Posts Tagged ‘Pasing Arcaden’

Gratis Comic Tag – kurz beim Hugendubel reingeschaut

13. Mai 2018

Gestern war der Gratis Comic Tag und ich hab es fast verpennt. Händler verschenkten an diesem Tag Comics und nur durch Zufall bekam ich von diesem schönen Event etwas mit. Das kam so: Wir mussten für K1 eine Hose kaufen, streiften durch die Pasing Arcaden in München und schauten kurz vor Ladenschluss noch beim Buchladen Hugendubel herein, weil K1/2 noch einen bestimmten Manga haben wollten. Ich selbst lese Romane meist nur noch auf dem Kindle, aber die Kinder wollen Mangas in Papierform. 

Als wir die Manga-Ecke – mittlerweile sind es zwei Regale – in dem Buchladen betraten, sprach mich eine engagierte Verkäuferin an, ob ich denn einen kostenlosen Comic haben wolle. Und da fiel mir wieder die Bedeutung des Tages ein: Gratis Comic Tag 2018. Von den teilnehmenden Händler werden 35 verschiedene Comics verschenkt, die sie natürlich vorher von den Verlagen kaufen mussten.

Ein Regal, ursprünglich waren hier Jugendromane zu finden, mit den Restexemplaren war mit einem rot weißem Absperrband abgetrennt. Das Band hatte den Grund, dass nicht das Regal mit den Gratis-Comics geplündert wird. Oben waren noch drei Luftballons rot, blau, gelb angeklebt. Die engagierte Buchverkäuferin sprach die Kunden an und ich freute mich auf ein Schwätzchen. Während K1/2 nach ihren Mangas Ausschau hielten, blätterte ich zwei, drei gratis Comics durch. Leider war die Show in München begrenzt. In London bei Forbitten Planet gab es fette Aktionen: Eines kaufen, eines umsonst dazu und die Massen rückten an – aber da gibt es auch nicht so ein Zeug wie Buchpreisbinding. In Pasing beim Hugendubel war die Resonanz überschaubar, lag aber auch an der Uhrzeit.

Leider schnappte mir eine andere Kundin das letzte Star War-Comic weg und so entschied ich mich für Battle Angel Alita und Usagi Yojimbo. Beide Serien stehen als Kaufentscheidung bei mir schon länger fest, da kamen die gratis Ausgaben zum Reinlesen gerade recht. Bei Battle Angel Alita warte ich auf Juni, dann schnapp ich mir die teure Gesamtbox.

Also wie der World Record Shop Day, gab es jetzt zum neunten Mal einen Gratis Comic Tag und mir gefällt ja so etwas. Im nächsten Jahr bin ich etwas intensiver bei der Sache und nicht nur, wenn K1 mal wieder eine Hose braucht. 

Das beste Bild des Jahres 2015 – World Press Photo 2015

2. März 2016

Einmal im Jahr werde ich mit eindrucksvollen Bildern erinnert, warum Pressefotografie mich mein ganzes Leben schon begeistert. Einmal im Jahr werden die World Press Photos verliehen. Die Fotos sind eine wohltuende Abwechslung von der Knipserei mit dem Smartphone.

