Posts Tagged ‘Hotel’

Amazon Fire TV Stick – perfekt für unterwegs

19. April 2015
Der Amazon Fire TV Stick ist auch in Deutschland erhältlich.

Der Amazon Fire TV Stick ist auch in Deutschland erhältlich.

In den USA war er ja schon länger erhältlich, jetzt kommt er auch nach Deutschland: Der Amazon Fire TV Stick. Und Amazon stieg auch gleich voll in den Preiskampf ein. Das Internet-Kaufhaus wirft den Stick zum Kampfpreis von 39 Euro auf den Markt. Mit einer Sonderaktion waren es für Prime Mitglieder sogar nur 19 Euro und für neue Prime Mitglieder sogar nur 7 Euro. Da ließ ich mich nicht lumpen und hab bestellt, nachdem ich von Amazon Fire TV bereits sehr angetan bin. Die erste Lieferung des Amazon Fire TV Stick scheint schon ausverkauft zu sein. Ab 1. Mai sind wohl neue Geräte lieferbar.
Warum eigentlich den Amazon Fire TV Stick, wenn ich schon das Amazon Fire TV zu Hause im Wohnzimmer habe? Ganz einfach. Ich bin aufgrund meiner Vortragstätigkeit sehr oft unterwegs und übernachte in dem einen oder anderen Hotel. Dort gibt es in der Regel einen HD-Flachbildschirm und wenn ich im Land von Laptop und Lederhose unterwegs bin, gibt es auch ein kostenloses Hotel-WLAN (haha).


So stecke ich einfach den Amazon Fire TV Stick in den HDMI-Port der Glotze und verbinde den Stick mit der Steckdose. Die Konfiguration des WLANs ist einfach. Achtung: Das System funktioniert nur in Deutschland und Österreich. Wer beispielsweise in Frankreich den Stick nutzen will, der schaut buchstäblich in die Röhre.
Aber der Reihe nach: Da ich meinen Stick über mein Amazon-Konto als Prime Mitglied gekauft habe, war der Stick bereits auf mich registriert. Das hat beim Fire TV super geklappt und auch beim Fire TV Stick. Ich habe den Stick am heimischen Fernseher installiert und es funktionierte reibungslos. Amazon rät, den Stick an das Stromnetz anzuschließen, um die optimale Leistung des Sticks auszunutzen. Der Stick bezieht seine Stromversorgung nicht über den Fernseher, sondern direkt aus der Steckdose. Kabel und Stecker liegen dem Paket sei. Das ist in manchen Hotels ein Problem, weil alle Steckdosen belegt sind bzw. nicht erreichbar sind.

Netter Humor im Lieferumfang.

Netter Humor im Lieferumfang.

Sehr gut ist die mitglieferte Fernbedienung, die mit Spracherkennung ausgestattet ist. Es ist das gleiche Modell wie bei Amazon Fire TV. Ich werde diese Fernbedienung allerdings bei meinen Reisen zu Hause lassen, sondern nutze die entsprechende Amazon App auf meinem iPhone – wieder ein Gerät gespart, das ich nicht tragen muss.
Der Stick selbst ist mit einem Dual-Core-Prozessor und 1 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet. Das reicht für das Streamen von Medieninhalten. Der Fire TV Stick läuft schnell und flüssig – dank des Dual-Core-Prozessors, einem VideoCore4-Grafikprozessor und 8 GB Datenspeicher – viermal so viel wie Chromecast, schreibt Amazon und schlägt auf Google ein. Apple bekommt sein Fett ab, bei Siri. Amazon schreibt: Man habe eine Sprachsteuerung, die wirklich funktioniert.
Dabei nutze ich im Hotel nicht nur die Filmauswahl, sondern höre Musik aus meiner Amazon Bibliothek. Das konnte ich zwar bisher auch mit dem iPhone machen, aber das kostete Akkustrom. Die weiteren Leistungen wie Fotos, Spiele und X-Ray brauche ich nicht. Als Filmfan habe ich solche Sachen im Kopf. Aber X-Ray funktioniert sehr gut. X-Ray nutzt Informationen von IMDb, um einen Schauspieler und Musik in einer Szene zu identifizieren, etwas über die Biographie des Schauspielers herauszufinden, zu Ihrer Lieblingsszene zu gelangen oder den Vorspann zu überspringen.

