„Erdbeben“ gehört zu jener wunderbaren Ära des Katastrophenfilms, in der Hollywood keine halben Sachen machte. Wenn schon die Welt untergeht, dann bitte auf der großen Leinwand, mit einem gewaltigen Staraufgebot, spektakulären Miniaturen, berstendem Beton und einem Orchester, das den Untergang mit angemessenem Pathos begleitet. Mark Robsons Film aus dem Jahr 1974 ist ein geradezu exemplarisches Stück dieses Kinos – und zugleich ein faszinierendes Zeitdokument. Ich präsentiere diesen Klassiker bei meiner Matinee im Scala am Sonntag, 20. September im Scala Fürstenfeldbruck um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.
Im Mittelpunkt steht Los Angeles, das von einem verheerenden Erdbeben getroffen wird. Doch bevor Straßen aufreißen, Häuser einstürzen und Menschen um ihr Leben kämpfen, nimmt sich der Film erstaunlich viel Zeit für seine Figuren. Charlton Heston spielt den Bauingenieur Stewart Graff, dessen Ehe mit Remy, dargestellt von Ava Gardner, längst in einer schweren Krise steckt. Dazu kommen George Kennedy als Polizist, Lorne Greene, Geneviève Bujold, Richard Roundtree und weitere bekannte Gesichter. Wie bei den großen Katastrophenfilmen jener Zeit werden zunächst zahlreiche persönliche Geschichten aufgebaut, bevor das Unglück sie miteinander verbindet.
Gerade darin liegt heute ein Teil des Charmes. „Erdbeben“ stammt aus einer Zeit, als ein Katastrophenfilm noch nicht aus einer pausenlosen Folge digitaler Zerstörungsorgien bestand. Die Katastrophe musste vorbereitet werden. Das Publikum sollte die Menschen kennenlernen, deren Leben später buchstäblich aus den Fugen gerät. Manche Figurenzeichnung erscheint aus heutiger Sicht melodramatisch, gelegentlich sogar herrlich überzogen. Doch genau dieses Pathos gehört zum Genre.
Wenn schließlich das große Beben einsetzt, zeigt „Erdbeben“, weshalb der Film damals ein Ereignis war. Die Spezialeffekte verbinden aufwendige Modellbauten, Matte Paintings, reale Sets und Stuntarbeit zu eindrucksvollen Bildern der Zerstörung. Nicht alles hält heutigen Sehgewohnheiten stand, aber vieles besitzt eine physische Qualität, die modernen CGI-Bildern manchmal fehlt. Gebäude scheinen tatsächlich Gewicht zu haben, Trümmer tatsächlich zu fallen. Man spürt, dass hier Kulissen gebaut wurden, damit sie anschließend spektakulär zerstört werden konnten.
Legendär wurde zudem das für den Film entwickelte Sensurround-Verfahren. Besonders tiefe Bassfrequenzen sollten im Kinosaal nicht nur gehört, sondern körperlich gespürt werden. Sitze und Wände vibrierten, wenn das Erdbeben über Los Angeles hereinbrach. „Erdbeben“ wollte damit mehr sein als ein Film: Es sollte ein Kinoereignis werden, bei dem die Technik selbst Teil der Inszenierung war. Für das Publikum der siebziger Jahre muss diese akustische Attacke enorm gewesen sein.
Und dann ist da John Williams. Seine Musik entstand unmittelbar vor jener Phase, in der er mit „Der weiße Hai“, „Star Wars“ und „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ endgültig zu einem der bedeutendsten Filmkomponisten Hollywoods aufstieg. Schon in „Erdbeben“ versteht Williams es, menschliches Drama und großes Spektakel musikalisch miteinander zu verbinden.
Natürlich ist der Film ein Kind seiner Zeit. Rollenbilder, Dialoge und manche dramatische Zuspitzung wirken heute antiquiert. Charlton Heston ist wieder jener nahezu unerschütterliche Mann, den Hollywood besonders gern ins Zentrum existenzieller Krisen stellte. Und Ava Gardner war in Wirklichkeit nur wenige Jahre älter als Heston, obwohl ihre Figur teilweise deutlich älter inszeniert wird – eine jener Merkwürdigkeiten des damaligen Starsystems.
