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Mario Kart verbindet: Wenn digitales Spielen Familien ins Gespräch bringt

19. Mai 2026

Beim Familientag im Landratsamt Fürstenfeldbruck zeigte ich, dass das Mario-Kart-Rennen auf der Nintendo Switch 2, wie digitale Spiele Begegnung, Austausch und Medienkompetenz fördern können. Kinder, Jugendliche und Erwachsene spielten gemeinsam, feuerten sich an und erlebten, dass Gaming in einem begleiteten Rahmen weit mehr sein kann als bloße Unterhaltung.

Beim Familientag im Landratsamt Fürstenfeldbruck wurde mit von mir mit dem Mario-Kart-Rennen auf der Nintendo Switch 2 ein niedrigschwelliges, generationsübergreifendes und medienpädagogisch sinnvoll gerahmtes Angebot geschaffen. Ich wurde begleitet von meinem Sohn. Das Spiel wurde nicht als bloße Unterhaltung eingesetzt, sondern als gemeinsamer Erfahrungsraum, in dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene aktiv miteinander in Kontakt kamen, Regeln aushandelten, sich gegenseitig unterstützten und spielerisch Medienkompetenz erprobten.

Aus medienpädagogischer Sicht ist besonders wichtig, dass digitale Spiele nicht grundsätzlich als Gegensatz zu Bildung verstanden werden, sondern als Bestandteil der Lebenswelt vieler Kinder und Jugendlicher. Gerade ein Spiel wie Mario Kart eignet sich für einen solchen Rahmen, weil es leicht zugänglich ist, keine langen Erklärungen benötigt und sehr schnell gemeinsames Handeln ermöglicht. Dadurch konnten auch Besucherinnen und Besucher teilnehmen, die wenig oder keine Spielerfahrung hatten. Das Angebot senkte Hemmschwellen, machte digitale Spielkultur sichtbar und eröffnete zugleich Gesprächsanlässe über Fairness, Frustrationstoleranz, Konzentration, Reaktionsfähigkeit und den angemessenen Umgang mit Gewinnen und Verlieren.

Pädagogisch wertvoll war der Einsatz vor allem deshalb, weil das Spiel in einem begleiteten öffentlichen Kontext stattfand. Die Teilnehmenden spielten nicht isoliert, sondern in einer sozialen Situation: Sie warteten aufeinander, feuerten sich an, gaben Tipps, akzeptierten Spielregeln und erlebten digitale Medien als gemeinschaftliche Aktivität. Damit wurden soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme, Kommunikation und gegenseitige Anerkennung gefördert. Auch das Publikum war einbezogen, sodass aus dem digitalen Spiel ein analoges Begegnungsangebot wurde.

Zugleich bot das Mario-Kart-Rennen einen guten Anlass, um Mediennutzung positiv und reflektiert zu thematisieren. Kinder und Jugendliche konnten erleben, dass digitale Spiele Spaß machen dürfen, wenn sie bewusst ausgewählt, altersangemessen eingesetzt und zeitlich sowie organisatorisch klar gerahmt werden. Der pädagogische Mehrwert lag also nicht allein im Spiel selbst, sondern in der Art der Durchführung: offen, begleitet, fair, gemeinschaftlich und eingebettet in eine Veranstaltung für Familien.

Der große Zuspruch des Publikums zeigt, dass digitale Spielangebote bei Familien auf Interesse stoßen und eine Brücke zwischen den Generationen schlagen können. Gerade im Rahmen eines Familientags ist ein solches Angebot sinnvoll, weil es gemeinsame Erlebnisse schafft und Eltern die Möglichkeit gibt, digitale Spiele nicht nur aus der Distanz zu betrachten, sondern gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen zu erleben. So wurde Medienpädagogik praktisch erfahrbar: nicht belehrend, sondern alltagsnah, spielerisch und dialogorientiert.

Insgesamt war der Einsatz von Mario Kart daher pädagogisch gut begründet. Das Angebot verband Spaß, soziale Interaktion und reflektierte Mediennutzung. Es zeigte, dass digitale Spiele in einem verantwortungsvoll gestalteten Rahmen einen wertvollen Beitrag zur Medienbildung leisten können – insbesondere dann, wenn sie Begegnung ermöglichen, Teilhabe fördern und Kinder, Jugendliche und Erwachsene miteinander ins Gespräch bringen.

