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Zwischen Glauben, Reform und Livestream: Zeitfragengottesdienst mit Rainer Maria Schießler in Aufkirchen

7. Juni 2026

Beim Zeitfragengottesdienst in der Kirche St. Georg in Aufkirchen stand eine Frage im Mittelpunkt, die viele katholische Gemeinden derzeit beschäftigt: Wie kann Glaube in der Moderne gelebt werden, ohne sich in alten Strukturen, lähmenden Gewohnheiten oder bloßem Warten auf Entscheidungen „von oben“ zu verlieren? Im Auftrag der Katholischen Landvolk Bewegung in Kooperation mit dem Brucker Forum durfte ich den Gottesdienst via Zoom streamen, das Material nachbearbeiten und den Kunden zur Verfügung stellen. Hier das Video

Beim Streaming eines Gottesdienstes in Aufkirchen zeigte sich, wie viel Technik, Planung und Improvisation nötig sind, damit eine kirchliche Feier nicht nur vor Ort, sondern auch digital gut miterlebt werden kann. Der Gottesdienst wurde über Zoom übertragen und mit insgesamt vier Kameras produziert. Damit konnten unterschiedliche Perspektiven eingefangen werden: der Pfarrer am Altar, die liturgischen Handlungen, der Kirchenraum sowie weitere Einstellungen, die den Online-Zuschauerinnen und -Zuschauern einen möglichst lebendigen Eindruck des Gottesdienstes vermitteln sollten.

Es kamen zahlreiche Gläubige nach Aufkirchen, um Pfarrer Rainer Maria Schießler zu hören. Der Münchner Geistliche zählt seit Jahren zu den bekanntesten katholischen Pfarrern Bayerns. Er ist Pfarrer von St. Maximilian in München, Autor mehrerer erfolgreicher Bücher und gilt als Seelsorger, der mit klarer Sprache, volksnaher Art und oft unkonventionellen Positionen weit über seine Gemeinde hinaus wahrgenommen wird.

Das Herzstück meiner Produktion war ein ATEM ISO-Mischer, über den die verschiedenen HDMI-Kamerasignale zusammengeführt und live ausgewählt wurden. Dadurch war es möglich, während des Gottesdienstes zwischen den einzelnen Kameraperspektiven zu wechseln und die Übertragung abwechslungsreicher zu gestalten als mit einer einzigen statischen Kamera. Gerade bei Gottesdiensten ist dies wichtig, weil viele Handlungen räumlich verteilt stattfinden: am Altar, am Ambo, im Kirchenschiff oder bei besonderen Momenten innerhalb der Liturgie.

Für den Ton wurde zunächst ein DJI-Mikrofon eingesetzt, das direkt an der Albe des Pfarrers befestigt war. Die Albe ist ein langes, weißes, knöchellanges Grundgewand, das an das weiße Taufkleid erinnert. Sie heben ihn aus dem Alltag heraus und symbolisieren, dass er in der Messe nicht als Privatperson, sondern in Vertretung Jesu Christi handelt.

Dadurch war die Stimme des Geistlichen klar und gut verständlich zu hören. Diese Lösung erwies sich besonders für die Predigt, die Gebete und die liturgischen Texte des Pfarrers als sinnvoll. Allerdings zeigte sich während der Produktion auch eine typische Herausforderung bei der Übertragung von Gottesdiensten: Wenn nur der Pfarrer mikrofoniert ist, fehlen die übrigen akustischen Elemente der Feier. Gesänge, Antworten der Gemeinde, Musik, Lektorinnen und Lektoren oder andere Mitwirkende werden dann nur unzureichend erfasst.

Um dieses Problem auszugleichen, wurde zusätzlich ein Tascam-Recorder eingesetzt. Dieser nahm den Ton des restlichen Gottesdienstes im Kirchenraum auf. Die so aufgezeichnete Atmosphäre, die Gemeindeteile und die weiteren liturgischen Elemente konnten ergänzend zum Signal des Pfarrermikrofons dazugemischt werden. Dadurch entstand ein deutlich vollständigeres Klangbild. Die Online-Teilnehmenden hörten nicht nur die Stimme des Pfarrers, sondern bekamen auch einen Eindruck vom Raum, von der Musik und von der Beteiligung der Gemeinde.

Eine weitere große Herausforderung war die Internetverbindung in der Kirche. Gerade ältere Kirchengebäude sind für Livestreaming oft schwierig: dicke Mauern, schwacher Mobilfunkempfang und fehlende Netzwerkinfrastruktur können eine stabile Übertragung erheblich erschweren. In Aufkirchen wurde dieses Problem durch einen Elektriker aus dem Dorf gelöst. Er sorgte dafür, dass vor Ort eine verlässliche Verbindung eingerichtet werden konnte. Das WLAN wurde über einen Huawei-Router bereitgestellt, der die technische Grundlage für die Zoom-Übertragung lieferte.

Die Erfahrung zeigte, dass ein erfolgreicher Gottesdienst-Stream nicht allein von Kameras und Software abhängt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aller Komponenten: Bild, Ton, Internetverbindung, Bedienung des Mischers und ein Verständnis für den Ablauf der Liturgie. Besonders beim Ton wurde deutlich, dass eine gute Verständlichkeit des Pfarrers zwar wichtig ist, aber nicht ausreicht. Ein Gottesdienst lebt auch von Musik, Stille, Raumklang und den Stimmen der Gemeinde. Erst durch die zusätzliche Aufnahme mit dem Tascam-Recorder konnte dieser Charakter besser eingefangen werden.

Der Stream aus Aufkirchen machte deutlich, dass auch mit vergleichsweise kompakter Technik eine ansprechende digitale Gottesdienstübertragung möglich ist. Vier Kameras, ein ATEM-ISO-Mischer, ein DJI-Mikrofon, ein zusätzlicher Tascam-Recorder und eine stabile WLAN-Verbindung über einen Huawei-Router bildeten die technische Grundlage. Gleichzeitig zeigte das Projekt, dass bei Liveproduktionen in Kirchen immer mit unvorhergesehenen Herausforderungen gerechnet werden muss. Entscheidend ist dann, flexibel zu reagieren und Lösungen zu finden, die zur Situation vor Ort passen.

