Posts Tagged ‘Design’

Dieter Rams zum 89. Geburtstag – Göttliches Design

20. Mai 2021

„Weniger, aber besser.“ – so einfach und genial kann Design sein. So genial ist Dieter Rams. Der legendäre Designer wird heute 89 Jahre alt und ich kann sagen: Er hat mein Leben beeinflusst und ich möchte aufrichtig zum Geburtstag gratulieren.

Über 350 Produkte hat Rams in seinem Berufsleben entworfen und Designgeschichte geschrieben. Ich bin über Umwege zu Rams gekommen. Als Apple Fanboy verehre ich Steve Jobs und viel später Jonathan Ive. Beide habe ich getroffen und beide haben bestätigt, dass Dieter Rams ihr Designvorbild war und sie prägte.
Wenn ich nur meinen ersten iPod ansehe, den der damalige Chefdesigner von Apple Jonathan Ive entworfen hat, dann sehe ich Dieter Rams Taschenradio T3. Reduktion, Reduktion, Reduktion.

Am 20. Mai 1932 wurde Rams in Wiesbaden geboren, berühmt wurde er durch seine Arbeit bei Braun. Als Jugendlicher wollte ich immer seinen Schneewittchensarg haben, ohne dass ich den Namen Dieter Rams kannte. Das Gerät, eine Kombi zwischen Schallplattenspieler und Radio, faszinierte mich, obwohl es schon 1956 entwickelt wurde. Bekommen von meinen Eltern habe ich aber nur eine Universum-Stereoanlage von der Quelle, weil sie ihrer Meinung nach schöner aussah und mehr Knöpfe hatte. Bauhaus war meinen Eltern egal. Aber das Design von Braun übt bis heute eine Faszination auf mich aus.

Obwohl ich Dual und Technics Schallplattenspieler besitze, verwende ich ausschließlich meinen weißen Braun P4, wenn ich Vinyl höre. Diese Eleganz, diese Kompromisslosigkeit, dieses tadellose Design.
Mein Grafiker-Kollege Clemens Strimmer hatte mich mit den zehn Rams-Gebote für gutes Design konfrontiert. Und ich kann sie ausnahmslos unterschreiben.

  1. Gutes Design ist innovativ.
  2. Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
  3. Gutes Design ist ästhetisch.
  4. Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
  5. Gutes Design ist unaufdringlich.
  6. Gutes Design ist ehrlich.
  7. Gutes Design ist langlebig.
  8. Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
  9. Gutes Design ist umwelt­freundlich.
  10. Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

re:publica: Welches Plakat ist das beste?

2. Juni 2013

Ich komme erst jetzt dazu, meinen Besuch auf der re:publica nach und nach aufzuarbeiten. Mit einer kleinen Abstimmung will ich diese Vergangenheitsbewältigung beginnen.

ausstellung

In einem Zwischengeschoss gab es eine Ausstellung von möglichen Plakaten zur wichtigsten Veranstaltung der Internet-Gemeinde zu sehen. Die 17 Plakate bewerben alle die re:publica und zwar in komplett unterschiedlichen Designs. Verschiedene Designelemente aus verschiedenen Zeiten und politischen Ansichten wurden aufgenommen. Es beginnt mit 1913 und endet 2013, also 100 Jahre re:publica. Ich fand es prima und will denjenigen, die nicht dabei waren, einen Eindruck von der Kreativität geben. Allen Design-Studenten seien die Plakate als Anregung gedacht. Welches Plakat gefällt euch am besten? Einfach abstimmen. Zu gewinnen gibt es nichts.

und hier geht es dann zur Abstimmung.

Was kommt eigentlich nach dem Bachelor?

20. Oktober 2011

Studienvorstellung durch Thomas Gronert und Markus Kaiser. Minister Marcel Huber checkt schon mal den Blackberry.

Studienvorstellung durch Thomas Gronert und Markus Kaiser. Minister Marcel Huber checkt schon mal den Blackberry.

