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Buchtipp: The Art of Sanjay’s Super Team

1. Juli 2016

SanjaysSuperTeam-3

Der Pixar-Kurzfilm Sanjay’s Super Team ist der Vorfilm zu The Good Dinosaur, der in Deutschland seltsamerweise Arlo & Spot heißt. Böse Zungen behaupten, dass Sanjay’s Super Team das eigentliche Highlight ist als der Hauptfilm, der erste Filmflopp von 3D-Schmiede Pixar. So weit würde ich nicht gehen. Mit Gesamteinnahmen von 331,9 Millionen US-Dollar ist Arlo & Spot der Pixar-Film mit dem bis dato geringsten Einspielergebnis. Vor- und Hauptfilm müssen bei Pixar immer getrennt betrachtet werden und The Good Dinosaur werde ich zu anderer Zeit besprechen. Soviel nur: Für The Good Dinosaur brauchte ich einen langen Atem.


Jetzt aber zu The Art of Sanjay’s Super Team. Rund sieben Minuten dauert der Vorfilm Sanjay’s Super Team aus dem Jahr 2015 und der Film macht einfach Laune. Regie führte dabei Sanjay Patel. Der Film ist eine sehr persönliche Geschichte von Sanjay Patel, der wunderbar den Konflikt zwischen der traditionellen Hindu-Welt und modernen IT-Welt Indiens zeigt. Der Film basiert auf einen klassischen Vater-Sohn-Konflikt und trägt stark autobiografische Züge. Während der Sohn von Superhelden aus dem Fernseher träumt, meditiert der Vater und betet zu den Hindu-Göttern. Der Sohn findet die Hindu-Götter dagegen einfach langweilig und fantasiert sich moderne Helden in die verstaubte Götterwelt.
Meines Wissens zum ersten Mal erschien jetzt ein Art of-Buch zu einem Pixar-Vorfilm. Vielleicht macht es jetzt der Disney-Konzern zur Regel, um die Pixar-Fans zu melken. In diesem Fall habe ich kein Problem damit, denn das Buch zu The Art of Sanjay’s Super Team hat mir sehr gefallen. Es sticht aus der Art of-Reihe der Pixar-Bücher etwas heraus. Grund: Es bringt nicht nur starken visuellen Content, sondern liefert auch Erklärungs- und Erläuterungstexte. Gerade bei einem Animationsfilm will der Leser wissen, wie hier vorgegangen wird. Die einzelnen Produktionsschritte sind der breiten Masse unbekannt. Freilich verrät Pixar auch hier nicht seine Geheimnisse. Die Software Marionette und der Renderman leisten ganze Arbeit, aber durch die Lektüre der kleinen Texte versteht der Leser das Vorgehen der Artists. Wie wurden die Charaktere geschaffen? Welche Eigenschaften haben sie? Was bedeutet die Reduktion des Raumes?
Neben den beiden menschlich animierten Hauptdarstellern von Vater und Sohn haben wir auf der anderen Seite die Superhelden der Götterwelt- und der Gegenwart sowie deren bösen Gegenspieler. Der Film zeigt viel, wie Sanjay Patel aufgewachsen und sozialisiert wurde. Als in London geborenes Kind wuchs er in San Bernardino in seiner Familie von indischen Immigranten auf. Während die Welt seiner Eltern noch stark von der indischen Tradition geprägt war, spielte Sanjay Patel mit Actionfiguren und Transformers.

Er arbeitete jahrelang bei Pixar und drohte auszubrennen. Er arbeite als Animator bei Das große Krabbeln (1998), Toy Story 2 (1999), Die Monster AG (2001) und Ratatouille (2007) sowie Die Monster Uni (2013). Patel war müde, schlug aber dem Pixarchef John Lasseter die Geschichte vor und bekam prompt grünes Licht für einen Kurzfilm mit seiner Geschichte. 2012 starte er die Arbeit an seinem Film. Sanjay Patel, der eben noch alles bei Pixar hinwerfen wollte, kniete sich voll in sein Projekt hinein und leistete ganze Arbeit. Sein Film wurde 2016 für einen Oscar in der Kategorie Bester animierter Kurzfilm nominiert, erhalten hat er ihn aber nicht.