Bildrechte: Warren Richardson, Australien, 2015, Hope for a New Life

Bildrechte: Warren Richardson, Australien, 2015, Hope for a New Life

Vor kurzem wurde das World Press Photo des Jahres 2015 verkündet und ich verbeuge mich vor der Kraft des Bildes.
Der Gewinner ist Warren Richardson. Sein Siegerfoto zeigt einen Mann und ein Kind beim Versuch, in der Nacht die Grenze von Serbien nach Ungarn zu überqueren. Die Beiden waren Teil einer Menschengruppe, die das Land noch vor dem Bau der Grenzsicherungsanlagen erreichen wollte. Aufgrund der Umstände war es Richardson nicht möglich, einen Blitz einzusetzen – die Aufnahme entstand bei Mondlicht.
Der World Press Photo Wettbewerb geht 2016 in sein 59. Jahr und wird international als der renommierteste Wettbewerb für Fotojournalisten geschätzt. Die Jury des Wettbewerbs, der seit 1992 von Canon gesponsert wird, votierte im Wettbewerb für das Jahr 2015 aus 82.951 Einsendungen von 5.775 professionellen Fotografen aus 128 Ländern für dieses Siegerfoto. Es gab in diesem Jahr für die Teilnehmer sieben Themenkategorien und zwei langfristige Projektkategorien.
„Wir sind stolz darauf, die weltweit besten Fotojournalisten in ihrem Bestreben zu unterstützen, jene Geschichten zu erzählen, die im Rahmen dieses bedeutsamen Events erzählt werden müssen“, sagt Kieran Magee, Director Professional Imaging, Canon Europe. „Bilder wie dieses von Warren spielen eine enorm wichtige Rolle bei der realen Erkenntnis der Auswirkungen einer Geschichte und zeigen deren menschliche Seite. Es ist wichtig, dass sie ein breiteres Publikum erreichen. Aus diesem Grund ist es uns eine Ehre, diese Auszeichnung seit nunmehr 24 Jahren aktiv zu unterstützen.“
Jetzt bin ich selbst Nikon-Fotograf, lobe ausdrücklich die Unterstützung von Canon in diesem Bereich. Warren Richardson schoss das Siegerfoto mit einer Canon EOS 5D Mark II und einem EF 24mm 1:1,4L USM Objektiv. Das Siegerfoto belegte auch den ersten Platz in der Spot News Kategorie.
Als Gewinner des World Press Photo des Jahres 2015 wird Warren Richardson bei der Preisverleihung in Amsterdam am 25. April von World Press Photo ein Preisgeld in Höhe von 10.000 € erhalten. Darüber hinaus wird ihm Canon Europe eine EOS-1D X Mark II überreichen – dies ist die erst kürzlich angekündigte Flaggschiff-Kamera.
Die prämierten Bilder werden im Laufe des Jahres in Ausstellungen in mehr als 100 Städten in über 45 Ländern präsentiert, zu der mehr als 3,5 Millionen Menschen weltweit erwartet werden. Diese erste World Press Photo Ausstellung eröffnet in Amsterdam am 16. April 2016. Die Bilder für die Ausstellungen werden über Canon Großformatsysteme und Arizona Flachbettdrucker gedruckt. Ich hatte im vergangenen Jahr mir die Ausstellung in den Pasing Arcaden angesehen und war tief beeindruckt. Ich habe darüber gebloggt. Ich hoffe, dass ich die Ausstellung in diesem Jahr auch dort sehen kann.
Darüber hinaus läuft in Partnerschaft mit World Press Photo eine Serie mit 80 Vorträgen in Zusammenarbeit mit Universitäten in ganz Europa über die Geschichte des professionellen Fotojournalismus‘ und die Macht der Fotografie.
Die Gewinnerliste gibt es hier. Das begleitende Buch World press photo 2016 wird im April erscheinen. Und ich gelobe, dieses Jahr wieder mehr zu fotografieren und weniger zu knipsen.

Fotoshooting in der Milka-Eventbox #milkacollage

22. Februar 2016
Ich mach bei #milkacollage mit.

Ich mach bei #milkacollage mit.

Die lila Kuh habe ich nicht entdeckt, aber interessant war es allemal, wie neue Produkte bei Milka eingeführt werden. Es muss ein Event sein. Am Samstag schaute ich in den Pasing Arcaden in München vorbei und sah die violette Eventbox von Milka.
Trotz strömenden Regens stellten sich die Leute an, um bei #milkacollage mitzumachen und eine Tafel Karamell oder Himbeere mit ihrem Konterfei abzustauben.

Ich war freilich auch dabei. Zunächst ging alles etwas schleppend voran. Die Milka Eventbox sah zwar gut aus, aber die Technik wollte zunächst nicht. Das Programm stürzte ab oder hängte sich auf. So wurde die Software auf den Großbildmonitoren neu gestartet. Dann muhte es auch wieder und das Display zeigte die Collagen der Besucher.


Die Tafel Schokolade gab es natürlich nicht umsonst. Zunächst hieß es warten und frieren. Die sympathischen Eventdamen von Milka hatten dicke lila Anoraks, Handschuhe und einen Milka-Regenschirm (sah schon sehr gut aus). Wir Wartenden hatten nichts, aber die Eventdamen versuchten die Stimmung trotz Kälte und Nässe mit Durchhaltesprüchen zu heben. Wir standen vor der Milka Eventbox an und wurden Zug um Zug ins Innere gelassen. Zuvor galt es aber die Datenschutzerklärung von Milka zu unterzeichnen, schließlich wurde man ja fotografiert und in der Milkacollage gezeigt. Was mache ich nicht alles für eine Tafel Schokolade?


