Posts Tagged ‘2001 Odyssee im Weltraum’

Letzter Ausstellungstag im Filmmuseum: 2001: Odyssee im Weltraum

23. September 2018
Das Sternenkind aus 2001.

Das Sternenkind aus 2001.

Heute ist der letzte Ausstellungstag der sehenswerten Ausstellung Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY im Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main. Die Ausstellung ist absolut sehenswert. 

Ich habe mir die Ausstellung mehrmals angesehen und bin enorm fasziniert von den Exponaten. Filmfreunde wissen, dass Regisseur Stanley Kubrick viele der Filmrequisiten nach Abschluss der Dreharbeiten vernichten ließ. Die 2001-Ausstellung in Frankfurt zeigt viele der geretteten Originalexponaten und Modelle. Die zahlreichen Ausstellungsstücke stammen aus internationalen Sammlungen und aus dem Stanley Kubrick-Archiv der University of the Arts London.

Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY (GB/US 1968) ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Noch vor der ersten bemannten Mondlandung lieferte dieser Film mittels raffinierter Tricktechnik faszinierende, realistisch wirkende Bilder des Weltalls. Viele Motive wurden geradezu ikonographisch für das Science-Fiction-Genre, so etwa die im Erd-Orbit zu den Klängen des Donauwalzers kreiselnde Space Station V. Der Film, der am 2. April 1968 seine Welturaufführung hatte, beeinflusste Generationen von Regisseuren. Heute gilt 2001 als audiovisuelles Gesamterlebnis und als Film, der das Genre revolutionierte.

Der legendäre Brunnen aus 2001, de reicht verwendet wurde.

Der legendäre Brunnen aus 2001, de reicht verwendet wurde.

Die Ausstellung zeigt originale Designs, Modelle, Kostüme, Requisiten, Drehpläne, Produktionsunterlagen und Fotos aus Kubricks Archiv. Sie beantwortet die Frage, wie Kubricks Vision von der Zukunft entstand, und inwieweit sie eingetreten ist. Darüber hinaus setzt sie den Film in den Kontext seiner Zeit und blickt auf die Rezeptionsgeschichte: 2001 hat in mehr als 200 Filmen, in Musikvideos und Werbung, in Design, Malerei, Architektur und Poesie Spuren hinterlassen. In einem eigenen Teil der Ausstellung werden Arbeiten aus unterschiedlichen Kunstgattungen vorgestellt, die von Kubricks Meisterwerk inspiriert sind.

Ich verbrachte bei meinen Besuchen immer einen ganzen Tag im Filmmuseum und habe seit einem halben Jahr immer wieder über meine Eindrücke der Ausstellung gebloggt. 

Stundenlang vertiefte ich mich in die Ausstellung und hatte den Film 2001 auf dem Smartphone dabei, um die Ausstellungsstücke mit dem Film zu vergleichen. Kubricks Special Effects war noch nicht digital, sondern rein analog. CGI war ein Fremdwort und dennoch hatten die Zuschauer das Gefühl on Location zu sein.

Der Tricktechniker Douglas Trumbull hat hier Wegweisendes geleistet. Diese Tricks werden in der Ausstellung ausführlich erklärt. Jan Harlan, Schwiergersohn von Stanley Kubrick, berichtete mir ein paar Hintergründe. 

Bewegend für mich war die Begegnung mit dem Sternenkind. Das Starchild am Ende des Films bietet enorme Interpretationsmöglichkeiten. Es war für mich ein Erlebnis ganz Name am Sternenkind zu stehen und in die Augen der Puppe zu sehen. 

Und für mich als Fan wirklich revolutionär war eine Zeichnung eines Brunnens, der für die Space Station V gebaut werden sollte. Ich habe von diesem Bild immer wieder gelesen, aber in Frankfurt in der Kubrick-Ausstellung habe ich das Bild zum ersten Mal gesehen. Kubrick hatte sich bei den Dreharbeiten entschlossen die Szene nicht zu drehen. 

Also heute die Ausstellung in Frankfurt anschauen. Der nächste Stopp ist Barcelona. 

2001 Odyssee im Weltraum und das Spielzeug dazu

21. September 2018

Mir brachte die geniale Stanley Kubrick-Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum, die nur noch bis zum 23. September 2018 läuft, eine geniale Sammelanregung. Es wurde Spielzeug, Merch sowie Produkte ausgestellt, die von Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum inspiriert wurden. 

