Posts Tagged ‘Schweinfurt’

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 11

5. September 2017

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

 

Hotel- und Zimmercheck Hotel am Bergl, Schweinfurt

Hotel- und Zimmercheck Art & Business Hotel, Nürnberg

Hotel- und Zimmercheck Jugendherberge Bad Tölz

Hotel- und Zimmercheck Park Hotel Traunstein

Hotel- und Zimmercheck Haus Sudetenland, Waldkraiburg

Videos von Zimmerchecks in Hotels – Teil 10

29. August 2017

Meine Arbeit macht es notwenig, dass ich auf Reisen gehe. Da ich manches Mal über Nacht bleibe, bette ich mein müdes Haupt in dem einen oder anderen Hotel zur Ruhe. Bevor es aber ans Auspacken geht, drehe ich ab und zu mal ein Video von meinem Zimmer. Es ist eine Art spontaner Hotel- und Zimmercheck, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Es sind nur spontane Eindrücke, die ich sammle. Ab und zu werde ich in meinem Blog einige dieser Hotel- und Zimmerchecks vorstellen – viel Spaß.

 

Hotel- und Zimmercheck Hotel Kaiser, Hammelburg

Hotel- und Zimmercheck Kolping Hotel, Schweinfurt

Zimmercheck von ComputerBild SmartHome in Hamburg

Hotel- und Zimmercheck Finest Hotel-Suiten, Bonn Bad Godesberg

Hotel- und Zimmercheck, Gasthof Opel, Heinersreuth

Buchtipp: Resturlaub von Tommy Jaud

28. April 2017
Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Nette Unterhaltung und mein Buchtipp für heute: Resturlaub

Keine große Literatur, aber für einen Tag nette Unterhalterung mit Lokalkolorit – so sehe ich das Buch Resturlaub: Das Zweitbuch von Tommy Jaud. Eigentlich lese ich solche Art von Romanen gar nicht, aber ich war neugierig.
Bei einem Abendessen mit dem Allgäuer Herrenausstatter Klaus Felbinger auf Einladung von Sabine und Armin Gross vom Hotel Prinz Luitpold Bad kamen wir auf die Franken zu sprechen. Ich arbeite sehr oft in Franken und mein bester Kumpel kommt auch aus Nürnberg. Die Allgäuer stellten fest, dass die Franken so ihre Marotten haben und ich konnte dem nur zustimmen. Da fiel Klaus Felbinger ein Buchtipp ein: Resturlaub von Tommy Jaud. Eine netter, harmloser Unterhaltungsroman, der zum Teil in Bamberg spielt. Nun, Bamberg ist mir gut bekannt, Franken sowieso und auf dem Nachhauseweg von der Esseneinladung bestellte ich mir auf gut Glück das Buch.
Innerhalb eines Tages hatte ich den Roman durch und musste – ich geb es gar nicht gerne zu – zeitweise richtig laut loslachen. Tommy Jaud, der eigentlich aus Schweinfurt kommt, spiegelte die fränkische Mentalität in diesem Buch sehr, sehr gut wider. Hinzu kommen noch Dialekteinflüsse aus Stuttgart und der Spaß ist komplett. Das ganze ist eine Art moderner Männerroman geworden. Ein Mann auf der Flucht vor sich selbst. Er will vor Freundin, Job und drohendem Einfamilienaus aussteigen, flieht nach Argentinien und kommt reumütig nach Bamberg in sein langweiliges Leben zurück. Trotz starker Humoreinlagen eigentlich ein tottrauriges Buch über ein fränkisches Spießerleben.
Wer also in seiner Midlife-Crisis ist, wer aus Franken kommt oder wer mal ein wenig laut loslachen will, der sollte sich dieses Buch für ein paar Stunden reinziehen. Wie gesagt, Resturlaub: Das Zweitbuch ist keine große Literatur, aber harmlose Unterhaltung mit einem – für mich – deprimierendem Ende. Mir hat es ganz gut gefallen.

Ausrangiertes Uhrwerk von St. Kilian, Schweinfurt

23. September 2016
Das ehemalige Uhrwerk von St. Kilian Schweinfurt hängt heute im Kolping Hotel.

Das ehemalige Uhrwerk von St. Kilian Schweinfurt hängt heute im Kolping Hotel.

Es ist für mich etwas ungewöhnliches, auf dem Weg zum Frühstücksbuffet an einem ehemaligen Kirchturm-Uhrwerk vorbeizukommen. Aber genau dies ist mir bei meinem Aufenthalt in Schweinfurt (Unterfranken) im Hotel Kolping passiert. Dort steht das ehemalige Kirchturm-Uhrweg von Sankt Kilian von 1929 bis 1980. Ich Empfang es als sehr eindrucksvoll, so dass ich meinen Espresso vor dem Uhrwerk eingenommen und mir das Ding genauer angesehen habe.