In der Box endlich angekommen, war es warm, ziemlich warm. Meine Brille beschlug sofort. In der kleinen Box arbeitete das Milka-Team zügig und professionell. Die unterschriebenen Datenschutzerklärungen wurden eingesammelt und ich konnte probieren: Karamell oder Himbeere – ich kostete beide Proben. Karamell schmeckte mir besser, eindeutig. Ich bin bei Schokolade ganz konservativ. In der Regel esse ich von Milka nur Alpenmilch und Noisette – bloß keine Experimente. Aber Karamell schmeckt.

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Ja, wir hatten Spaß bei #milkacollage

Als ich an die Reihe kam, sollte ich mich verkleiden: Schnurrbart, Perücke, Sonnenbrille und so Outfit. Ich wählte einen Zylinder und die Milka-Fotografin setzte mich in Szene. Drei, vier Mal wurde abgedrückt und das Ergebnis auf einem Laptop sofort begutachtet. Ich wählte ein Foto aus und es wurde an den Drucker geschickt. Schließlich sollte ich meine Tafel Schokolade (Karamell) mit meiner Banderole mit meinem Gesicht darauf bekommen. Aber der Samsung-Drucker wusste wohl, dass ich ein Apple-User bin und verweigerte. Es kam erst einmal zum Papierstau. Irgendwie war bei der hohen Luftfeuchtigkeit das Papier verklebt.

Samsung mochte nicht - Papierstau.

Samsung mochte nicht – Papierstau.

Die Milka-Mannschaft versorgte uns derweil mit Schokolade, die Leute vor der Tür standen weiter im Regen und wir spielten in der Box mit iPads herum und ließen uns unsere Bilder per Mail nach Hause schicken. Als der Drucker wieder lief, kam auch die Banderole aus dem koreanischen Gerät und wurde von einer Milka-Mitarbeiterin um meine Karamell-Tafel gepackt.
Vor der Eventbox schaute ich noch auf den großen Monitor und freute mich über mein Collagenfoto bei #milkacollage. Noch schnell einen Tweet mit dem Hashtag via Twitter abgesendet und ein Bild angehängt. Noch ein Video und dann ist alles paletti. Danke liebes Milka-Team, es hat trotz Wetter Spaß gemacht. Für euch geht es jetzt nach Norden in die Republik. Bremen und Hamburg stehen auf der Reiseroute. Fazit: Karamell schmeckt, Himbeere nicht.

Ausstellung World Press Photo in den Pasing Arcaden

16. Februar 2015

Neben Aldi und Playmobil, zwischen Döner-Bude und bayerischer Metzgerei ist bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden die exzellente Fotoausstellung World Press Photo zu sehen. Gezeigt werden auf großen Stellwänden die wichtigsten Pressefotos des Jahres 2013, die von einer renommmierten Jury gekürt wurden.

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Es ist eine Wanderausstellung und sie macht im Moment in Pasing Station und zwar dort, wo Leute anzutreffen sind. Und das finde ich gut. Die Ausstellung World Press Photo wird nicht in elitären Museen gezeigt, sondern an Orten, an denen Menschen zusammenkommen – wie eben in den Pasing Arcaden, einem großen Einkaufszentrum im Westen von München. Ich habe diese Art von Ausstellung schon früher in Pasing bewundern dürfen und darüber gebloggt. Es ist gut, dass das Pasinger Center Management die Ausstellung wieder in die Arcaden geholt hat. Shopper, die sich für Pressefotografie nicht interessieren, werden hier mit ihr konfrontiert – mit den Bilder, die sie vielleicht schon in Zeitungen, Zeitschriften oder im Internet gesehen haben. Die Menschen bleiben stehen, bewundern die Aufnahmen, diskutieren miteinander, sprechen oder schauen sich versunken Details an. Das finde ich prima – so soll es sein – Fotografie, die bewegt.

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In einem abgetrennten Bereich gibt es auch die harte Kost zu sehen. Fotos von Tod, Mord, Leid – dieser Bereich ist für Minderjährige untersagt und das Center Management hat extra einen Mann abgestellt, der darauf achtet. Das ist richtig so, denn einige der Bilder sind schockierend.