Neben all den Bücher – das Highlight kommt aus dem Taschen-Verlag wie The Making of Stanley Kubrick’s ‚2001: A Space Odyssey‘ – und dem überzeugenden Ausstellungskatalog, finden sich Blu rays, Poster und mehr. Mein Hauptaugenmerk lag aber auf Produkte, die als Folge von 2001 entstanden sind. Allen voran waren die Actionfiguren von Executive Replicas aus dem Jahre 2017.

Hier wurden für teuer Geld die Raumanzüge der Discovery nachgebaut. Leider hatte ich das 2017 nicht mitbekommen und konnte jetzt erst meinen Dr. Frank Poole erwerben. Die Figuren sind nicht zum Spielen, sondern zum Sammeln gedacht. Mal sehen, ob ich weitere Figuren noch bekommen – die Preise sind aber astronomisch hoch. An Farben gab es violett, schwarz, grün und weiß. Ich selbst habe Frank Poole in gelb und ich muss jetzt ganz scharf überlegen, ob und wo es im Film 2001 einen weißen und einen schwarzen Raumanzug gab. 

Ich habe auf jeden Fall ein Unboxing meines Frank Poole in gelb gemacht und bin stolz, dass ich als Kubrick-Fan noch eine Figur aus der limitierten Ausgabe im Maßstab 1:6 bekommen habe. 

Louis XVI-Raum aus 2001 aus Lego 

Dann entdeckte ich in Frankfurt ein Fan-Projekt, das offiziell nie vertrieben wurde. Der Louis XVI-Raum, das Sterbezimmer von Dave Bowman gegen Ende von 2001. Aus 695 Legosteinen baute ein gewisser Manuel Fernández Rivero im Jahre 2018 dem Raum nach, samt Sterbebett. Als Lego-Fan muss ich mal sehen, ob ich die Bauantleitung auftreibe. Manuel Fernández Rivero bietet seinen Bausatz auch in eBay an. Auf jeden Fall inspirierte mich dieses Ausstellungsstück mal wieder selbst kreativ zu werden. 

Schallplattenspielers im Stile der Space Station V

Nachdem es ja verschiedene Bausätze aus Plastik der 2001 Raumschiffe gibt, die ich nicht kaufen werde, sah ich als Mensch der alten analogen Zeiten einen Vinyl-Schallplattenspieler aus dem Jahre 2013. Er wurde von Soulines aus Belgrad geschaffen. Das Design des Schallplattenspielers orientiert sich an der Space Station V aus dem Film. Über die Qualität des Schallplattenspielers kann ich nichts sagen, finde ihn aber originell. 

Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips

Als Retro-Gamer freute es mich natürlich, dass ich eine Retro-Konsole aus dem Jahre 1977 in der Frankfurter Ausstellung entdeckte. Es handelte sich um die Spielkonsole Odyssee 2001 von Philips. Ich selbst war ja Atari 2600-Fan und stieß erst später in die Welt der Videospiele ein. Diese frühe Konsole konnte Tennis, Hockey und Squash in einer pixelgrafik simulieren. Es wird wohl eine Homage an das Pong sein, ohne dass Philips die Lizenzgebühren berappen wollte. Schade, dass in Frankfurt die Konsole nicht angeschlossen war – ich hätte gerne ein paar Runden gezockt.

BMX-Fahrrad – versteh ich nicht

Dann gab es noch ein BMX-Fahrrad zu sehen. Es trägt den Namen Space Odyssee und stammt von dem französischen Hersteller Bogarde. Das Set des Louis XVI-Raums wurde nachgebaut und ein Astronaut fuhr auf dem Fahrrad zur Werbung. Naja, wenn ich ehrlich bin, haute es mich nicht vom Hocker und ist ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Damit will ich nichts über die Qualität des BMX-Fahrrads aussagen – wobei mich BMX mehr an E.T. Der Außerirdische von Spielberg als an 2001 von Kubrick erinnert. 

Über die 2001-Comics habe ich bereits gebloggt. Inzwischen habe ich alle Comics dieser Serie in einer 1a-Qualität aufgekauft und rahmen lassen. Lesenswert sind die Comics nicht unbedingt, aber Spaß machen sie allemal. 

Vor 50 Jahren feierte 2001 Odyssee im Weltraum in Deutschland Premiere

12. September 2018
Dieses Bild von 2001 stammt nicht aus der Ausstellung, sondern habe ich im Haus von Kubrick bei London geschossen.

Dieses Bild von 2001 stammt nicht aus der Ausstellung, sondern habe ich im Haus von Kubrick bei London geschossen.