Doch gerade deshalb sollte man „Erdbeben“ nicht allein mit den Maßstäben heutiger Blockbuster betrachten. Der Film gehört zusammen mit Werken wie „Airport“, „Die Höllenfahrt der Poseidon“ und „Flammendes Inferno“ zu einer Epoche, in der der Katastrophenfilm zu einem der großen Publikumsmagneten Hollywoods wurde. Das Rezept war einfach und wirkungsvoll: Stars, private Konflikte, eine gewaltige Bedrohung und die Frage, wer am Ende überlebt.
Fünf Jahrzehnte später besitzt „Erdbeben“ vielleicht nicht mehr denselben Schrecken wie 1974. Dafür hat er etwas anderes gewonnen: nostalgischen Glanz. Es ist großes, manchmal pathetisches, manchmal unfreiwillig komisches, aber mit beeindruckendem handwerklichem Aufwand produziertes Hollywoodkino. Ein Film aus einer Zeit, in der man für die Illusion einer zusammenbrechenden Stadt tatsächlich Modelle baute, Kulissen zerlegte und das Kino zum Vibrieren brachte.
Und wenn heute beim Abspann die Erde längst wieder stillsteht, bleibt vor allem die Erinnerung daran, was ein Katastrophenfilm einmal sein konnte: ein Ereignis, für das die große Leinwand nicht nur die beste, sondern eigentlich die einzig richtige Bühne war.
Ich präsentiere diesen Klassiker bei meiner Matinee im Scala am Sonntag, 20. September im Scala Fürstenfeldbruck um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.
Marilyn Monroe gehört zu den bekanntesten Gesichtern der Filmgeschichte. Kaum eine andere Schauspielerin wurde so oft fotografiert, porträtiert und interpretiert wie sie. Doch nur wenige Aufnahmen vermitteln einen so unmittelbaren und persönlichen Eindruck von Norma Jeane Baker, der Frau hinter dem Weltstar, wie jene Fotografien, die derzeit in der Kunsthalle Kloster Banz in Bad Staffelstein zu sehen sind. Kloster Banz wird von der Hanns-Seidel-Stiftung betrieben. Die Sonderausstellung „Marilyn 100“, die anlässlich ihres 100. Geburtstags entstanden ist, verzichtet bewusst auf den bekannten Glamour der Filmstudios und eröffnet stattdessen einen außergewöhnlich intimen Blick auf eine Frau, deren Leben bis heute von Mythen umgeben ist.
Bereits der Ausstellungsort verleiht der Präsentation eine besondere Atmosphäre. Die historischen Mauern des ehemaligen Benediktinerklosters Banz bilden einen spannenden Kontrast zur schillernden Popkultur Hollywoods. Zwischen barocker Architektur und moderner Ausstellungsgestaltung entsteht ein Raum der Ruhe, der den Besucher dazu einlädt, Marilyn Monroe nicht als unerreichbare Leinwandgöttin, sondern als Menschen kennenzulernen.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 432 bislang unveröffentlichte Fotografien des renommierten LIFE-Magazin-Fotografen Allan Grant. Sie entstanden im Juli 1962 während des letzten großen Interviews mit Marilyn Monroe in ihrem Privathaus in Los Angeles – nur wenige Wochen vor ihrem frühen Tod. Jahrzehntelang blieben diese Aufnahmen im Familienarchiv Grants verborgen. Erst 2025 wurden sie gemeinsam mit rund vier Stunden Original-Tonmaterial wiederentdeckt und wissenschaftlich aufgearbeitet. Nun werden sie erstmals in diesem Umfang der Öffentlichkeit präsentiert.
Gerade diese Fotografien machen den außergewöhnlichen Wert der Ausstellung aus. Grant zeigt Marilyn nicht im Rampenlicht eines Filmsets oder auf einem roten Teppich. Seine Kamera begleitet sie in ihrer vertrauten Umgebung. Sie sitzt entspannt auf einem Sofa, blickt nachdenklich aus dem Fenster, lacht ungezwungen oder wirkt für einen Moment völlig in Gedanken versunken. Es sind Bilder ohne große Inszenierung, geprägt von natürlichem Licht und einer bemerkenswerten Nähe zwischen Fotograf und Porträtierter.
