Posts Tagged ‘Shining’

Buchtipp: DAS Werk von Jack Torrance endlich erschienen

3. September 2019
Das Meisterwerk - endlich als Buch

Das Meisterwerk – endlich als Buch

Im Herbst soll der Film Shining endlich als 4K-Version veröffentlicht werden. Es wird u.a. die US-Version des genialen Horror-Films von Stanley Kubrick enthalten. Ich habe eine Bluray dieser sehenswerten Version und freue mich jetzt auf das ultrascharfe 4K-Bild. Kubrick kürzte die Europa-Fassung, aber jetzt bekommen wir den Genuss des Gesamtkunstwerkes.
Bis es soweit ist, genieße ich das Buch von Jack Torrance. Ich habe mir die US-amerikanische All Work And No Play Makes Jack A Dull Boy und deutsche Ausgabe Was du heute kannst besorgen… des einzigen Romans von Jack Torrance gekauft und begeistert verschlungen. Fans wissen ja, es war das Werk, dass Jack im Oberlook-Hotel vollbracht hatte und nur von seiner hysterischen Gattin Wendy gestört wurde. Sie sollte daraufhin zur Rechenschaft gezogen werden.

Torrance schrieb das Buch Ende 1979 in den verschneiten Rocky Mountains und es zeigt die Vielfalt und die Gedankenwelt des Autoren. Torrance gilt als Meister der Repetition: Immer wieder setzt er mit den gleichen Worten an, verweigert sich quasi jeden Versuch, über die einmal getroffene Feststellungen hinauszugehen.
Ein ganz besonders Zuckerl hat die deutsche Version zu bieten. Dem Buch liegt eine Lesung von Jörg Pleva bei. Jörg Pleva ist die deutsche Synchronstimme von Jack Nicholson, der den Roman von Jack Torrance liest. Für mich ein unglaubliches Kulturerlebnis.
Das Projekt entstand aus einer Performance der Künstlergruppe M+M, die 2008 auf der Art Cologne vorgestellt wurde. Die beiden Künstler kamen während ihres Aufenthaltes in der Villa Massimo, den Manuskripten Torrance auf die Spur und konnten das Buch jetzt auf Deutsch vorstellen.

Meine zehn unvergesslichen Bücher

4. August 2018

Immer wieder geistern Aktionen durch soziale Netzwerke wie unlängst, bekannte Kunstwerke aus Toast nachzubilden. Fand ich irre witzig, kam aber zu spät mit meinem Frühstückstoast. Aber vor kurzem sprang ich auf einen solchen Zug auf. Es galt Bücher zu nennen, die einen in seinem Leben beeinflusst haben. Als Büchermensch und Leseratte musste ich einfach an dieser Aktion mitmachen und ich nahm das Angebot von meinem Kollegen Harald Baumer an. 

Ich postete zehn Tage lang Bücher, die mir etwas bedeuten und konnte zahlreiche meiner (virtuellen) Freunde ermutigen, es auch zu tun. Dazu postete in Twitter, Instagram und Facebook ich folgenden Text: „10 unvergessliche Bücher in 10 Tagen. Heute x/10. Kein Kommentar, keine Erklärungen, nur der Titel. Wer hat Interesse, mitzumachen? Würde mich bei vielen meiner Freundinnen und Freunde interessieren, welche Lektüre für sie wichtig war.“

Die Auswahl meiner Lieblingsbücher

Dieser Aktion ging eine Auswahl von Büchern voran und ich sage euch, das wahr echt schwer. Zunächst machte ich ein Brainstorming und sammelte Bücher. Es kamen rund 40 Bücher zusammen, also eindeutig zu viel. So ließ ich die Sache ein paar Tage ruhen und dachte dann nochmals nach und kam dann auf nochmals zehn weitere Bücher. Dann kam in einer Gewaltaktion das Ausmisten. Ich zog mich in mein Kellerarchiv zurück und holte die Bücher hervor. Da ich nichts wegwerfen kann, standen die Bücher geordnet in den zahlreichen Regalen. Bücher, die nicht an ihrem Platz waren, wurden gleich von der Liste gestrichen. So kam es, dass Stanisław Lems Klassiker Solaris gekillt wurde, weil das Buch nicht da war. Hatte ich es verliehen? Wo ist dieses Buch? Also, was nicht da ist, fliegt raus. 

