Posts Tagged ‘Visualisierung’

Einsendestart zum animago AWARD 2018

18. April 2018

Obwohl ich schon lange nicht mehr unter Vertrag bin, mag ich den animago AWARD sehr. Es ist für mich einer der wichtigsten Preise aus dem Bereich Animation, visuelle Effekte, Visualisierung und Design. Vor Jahren war ich als Chefredakteur der DIGITAL PRODUCTION auch Projektleiter des animago AWARD und moderierte die Preisverleihung. 

Ich bin zwar nicht mehr in Verantwortung, habe aber noch viele Bekannte in der Branche und mag den Preis. Und jetzt gilt es wieder Beiträge für den animago AWARD 2018 einzureichen. Insgesamt zwölf Kategorien, die alle Disziplinen des CGI abbilden, sind ausgeschrieben. Die Teilnahme ist kostenfrei und bis 30. Juni 2018 möglich. Also, ihr Kreativen da draußen: Hintern hoch und Material einsenden.

Lang, lang ist es her als ich den animago AWARD moderierte.

Lang, lang ist es her als ich den animago AWARD moderierte.

Die Preisverleihung findet am 25. Oktober im Rahmen von animago AWARD & CONFERENCE (25./26. Oktober 2018) im Münchener Gasteig statt. Gleichzeitig sind die Medientage München und somit wird der Preis viele viele Medienmenschen erreichen. 

Die Kategorien

Unter den zwölf Kategorien, in denen das Fachmagazin DIGITAL PRODUCTION den animago AWARD ausgelobt hat, finden sich in diesem Jahr zwei neue Kategorien: Beste VR/AR/360°-Produktion  und Beste Kinoproduktion 

Beste VR/AR/360°-Produktion 

Es wird ein technisch herausragendes Projekt im Bereich Virtual Reality Experience, insbesondere mit Blick auf Interaktion, technischen Fortschritt und Innovation ausgezeichnet. Diesen Preis halte ich für sehr sehr wichtig. 

Beste Kinoproduktion 

Die Fachjury nominiert gemeinsam mit der Redaktion der DIGITAL PRODUCTION drei aktuelle und visuell ansprechende Kinoprojekte anhand von Gestaltung, Gesamteindruck und visueller Effekte. Der Preisträger wird via Public Voting ermittelt. 

Und die bewährten Kategorien: 

Beste Nachwuchs-Produktion (dotiert mit einem Preisgeld von 3.000 Euro durch die DIGITAL PRODUCTION) 

Bestes Still (Die Fachjury nominiert aus allen Still-Einsendungen drei Projekte, in einer öffentlichen Online-Abstimmung wird der Preisträger ermittelt). 

Beste Visual Effects 

Bester Kurzfilm 

Bester Charakter 

Bestes Game Cinematic 

Bestes Motion Design 

Beste Werbeproduktion 

Beste Visualisierung 

Sonderpreis der Jury 

Seit der Existenz des Wettbewerbs hat eine unabhängige Jury aus Experten der Bereiche Film, Entwicklung, Industrie und Postproduktion rund 24.000 Werke, eingesandt von Digital Artists aus fast 90 verschiedenen Nationen, gesichtet und bewertet. 

Also auf gehts und mitmachen. 

Blog-Geburtstag: 5 Jahre redaktion42.com

20. Juli 2013

Mein Blog redaktion42.com feiert heute seinen 5. Geburtstag. Es freut mich wirklich, wie sehr dieses Experiment gewachsen ist und welche Erfolge es zu verzeichnen hat. Ich habe sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen. Fünf Jahre harte Arbeit, die mir aber als Betreiber Spaß gemacht haben und es immer noch tut.

geburtstag

Wie kam es zu diesem Blog? Ich gebe ja seit mehreren Jahren recht erfolgreich Seminare, unter anderem auch zum Thema Web 2.0. Dort zeige ich, wie sich die Welt verändert. Mit meinem Freund und Kollegen Thomas Gerlach saß ich vor fünf Jahren zusammen und wir kamen auch auf das Thema Blogosphäre zu sprechen. Uns war klar, dass wir nicht über Blogs referieren können, ohne wirklich dabei zu sein. Es gibt schon genügend Schwätzer, die über Sachen abstrakt philosophieren, ohne es zu praktizieren.

