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Meine Hamilton Watch 2001 – X-01 Uhr von 2001: Odyssee im Weltraum

28. Mai 2018

Als ich 2001: Odyssee im Weltraum zum wiederholten Male ansah, achtete ich mehr und mehr auf die Details. Regisseur Stanley Kubrick war in seinen filmischen Werken absolut detailversessen und bietet so seinen Fans immer wieder neue Möglichkeiten der Spekulation. Es gibt keinen Kubrick-Film, in dem der Zuschauer nichts neues entdecken kann. Beim Betrachten von 2001 erging es mir so und ich verliebte mich in eine Armbanduhr von Hamilton. Und als ich die Uhr wieder in der fabelhaften Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum sah, war es um mich geschehen. Die Ausstellung läuft noch bis 23. September 2018 und sie ist ein absolutes Muss für jeden Kubrick- und 2001-Fan. In einer Vitrine stand die Uhr mit dem damaligen Werbeprospekt. „For their new Space Epic 2001 a Space Odyssey MGM Chose Hamilton. The Watch of the Future“.

Der US-amerikanische Uhrenhersteller fertigte für den Film 2001: Odyssee im Weltraum eine spezielle futuristische Uhr an, die auch in den Verkauf ging. 1968 verband Hamilton erstmals den charakteristischen Stil seiner Uhren mit einer Filmhandlung und schuf auf Wunsch des Regisseurs Stanley Kubrick eine spezielle Armbanduhr und Tischuhr.
Und damit stand fest: Eine solche Uhr muss ich als Fan haben. Die Uhr des Jahres 1968 war für mich unbezahlbar und sie ist auch praktisch vom Markt verschwunden, aber ich hatte Glück. Im Jahr 2001 brachte Hamilton eine überarbeitete Neuauflage seiner 2001-Uhr heraus. Über einen italienischen Uhrenhändler konnte ich meine Hamilton beziehen. Die Uhr heißt Hamilton Watch 2001 – X-01 und ich liebe sie.
Und jetzt kommt das Problem: Ich trage in der Regel meine Apple Watch. Zwei Uhren gleichzeitig zu tragen ist ein Blödsinn. Also habe ich mich für folgendes Vorgehen entschlossen: Die Apple Watch trage ich im Alltag und meine beiden Lieblingsanaloguhren trage ich nur an besonderen Tagen: Eine Omega und eben meine Hamilton Watch 2001 – X-01.

Also die Hamilton Watch 2001 – X-01 kam im Jahre 2001 in einer Auflage von 2001 Exemplaren auf den Markt. Die limierte Ausgabe sorgte dafür, dass der Preis gleich in die Höhe schoss. Die Hamilton Watch 2001 – X-01 ist nicht identisch mit der Uhr aus dem Film 2001, aber sie ist eine Hommage. Ein paar Details wurden verändert und die Uhr wurde freilich modernisiert. Die Uhr aus dem Jahr 2001 besitzt zwei Kronen, die Uhr von 1968 nur eine, hat aber einen roten Punkt. Das grundlegende Design und die Faszination der Uhr ist aber gleich geblieben. Warum es unterschiedliche Ausgaben gibt, weiß ich nicht, vielleicht hat es etwas mit den Rechten zu tun.
Gliedert wird die Uhr in einer Metall-Verpackung. Ich selbst besitze die Uhr mit der Nummer 1071, liege also in der Mitte der limitierten Ausgabe. Ich bin mal gespannt, ob mir die Nummer 2001 mal unter die Augen kommt.

Ich liebe meine 2001-Uhr.

Ich liebe meine 2001-Uhr.