Viele Fotografien wirken fast dokumentarisch. Sie zeigen eine Frau, die sich ihrer Berühmtheit bewusst ist, gleichzeitig aber den Wunsch nach einem normalen Leben erkennen lässt. Der Blick der Kamera ist respektvoll und zurückhaltend. Gerade dadurch entstehen Momente großer Authentizität. Die berühmte Marilyn Monroe erscheint hier nicht als perfektes Hollywood-Produkt, sondern als verletzlicher Mensch mit Hoffnungen, Zweifeln und einer bemerkenswerten Intelligenz.
Besonders eindrucksvoll ist die Kombination aus den Fotografien und den erstmals öffentlich zugänglichen Tonaufnahmen des Interviews. Während die Besucher die Bilder betrachten, entsteht durch Marilyns eigene Stimme eine zusätzliche emotionale Ebene. Man hört ihre Gedanken, ihre Unsicherheiten, aber auch ihren Humor und ihre Selbstreflexion. Dadurch gewinnt jede Fotografie eine neue Tiefe. Die Ausstellung zeigt nicht nur ihr Gesicht, sondern vermittelt auch ihre Persönlichkeit. Genau diese Verbindung von Bild und Ton macht „Marilyn 100“ zu weit mehr als einer klassischen Fotoausstellung.
Kurator Stephan Zipfel beschreibt die Ausstellung als einen Blick auf Marilyn Monroe „frei vom Filter Hollywoods“. Tatsächlich gelingt genau das. Die Fotografien verzichten auf jede Überhöhung. Statt der ewigen Sexikone begegnet den Besuchern eine Frau, die in ihrem eigenen Zuhause für wenige Stunden einfach sie selbst sein durfte. Diese Authentizität verleiht den Bildern ihre außergewöhnliche Kraft.
Ergänzt werden die historischen Fotografien durch Werke des amerikanischen Pop-Art-Künstlers James Francis Gill, der bereits Anfang der 1960er-Jahre Marilyn Monroe zu einem zentralen Motiv seiner Kunst machte. Gemeinsam mit Andy Warhol trug Gill entscheidend dazu bei, Marilyn nach ihrem Tod zur Ikone der Pop-Art werden zu lassen. Für die Ausstellung schuf der heute über 90-jährige Künstler eigens ein neues „Marilyn Triptych“, das unmittelbar von Allan Grants Fotografien inspiriert wurde. Seine Werke schlagen eine faszinierende Brücke zwischen dokumentarischer Realität und künstlerischer Interpretation. Während Grants Kamera den Menschen zeigt, verwandelt Gill dieselbe Persönlichkeit in ein zeitloses Symbol der Popkultur.
Gerade dieser Dialog zwischen Fotografie und Kunst macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Die Besucher erleben zunächst den echten Menschen und anschließend die mediale Ikone, zu der Marilyn Monroe nach ihrem Tod wurde. So wird eindrucksvoll sichtbar, wie sich Erinnerung, Kunst und öffentliche Wahrnehmung gegenseitig beeinflussen.
Dabei verzichtet „Marilyn 100“ weitgehend auf spektakuläre Effekte. Die Fotografien sprechen für sich selbst. Viele Besucher dürften überrascht sein, wie still und nachdenklich zahlreiche Motive wirken. Statt Glamour dominieren leise Gesten, feine Gesichtsausdrücke und kleine Alltagsszenen. Gerade diese Zurückhaltung macht die emotionale Wirkung der Ausstellung aus.
„Marilyn 100“ ist deshalb weit mehr als eine Hommage an einen Filmstar. Die Ausstellung erzählt von Ruhm und Einsamkeit, von öffentlicher Verehrung und privater Verletzlichkeit. Sie erinnert daran, dass hinter jedem Mythos ein Mensch steht – mit Stärken, Schwächen und Sehnsüchten.
