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3D-Konferenz: animago AWARD kommt nach München

3. April 2016

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Endlich, endlich ist es soweit. Der wichtigste europäische Preis für 3D-Animation, der animago AWARD, wird dieses Jahr 20 Jahre alt und was noch wichtiger ist, der Preis wird am 27. Oktober im Münchner Gasteig verliehen. Die animago CONFERENCE findet am 27./28. Oktober in München statt.
Ich freue mich sehr und bin auch stolz. Als Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION habe ich mich zu meiner aktiven Zeit versucht, den Preis nach München zu bekommen. Die Mühlen der Entscheidungsträger mahlen langsam, ganz langsam. Jetzt ist es soweit und ich gratuliere dem heutigen Team von ganzem Herzen.
Zusammen mit meinen damaligen Team haben wir Ministern, Amtsleitern, Cluster-Geschäftsführern, Lobbyisten, Messevertretern, Hochschulprofessoren und andere Multiplikatoren besucht und für den animago fett Werbung gemacht. Was haben wir uns den Mund fusselig geredet. Diese Vorarbeit zahlt sich jetzt aus. Die Ernte wird eingefahren und das ist prima. Der animago in Bayern – das zeigt, wie wichtig der Freistaat für die 3D-Branche ist.
Der Preis hat eine lange Reise durch Deutschland hinter sich. Vor langer Zeit war er in Stuttgart bei der fmx angesiedelt, dann ein kurzer Abstecher nach Karlsruhe in der Nähe des ZKM, dann ging es für mehrere Jahre nach Berlin Babelsberg, gefördert durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Als Chefredakteur habe ich die Standorte Karlsruhe und Berlin aktiv mitgemacht und stand als Rampensau auf der Bühne. Das hat Spaß gemacht. Ich halte es als Chefredakteur für wichtig, den Abend selbst zu moderieren, denn ich war eine Marke in der Branche. Im Februar 2010 bin ich von der DIGITAL PRODUCTION ausgeschieden und habe mich selbstständig gemacht. Jetzt kommt Preis und Konferenz nach München und ich als Bayer finde das gut. Es handelt sich übrigens um das 20jährige Jubiläum des animago AWARDs.

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Ab sofort können Kreative aus der ganzen Welt wieder ihre Arbeiten rund um 3D-Animation, Still, visuelle Effekte und Visualisierung für den internationalen Wettbewerb des animago AWARD 2016 einreichen. Insgesamt zwölf Kategorien in allen Disziplinen der CGI sind ausgeschrieben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bis 30 Juni 2016 möglich. Also los und Beiträge einreichen.
Die „Beste Nachwuchsproduktion“ ist erneut mit 3.000 Euro Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION dotiert. Anlässlich 20 Jahre animago AWARD wird ein besonderer „Jubiläumspreis“ vergeben, Nominierte und der Gewinner werden via Publikumsvoting gesucht.
Die heutige animago-Projektleiterin Jana Freund freut sich. „Wir sagen herzlichen Dank für das uns entgegengebrachte Vertrauen über einen so langen Zeitraum in einer sich so rasant verändernden Branche.“ Ich schließe mich als ehemaliger Projektleiter an. „Gut gemacht und willkommen in München.“

Der animago AWARD 2016 ist in folgenden zwölf Kategorien ausgelobt:
– Beste Visual Effects
– Bester Kurzfilm
– Bester Charakter
– Bestes Game Cinematic
– Bestes Motion Design
– Beste Werbeproduktion
– Beste Visualisierung
– Beste Nachwuchs-Produktion (3.000 € Preisgeld von der DIGITAL PRODUCTION)
– Bestes Still (Publikumsvoting)
– Sonderpreis der Jury
– Architektur-Sonderpreis, presented by DETAIL
– Jubiläumspreis (Publikumsvoting)

 

Viel Lob, viel Ehr
Bayerns Medienministerin Ilse Aigner: „Mit der international renommierten Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE konnte ein Veranstaltungsschwergewicht der VFX-Branche für den Standort Bayern gewonnen werden. Dies zeigt, dass Bayern im Bereich der digitalen Medien ein sehr attraktiver Standort ist. Wir wollen nun durch eine langfristige Zusammenarbeit mit dem ‚animago AWARD & CONFERENCE‘ auch internationale Sichtbarkeit erzeugen“. Recht hat sie die Ilse.

„Mit animago AWARD & CONFERENCE setzt München einen weiteren kultur- und kreativwirtschaftlichen Meilenstein. München als herausragender Standort für Kultur- und Kreativwirtschaft, Medienkunst und deren technische Umsetzung freut sich, mit animago noch eine bedeutende Veranstaltung zur Diskussion künstlerischer Innovationen im Animations- und Visual Effects-Bereich gewinnen zu können. Darüber hinaus verstärkt der animago AWARD die Sichtbarkeit der lokaler Digitalkünstlerinnen und -künstler. Ich freue mich auf ein vielversprechendes, neues Branchen-Meeting an der Schnittstelle von Medienkunst, Kreativwirtschaft und technischer Realisierung“, erklärt Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München.