Gestern vor 50. Jahren hatte einer der wichtigsten Filme der Filmgeschichte in Deutschland seine Kinopremiere: 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick nach einer Idee von Arthur C. Clarke. Kubrick schuf ohne CGI den Science Fiction Film schlechthin und veränderte das Genre radikal. Gab es vor 2001 vor allem B- und C-Movie, war durch dieses Meisterwerk der Weg frei für Großproduktionen. Aber der Film mit seinem Ende hinterließ ein Publikum, dass sich seine Geschichte selbst ausmalen konnte. Immer wieder habe ich mir 2001 angeschaut, immer wieder kamen mir neue Ideen, neue Interpretationen, neue Gedanken. Es ist schön zu sehen, was Kubrick vorausgesehen hat: Videotelefonie, Tablets, Künstliche Intelligenz und vielen mehr. 

Wer sich auf 2001 einlässt, sollte Zeit und einen offenen Geist mitbringen. Ungewöhnlich: Der Film beginnt mit einer Ouvertüre bei schwarzer Leinwand. In den ersten 40 Minuten wird in den Film nichts gesprochen, aber die unglaublichen Bilder in Verbindung mit der Musik von Strauß erzählen die Geschichte der Menschheit samt dem wichtigsten Schnitt der Filmgeschichte. Ich glaube, ich schaue mir zu meinem anstehenden 50. Geburtstag diesen Film, der seinen 50. Geburtstag feiert, in Ruhe nochmals an und genieße. 

Im Frankfurt am Main läuft im Moment noch bis 23. September 2018 die großartige Stanley Kubrick-Ausstellung mit 2001 im Mittelpunkt. Ich kann nur jeden Science Fiction-Fan empfehlen, nach Frankfurt zu pilgern und sich die exzellente Ausstellung anzusehen. Sie läuft noch bis 26. September im Filmmuseum.

Ich war bei der Eröffnung dabei, führte ein Interview mit Kubricks Schwiegersohn Jan Harlan (ich bloggte ausführlich darüber) und sprach mit Kubricks Tochter Katharina und besuchte die Eröffnungspressekonferenz und natürlich die Ausstellung.

Ich habe diese Pressekonferenz in 2D und als VR 360 Grad mitgefilmt und wünsche euch viel Spaß beim Anschauen.

 

„Stanley Kubrick wäre unheimlich berührt gewesen“, meinet Jan Harlan zu der Ausstellung. „Kubrick war sehr stolz auf seinen Film, obwohl er das Publikum damals geteilt hat. Inzwischen ist der Film ja etabliert als Meilenstein in der Geschichte.“ Harlan lobte die Sorgfältigkeit und Vielfältigkeit der Ausstellung und ich kann dies nur bestätigen. Kubrick hat ja die Modelle nach Abschluss der Dreharbeiten vernichten lassen, aber eben nicht alles: Und das Filmmuseum hat wunderbare Details aus dem Archiv des Meisterregisseurs ausstellen können. Ungewöhnlich bei Kubrick: Es gibt sogar Sketches und Zeichnungen zu sehen, die später nicht Eingang in den Film gefunden haben. Es handelt sich um einen kleinen Teich auf der Raumstation.

Also unbedingt nach Frankfurt und die Ausstellung bis 23. September 2018 ansehen und unbedingt 2001 Odyssee im Weltraum nochmal oder zum ersten Mal ansehen. Die Sache lohnt sich. 

Werkschau Stanley Kubrick startet heute

31. Juli 2018

Leider wohne ich nicht in Frankfurt am Main, aber die Filmfans aus Hessen möchte ich auf eine besondere Werkschau hinweisen, die heute beginnt. Das Filmmuseum zeigt eine Werkschau des US-amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick. Einige der Filme sind rar, sehr rar. Der große Mann wäre vor ein paar Tagen90 Jahre alt geworden und ich habe über ihn gebloggt. 

Das besondere Schmankerl ist die Langversion von The Shining von 1980 in der Fassung von 146 Minuten. Kubrick hatte nach einem schleppenden Start des Films den Horrorstreifen um rund 40 Minuten für den europäischen Markt gekürzt. Die US-Version wird nur selten in Europa aufgeführt, in Frankfurt ist dies der Fall. Und diese Chance sollte man nutzen. Ich habe die US-Version von Shining noch nie im Kino gesehen, ich besitze eine Blu ray mit der ungeschnittenen Version und kann sagen: Es lohnt sich. Und ich werde ihn wieder im Kino versäumen, weil ich in Bayreuth bei der Wallküre bin. 