Die Kunsthalle Kloster Banz ist mit dieser außergewöhnlichen Präsentation Teil eines internationalen Ausstellungsprogramms, das Stationen in Europa und Nordamerika umfasst. Dennoch besitzt die Schau in Oberfranken ihren ganz eigenen Charakter. Die Verbindung aus den historischen Fotografien Allan Grants, den eindrucksvollen Original-Tonaufnahmen und den Pop-Art-Werken James Francis Gills macht „Marilyn 100“ zu einer der persönlichsten und berührendsten Ausstellungen über Marilyn Monroe, die bislang in Deutschland zu sehen waren. Sie lädt dazu ein, den Blick von der Legende zu lösen – und einer Frau zu begegnen, deren Ausstrahlung auch mehr als sechs Jahrzehnte nach ihrem Tod nichts von ihrer Faszination verloren hat. Die Ausstellung ist noch bis zum 9. August 2026 in der Kunsthalle Kloster Banz zu sehen.
Ich liebe das Kino und ich freue mich sehr, das im Scala Fürstenfeldbruck meine Matineen für das zweite Halbjahr ankündigen darf. Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz und ich haben ziemlich gerungen ein ansprechendes cineastisches Programm auf die Beine zu stellen.
Wir starten jetzt auch eine Reihe von Science-Fiction-Filmen. Die Wunschliste ist lang und die groben Planungen für das erste Halbjahr 2027 laufen an. Es ist aber natürlich alles abhängig von der Resonanz des Publikums. Unsere Zuschauer entscheiden, ob die Wahl für das zweite Halbjahr ansprechend ist. Ich bin gespannt. Also es geht los. Der Kartenvorverkauf ist gestartet.
Matinee: Der Herr der Ringe Am Sonntag, 9. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
Der Zeichentrickfilm „Der Herr der Ringe“ von Ralph Bakshi aus dem Jahr 1978 ist eine eigenständige und bis heute interessante Umsetzung von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Epos. Die Handlung folgt Frodo Beutlin, der den Einen Ring aus dem Auenland fortbringen muss, um ihn vor dem Zugriff Saurons zu schützen. Gemeinsam mit seinen Gefährten beginnt er eine gefährliche Reise durch Mittelerde. Besonders sehenswert ist die besondere Bildsprache des Films, die klassische Animation mit real gefilmten Bewegungsabläufen verbindet. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, stellenweise düstere Atmosphäre, die gut zur Bedrohung durch Mordor passt. Der Film zeigt zentrale Stationen der Geschichte – von Bruchtal über die Minen von Moria bis zu den Kämpfen gegen Sarumans Truppen – und bietet einen spannenden Zugang zu Tolkiens Welt. Für Fantasy-Fans und Liebhaber klassischer Animationsfilme ist diese Fassung eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Ferris macht blau Am Sonntag, 30. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Ferris macht blau“ ist eine charmante und bis heute äußerst unterhaltsame Komödie aus den 1980er-Jahren. Im Mittelpunkt steht Ferris Bueller, ein einfallsreicher Schüler, der einen freien Tag vortäuscht und gemeinsam mit seinem besten Freund Cameron und seiner Freundin Sloane Chicago unsicher macht. Während der Schuldirektor alles daransetzt, Ferris zu überführen, entwickelt sich der Tag zu einem turbulenten Ausflug voller Witz, Tempo und überraschender Momente. Der Film überzeugt durch seinen leichten Ton, pointierte Dialoge und eine Hauptfigur, die mit viel Charme und Selbstbewusstsein durch die Geschichte führt. Besonders gelungen ist die Mischung aus jugendlicher Rebellion, Slapstick und warmherziger Freundschaftsgeschichte. „Ferris macht blau“ ist damit ein echter Komödienklassiker, der auch heute noch frisch wirkt und beste Unterhaltung für alle bietet, die intelligente, gut gelaunte Filmkomödien schätzen.
Matthew Broderick, Mia Sara, and Alan Ruck publicity portrait for the film ‚Ferris Bueller’s Day Off‘, 1986. (Photo by Paramount/Getty Images)
Matinee: Erdbeben Am Sonntag, 20. September von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Erdbeben“ ist ein packender Katastrophenfilm aus den 1970er-Jahren, der das Genre mit eindrucksvollen Bildern und großer Spannung prägt. Im Mittelpunkt steht Los Angeles, das von einem schweren Beben erschüttert wird. Der Film begleitet verschiedene Menschen, deren Wege sich vor und nach der Katastrophe kreuzen – darunter Architekten, Rettungskräfte und ganz normale Bürger, die plötzlich um ihr Überleben kämpfen müssen. Besonders wirkungsvoll ist die Mischung aus persönlichem Drama, spektakulären Zerstörungsszenen und klassischer Spannungserzählung. „Erdbeben“ setzt auf große Schauwerte, ein prominentes Ensemble und die für seine Zeit beeindruckende Inszenierung der Naturgewalt. Dadurch entsteht ein intensiver Filmabend, der Fans klassischer Katastrophenfilme ebenso anspricht wie Zuschauer, die spannendes Unterhaltungskino mit nostalgischem Flair schätzen.