„Wir freuen uns besonders, dass es dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie durch das Kulturreferat der Stadt München gelungen ist, unsere Veranstaltung animago AWARD & CONFERENCE nach München, der Stadt unseres Verlagssitzes, zu holen.“, so Karin Lang, Geschäftsführerin des Münchner Fachverlags, ATEC Business Information GmbH. „Dass animago parallel zu den Münchener Medientagen stattfindet, wird bei allen Medienbegeisterten auf großen Zuspruch stoßen und wir versprechen uns von dem attraktiven Standort im Gasteig in München noch höhere Teilnehmerzahlen.“

animago Kalender 2015 – die Vielfalt der 3D-Branche

2. Januar 2015

Das Projektteam von animago AWARD & CONFERENCE hat mir eine besondere Freude gemacht, in dem sie mir einen Jahreskalender 2015 geschickt haben. Ganz herzlichen Dank. Der animago ist der wichtigste Preis der europäischen 3D-Branche, den ich auch ein paar Mal verleihen durfte. Derzeit wird er in der Filmstadt Babelsberg, die Wiege des deutschen Films, verliehen. Dieses Jahr hat das Projektteam eine alte Idee aufgegriffen und aus animago-Beiträgen einen wunderbares Jahreskalender 2015 gestaltet.
Mein Sohn war von den Bildern so begeistert, dass er den Kalender in seinem Zimmer aufgehängt hat. Und auch ich muss sagen, dass ich die Bilder und Renderings wunderbar finde. Bei einigen habe ich sogar richtig gelacht. Also nochmals herzlichen Dank dafür.

3D boomt, ich garantiere es euch

16. Oktober 2012

Das Thema 3D boomt. Seit Jahren arbeite ich für diese interessante Branche und ich bekomme viele Anzeichen, dass 3D langsam aus dem Nischendasein heraustritt. Vielfältig sind die Anzeichen, dass sich mehr und mehr Menschen für den Beruf des 3D-Arists und was damit zusammenhängt interessieren. Ein Anzeichen ist sicherlich der Erfolg, den die deutsche 3D-Schmiede Pixomondo für sich verbuchen kann. Oscar und Emmy gingen nach Deutschland, was will man mehr. Einher geht die Werbung für die 3D-Branche. Wir haben hervorragende Firmen wie Trixter, Mackevision, RTT oder Scanline. Wunderbar sind auch die Arbeiten von Breitbild VFX.

Als ehemaliger Chefredakteur der 3D-Magazine DIGITAL PRODUCTION und Creative Live und Projektleiter sowie Moderator des animago AWARDs macht es Spaß sich mit Kollegen auszutauschen und zu sehen, wie neue Formate entstehen. Als hervorragendes Beispiel will ich das neue DOSCH Creative-Guide Magazin nennen. Hier sind hilfreiche Workshops, interessante Interviews und Schulvorstellungen, spannende Firmenporträts, sowie Praktika-Angebote (bei PORSCHE Design) enthalten. Wer eine Papierausgabe kostenlos erhalten will, sollte eine eMail mit seiner Postadresse an diese Adresse dosch@doschcreativeguide.com senden. Ich kenne Firmenchef Sebastian Dosch seit langem und er macht einen hervorragenden Job. Die DOSCH DESIGN Kommunikationsagentur GmbH bietet unter einem Dach seit 1995 ein umfangreiches Leistungsspektrum im Bereich der „Visuellen Kommunikation“ – spezialisiert auf die Bereiche Industrie-Design, Marketing, 3D-Design und 3D-Visualisierung.

Auch auf Seiten der Industrie tut sich was. Maxon als deutscher Hersteller der 3D-Software Cinema 4D stellt sich weiterhin wacker der Herausforderung des US-Herstellers Autodesk. Autodesk selbst hat wieder gemerkt, wie wichtig der deutsche Markt ist und mit Christoph Sahner endlich wieder einen Pressesprecher für DACH eingestellt, nachdem die Amerikaner immer nur Personal abgebaut haben. Der deutsche Markt lässt sich nicht von GB aus steuern. Aber zurück zu Maxon. Kurz nach Ankündigung der neuesten Cinema 4D-Version mit Funktionen wie Sculpting, Kamera-Matching und NUKE-Anbindung, kündigt Maxon auch die weltweite Verfügbarkeit dieses Release für Studenten an. Die im Sommer bereits in einigen ausgewählten Ländern gestartete Ausbildungs-Offensive geht damit in die nächste Runde. „Studierende der verschiedensten Fachbereiche profitieren von unserer kostenlosen Studentenversion“, sagte mir Harald Egel, Mitgründer und CEO bei Maxon. „Wir freuen uns, nun erstmals Studenten weltweit die Möglichkeit geben zu können, mit Cinema 4D kostenlos in die 3D-Welt einzusteigen und ihre kreativen Arbeiten auf den nächsten Level zu bringen.“

Der Funktionsumfang der Studentenversion unterscheidet sich dabei nur marginal von dem Paket, mit dem Profis weltweit Highend-Produktionen abwickeln. Studenten erhalten eine Spezialversion von Cinema4D R14 Studio, mit sämtlichen Features wie physikalischer Render-Engine, Hair, MoGraph, Sketch and Toon, Werkzeugen zur Charakteranimation und Bibliotheken mit Objekten und Materialien. Wer die Software erlernen will, dem empfehle ich ausdrücklich das Buch von Arndt von Koenigsmarck. Ich habe darüber ausführlich geschrieben.