Am Ende stand eine Übertragung, die nicht nur technisch funktionierte, sondern auch zeigte, wie wertvoll lokale Unterstützung sein kann. Ohne die Lösung der Internetfrage durch den Elektriker aus Aufkirchen wäre der Zoom-Stream kaum zuverlässig möglich gewesen. Und ohne die zusätzliche Tonaufnahme wäre der Gottesdienst akustisch deutlich einseitiger geblieben. So wurde aus der Aufgabe, einen Gottesdienst digital zugänglich zu machen, ein gelungenes Zusammenspiel von kirchlichem Leben, moderner Medientechnik und praktischer Hilfe aus dem Dorf. 

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Glaube und Moderne – Kraft aus dem Evangelium“. Schon dieses Thema machte deutlich, dass es nicht nur um eine feierliche Messe, sondern um eine Standortbestimmung ging. Die katholische Kirche steht seit Jahren unter Druck: Kirchenaustritte, Vertrauensverlust, Diskussionen um Machtstrukturen, die Rolle der Frau, den Umgang mit Homosexualität und die Frage, wie Gemeinden vor Ort handlungsfähig bleiben, prägen die Debatten. Schießler griff diese Themen in seiner Predigt direkt auf. Er machte dabei keine einfachen Versprechungen und präsentierte auch kein Patentrezept gegen Kirchenaustritte. Vielmehr stellte er die Verantwortung der einzelnen Gemeinde in den Mittelpunkt. Der Pfarrer betonte, dass er keine „Zaubermittel“ habe, um Austritte zu verhindern, wohl aber helfen könne, den Blick zu schärfen und Mut zu machen. 

Eine zentrale Linie seiner Predigt war der Gedanke der Eigenverantwortung. Schießler verband diesen mit dem Fest Christi Himmelfahrt: Jesus habe die Menschen nicht verlassen, um sie alleinzulassen, sondern ihnen Verantwortung übertragen. Diesen Gedanken machte er anschaulich, indem er einen jungen Ministranten in seine Predigt einbezog und an die Erfahrung erinnerte, zum ersten Mal allein zu Hause gelassen zu werden. Daraus entwickelte Schießler seine Botschaft an die Gemeinde: Christinnen und Christen sollen nicht ängstlich auf fertige Lösungen warten, sondern selbst Verantwortung übernehmen. Für ihn bedeutet Glaube nicht, passiv zu bleiben, sondern im Vertrauen auf das Evangelium mutig zu handeln. Sein Appell an die Gemeinde lautete sinngemäß: Macht es so, wie ihr es für richtig haltet. 

Damit traf Schießler auch einen Kern des Selbstverständnisses der Katholischen Landvolk Bewegung. Die KLB versteht sich in Bayern als Bildungs- und Aktionsgemeinschaft für Menschen im ländlichen Raum. Sie will die Zukunft der Dörfer mitgestalten, Glauben erfahrbar machen und die Eigenverantwortung der Pfarrgemeinden stärken. Genau diese Verbindung von Glauben, Dorfleben und aktiver Verantwortung war beim Zeitfragengottesdienst in Aufkirchen spürbar. Es ging nicht um eine abstrakte Kirchenreformdebatte, sondern um die konkrete Frage, was Menschen vor Ort tun können, wenn traditionelle Sicherheiten schwinden und zugleich der Wunsch nach lebendiger Gemeinschaft bleibt. 

Schießler sprach auch kontroverse Themen offen an. Besonders deutlich wurde er bei der Rolle der Frau in der Kirche. Die sogenannte Frauenfrage müsse dringend geklärt werden, machte er deutlich. Er stellte infrage, warum Menschen, die sich berufen fühlen, aufgrund ihres Geschlechts ausgeschlossen werden sollten. In diese Linie bezog er auch den Umgang mit Homosexualität ein. Damit blieb Schießler seiner bekannten Haltung treu: Er gehört zu jenen katholischen Stimmen, die eine offenere, menschenzugewandte und weniger ausschließende Kirche fordern. Auch in früheren öffentlichen Äußerungen und Interviews hat er sich wiederholt zu Themen wie Zölibat, Rolle der Frau, Homosexualität und Kirchenaustritten geäußert. 

Bemerkenswert war dabei nicht nur, was Schießler sagte, sondern auch, wie er es sagte. Seine Predigt zielte nicht auf theoretische Kirchenkritik, sondern auf Ermutigung. Er forderte die Gläubigen auf, nicht ständig nach oben zu schauen, sondern auf die Menschen vor Ort. Damit kritisierte er indirekt eine Haltung, die Reformen allein von kirchlichen Papieren, Beschlüssen oder höheren Instanzen erwartet. Stattdessen stellte er die Gemeinde als handelndes Subjekt in den Vordergrund: Kirche beginnt dort, wo Menschen miteinander anders umgehen, voneinander lernen und einander ernst nehmen. Der Satz, dass die Kirche zwar weniger werde, deshalb aber nicht weniger wichtig sei, fasst diese Haltung prägnant zusammen. 

Der große Zuspruch in Aufkirchen zeigt, dass solche Worte auf Resonanz stoßen. Wenn Schießler kommt, füllen sich die Kirchen. Das liegt nicht nur an seiner Bekanntheit, sondern auch daran, dass er vielen Menschen eine Sprache anbietet, die religiöse Tradition mit heutiger Lebenswirklichkeit verbindet. Er spricht über Glauben nicht als abgeschlossenes System, sondern als Kraftquelle, die Menschen befähigen soll, Verantwortung zu übernehmen. Gerade in ländlichen Gemeinden, in denen Kirche oft noch stark mit Vereinsleben, Dorfstruktur, Ehrenamt und persönlicher Begegnung verbunden ist, kann diese Botschaft eine besondere Wirkung entfalten. 