Here is Johnny - einer der besten Horrorfilme überhaupt - in der ungeschnittenen US-Fassung. Foto: Warner

Here is Johnny – einer der besten Horrorfilme überhaupt – in der ungeschnittenen US-Fassung. Foto: Warner

Es sind nicht alle Filme des Meisterregisseurs in Frankfurt zu sehen. Das Erstling Fear and Desire von 1953 fehlt – ein Film, auf den Kubrick nicht besonders stolz war, dennoch zeigt der Film, welches Auge der Mann für das Kino hatte. Der Tiger von New York ist ebenso nicht im Programm wie die Kurzdokus, die Kubrick gedreht hat. Und leider, leider gibt es Dr. Seltsam nicht zu sehen. Für den Film gibt es derzeit eine Kinosperre, warum weiß ich nicht. 

Also  

Hier sind die Filme der Werkschau:

Mittwoch, 1. August, 20:30 Uhr und Freitag, 3.August, 18 Uhr

THE KILLING Die Rechnung ging nicht auf (US 1956. R: Stanley Kubrick)

 

Samstag, 4. August, 20:30 Uhr

PATHS OF GLORY Wege zum Ruhm (US 1957. R: Stanley Kubrick)

 

Sonntag, 5. August, 19:30 Uhr und Sonntag, 12. August, 17 Uhr

SPARTACUS (US 1960. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 8. August, 20:30 Uhr und Freitag, 10. August, 17:30 Uhr

LOLITA (GB/US 1962. R: Stanley Kubrick)

 

Donnerstag, 9.August, 20:15 Uhr mit Vortrag (Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr) und Samstag, 11.August, 20:15 Uhr

FULL METAL JACKET (GB/US 1987. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 15. August, 20 Uhr und Sonntag, 19. August, 17 Uhr

BARRY LYNDON (GB 1975. R: Stanley Kubrick)

 

Donnerstag, 16. August, 20:30 Uhr, Freitag, 17. August, 20:30 Uhr, und Samstag, 18. August, 17:30 Uhr

2001: A SPACE ODYSSEY 2001: Odyssee im Weltraum (GB/US 1968. R: Stanley Kubrick)

 

Freitag, 24.August, 18 Uhr und Samstag, 25. August (Museumsuferfest), 20 Uhr

A CLOCKWORK ORANGE Uhrwerk Orange (GB 1971. R: Stanley Kubrick)

 

Sonntag, 26.August (Museumsuferfest), 17:30 Uhr und Freitag, 31. August, 17:30 Uhr

EYES WIDE SHUT (GB 1999. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 29. August, 20:30 Uhr

THE SHINING Shining (GB/US 1980. R: Stanley Kubrick)

Meine Hamilton Watch 2001 – X-01 Uhr von 2001: Odyssee im Weltraum

28. Mai 2018

Als ich 2001: Odyssee im Weltraum zum wiederholten Male ansah, achtete ich mehr und mehr auf die Details. Regisseur Stanley Kubrick war in seinen filmischen Werken absolut detailversessen und bietet so seinen Fans immer wieder neue Möglichkeiten der Spekulation. Es gibt keinen Kubrick-Film, in dem der Zuschauer nichts neues entdecken kann. Beim Betrachten von 2001 erging es mir so und ich verliebte mich in eine Armbanduhr von Hamilton. Und als ich die Uhr wieder in der fabelhaften Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum sah, war es um mich geschehen. Die Ausstellung läuft noch bis 23. September 2018 und sie ist ein absolutes Muss für jeden Kubrick- und 2001-Fan. In einer Vitrine stand die Uhr mit dem damaligen Werbeprospekt. „For their new Space Epic 2001 a Space Odyssey MGM Chose Hamilton. The Watch of the Future“.

Der US-amerikanische Uhrenhersteller fertigte für den Film 2001: Odyssee im Weltraum eine spezielle futuristische Uhr an, die auch in den Verkauf ging. 1968 verband Hamilton erstmals den charakteristischen Stil seiner Uhren mit einer Filmhandlung und schuf auf Wunsch des Regisseurs Stanley Kubrick eine spezielle Armbanduhr und Tischuhr.
Und damit stand fest: Eine solche Uhr muss ich als Fan haben. Die Uhr des Jahres 1968 war für mich unbezahlbar und sie ist auch praktisch vom Markt verschwunden, aber ich hatte Glück. Im Jahr 2001 brachte Hamilton eine überarbeitete Neuauflage seiner 2001-Uhr heraus. Über einen italienischen Uhrenhändler konnte ich meine Hamilton beziehen. Die Uhr heißt Hamilton Watch 2001 – X-01 und ich liebe sie.
Und jetzt kommt das Problem: Ich trage in der Regel meine Apple Watch. Zwei Uhren gleichzeitig zu tragen ist ein Blödsinn. Also habe ich mich für folgendes Vorgehen entschlossen: Die Apple Watch trage ich im Alltag und meine beiden Lieblingsanaloguhren trage ich nur an besonderen Tagen: Eine Omega und eben meine Hamilton Watch 2001 – X-01.