Also – gesagt, getan. Wir beide gingen ans Bloggen. Als Basis wählte wir die kostenlose Online-Version von WordPress. Doch was sollte der Inhalt sein? Wir beide verfolgten unterschiedliche Konzepte. Während der Kollege Gerlach zweimal die Woche zu speziellen Themen aus der Medien- und Internetbranche schreibt, versuche ich jeden Tag einen bunten Blogpost zu schreiben. Während seine Zielgruppe spitz und elitär ist, sollte mein Blog breit aufgestellt sein, er sollte vor allem Spaß machen. Daher wählte ich als Untertitel auch: Der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Wie ursprünglich Blog als grass-roots movement schreibe ich eine Art Tagebuch: Ich schreibe über die Dinge, die mich bewegen, die mir auffallen, die ich erfahre. Nach fünf Jahren können wir feststellen: Mein Blog ist der erfolgreichere, hat eine deutlich höhere Reichweite. Es stellt sich heraus, dass sich die User gerne mit den alltäglichen Dingen im Netz beschäftigen und da sind sie bei mir an der richtigen Adresse.

Als gelernter Tageszeitungsjournalist, späterer Pressesprecher und anschließend Textchef und Chefredakteur mehrerer IT-Zeitschriften habe ich vor dem Schreiben keine Angst. Schreiben ist Passion und manches Mal auch ein reinigender Prozess. Aber ich musste auch feststellen, das Schreiben für einen Blog etwas anderes ist, als Schreiben für Papier. Ich liebe es für meine Leser zu schreiben. Aber: Ich will nicht über SEO-Maßnahmen philosophieren, aber natürlich ist Google einer meiner Hauptleser. Kurz und gut: ich musste meine Scheibe ändern und zwar komplett.

Das beginnt ganz einfach mit den Überschriften. Ich beherzige hier einfach mal die Tarzan Regel der Mainpost. Die Regel besagt: wenn der Text über Tarzan geht, muss Tarzan in die Überschrift. Als Printjournalist war ich es gewohnt, blumige Überschriften zu schreiben, die den Leser neugierig machen. Als Onliner, der auch für Google schreibt, muss ich klar schreiben, um was es in dem Post geht. Jeden Tag muss ich also die Gretchenfrage stellen. Schreibe ich schöne Texte für Menschen oder schreibe ich schöne Texte, die von Google gefunden werden? Am Ende ist das Leben wie immer ein Kompromiss.

Dann musste ich lernen, verstärkt auf visuelle Elemente zu setzen: also Bilder und vor allem Videos. Ging früher im Blogpost ohne Bild online, so sollte heute mindestens ein Bild und ab und zu ein Video dabei sein. Visuelle Elemente erhöhen die Aufmerksamkeit beim User und dann wird der Text auch gelesen. Zudem wurde der Blog über Facebook, Twitter, Xing, Linkedin und YouTube sowie Pinterest beworben, um die Reichweite zu steigern.

Und was sie auch lernen musste ist die Personalisierung. Waren die Texte zunächst klassisch journalistisch geschrieben, wandelte sich die Sprache im Laufe der Zeit. Während es im klassischen Journalismus eine absolute Trennung der journalistischen Darstellungsformen gibt (zumindest in der Theorie), vermischt sich in meinem Blog die berichtende und kommentierende Form. Viele meiner Artikel enthalten heute eine klare Meinung von mir.