Der Stick wurde massiv in den Markt gedrückt.

Der Stick wurde massiv in den Markt gedrückt.

So schmeckt Heimat – Tourismuskonzept der Egerner Höfe

15. April 2015

Auch ein Top-Hotel muss sich immer wieder verbessern. Stillstand ist in der schnelllebigen Tourismus-Branche gleichbedeutend mit Rückschritt. Nur wer weiter optimiert, neue Idee umsetzt, der hat auch künftig eine Chance ein Publikumsmagnet zu sein. Dies bestätigte Klaus-Dieter Graf von Molke, unter anderem Eigentümer des Nobelhotels Egerner Höfe in Rottach-Egern am Tegernsee.

Klaus-Dieter Graf von Molke (Mitte) im Interview mit Thomas Gerlach und mir.

Klaus-Dieter Graf von Molke (Mitte) im Interview mit Thomas Gerlach und mir.

Zusammen mit meinem Kollegen Thomas Gerlach traf ich den charismatischen Grafen zum Interview. Ein Anziehungspunkt des Hauses ist natürlich die Sterneküche von Michael Fell. Hier kommen Veränderungen auf uns zu. Einige Male konnte ich in diesem Gourment-Tempel bereits speisen und wurde bisher noch nie enttäuscht. Die Dichterstub’n ist ein Hort der Gastlichkeit und der Haute Cuisine. Aber nun zieht die Dichterstub’n um. „Wir werden die Dichterstub’n in einem neuen Kleid präsentieren“, verrät Klaus-Dieter Graf von Molke. Die Dichterstub’n bleibt natürlich auf dem Gelände der Egerner Höfe, zieht nur in einen anderem Raum. Mit einem Kamin in der Mitte und fünf, sechs Tischen wird Sternekoch Michael Fell seine Küche in einer neuen Qualität zelebrieren. Der eingeführte Markenname Dichterstub’n bleibt auch künftig erhalten. Das bedeutet, die Bilder der Heimatdichter von der späten Münchner Schule aus der Sammlung von Professor Jost werden auch wieder aufgehängt, aber nicht alle. Es werden vier Bilder in dem neuen Ambiente des Gourmet-Restaurants zu sehen sein. Ich werde mir das neue Ambiente sicherlich in Kürze ansehen und darüber bloggen. Das neue Gourmet-Restaurant ist am 1. Mai 2015 geöffnet.


Über seinen langjährigen Freund und Sternekoch Michael Fell weiß der Graf nur Gutes zu berichten, was natürlich kein Wunder ist. „Michael Fell ist genau so ein Typ, wie ich ihn mag“, so Graf von Molke. „Er ist eckig, stur wie ein Panzer – ein richtiger Typ eben“, sagt er „und er spinnt – postiv“, schiebt er hinterher. „Das verbindet uns. Wir spinnen auf ganz hohem Niveau.“ Fell entwickle mit seiner Genialität immer wieder Kreationen, die zu einem kulinarischen Hochgenuss führen.
Graf Molke und Michael Fell verbindet der Begriff der Nachhaltigkeit. „Ich habe Michael Fell immer davor gewarnt vor Tester zu kochen. Für uns ist entscheidend, dass wir Menschen auf höchstem Niveau ein Geschmackserlebnis vermitteln.“ Die Gäste müssen sagen, es war ein großartiger Abend. „Und ich möchte, dass die Leute sich nicht nur an den schönen Bildern in der Dichterstub’n, an dem großartigen Service, sondern dass sie sich an den Geschmack erinnern.“ Dieser Erinnerung an den Geschmack der Speisen soll nicht nur eine neue Erfahrung sein, sondern vor allem auch vertraut. „Küche ist Heimat“, so Graf von Molke. Daher haben die Egerner Höfe auch ein wunderbares kleines Kochbuch mit dem Titel „So schmeck Heimat“ herausgebracht. „Wenn wir es schaffen, mit Geschmäckern, mit Ingredienzien, mit Materialien, die wir kennen, die heimisch sind, die uns vertraut sind, dieses alles in einer handwerklichen Maximalform zu gestalten – das ist für mich das Maximum des Handwerks und das ist für mich Haute Cuisine.“

"Die Kunst zu Leben ist die Kunst zu Genießen", so die Widmung von Sternekoch Michael Fell.