Die Uhr hat vier Zifferblätter. Neben dem Hauptzifferblatt mit Uhrzeit und Datum haben wir drei kleine Anzeigen darunter.
HT: HomeTime – also die Uhrzeit auf meinem Heimatplaneten. Wir sind ja schließlich mit der Uhr im Weltraum unterwegs.
DPT: Das ist die Dream Place Time – also die Uhrzeit auf meinem Wunschplaneten. Bei 2001 vielleicht der Jupiter.
GMT: Greenwich Mean Time. Die Greenwich Mean Time war von 1884 bis 1928 Weltzeit, in dieser Funktion wurde sie 1972 von der Koordinierten Weltzeit (UTC) abgelöst.
Das Armband ist aus Kautschuk und der Verschluss ist sehr innovativ und für mich ist die Uhr eine wunderbare Erinnerung an einen der wichtigsten Filme überhaupt.

Was macht der Bearbrick in 2001 Odyssee im Weltraum?

14. Mai 2018
Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

In der sehenswerten Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum zum legendären Stanley Kubrick-Film 2001 Odyssee im Weltraum ist im Foyer des Filminstituts eine kleine Ausstellung von Spielzeug rund um diesen Science Fiction-Klassiker zu sehen. Ich werde Zug um Zug darüber bloggen. Die Ausstellung ist bis 22. September 2018 zu sehen.
Die Ausstellung und das Spielzeug hat mich sehr inspiriert und ich bin selbst auf die Suche nach Spielzeug rund um den Film 2001 gegangen. Die Erben von des legendären US-Regisseurs sind sehr restriktiv, wenn es um die Rechtevermarktung geht – zu recht. Aber ab und zu (und wenn der Preis stimmt) geben sie eine Lizenz heraus. Auf japanischen Websites habe ich eine sehr schöne Variante von 2001 entdeckt: Die Bearbrick-Version von 2001: Odyssee im Weltraum.
Herausgegeben wird der Bearbrick oder be@rbrick von der Firma Medicom Toys, die auch andere Actionfiguren aus 2001 im Angebot hat. Das Zeug musste ich haben und ein Kollege fliegt in Kürze nach Japan und hat einen großen Einkaufszettel mit dabei, denn es kommt noch weitere Versionen von Kubrick-Filmen. Es ist wohl ein Shining-Bearbrick in Arbeit.
Bearbrick ist eine Sammlerserie für den japanischen Markt, ins Ausland verschicken will das Unternehmen nicht, also ist man auf teure Zwischenhändler angewiesen, wenn man nicht gerade japanische Freunde hat. Die Plastikfiguren bestehen aus neun Einzelteilen und es gibt zahlreiche Versionen dieser Bärchenfigur. Vorbilder kommen aus den Bereich der Populärkultur, also Film, Musik, Kunst. Die erste Bearbrick-Figur entstand im Jahre 2001 (ha,ha Wortspiel zu 2001) und es kamen im Laufe der Jahre Hunderte Figuren hinzu. Es gibt verschiedene Größen der Bären. Der Standard-Bär ist sieben Zentimeter groß und hat die interne Größenangabe 100 Prozent. Dann und dann gibt es sogar Bären mit 1000 Prozent also 70 Zentimeter Größe.
Ich habe meinen 2001: A Space Odyssey-Bärchen in den Versionen 100 und 400 Prozent. Als Farbe wird Orange angegeben, aber ich sehe eher Rot. Der Bär trägt einen roten Raumanzug und hat damit den Raumanzug von Astronaut Dave Bowman, der im Film durch das Sternentor reist. Hier das Unbeboxing-Video:

Die Bemalung des Bärs ist detailreich. Atemgerät, Helm (mit Ohren), dickes Bäuchlein alles ist nett gemacht. Aber am meisten begeistern mich die Abzeichen an den Schultern. Hier steht „United States Astronautics Agency Clavius“ und in der Mitte die Position der Erde, wie sie bei Voyager 1977 als Goldene Schallplatte zu sehen war. Kubricks Film entstand 1968 und er sah diese Beschreibung unserer Erde im Universum voraus – noch bevor Neil Armstrong den Mond betrat. Clavius ist Ort an dem der Monolith gefunden wurde.
Die Verpackung von Bearbrick orientiert sich an der DVD-Ausgabe der Stanley Kubrick Collection, also weiß mit blauem Streifen im oberen Feld. Das bedeutet, die Verpackung darf der Fan nicht wegwerfen, sondern muss aufgehoben werden.
Ich habe ein wenig mit meinen beiden Bären herumgespielt und einen Stop Motion-Film mit der iStopMotion-Software von Boinx gedreht – nicht gerade große Kunst, aber Spaß hat es dennoch gemacht.

Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

17. April 2018
Ein Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

Ein Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

Am Rande zur fantastischen Ausstellung 2001: A Space Odyssey, die noch bis 23. September 2018 in Frankfurter Filmmuseum läuft, habe ich als Kubrick-Fan etwas entdeckt, dass meine Sammelleidenschaft voll entbrennen ließ: Es gab von Marvel eine Comic-Reihe zu dem berühmten Film 2001 Odyssee im Weltraum – und ich muss sie haben.

Während meine Kinder im Manga-Fieber sind, mag ich Comics und ich mag Filme – und ich mag die Verbindung Comics zu Filmen. Auf dem Weg ins Untergeschoss des Frankfurter Filmmuseums hängen die elf Titelbilder der Comicreihe gerahmt im Gang. Ich war fasziniert, blieb stehen und studierte die Covers.

Entstanden ist die Comic-Reihe durch den Zeichner Jack Kirby in den Jahren 1976/77 bei Marvel, also gut acht Jahre nachdem 2001 im Kino lief. Anders als heute, wo gleichzeitig mit dem Kinostart der Merch-Wahnsinn einsetzt, ließ sich Marvel acht Jahre Zeit, um die Comics zu veröffentlichen. Den Grund für diese zeitliche Verzögerung weiß ich nicht. Und wenn man ehrlich ist, hatte auch nur der erste Band wirklich etwas mit dem Filmklassiker von Stanley Kubrick zu tun. Die Geschichte von HAL wird weitergesponnen und später setzte Jack Kirby die Reihe unter dem Titel Machine Man fort.

Jack Kirby wird von Comicschaffenden und -fans als einer der größten und einflussreichsten Zeichner der Comicgeschichte anerkannt. Er ist quasi ein Gott des Comics. Kirby war an der Schöpfung beinahe jedes Marvel-Comics-Charakters beteiligt. Einige der bekanntesten sind die Fantastic Four, Thor, der unglaubliche Hulk, Iron Man, die X-Men, der Silver Surfer, Die Rächer, Doctor Doom, Galactus und Magneto.

Alle 2001-Comics auf einem Blick.

Alle 2001-Comics auf einem Blick.

Beim Betrachten der Covers von 2001 A Space Odyssey habe ich mich in die Serie verliebt. Sie erinnert mich an den Stil der Superhelden meiner Jugend: Bunt, plakativ, reißerisch – so mussten Comics meiner Jugend sein. Leider gibt es meines Wissens keinen Sammelband mit allen Comics der 2001 Reihe und so habe ich mir das Ziel gesetzt: Alle elf Einzelhefte zu kaufen, zu lesen und ggf. auch rahmen zu lassen. Bei der Erstrecherche habe ich gesehen, dass die Preise der 2001-Comic-Reihe vertretbar sind, was wiederum Ansichtssache ist.

Stanley Kubricks Napoleon wird verfilmt

10. April 2018
Für mich war es eine große Ehre mit Jan Harlan wieder einmal zu sprechen.

Für mich war es eine große Ehre mit Jan Harlan wieder einmal zu sprechen.

Es bedeutete mir viel, sich mit Jan Harlan zu unterhalten. Der Schwager von Stanley Kubrick kam zusammen mit Kubricks Tochter Katharina nach Frankfurt/Main, um im Deutschen Filminstitut die Ausstellung 2001 a Space Odyssey zu eröffnen. Über die Ausstellung werde ich separat bloggen.
Am Rande hatte ich die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit Jan Harlan zu führen. Es knüpft an ein Interview von 2014 anzuknüpfen, das ich auf dem Landsitz der Kubricks führen durfte.
Schön war für mich, dass sich Harlan, am 5. Mai 1937 geboren, an mich erinnerte – dabei war es wohl eher meine Fliege als meine Fragen. Und dennoch freute es mich sehr – Wertschätzung kann Harlan.