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Bei all meiner Begeisterung für die Ausstellung, habe ich dennoch einen Verbesserungsvorschlag. Als langjähriger Anhänger der Ausstellung weiß ich natürlich, dass jedes Jahr ein Katalog zur Ausstellung erscheint. Er umfasst die prämierten World Press Photos und als Journalist kaufe ich mir jedes Jahr diesen Sammelband für mich und meine Seminarteilnehmer. Leider war in der Ausstellung in Pasing kein Stand mit Büchern zusehen. Wenn die Personalkosten zu hoch für einen Stand sind, dann wäre zumindest ein Hinweisschild gut gewesen, dass es den Ausstellungskatalog in der Hugenbubel-Filliale in den Pasing Arcaden gibt, die sich im Obergeschoss befindet. So könnte der lokale Buchhandel zumindest eine Chance auf Umsatz haben. Der Katalog kostet ja 24Euro und das freundliche Personal der Hugendubel-Filliale verkaufte mir das Buch sogar mit einem Lächeln. Amazon blieb dieses Mal bei mir außen vor, aber hier der Link zu World Press Photo .

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Ach ja, die Ausstellung ist noch bis 21. Februar 2015 in den Pasing Arcaden zu sehen. Also unbedingt ansehen, wenn man in der Nähe ist.

 

Lego Steine von der Pick-a-Brick Wand

12. März 2014

Foto 2

Lego setzt auf Kundenbindung und da sage ich als Lego-Fan und Lego-Kunde nicht nein. Vor Weihnachten hat unsere Legoverrückte Familie einen Großeinkauf im Lego Store der Pasing Arcaden getätigt. Es gab nicht nur ein paar schöne Modelle zum Fest und es gab auch eine Legobox aus Pappe gratis dazu.

Diese Box entpuppt sich als ein wunderbares Instrument zur Kundenbindung. Zwischen 27. Dezember und 31. März können wir diese Pappbox mit Legosteinen aus der hohen Pick-a-Brick Wand aus dem Lego Store in Pasing füllen. Auf der Box sind Figuren aus der Lego-City mit Wunschzettel abgebildet.

Nun steht das Befüllen der Box an und die Familie betritt den Lego Store in Pasing. Zielstrebig gehen wir auf die hohe Pick-a-Brick Wand am Ende des Stores zu. Die Aufgabe ist klar: Es gilt strategisch die Box mit beliebigen Steinen und Elementen aus dem Lego-Store zu füllen. Meine Kinder (und ich) gehen nach Plan vor. K1/2 sammeln vor allem kleine Teile ein und ich muss sie ohne viel Luftzwischenräume in die Box packen. Mögliche Hohlräume gilt es durch Schichten und Schütteln zu füllen. Lego soll bluten. Es gilt so viele Steine als möglich in die Box zu bekommen und aus dem Store der Pasing Arcaden zu tragen.

Verächtlich schauen wir andere Väter an, die mit ihren Kindern ein paar große Legos in die Box packen. Pah, zu viel Luft und zu wenig Steine. Das passiert uns nicht. Wir beginnen mit kleinen Steinen und flachen Platten. Dann folgen farbige Kacheln, wobei zeitweise ein Streit innerhalb der Familienbande ausbricht. Ich will ein paar rosa Fließen in die Box werfen, aber K2 ist schon lange aus ihrer Rosaphase entwachsen und weigert sich, rosa Steine nur überhaupt in Betracht zu ziehen. Also einigt sich der Familienrat auf gelbe Steine. Allerdings schmuggle ich in einem unbeobachteten Moment noch ein paar rosa Steine in die Box, die erst zu Hause strafend entdeckt werden. Die gesammelten Leuchtsteine entpuppen sich bei der Überprüfung zu Hause als Pleite. Dafür sind die Blumen und Blätter ein Renner, aber wir haben zu wenig eingepackt.

Insgesamt ist die Aktion für die ganze Familie ein voller Erfolg. Die freundliche Verkäuferin strich mit einem Stift den Strichcode der Box durch, damit wir die Box nicht ein zweites Mal einsetzen können.

Lincoln

Und natürlich kaufen wir auch etwas. Dieses Mal ist es eine Minifigur. Wir erfühlten uns durch die Packung Abraham Lincoln mit Zylinder und seiner Gettysburg-Rede in der Hand. K1/2 bekommen gleich einen Geschichtsunterricht beim Zitieren der Zeilen: Four score and seven years ago our fathers brought forth on this continent, a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal. – Abraham Lincoln – November 19, 1863