Diese Uhr wurde 1928 von der Turmuhrenfabrik Georg Rammensee bei Gräfenberg, in der Nähe von Nürnberg geschaffen. Die Firma war spezialisiert auf den Bau von großen, öffentlichen Uhren. Der junge Uhrmachermeister Eugen Rammensee baute dieses Werk speziell für die Kirche St. Kilian. Dieses Unikat ist das größte Uhrwerk der Turmuhrenfabrik Georg Rammensee.
Dieses Werk besteht aus einem Gangwerk mit Pendel für den Ziegenantrieb sowie drei Schlagwerken. Es arbeitet rein mechanisch und wiegt klappt drei Tonnen. Als ich davor stand, kam ich mir sehr klein vor.
Das Uhrwerk störte 1988 die Renovierung des Turmes und sollte verschrottet werden. Eine Schenkung der Pfarrei an die Kolpingfamilie bewahrte das Uhrwerk vor diesem Schicksal. Mitglieder der Kolpingfamilie zerlegten in 500 Arbeitsstunden das Uhrwerk. Die Einzelteile wurden aufwendig gereinigt, sandgestrahlt, poliert und neu gestrichen. Einige Teile mussten neu geschweißt werden, da sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurden.
Das Uhrwerk treibt heute das Gangwerk des Zeigers des Zifferblattes im Hotel Kolping an.

Restauranttipp: Kings & Queens in Schweinfurt

22. September 2016
Das Kings & Queens in Schweinfurt.

Das Kings & Queens in Schweinfurt.

Ausgefallenes Essen in Schweinfurt ist schwierig. Es gibt neben den Fastfood-Ketten, klassischen Italiener, Griechen und Chinesen noch zahlreiche fränkische Gastwirtschaften mit bodenständiger Küche – aber Gott sei Dank gibt es auch das Kings & Queens in der Bauerngasse 101.Seit nunmehr 13 Jahren hält das Ehepaar Marc und Sabine Wiederer die kulinarische Fahne hoch und bieten ein hohes Niveau für den verwöhnten Gaumen. Schweinfurt kann stolz auf diese Institution mit seinen 24 Plätzen sein. Jahrelang trieben Marc und Sabine Wiederer das Restaurant alleine um, inzwischen sind zwei weitere Kräfte dazu gekommen. Der Gast hat die Auswahl zwischen einem kleinen und einem großen Menü und seit nunmehr drei Wochen hat Kings & Queens ein rein vegetarisches Menü auf der Karte.

Nach einem Gruß aus der Küche startete ich durch mit einer sehr feinen Idee, den Kings & Queens Tapas.

img_0940

Weiter ging es mit einer klaren Paprikaessenz und Ricotta-Basilikum-Maultasche.

img_0941

Es folgte ein Steinpilzravioli, Nussbutter und Peccorino.

img_0942

Für mich der Höhepunkt war der Seeteufel mit Lauch, Zwiebel und Limette.

img_0943

Etwas mächtig bei einem sieben-Gang-Menü war der Lammrücken, Nam Prik, Süsskartoffel und Mais.

img_0944

Den Schluss machte ein Tiroler Bergkäse mit Pfifferlingen.

img_0945

Sehr schön auch das Dessert Unsere Beere 2016.
Also klare Empfehlung für Schweinfurt: Das kleine Restaurant Kings & Queens. Entsprechende Erwähnungen und Auszeichnungen sind selbstverständlich. Dazu gehören Michelin Führer (2016), Gault Milau (2016), Großer Restaurant Führer (2016), Aral Schlemmer Atlas (2016), Tipp Küche in Varta Führer (2016), Kulinarischer Reiseführer und Feinschmecker. Küchenchef Marc Wiederer sagt selbst: „Frische, schmackhafte, aromatische, innovative Küche mit Liebe zubereitet. Das war schon immer das, was ich machen wollte.“

Nassrasur: Auf der HAARE legte ich mich unters Messer

7. November 2014
Ich liege unterm Messer.

Ich liege unterm Messer.

Die Beautybranche hat mich endlich als Mann entdeckt. Auf der HAARE 2014 in Nürnberg, der wichtigsten Regionalmesse für das Friseurhandwerk, wurde ich als Mann fündig. Wer dachte, Friseurmessen seien nur für Friseurinnen und deren Kundinnen interessant, der irrt sich. Auf der HAARE wurde ich als Mann als Zielgruppe entdeckt und zwar beim Thema Nassrasur.
Das musste ich gleich mal ausprobieren. Auf der HAARE war ein großartiger Barber-Shop errichtet worden. Barbers 101, so hieß der Aussteller, hatte ganze Arbeit geleistet. Stilvoll und geschmackvoll hatte er einen Shop in warmen Holzfarben aufegbaut. Alles erinnerte an die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und das lag nicht nur an der Elvis-Mucke, die aus den Boxen lief.
Im Mittelpunkt des Barber-Shops war der Barbersessel, auf dem ich zugleich Platz nahm. Vertrauensvoll begab ich mich in die Hände von Friseurmeister Joachim Groha aus Schweinfurt. Ich hatte mit Joachim Groha bereits mehrmals gearbeitet und bin von seinem Konzept eines Barber-Shops begeistert. Groha mit weißem Hemd und schwarzem Hut unter dem seine schwarzen Locken herausquollen, ist eine interessante Erscheinung. Ich wählte die klassische Messerrasur. Also zurücklehnen, Brille ab und genießen.
Als erstes wurden warme Handtücher auf das Gesicht gelegt. Dadurch wurde mein Bart weicher. Anschließend wurde die Rasiercreme aufgetragen und dann kam der Moment, wo Joachim Groha sein Rassiermesser ansetzte. Mit geschlossenen Augen genoss ich die Dienstleistung eines Profis. Das scharfe Messer rasierte den Bart wunderbar ab. Nassrasur mit dem Messer will gelernt sein und Joachim Groha ist ein Meister seines Fachs. Dazu gibt er auch Kurse. Hier wird beispielsweise an einem aufgeblasenen Ballon mit Rasierschaum geübt.