Napoleon wird kommen
Und mir war es vor allem wichtig: Was wird aus Stanley Kubrick Napoleon? Jahrelang recherchierten Kubrick und Harlan an diesem Thema und der Film wurde verworfen, als Waterloo von Sergei Bondarchuks in die Kinos kam und floppte. Das Material ging teilweise in Barry Lyndon ein. Doch die Frage steht im Raum: Wird Kubricks Napoleon jemals die Leinwand erblicken?
Klare Aussage: Napoleon wird kommen, allerdings nicht auf die Leinwand, sondern auf die Mattscheibe. Steve Spielberg ist der „Pate zu diesem Projekt“ so Harlan. „HBO wird das machen.“ Regie dieser Mini-Serie soll vermutlich Cary Fukunaga („True Detective“) werden. Es soll eine sechsstündige Mini-Serie auf HBO werden. Drehstart soll nach Angaben von Jan Harlan im Jahr 2020 sein. Über das Napoleon-Buch von Taschen habe ich ja bereits ausführlich gebloggt.

2001 Odyssee im Weltraum ist immer noch wichtig
„Wir wissen auch nicht mehr als vor 50 Jahren“, so beantworte Jan Harlan meine Fragen, ob 2001 nach 50 Jahren den heutigen Jugendliche etwas bieten könne. „Wir sind noch so ahnungslos wie eh und je.“
2001 war (und ist) von der Tricktechnik so eindrucksvoll, dass man es nur noch toppen könnte, wenn man on Location, also im Weltraum drehen würde. Der gängige Spruch von VFX-Leuten und modernen Regisseuren „Let’s fix it in the Post“ ist Jan Harlan fremd. „Das war auch bei den späteren Filmen Kubricks nicht der Fall.“ Kubrick sei immer ein Geschichtenerzähler gewesen. Natürlich sei er Technikbegeistert, aber im Hinblick auf 2001 war es ihm wichtig zu zeigen, was wir nicht wissen. „Er war fast verliebt in seine eigene Unwissenheit.“
„Es ist wie bei allen großen Künstlern: Die Werke bleiben bestehen.“ Viele Filme wie Dr. Seltsam seien aktueller denn je. „Er hat lauter Filme gemacht, die bleiben.“ Kubrick letzter Film „Eyes Wide Shut“ war in Japan und im Mittelmeerraum unglaublich erfolgreich, in Deutschland, Europa und USA nicht so sehr, aber das komme noch.

Buchtipp: 201 x 2001 von Nils Daniel Peiler

6. April 2018

Im Moment läuft bis 23. September in Frankfurt am Main im Filmmuseum die wunderbare Ausstellung „50 Jahre A Space Odyssey“, ein Muss für jeden Kubrick-Fan. Was mich sehr gefreut hat, dass ich den Autor des Buches 201 x 2001: Fragen und Antworten mit allem Wissenswerten zu Stanley Kubricks Odyssee im Weltraum Nils Daniel Peiler bei der Ausstellungseröffnung getroffen habe.
Es war also der ideale Zeitpunkt um zu Fachsimpeln, denn der US-amerikanische Regisseur Stanley Kubrick ist eines meiner Steckenpferde. Also hin zu Nils Daniel Peiler und mir gleich eine Widmung in sein Buch schreiben lassen.