Diese Personalisierung spiegelt sich auch im Layout des Blogs wider. Hatte ich als Hauptbild früher ein nettes Foto von der GC aus Leipzig, wechselte ich es durch einen Porträtbild von mir aus. Und siehe da, die Zugriffszahlen und die Interaktion, sprich die Kommentare, stiegen. Wenn ich heute auf Veranstaltungen gehe, erkennen mich so manche Besucher. Das beste Beispiel war die re:publica dieses Jahr in Berlin. Als Journalist früher konnte ich unerkannt Veranstaltungen besuchen – das ist durch meinen Blog heute vorbei.

Viele Menschen wurden auf mich durch meinen Blog aufmerksam. Ich habe viele Kommentare, viel Feedback und viel Anregungen bekommen. Und ich habe auch so manche Freundschaft geschlossen, Dafür ganz, ganz herzlichen Dank. Aber ich habe auch richtig viel Ärger bekommen. So mancher Leser, so mancher Firma waren überhaupt nicht einverstanden mit meiner Meinung. Damit muss ich wohl auch leben.

Danke für die Treue und auf geht‘s zu den nächsten fünf Jahren. Die Welt ändert sich und ich will dabei sein.

Virtueller OP-Saal

1. Februar 2013

3D durchdringt alle Lebensbereiche. Im Bereich Architektur ist 3D-Software extrem erfolgreich. Immer mehr Architekten werden – nicht zuletzt auf Druck der Software-Industrie – in Richtung 3D gedrängt. Visualisierung ist bei Bauten wie Hotels oder größeren Gebäuden inzwischen Standard. Bauherren müssen schließlich den Kunden die Idee verkaufen. Jetzt geht es weiter in Richtung Stereo 3D. Diese Technik zieht auch in die KrankenhausPlanung ein.

Bisher verwendete ich die hervorragenden 3D-Sets, die ich von Dosch Design aus dem Medizinbereich einsetze. Das Produkt Dosch 3D Medical Rooms enthält zehn 3D-Szenen von medizinischen Räumen. Ideal zur Visualisierung von medizinischen Geräten. Das Produkt DOSCH 3D: Medical Equipment enthält 90 sehr detaillierte und voll texturierte 3D-Modelle von typischen Gegenständen, welche in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeanstalten zur Grundausstattung gehören.

Medica Rooms von Dosch Design

Medica Rooms von Dosch Design

Jetzt gehen wir in den virtuellen Raum. Vor kurzem entdeckte ein Tool von Visenso. Auf Basis seiner Software COVISE hat das Stuttgarter Visualisierungs- und Virtual Reality-Unternehmen Visenso ein Werkzeug für den Vertrieb und die Projektierung des Tuttlinger Medizintechnikunternehmens KLS Martin erstellt. Mit dem 3D-Simulationstool können ganze OP-Säle einfach, realitätsnah und damit bedarfsgerecht in einer interaktiven, virtuellen Umgebung geplant werden.

Das Produktportfolio des führenden Medizintechnikunternehmens reicht von der Herstellung chirurgischer Instrumente und Implantate über die Lieferung von Komponenten für OP-Säle bis hin zur Realisierung vollständiger OP-Lösungen. Um das komplexe Angebot in seiner ganzen Bandbreite unterhaltsam präsentieren zu können, wurden für eine Medizinmesse die sechs Produktlinien von KLS Martin unter dem Oberbegriff „marWorld“ in einem Stereo-3D-Film visualisiert. Mit 3D-Stereo Brillen und Stereo-TV Bildschirm konnten die Besucher in einer Art Tunnelflug durch die Entwicklungsschritte „Design“, „Planung“ und „Implementierung“ reisen. Den Endpunkt der Reise bildete ein fotorealistischer OP-Raum – ausgestattet mit Geräten von KLS Martin.

Der virtuelle OP-Raum von Visenso.

Der virtuelle OP-Raum von Visenso.