Dann strich ich Bücher von Lieblingsautoren, die ich als Autor verehre, aber keine einzelnes Buch hervorheben will. Hier strich ich Edgar Allan Poe, ETA Hoffmann, Heinrich Heine, Philipp K. Dick und Sir Arthur Conan Doyle von der Liste. Dann musste ich mich entscheiden, dass ich von manchen Autor keine zwei Bücher benennen wollte. Hier blieben dann beispielsweise die Robotergeschichten von Asimov auf der Strecke oder Tolkiens Silmarillion. 

Dann wurde es nochmals hart: Ich musste ja auf zehn Bücher kommen und ich strich weitere Autoren und deren Bücher. Dabei waren beispielsweise Arthur C. Clarke, Stephen King (Dead Zone oder Shining), nochmals Lem mit seinen Sterntagebüchern. Goethe kam ebenso wie Shakespeare nicht auf die finale Liste, auch leider nicht Mary Shelly und ihr Frankenstein, ein Buch, das dieses Jahr 200. Geburtstag feiert und ich in einen eigenen Blogpost würdigen werde. Traurig war ich auch über das Streichen von Truman Capote und vor allem Tom Wolfe mit seinem Fegefeuer der Eitelkeiten. Dann entschied das Los und ich kam endlich auf meine zehn Bücher. Ich stelle fest, dass ich die fantastische Literatur bevorzuge. 

Also das sind meine zehn finalen Bücher: 

1 Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

2 Dante: Göttliche Komödie

3 Bret Easton Ellis: American Psycho

4 J.R.R. Tolkien: Herr der Ringe

5 Isaac Asimov: Foundation-Trilogie 

6 Frank Herbert: Der Wüstenplanet

7 Thomas Mann: Die Buddenbrooks

8 Richard Scarry: Mein allererstes Buchstabenbilderbuch  

9 Bram Stoker: Dracula 

10 Rainer Erler: Das blaue Palais  

Wer mitmachen will, ist gerne aufgerufen. Ich habe gesehen, es gibt so eine ähnliche Reihe mit Schallplatten, die einen am meisten bedeuten. Mal sehen, ob ich diese Challenge annehme. Die Bücher waren ein Anfang und wir wissen ja, im Web lieben wir diese Listicle.

Werkschau Stanley Kubrick startet heute

31. Juli 2018

Leider wohne ich nicht in Frankfurt am Main, aber die Filmfans aus Hessen möchte ich auf eine besondere Werkschau hinweisen, die heute beginnt. Das Filmmuseum zeigt eine Werkschau des US-amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick. Einige der Filme sind rar, sehr rar. Der große Mann wäre vor ein paar Tagen90 Jahre alt geworden und ich habe über ihn gebloggt. 

Das besondere Schmankerl ist die Langversion von The Shining von 1980 in der Fassung von 146 Minuten. Kubrick hatte nach einem schleppenden Start des Films den Horrorstreifen um rund 40 Minuten für den europäischen Markt gekürzt. Die US-Version wird nur selten in Europa aufgeführt, in Frankfurt ist dies der Fall. Und diese Chance sollte man nutzen. Ich habe die US-Version von Shining noch nie im Kino gesehen, ich besitze eine Blu ray mit der ungeschnittenen Version und kann sagen: Es lohnt sich. Und ich werde ihn wieder im Kino versäumen, weil ich in Bayreuth bei der Wallküre bin. 

Here is Johnny - einer der besten Horrorfilme überhaupt - in der ungeschnittenen US-Fassung. Foto: Warner

Here is Johnny – einer der besten Horrorfilme überhaupt – in der ungeschnittenen US-Fassung. Foto: Warner

Es sind nicht alle Filme des Meisterregisseurs in Frankfurt zu sehen. Das Erstling Fear and Desire von 1953 fehlt – ein Film, auf den Kubrick nicht besonders stolz war, dennoch zeigt der Film, welches Auge der Mann für das Kino hatte. Der Tiger von New York ist ebenso nicht im Programm wie die Kurzdokus, die Kubrick gedreht hat. Und leider, leider gibt es Dr. Seltsam nicht zu sehen. Für den Film gibt es derzeit eine Kinosperre, warum weiß ich nicht. 