Der Zeitfragengottesdienst in Aufkirchen war damit mehr als ein gut besuchter Gottesdienst mit einem prominenten Pfarrer. Er war ein Signal, dass die Fragen der Zeit auch im kirchlichen Raum offen ausgesprochen werden können: Wie gehen Gemeinden mit Rückgang und Verunsicherung um? Wie viel Mut haben sie, eigene Wege zu gehen? Wie kann Kirche glaubwürdig bleiben, wenn Menschen Ausgrenzung, Erstarrung oder mangelnde Reformbereitschaft erleben? Schießlers Antwort darauf war klar: Nicht warten, sondern anfangen. Nicht zuerst auf Strukturen schauen, sondern auf Menschen. Nicht die Bedeutung der Kirche am Maßstab der Zahlen messen, sondern daran, ob sie vor Ort Hoffnung, Gemeinschaft und Orientierung gibt.

So wurde der Gottesdienst in St. Georg zu einem Plädoyer für eine Kirche, die kleiner werden mag, aber lebendig bleiben kann, wenn sie sich ihrer Verantwortung stellt. Schießlers Botschaft war unbequem und ermutigend zugleich: Die Zukunft der Kirche entscheidet sich nicht allein in Rom, München oder auf kirchlichen Synoden, sondern auch in jeder einzelnen Gemeinde – dort, wo Menschen bereit sind, den Glauben nicht nur zu bewahren, sondern ihn in ihrer Gegenwart neu zu leben.

Eindrücke von der neuen DB Lounge in Nürnberg

31. Juli 2017

Die DB Lounge in Nürnberg wurde komplett neu gestaltet.

Die DB Lounge in Nürnberg wurde komplett neu gestaltet.

Seit wann hat Nürnberg einen eigenen Apple Store? Das war mein erster Gedanke, als ich die neue DB Lounge im Nürnberger Hauptbahnhof betrat. Eine komplett neue Lounge mit stylischer Mobiliar und zahlreichen Services – so stelle ich mir als Kunde meine Bahn vor.
Wenn ich zu meinen Seminaren in Deutschland unterwegs bin, dann nutze ich zumeist die Deutsche Bahn. Viele Leute schimpfen über die Bahn, ich auch manches Mal. Aber ich habe mich mit der Deutschen Bahn arrangiert und bin im Alter gelassener geworden. Als digitaler Nomade nutze ich die DB Lounge intensiv, wenn es sich die Möglichkeit ergibt. München und Nürnberg sind meine meist besuchten Lounges, in anderen Städten hätte ich gerne eine. Ich nutze in der Lounge die kostenlosen Getränke, die Toilette und das WLAN. Hin und wieder nutze ich die Lounges auch als Meetingmöglichkeit, wenn ich mich mit (potentiellen) Kunden treffe. Und nun war ich von der Pressestelle der DB zur Neueröffnung der DB Lounge Nürnberg eingeladen, nachdem ich auf Twitter ein paar Bilder von der Lounge gepostet habe.

Ruhe jetzt - Michael Peterson, Vorstand Marketing DB Fernverkehr, spricht.

Ruhe jetzt – Michael Peterson, Vorstand Marketing DB Fernverkehr, spricht.

20 Jahre nach Eröffnung der ersten DB Lounge präsentierte nun die Bahn das neue Lounge-Konzept. Bevor die Lounge im Real Life gebaut wurde, testete Architekt Rolf Romani das ganze Projekt am Rechner und dann am Modell. Insgesamt ist die neue Lounge rund 220 Quadratmeter groß und eine absolute Steigerung zur bisherigen Lounge in Nürnberg. Heute präsentiert sich die neue Nürnberger DB Lounge für mich als interessanter Rückzugsort mit Ruhe- und verschiedenen Arbeitsbereichen. Bisher war es eine bessere Wartehalle. Jetzt muss die neue Lounge in der Praxis ihre Alltagstauglichkeit erweisen – der erste optische Eindruck war auf jeden Fall extrem positiv – eben ein Apple Store in Nürnberg. In die neue Lounge wurden 1,3 Millionen Euro investiert und das sieht der Kunde auch. Der Umbau hat nach Informationen der DB-Pressestelle sieben Monate gedauert.
Zur Eröffnung ist viel Bahn-Prominenz angereist – ob mit der Bahn oder nicht konnte ich nicht überprüfen. An der Spitze war Michael Peterson, Vorstand Marketing DB Fernverkehr, nach Nürnberg gekommen.

Neben einer kurzen Rede war seine wichtige Tätigkeit, einen Schokokuchen anzuschneiden. Dabei achtete er vor allem darauf, dass das DB-Logo nicht zerteilt wurde. Michael Peterson ist eben ein Marketingmann und Eisenbahner durch und durch. Das Zerteilen des Kuchens überließ er aber dann Leuten, die davon etwas verstehen, wie er locker meinte.

Für Peterson ist klar, dass die Deutsche Bahn den aktuellen und modernen Reisebedürfnissen der Kunden nachkommt und die Lounge sei Teil der Qualitätsoffensive, die 2015 gestartet wurde. Er erinnerte daran, dass seit Jahresbeginn die ICE mit WLAN ausgestattet seien, für mich ein absoluter Pluspunkt. Wenn das WLAN funktioniert, kann ich vollkommen ungestört meiner Arbeit nachgehen – ja wenn.

Es gab einen speziellen Schokokuchen. Leider kam ich zu spät, weil ich erst de Interviews führen musste.

Es gab einen speziellen Schokokuchen. Leider kam ich zu spät, weil ich erst de Interviews führen musste.

Das Ziel sei es, so Peterson, das Reisen für die Kunden zu verbessern und angenehmer zu machen. Das klingt fein, nachdem die Bahn jahrelang gespart hat, muss sie aus meiner Sicht die Attraktivität steigern. Durch die Lounge ist sie auf dem richtigen Weg. Die neue Lounge sei laut Peterson ein weiterer Meilenstein, aber man sei noch nicht am Ende. Jetzt heißt wohl die Devise; Mal abwarten und schauen, wie sich das Konzept bewährt. Bedeutet für mich übersetzt, an den anderen DB Lounge-Standorten tut sich erst mal nichts.