Im Auftrag des MedienCampus Bayern haben mein Kollege Thomas Gronert und ich eine  aktuelle Studie zum Bachelor erstellt.  Markus Kaiser vom MedienCampus Bayern hat auf den Medientagen München dieses Papier vorgestellt: Rund ein Drittel der bayerischen Journalismus-, Design-, Medientechnik-, Medienmanagement- und Games-Studierenden will sich in jedem Fall um einen Masterplatz bewerben bzw. hält dies für „sehr wahrscheinlich“. Ein weiteres gutes Drittel aller Studierenden hat sich noch nicht festgelegt. Knapp jeder Vierte aller befragten Bachelor-Studierenden aus dem Medienbereich schließt es aus, direkt nach dem Bachelor einen Master anzuschließen. Stattdessen wollen sie zunächst arbeiten oder ein längeres Praktikum absolvieren. Cool war, dass Bayerns Medienminister Marcel Huber direkt von der Elefantenrunde der Medientage beim MedienCampus vorbeischaute und die Studie interpretierte.

An der online durchgeführten Umfrage haben sich 623 Studierende verschiedener Bachelor-Studiengänge im Medienbereich an bayerischen Hochschulen und Universitäten beteiligt. Die Befragung begann im August 2011. „Mit dieser Studie leistet der MedienCampus Bayern einen wertvollen Beitrag, um die Hochschulen und Universitäten bei ihren Planungen für neue Masterstudiengänge zu unterstützen“, sagt Bayerns Medienminister, Dr. Marcel Huber. Der Freistaat Bayern unterstützt den Dachverband für die Medienaus- und -fortbildung.

MedienCampus-Geschäftsstellenleiter Markus Kaiser fügt hinzu: „Außerdem wollen wir die Medienbranche informieren, mit wie vielen Bewerbungen von Bachelor-Absolventen sie in den nächsten Jahren rechnen kann.“ Seit das Diplom- und das Magisterstudium weitgehend ausgelaufen sind, ist das Hochschulstudium in zwei Abschlüsse gestuft: Nach dem in der Regel sechs- bzw. siebensemestrigen Bachelor können Studenten ein drei- bis viersemestriges Master-Studium belegen.

Überraschendes Ergebnis der MedienCampus-Studie: Ein knappes Drittel hält ein berufsbegleitendes Masterstudium für eine wählbare Option. Fast die Hälfte könnte es sich „vielleicht“ vorstellen. Nur jeder zehnte Bachelor-Student lehnt ein berufsbegleitendes Masterstudium ab. „Hier können die Hochschulen auf teils schon bewährte Strukturen aufbauen, denn einige – wie die Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Weiterbildungsmaster Multimediadidaktik – haben bereits Erfahrungen gesammelt“, meint Kaiser. „An vielen Hochschulen laufen derzeit Planungen.“

Knapp jeder zehnte Student kann sich vorstellen, an eine Fernhochschule oder eine private Hochschule zu wechseln. Knapp die Hälfte aller Befragten gab als Möglichkeit an, an der eigenen Institution zu bleiben und dort den Master zu machen. Drei Viertel schließen nicht aus, die Hochschule zu wechseln. Mehrfachnennungen waren möglich. „Dies zeigt, dass die Hochschulen auch die Frage klären müssen, wer mit welchem Bachelor-Abschluss für welchen Master zugelassen werden kann“, sagt Markus Kaiser. Um dies bayernweit zu koordinieren, organisiert der MedienCampus Bayern im März 2012 ein Koordinierungstreffen an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, die selbst den Master „Management und Innovation in Journalismus und Medien“ anbietet.

Drei Viertel aller Befragten, die einen Master absolvieren möchten, versprechen sich später bessere Berufs- und Aufstiegschancen. Zwei Drittel wollen einen Master machen, um sich weiter zu qualifizieren. Jeder Vierte plant einen Master nur für den Fall, dass er nach dem Bachelorstudium keine Beschäftigung findet. Immerhin ein knappes Viertel der Befragten gab an, später eventuell noch promovieren zu wollen.

Der Hauptgrund, der gegen einen Master spricht, wäre für zwei Drittel der Befragten, wenn sie nach dem Bachelor-Abschluss eine gute Beschäftigung bekämen. 16,3 Prozent sehen keine besonderen Vorteile im Master für ihre angestrebte Beschäftigung und Karriere. 41,4 Prozent halten ihn für zu teuer. Dass dies aber nicht an den Studienbeiträgen liegt, zeigen die Antworten auf die Frage, in welchem Bundesland die Bachelor-Absolventen ihren Master machen würden: Nur 11,8 Prozent würden sich für den Master nicht in Bayern immatrikulieren.