Ein weiteres Merkmal für den Erfolg von 3D ist das Aufkommen von neuen Lehr- und Studiengängen. Etabliert haben sich u.a. die hervorragenden Ausbildungen in Ludwigsburg und Konrad Wolf in Berlin. Auch die SAE bietet eine gute Ausbildung in diesem Bereich. Fortbildungen gibt es u.a. bei Meilenstein digital und vielen mehr. Neu ist beispielsweise die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD). Hier stattet man einen berufsbegleitenden Fernlehrgang „3D-Designer/in“. Animation, Simulation, Manipulation

Im Fokus des Lehrgangs steht das praxisnahe Arbeiten mit Maya. Hier lernen die Kursteilnehmer zunächst die Grundlagen sowie Funktionen der Software kennen. Im weiteren Kursverlauf eignen sich die Teilnehmer beispielsweise auch Wissen zu den Instrumenten des Modellings, zur Rendering-Methode oder den Script-Sprachen an. Anhand zahlreicher praktischer Übungen erproben und vertiefen sie die Techniken der Textur- und Shader-Erzeugung sowie die richtige Anwendung der Animationswerkzeuge. „Nach Lehrgangsende beherrschen die Teilnehmer das kreative Arbeiten mit Autodesk Maya, erwecken virtuelle Welten zum Leben oder setzen Produkte unterschiedlichster Unternehmen effektvoll und innovativ in Szene“, so die Studiengemeinschaft Darmstadt. Das möchte ich zwar ausdrücklich bezweifeln, dass die Anwender nach dem 14monatigen Fernlehrgang Maya beherrschen, aber es ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.

Das sind alles kleine Mosaiksteinchen, die aber ein großes Ganzes ergeben. Es macht Spaß mit dieser kommenden Boombranche zu arbeiten. Es geht voran.

Auf zur FMX

2. Mai 2011

Wer im 3D-Bereich in Deutschland unterwegs ist, trifft sich neben zahlreichen Hersteller-Roadshows auf mindestens zwei deutschen Veranstaltungen: Einmal die FMX in Stuttgart und einmal auf dem animago in Babelsberg.

Morgen beginnt die FMX, die 16th Conference on Animation, Effects, Games and Interactive Media, wie sie so schön heißt. Unsere Branche pilgert nach Stuttgart, um sich von internationalen Größen inspirieren zu lassen. Für mich ist es allerdings auch immer etwas frustrierend, wenn irgendein Technical Director aus Hollywood meint, zu diesem oder jenem Problem haben wir 50 Programmierer angesetzt und schon war das Problem gelöst. Diese 50 Programmierer für eine Lösung sind in unseren Landen eher eine Seltenheit. Dennoch möchte ich das Flair und die kreative Power der FMX nicht missen. Wir sehen uns auf der FMX zum Austausch. Ich freu mich. Ich bin für den Dosch Career Guide und Video2Brain unterwegs.

Neben einer spannenden Games-Reihe mit den Schwerpunkten Transmedia und 3D Stereo zählt eine exklusive VFX-Präsentation von Volker Engel zu den jüngsten bestätigten Konferenzbeiträgen. Engel gewährt den FMX-Besuchern bereits fünf Monate vor dem Kinostart Einblicke in den neuen Roland Emmerich-Film „Anonymous“. Dayne Cohen erläutert in seinem Vortrag die visuellen Effekte zum vierfachen Oscar-Gewinner „The King’s Speech“, Saschka Unseld präsentiert Pixars neuesten Geniestreich „Cars 2“ und Philippe Denis von DreamWorks Animation berichtet auf der FMX über die Arbeit am Film „Megamind“.

Ich habe hier mal die Schwerpunkte der FMX zusammengestellt:

Games – Schwerpunkt I: Interaktives Entertainment und transmediale Konvergenz

Games und interaktives Entertainment sind aus der rasant wachsenden Unterhaltungsindustrie heute nicht mehr wegzudenken. Dabei steigt auch die Erwartungshaltung der Nutzer, die Videospiele auf jeder Plattform und auf jedem Screen erleben möchten. Für die Games-Entwickler bedeutet dies, bei der Produktion ein Höchstmaß an transmedialer Konvergenz sicherzustellen. Diese und weitere Herausforderungen werden im AIAS Transmedia Track diskutiert: Zu den Referenten zählt Boyd Multerer von Microsoft, der die enormen Veränderungen erläutert, vor der die Branche auch im Hinblick auf neue Entertainmentformen und die zunehmend bedeutenderen Social Games steht.