Matinee: Starship Troopers Am Sonntag, 4. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Starship Troopers“ ist ein temporeicher Science-Fiction-Film, der actionreiches Unterhaltungskino mit satirischen Elementen verbindet. Im Mittelpunkt steht eine futuristische Gesellschaft, in der junge Menschen zum Militärdienst ermutigt werden, um gegen eine außerirdische Insektenrasse zu kämpfen. Der Film folgt Johnny Rico und seinen Freunden auf ihrem Weg von der Ausbildung bis zu brutalen Einsätzen auf fremden Planeten. Besonders sehenswert ist die Mischung aus spektakulären Effekten, intensiven Kampfszenen und einer bewusst überzeichneten Darstellung von Militär, Propaganda und Heldentum. „Starship Troopers“ bietet nicht nur packende Science-Fiction-Action, sondern auch eine bissige Gesellschaftssatire, die dem Film bis heute seinen besonderen Reiz gibt. Für Fans von genrebewusstem, provokantem und visuell eindrucksvollem Kino ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Ein Fressen für die Geier Am Sonntag, 11. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Ein Fressen für die Geier“ ist ein unterhaltsamer Western mit Abenteuercharakter, der klassische Genreelemente mit Humor und ungewöhnlichen Figuren verbindet. Im Mittelpunkt steht der Söldner Hogan, der in Mexiko auf eine vermeintliche Nonne trifft. Gemeinsam geraten sie in eine gefährliche Mission während der französischen Besatzung – mit überraschenden Wendungen, rauem Charme und pointierten Dialogen. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der Hauptfiguren Clint Eastwood und Shirley MacLaine, die sich zunächst misstrauisch begegnen, aber nach und nach zu einem schlagkräftigen Duo werden. „Ein Fressen für die Geier“ überzeugt durch seine Mischung aus Spannung, lakonischem Witz und klassischer Westernatmosphäre. Für Freunde des Genres ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung mit starken Darstellern und einem angenehm eigenständigen Ton.
Matinee: The Fog – Nebel des Grauens Am Sonntag, 1. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„The Fog – Nebel des Grauens“ ist ein atmosphärischer Horrorklassiker von John Carpenter, der seine Spannung weniger aus grellen Schockeffekten als aus Stimmung, Andeutung und unheimlicher Erwartung bezieht. Im Mittelpunkt steht die Küstenstadt Antonio Bay, die kurz vor ihrem Jubiläum von einem geheimnisvollen Nebel heimgesucht wird. Mit ihm kehrt ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit zurück – und eine tödliche Bedrohung nähert sich der Stadt. Besonders wirkungsvoll ist die dichte, maritime Atmosphäre des Films: Leuchtturm, Küste, nächtliche Straßen und der langsam heranziehende Nebel erzeugen eine stetig wachsende Spannung. „The Fog – Nebel des Grauens“ überzeugt durch seine klassische Inszenierung, den prägnanten Soundtrack und seine unheilvolle Stimmung. Für Freunde des gepflegten Gruselkinos ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung und ein starker Vertreter des atmosphärischen Horrors.