Motiviert durch den großen Messeerfolg des 3D-Stereo-Films wurde jetzt durch Visenso eine Anwendung zur Unterstützung des KLS Martin-Vertriebsteams beim Kunden vor Ort, d.h. bei der Planung und Ausstattung von OP-Sälen, entwickelt. Ziel ist es, dem Kunden eine realitätsnahe Vorstellung zu geben, wie der spätere OP-Raum – ausgestattet mit KLS Martin Produkten – aussehen könnte.

Mit Hilfe der 3D-Basisanwendung kann ein Raum interaktiv befüllt werden. Dazu stehen z.B. OP-Leuchten und Deckenversorgungseinheiten (DVE) aus der Produktpalette von KLS Martin sowie allgemeine Objekte, wie OP-Tisch, Fenster, Türen, Personal usw., zur Verfügung. Die Leuchten und DVEs lassen sich mit Hilfe von Interaktionsmechanismen an allen Gelenken bewegen. So kann dem Kunden u.a. demonstriert werden, wie er Leuchten und Monitore ausrichten kann, und wie weit die DVEs reichen. Darüber hinaus lassen sich die Arbeitsradien der Leuchten und DVEs einblenden und beliebige Abstände messen. Die gesamte 3D-Szene kann auch aus dem Blickwinkel des Personals betrachtet werden. Am Ende der Präsentation erhält der Kunde Bilder oder Videos des geplanten OP-Raums als Entscheidungsgrundlage. Immersive Visualisierungen auf 3D-fähigen Plattformen wie CAVE, Powerwall, Stereo-TV sind ebenfalls möglich.

„Beim Verkauf und der Planung komplexer Lösungen, wie beispielsweise einem OP-Saal, bietet der Einsatz der VR-Technologie einen großen Mehrwert. Entscheidungen können schneller und vor allem auch sicherer getroffen werden“, ist Florian Stritzel, Leiter Produktmanagement Modulare OP-Systeme von KLS Martin, überzeugt.

Mit Hilfe der 3D-Basisanwendung kann ein Raum interaktiv befüllt werden.

Mit Hilfe der 3D-Basisanwendung kann ein Raum interaktiv befüllt werden.

RTT sucht 3D-Visionäre

29. Januar 2011

Wer im 3D-Bereich arbeitet, der weiß genau, wie wichtig Wettbewerbe sind. Seit Jahren arbeite ich für den animago AWARD. Wer unter den Sieger gehört, der hat optimale Chancen am Markt. Jetzt kam mir ein interessanter Wettbewerb von RTT auf den Tisch.

Fortschritt und technologische Innovation im Bereich 3D Highend Visualisierung stehen bei dem Münchner Visualisierungsexperten RTT an erster Stelle, wenn es um die Ausschreibung der alljährlichen Studentenwettbewerbe geht: „Wie sieht die Welt im Jahr 2020 aus?“ Mit dieser Frage wendet sich RTT mit den RTT Emerging Technology und RTT Funky Visualization Contests an die „Spezialisten von morgen“. In diesem Jahr wird eine Fach-Jury bestehend aus Mitgliedern wie dem Computergrafik-Spezialisten Paul Debevec, dem CEO von NVIDIA Jen-Hsun Huang oder der Senior Designerin Nancy Holman von Tesla Motors, die besten und innovativsten Ideen und Kreativkonzepte auszeichnen. Neben Preisen winkt den Gewinnern außerdem die Chance, ihre Projekte vor einem internationalen Fachpublikum auf der RTT Excite im Mai diesen Jahres vorzustellen.

Der RTT Emerging Technology Contest ist seit 2005 fester Bestandteil des RTT Hochschulprogramms und steht in diesem Jahr ganz im Zeichen von „Human Environments“ und der Herausforderung, wie wir mit unserer Umwelt und den alltäglichen Bedarfsgütern in der Zukunft interagieren werden. Der RTT Funky Visualization Contest fordert die Vorstellungskraft der Wettbewerbsteilnehmer in 2011 zum zweiten Mal in Folge heraus. Unter dem Motto „Advanced Motion“ sollen futuristische Produkte und Gebrauchsgegenstände in 2D bzw. 3D in Szene gesetzt werden.

