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Corona-Virus: Tag 32 der Ausgangsbeschränkung – Wiesn abgesagt und damit auch die Maisacher Festwoche

22. April 2020
Wiesn abgesagt und was wird aus der Maisacher Festwoche?

Wiesn abgesagt und was wird aus der Maisacher Festwoche?

Das Münchner Oktoberfest 2020 und das Zentrale Landwirtschaftsfest wurden gestern abgesagt. Das größte und schönste Volksfest der Welt, so Ministerpräsident Söder, findet dieses Jahr nicht statt. Und bei uns in Maisach? Wir haben die Maisacher Festwoche. Wie geht es mit der in diesem Jahr weiter?

Die Maisacher Festwoche ist zeitlich das letzte Volksfest im Landkreis Fürstenfeldbruck und die Veranstaltung sollte vom Freitag, dem 21. August bis zum Sonntag, dem 30. August 2020 stattfinden. Bis zum Ende August dürfen laut Freistaat Bayern keine Großveranstaltungen durchgeführt werden. In diesem Zeitraum liegt die Festwoche.
Gestern hat die Gemeinde Maisach eine Entscheidung getroffen. Die Festwoche findet nicht statt. Noch vergangene Woche erklärte Bürgermeister Hans Seidl: „Die Entscheidung über die Maisacher Festwoche wird erst in der ersten Mai-Woche getroffen.“ Nun ist die Entscheidung aber gestern gefallen: „Aufgrund der Corona-Pandemie und den bestehenden Veranstaltungsbeschränkungen  muss die Festwoche 2020 leider abgesagt werden.“ Weiter heißt es von Bürgermeister Seidl:  „Wir bedanken uns bei unserem Festwirt Jochen Mörz, bei der Brauerei Maisach unter der Leitung von Michael Schweinberger sowie allen Schaustellern, Musikkapellen, Vereinen und besonders bei unseren Gästen, die immer zum Gelingen der Festwoche beigetragen und uns durch all die Jahre so treu begleitet haben. Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam 2021 mit allen Mitwirkenden aus der Gemeinde und vielen Gästen unsere Festwoche wieder feiern werden.“

Nun, nachdem „Kunst im Stadl“ im Gemeindegebiet dieses Jahr ausfällt, ist es richtig, dass unsere Festwoche stattfinden wird. Ähnliche Volksfeste im Landkreis wie Olching, Puchheim oder Fürstenfeldbruck wurden bereits abgesagt. Festwirte, Musiker und Schausteller trifft dies hart. Besonders der traditionelle Tag der Senioren auf der Festwoche, wenn die Gemeinde zu Bier und Hendl einlädt, wurde von den Senioren unserer Gemeinde gerne angenommen. Auch meine Eltern waren dort dabei, wenn es ihre Gesundheit zuließ. Dies ist aber die Hochrisikozielgruppe und ein Bierzelt lebt von der Nähe. Daher besser Obzapft is‘

 

Und es gibt ein Update in Sachen Masken:
Wer Masken selbst nähen will, der sollte in Maisach zum Schürzenmichl gehen. Bitte etwas Zeit mitbringen. Aber es trifft täglich neuer Stoff und Utensilien ein.


Über die Katastrophenschutzbehörde des Landkreises wurde der Gemeinde Maisach Vlies-Material zum Nähen von Mund-Nase-Behelfsmasken zur Verfügung gestellt. Näher und Näherinnen, die ehrenamtlich daraus Masken nähen wollen, können sich direkt an Bürgermeister Hans Seidl unter h.seidl@maisach.de oder Telefon-Nummer 08141/937-223 wenden. Die angefertigten Masken sollen dann Einrichtungen wie z.B. der Pflege-/Betreuung und Arztpraxen in der Gemeinde Maisach zur Verfügung gestellt werden. Masken, die nicht in Maisach verteilt werden, gehen in den Pool der Katastrophenschutzeinrichtung des Landkreises, von dort werden sie dann weiterverteilt.

Wiesn-Ausstellung der Münchner Fotografin Maren Richter

13. Dezember 2019

Es ist kalt, nass und grau in München und ich hatte einen Termin in der Nähe des Haus der Kunst. Dabei traf ich auf Farben und Formen, die meine Stimmung aufhellten. Im Alexander-Wacker-Haus, in dem ich mich aufwärmte, traf ich auf die Wiesn-Ausstellung der Münchner Fotografin Maren Richter.
Eigentlich sollte die Ausstellung bereits wieder abgebaut sein, doch noch hingen die zahlreichen Fotografien an den Wänden. Mit ihrer Serie „Wies’n“ hat Maren Richter einen völlig neuen Blickwinkel auf das weltweit größte Volksfest geworfen und in kraftvollen Fotos festgehalten. Detailaufnahmen von Ständen, Karussells und Menschen in Bewegung, stilisierte Festzelte, Anschnitte des Riesenrades – diese Ansichten überraschen und lassen oft erst auf den zweiten Blick erkennen, welches Motiv hier zu sehen ist. Die expressiven Farben und die Dynamik lassen die Grenzen zur abstrakten Kunst verschwimmen und bieten einen neuen, modernen Zugang zum traditionsreichen Münchner Volksfest. Die Bilder haben mich inspiriert, so sehr, dass ich meine Fujifilm X100X wieder aus der Fototasche und zu meinem Tagesgepäck getan habe.

Maren Richter hat mit ihren Bilder einen für mich sehr interessanten Zugang zur Wiesn gefunden. Die Verbindung von traditionellen, folkloristischen Motiven mit grellen Farben. Die Motive wurden von Touristen Tausendfach, nein Millionenfach fotografiert, aber selten mit so einer Lebensfreude und Intensität. Der Einsatz von Bewegungsunschärfe mit Photoshop-Filtern ist sehr gelungen, wobei mir die Klo-Hinweisschilder am besten gefallen.
Also, wer in der Gegend ist, schaut euch die Ausstellung von Maren Richter im Alexander Wacker Haus an der Prinzregentenstraße 22 in München an, solange sie noch hängt. Das Alexander Wacker Haus ist ein großstädtischer Gebäudekomplex aus dem Jahr 1997, entworfen von Steidle Architekten. Die Büro- und Wohneinheiten liegen direkt gegenüber dem Englischen Garten am Eisbach, der unter dem Gebäude hindurch fließt. Der Künstler Erich Wiesner entwarf für das Alexander Wacker Haus ein eigenständiges Farbkonzept, das die öffentlich zugänglichen Innenräume gestalterisch prägt.