Matinee: Die Wildgänse kommen Am Sonntag, 15. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Die Wildgänse kommen“ ist ein spannender Abenteuer- und Kriegsfilmklassiker, der mit einem starken Ensemble, klarer Dramaturgie und viel Spannung überzeugt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe erfahrener Söldner, die den Auftrag erhält, einen afrikanischen Politiker aus der Gefangenschaft zu befreien. Was zunächst als präzise geplante Mission beginnt, entwickelt sich bald zu einem gefährlichen Überlebenskampf. Besonders sehenswert ist das Zusammenspiel der markanten Hauptdarsteller, darunter Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Hardy Krüger. „Die Wildgänse kommen“ verbindet klassische Action, militärische Spannung und persönliche Konflikte zu einem packenden Film mit rauem Ton und nostalgischem Abenteuerflair. Für Freunde großer Ensemblefilme und klassischer Spannungskinos ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Blade Runner Am Sonntag, 29. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Blade Runner“ ist ein stilprägender Science-Fiction-Klassiker, der düstere Zukunftsvision, Kriminalfilm und philosophische Fragen eindrucksvoll verbindet. Im Mittelpunkt steht Rick Deckard, ein sogenannter Blade Runner, der in einem verregneten, neonhellen Los Angeles des Jahres 2019 künstlich erschaffene Menschen – sogenannte Replikanten – aufspüren soll. Doch seine Mission führt ihn zunehmend an die Grenzen zwischen Menschlichkeit, Erinnerung und künstlichem Leben. Besonders sehenswert ist die einzigartige Bildsprache des Films: Großstadt, Schatten, Dauerregen, Werbetafeln und elektronische Musik schaffen eine dichte Atmosphäre, die bis heute viele Science-Fiction-Filme geprägt hat. „Blade Runner“ überzeugt durch seine starke Inszenierung, seine nachdenkliche Grundstimmung und die faszinierende Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Für Freunde anspruchsvoller Science-Fiction ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung und ein Meilenstein des Genres.
Matinee: Dark Star Am Sonntag, 6. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Dark Star“ ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der Weltraumabenteuer, schwarzen Humor und philosophische Absurdität auf sehr eigenständige Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht die Besatzung des Raumschiffs Dark Star, die seit Jahren durchs All reist, um instabile Planeten zu zerstören. Der Alltag an Bord ist geprägt von technischer Überforderung, Langeweile, skurrilen Zwischenfällen und zunehmender Erschöpfung. Besonders sehenswert ist der lakonische Ton des Films, der klassische Science-Fiction-Motive bewusst gegen den Strich bürstet. „Dark Star“ überzeugt durch seinen trockenen Humor, seine originellen Ideen und den Charme einer frühen Low-Budget-Produktion von John Carpenter und Dan O’Bannon. Für Freunde schräger Science-Fiction und kultiger Genreklassiker ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Auf dem Highway ist die Hölle los Am Sonntag, 27. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Auf dem Highway ist die Hölle los“ ist eine turbulente Actionkomödie mit hohem Tempo, viel Situationskomik und einem großen Staraufgebot. Im Mittelpunkt steht ein illegales Autorennen quer durch die USA, bei dem sehr unterschiedliche Teilnehmer mit allen Tricks versuchen, als Erste ins Ziel zu kommen. Dabei geraten sie in aberwitzige Verfolgungsjagden, Täuschungsmanöver und komische Zwischenfälle.
Besonders unterhaltsam ist die Mischung aus rasantem Roadmovie, Slapstick und lockerem Ensemblefilm. „Auf dem Highway ist die Hölle los“ lebt von seinem unbeschwerten Ton, den exzentrischen Figuren und dem nostalgischen Charme des Unterhaltungskinos der frühen 1980er-Jahre. Für Freunde klassischer Actionkomödien ist der Film eine vergnügliche Wiederentdeckung mit viel Tempo und guter Laune.
Ich habe für ein Ehrenamt beworben und bin von der Mitgliederversammlung gewählt worden. Ich bin jetzt Schriftführer beim Munich ACM Siggraph Chapter. In dieser Funktion habe ich auch die Pressearbeit für den Verein übernommen.
Das Munich ACM Siggraph Chapter hat sich zum Ziel gesetzt Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur und Bildung zu fördern. Insbesondere durch die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen im Bereich Computergrafik, interaktiver Technologien und deren Anwendungsgebieten bieten wir einen breiten Zugang zu neuen Erkenntnissen auf diesen Gebieten und Ermöglichen deren Verbreitung.