Joseph Olin von der Academy of Interactive Arts & Sciences skizziert im AIAS Visual Arts Track den Status Quo der Gamesbranche und wagt einen interessanten Ausblick auf die Entwicklung der nächsten Jahre. Zu den weiteren Highlights der Reihe zählt der Vortrag „Building the Top 3D First-Person Shooter on Facebook“ von Benjamin Joffe (Cmune), der erläutert, wie 3D-Technologie und Echtzeit das Genre auf ein völlig neues Level befördern. TJ Galda (Electronic Arts) diskutiert, wie Games den Spieler für sich vereinnahmen können, und zeigt am Beispiel „Fight Night Champion“, dass eine Kombination aus Filmkunst und Real-Time-Rendering in einem spannenden Sports Game münden kann. Dabei erklärt Galda auch, wie Animation, Lighting, Rendering und Compositing bei der Designentwicklung des Spiels in Einklang gebracht wurden.

 Games – Schwerpunkt II: 3D Stereo

Die Entwicklung von stereoskopischen 3D-Spielen befindet sich noch in den Kinderschuhen – doch schon zum jetzigen Zeitpunkt ist gewiss, dass 3D Stereo nach der Filmindustrie auch die Gamesbranche nachhaltig verändern wird. Im Rahmen der „Stereoscopic Games“-Reihe diskutieren Experten die Herausforderungen und Schwierigkeiten, vor denen die Spiele-Entwickler zum jetzigen Zeitpunkt auch im Hinblick auf Virtual Reality-Games stehen.

Sebastien Schertenleib (Sony Computer Entertainment Europe Limited) erklärt, wie 3D-Spiele für Sonys Playstation 3 technisch realisiert werden können. Schertenleib zeigt Hardware- und Softwareperspektiven auf und erläutert die Vorteile, die 3D Stereo-Games dem Nutzer bei der Anwendung bieten. Seine Präsentation stellt verschiedene Lösungsansätze vor und stützt sich dabei auf Fallstudien verschiedener 3D-Spiele.

Dr. Bill Kapralos (University of Ontario, Institute of Technology) diskutiert die Ergebnisse von „The U-Decide Initiative“: Die bislang größte Studie auf diesem Gebiet untersuchte in diesem Jahr die Frage, was sich traditionelle 2D- und bereits mit 3D-Technologie in Kontakt gekommene Spieler von zukünftigen 3D Stereo-Games wünschen und mit welchen Erwartungen sie der neuen Technologie entgegentreten.

 Volker Engel präsentiert: „Anonymous“

Schon knapp fünf Monate vor dem weltweiten Kinostart am 30. September 2011 präsentiert der oscarprämierte Visual Effects Supervisor und Producer Volker Engel, Präsident von Uncharted Territory LLC, den FMX-Besuchern exklusiv die visuellen Effekte des neuen Roland Emmerich-Films „Anonymous“. Der Film spielt im London des 16. Jahrhunderts und basiert auf der Annahme, dass Edward de Vere, Earl of Oxford, der wahre Autor der Theaterstücke von William Shakespeare ist. Mit über 300 Visual Effect Shots kreierten Engel und sein Partner Marc Weigert ein detailgetreues virtuelles London, das so noch nie zuvor ein Publikum zu Gesicht bekommen hat. Die Effekte entstanden in den berühmten Babelsberger Filmstudios, in denen auch große Teile des Films gedreht wurden. Volker Engel und Marc Weigert traten für den Film zudem als ausführende Produzenten auf.

 Visual Effects in „The King’s Speech“

Dayne Cowan, Creative Director von Molinare VFX und Chair der UK Section der Visual Effects Society, diskutiert im Rahmen des VES-Reihe den vierfachen Oscar-Gewinner „The King’s Speech“. Obwohl die britische Produktion auf den ersten Blick nicht zu den Filmen zählt, die mit spektakulären Effekten aufwarten, war doch eine ganze Reihe von VFX Shots nötig, um „The King’s Speech“ zu realisieren. Cowan untersucht die „unsichtbaren“ Effekte des Films und erläutert dabei auch die Herausforderungen, die ein schmales Budget bei der VFX-Produktion mit sich bringt.

 Pixars „Toy Story 3“ und „Cars 2“

Saschka Unseld, Camera and Staging Artist bei Pixar, gewährt im Rahmen seiner Präsentation Einblicke in die tägliche Arbeit des erfolgreichen Animationsstudios. Anhand von Beispielen aus Pixars „Toy Story 3“ und dem brandneuen 3D-Film „Cars 2“, der in Deutschland Ende Juli in den Kinos startet, erläutert Unseld die Arbeitsabläufe bei Pixar im Hinblick auf Prä-Visualisierung, Staging und Cinematographie. Dabei untersucht er insbesondere das Layout und die Bedeutung des visuellen Erzählens vor dem Hintergrund des gesamten Produktionsprozesses.