„Die Kunst zu Leben ist die Kunst zu Genießen“, so die Widmung von Sternekoch Michael Fell.

Aber der Graf hat auch klare Vorstellungen über den Tourismus im Tegernseer Tal. „Wir müssen den Tourismus entwickeln.“ Dies sei schon ein großes Stück weit passiert. Das Durchschnittsalter der Gäste der Egerner Höfe habe sich gesenkt. „Wir haben uns einige Jahre verjüngt“. Das Tegernseer Tal habe durchaus das Potential für junge Familien. „Und wir haben eines der besten Preis-Leistungsverhältnisse, die man sich überhaupt vorstellen kann.“
Deutliche Worte hat Klaus-Dieter Graf von Molke auch zum Thema Web 2.0 und Kommunikation. „Es ist nicht nur für mich eine neue Art der Kommunikation, es ist schlicht und einfach ein Zeichen der Evolution der Kommunikation. Wir haben einen Mitarbeiter, der sich ausschließlich um Online-Medien kümmert. Es war eine ganz konkrete Entscheidung, so jemanden einzustellen.“ Klar ist für den Grafen: „Die Zukunft gehört den schnellen Medien.“ Da nütze es nichts herumzujammern. „Das ist die Zukunft.“

Das Kochbuch "So schmeckt Heimat" ist bei den Egerner Höfen direkt zu beziehen.

Das Kochbuch „So schmeckt Heimat“ ist bei den Egerner Höfen direkt zu beziehen.

CI bis in die Türschilder – wunderbares Hotel-Marketing

19. März 2015

Wer im Hotel nächtigt, der kennt die kleinen Türanhänger aus etwas dickeren Papier. Diese Anhänger sind meist hinter der Zimmertür zu finden. Sie haben die Aufschrift auf der einen Seite „Bitte nicht stören“ und auf der anderen Seite steht „Bitte Zimmer aufräumen.“ Meist gibt es noch ein Farbleitsystem. Grün heißt „Reinkommen ist ok“, Rot heißt „Draußen bleiben“.
Diese Anhänger werden bei Bedarf einfach an die Türklinke des Hotelzimmers gehängt und das Reinigungspersonal weiß, was zu tun ist. So kann es nicht passieren, dass die Reinigungstruppe mit den Worten „Housekeeping“ die Zimmertür aufreißt, während man selbst noch beim Anziehen ist. So etwas soll es schon gegeben haben. Ich habe es mir daher zur Angewohnheit gemacht, beim Schlafengehen, dass „Bitte nicht stören“-Schild und meine Tür zu hängen und Ruhe vor Störungen zu haben.

Mein Bett aus dem 19. Jahrhundert im Hotel Prinz Luitpold Bad.

Mein Bett aus dem 19. Jahrhundert im Hotel Prinz Luitpold Bad.

Bei meinem jüngsten Urlaub im Allgäu im wunderbaren Wellnesshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang, entdeckte ich eine besondere Variante dieser Türanhänger. Dazu folgernder Hintergrund: Ich nächtigte in der so genannten Ludwig II.-Suite des Allgäuer Hotels. Im Zentrum meines Schlafzimmers stand ein antikes Bett mit feinen Holzarbeiten aus dem 19. Jahrhundert.

Schwäne am Bett - passt also zu Ludwig II.

Schwäne am Bett – passt also zu Ludwig II.

 

Die wunderbaren Holzlegearbeiten zeigten Schwäne und auch am Kopf waren Holzschwäne angebracht. Das passt alles zu unserem König Ludwig II. Links und rechts vom Bett hängen zwei Bilder, eines von König Ludwig II. und eines von seinem Märchenschloss Neuschwanstein.

„Audienz wird gewährt!“ - Zimmer aufräumen.

„Audienz wird gewährt!“ – Zimmer aufräumen.