Beim Rundgang durch die Ausstellung fungierte ich auch als Stichwortgeber für Nils Daniel Peiler und fragte naiv nach der Bedeutung des Merchandise in dem Kubrick-Klassiker. Peiler nahm meine Frage wunderbar auf und erläuterte, dass bedeutende Firmen wie Hilton, Panam, Hamilton oder IBM den Film als Werbeplattform nutzen. Im Vergleich zu dem Merchandise-Genie eines George Lucas war Stanley Kubrick ein Waisenknabe und das Merchandise hatte sicherlich eine andere Bedeutung als heute. Der Kinobesucher von 2001 erkannte Firmen aus seinem täglichen Umfeld und akzeptierte es als klassische Entwicklung. Wer anderes als Hilton sollte ein Hotel auf einer Raumstation eröffnen? Wie viel die Firmen an Kubrick zahlten, weiß ich nicht und es ist in dem Fall auch egal. Die Gegenstände passen sich in das Leben in der Zukunft ein und sind selbstverständlich.

Auf der Rückfahrt von Frankfurt nach München blätterte ich das Buch von Nils Daniel Peiler durch. Er stellt 201 Fragen zu 2001 und gibt auch gleich die Antworten. Vieles davon wusste ich freilich schon, doch es machte Spaß während der Zugfahrt in dem Büchlein zu schmökern. Es ist eine schöne Beschäftigung mit diesem filmischen Meisterwerk und die Idee von F&Q ist super. Das wünsche ich mir zu allen Kubrick-Filmen.

Meine Songs zur Sonnenfinsternis

22. August 2017

In welcher Welt leben wir? Ich liege gemütlich auf meinem Sofa und schau mir via iPad und iPhone die Sonnenfinsternis in den USA an – und es großartig.
Ich hatte am 11. August 1999 eine totale Sonnenfinsternis in München erlebt. Ich war damals als Pressereferent bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern beschäftigt und alle Mitarbeiter konnten das Spektakel trotz Kernzeitverletzung betrachten. Meine spätere Frau und ich trafen uns mit Kollegen im Münchner Hofgarten und hatten unsere Pappbrillen dabei. Der Übergang von Tag zur Nacht war drastisch. Es wurde merklich kühler. Die Hunde jaulten. Die Vögel im Hofgarten verstummten – und die Menschen auch. Alle blickten nach oben und schauten zu, wie sich der Mond vor die Sonne schob. Absolut eindrucksvoll.


Das gleiche Gefühl hatte ich jetzt bei der Sonnenfinsternis in den USA wieder. Die NASA hatte eine kostenlose App Solar Eclipse bereitgestellt und übertrug das Naturphänomen live. Ich konnte zwischen verschiedenen Teleskopen in den USA hin und her schalten. Zudem gab es Erklärvideos, was da am Himmel passierte. Gleichzeitig verfolgte ich die BBC live in Facebook, las die Kommentare, drückte Like und genoss das Schauspiel.
Zur Vorbereitung auf das Ereignis am Vormittag dachte ich zunächst an Stanley Kubricks 2001 Odyssee im Weltraum und da kam mir vor der Sonnenfinsternis die Idee, meine persönliche Playlist für das Ereignis von meinem Musikserver zusammenzustellen. Hinterher habe ich gelesen, dass die Rockoma Bonnie Tyler mit Total Eclipse sogar zeitweise in der iTunes-Hitparade war. Während der Sonnenfinsternis wurde auf der NASA-App auch ein Improvisationskonzert des Kronos Quartetts übertragen. Kronos hatte ich von einigen Soundtracks.


Also hier meine Playlist rund um den Moon:
Moonage Daydream von Davide Bowie
Moon River von Audrey Hepburn
Bad Moon Rising von CCR
Moon Over Bourbon Street von Sting
Dark side of the Moon von Pink Flyod
Moondance von Van Morrison
Moonraker von Shirley Bassey
Fly Me to the Moon von Frank Sinatra
Full Moon and Empty Arms von Bob Dylan
Fay Bewitching the Moon von Tangerine Dream
Moonshadow von Cat Stevens
Ticket to the Moon von ELO
Moonchild von King Crimson
Höhepunkt war natürlich: Also sprach Zarathustra von Richard Strauss
Here comes the sun von den Beatles