Also die Hamilton Watch 2001 – X-01 kam im Jahre 2001 in einer Auflage von 2001 Exemplaren auf den Markt. Die limierte Ausgabe sorgte dafür, dass der Preis gleich in die Höhe schoss. Die Hamilton Watch 2001 – X-01 ist nicht identisch mit der Uhr aus dem Film 2001, aber sie ist eine Hommage. Ein paar Details wurden verändert und die Uhr wurde freilich modernisiert. Die Uhr aus dem Jahr 2001 besitzt zwei Kronen, die Uhr von 1968 nur eine, hat aber einen roten Punkt. Das grundlegende Design und die Faszination der Uhr ist aber gleich geblieben. Warum es unterschiedliche Ausgaben gibt, weiß ich nicht, vielleicht hat es etwas mit den Rechten zu tun.
Gliedert wird die Uhr in einer Metall-Verpackung. Ich selbst besitze die Uhr mit der Nummer 1071, liege also in der Mitte der limitierten Ausgabe. Ich bin mal gespannt, ob mir die Nummer 2001 mal unter die Augen kommt.

Ich liebe meine 2001-Uhr.

Ich liebe meine 2001-Uhr.

Die Uhr hat vier Zifferblätter. Neben dem Hauptzifferblatt mit Uhrzeit und Datum haben wir drei kleine Anzeigen darunter.
HT: HomeTime – also die Uhrzeit auf meinem Heimatplaneten. Wir sind ja schließlich mit der Uhr im Weltraum unterwegs.
DPT: Das ist die Dream Place Time – also die Uhrzeit auf meinem Wunschplaneten. Bei 2001 vielleicht der Jupiter.
GMT: Greenwich Mean Time. Die Greenwich Mean Time war von 1884 bis 1928 Weltzeit, in dieser Funktion wurde sie 1972 von der Koordinierten Weltzeit (UTC) abgelöst.
Das Armband ist aus Kautschuk und der Verschluss ist sehr innovativ und für mich ist die Uhr eine wunderbare Erinnerung an einen der wichtigsten Filme überhaupt.

Was macht der Bearbrick in 2001 Odyssee im Weltraum?

14. Mai 2018
Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

Meine 2001-Bearbrick-Bären stehen neben Maria aus Metropolis.

In der sehenswerten Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum zum legendären Stanley Kubrick-Film 2001 Odyssee im Weltraum ist im Foyer des Filminstituts eine kleine Ausstellung von Spielzeug rund um diesen Science Fiction-Klassiker zu sehen. Ich werde Zug um Zug darüber bloggen. Die Ausstellung ist bis 22. September 2018 zu sehen.
Die Ausstellung und das Spielzeug hat mich sehr inspiriert und ich bin selbst auf die Suche nach Spielzeug rund um den Film 2001 gegangen. Die Erben von des legendären US-Regisseurs sind sehr restriktiv, wenn es um die Rechtevermarktung geht – zu recht. Aber ab und zu (und wenn der Preis stimmt) geben sie eine Lizenz heraus. Auf japanischen Websites habe ich eine sehr schöne Variante von 2001 entdeckt: Die Bearbrick-Version von 2001: Odyssee im Weltraum.
Herausgegeben wird der Bearbrick oder be@rbrick von der Firma Medicom Toys, die auch andere Actionfiguren aus 2001 im Angebot hat. Das Zeug musste ich haben und ein Kollege fliegt in Kürze nach Japan und hat einen großen Einkaufszettel mit dabei, denn es kommt noch weitere Versionen von Kubrick-Filmen. Es ist wohl ein Shining-Bearbrick in Arbeit.
Bearbrick ist eine Sammlerserie für den japanischen Markt, ins Ausland verschicken will das Unternehmen nicht, also ist man auf teure Zwischenhändler angewiesen, wenn man nicht gerade japanische Freunde hat. Die Plastikfiguren bestehen aus neun Einzelteilen und es gibt zahlreiche Versionen dieser Bärchenfigur. Vorbilder kommen aus den Bereich der Populärkultur, also Film, Musik, Kunst. Die erste Bearbrick-Figur entstand im Jahre 2001 (ha,ha Wortspiel zu 2001) und es kamen im Laufe der Jahre Hunderte Figuren hinzu. Es gibt verschiedene Größen der Bären. Der Standard-Bär ist sieben Zentimeter groß und hat die interne Größenangabe 100 Prozent. Dann und dann gibt es sogar Bären mit 1000 Prozent also 70 Zentimeter Größe.
Ich habe meinen 2001: A Space Odyssey-Bärchen in den Versionen 100 und 400 Prozent. Als Farbe wird Orange angegeben, aber ich sehe eher Rot. Der Bär trägt einen roten Raumanzug und hat damit den Raumanzug von Astronaut Dave Bowman, der im Film durch das Sternentor reist. Hier das Unbeboxing-Video:

Die Bemalung des Bärs ist detailreich. Atemgerät, Helm (mit Ohren), dickes Bäuchlein alles ist nett gemacht. Aber am meisten begeistern mich die Abzeichen an den Schultern. Hier steht „United States Astronautics Agency Clavius“ und in der Mitte die Position der Erde, wie sie bei Voyager 1977 als Goldene Schallplatte zu sehen war. Kubricks Film entstand 1968 und er sah diese Beschreibung unserer Erde im Universum voraus – noch bevor Neil Armstrong den Mond betrat. Clavius ist Ort an dem der Monolith gefunden wurde.
Die Verpackung von Bearbrick orientiert sich an der DVD-Ausgabe der Stanley Kubrick Collection, also weiß mit blauem Streifen im oberen Feld. Das bedeutet, die Verpackung darf der Fan nicht wegwerfen, sondern muss aufgehoben werden.
Ich habe ein wenig mit meinen beiden Bären herumgespielt und einen Stop Motion-Film mit der iStopMotion-Software von Boinx gedreht – nicht gerade große Kunst, aber Spaß hat es dennoch gemacht.

Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

17. April 2018
Ein Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

Ein Comics zu 2001 Odyssee im Weltraum

Am Rande zur fantastischen Ausstellung 2001: A Space Odyssey, die noch bis 23. September 2018 in Frankfurter Filmmuseum läuft, habe ich als Kubrick-Fan etwas entdeckt, dass meine Sammelleidenschaft voll entbrennen ließ: Es gab von Marvel eine Comic-Reihe zu dem berühmten Film 2001 Odyssee im Weltraum – und ich muss sie haben.

Während meine Kinder im Manga-Fieber sind, mag ich Comics und ich mag Filme – und ich mag die Verbindung Comics zu Filmen. Auf dem Weg ins Untergeschoss des Frankfurter Filmmuseums hängen die elf Titelbilder der Comicreihe gerahmt im Gang. Ich war fasziniert, blieb stehen und studierte die Covers.

Entstanden ist die Comic-Reihe durch den Zeichner Jack Kirby in den Jahren 1976/77 bei Marvel, also gut acht Jahre nachdem 2001 im Kino lief. Anders als heute, wo gleichzeitig mit dem Kinostart der Merch-Wahnsinn einsetzt, ließ sich Marvel acht Jahre Zeit, um die Comics zu veröffentlichen. Den Grund für diese zeitliche Verzögerung weiß ich nicht. Und wenn man ehrlich ist, hatte auch nur der erste Band wirklich etwas mit dem Filmklassiker von Stanley Kubrick zu tun. Die Geschichte von HAL wird weitergesponnen und später setzte Jack Kirby die Reihe unter dem Titel Machine Man fort.

Jack Kirby wird von Comicschaffenden und -fans als einer der größten und einflussreichsten Zeichner der Comicgeschichte anerkannt. Er ist quasi ein Gott des Comics. Kirby war an der Schöpfung beinahe jedes Marvel-Comics-Charakters beteiligt. Einige der bekanntesten sind die Fantastic Four, Thor, der unglaubliche Hulk, Iron Man, die X-Men, der Silver Surfer, Die Rächer, Doctor Doom, Galactus und Magneto.

Alle 2001-Comics auf einem Blick.

Alle 2001-Comics auf einem Blick.