Die DB Lounges im Überblick
Über 5 Millionen Gäste haben 2016 die bundesweit 15 DB Lounges vor Abfahrt oder beim Umstieg ihrer Bahnreise aufgesucht. In Nürnberg waren es allein 150.000 Reisende, so die Bahn. Ja nach Standort und Fahrgastaufkommen variieren die Größen der einzelnen DB Lounges. Mit 141 Sitzplätzen ist der exklusive Aufenthaltsbereich im Frankfurter Hauptbahnhof einer der größten in Deutschland. Allein über 700.000 Gäste aber 2016 laut Bahnangaben diese Lounge genutzt und sie damit zu der am stärksten frequentierten gemacht. Im Vergleich stehen in der kleinsten DB Lounge im Bremer Hauptbahnhof den Reisenden 20 Sitzplätze zur Verfügung.
DB Lounges finden sich in den Bahnhöfen von Berlin, Bremen, Düsseldorf, Dresden, Essen, Frankfurt/Main, Frankfurt/Main Flughafen, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart.

Bier gab es nur zur Eröffnung.

Bier gab es nur zur Eröffnung.

Service in der DB Lounge in Nürnberg
Mich führte Andreas Schneider, Leiter Service und Betrieb der DB Lounges, durch die neue DB Lounge in Nürnberg. Ich machte mit ihm einen Rundgang mit der 360 Grad Kamera, so dass auch die Blogleserinnen und -leser einen Eindruck gewinnen können. Insgesamt hat die DB Lounge in Nürnberg 5 Schwerpunktangebote, die ich künftig verstärkt nutzen werde.

Arbeiten in der DB Lounge
Für den digitalen Nomaden wie mich stehen am Arbeitstresen etwas zurückgezogen acht Arbeitsplätze bereit. Strom- und USB-Aschlüsse sind freilich vorhanden. Für diskrete Telefongespräche („ja hallo, ich bin jetzt in Nürnberg“) wurden drei Telefonischen gegenüber vom Umfang eingerichtet.

Wohlfühlen in der DB Lounge
Im Zentrum steht der Wohlfühlbereich im Bistrostil. Das ist in der Regel mein erster Anlaufpunkt, denn dort gibt es den lebenswichtigen Kaffee damit Steckdosen für die mobilen Devices. Familien und kleine Gruppen können von der Sofaecke aus das Geschehen am Bahnhof beobachten, denn die DB Lounge in Nürnberg hat nun Fenster. Bisher war der Raum fensterlos.

Relaxen in der DB Lounge
Im Ruhebereich kann sich der Gast für ein paar Minuten aus dem Alltag ausklinken. Die bequemen Ohrensessel im rückwärtigen Teil der Lounge laden zum Abschalten ein. Es ist wirklich ruhig in den Sesseln, so dass ich fast eingeschlafen bin. Für mich ist der Bereich ein ganz gefährlicher Bereich, denn ich verschlafe garantiert die Abfahrt meines Zuges.

Gastronomischer Service in der DB Lounge
Es gibt ein umfangreiches kostenloses Angebot von Heiß- und Softgetränken. Das Bier gab es nur zur Einweihung, sonst gibt es freilich nur antialkoholische Getränke. Bei mir startet der Besuch einer DB Lounge immer mit einem Espresso.

Leistungsfähiges WLAN in der DB Lounge
Das neu installierte WLAN sichert einen stabilen Empfang in der gesamten DB Lounge. Zumindest bei der Pressekonferenz war alles in Ordnung. Ich sendete live via Periscope, während mein Nachbar sich scheinbar die neuen Updates seines Betriebssystems saugte. Ich bin gespannt, wann hier die Bahn einen Riegel vorschiebt und das Datenvolumen reduziert. Das wäre der falsche Weg übrigens liebe Bahn.


Zusammengefasst: Danke liebe Bahn für die Einladung und ich werde künftig verstärkt über euch bloggen. Das Thema Bahnfahren in Deutschland hatte ich bisher noch nicht so auf dem Schirm, aber bei meinem reichweitenstarken Blog kann es interessant sein. Die DB Lounge werden ich ausgiebig testen und ich freue mich auf das Feedback der Community.

WLAN in New York – Meine Reiseimpressionen Teil 2

6. Januar 2017

Die Digitalisierung im Big Apple, wie New York genannt wird, geht mit großen Schritten voran. Was ich bisher an der Westküste in San Francisco und Silicon Valley feststellen konnte, traf ich nun auch an der Ostküste in New York an. WLAN in der Stadt.


Wir hatten vorgesorgt, schließlich reiste ich mit einer online-affinen Familie. Das Netz gehört einfach heute dazu, auch im Urlaub. Im Vorfeld besorgte ich mir einen Huawai Router HUAWEI E5377s-32 Mobile WiFi Access Point, der mit dem US-Netz umgehen kann und auch eine schöne Benutzerführung via iOS-App hat. Die US-Datenkarte kaufte ich mir bei meinen Augsburger Händler Prepaid-Global, dem ich nochmals ausdrücklich für die schnelle und kompetente Beratung an dieser Stelle danken darf. Den Router hatten wir immer an der Familie und konnten ihn bei Bedarf aus der Tasche ziehen, um unser eigenes WLAN zu erzeugen. Dies war uns besonders bei Kreditkartenzahlungen bei Online-Tickets wichtig. Ich nutzte es auch oft, um 360 Grad Fotos von meiner Reise in Facebook zu laden. So konnte ich interessierte Freunde zu Hause vom Fortschritt unserer New York-Reise unterrichten.

Am Flughafen gibt es Datenkarten, aber ich habe meine in Deutschland gekauft.