Ein musikalischer Genuss: Score zu Spartacus

15. Februar 2014

Für mich ist Alex North einer der ganz, ganz großen Filmkomponisten. Im Anfang war Alex North, dann kamen seine Jünger wie John Williams oder Jerry Goldsmith, die ich beide auch sehr verehre. Dem breiten Publikum wurde North durch seine Komposition Unchained Melody bekannt. Wir erinnern uns an die Righteous Brothers und ihren Titelsong zu den 1990 erschienen Film Ghost – Nachricht von Sam. Schmalz pur.

North, der bei auch Aaron Coland studierte, brachte musikalische Klasse nach Hollywood. Er war für mich der erste amerikanische Filmkomponist. Davor gab es tolle Emigranten aus Europa wie Erich Wolfgang Korngold oder Max Steiner. Etliche Filme vertonte Alex North, 14 mal war er für den Oscar nominiert, bekommen hat er ihn nie. Im Jahr 1986 fiel ein Ehrenoscar für sein Lebenswerk ab – peinlich für die Academy. Alx North war der Sergej Prokoffief der Filmmusik. Mir bleibt Alex North vor allem für zwei Werke in Erinnerung: Spartacus und 2001. Zu 2001 – Odyssee im Weltraum schrieb er die Musik, die von Kubrick verworfen von North und erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde. Aber diese Geschichte werde ich ein anderes Mal bloggen.

Sparta

Zum 100. Geburtstag des Komponisten erschien eine ultimative Special Editiom vom Spartacus-Soundtrack. Sechs CDs und eine Interview-DVD sind der Hammer. Sie wurden produziert von Robert Townson. Dazu gibt es ein 168seitiges Booklet. Die Box erschien in einer Auflage von 5000 Stück beim renommierten Soundtrack Label Varese Sarabande Records. Da musste ich einfach zugreifen.

Schauen wir uns die ganze Sache mal etwas genauer an: Das Booklet ist endlich mal aus Sicht eines Komponisten geschrieben. Über Kubricks Spartacus ist bereits einiges veröffentlicht worden. Jetzt liegt endliche eine musikalische Würdigung vor. Ergänzt wird das Buch durch zahlreiche Bilder, wobei die meisten schon bekannt sind. Es gibt aber auch Fotografien neueren Datums mit einem alten Alex North sowie eine Biografie und Überblick über das Werk. Es trotzt vor großen und kleinen, witzigen und tragischen Geschichten. Bei der Arbeit an Spartacus wählte Orchestrierer Maurice de Packh den Freitod. Sein Nachfolger wurde Henry Brant.

CD 1 enthält den Soundtrack in Stereo inklusive aller Titel des Orginal Soundtrack Albums – in der Reihenfolge, wie sie im Film vorkommen.

CD 2, 3 und 4 umfasst in Mono den längeren Soundtrack sowie Proben und Alternativersionen

CD 5 und 6 gibt es Interpretationen zum SPARTACUS LOVE THEME – 22 zum Teil neue Aufnahmen Bill Evans, Yusef Lateef, Carlos Santana, Lalo Schifrin, Dave Grusin, Mark Isham, Alexandre Desplat.

Die 96minütige DVD besteht aus drei Interviews zahlreicher Filmkomponisten.

Ich kann die Spartacus-Box jedem Fan von Filmmusik ans Herz legen. Diese Edition hat Klasse und würdigt einen großen, großen Komponisten.

Hier die Titel der einzelnen CDs.