Beim Betrachten der Covers von 2001 A Space Odyssey habe ich mich in die Serie verliebt. Sie erinnert mich an den Stil der Superhelden meiner Jugend: Bunt, plakativ, reißerisch – so mussten Comics meiner Jugend sein. Leider gibt es meines Wissens keinen Sammelband mit allen Comics der 2001 Reihe und so habe ich mir das Ziel gesetzt: Alle elf Einzelhefte zu kaufen, zu lesen und ggf. auch rahmen zu lassen. Bei der Erstrecherche habe ich gesehen, dass die Preise der 2001-Comic-Reihe vertretbar sind, was wiederum Ansichtssache ist.

Stanley Kubricks Napoleon wird verfilmt

10. April 2018
Für mich war es eine große Ehre mit Jan Harlan wieder einmal zu sprechen.

Für mich war es eine große Ehre mit Jan Harlan wieder einmal zu sprechen.

Es bedeutete mir viel, sich mit Jan Harlan zu unterhalten. Der Schwager von Stanley Kubrick kam zusammen mit Kubricks Tochter Katharina nach Frankfurt/Main, um im Deutschen Filminstitut die Ausstellung 2001 a Space Odyssey zu eröffnen. Über die Ausstellung werde ich separat bloggen.
Am Rande hatte ich die Möglichkeit, ein kurzes Interview mit Jan Harlan zu führen. Es knüpft an ein Interview von 2014 anzuknüpfen, das ich auf dem Landsitz der Kubricks führen durfte.
Schön war für mich, dass sich Harlan, am 5. Mai 1937 geboren, an mich erinnerte – dabei war es wohl eher meine Fliege als meine Fragen. Und dennoch freute es mich sehr – Wertschätzung kann Harlan.

Napoleon wird kommen
Und mir war es vor allem wichtig: Was wird aus Stanley Kubrick Napoleon? Jahrelang recherchierten Kubrick und Harlan an diesem Thema und der Film wurde verworfen, als Waterloo von Sergei Bondarchuks in die Kinos kam und floppte. Das Material ging teilweise in Barry Lyndon ein. Doch die Frage steht im Raum: Wird Kubricks Napoleon jemals die Leinwand erblicken?
Klare Aussage: Napoleon wird kommen, allerdings nicht auf die Leinwand, sondern auf die Mattscheibe. Steve Spielberg ist der „Pate zu diesem Projekt“ so Harlan. „HBO wird das machen.“ Regie dieser Mini-Serie soll vermutlich Cary Fukunaga („True Detective“) werden. Es soll eine sechsstündige Mini-Serie auf HBO werden. Drehstart soll nach Angaben von Jan Harlan im Jahr 2020 sein. Über das Napoleon-Buch von Taschen habe ich ja bereits ausführlich gebloggt.

2001 Odyssee im Weltraum ist immer noch wichtig
„Wir wissen auch nicht mehr als vor 50 Jahren“, so beantworte Jan Harlan meine Fragen, ob 2001 nach 50 Jahren den heutigen Jugendliche etwas bieten könne. „Wir sind noch so ahnungslos wie eh und je.“
2001 war (und ist) von der Tricktechnik so eindrucksvoll, dass man es nur noch toppen könnte, wenn man on Location, also im Weltraum drehen würde. Der gängige Spruch von VFX-Leuten und modernen Regisseuren „Let’s fix it in the Post“ ist Jan Harlan fremd. „Das war auch bei den späteren Filmen Kubricks nicht der Fall.“ Kubrick sei immer ein Geschichtenerzähler gewesen. Natürlich sei er Technikbegeistert, aber im Hinblick auf 2001 war es ihm wichtig zu zeigen, was wir nicht wissen. „Er war fast verliebt in seine eigene Unwissenheit.“
„Es ist wie bei allen großen Künstlern: Die Werke bleiben bestehen.“ Viele Filme wie Dr. Seltsam seien aktueller denn je. „Er hat lauter Filme gemacht, die bleiben.“ Kubrick letzter Film „Eyes Wide Shut“ war in Japan und im Mittelmeerraum unglaublich erfolgreich, in Deutschland, Europa und USA nicht so sehr, aber das komme noch.

Buchtipp: 201 x 2001 von Nils Daniel Peiler

6. April 2018

Im Moment läuft bis 23. September in Frankfurt am Main im Filmmuseum die wunderbare Ausstellung „50 Jahre A Space Odyssey“, ein Muss für jeden Kubrick-Fan. Was mich sehr gefreut hat, dass ich den Autor des Buches 201 x 2001: Fragen und Antworten mit allem Wissenswerten zu Stanley Kubricks Odyssee im Weltraum Nils Daniel Peiler bei der Ausstellungseröffnung getroffen habe.
Es war also der ideale Zeitpunkt um zu Fachsimpeln, denn der US-amerikanische Regisseur Stanley Kubrick ist eines meiner Steckenpferde. Also hin zu Nils Daniel Peiler und mir gleich eine Widmung in sein Buch schreiben lassen.