Podcast: Mehr sehen, schneller handeln, besser werden: Norman Dombo bringt modernes Training nach Maisach

13. April 2026

Im Podcast „Dombo bewegt“ spricht Norman Dombo über ein neues lokales Projekt: eine Trainer-Convention, die sich an Sportvereine richtet und das Thema Veko-Motorik beziehungsweise Wahrnehmung, Reaktion und Entscheidungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt. Ausgangspunkt für die Idee war die Überlegung, dass Methoden und Trainingsansätze, die im Spitzensport erfolgreich eingesetzt werden, auch für Amateur- und Breitensportler wertvoll sein können. Deshalb sollen nun Trainerinnen und Trainer sowie Verantwortliche aus örtlichen Sportvereinen in dieses Thema eingeführt werden.

Eingeladen sind zunächst vor allem Vereine aus dem Bereich der bewegungsintensiven Ballsportarten, etwa Fußball, Tischtennis, Tennis, Handball oder Basketball. In einem späteren Schritt könnten auch weitere Sportarten dazukommen, beispielsweise der Schießsport. Im Zentrum der Convention steht der Einsatz des SkillCourt, mit dem Wahrnehmung, Reaktionsgeschwindigkeit und Handlungsschnelligkeit trainiert werden können. Ziel ist es, den Teilnehmern zu zeigen, wie sich auf Basis aussagekräftiger Tests individuelle Stärken und Schwächen von Sportlerinnen und Sportlern erkennen und dokumentieren lassen. Daraus können dann Trainingsszenarien entwickelt werden, die gezielt die visuellen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten verbessern.

Durchgeführt wird die Trainer-Convention von Norman Dombo gemeinsam mit Florian Gais. Dieser bringt als erfahrener Ausbilder von Trainern viel Fachwissen mit und hat bereits praktische Erfahrungen mit dem SkillCourt gesammelt. Geplant ist, die Teilnehmer in Gruppen einzuteilen und sowohl spielerische als auch testbasierte Übungen durchzuführen. Dabei sollen je nach Sportart auch Bälle eingebunden werden, denn das System lässt sich auf unterschiedliche Anforderungen, etwa im Fußball, Handball oder Basketball, anpassen.

Norman Dombo betont, dass gerade in höheren Spielklassen längst mit solchen Methoden gearbeitet wird. Dort gehe es oft um Sekundenbruchteile. Im Fußball etwa vergingen zwischen Ballannahme und Ballabgabe häufig nur rund 1,2 Sekunden. In dieser kurzen Zeit müssten Spieler den Ball verarbeiten, ihre Umgebung wahrnehmen, Gegner und Mitspieler einordnen und die richtige Entscheidung treffen. Genau solche Abläufe könnten mit dem SkillCourt gezielt trainiert werden.

Besonders stolz ist Dombo darauf, dass ein solches System in Maisach zur Verfügung steht. Er spricht davon, dass man hier derzeit eine besondere Stellung habe, weil man dieses Angebot in der Region als einer der wenigen oder sogar als einziger Anbieter machen könne. Nach rund einem Vierteljahr im Einsatz sei zwar noch kein endgültiges Fazit möglich, doch die bisherigen Erfahrungen fielen sehr positiv aus. Schon bei den ersten Übungen zeige sich, wie unterschiedlich die Teilnehmer auf bestimmte Aufgaben reagieren und wo individuelle Stärken und Schwächen liegen. Nach etwa zwei Wochen Training steigerten viele von sich aus ihr Level, weil sie merkten, dass sie Fortschritte machen. Die Rückmeldungen seien durchweg positiv, weil die Trainierenden das Gefühl hätten, in bestimmten Bereichen tatsächlich besser zu werden.

Die Trainer-Convention soll zunächst in Maisach starten, kann aber perspektivisch auch für Vereine aus dem gesamten Landkreis geöffnet werden. Darüber hinaus denkt Dombo bereits weiter und kann sich vorstellen, das Angebot auch Unternehmen zugänglich zu machen. Der SkillCourt ließe sich grundsätzlich mobil einsetzen, auch wenn das organisatorisch aufwendig sei. Für Firmen könnte ein solches Training ein attraktives Gesundheits- und Präventionsangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Dombo verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Unterstützung durch Krankenkassen, die Präventionskurse fördern, weil sich damit unter anderem Sturzprävention, selbstständige Lebensführung im Alter und langfristig sogar Pflegebedürftigkeit positiv beeinflussen lassen.