Also  

Hier sind die Filme der Werkschau:

Mittwoch, 1. August, 20:30 Uhr und Freitag, 3.August, 18 Uhr

THE KILLING Die Rechnung ging nicht auf (US 1956. R: Stanley Kubrick)

 

Samstag, 4. August, 20:30 Uhr

PATHS OF GLORY Wege zum Ruhm (US 1957. R: Stanley Kubrick)

 

Sonntag, 5. August, 19:30 Uhr und Sonntag, 12. August, 17 Uhr

SPARTACUS (US 1960. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 8. August, 20:30 Uhr und Freitag, 10. August, 17:30 Uhr

LOLITA (GB/US 1962. R: Stanley Kubrick)

 

Donnerstag, 9.August, 20:15 Uhr mit Vortrag (Filmbeginn: ca. 21:15 Uhr) und Samstag, 11.August, 20:15 Uhr

FULL METAL JACKET (GB/US 1987. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 15. August, 20 Uhr und Sonntag, 19. August, 17 Uhr

BARRY LYNDON (GB 1975. R: Stanley Kubrick)

 

Donnerstag, 16. August, 20:30 Uhr, Freitag, 17. August, 20:30 Uhr, und Samstag, 18. August, 17:30 Uhr

2001: A SPACE ODYSSEY 2001: Odyssee im Weltraum (GB/US 1968. R: Stanley Kubrick)

 

Freitag, 24.August, 18 Uhr und Samstag, 25. August (Museumsuferfest), 20 Uhr

A CLOCKWORK ORANGE Uhrwerk Orange (GB 1971. R: Stanley Kubrick)

 

Sonntag, 26.August (Museumsuferfest), 17:30 Uhr und Freitag, 31. August, 17:30 Uhr

EYES WIDE SHUT (GB 1999. R: Stanley Kubrick)

 

Mittwoch, 29. August, 20:30 Uhr

THE SHINING Shining (GB/US 1980. R: Stanley Kubrick)

Lust auf ein Treffen mit dem „Yoda Guy“ Special Make-up-Designer Nick Maley?

20. April 2015
Wer hat Lust mit dem Yoda Guy zu sprechen?

Wer hat Lust mit dem Yoda Guy zu sprechen?

Durch die Vermittlung von Heike Stiegler, einer hervorragende Bloggerin aus Nürnberg, treffe ich am Mittwoch. 22. April Mr. Yoda in Erlangen. Zu einem exklusiven Treffen mit Nick Maley lädt das ACM Siggraph Chapter Munich seine Mitglieder und Interessierte ein. Wer hat Lust mitzukommen? Von 10 bis 11:30 Uhr diskutieren wir in Erlangen mit dem Hollywood-Star. Als Mitglied des Münchner Verbandes der ehrwürdigen ACM Siggraph-Organisation darf ich die Veranstaltung organisieren und leiten. Ich hoffe nur, dass die GDL die Bahn nicht bestreikt und ich nach Erlangen komme.

Yoda in der Produktion von  Nick Maley

Yoda in der Produktion von Nick Maley

Special Make-up- und Creature Effects-Designer Nick Maley wirkte in 53 Filmen mit. Allgemein ist er bekannt als “der Yoda Guy” für seinen Beitrag zur Kreation von Yoda und andern Kreaturen von Star Wars. Zudem hat er auch bei Filmen wie Superman, der Highlander-Saga, the Shining, Krull und Lifeforce mitgewirkt.

Na, erkennt ihr Anthony Hopkins?

Na, erkennt ihr Anthony Hopkins?

Im allgemeinen Star Wars-Fieber weiß ich schon, in welche Richtung die Fragen gehen werden. Mich persönlich interessiert als fanatischer Stanley Kubrick-Fan seine Zusammenarbeit in Shining (1980) mit diesem Meisterregisseur.
In den vergangenen acht Jahren führte Nick Maley ein Non-Profit Filmmuseum in der Karibik. Jetzt will er dieses Filmmuseum FXpo als geplanten Holografie-Exibition nach Nürnberg holen und seine Film- und Museumserfahrungen mit modernster technischer Expertise verbinden.