 DreamWorks Animations „Megamind“

Philippe Denis, VFX Supervisor von DreamWorks Animation, stellt den FMX-Besuchern drei ausgewählte Sequenzen aus dem erfolgreichen Film „Megamind“ vor und diskutiert in seinem Vortrag den kreativen Entstehungsprozess des Films – beginnend bei der Pre-Production bis hin zur Fertigstellung. In seiner Präsentation erläutert Denis unter anderem das Lighting und die Entwicklung der Effekte und erklärt dabei sequenzenspezifisch die Herausforderungen, die DreamWorks bei der Produktion von „Megamind“ zu bewältigen hatte.

animago AWARD & CONFERENCE startet Donnerstag

24. Oktober 2010

Die zweitägige animago CONFERENCE, zu der mehr als 700 Teilnehmer erwartet werden, startet diesen Donnerstag, 28. Oktober, im Babelsberger fx.Center mit hochkarätige Experten der VFX-, 3D- und Visualisierungsbranche, darunter Top-Keynoter wie Bernhard Haux (Pixar Animation Studios; „Findet Nemo“, „Toy Story“) und Florian Witzel (Industrial, Light & Magic ILM), der Trickschmiede von Star Wars-Schöpfer George Lucas. Im Rahmen der Konferenz wird bei einer festlichen Galaveranstaltung am Donnerstagabend (28.10.2010) der animago AWARD, die wichtigste Auszeichnung der Digital Content Creation Branche, in elf Kategorien vergeben. Bis Montag gibt es noch Tickets online, dann an der Tageskasse.

animago AWARD am Donnerstagabend, 28. Oktober

In elf Kategorien werden am Donnerstag die animago AWARDs 2010 verliehen. Der animago AWARD ist der wichtigste Preis für 3D, Visual Effects (VFX) & Interactive und wird in diesem Jahr zum 14. Mal vom Fachmagazin DIGITAL PRODUCTION verliehen. Eine Fachjury wählte aus rund 900 internationalen Einsendungen fünf Beiträge pro Kategorie.

Die Kategorien: Beste Postproduktion, Beste Werbeproduktion, Beste Visualisierung, Bestes Still, Bester Kurzfilm, Beste technische Realisierung, Beste Nachwuchsproduktion, Beste Mobil-Produktion, Beste interaktive Produktion, Bestes Game-Design, Sonderpreis der Jury.

animago CONFERENCE am 28. und 29. Oktober

Die animago CONFERENCE ist die wichtigste Kommunikations- und Networkingplattform für die internationale und nationale Creative-Community der Digital Content Creation-Branche: In hochkarätig besetzten Panel, Workshops und Vorträgen geht es in diesem Jahr schwerpunktmäßig um 3D-Visualisierung, Animation, Games, Postproduktion und Film. Renommierte internationale und nationale Experten werden bei der Konferenz erwartet: Die Automotive-Visualisierer Armin Pohl (MACKEVISION Medien Design) und Cornelia Denk (RTT), der weltweite Experte rund um digitales Wasser im Film Thomas Zauner (ScanlineVFX), Jan Stoltz (TRIXTER FILM) sowie die Postproduktionsexperten Alex Schillinsky (Liga01 Computerfilm), Holger Schaal (Effekt-Etage), Tyler Kehl und Olaf Skrzipczyk (exozet effects), Sven Pannicke und Simon Ohler (rise|FX) und viele mehr.

