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700. Todestag von Dante – gleich zweimal feiern

25. März 2021

Eigentlich ist am 14. September der 700. Todestag von Dante Alighieri und dennoch wird heute am 25. März an den bedeutenden Florentiner gedacht. Warum? Die Italiener haben den 25. März als Dantetag eingeführt und so wird heute gefeiert und auch am eigentlichen Jubiläum des Todestages noch einmal.

Heute schon Dante gelesen oder gehört?

Ich habe mir zur Feier des Tages meinen Dante herausgesucht. Ich habe verschiedene Ausgaben in verschiedenen Übersetzungen. Wie die Dante-Gesellschaft auflistet, gibt es noch einige mehr. Ich mag die von Wilhelm G. Herz Übersetzung Die Göttliche Komödie am liebsten, vielleicht weil ich mit ihr aufgewachsen bin und sie mir am vertrautesten ist. Die Prosa-Übersetzungen aus jüngeren Jahren kenne ich gar nicht, werde aber irgendwann man reinschauen – versprochen.

Über die Bedeutung von Dante Alighieri muss ich nicht schreiben. Einfach wunderbar diese Sprache – und ich habe Dante nie im Original gelesen, weil ich es Italienischen nicht mächtig bin. Er hat Italienisch zur Literatursprache gemacht. Seine Göttliche Komödie ist auch in der deutschen Übersetzung lesbar und ich rate Interessierten einen Blick in das Werk zu werfen. Nur Mut, die ersten Zeilen sind vielleicht etwas schwer, aber wenn man im Flow ist, will man Dante nicht zur Seite legen.

Ich habe gemerkt, dass in meinem persönlichen Umfeld zwei Kulturphänomen das Interesse an Dante wieder aufleben ließen. Das eine war der Roman Inferno von Dan Brown und das andere war David Finshers Film Sieben – in beiden Werken kommt Dantes göttliche Komödie vor und hat einer neuen Generation Dante näher gebracht. Das ist gut. Brown habe ich gerne gelesen, aber Finshers Film war eine wirkliche Offenbarung.

Zur Feier des Tages lege ich ein Hörbuch Die göttliche Komödie aus dem Hörverlag ein. Es ist eine Produktion des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahre 1957 – 316 Minuten die göttliche Komödie in einer wunderbaren Interpretation der deutschen Schauspielelite der 50er und 60er Jahre. Also denkt daran: Lasst all die Hoffnung fahren und nehmt mal wieder euren Dante zur Hand.

Meine zehn unvergesslichen Bücher

4. August 2018

Immer wieder geistern Aktionen durch soziale Netzwerke wie unlängst, bekannte Kunstwerke aus Toast nachzubilden. Fand ich irre witzig, kam aber zu spät mit meinem Frühstückstoast. Aber vor kurzem sprang ich auf einen solchen Zug auf. Es galt Bücher zu nennen, die einen in seinem Leben beeinflusst haben. Als Büchermensch und Leseratte musste ich einfach an dieser Aktion mitmachen und ich nahm das Angebot von meinem Kollegen Harald Baumer an. 

Ich postete zehn Tage lang Bücher, die mir etwas bedeuten und konnte zahlreiche meiner (virtuellen) Freunde ermutigen, es auch zu tun. Dazu postete in Twitter, Instagram und Facebook ich folgenden Text: „10 unvergessliche Bücher in 10 Tagen. Heute x/10. Kein Kommentar, keine Erklärungen, nur der Titel. Wer hat Interesse, mitzumachen? Würde mich bei vielen meiner Freundinnen und Freunde interessieren, welche Lektüre für sie wichtig war.“

Die Auswahl meiner Lieblingsbücher

Dieser Aktion ging eine Auswahl von Büchern voran und ich sage euch, das wahr echt schwer. Zunächst machte ich ein Brainstorming und sammelte Bücher. Es kamen rund 40 Bücher zusammen, also eindeutig zu viel. So ließ ich die Sache ein paar Tage ruhen und dachte dann nochmals nach und kam dann auf nochmals zehn weitere Bücher. Dann kam in einer Gewaltaktion das Ausmisten. Ich zog mich in mein Kellerarchiv zurück und holte die Bücher hervor. Da ich nichts wegwerfen kann, standen die Bücher geordnet in den zahlreichen Regalen. Bücher, die nicht an ihrem Platz waren, wurden gleich von der Liste gestrichen. So kam es, dass Stanisław Lems Klassiker Solaris gekillt wurde, weil das Buch nicht da war. Hatte ich es verliehen? Wo ist dieses Buch? Also, was nicht da ist, fliegt raus. 

Dann strich ich Bücher von Lieblingsautoren, die ich als Autor verehre, aber keine einzelnes Buch hervorheben will. Hier strich ich Edgar Allan Poe, ETA Hoffmann, Heinrich Heine, Philipp K. Dick und Sir Arthur Conan Doyle von der Liste. Dann musste ich mich entscheiden, dass ich von manchen Autor keine zwei Bücher benennen wollte. Hier blieben dann beispielsweise die Robotergeschichten von Asimov auf der Strecke oder Tolkiens Silmarillion. 

Dann wurde es nochmals hart: Ich musste ja auf zehn Bücher kommen und ich strich weitere Autoren und deren Bücher. Dabei waren beispielsweise Arthur C. Clarke, Stephen King (Dead Zone oder Shining), nochmals Lem mit seinen Sterntagebüchern. Goethe kam ebenso wie Shakespeare nicht auf die finale Liste, auch leider nicht Mary Shelly und ihr Frankenstein, ein Buch, das dieses Jahr 200. Geburtstag feiert und ich in einen eigenen Blogpost würdigen werde. Traurig war ich auch über das Streichen von Truman Capote und vor allem Tom Wolfe mit seinem Fegefeuer der Eitelkeiten. Dann entschied das Los und ich kam endlich auf meine zehn Bücher. Ich stelle fest, dass ich die fantastische Literatur bevorzuge. 

Also das sind meine zehn finalen Bücher: 

1 Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

2 Dante: Göttliche Komödie

3 Bret Easton Ellis: American Psycho

4 J.R.R. Tolkien: Herr der Ringe

5 Isaac Asimov: Foundation-Trilogie 

6 Frank Herbert: Der Wüstenplanet

7 Thomas Mann: Die Buddenbrooks

8 Richard Scarry: Mein allererstes Buchstabenbilderbuch  

9 Bram Stoker: Dracula 

10 Rainer Erler: Das blaue Palais  

Wer mitmachen will, ist gerne aufgerufen. Ich habe gesehen, es gibt so eine ähnliche Reihe mit Schallplatten, die einen am meisten bedeuten. Mal sehen, ob ich diese Challenge annehme. Die Bücher waren ein Anfang und wir wissen ja, im Web lieben wir diese Listicle.