Mal sehen, ob Nick den Yoda dabei hat.

Mal sehen, ob Nick den Yoda dabei hat.

Die Teilnehmerzahl ist auf zehn beschränkt. Eine verbindliche Anmeldung ist über diesen Link Voraussetzung. Der Veranstaltungsort wird in der Teilnahmebestätigung bekannt gegeben. Gäste sind gerne willkommen. Das Gespräch wird in Englisch stattfinden. Es wird kein Teilnehmerbeitrag erhoben.

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Das ACM Siggraph Chapter Munich hat sich zum Ziel gesetzt Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur und Bildung zu fördern. Insbesondere durch die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen im Bereich Computergrafik, interaktiver Technologien und deren Anwendungsgebieten bieten wir einen breiten Zugang zu neuen Erkenntnissen auf diesen Gebieten und Ermöglichen deren Verbreitung.

Alle Fotos Heike Stiegler und Nick Maly.

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Meine Liebings-Verfilmungen von Stephen King

15. Mai 2010
Große Wegwerfen ist gerade im Keller angesagt. Es fielen Hunderte von VHS-Videotapes auf den Müll. So entdecke ich beim Ausmisten ein paar Schätze, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und ich habe mir auch die Frage gestellt: Was ist eigentlich die beste Stephen King Verfilmung? Einstmals war ich ein großer King-Romane-Fan. Aber bei den Verfilmungen herrschte meist große Enttäuschung. Die Filme waren meist durchschnitt und brauchten nicht den Horror der Bücher in meinen Kopf. Wenn ich ehrlich bin, gab es für mich persönlich nur drei gute King-Verfilmungen. Und diese sind:
Shining (1980)
Dead Zone (1983)
Carrie (1976)

Shining ist meine Lieblings-King-Verfilmung.

Natürlich ist Shining von Meister Kubrick mein Liebings-King. Hier stimmt einfach alles, wenngleich in der Europa-Fassung eine halbe Stunde fehlt. Beim nächsten USA-Besuch werde ich mir die Komplettfassung auf Blu ray kaufen. Die Regiearbeit von Kubrick ist der Hammer: Schauspieler, Musik, Kamera, Licht, Set, Drehbuch – alles passt zusammen und dieser Film erzeugte bei mir wirklich Angst, auch wenn Autor Stephen King mit dieser Verfilmung nicht einverstanden war. Ich bin es. Shelley Duvall wurde von Kubrick in den Wahnsinn getrieben und dieser Film zeigt diese Pein schlechthin. Ab und zu ertappe ich mich dabei, dass ich auch „Here’s Johnny“ rufe.

Dead Zone ist Cronenbergs Beitrag in Sachen King-Verfilmungen.

Das Plakat von „Dead Zone“ hing bei mir als Jugendlicher eine Zeitlang im Zimmer. Es zeigte Christopher Walken mit dem Gewehr. Buch und Film langen nahe beieinander und die Regie von Terrorpapst David Cronenberg ist im Stil seiner kalten kanadischen Filme: Reduziert, kalt, ruhig und voller Emotionen. Eine Gabe ist ein Flucht – das kam in dieser unaufgeregten Verfilmung genial herüber. Leider habe ich bis heute nur drittklassige Veröffentlichungen auf DVD und werde daher meine Original-VHS-Cassette nicht wegwerfen. Christopher Walken spielt sich mit diesem Film in die Liga meiner Lieblingsschauspieler.

Ekel und Mitleid herrschen in Carrie vor.

Carrie von Brian de Palma war ein tolles Beispiel der siebziger Jahre. De Palma, der eigentlich ein Hitchcock für Arme war, zitierte immer wieder sein Idol. Anspielungen auf die „Bates High School“, die am Ende in Trümmer aufgeht, sind absichtlich. Schauspieler wie John Travolta und Sissy Spacek spielten in diesem ersten King-Roman aus dem Jahr 1974. Es gab schöne Filmeffekte wie die geteilte Leinwand und eine bezaubernde Piper Laurie spielte alle an die Wand. Schaurig schön war auch der Schockeffekt am Ende des Films, der später wieder bei American Werwolf aufgenommen wurde.
Ich bin mal gespannt, ob es andere King Fans mit anderer Meinung gibt.