Die Türschilder hatten die Aufschrift „Wichtige Regierungsgeschäfte – Störung unerwünscht“. Das Schild war in Rot. Und die Variante „Bitte Zimmer aufräumen“ lautete im Hotel Prinz Luitpold Bad „Audienz wird gewährt!“ Und das Schild war in einem freundlichem Grün. Zudem gab es auf beiden Seiten des Schildes das Logo des Hotels.

Bitte draußen bleiben - „Wichtige Regierungsgeschäfte - Störung unerwünscht“

Bitte draußen bleiben – „Wichtige Regierungsgeschäfte – Störung unerwünscht“

Hier hat das Hotel Prinz Luitpold Bad seine CI konsequent umgesetzt. Der Hotel-Claim ist „ein bisschen königlich“ und das passt auch bei den Türschilder. Wunderbar mitgedacht und Vorbild für andere Hotels.

Ein bisschen königlich - die CI der Türschilder passen zum Hotel in Bad Hindelang.

Ein bisschen königlich – die CI der Türschilder passen zum Hotel in Bad Hindelang.

iPhone mit Hotelfernseher verbinden

21. November 2014

Ich bin aufgrund meines Jobs als Referent viel auf Reisen und übernachte in Hotels – so auch unlängst wieder im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Zur Entspannung schaue ich Filme am iPhone, weil mir das Fernsehprogramm absolut nicht gefällt. Problem ist natürlich der kleine Bildschirm des iPhones 6 plus im Vergleich mit den Flatscreens, die in den Hotelzimmern installiert sind.

Per HDMI-Kabel kann ich das iPhone mit der Hotel-Glotze verbinden.

Per HDMI-Kabel kann ich das iPhone mit der Hotel-Glotze verbinden.

In der Regel sind diese Hotelfernseher an der Wand befestigt und stehen durch die Halterung ein wenig von der Wand ab. Bei meiner Übernachtung im Hotel Prinz Luitpold Bad kam mir eine Idee, wie ich meine Unterhaltung im Hotelzimmer optimieren kann.
Aufgrund meiner Präsentationen habe ich immer ein HDMI-Kabel dabei. Also verband ich mein iPhone über den entsprechenden Adapter Lightning auf HDMI (den hab ich aufgrund meiner Präsentationen auch immer dabei) über das HDMI-Kabel mit dem HDMI-Eingang des Fernsehers. Via Fernbedienung das HDMI-Signal als Quelle ausgewählt und siehe da, ich kann meine Filme vom iPhone am großen Hotel-Flatscreen schauen. Wenn das Material zudem in HD-Auflösung vorliegt, steht der Entspannung nicht entgegen und ich bin nicht mehr auf lineares Fernsehen angewiesen.

Krolf als neue Sportart

17. September 2014

Foto 2

Golf scheint immer mehr zum Trendsport zu avancieren. Aber wie steht es um Krolf? Sie kennen Krolf nicht? Macht nichts, ich kannte es auch nicht, bis zu meinem Urlaub im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Das Allgäuer Hotel besitzt eine zwölf Loch Krolf-Anlage und ich musste den dänischen Sport unbedingt einmal ausprobieren.
Krolf ist eine Mischung aus Golf und Krocket und rasch zu erlernen. Man spielt mit einem farbig markierten Schläger und einen entsprechend markierten farbigen Ball. Es geht darum, den Ball ins Loch zu bringen, also genau wie beim Golf. Und es ist gut, wenn man ein wenig Golf gespielt hat, dann wird der Abschlag deutlich besser. Wir wissen ja, die Weite kommt nicht durch die Kraft, sondern durch den richtigen Schwung. Es wird in einem Team gegeneinander gespielt, was deutlich zur Stimmung beträgt. Hat man geschlagen, dann ist der nächste Teamkollege an der Reihe. Die Schläge bis zum Einlochen werden notiert und wer am Ende die wenigsten Schläge hat, der ist Sieger im Krolf-Turnier. Die genauen Regeln gibt es hier. Zusammengefasst bedeutet Krolf laut Hotelier Armin Gross: 6 Freunde, 12 Löcher, 12 Regeln!

Foto 3
Der Schläge selbst hat eine flache Seite zum Weitschlagen und eine abgerundete Seite zum experimentellen Schlagen. Beim letzteren wird der Ball angeschnitten, damit er Hindernisse wie Bäume oder Sträucher umfliegt. Das ist mir übrigens nicht gelungen.