Am Ende des Gesprächs hofft Norman Dombo auf viele Rückmeldungen aus den Vereinen. Die ersten Anschreiben an die Vereinsvorsitzenden wurden bereits verschickt, verbunden mit der Bitte, die Informationen an die jeweiligen Abteilungen weiterzugeben. Interessierte können sich direkt anmelden. Für Dombo ist klar: Die Trainer-Convention soll zeigen, wie moderne Trainingsmethoden auch im Amateurbereich sinnvoll eingesetzt werden können — ganz nach dem Motto „Dombo bewegt“.

Olympiamedaillengewinner Edgar Itt präsentiert das Skillcourt-System

30. September 2025

Der frühere Spitzensportler und heutige Coach Edgar Itt präsentiert heute am Dienstag, 30. September um 18:00 Uhr im Maisacher Zentrum für Gesundheit Skillcourt-System. Mit dem Skillcourt arbeiten unter anderem die erfolgreichsten Profiteams der Welt aus der Fußball Bundesliga, der Premier League sowie NBA und NFL.

Das Skillcourt-Trainingsgerät ist ein digitales Trainings- und Diagnosesystem, das vor allem im Sport, in der Rehabilitation und im Gesundheitstraining eingesetzt wird. Edgar Itt gewann 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul die Bronzemedaille mit der 4×400-Meter-Staffel. Nach seiner aktiven Karriere etablierte er sich als Coach, Berater und Redner. Ich habe im Vorfeld der Veranstaltung ein Zoom-Call mit Edgar Itt und Norman Dombo vom Maisacher Zentrum für Gesundheit geführt.

Auf den ersten Blick sieht das Skillcourt-Trainingsgerät für mich als Laie wie ein großes Wii Balance-Board aus. Es handelt sich dabei um eine Art interaktiven Boden mit einer großen, begehbaren Fläche (vergleichbar mit einem Indoor-Spielfeld), die mit Sensoren, Lichtsignalen und Projektionen ausgestattet ist.

Der Skillcourt ist ein modernes Trainings- und Diagnosesystem, das Bewegung und Kognition miteinander verbindet. Herzstück ist eine interaktive Trainingsfläche, die mit Sensoren, Lichtsignalen und Projektionen ausgestattet ist. „Auf dieser Fläche führen Sportlerinnen und Sportler, aber auch Patientinnen und Patienten in der Rehabilitation, verschiedene Übungen aus, die Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und geistige Flexibilität gleichzeitig fordern“, so Norman Dombo. Leiter des Zentrums für Gesundheit in Maisach.

Das Besondere am Skillcourt ist die Kombination aus körperlichem Training und kognitiver Herausforderung. Wer auf dem Feld steht, reagiert nicht nur auf visuelle und akustische Signale, sondern muss parallel Entscheidungen treffen und Bewegungen koordinieren. Dadurch entsteht ein sogenanntes „Dual Tasking“ – also die gleichzeitige Beanspruchung von Körper und Geist.

Eingesetzt wird der Skillcourt in ganz unterschiedlichen Bereichen. Im Leistungssport dient er dazu, Schnelligkeit, Orientierung, Koordination und taktisches Verhalten zu verbessern. In der Rehabilitation ermöglicht er ein gezieltes Training nach Verletzungen, insbesondere zur Wiederherstellung von Gleichgewicht und Bewegungsabläufen. Auch in der Gesundheitsprävention findet das System Anwendung, etwa um bei älteren Menschen Konzentration, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit zu fördern.

Die präzise digitale Erfassung von Bewegungen, Reaktionszeiten und Fehlern macht den Skillcourt zudem zu einem wertvollen Diagnoseinstrument. Trainerinnen, Therapeuten und Ärztinnen erhalten damit eine objektive Grundlage, um Fortschritte messbar zu machen und Trainingspläne individuell anzupassen.

Insgesamt verbindet der Skillcourt innovative Technologie mit praxisnahen Übungen und eröffnet damit neue Möglichkeiten für Sport, Therapie und Gesundheitsförderung.