„They Will Come to Town” siegt bei Visual Effects Society

9. April 2010
Es ist schön zu sehen, dass man nicht falsch liegt. Nachdem der Kurzfilm „They Will Come to Town” von Thilo Ewers beim animago AWARD super abgeschnitten hat, erhielt der Streifen jetzt einen begehrten VES Award der renommierten Visual Effects Society in LA. Damit ist Ewers in prominenter Runde: Zu den weiteren Preisträgern zählten Oscar-Gewinner James Cameron , der den VES Lifetime Achievement Award erhielt, und   Ed Catmull, Präsident der Walt Disney und Pixar Animation Studios, der den George Méliès Award für Pionierarbeit erhielt.
Ewers begann sein preisgekröntes Projekt, bei dem er sich von einem Foto der Brooklyn Bridge inspirieren ließ, indem er der Aufnahme mithilfe einiger Schattierungen eine größere Tiefenwirkung verlieh. Dabei wollte er es aber nicht belassen, da er die Absicht verfolgte, eine tiefgründigere Botschaft zu verbreiten. Mithilfe der Software Autodesk Maya für 3D-Modellierung, Animation, visuelle Effekte und Compositing machte sich Ewers an die Arbeit und gestaltete ein Projekt mit größerem Tiefgang rund um die Themen Umwelt und globale Erwärmung. Ewers lernte von einem Kommilitonen, wie Maya in der Praxis eingesetzt wird, während er an seinem Projekt weiterarbeitete. Ewers absolvierte ein Studium an der Filmakademie im baden-württembergischen Ludwigsburg (Deutschland) und arbeitet mittlerweile bei Pixomondo in Santa Monica iin Kalifornien.
Die Visual Effects Society ist eine professionelle Gruppierung, die aus ehrenamtlichen Mitgliedern besteht und sich dem Ziel verschrieben hat, die Künste, die Wissenschaften und die praktische Anwendung visueller Effekte zu fördern und dabei die höchsten Standards und Verfahrensweisen der Visual-Effects-Branche aufrecht zu erhalten. Die VES ist die einzige offizielle Organisation der Unterhaltungsbranche, die Fachleute aus dem erweiterten Kreis des Visual-Effects-Bereichs, darunter künstlerische Leiter, Künstler, Produzenten, Entwickler von Technologien, Ausbilder sowie Führungskräfte aus Produktionsstudios, als Berufsgruppe vertritt.
„Diese Auszeichnung ist eine riesige Ehre“, sagte Ewers. „Die Umsetzung dieses Projekts bot mir die Möglichkeit, meine Fähigkeiten zu verbessern und dabei zu lernen, wertvolle technologische Neuerungen zielgerichtet einzusetzen. Gleichzeitig konnte ich die Filmproduktion aus nächster Nähe erleben. Bei meinem weiteren beruflichen Werdegang werde ich mich dem Ziel verschreiben, Filme zu produzieren, die nicht nur technologische Grenzen überschreiten, sondern auch eine tiefere Bedeutung haben. Ich wünsche mir, dass die Filme, an denen ich arbeite, eine besondere Wirkung auf den Zuschauer haben, um sie auf diese Weise inspirieren zu können.”
Stolz ist aber auch Autodesk, mit deren zugekaufter Software Maya das Projekt gestaltet wurde. Im Rahmen seiner Bemühungen, Studenten zu inspirieren und mit den nötigen Hilfsmitteln auszustatten, um bei der Realisierung von Filmprojekten ihre selbst gesteckten Ziele sogar übertreffen zu können, trat Autodesk als Sponsor in der Kategorie „Hervorragende visuelle Effekte in einem Studentenprojekt“ der zweiten jährlichen Preisverleihung der Visual Effects Society auf. Autodesk agierte als Sponsor dieses jährlichen Wettbewerbs, um Studenten mit der passenden Software auszustatten und ihnen die nötige praktische Erfahrung zu bieten, damit ihre weitere Laufbahn auch tatsächlich von Erfolg gekrönt ist.
Mal sehen, ob Autodesk beim diesjährigen animago AWARD als Sponsor wieder mit dabei ist. Im vergangenen Jahr war unter anderem Maxon mit Cinema 4D einer der Sponsoren des wichtigsten europäischen Animationspreises.
Autodesk bietet Studenten und Bildungseinrichtungen die nötigen Hilfsmittel und Ressourcen für eine fachliche Ausbildung und eine umfassende Vorbereitung auf ihre weitere berufliche Laufbahn. Autodesks Online Education Community, die aus mehr als einer Million Mitgliedern besteht, bietet Studenten und Professoren Zugang zu kostenloser Software, Autodesk MasterClasses und Ressourcen. Darüber hinaus existiert ein Lizenzprogramm für Studenten, an dem auch Ewers teilnahm und so seine eigene Version von Maya erhielt.

Starker animago AWARD 2010 dient der ganzen Branche

2. März 2010

Startschuss frei für den animago AWARD 2010

Der Startschuss zum 14. animago AWARD ist gefallen. Bis 30. Juni können Artists aus der ganzen Welt ihre Arbeiten beim wichtigsten europäischen 2D/3D-Wettbewerb einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird keine Startgebühr erhoben. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der DIGITAL PRODUCTION. Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt über die animago-Website.
In welcher Form ich animago AWARD & CONFERENCE 2010 betreue ist noch ungewiss. Ich bin zum Ende Februar als Chefredakteur der DP ausgeschieden und widme mich mehr meiner Familie und ein paar privaten Projekten. Aber so wie es aussieht, werde ich die Conference beim animago auf die Beine stellen und die Abendveranstaltung in Babelsberg am 28. Oktober moderieren. Jetzt sorge ich dafür, dass wir genügend Beiträge für den animago AWARD zusammenbekommen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr als 1.000 internationale Einsendungen aus Europa und dem Rest der Welt zum animago AWARD erhalten. Denn Eines ist klar: Der animago ist der Preis von der Branche, für die Branche. Wer an diesem Wettbewerb teilnimmt und seinen Beitrag einsendet, beweist, wie sehr ihm die Branche am Herzen liegt.
Der animago wird auch dieses Jahr wieder unsere aufstrebende Wirtschaftsbranche widerspiegeln. 2009 hatten wir für diese super Veranstaltung einen super Auftakt in Babelsberg und 2010 werden wir noch einen Zahn zulegen.
Am Donnerstag, 28. Oktober 2010, wird der wichtigste Preis der europäischen Animationsbranche in der Filmstadt Potsdam/Babelsberg vergeben. Die Verleihung findet im Rahmen der animago CONFERENCE statt. Gefördert wird animago AWARD & CONFERENCE 2010 durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Deren Chefin Petra Müller meint auch: „Wir haben den animago nach Babelsberg geholt, weil er perfekt zur Produktionskompetenz Berlin-Brandenburgs passt. 2010 soll sich der animago weiter am Standort verankern und die Synergien von Film und Games, Animation und visuellen Effekten, Design und Technologie weiter ausbauen.“