Toll ist es, dass der Sport, der in Dänemark seit den siebziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts gespielt wird, ein Sport für die ganze Familie ist. Bei uns hatten alle Familienmitglieder ihren Spaß und auch Senioren können das Krolf-Spiel bedenkenlos spielen. Ein Platzreife ist anders als beim Golf nicht erforderlich. Im Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang ist eine zwölf Loch Krolf-Anlage vorhanden und Schläger, Bälle und Scored-Card gibt es an der Rezeption zum Ausleihen. Der Seniors des Hauses gibt zudem interessieren Gästen einen Schnupperkurs. Wem es gefällt, kann selbst auf seinem heimischen Gelände eine Krolf-Anlage erstellen, eigentlich braucht man nur einen Spaten für ein Loch. Übrigens, seit Juli 2009 gibt es in Deutschland einen eigenen Krolf-Verein, der mit dem dänischen Verein engen Kontakt pflegt.

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Social Media: Foursquare & Co beim Hotel Prinz-Luitpold-Bad

30. Mai 2012

Empfehlungsmarketing ist das Zauberwort in Social Media. Wenn mein Freund sagt, das Produkt sei gut, dann glaube ich ihm. 2009 hatte Nielsen öffentliche Bewertungen auf Plattformen mehr Wirkung zugestanden als die Berichterstattung in klassischen Massenmedien wie Radio, Zeitung oder Fernsehen.

Und wir wissen auch, dass mobile Kommunikation der Markt der Gegenwart und der Zukunft ist. Die Kombination von Empfehlungsmarketing und mobiler Kommunikation nutzen findige Unternehmer für ihre Kommunikation. Ein wunderbares Beispiel dafür habe ich vor kurzem im Allgäu angetroffen. Ich war auf Einladung der Kurverwaltung Bad Hindelang zu einer Veranstaltung „Philosophie am Pass“ eingeladen, um über Social Media zu referieren. Untergebracht war ich im Hotel Prinz-Luitpold-Bad. Bereits 1864 erbaut, liegt das Hotel an einem Südhang mit großartigem Blick auf den Allgäuer Teil der bayerischen Alpen. Deutschlands höchst gelegene Schwefelquelle bildet zusammen mit alpinen Hochmoor den Schwerpunkt des Bäderangebotes, das ich genoss. Die Quelle war auch der Grund für die Verleihung des Namens „Prinz-Luitpold Schwefel Mineralbad“ im Jahr 1888 durch den bayerischen Prinzregent Luitpold.

Soweit zur Tourismusgeschichte: Beim Einchecken in das Hotel Prinz-Luitpold-Bad checkte ich selbstverständlich auch bei Foursquare ein. Überrascht war ich, dass das Hotel dort bereits angelegt war. Ebenso überrascht war ich, dass in dem gesamten Hotel WLAN zur Verfügung stand. Den Zugangscode bekam ich sofort an der Rezeption. Mein erster Eindruck des Hotels war als digitaler Mensch sofort positiv. Ja, hier kann ich bleiben, hier fühl ich mich wohl – die Hotelierfamilie Gross hat mitgedacht.

Aber es ging noch weiter als ich nochmals auf Foursquare am iPhone blickte. Ich bekam für mein Einchecken und das Teilen der Information einen Aperol Spritz auf Kosten des Hauses. Ich sollte mich einfach bei der Rezeption melden und erhielt anschließend in der Bar den kostenlosen Modedrink. Hab ich gleich gemacht: Auf Teilen in Facebook und Twitter gedrückt, meine Freunde bekamen mit, in welchem schönen Hotel ich nächtigte und alle waren zufrieden: Der Hotelier bekam kostenlose Imagewerbung, ich bekam einen kostenlosen Drink und meine Freunde bekamen die kostenlose Information über ein Hotel. Gleich darauf kam in Twitter eine DM von einer Twitterfreundschaft, in der ich nach der Adresse des Hotels gefragt wurde. An diesem kleinen Beispiel aus der Hotelbranche sehe ich: Empfehlungsmarketing funktioniert.