Beide Wettbewerbe richten sich an Hochschulen, Forschungsteams und Studierende weltweit. Der Einsendeschluss ist jeweils der 15. April 2011. Die Preise werden von RTTs Kooperationspartnern ausgelobt: zwei NVIDIA Quadro 6000 Grafikkarten erwarten die Prämierten des RTT Emerging Technology Contest 2011. Die Gewinner des RTT Funky Visualization Contest 2011 erhalten zwei Intuos 4M Tablet PCs von Wacom. Darüber hinaus sind die Gewinnerteams eingeladen, ihre Visionen auf der internationalen Fachtagung RTT Excite 2011 den führenden Köpfen der Branche zu präsentieren.

Starker animago AWARD 2010 dient der ganzen Branche

2. März 2010

Startschuss frei für den animago AWARD 2010

Der Startschuss zum 14. animago AWARD ist gefallen. Bis 30. Juni können Artists aus der ganzen Welt ihre Arbeiten beim wichtigsten europäischen 2D/3D-Wettbewerb einreichen. Die Teilnahme ist kostenlos. Es wird keine Startgebühr erhoben. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der DIGITAL PRODUCTION. Die Anmeldung zum Wettbewerb erfolgt über die animago-Website.
In welcher Form ich animago AWARD & CONFERENCE 2010 betreue ist noch ungewiss. Ich bin zum Ende Februar als Chefredakteur der DP ausgeschieden und widme mich mehr meiner Familie und ein paar privaten Projekten. Aber so wie es aussieht, werde ich die Conference beim animago auf die Beine stellen und die Abendveranstaltung in Babelsberg am 28. Oktober moderieren. Jetzt sorge ich dafür, dass wir genügend Beiträge für den animago AWARD zusammenbekommen.
Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr als 1.000 internationale Einsendungen aus Europa und dem Rest der Welt zum animago AWARD erhalten. Denn Eines ist klar: Der animago ist der Preis von der Branche, für die Branche. Wer an diesem Wettbewerb teilnimmt und seinen Beitrag einsendet, beweist, wie sehr ihm die Branche am Herzen liegt.
Der animago wird auch dieses Jahr wieder unsere aufstrebende Wirtschaftsbranche widerspiegeln. 2009 hatten wir für diese super Veranstaltung einen super Auftakt in Babelsberg und 2010 werden wir noch einen Zahn zulegen.
Am Donnerstag, 28. Oktober 2010, wird der wichtigste Preis der europäischen Animationsbranche in der Filmstadt Potsdam/Babelsberg vergeben. Die Verleihung findet im Rahmen der animago CONFERENCE statt. Gefördert wird animago AWARD & CONFERENCE 2010 durch das Medienboard Berlin-Brandenburg. Deren Chefin Petra Müller meint auch: „Wir haben den animago nach Babelsberg geholt, weil er perfekt zur Produktionskompetenz Berlin-Brandenburgs passt. 2010 soll sich der animago weiter am Standort verankern und die Synergien von Film und Games, Animation und visuellen Effekten, Design und Technologie weiter ausbauen.“

Heiße Phase zum animago

9. Oktober 2009

Seit Wochen arbeitet mein Team und ich fieberhaft auf ein Event hin: die animago AWARD & CONFERENCE. Am 29. und 30. Oktober wird in der Filmstadt Babelsberg der wichtigste europäische Animationspreis verliehen. Dazu gibt es ein fettes Programm mit allerlei Stars aus der Postproduktions- und Visualisierungsbranche. Sogar Pixar hat sich angesagt. Crowd-Simulation-Spezialist Paul Kanyuk komplettiert die Liste der Top-Referenten bei der animago CONFERENCE in der Filmstadt Potsdam/Babelsberg. In seinem Vortrag wird er sich auf die technologische Weiterentwicklung und die richtige Produktions-Pipieline in Sachen Crowd Simulation beim Animationsfilm konzentrieren. Von „Ratatouille“ über „Wall-E“ bis hin zum neuesten Werk „UP“ – im Anschluss werden die CONFERENCE-Besucher wissen, wie die Horden an Pixars Ratten, Roboter und Rottweiler zum Leben erweckt werden.