Beim Rundgang durch die Ausstellung fungierte ich auch als Stichwortgeber für Nils Daniel Peiler und fragte naiv nach der Bedeutung des Merchandise in dem Kubrick-Klassiker. Peiler nahm meine Frage wunderbar auf und erläuterte, dass bedeutende Firmen wie Hilton, Panam, Hamilton oder IBM den Film als Werbeplattform nutzen. Im Vergleich zu dem Merchandise-Genie eines George Lucas war Stanley Kubrick ein Waisenknabe und das Merchandise hatte sicherlich eine andere Bedeutung als heute. Der Kinobesucher von 2001 erkannte Firmen aus seinem täglichen Umfeld und akzeptierte es als klassische Entwicklung. Wer anderes als Hilton sollte ein Hotel auf einer Raumstation eröffnen? Wie viel die Firmen an Kubrick zahlten, weiß ich nicht und es ist in dem Fall auch egal. Die Gegenstände passen sich in das Leben in der Zukunft ein und sind selbstverständlich.

Auf der Rückfahrt von Frankfurt nach München blätterte ich das Buch von Nils Daniel Peiler durch. Er stellt 201 Fragen zu 2001 und gibt auch gleich die Antworten. Vieles davon wusste ich freilich schon, doch es machte Spaß während der Zugfahrt in dem Büchlein zu schmökern. Es ist eine schöne Beschäftigung mit diesem filmischen Meisterwerk und die Idee von F&Q ist super. Das wünsche ich mir zu allen Kubrick-Filmen.

Meine Songs zur Sonnenfinsternis

22. August 2017

In welcher Welt leben wir? Ich liege gemütlich auf meinem Sofa und schau mir via iPad und iPhone die Sonnenfinsternis in den USA an – und es großartig.
Ich hatte am 11. August 1999 eine totale Sonnenfinsternis in München erlebt. Ich war damals als Pressereferent bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern beschäftigt und alle Mitarbeiter konnten das Spektakel trotz Kernzeitverletzung betrachten. Meine spätere Frau und ich trafen uns mit Kollegen im Münchner Hofgarten und hatten unsere Pappbrillen dabei. Der Übergang von Tag zur Nacht war drastisch. Es wurde merklich kühler. Die Hunde jaulten. Die Vögel im Hofgarten verstummten – und die Menschen auch. Alle blickten nach oben und schauten zu, wie sich der Mond vor die Sonne schob. Absolut eindrucksvoll.


Das gleiche Gefühl hatte ich jetzt bei der Sonnenfinsternis in den USA wieder. Die NASA hatte eine kostenlose App Solar Eclipse bereitgestellt und übertrug das Naturphänomen live. Ich konnte zwischen verschiedenen Teleskopen in den USA hin und her schalten. Zudem gab es Erklärvideos, was da am Himmel passierte. Gleichzeitig verfolgte ich die BBC live in Facebook, las die Kommentare, drückte Like und genoss das Schauspiel.
Zur Vorbereitung auf das Ereignis am Vormittag dachte ich zunächst an Stanley Kubricks 2001 Odyssee im Weltraum und da kam mir vor der Sonnenfinsternis die Idee, meine persönliche Playlist für das Ereignis von meinem Musikserver zusammenzustellen. Hinterher habe ich gelesen, dass die Rockoma Bonnie Tyler mit Total Eclipse sogar zeitweise in der iTunes-Hitparade war. Während der Sonnenfinsternis wurde auf der NASA-App auch ein Improvisationskonzert des Kronos Quartetts übertragen. Kronos hatte ich von einigen Soundtracks.


Also hier meine Playlist rund um den Moon:
Moonage Daydream von Davide Bowie
Moon River von Audrey Hepburn
Bad Moon Rising von CCR
Moon Over Bourbon Street von Sting
Dark side of the Moon von Pink Flyod
Moondance von Van Morrison
Moonraker von Shirley Bassey
Fly Me to the Moon von Frank Sinatra
Full Moon and Empty Arms von Bob Dylan
Fay Bewitching the Moon von Tangerine Dream
Moonshadow von Cat Stevens
Ticket to the Moon von ELO
Moonchild von King Crimson
Höhepunkt war natürlich: Also sprach Zarathustra von Richard Strauss
Here comes the sun von den Beatles