Dieses Mal mussten die Frauen auf ihre Männer im Barer-Forum auf der HAARE warten.

Dieses Mal mussten die Frauen auf ihre Männer im Barer-Forum auf der HAARE warten.

Ich stand nach 10 Minuten vollkommen zufrieden und entspannt aus meinem Barbierstuhl auf. Das nenne ich Beauty-Dienstleistung für den Mann von heute.
Friseure erinnern sich noch gut an die Zeit, als das Rasieren in den Salons zu den Standarddienstleistungen gehörte. Die jüngere Generation schaut beim Thema Nassrasur des Öfteren genauer hin, da das Rasieren nach wie vor im Ausbildungsplan steht. Das Barber-Forum auf der HAARE 2014, organisiert vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, hatte es sich auf die Fahne geschrieben, die professionelle Dienstleistung in den Salons zu stärken. Die Aussteller der HAARE präsentieren rund um das Programm-Highlight Barber Shop alles, was für eine traditionelle und professionelle Rasur notwendig ist. Angefangen bei Rasiermessern, über Dachshaarpinsel, Seifen und Mugs bis zu Pflege-Tonics und After-Shave. Die HAARE bewies damit wieder, dass sie Trendsetter ist. Vor Jahren hat das HAARE-Team das Thema Nassrasur aufgegriffen und dieser fast ausgestorbenen Friseurtätigkeit einen breiten Raum eingeräumt.

Erfolgsrezept: Schülerzeitung Maulkörbchen für die fünfte Klasse

18. Oktober 2013

IMG_6398

Schülerzeitungen in Bayern verändern sich. Zum einen haben die Schüler am Gymnasium durch G8 weniger Zeit für nebenschulische Aktivitäten, zum anderen bekommen auch Schülerzeitungen in Ballungsräumen die Print-Anzeigenkrise zu spüren. Gleichzeitig steht auch fest: Print hat an Schulen noch eine Zukunft, muss aber finanziell anders auf die Beine gestellt werden. Das klassische Modell von Vertriebs- und Werbeeinnahmen funktioniert nur noch bedingt.

Als Referent für Schülerzeitungsredakteure wies ich länger auf diese Entwicklung hin und zeigte Auswege an, um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Von einem wunderbaren Ergebnis kann ich nun berichten. Das Celtis-Gymnasium im fränkischen Schweinfurt hat meine Ideen umgesetzt und damit ungeheuren Erfolg gehabt. Die Schülerzeitung heißt Maulkorb und zum Schulanfang gab es das Maulkörbchen.

Was verbirgt sich dahinter? Das Maulkörbchen ist eine Schülerzeitung nur für die Fünfklässler, die in den Anfangstagen des neuen Schuljahrs verkauft wird. Die fünften Klassen sind neu aufs Gymnasium gekommen und sind hoch motiviert. Der Inhalt der Zeitung ist Service pur. Er erklärt den Neulingen ihre neue Schule und zwar in Schülersprache. Also wo sind die Räume, wie läuft das mit den Fächern und wer ist eigentlich wer an der neuen Schule? Zusätzlich gab es einen Stundenplan zum Ausschneiden.

Als Erwachsener und Papa kenne ich die offiziellen Begrüßungsschreiben von Schulen, die für einen Erwachsenen okay und verständlich sind. Aber diese Schülerzeitung hat die Schüler als Zielgruppe und kommt bei ihrer Zielgruppe gut an. So muss zielgruppenspezielle Ansprache sein.

Die Idee hat ausgezeichnet funktioniert. Zum einen hat die Schülerzeitungsredaktion durch den Verkauf gleich ein Startguthaben erwirtschaftet und kann beruhigt in das Schülerzeitungsjahr starten. Zum anderen wurden die Fünftklässler gleich an ihre Schülerzeitung hingeführt. So gelingt perfekt eine Markeneinführung.

Jetzt kann das Produkt noch optimiert werden. So gibt es im Maulkörbchen (noch) keine  Anzeigen. Für Bäckereien, Schreibwarenläden usw. wäre so eine Zeitschrift die ideale Werbeplattform, weil sie mit einer neuen Zielgruppe, eben neuen Schülern in Kontakt treten könnten.

Übrigens, das Maulkörbchen kam gut bei Schule und Elternbeitrat des Gymnasiums an. Die künftigen Ausgaben werden von der Schule finanziert und frei an die neuen Schüler verteilt. Jetzt muss die Schülerzeitung nur etwas für sich heraushandeln.