Persönlich gespannt bin ich auf einen Vortrag von Philip Weiss von metricminds: Er berichtet über neue Wege der Gesichtsanimation. Die Embody-Technolgie des US-Entwicklers CaptiveMotion beschreitet neue Wege beim motion capture. Was ich bisher gesehen habe, ist echt fett.

Bisher hat motion capture im Gesicht die gleiche Technologie benutzt, wie das optische motion capture für den Körper: Reflektierende Marker werden von mehreren Seiten aufgenommen und danach wird ihre Position errechnet. Hier gelten die gleichen Regeln der Physik wie im „großen“ MoCap-Studio. Die Marker müssen rund sein, damit das Licht sauber nach allen Richtungen zurückreflektiert werden kann. Die Kugelform ist außerdem wichtig, damit ihr Mittelpunkt gut von allen Perspektiven bestimmt werden kann, um die Genauigkeit zu gewährleisten. Der Prozess ist also nicht ganz unkompliziert und erfordert kleine Kügelchen auf dem Gesicht. Diese Kugelmarker haben zudem die Eigenschaft, dass sie sich nicht nur mit dem Gesicht bewegen, sondern aufgrund ihrer Aufhängung auch Eigenbewegungen und Zittern entwickeln. In der späteren Animation bewirken diese Bewegungen einen gummiartigen Effekt, der nicht unbedingt erwünscht ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Marker leicht abfallen und ihre Reflektionskraft nachlässt, wenn sie schmutzig werden, oder mit Schweiß in Berührung kommen.

Das Embody Verfahren benutzt flache Marker, also Folienkreise, die auf das Gesicht aufgetragen werden. Diese werden strategisch positioniert, um eine gute Animierbarkeit der Daten zu gewährleisten. Momentan benutzt das Standard-Markerset etwa 1400 Marker. Diese werden dann, ähnlich wie beim herkömmlichen Motion Capture, mit mehreren Kameras aufgenommen und getracked. Das Ergebnis ist ein animiertes Mesh, das auch die Ausrichtung der Kreise beinhaltet (Normalen). Dieses Mesh wird dann per Shrink-Wrap Verfahren auf anders proportionierte Gesichter übertragen (Retargeting).

Die Qualität der Animationen ist sehr gut für Close-ups im Kino geeignet. Embody wurde jedoch für Computerspiele entwickelt, daher lässt sich die Animation auf beliebig viele Bones oder Morph Targets skalieren.

Ich werde Zug um Zug noch über die Vorbereitungen zur Veranstaltung berichten. Vielleicht treffen wir uns ja in Babelsberg.

Jetzt teilnehmen am animago AWARD 2009

1. April 2009

Der animago AWARD wird dieses Jahr zum dreizehnten Mal von der DIGITAL PRODUCTION, Deutschlands führender Fachzeitschrift für Postproduktion und Visualisierung,  verliehen. Eine renommierte und erfahrene Jury sichtet und prämiert das eingesandte Material aus den Bereichen Film, Interactive und Still. Dabei werden elf der eingesandten Arbeiten mit dem animago AWARD ausgezeichnet. Jetzt wurden die Kategorien veröffentlicht. Das Publikumsvoting in fünf ausgewählten Kategorien zusammen mit namhaften Partnern macht die Preisverleihung in diesem Jahr noch interessanter.