Abends beim Bier fragte ich den Hotelier Armin Gross. „Wir machen mit solchen Aktionen unser Hotel zukunftsfähig. Die Mehrheit unserer Gäste bemerken solche Aktionen natürlich nicht, aber wir wissen genau, dass eine neue Generation von Gästen kommt und die erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch Aktivitäten auf verschiedenen Social Media-Plattformen.“ Recht hat er: Armin Gross hat die Website des Hotels Google optimiert und wertet die mit Google Analytics aus. Er arbeitet mit Blogs, hat eine Webcam installiert, das Hotel ist oben bei der Google-Suche gelistet und Armin Gross wirbt mit Google-Anzeigen und ist auch in Facebook und Twitter unter @Luitpoldbad aktiv. Bei HRS und Booking sammelt er haufenweise positive  Bewertungen. So stelle ich mir gelungene Markenkommunikation in Zeiten von Social Media vor. Für mich steht fest: Hier komm ich gerne wieder hin zum Abhängen, Entspannen und Auftanken.

Zahncreme ist keine Haftcreme

20. Oktober 2008

Kennen Sie dass, wenn Sie lachen und nicht mehr aufhören können. Da wird das Lachen direkt zum Krampf. Dies ist mir eben in Berlin passiert. Hier war ich mit einem Kollegen auf der SAE Alumni Convention. Ich musste zwei Referate machen und übergab einen Preis. Mein Kollege hatte derweil Pech und vergaß seine Zahncreme zu Hause. Kein Problem sollte man denken. Im Quality Hotel gab es zwar Pflegesets für den Zahn, doch waren diese im Lager untergebracht. Die Dame an der Rezeption hätte dafür in den Keller gehen müssen, aber es war gerade viel los. Den Gang in den Keller wollte mein Kollege ihr ersparen und ging um die Ecke in den nächsten Lidl. Eine halbe Stunde später klingelte mein iPhone und der Kollege war am Ohr. Er habe statt Zahncreme blöderweise Haftcreme für dritte Zähne gekauft und bekommt das Zeug nicht mehr aus dem Mund. Der Depp. Die Packungen seien ähnlich und ich eilte zu ihm. Mit Handtuch im Mund zeigte er mir die Tube: Eindeutig Haftcreme – der arme Kerl, doch ich brach in Lachen aus. Im Laufe der Zeit löste sich die Haftcreme und ich lieh ihn meine Zahncreme. Zum Abschluss fuhren wir an eine Tanke zum Einkaufen. Bei der Preisverleihung auf der Bühne hatte ich seine Zahncreme in der Tasche – und es reizte mich bei der Preisverleihung die Creme aus der Tasche zu ziehen und sie dem Publikum zu zeigen. Doch ich war feige. 

Von Menschen und Mäusen: Hotels in Amsterdam

16. September 2008

Ich bin eigentlich ein ausgeglichener Mensch, doch über gewaltige Abzocke rege ich mich sehr auf. Dies ist soeben geschehen in Amsterdam. Dort war ich zur Berichterstattung über die wichtigste europäische Broadcast-Messe IBC. Es ist die größte Messe in Amsterdam und daher sind die Hotels der Stadt komplett ausgebucht. Im vergangenen Jahr hatte ich eine Anreise von 60 Kilometer zur Messe. Dieses Jahr sollte es besser sein: Wir hatten ein Hotel im Zentrum der Stadt. Der Schuppen heißt The Quentin und ist in der Leidsekade 89. An alle: Meidet dieses Hotel. Es ist der Horror! Nachdem man erst seine Zimmer gegen 14 Uhr beziehen kann, kam ich erst nachts am Hotel an, weil ich ja auf der Messe arbeiten musste. Erster Eindruck: Eine steile, extrem steile Treppe führt zum Hotel hoch. Wer sein Gewicht verliert, saust die Steintreppen herab und verletzt sich. Das Ding ist echt gefährlich. In der Lobby angekommen ist ein ganz entspannter Rezeptionist. Von einem Concierge zu sprechen, wäre absolut übertrieben. Man muss im Voraus bezahlen. Kreditkartenzahler müssen 5 Prozent mehr berappen. So holen sich die Betreiber die Gebühren direkt vom Kunden wieder. Zwei Nächte kosten 250 Euro (500 Mark!). Ich wohne im vierten Stock und ich bin schockiert. Ich habe ein Dreibett-Zimmer, alles ist verkommen und heruntergewohnt. Es raschelt die ganze Zeit im Schrank, aber ich traue mich nicht die Schranktüre zu öffnen. Auf dem Weg zu meinem Zimmer gehe ich durch aufgebrochene Türen. Türgriffe sind abmontiert oder hängen herab. Fluchtwege an anderen Türen sind dafür abgeschlossen. Natürlich habe ich keine Handtücher und ich frage an der Rezeption nach. Widerwillig bringt mir der entspannte Kerl welche. Sie muffeln, ekelig. Er sagt, die Putzfrau sei gestorben. Wers glaubt! Aber am nächsten Tag sollte ich erfahren, dass ich ein glücklicher Gast bin. Einer meiner Kollegen ist im Keller untergebracht. Sein Zimmer ist klein und total versifft. Auf der Matratze gibt es große Flecken. Wasserflecken sind überall am Boden, Brandlöcher auch. Ein anderer Kollege schläft in der Besenkammer. Ein extrem kleines Zimmer, das Bett ist in die Fensterbank gebaut. Große Leute haben dort keinen Platz zum Schlafen.