CD1  – Stereo (72:40)

1. OVERTURE (4:00)

2 . MAIN TITLE* (3:17)

3. THE MINES (3:01)

4. CARAVAN (1:15)

5. FIRST PAIR (3:44)

6. GLADIATORS FIGHT TO THE DEATH* (2:20)

7. BROODING (2:20)

8. ON TO VESUVIUS* (4:52)

(a) FORWARD, GLADIATORS

(b) FOREST MEETING

9. OYSTERS AND SNAILS (Film Version) (3:07)

10. HOPEFUL PREPARATIONS / VESUVIUS CAMP* (1:59)

11. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

12. BLUE SHADOWS AND PURPLE HILLS* (3:11)

13. HEADED FOR FREEDOM* (3:15)

14. HOMEWARD BOUND* (6:27)

(a) ON TO THE SEA

(b) BESIDE THE POOL

15. METAPONTUM TRIUMPH (1:35)

16. FESTIVAL (3:21)

17. EXPECTANT PARENTS (3:07)

18. PRELUDE TO BATTLE* (5:11)

(a) QUIET INTERLUDE

(b) THE FINAL CONFLICT

19. FORMATIONS (1:35)

20. GOODBYE, MY LIFE, MY LOVE — END TITLE* (4:16)

21. SPARTACUS LOVE THEME* (2:50)

Bonus Tracks sind:

22. ON TO THE SEA / INFANT BURIAL (3:03)

23. OYSTERS AND SNAILS / FESTIVAL* (Album Version) (3:24)

* vom Original Decca soundtrack album

CD 2 – Mono (70:40)

1. OVERTURE (3:59)

2. MAIN TITLE (3:41)

3. THE MINES (3:00)

4. CARAVAN (1:17)

5. VARINIA’S THEME (3:15)

6. TRAINING THE GLADIATORS (1:29)

7. PAINTING (1:26)

8. SPARTACUS‘ CELL (1:37)

9. KITCHEN (1:36)

10. TRAINING THE GLADIATORS #2 (:37)

11. KITCHEN #2 (:48)

12. CRASSUS (:51)

13. SOURCE MUSIC #2 (2:36)

14. SOURCE MUSIC #1 (3:30)

15. FIRST PAIR (3:38)

16. DRABA FIGHT (2:49)

17. KILL (1:12)

18. BROODING (2:18)

19. REVOLT (1:16)

20. THE BREAKOUT (2:08)

21. SLAVES ESCAPE (:47)

22. CRASSUS HOME (:37)

23. DESERTED SCHOOL (1:55)

24. FOREST MEETING (4:50)

25. OYSTERS AND SNAILS (3:03)

26. VESUVIUS CAMP (1:59)

27. NEW RECRUITS (1:51)

28. GLABRUS MARCH (:24)

29. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

30. POEM (1:27)

31. LOVE SEQUENCE (3:10)

32. GLABRUS DEFEATED (3:40)

33. GLABRUS DISGRACED (1:44)

CD 3 – Mono (65:29)

1. ENTR’ACTE (2:21)

2. ON TO THE SEA (3:07)

3. LUCERIA CAMP (:42)

4. BESIDE THE POOL (2:28)

5. DUSTY MARCH (:31)

6. METAPONTUM TRIUMPH (1:33)

7. ROMAN BATHS (1:46)

8. ARRIVAL AT THE BEACH (:59)

9. FESTIVAL (3:20)

10. SOUND THE TRUMPET (:31)

11. CRASSUS LEGIONS (:41)

12. BACK FROM THE SEA (:30)

13. CRASSUS‘ CAMP (:48)

14. CAMP AT NIGHT (2:19)

15. EXPECTANT PARENTS (3:10)

16. MANEUVERS (3:14)

17. FORMATIONS (1:30)

18. THE BATTLE (4:09)

19. DESOLATION ELEGY (2:05)

20. I AM SPARTACUS (3:14)

21. RECOGNITION AND CRUCIFIXION MARCH (2:46)

22. NIGHT CRUCIFIXION (:35)

23. VARINIA AND CRASSUS (4:59)

24. FEAR OF DEATH (3:22)

25. SPARTACUS DEFIES CRASSUS (2:17)

26. THE LAST FIGHT (4:47)

27. FINAL FAREWELL AND END TITLE (4:17)

28. EXIT MUSIC (2:48)

CD 4 – Mono (43:17)

