Obwohl ich von der Oculus Rift sehr angetan bin, bleibe ich als Mac-User außen vor. Oculus sagt eindeutig, dass die derzeitig Macs für VR zu lahm sind. „Wenn sie eines Tages einen guten Computer herausbringen, werden wir es machen“, erläutert Palmer Luckey, Oculus-Mitbegründer. Apple wird im Herbst neue Hardware vorstellen und ich hoffe, dass die Maschinen dann schnell genug sind. Tim Cook scheint von den Themen VR und AR angetan.

Ist der PC VR-fähig?
Systemvoraussetzung für die Oculus Rift ist ein PC mit mindestens einer AMD R9 290 oder einer Nvidia GTX 970. Mit dem Kompatibilitätstool können Anwender ihre PCs überprüfen und feststellen, ob die Leistung ihres Rechners für die Rift-Erfahrung ausreichend ist. Sollte ein neuer PC nötig sein, gibt es bei einigen der besten Hersteller der Welt spezielle Angebote Oculus-tauglicher PCs, die auf eine optimale VR-Erfahrung ausgelegt wurden. Vor der Demo der Rift bildeten sich lange, lange Schlangen. Viele wollten die VR-Erfahrung am eigenen Leib ausprobieren. Einige der Wartenden hatte für die Schlange Klappstühle dabei. In den Kölner Elektro-Märkten bereitet man sich auch vor. Im Media Markt Köln gab es bereits extra Counter, freilich noch ohne Hardware. Aber der VR kommt voll ins Rollen.

Dank MIFcom konnte ich in VR zocken
Ein PC kommt mir nicht ins Haus. Für zu Hause haben wir deshalb eine Sony PlayStation VR vorbestellt, die wir an die Playstation4 koppeln und wir sind bereit in eine aufgebohrte PS4 zu investieren, die ab September wohl ins Haus steht.


Ich konnte am Stand von MIFcom dank meines alten Kollegen René Grau mehrere VR-Spiele testen, darunter Autorennen und Shooter. Was für mich wichtig ist, es muss meine Brille unter die VR-Brille passen, sonst seh ich nichts. Aufgrund meines Augenleidens bin ich ohne Brille ein Blindfisch. Daher hat mir die HTC-Brille sehr gut gefallen und sie war auch mit Brille bequem zu tragen.

Lenovo bundelt mit Oculus Rift
Absolut nicht meine Welt und trotzdem sehr freundlich wurde ich am Stand von Lenovo aufgenommen. Das lag vor allem an meinen alten Kollegen Georg Albrecht, der dort die Kommunikation für den chinesischen Hersteller macht. Lenovo kannte ich durch die Übernahme von IBM Think Pads und sehe, dass sie solide Arbeitsrechner machen. Im Gaming-Bereich hatte ich Lenovo nicht auf dem Schirm. Albrecht kenne ich noch aus alten Zeiten und er gab mir ein Line-up der aktuellen Gamer-Produkte. Als Mac-User staunte ich vor allem über die vergleichsweise niedrigen Preise, die die Gaming-Maschinen kosten. Sehr eindrucksvoll sahen sie mit ihren roten und grünen Lichtern aus und es gibt auch entsprechende Bundles mit der Oculus Rift. Am Stand konnte man eine Basketball-Simulation ausprobieren, die den User sichtlich Spaß gemacht hat.

VR-Slots völlig überbucht
Bei Alternate sah ich mir verschiedene VR-Darbietungen an. Die Slots waren sofort überbucht und so blieb mir nur das Zusehen. Im grünen Licht bewegten sich die Spieler gespenstisch. Das war natürlich nur Show für uns Zuschauer, die sich köstlich über die Bewegungen der VR-Spieler amüsiertem.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Wie in einem Zookäfig standen wir außen herum und schauten zu, wie sich die Spieler verrenkten. Es wurde eine Simulation einer Bergbesteigung angeboten. Eindrucksvoll, was ich dort auf den Monitoren sah und es muss noch eindrucksvoller für die Spieler gewesen sein. Als sie die Brille abnahmen, zeigten sie sich komplett begeistert.

Die richtige Show gehört dazu - und das Outfit als Spiderman auch.

Die richtige Show gehört dazu – und das Outfit als Spiderman auch.

Batman in VR-Aktion
Es kommen zum Verkaufsstart der VR-Brillen einige Spiele auf den Markt. Als für mich eines der interessantesten Spiele (das ich mir zulegen werde) ist Batman: Arkham VR. Die Rocksteady Studios bringen das Spiel für die Playstation VR auf den Markt auf Basis der Unreal Engine 4. Was gezeigt wurde, war ein düsteres Detektivspiel und weniger harte Action.

SAE denkt weiter
Bei der SAE sprach ich mit Marketingleiter Götz Hannemann über das VR-Thema. Am Stand zeigten SAE-Studenten einige Spiele. Zum Beispiel eine Pfeil und Bogen-Variante, die nett anzusehen war. Beeindruckt hatte mich die Idee, einen Crosstrainer mit der VR-Brille zu koppeln. Damit kann man auch zu Hause wirklich aktiv werden. Der Spieler läuft eine Strecke und die Bewegung wird auf das Bild in der VR-Brille übertragen. Interessant wird es werden, wie sich die VR-Brillen in den Wohnzimmern schlagen. Fuchtel ich wie wild im heimischen Wohnzimmer herum und reiße Vasen, Bücher und Bilder beim Spiel herunter, weil der Platz nicht ausreicht? Beim Autorennen, das ich spielte, rammte ich bei vollen Tempo eine Wand und viel zu Boden. Wie sehen daher die Umgebungen aus, in denen mit VR-Brillen gespielt werden kann? Das ist eine interessante Frage.

VR im Fitness-Studio
Eine sehr elegante Variante sah ich bei der Münchner Firma ICAROS. Während der Sportler in einem futuristischen Gestell liegt, gleitet er mithilfe einer Virtual-Reality-Brille durch virtuelle Welten und trainiert spielerisch den ganzen Körper. Ich finde die Idee faszinierend. ICAROS hat eher Sportstudios oder Hotels als Zielgruppe, fand aber riesiges Interesse auf der gamescom in Köln.

Durch das Zusammenspiel zwischen dem Schlitten, auf dem der Sportler liegt, und der virtuellen Realität entsteht ein äußerst reales Fluggefühl. Die Übertragung der Bewegung mittels des am Lenker angebrachten Controllers funktioniert komplett ohne Zeitverlust. „Die Vision hinter ICAROS ist der Spaß am Training. Du kannst spielen und musst kein schlechtes Gewissen haben. Dieses langweilige Eisen stemmen, das so vielen Leuten keinen Spaß macht, ist vorbei“, erklärt ICAROS-Chef Johannes Scholl.