 Die Dusche am nächsten Morgen tröpfelt nur, kaum ein konstanter Wasserstrahl. Ideal also für einen anstrengenden Messetag. Als wir am nächsten Tag nach der Messe ins Hotel kommen, stellen wir fest: Das Zimmer eines Kollegen wurde vergeben. Mit der Reservierung sei etwas schief gelaufen, Sein Gepäck wurde in einen Müllsack gepackt und bei der Rezeption abgegeben. Natürlich sind die Kosmetik wie Duschgel ausgelaufen und haben Teile der Klamotten versaut. Wir protestieren. Ein Student, Mitte 40 (!) hinter der Rezeption ist hilflos, telefoniert immer wieder mit seiner Managerin. Eigentlich sei das Hotel ausgebucht. Nachdem wir lauter wurden, fand sich noch ein Loch zum Schlafen in dem Hotel. Betten mussten wir selbst beziehen. Einen Rabatt oder ein Wort der Entschuldigung gab es nicht.

Der Hammer kam noch: Als wir mit dem Menschen hinter den Tresen diskutierten, huschte eine Maus durch die Lobby. Ja, es gebe schon Mäuse, aber nur im Keller und Parterre. Die Nacht verbrachte ich halb wach in meinem Bett.

Also Leute: Meidet das The Quentin  in der Leidsekade 89 in Amsterdam. Betrinkt euch und schlaft in der Ausnüchterungszelle oder täuscht eine Verletzung vor und geht ins Krankenhaus, aber schlaft nicht in diesem Horrorhaus. 

Blick über die Stadt

19. August 2008

Ich gestehe: Ich bin ein Retro-Fan. Dies wurde mir wieder bewusst, als ich das Dach meines Hotels in Los Angeles besuchte. Mein Hotel ist „the Standard“ in Downtown. Ein Kollege hat es für mich ausgewählt: DJ in der Lobby, Pool auf dem Dach, Party-Ort von Paris Hilton – alles in allem wohl genau das Richtige für mich. Nun gut, zumindest ein kostenloses WLAN gab es. Aber zurück zum Blick über die Stadt. Ich erblickte ein faszinierendes Lichtermeer. Das erinnere mich an zwei Filme: „Metropolis“ und „Die Klapperschlange“. Ich habe gelesen, dass Regierstar Fritz Lang die Idee zu Metropolis hatte, als er das erste Mal mit dem Schiff nach New York kam. Er war von den Lichtern der Stadt fasziniert. Jahre später erging es John Carpenter ähnlich. Ihm kam die Idee zu seinem Meisterwerk „die Klapperschlange“. Ich bin weder Lang noch Carpenter und dennoch drehte ich in LA ein paar Filme von der 3D-Messe Siggraph. Die Filme sind auf der Website meines Magazins DIGITAL PRODUCTION http://www.digitalproduction.com zu sehen. Zugegeben, Lang und Carpenter sind besser.