Neue Marketingaktion für das Handwerk

18. Januar 2010
50 Millionen Euro (!) kostet wohl eine großangelegte Werbemaßnahme für das deutsche Handwerk, die vergangene Woche an den Start ging. Als erstes wurde ein Spot ausgestrahlt. Start war Samstag abend: Um 20.14 Uhr lief der neue Imagefilm in deutschen Privatsendern. In dieser Woche startet eine Langversion des Spots in den deutschen Kinos.
Die PR-Aktion ist auf fünf Jahre angelegt und wird von den Kollegen von Scholz and Friends aus Berlin abgewickelt, die auch recht gut daran verdienen. Auftraggeber ist der Deutsche Handwerkskammertag (DHKT), der Dachverband der 53 Handwerkskammern. Vorausgegangen war eine Umfrage des Forsa-Instituts über das Image des Handwerks in der Bevölkerung. 90 Prozent sehen die Handwerker als freundlich an, und 83 Prozent bescheinigen ihnen, sorgfältig zu arbeiten.
Im Stil eines Roland Emmerich-Films werden in dem Spot die unterschiedlichen Facetten des Handwerks gezeigt. Das Motto lautet „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan!“. Natürlich freut es mich, dass auch die Friseure als wichtige deutsche Arbeitsbranche in dem Film vorkommt.
Wie es heißt, sollen alle Kanäle des Marketings genutzt werden. In Fernseh- Radio- und Kinospots, auf Plakatwänden, in Zeitungsanzeigen und im Internet sollen in den kommenden fünf Jahren die Deutschen ein positiveres Bild vom Handwerk vermittelt bekommen. Handwerk ist voll geil. Auf jeden Fall ist der Spot bereits in YouTube angekommen. Die Machart des Spots ist einfach: Was würde passieren, wenn es kein Handwerk gebe? So lösen sich Brillen, Ringe, Instrumente auf, brechen Gebäude und Autos zusammen, Straßen reißen auf und die Klamotten fallen den Menschen von den Leibern. Irgendwann schaut eine Frau sogar in einen zerbrochenen Spiegel und rauft sich die Haare – das ist wohl die Anspielung auf den Friseur. Am nettesten finde ich die Szene als ein Mann aus der U-Bahn kommt und seine Mitmenschen wie Zombie durch die Apokalypse wandern.
Das Compositing und die VFX sind durchweg gut gemacht. Mal sehen, ob wir in der DIGITAL PRODUCTION mehr darüber berichten. Und vielleicht ist der Spot auch etwas für unseren animago AWARD.
Update (19-01-2010): Soeben habe ich erfahrenerfahren, dass die Ausstrahlung des TV-Spots ausgesetzt wird.  Grund sind Reaktionen aus der Öffentlichkeit, die einen Zusammenhang zwischen den Bildern des TV-Spots und dem Erdbeben in Haiti herstellen.

Medientage München: Neues Denken für Printverlage

3. November 2009

Jeff Jarvis bei seiner Keynote auf den Münchner Medientagen

Die Münchner Medientage sind vergangene Woche zu Ende gegangen. Leider konnte ich dieses Mal nicht dabei sein, denn ich hatte mit der animago AWARD & CONFERENCE eine eigene Veranstaltung zur gleichen Zeit in Babelsberg. Ich wäre gerne mit von der Partie gewesen, als Jeff Jarvis seine Keynote gehalten hat und den anwesenden Printvertretern den verbalen Stinkefinger gezeigt hat. Jarvis ist Medienberater, Blogger und Autor des Buches „Was würde Google tun?“ In seiner Rede ging er auf die Auswirkungen von Google und Co auf die Medienbranche ein und sagte den Verlegern und Journalisten voraus, dass sich ihr Denken ändern müsse.

Blogger Daniel Fienes hat die Rede von Jeff Jarvis mitgefilmt und auf seinen Blog gestellt. Dafür herzlichen Dank. Wenn man sich die 24 Minuten angeschaut und das mp3 angehört hat, stellt man fest: Print hat in dieser Form keine Zukunft. Alte Männer bewahren ein altes Medium und wollen sich nicht auf Neues einlassen. Ich glaube nicht, dass Paid Content, die alte und neue Wunderwaffe der Printverlage, funktionieren wird. Print und seine Vertreter sind noch in alten Denkstrukturen verhaftet. Ich weiß nicht, ob sie sich ändern können. Die Zeit wird über sie hinweg gehen.