Starker animago AWARD 2010 dient der ganzen Branche

2. März 2010

Startschuss frei für den animago AWARD 2010

Der Startschuss zum 14. animago AWARD ist gefallen. Bis 30. Juni können Artists aus der ganzen Welt ihre Arbeiten beim wichtigsten europäischen 2D/3D-Wettbewerb einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird keine Startgebühr erhoben. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der DIGITAL PRODUCTION. Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt über die animago-Website.
In welcher Form ich animago AWARD & CONFERENCE 2010 betreue ist noch ungewiss. Ich bin zum Ende Februar als Chefredakteur der DP ausgeschieden und widme mich mehr meiner Familie und ein paar privaten Projekten. Aber so wie es aussieht, werde ich die Conference beim animago auf die Beine stellen und die Abendveranstaltung in Babelsberg am 28. Oktober moderieren. Jetzt sorge ich dafür, dass wir genügend Beiträge für den animago AWARD zusammenbekommen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr als 1.000 internationale Einsendungen aus Europa und dem Rest der Welt zum animago AWARD erhalten. Denn Eines ist klar: Der animago ist der Preis von der Branche, für die Branche. Wer an diesem Wettbewerb teilnimmt und seinen Beitrag einsendet, beweist, wie sehr ihm die Branche am Herzen liegt.
Der animago wird auch dieses Jahr wieder unsere aufstrebende Wirtschaftsbranche widerspiegeln. 2009 hatten wir für diese super Veranstaltung einen super Auftakt in Babelsberg und 2010 werden wir noch einen Zahn zulegen.
Am Donnerstag, 28. Oktober 2010, wird der wichtigste Preis der europäischen Animationsbranche in der Filmstadt Potsdam/Babelsberg vergeben. Die Verleihung findet im Rahmen der animago CONFERENCE statt. Gefördert wird animago AWARD & CONFERENCE 2010 durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Deren Chefin Petra Müller meint auch: „Wir haben den animago nach Babelsberg geholt, weil er perfekt zur Produktionskompetenz Berlin-Brandenburgs passt. 2010 soll sich der animago weiter am Standort verankern und die Synergien von Film und Games, Animation und visuellen Effekten, Design und Technologie weiter ausbauen.“

Falsches Design bei Hinweisschilder der Bahn

16. Februar 2009

schild

Worin liegt der Sinn von Hinweisschilder? Sie sollen einen Hinweis geben. Doch warum  macht dann die Deutsche Bahn Hinweisschilder, die man nicht lesen kann? Das ist mir wieder vor kurzem bewusst geworden, als ich mit einem Regionalexpress unterwegs war. Die Lautsprecherdurchsage versteht man vor lauter Lärm des Zuges und des Knackens der Lautsprecher sowieso nicht. Also orientiert man sich an den Ortsschildern am Bahnhof, wenn man nicht gerade sein Navi-GPS im iPhone aktiviert hat.

Aber diese Ortsschilder an den Bahnhöfen kann ich nicht lesen sobald es Nacht ist. Da sind dunkelblaue Schilder mit einer weißen eleganten Schrift. Da die serifenlose Schrift schmal geschnitten ist, sieht das Schild bei Tag zwar gut aus, doch bei Nacht sind die Schilder schwer oder gar nicht zu lesen. Ausnahme natürlich, die Schilder werden von einer Lampe angestrahlt, doch die Bahn muss sparen.

Früher war zwar nicht alles besser, aber zumindest die Schilder waren lesbarer. Es war eine schwarze Serifenschrift auf weißem Hintergrund. Das konnte ich auch bei schlechter Beleuchtung lesen. Vergleichen wir einmal die Autoschilder. Hier gilt die Regel auch: Weißer Hintergrund, schwarze Schrift und die Polizei kann optimal den Fahrzeughalter ermitteln. Das haben selbst die Österreicher gemerkt, die ihre schwarzen Kennzeichen gegen weiße umgetauscht haben.

Die Bahn macht es anders herum. Lesbarkeit musste Design weichen, doch irgendwie hat die Bahn den Sinn von Hinweisschildern nicht verstanden. Das ist wohl nicht das Einzige was sie nicht verstanden hat. Aber dies ist eine andere Geschichte …