Warum habe ich mich um dieses Amt beworben? Zum einen mag ich die Branche. Ich habe jahrelang in der 3D-Branche gearbeitet und war Chefredakteur zweier 3D-Zeitschriften, der Creative Live und der DIGITAL PRODUCTION und konnte dort den wichtigsten europäischen Preis der Szene, den animago AWARD verantworten. Dort konnte ich meine Hobbys wie Film, Animation und Games zum Beruf machen. Dort habe ich auch tolle Menschen kennengelernt, die Visionen haben und etwas bewegen wollen. Nach meinem Schritt in die Selbstständigkeit habe ich als redaktion42 den Kontakt zur Branche nicht verloren.
Zum anderen durfte ich die wichtigste 3D-Messe die Siggraph mehrmals besuchen. Ich war in San Diego, New Orleans und Los Angeles mit von der Partie. Im Grunde war es ein Besuch im Muppet Labor von Professor Bunsenbrenner, in dem die Zukunft schon heute gemacht wird. Ich habe Zukunftstechniken gesehen, die erst in ein paar Jahren freigeschaltet werden. Und daher war es für mich eine Selbstverständlichkeit als ich gefragt wurde, ein Amt wahrzunehmen.
Für das Munich ACM Siggraph Chapter organisierte ich eine Veranstaltung mit dem Yoda-Guy Nick Maley in Erlangen.
Ich will mich in diesem Amt aktiv mit Veranstaltungen einbringen. Ich habe vor kurzem eine Veranstaltung mit dem Schöpfer von Yoda in Erlangen durchgeführt. Special Make-up-Designer Nick Maley erzählte uns einige Hintergründe aus der VFX-Gerüchteküche in Hollywood.
Bei einem Stammtisch führte ich mit der Vorsitzenden des Munich ACM Siggraph Chapter Cornelia Denk ein kleines Videointerview. Viel Spaß und wer zu Veranstaltungen kommen will, bitte einfach bei mir melden.
Nach „Die Schöne und das Biest“ (1991) und „Oben“ (2010) ist Toy Story 3 erst als dritter Animationsfilm überhaupt ein kleiner Triumph gelungen. Der 11. Animations-Hit aus dem Hause Pixar wurde in der Oscar Königskategorie „Bester Film“ von der Academy Award Jury für einen Oscar nominiert. Bereits das zweite Jahr infolge kann sich das Erfolgsstudio Disney/Pixar somit nicht nur in der Konkurrenz um die Auszeichnung „bester Animationsfilm“ beweisen, sondern ist bereit für die große Sensation – denn noch nie gelang es einem Animationsfilm die begehrte Oscar Kategorie für sich zu entscheiden. Die Oscar-Verleihung 2011 findet am 27. Februar 2011 im Kodak Theatre in Los Angeles statt.
Walt Disney und Pixar Animation Studios Chef John Lasseter sagte über die Nominierung, “Es ist eine große Ehre für uns, dass Toy Story 3 in der Kategorie “Bester Film” nominiert wurde. Die Nominierung zollt Regisseur Lee Unkrich, Produzentin Darla Anderson und Drehbuchautor Michael Arndt sowie all den anderen Talenten bei Pixar, die so hart daran gearbeitet haben, das Niveau zu wahren und sich selbst und die Erwartungen der Fans und des Publikums überall auf der Welt noch zu übertreffen, große Anerkennung.”Neben den Nominierungen für „Bester Film“ und „Bester Animationsfilm“ bestehen aussichtsreiche Chancen in drei weiteren Kategorien: „Bester Song“ für „We Belong Together“, „Bester Tonschnitt“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“.
Wer zur DVD oder Blu-ray greift, kann sich gleich von der Qualität eines weiteren Oscar-Aspiranten überzeugen: Der liebenswerte Pixar-Short DAY & NIGHT ist im umfangreichen Bonusmaterial von Toy Story 3 enthalten und geht dieses Jahr in der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“ ins Oscar-Rennen.
Update aus der Oscar-Nacht: Der beste animierte Spielfilm ist „Toy Story 3“. Pixar darf sich freuen.
Ok, ich mag Alvin and the Chipmunks nicht. Mich nerven die quietschenden Hörnchen, aber ich bin wohl auch nicht Zielgruppe für die seichte US-Unterhaltung. Aber als ich mich den Film für meinen Nachwuchs ansah, entdeckte ich bei Teil 2 – The Squeakquel interessante Effekte. Tricktechnisch setzt auch dieser Film Maßstäbe. Wie beim ersten Teil „Alvin and the Chipmunks“ hat das mehrfach preisgekrönte Studio Rhythm & Hues (R&H) die Gestaltung der visuellen Effekte übernommen. Und wie schon in der Vergangenheit hat R&H auch bei diesem Projekt auf NVIDIAs Quadro-Lösungen bei der Realisierung gesetzt.