 

Kategorien des animago AWARD 2009

Übersichtlich und klar definiert sind die Kategorien des animago AWARD. Wettbewerb ist die beste Fortbildung. Messen Sie sich mit den besten der Branche und sichern Sie sich einen der begehrten Preise.

Der animago AWARD 2009 wird in den folgenden 11 Kategorien verliehen:

 

Beste Werbefilmproduktion

Gesucht wird die beste Werbefilmproduktion. Bewertet werden dabei vor allem die Idee, der Sound, das Chacterdesign, der Einsatz von Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können beispielsweise Werbespots, Trailer etc.

 

Beste Mobil-Produktion

Gesucht wird die beste Produktion für Mobil-Devices. Bewertet werden die Idee sowie Design und Anwenderfreundlichkeit. Eingereicht werden können Anwendungen für portable Spielkonsolen, PDA, Mobiltelefone, iPhone.

 

Beste interaktive Produktion (Publikumsvoting)

Gesucht wird die beste interaktive Produktion. Bewertet werden die Idee sowie Design, Front-End und Anwenderfreundlichkeit. Eingereicht werden können beispielsweise Online-Anwendungen, Konfiguratore, On-Air-Designs, Real-Time- und Lernprogramme.

 

Bestes Spiele-Design (Publikumsvoting)

Gesucht wird das beste interaktive Spiele-Design. Bewertet werden die Idee, Character, Leveldesign sowie Audio, Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können Spiele für Spielekonsolen, mobile Devices und PC (Mac/PC) sowie Online-Games.

 

Bester Kurzfilm

Gesucht wird der beste Kurzfilm. Bewertet werden die Idee, Character und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können Filme mit einer Länge von bis zu 25 Minuten.

 

Beste Film- und Fernsehproduktion

Gesucht wird der beste Film- und Fernsehproduktion. Bewertet werden die Idee, Character, Story, Sound, Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können alle Film- und Fernsehproduktionen.

 

Beste Visualisierung

Gesucht wird die beste Visualisierung. Bewertet werden die Idee, Didaktik und technische Umsetzung. Eingereicht werden können beispielsweise Industrievisualisierungen, Lernprogramme, Simulationen.

 

Bestes virtuelles Foto (Still)

Gesucht wird das beste virtuelle Foto (Still). Bewertet werden die Fotorealistik, Character und technische Umsetzung. Eingereicht werden können Stills in jedem Ausgabeformat.

 

Beste Nachwuchsproduktion

Gesucht wird die beste Nachwuchsproduktion. Bewertet werden die Idee, Character und technische Umsetzung. Eingereicht werden können Produktionen von privaten und öffentlichen Hochschulen sowie von Nachwuchskünstlern.

 

 Sonderpreis der Jury

Einreichungen, die der Jury aufgrund der gelungenen Idee sowie einer besonders herausragender Kombination aus Bildsprache und technische Realisierungen aufgefallen sind.

 

Beste Postproduktion

Die unter Berücksichtigung des Einsatzes von DCC-Techniken insgesamt beste Postproduktion des Wettbewerbsjahres

Die Registrierung zum diesjährigen animago AWARD ist über die Webseite  möglich. Die Teilnahme ist kostenlos und steht jedem offen, weitere Informationen sind online zu finden. Die Beurteilung der Produktionen erfolgt durch eine hochkarätig besetzte, unabhängige Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

animago AWARD geht in Runde 13

6. März 2009

Zum dreizehnten Mal verleiht die DIGITAL PRODUCTION im Herbst 2009 den animago AWARD. Als wichtigster Preis der Digital Content Creation Branche zeichnet der animago AWARD herausragende Werke in 11 Kategorien aus.