Buchkritik: The Toy Story Films von Charles Solomon

5. Dezember 2012

toystory

Heute wird der neue Pixar-Film Merida – Legende der Highland auf Blu ray/DVD veröffentlicht, den ich bereits mehrfach empfohlen habe. Im Zuge der Veröffentlichung will ich daran erinnern, dass es noch gar nicht so lange her ist, dass es computergenerierte Spielfilme gibt. Der erste Spielfilm dieser Art war Toy Story. Als ich den Film im Kino sah, konnte ich es kaum fassen. So ein geiles Ding haben diese Kreativen bei Pixar mit ihrem Computern gemacht. Technisch war der Film ein Hammer. Und was dazu kam: Die Story hatte Herz und war wunderbar erzählt. Hier waren vielleicht Computernerds am Werk, aber verdammt noch mal, sie konnten Geschichten erzählen. Ich war mit dem Pixar-Virus infiziert, der bis heute nicht geheilt ist. Ein neuer Pixar-Filme kam jedes Jahr ins Kino, doch Toy Story blieb immer in meiner Erinnerung.

Wer diese Zeiten wieder aufleben lassen möchte, dem rate ich zur Lektüre des Buches the Toy Story Films von Charles Solomon. Das Vorwort schrieb der geniale Hayao Miyazaki und das Nachwort John Lasseter. Erzählt wird die Geschichte aller drei Toy Story-Teile, die auch immer eine Geschichte von Pixar sind. Wir erfahren viel, wie sich Pixar von der Scheidungsmasse von George Lucas und dem Kauf von Steve Jobs entwickelt hatte. Obwohl Jobs Hardware verkaufen wollte, drehten die Kreativen seiner Filme immer wieder Kurzfilme und reichten sie unter anderem bei der Siggraph ein. Damit schuf sich Pixar in der 3D-Szene einen hervorragenden Ruf. Die Nerds und Wissenschaftler der Siggraph-Konferenz wollten mehr, nachdem Luxo Jr. gezeigt wurde. Es ist die L-1 von LUXO, die 1986 auf dem Schreibtisch von John Lasseter stand und die Grundlage des Erfolgs des Animationsunternehmens ist. Die Zuschauer vergaßen, dass sie einen animierten Film sahen. Und genauso erging es mir bei Toy Story. Schon nach wenigen Augenblicken vergaßen die Zuschauer, dass der Film nur aus Bits und Bytes besteht. Ich stritt mit meinen Freunden damals erbittert, ob das die Zukunft wird. Ich war zwar ein Fan von den klassischen Disney-Filmen, aber irgendwie hatte sich die Maschinerie tot gelaufen. Zeichentrickfilm brauchte neues Blut. So war ich überrascht von Heavy Metal oder den Arbeiten von Ralph Bashki. Als ich hörte, dass Disney den Vertrieb von Toy Story übernommen hatte, fühlte ich: Es passiert irgendetwas neues.

In diesem wunderbar illustrierten Buch tauche ich nochmals in die Entstehungsgeschichte der erfolgreichen Toy Story-Reihe ein. Ich liebe ja, die Art of-Bücher und habe finde die Ausgabe zu Toy Story 3 vom gleichen Autor besonders gelungen. Das vorliegende Buch liefert aber mehr als Konzeptzeichnungen, sondern viele gerenderten Bilder und Schnappschüsse – besonders schön, die modische Entwicklung von John Lasseter. Die technischen Ausführungen in dem Buch könnten tiefergehender sein: Es wird zwar die Software wie RenderMan angesprochen, aber nicht ausführlich behandelt. Da müssen Technikgeeks zu anderer Literatur greifen. Wer aber einen Überblick über das Toy Story-Trio haben will, schöne Bilder, nette Geschichten und ein wenig Background, der ist mit diesem Buch the Toy Story Films wunderbar zufrieden. Der Untertitel des Buches lautet „An animated Journey“ – genau das ist das Buch.