Am Flughafen gibt es Datenkarten, aber ich habe meine in Deutschland gekauft.

Unser New Yorker Hotel Marrakech an der 2688 Broadway, 103rd Street verfügte über kostenloses WLAN. Es war nicht sonderlich stark, hat aber für den Hausgebrauch wie E-Mail, Facebook und Twitter ausgereicht. Neben dem Hotel befand sich eine Starbucks-Zweigstelle, die auch über ein kostenloses WLAN verfügte. Interessant fand ich bei Starbucks, die eingelassenen Lademöglichkeiten für Android-Handys über Wireless Charging. Einige Smartphones lassen sich darüber drahtlos laden.

Wireless Charging bei Starbucks.

Wireless Charging bei Starbucks.

Öffentliche Hotspots in New York
Eindrucksvoll fand ich, dass in New York Zug um Zug die klassischen Telefonzellen abgebaut und durch öffentliche WLAN-Hotspots ersetzt werden. Es sind große Monolithen, wie einstmals bei 2001. An zahlreichen Straßenecken befinden sich diese Hotspots LinkNYC. Die Digital Signage prägen das Straßenbild. An beiden Seiten läuft Werbung zur Finanzierung. Der Terminal bietet die Möglichkeit Google Maps und andere Dienste aufzurufen.

Ich habe dort Google Maps einige Male genutzt, um mich in der Umgebung zurecht zu finden. Zudem gibt es eine Notruffunktionalität und das Smartphone lässt sich via USB kostenlos aufladen. Das entsprechende Kabel ist allerdings selbst mitzubringen. Wenn ich den Streit in meiner Heimatstadt München über öffentliches WLAN verfolge und dann in New York stehe, dann kommen mir die Tränen. Das ist der Unterschied, weshalb wir über Digitalisierung reden und andere es machen.

WLAN im Museum und U-Bahn
Dabei will ich gar nicht von öffentlichen Orten sprechen. Das gesamte American Museum of Natural History ist mit einem kostenlosen und leistungsstarken WLAN ausgestattet. Und das Museum ist wirklich groß. So sind interaktive Führungen und neue Konzeptionen möglich.
Und dann wäre dann noch die New Yorker U-Bahn. Auch hier gibt es ein kostenloses WLAN. Zumindest in den Bahnhöfen hat es funktioniert, während der Fahrt allerdings nur bedingt. Hinweisschilder in den Bahnhöfen weisen auf die SSID hin. Während man auf seine U-Bahn wartet, kann man kostenlos im Netz surfen – in New York eine Selbstverständlichkeit, bei uns in München eine Utopie.

Full Power bei Apple
Richtig leistungsfähig war das kostenlose WLAN übrigens bei Apple. Ich besuchte zwei Apple Stores in New York, um vergeblich nach den Apple Air Pods Ausschau zu halten. Sowohl in Stores Grand Central Station als auch im Glaswürfel an der 5th Avenue war das WLAN einfach nur fantastisch. Ich konnte Filme zu YouTube hochladen und das in einer Windeseile. Immer wieder bin ich von dem Phänomen Apple fasziniert. Beide Shops haben rund um die Uhr geöffnet und egal, zu welcher Zeit ich den Stores besuchte, die Läden waren voll oder zumindest gut besucht.

Obwohl ich mit den Apple Devices ausgestattet bin, streifte ich durch die Geschäfte, lauschte den Beratungsgesprächen an der Genius Bar, verunsicherte junge Apple-Mitarbeiter mit Fragen zu Shake und aktualisierte meine Apps über das WLAN. Im Store an der 5th Avenue musste ich die Glastreppe herabsteigen und mit dem Glasaufzug wieder hoch fahren – so etwas macht mir einfach Spaß.

Pokemon Jagd dank mobilen Router.

Pokemon Jagd dank mobilen Router.

Wann kommt endlich das offene WLAN?

15. Juli 2016

Offenes WLAN in den Städten und Gemeinden, wann kommst du endlich flächendeckend? Bei meiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck ist es seit kurzem soweit: In der Innenstadt gibt es kostenloses, freies WLAN und das ist gut so. Und selbst in Terenten, mein Urlaubsort für zwei Tage, ein Nest in Südtirol gibt es am Marktplatz kostenloses WLAN. Und wie steht es bei uns so im Allgemeinen?

Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck hat offenes WLAN - gut so.

Die Kreisstadt Fürstenfeldbruck hat offenes WLAN – gut so.

Auf der Fahrt in den Urlaubsort Terenten ist mir kurz vor Österreich eingefallen, dass ich im Navigon am iPhone, die österreichischen und italienischen Kartensätze gar nicht geladen hatte. Ich Depp! Papierkarten sind schon lange nicht mehr im Auto und als ehemaliger Student der Geografie wusste ich so ungefähr, wo es lang geht. Aber eben nur so ungefähr. Eine Karte wäre schon was feines. Und die rund 400 MByte an Kartenmaterial wollte ich nicht über LTE herunterladen, um nicht meine Volumengrenze zu sprengen. Internet im Ausland geht aufgrund der unverschämten Roaminggebühren schon gar nicht – elende Raumritter die TK-Anbieter.

Ich Depp fahr in den Urlaub ohne das Kartenmaterial zu aktualisieren.

Ich Depp fahr in den Urlaub ohne das Kartenmaterial zu aktualisieren.

Mit flächendeckenden WLAN in den Städten und Gemeinden wäre das alles kein Problem, aber im Zukunftsstaat Bayern ist das ein handfestes Problem – von wegen Laptop und Lederhose. Wir fuhren durch Garmisch-Partenkirchen auf der Suche nach einem offenen Hotspot. Vielleicht weiß der Einheimische, wo so ein Ding ist, aber ich war zu faul, den WiFi-Finder zu aktivieren und auf die mühsame Suche zu gehen. Aber ich weiß, dass Ketten wie Burger King, McDonald’s oder Starbucks ein offenes Herz und ein offenes WLAN für ihre Kunden haben. Navi aktiviert und das Automobil zu einem Fastfood-Riesen gesteuert. Dort habe ich mir das Fastfood eingezogen, während ich im kostenlosen WLAN die benötigten Karten von Österreich und Italien geladen habe. Gerne hätte ich gut gegessen, aber hat das Speiselokal WLAN?