Mein Kollege Thomas Gerlach erzählt immer eine schöne Geschichte: Alle alte Eislieferanten bekämpften das Aufkommen der Kühlschränke. Keine dieser Eislieferanten konnte sich auf die neue Zeit einstellen und selbst moderne Kühlschränke produzieren. Sie waren in ihrem Denken verhaftet. Alle dieser alten Eislieferanten sind vom Markt verschwunden. Irgendwie muss ich immer wieder daran denken, wenn ich auf den Medientage Vertreter der Zukunft begegne – und ich bin ja schließlich auch einer von ihnen. Auch ich muss mich ändern.

animago AWARD & CONFERENCE: Es kann beginnen

28. Oktober 2009

Trickster von Alexander Pohl ist für den animago nominiert

Im Moment bin ich schon etwas nervös. Morgen, Donnerstag 29. Oktober 2009, startet unsere erste animago CONFERENCE in der Filmstadt Babelsberg. Wer Lust hat an der Zukunft teilzunehmen, ist herzlich eingeladen. Karten gibt es an der Tageskasse. Mein Team von der DIGITAL PRODUCTION hat zusammen mit Freunden aus Berlin, vom örtlichen Autodesk-Händler Lichtblick 4D, eine fabelhafte Veranstaltung konzipiert. Gefördert wird der ganze Spaß durch das Medienboard Berlin Brandenburg.

Das Programm und die Referenten können sich sehen lassen: Paul Kanyuk verrät uns Hintergründe über die Crowd Simulation bei Pixar. Einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des neuen Emmerich-Blockbusters „2012“ versprechen auch die Vorträge von Thomas Zauner (Scanline) „2012. Der ultimative Weltuntergang“ und Mohsen Mousavi (Pixomondo) „Technical FX pipeline on 2012 & Advanced Crowd simulation pipeline“. Und das ist wirklich eine Wucht: Noch bevor der Film 2012 in die Kinos kommt, sprechen bei uns gleich zwei Kreative über ihre Arbeit und stellen die Trick vor. Das ist eine absolute Seltenheit und ich freu mich wirklich darauf.

Mit dabei ist auch Hanno Hagedorn (Naughty Dog) zum Spiel des Jahres „Making of Uncharted 2: Among Thieves“. Das Spiel wurde auf der Games Com zum Spiel der Messe gekürt und ich bin mal gespannt über die Grafik und wie die Macher Bits und Bytes geordnet haben.

Persönlich freut es mich sehr, Armin Pohl von Mackevision als Referenten (und als Sponsor) zu treffen und zu hören. Macke ist ein starkes Unternehmen, gute Ideen, gutes Konzept und wirklich engagierte Leute. Pohl spricht  über „Create with no limits! Will CGI take it all?“

Dies ist auch nur möglich geworden, weil wir starke Partner an der Seite haben: Avid, Maxon, eyeon, Mackevision, PNY, 3Dconnexion, ChaosGroup. DANKE für eure Hilfe.

Am Abend des ersten Konferenztages muss ich dann ran. Wir verliehen zum 13. Mal den animago AWARD, den wichtigsten Preis der Animationsbranche. 13 ist aber keine Unglückszahl. Wir haben 1000 Einsendungen aus 44 Ländern für die elf AWARDs bekommen. Wow, diese Tatsache kann sich sehen lassen und beweist, dass das Konzept des animago richtig ist. Ich darf rund zweieinhalb Stunden moderieren und die Gäste durch den Abend führen. Eine ungewohnte Rolle für mich, denn eigentlich bin ich eher hinter dem Schreibtisch als auf einer Bühne zu finden. Aber was solls. Ein Mitarbeiter meinte neulich: „Die Rampensau wird es schon machen.“ Ich sehe das Mal als Lob und Motivation.

Wir haben dieses Jahr mit dem neuen Standort Babelsberg am Konzept gefeilt. Wir wollten mehr Öffentlichkeit und ich denke, es ist uns gut gelungen. „Der Artist in der Postproduktion soll die Anerkennung bekommen, die er verdient.“ Die ersten Schritte sind gemacht, die Weichen sind gestellt. Wir haben Publikumsvotings eingeführt, bei denen Interessierte den Sieger mitbestimmen konnten. Eine Fachjury hat eine Vorauswahl getroffen und dann wurde abgestimmt. Diese Votings wurden hervorragend angenommen. Außerdem haben wir starke Medienpartner an der Seite, die in ihre Branche den animago AWARD getragen haben.

Alles in allem bin ich zufrieden. Natürlich sind viele Ideen auf der Strecke geblieben. Aber der Grundstein für eine erfolgreiche Veranstaltung in Babelsberg, der Wiege des deutschen Films, sind gelegt. Der animago ist dort angekommen, wohin er gehört.