Eine renommierte Jury, zu der ich auch gehöre, sichtet und prämiert das eingesandte Material aus den Bereichen Animation, Film, Fernsehen, Mobile, Interactive und Still. Bits und Bytes bestimmen die Welt. Vom Film über Werbeproduktionen bis hin zum Plakat: alles ist heute digital. Niemand weiß das besser als die DIGITAL PRODUCTION, Deutschlands führende Fachzeitschrift für Postproduktion und Visualisierung. Daher engagiert sich die DIGITAL PRODUCTION seit Jahren in diesem Bereich und fördert seit 13 Jahren mit dem animago AWARD Innovation und Zeitgeist.

Die Registrierung zum diesjährigen animago AWARD ist über die Webseite  möglich. Der Einsendeschluss ist der 30. Juni 2009. 

Der virtuelle Blick in den Körper

27. Februar 2009

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Es ist immer wieder ein gutes Gefühl sein Produkt in den Händen zu halten. Heute ist es wieder soweit. Die neue Ausgabe der DIGITAL PRODUCTION erscheint für den Kiosk. Abonnenten haben das Heft schon ein paar Tage im Briefkasten. In dieser Ausgabe 02:09 geht es um Medizinvisualisierung als thematischer Schwerpunkt.

Ein Workshop zur Darstellung von Blutkörperchen mit Cinema 4D, die Rolle von Echtzeit-Rendering bei der OP, ein einzigartiger Laptop für Ärzte, 3D im OP oder die audiovisuelle Darstellung von Schmerz. Auch in der Medizin und der mit ihr verbundenen Branchen spielen Visualisierungen eine immer größere Rolle. Technische Verbesserungen können Leben retten.

In der aktuellen Ausgabe der DP berichten daher Experten über Animationen, die unter die Haut gehen, 3D-Shows im Pharmazie-Studium und wie welche Techniken dem Arzt die Arbeit erleichtern können.

Wer eine DP mal kostenlos lesen möchte, kann sich hier ein kostenloses Exemplar bestellen.

3D-Emotionen in der Autowerbung

19. Februar 2009

Auto in 3D

Auto in 3D

Marketing heißt für mich Emotionen für Produkte und Dienstleistungen zu schaffen. Ein hohes Maß an Emotionen kommt in diesem Land  zu Tage, wenn es um das Auto geht. Die Abwrackprämie kurbelt den Verkauf an. Die Bedürfnisse für diese Autos werden klassisch über Prospekte, Filme oder neuerdings über so genannte Car-Konfiguratoren im Web geweckt. Bei letzteren kann ich mir mein Auto am heimischen Monitor zusammenbauen.

Früher war so ein Autoprospekt eine klare Sache. Auto wurde produziert und mit Film-/Fototeam in den Flieger gepackt. Gelandet wurde dort, wo es schön ist, wie beispielsweise am Tafelberg in Südafrika. Schöne Location für ausdrucksstarke Bilder. Damit ist schon lange Schluss. Das Foto für den Marketingprospekt entsteht heute am Computer und das schon lange bevor der erste Wagen vom Produktionsband rollt. Die Konstruktionsdaten, die CAD-Dateien, wurden in 3D-Software eingespielt und es entstehen fantastische Bilder am Computer. Besser und realistischer als in Wirklichkeit. Der Artist am Rechner ist Herr über Auto, Hintergrund und Himmel. In Stills, so heißen die virtuellen Fotos, kommen starke Emotionen zum Ausdruck.

Der Scirocco oben ist ein solches Bild und entstand komplett am Computer. Das ist Know-how made in Germany und hier spielen wir weltweit ganz vorne mit dabei.

Natürlich können sich die CAD-Dateien auch bewegen. Die Autos im Rechner werden animiert und fahren durch virtuelle Landschaften. Die Spots im Kino und Fernsehen kommen zum Einsatz, wenn der Vorverkauf zum neuen Auto beginnen soll. Ich habe einige dieser Visualisierungsfirmen besucht. Zwei Beispiele gibt es: MACKEVISION in Stuttgart und RTT in München. Großartige Firmen mit allerhand Gehirnschmalz.