Im McDonald’s fand ich einen kostenlosen Hotspot.

Im McDonald’s fand ich einen kostenlosen Hotspot.

Ich frage mich, muss das eigentlich sein? Okay, ich hätte im Vorfeld daran denken können und mich besser auf meinen Kurzurlaub vorbereiten können. Aber ich meine es grundsätzlich: Wir reden so gerne von der Digitalisierung, gehen wir bitte endlich diesen Weg und zwar ganz, ganz schnell.

Fernbus als Alternative – Interview mit FlixBus-Gründer Daniel Krauss

12. Mai 2015

Daniel Krauss, den Gründer von FlixBus

Daniel Krauss, den Gründer von FlixBus

Wer meinen Twitter-Feed verfolgt, der weiß, wie genervt ich von dem Streik der GdL bin. Ich bin viel mit dem Zug unterwegs und wurde durch den Streik gezwungen, wieder auf die Straße auszuweichen. Auch die Reise mit Fernbussen erwäge ich. Durch Zufall traf ich Daniel Krauss, den Gründer von FlixBus in Berlin und stellte ihn gleich mal ein paar Fragen – freilich in einem Mein-Fernbus-Flixbus.


Durch den Zusammenschluss mit mein Fernbus kam ein wenig Ruhe in den heiß umkämpften deutschen Markt der Fernbusse. Dennoch müssen die Unternehmen aufpassen, dass sie den Service hochhalten ohne die Preis zu erhöhen. Zudem betreten ausländische Spieler wie Megabus den Markt mit absoluten Dumpingpreisen. Im Grunde herrscht auf dem Fernbusmarkt ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb. „Wir wollen als deutsches Startup mit Qualität punkten“, erklärt mir Krauss von Mein-Fernbus-Flixbus. Mit Werten wie Fahrersicherheit und Qualität sollen die Kunden an Mein-Fernbus-Flixbus gebunden werden. Auf jeden Fall steht fest, wenn die GdL die Bahn bestreikt, dann verkaufen die Fernbusse deutlich mehr Tickets.

Ich fotografiere Daniel Krauss und werde fotografiert

Ich fotografiere Daniel Krauss und werde fotografiert

Insider sprechen von einer Steigerung von über 150 Prozent. Die Ticketpreise steigen dabei, je voller der Bus wird. Zwar versichert etwa MeinFernbus-Flixbus: „Die Preise sind dieselben wie immer, die Spanne ändert sich nicht.“ Krauss bestätigte mir, dass sich die Fahrpreise nach dem noch verfügbaren Kontingent richten und die Sparpreise schnell vergriffen sind. Wie bei Billigfliegern sind die Preise an die Auslastung gekoppelt.
Kunden können Getränke und WLAN an Bord genießen, während sie durch den Verkehr chauffiert werden. Wenn die GdL weiter streikt und ich im Fernverkehr Ziele erreichen muss, dann wähle ich auch einen Fernbus.

Periscope: Mein Ü-Wagen aus der Hosentasche

1. Mai 2015

Mit Periscope hat Twitter meine journalistische Arbeitsweise revolutioniert. Ich setze das Tool für Live-Broadcasting immer mehr ein und experimentiere damit.


Was ist Periscope? Es ist eine App für iOS (im Moment noch), die einen Twitter-Account vorausetzt. Mit dieser App kann ich mit dem iPhone live auf Sendung gehen und eine Video-Übertragung starten. Periscope ist im Grunde eine Art Live-Übertragungswagen für die Hosentasche und das ist der Hammer.

Sinnvoll ist es, dass sich der Filmer im WLAN bewegt, denn Live-Videostreaming kostet richtig Daten. Das Video wird dann auf die Periscope-Plattform übertragen und Zuschauer können sich einklinken und die Liveübertragung eben live kommentieren. Dies erfolgt zum Beispiel durch Vergeben von Herzchen, zum anderen durch Kommentare. Eine direkte Zuschauerbeteiligung ist möglich. Also der Zuschauer kann live Kommentare abgeben und der Filmer kann auf diese Kommentare reagieren. Der fertige Film wird dann bei Periscope hochgeladen und steht 24 Stunden zur Verfügung. Außerdem wird der Film auf die Camera Roll des iPhones abgespeichert und der Filmer kann den Film bei Bedarf anschließend bei YouTube oder ähnliche Videoplattformen hochladen. Im Moment für mich ein Nachteil von Periscope ist, dass Filme nur im Hochformat aufgenommen werden können. Für mich wäre das Querformat am iPhone sinnvoller, denn wir kennen ja das Vertical Viceo Syndrome. Wie jetzt vom Team Periscope bekannt wurde, soll horiontales Filmen ebenso kommen wie eine App für Android.

Chris Hadfield ist bei Periscope.

Chris Hadfield ist bei Periscope.

Zahlreiche Leute nutzen dieses Tool bereits, darunter der Astronaut Chris Hadfield. Hadfield ist der Typ, der vom Weltraum aus gesungen und getwittert hat. Ich finde diesen Mann super und abends macht Chris Hadfield Musikübertragungen aus seinem Arbeitszimmer. Mir macht das höllisch Spaß.
Wie habe ich das Tool eingesetzt? Ich gebe es zu, ich habe erst einmal damit gespielt. In Ermangelung einer wichtigen Pressekonferenz habe ich die Zubereitung einer Dorade und eines Tintenfisch gefilmt und ins Netz übertragen. Da ich ja kein gelernter Fernsehmann bin, war es für mich ungewohnt, aber das System macht durchaus Spaß. Feedback gleich während der Übertragung. Interessant war auch das Filmen aus dem Fenster bei einer ICE-Fahrt (mit WLAN).

und


Nach einigen Experimenten habe ich das System bei einem Besuch des PresseClubs München gesetzt. Der renommierte PresseClub, bei dem ich einstmals Vorstandsmitglied war, führte eine Veranstaltung zum Thema „Lügenpresse – halt die Fresse“ durch.