Alternate und nicht verwendete Aufnahmen

1. OVERTURE (Unused) (4:02)

2. MAIN TITLE (Alternate) (3:33)

3. GLADIATOR SELECTION (Unused) (2:31)

4. KITCHEN #1 (Alternate) (1:55)

5. ON TO THE SEA (Alternate) (2:58)

6. INFANT BURIAL (Alternate) (:47)

7. END OF ACT I (Alternate) (1:06)

8. FESTIVAL (Alternate) (1:50)

9. SOUND THE TRUMPET (Alternate) (:23)

10. SPARTACUS MARCH (:34)

11. SPARTACUS MARCH (Alternate Ending) (:18)

12. SPARTACUS FANFARE (:13)

13. FEAR OF DEATH (Alternate) (3:26)

Vorbereitende Einsätze/Proben

14. TRAINING THE GLADIATORS / PAINTING (Preliminary) (2:45)

15. TRAINING THE GLADIATORS (Preliminary) (2:37)

16. TRAINING THE GLADIATORS #2 (Preliminary) (:37)

17. BROODING (Preliminary) (3:06)

18. REVOLT (Preliminary) (:28)

19. FESTIVAL (Preliminary) (:51)

20. SPARTACUS LOVE THEME (Preliminary) (3:05)

21. DESOLATION ELEGY (Preliminary) (3:29)

22. CRUCIFIXION MARCH (Preliminary) (2:05)

CD 5 – Stereo (60:07) Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans (5:09)

2. Yusef Lateef (4:11)

3. Mark Isham (11:09)

4. Dave Grusin (2:53)

5. Nathan Barr und Lisbeth Scott (5:08)

6. Carlos Santana (6:48)

7. Terry Callier (4:28)

8. Patrick Doyle (5:01)

9. Joel McNeely (2:27)

10. Lalo Schifrin (5:17)

11. The Ramsey Lewis Trio (7:12)

CD 6 – Stereo (50:16)

Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans und Jeremy Steig (5:00)

2. Alexandre Desplat (2:36)

3. Regina Carter (6:21)

4. Diego Navarro (3:54)

5. Gábor Szabó (3:13)

6. John Debney (4:45)

7. Brian Tyler (7:08)

8. Randy Edelman (3:49)

9. Richard Stoltzman (4:49)

10. John Neufeld and Marty Krystall (4:01)

11. Eric Stern, London Symphony Orchestra (4:14)

Die CDs 5 und 6 haben zudem ein 20seitigen Booklet auf PDF.

Der Herr der Affen ist tot

26. Februar 2013
    Die Affen der Welt trauern. Wie ich am Rande der Oscar-Verleihung aufschnappte, ist der Herr der Affen im Alter von 99 Jahren verstorben. Stuart Freeborn zog in den Affen-Himmel ein. Kaum jemand kennt wohl Stuart Freeborn. Er war einer prägendsten Maskenbildner Hollywoods.
    Wer den Kubrick Klassiker 2001 gesehen hat, wird die Affen-Szene zu Beginn nicht vergessen. Die genialen Masken schuf Stuart Freeborn. Die Masken sahen so verdammt realistisch aus. Durch die Regie von Kubrick entstand für uns Zuschauer die Illusion einer echten Affenhorde. Das hat mich im Kino immer beeindruckt. Stuart Freeborn arbeitete zuvor schon mit Kubrick bei Dr. Seltsam.
    Den heutigen Kinogängern bleibt Stuart Freeborn durch seine Make up-Arbeit an Yoda und Chewbacca in Erinnerung. Diese Star Wars-Figuren eroberten sofort das Herz der Fans. Der Jedi-Meister und der Copilot von Han Solo waren perfekt. Peter Mayhew spielte den Chewbacca nahezu perfekt. Und hier zeigte sich, wie hervorragend die Arbeit von Stuart Freeborn war. Mal schauen, ob er jetzt im Himmel die Engel zu Affen schminkt.

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