Neuer Trailer zu Toy Story 3

5. April 2010
Meine Familie entwickelt sich zum Pixar-Fan. Erst gestern haben wir die Hörbücher von Die Monster Ag und Toy Story. CD. Das Original- Hörspiel zum Film. angehört und die Kinder waren begeistert. Und dann kommt ja bald der neue Toy Story in die Kinos und es wird das erste Mal sein, dass Papa und Sohn zusammen ins Kino gehen.
Es ist eine Ewigkeit her, als der erste Teil von Toy Story die Filmwelt veränderte. John Lasseter schickte sich an mit seinen Kurzfilmen die Filmgeschichte auf den Kopf zu stellen und Steve Jobs als neuer Chef von Pixar glaubte an ihn.  Mit Toy Story präsentierten die Pixar Animation Studios 1996 den ersten computer-generierten abendfüllenden Kinofilm, ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Drei Jahre später gab es ein Wiedersehen mit Cowboy Woody, Space-Ranger Buzz Lightyear und ihrer liebenswert-schrägen Toy-Gang in Toy Story 2. Jetzt öffnen die Macher wieder ihre Spielzeugkiste und lassen sie in Toy Story 3 erneut raus! Aus dem kleinen Andy, dem die Spielzeuge gehören, ist mittlerweile ein Teenager geworden, der gerade seine Sachen fürs College packt. Und da ist leider kein Platz mehr für Cowboys, Space-Ranger oder Dinosaurier. Für Woody und seine Freunde ist damit der Tag gekommen vor dem sie immer Angst hatten: Sie werden nicht mehr gebraucht…denken sie zunächst. Der neue Trailer hat wieder Atmosphäre und alles, was einen guten Pixar-Film ausmacht. Ich liebe das Zitat: „Mal sehen, was wir bei eBay wert sind.“
Regisseur Lee Unkrich (Co-Regisseur von „Toy Story 2“ und „Findet Nemo“) und sein Team schicken die beliebten Spielzeug-Helden in ihr bislang größtes  Abenteuer: in einen Kindergarten! In diesem Chaos aus klebrigen kleinen Händen, die es auf die „neuen“ Spielzeuge abgesehen haben, ist ihre größte Herausforderung erstmal zusammenzubleiben und sich – weder ganz noch in Teilen – zu verlieren: Kein Spielzeug darf zurückbleiben! Und plötzlich stehen sie auch noch den einheimischen Spielzeugen im Sunnyside Kindergarten gegenüber: einer wild gemischten Toy-Truppe um Anführer Lotso, ein Plüschbär, der nach Erdbeer riecht. Sind diese Spielzeuge wirklich alle so herzlich, aufgeschlossen und nett, wie es auf den ersten Blick scheint? Und apropos erster Blick: Für Barbie und Ken scheint es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick zu sein, als sie das erste Mal aufeinander treffen…
Genau 11 Jahre nach ihrem letzten erfolgreichen Abenteuer spielen die liebenswerten und smarten Helden aus Toy Story ganz groß auf: in ihrem dritten Leinwandauftritt, in Disney/Pixars 11. Animationsfilm und in Disney Digital 3D.! Die Erfolgsschmiede von Filmen wie „Findet Nemo“, „Ratatouille“, „Wall-E“ oder „Oben“ präsentiert mit Toy Story 3 ein von Pixar-Veteranin Darla Anderson („Cars“, „Die Monster AG“) produziertes witziges, turbulentes und warmherziges Abenteuer, für das Michael Arndt, Drehbuch-Oscar für “Little Miss Sunshine”, die Vorlage schrieb.
Ich bin gespannt und freu mich. Derweil schauen wir mal Toy Story [Blu-ray]