Gruppenbild im PresseClub München.

Gruppenbild im PresseClub München.

Ich übertrug den ersten Teil der Veranstaltung mit Alt-OB Christian Ude, Dr. Ulrich Berls (Leiter ZDF-Landesstudio Bayern), Günther von Lojewski (ehemaliger Intendant SFB), Prof. Dr. Alexander Filipovic (Professor für Medienethik an der Hochschule für Philosophie München) und Prof.Dr. Armin Nassehi, (Soziologe an der LMU). Die Moderation hatte Wissenschaftsjournalistin und Presseclub-Mitglied Johanna Bayer. Ich glaube, es war die erste Live-Übertragung mit Periscope aus dem PresseClub München und es hat Spaß gemacht.

Bei einer Presseveranstaltung von Zuora übertrug ich die komplette Veranstaltung ins Netz und stellte zwei Teile der Veranstaltung bei YouTube ein. Zuora ist eine sehr interessante Plattform für Subscription Economy und ich denke, dass diese Plattform sehr vielversprechend ist. Interessant war, dass die deutschen Mitarbeiter von Zuora eher etwas zögerlich bei meinem Vorschlag der Liveübertragung waren, während der Chef des Unternehmens aus dem Silicon Valley Tien Tzuo das Tool kannte und die Übertragung absolut befürwortete.

Scannertest iX100 auf der Wiesn

29. September 2014

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Einen ungewöhnlichen Scannertest konnte ich kürzlich auf dem Münchner Oktoberfest absolvieren. Eingeladen auf die Wiesn hatte Fujitsu ScanSnap. Das Team um Klaus Schulz hatte das neueste Scanner-Exemplar als Demogerät dabei. Der iX100 ist ein 400 Gramm leichter Mobilscanner, der seine Scans via WLAN direkt auf das Smartphone und Tablet überträgt.
Zunächst stellte ich mir aber die Gretchenfrage. Wozu brauche ich so etwas im Zeitalter von verschiedenen Scan-Apps auf dem iPhone? Ich bin mit meinen Apps Scanner Pro oder PDFScanner eigentlich ganz zufrieden. Warum soll ich noch sperrige Hardware mit mir herumschleppen?
Jetzt bietet die Käfer Schänke auf dem Oktoberfest nicht optimale Testlaborbedingungen, aber gerade das machte den Reiz aus. Also wurde gescannt, was uns in die Finger kam.


Vielleicht ist die Wiesn dann doch nicht die richtige Testumgebung. In einer Konferenz, als Vertriebler, als Sales-Heini, als Versicherungsvertreter, als Journalist sieht die Sache ganz anders aus. Neulich war ich wieder auf so einer Konferenz und habe die Tagungsunterlagen auf Papier herumschleppen müssen. Ich mag doch kein Papier schleppen. Da wäre so ein leistungsfähiger und leichter Scanner eine Wohltat.
Der iX100 ist schnell, richtig schnell. Während meine Telefonapps im Vergleich lange brauchten, um das Blatt zu erfassen, ging es beim iX100 ratz fatz. Insgesamt scannt das Teil eine DIN A4 Seite in maximal fünf Sekunden, abhänig von der gewählten Auflösung.
Was ich auch probiert habe: Ich habe die Papiere absichtlich schief eingelegt und die Software richtet sie sofort aus. Und ich habe den Scanner mit zahlreichen Visitenkarten gefüttert und er hat sie brav abgearbeitet und ausgerichtet. Und dies obwohl die Papiere eine unterschiedliche Stärke hatten. Weil wir auf der Wiesn sind, probierte ich es auch mit relativ dicken Bierdeckeln aus und auch das klappte.

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Ein auf DIN A4 gefaltetes DIN A3 ging auch zu scannen. Ich probierte es mit der Speisekarte der Käfer Wiesn Schänke aus. Klappt perfekt, die Software sucht Übereinstimmungen und setzt aus zwei Scans ein Dokument zusammen. Das klappt aber nur am Mac/PC nicht am Smartphone.
Ein Duplex-Scan ist mit dem iX100 nicht möglich, aber der Vorschub macht es möglich, dass ich das Papier umdrehe und die Rückseite drehe. Der iX100 scannt automatisch in Schwarz-Weiß oder Farbe, erkennt das Format jedes Dokuments und scannt entsprechend, erkennt und korrigiert Schräglagen, entfernt Leerseiten und zeigt Bilder in der korrekten Ausrichtung an. Die Bildverabeitung passiert im Scanner durch einen GI-Bildverarbeitungsprozessor. So wird der Akku des Smartphones geschont.

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Die Übertragung geschiet dann per WLAN aufs iPhone/Android. Eine Windows Phone App ist noch nicht veröffentlicht, brauch ich aber auch nicht. Der Scanner wird per Akku betrieben und via USB aufgeladen. Eine Ladung soll laut Hersteller für 260 Scans halten. Auf der Wiesn hatten wir allerdings Powerpacks dabei, weil wir wie der Teufel gescannt und probiert haben – und nebenbei noch Bier und Hendl genossen (eigentlicher Zweck der Wiesn). Ggf kommt auch noch von den Japanern eine Übertragung via Blauzahn, aber aber im Moment ist es nicht vorgesehen. Der Scanner erzeugt ein eigenes WLAN und Smartphone-Nutzer können darauf zugreifen, wenn man über die kostenlose App ScanSnap Connect App lädt. Schön wäre es allerdings gewesen, wenn Fujistu den Link zum Download in den jeweiligen Stores auf seiner Website direkt angegeben hätte.
Persönlich sehe ich den iX100 weniger als klassischen Büroscanner, also vielmehr als mobile Einheit. Im Büro kann er zwar auch eingesetzt werden, aber da vertraue ich eher auf die großen Brüder wie beispielsweise den iX500.