Aufgabe von R&H war die Entwicklung Hunderter von Einstellungen für „The Squeakquel“ und von sechs Film-Trailern – es war damit das größte Projekt der Unternehmensgeschichte. Die Komplexität der Aufgabe wurde noch erhöht durch die Kombination der computeranimierten Chipmunks und ihrer realen Ebenbilder in amerikanischem Spielen wie Dodgeball und Football oder in täglichen Lebenssituationen. Und weil es noch komplizierte sein musste: Das Projekt sollte innerhalb von nur 28 Wochen abgeschlossen werden musste.
Um die Anforderungen in „The Squeakquel“ erfüllen zu können, musste R&H seine Produktions-Pipeline umbauen und phasenweise annähernd 1.000 Workstations mit Quadro-GPUs von NVIDIA in seinen Standorten Los Angeles, Mumbai, Hyderabad und Kuala Lumpur nutzen.
„NVIDIAs Lösungen decken das gesamte Spektrum der digitalen Filmproduktion ab und werden vom Texturen- und 3D-Designer ebenso verwendet wie im Screening Room“, betont David Perkins, Technical Support Supervisor bei R&H. Nathan Cournia, Software Engineer bei R&H, ergänzt: „Wir verwenden NVIDIA Quadro für das 2K-Playback in Echtzeit mit voller Farbkorrektur. Durch die Echtzeit-Farbansichten können Designer bereits im Studio sehen, wie ihre Einstellungen später im Kino dargestellt werden.“
Es kam der ganze Zirkus an klassischer 3D-Software zum Einsatz: Zusätzlich zur Verwendung der Quadro-Lösungen für 2K-Projektionen nutzt R&H Quadro-basierte Linux-Workstations für die proprietären Studio-Software-Lösungen Icy für das Compositing, Voodoo für die Animation, Wren für das Rendern und Eve für das Playback. Die Quadro-Lösungen von NVIDIA beschleunigen darüber hinaus die Software-Applikationen Autodesk Maya und Houdini von Side Effects Software.
Aber das ist nicht das Ende. 3D-Stereo ist der neue Trend in Hollywood. Und dieser Trend wird von den Studiodienstleistern verlangt. Hinsichtlich der zunehmenden Nutzung von 3D-Effekten in der Filmproduktion prüft R&H gegenwärtig den Einsatz der Stereoscopic-3D-Treiber von NVIDIA im nächsten Filmprojekt, einem 3D-Kinofilm. Warten wirs ab. Avatar hat hohe Maßstäbe gesetzt und das 3D-Stereo-System von Disney/Pixar ist nicht von schlechten Eltern.
Ich gestehe: Ich bin ein Retro-Fan. Dies wurde mir wieder bewusst, als ich das Dach meines Hotels in Los Angeles besuchte. Mein Hotel ist „the Standard“ in Downtown. Ein Kollege hat es für mich ausgewählt: DJ in der Lobby, Pool auf dem Dach, Party-Ort von Paris Hilton – alles in allem wohl genau das Richtige für mich. Nun gut, zumindest ein kostenloses WLAN gab es. Aber zurück zum Blick über die Stadt. Ich erblickte ein faszinierendes Lichtermeer. Das erinnere mich an zwei Filme: „Metropolis“ und „Die Klapperschlange“. Ich habe gelesen, dass Regierstar Fritz Lang die Idee zu Metropolis hatte, als er das erste Mal mit dem Schiff nach New York kam. Er war von den Lichtern der Stadt fasziniert. Jahre später erging es John Carpenter ähnlich. Ihm kam die Idee zu seinem Meisterwerk „die Klapperschlange“. Ich bin weder Lang noch Carpenter und dennoch drehte ich in LA ein paar Filme von der 3D-Messe Siggraph. Die Filme sind auf der Website meines Magazins DIGITAL PRODUCTION http://www.digitalproduction.com zu sehen. Zugegeben, Lang und Carpenter sind besser.