QR-Code: Kindergeschichten am Flughafen

14. August 2014

Wer mit Kinder reist, muss sich dann und wann auf Quengelei gefasst machen. Den Kindern wird einfach langweilig und als Papa sucht man nach einer Ablenkung. Auf dem Flughafen in London Gatwick habe ich neulich eine nette Idee gefunden, die es zu kopieren gilt. Im Abflugbereich gibt es eine Chill Zone, in der kleine Kinder spielen können.
Und es gibt Hinweisschilder: Beim Eingang der Chill Zone sind zahlreiche Schilder zu sehen mit der Aufschrift Time for a story? Zeit für eine Geschichte? Darunter war ein QR Code angebracht.

Chill Zone mit QR-Code für Hörspiele

Chill Zone mit QR-Code für Hörspiele

Das musste ich natürlich gleich ausprobieren. Scannen und Anhören. Ich wurde vom QR-Code auf die Soundcloud vom Flughafen Gatwick geleitet. Da gab es zahlreiche Hörspiele und Geschichten zum Anhören. Die Zielgruppe ist in der Regel Kinder. Na gut, dann bin ich eben Kind. Da ich eine lange Wartezeit hatte, hörte ich mir ein paar nette Kindergeschichten an. Es ging unter anderem um fliegende Schweine und Teddys.

QR-Codes am Flughafen Gatwick

QR-Codes am Flughafen Gatwick

Etwas ungewöhnlich war allerdings, dass zwischen den Kindergeschichten auch Börsenanalysen und Analysten Calls des Flughafens zu finden waren. Vielleicht interessieren sich heutige englische Kinder ja für Börsenkurse.
Nachdem zahlreiche Flughäfen jetzt kostenloses WLAN anbieten, wäre ein solcher Service eine sinnvolle Einrichtung. Was denkt ihr?

Kostenloses WLAN bei Franz Josef, aber ich will mehr

23. Juli 2014

Ich begrüße ausdrücklich den Schritt des Münchner Flughafens in Kürze das WLAN am Flughafen kostenlos bereit zu stellen. Künftig soll es möglich sein, dass Fluggäste in den Terminals vom Franz Josef Strauß Airport 24 Stunden kostenlos das WLAN nutzen können. Bisher war es nur eine halbe Stunde möglich. Der Service wird von der Telekom bereit gestellt.

Kostenloses WLAN kommt zu FJS, aber wie sieht es mit Steckdosen aus?

Kostenloses WLAN kommt zu FJS, aber wie sieht es mit Steckdosen aus?

Ich will ja nicht meckern und kostenloses WLAN ist der richtige Schritt. Aber ich große Bitte habe ich noch: Steckdosen, bitte bringt mehr Steckdosen an.
Ich durfte neulich nach London fliegen und musste aufgrund von Verspätungen im Terminal 1 warten. Um den digitalen Anschluss nicht zu verpassen, wollte ich iPad und iPhone aufladen und fand an den Gates keine Steckdosen. Ja ich sehe schlecht, aber nicht nur mir ging es so. Andere irrten mit ihrem Ladekabel auch herum. Erst an den Fenstern fanden wir Stromsuchende eine (!) Steckdose, die wir uns brüderlich teilten.

Am Fenster fand ich am Terminal 1 in Muc eine Dose.

Am Fenster fand ich am Terminal 1 in Muc eine Dose.

Ich gestehe: In Bremen am Flughafen ging ich in meiner Not sogar mal so weit, dass ich einen Cola-Automaten aussteckte, um an meinen Strom zu kommen. Bitte jetzt keinen Shitstorm. Aber Strom ist bei Smartphone ein echtes Problem.
In London musste ich dagegen sehen, was es heißt eine Weltstadt zu sein. Am Flughafen Gatwick gab es an jeder Ecke Steckdosen. Überall waren an den Sitzplätzen Stromtanks angebracht. Ich brauchte nur den englischen Adapter und konnte wunderbar Strom tanken.

Foto 3
Also bitte liebe Flughafenbetreiber in München. Mehr Steckdosen bitte und falls ihr welche im Terminal 1 habt, dann weißt darauf hin. Dann wird es auch langsam etwas mit Laptop und Lederhose.

So muss es sein mit der Stromversorgung: London Gatwick

So muss es sein mit der Stromversorgung: London Gatwick

Auto-Play bei Facebook zum Teil abschalten

16. April 2014

Ich kann nicht über aktuelle Entwicklungen der Medienkompetenz sprechen und live nicht dabei sein. Das tun schon zu viele. Daher nutze ich selbstverständlich Facebook und bekomme immer wieder die Krise bei so manchen Neuerungen von Mark Zuckerberg. Wieder so eine Krise bekam neulich ich als ich nach dem Update meiner Facebook-App das Auto-Play von Videos feststellen musste. Videos an meiner Pinnwand werden auf meinem iPad oder iPhone sofort gestartet Das nennt sich Auto-Play. Gut zumindest sind die Videos stumm, aber dennoch wird mein teures Datenvolumen für die Mobilgeräte aufgefressen, ohne dass ich wirklich etwas davon habe.

Da gibt es eine Abhilfe und daher dieser kleine Tipp: Das automatische Starten der Videos auf mobilen Devices kann auch teilweise abgeschaltet werden. Folgernder Workflow: Bei iOS in die Einstellungen gehen, dann Facebook auswählen.

Foto 1

Dort unter den Einstellungen das Feld Auto-Play nur über WLAN aktivieren und schon startet das Video in Facebook nicht mehr automatisch, wenn ich unterwegs bin.

Ein komplettes Abschalten habe ich leider nicht gefunden und im Ausland muss ich bei volumenabhängigen WLAN-Hotspots darauf achten, aber zumindest laufe ich bei meiner täglichen Arbeit unterwegs nicht in die Kostenfalle hinein.