Posts Tagged ‘Haare’

Die Anschaffung für mein Haar: Dyson Supersonic Haartrockner

12. Oktober 2016
Optisch der Hammer. Der Dyson Supersonic, Haartrockner. Foto: Dyson

Optisch der Hammer. Der Dyson Supersonic, Haartrockner. Foto: Dyson

Es ist optisch der Hammer, was Dyson mit dem Dyson Supersonic Haartrockner auf den Markt gebracht hat. Als Dyson-Fan steht das Teil ganz oben auf meiner Einkaufsliste, aber ich will das Wunderteil vorher in den Händen haben. Daher hoffe ich, dass auf der wichtigsten Friseurmesse im Herbst, auf der HAARE in Nürnberg, das Teil zu sehen ist. Ich habe den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks schon gehörig genervt und es wäre der Hammer, wenn der LIV an seinem Stand auf der Fachmesse den Dyson Supersonic Haartrockner oder englisch Dyson Supersonic Hairdryer zeigt.
Der Haartrockner trocknet die Haare nicht nur schnell und leise, sondern ist dabei noch äußerst schonend. Ich setze viel auf die Erfahrung der rund 14000 erwarteten Friseure, die mit Sicherheit das Teil auf der HAARE lieben werden. Die Ausgangslage ist klar: Haartrockner sind oft groß, schwer und unhandlich. Sie erzeugen einen viel zu heißen Luftstrom, der das Haar nachhaltig schädigen kann. Zudem besteht das Risiko, dass die Haare in das Gerät eingesogen werden und sich im Filter verfangen. Daher haben die Dyson Ingenieure den Haartrockner komplett überdacht.
Das Premium Produkt Dyson Supersonic Haartrockner überrascht nicht nur mit einem völlig neuartigen, ausbalancierten Design; im Inneren verbirgt sich zudem innovative Technologie für ein ideales Stylingergebnis. Und wer über den Preis von 400 Euro jammert, der kann sofort aufhören zu lesen und beim Billigheinz um die Ecke kaufen. Die Dyson-Produkte bei mir im Haushalt haben ihren Preis, aber die haben hohe Qualität und ich bin absolut begeistert. Rund 64 Mio. Euro (50 Mio. Pfund) hat Dyson nach eigenen Angaben in die Entwicklung des Dyson Supersonic investiert. Große Teile des Investments wurden für ein Labor zur Erforschung von Haaren verwendet. Dabei nahm es Dyson haargenau: Die Ingenieure haben das Haar von der Wurzel bis zur Spitze untersucht, um zu verstehen, wie es auf Stress reagiert und wie man es gesund halten und stylen kann.
Der Dyson Supersonic Haartrockner ist mit dem Dyson Digitalen Motor V9 ausgestattet, der bisher kleinste, leichteste und fortschrittlichste Motor von Dyson. Er ist bis zu acht Mal schneller als die bisher verwendeten Motoren in Haartrocknern, wiegt jedoch nur die Hälfte. Dank seines kraftvollen, kompakten Designs passt der Motor in den Griff des Produkts und muss nicht wie bei den meisten herkömmlichen Modellen im Kopf untergebracht werden. Dies führt zu einer ausbalancierten Gewichtsverteilung und ermöglicht das außergewöhnliche Produktdesign.

Der Dyson Supersonic, Haartrockner. Foto: Dyson

Der Dyson Supersonic, Haartrockner. Foto: Dyson

Kontrolliert trocknen und stylen mit dem Dyson Supersonic Haartrockner
Einige konventionelle Haartrockner erzeugen einen extrem heißen Luftstrom, insbesondere wenn sie nah an den Kopf gehalten werden. Die extrem hohen Temperaturen können das Haar nachhaltig schädigen, indem die natürliche Keratin-Schutzschicht angegriffen wird. Der Dyson Supersonic verfügt daher über eine intelligente Steuerung. Die Temperatur wird über einen Sensor 20 Mal pro Sekunde gemessen. Der Dyson Supersonic reguliert die Wärme bei Bedarf automatisch herunter, um den natürlichen Glanz der Haare zu erhalten.
Der Dyson Supersonic basiert auf der patentierten Air Multiplier Technologie, die einen besonders kräftigen Luftstrom erzeugt. Damit die Haare dennoch nicht aufwirbeln, konzentriert der Dyson Supersonic die Luft, sodass die Haare kontrolliert getrocknet und gleichzeitig gestylt werden können.
Ein Team aus Dyson Ingenieuren hat daran gearbeitet, die Akustik des Geräts zu optimieren. Das Ziel eines deutlich leiseren Haartrockners – ohne negative Auswirkungen auf die Geschwindigkeit des Luftstroms – wurde dank des Dyson Digitalen Motor V9 sowie des eingebauten Schalldämpfern erreicht. Mithilfe eines 13-blättigen Propellers konnten die Spezialisten die Geräusche im Motor auf eine Frequenz erhöhen, die das menschliche Gehör nicht wahrnimmt. Diesem Ton verdankt der Supersonic letztendlich auch seinen Namen.
Also jetzt will ich das Teil in den Händen haben und ausprobieren.

Pokemons als Teil des digitalen Lebens

21. Juli 2016

Seit 13. Juli bin ich Pokemon-Jäger. Ja, ich bin auch seit dem ersten Update von PokemonGo in Deutschland dabei. Ich kann nicht Woche für Woche über Medienkompetenz und Spiele referieren und die kleinen Monster nicht gejagt haben. Dabei stehen mir K1 und K2 als langjährige Pokemon-Experten zur Seite, um mich in die Thematik schneller einzuarbeiten. Von Kindern lernen, heißt in diesem Fall siegen lernen.

Während ich blogge, kommt ein Pokemon vorbei und sagt Grüß Gott.

Während ich blogge, kommt ein Pokemon vorbei und sagt Grüß Gott.

Die Sache macht Spaß, soviel steht fest. Und soviel habe ich mich lange schon nicht mehr bewegt. Die Gattin und ich (beide Pokemon-Jäger) sind freiwillig am Samstag zum Bäcker gegangen, um auf den Weg ein paar Monster zu sammeln. Sonst ist es eine Familiendiskussion, wer denn zum Bäcker geht. Interessant ist, dass wir in der Schlange beim Bäcker auch einen Pokemon-Jäger getroffen haben. Wir kannten uns nicht, kamen aber gleich ins Gespräch. Pokemon-Jäger sind gesellige Typen. Leider war am Samstag auch der Zusammenbruch der Server, so dass die Ausbeute des Tages eher gering war.

Pokestop bei der Eisdiele
Bei uns am Dorf sind Pokemons eher spärlich, aber ich hab selten so viele Jugendliche unterwegs getroffen: Alle mit Smartphones in der Hand und auf der Suche nach Pokemons. Wir sind auf dem Dorf auch nicht gerade gesegnet mit Pokestops. Vor der örtlichen Eisdiele Alberto ist einer und dort trifft man sich und munitioniert sich mit Pokebällen auf. Eisdealer Alberto weiß wahrscheinlich gar nicht, welches Glück er mit diesem Pokestop hat, der ihm jugendliche Kundschaft bringt. Ich habe auch einen Espresso getrunken und gewartet, dass der Pokestop wieder Bälle bereit stellt. Der Pokestop ist ein klarer Wettbewerbsvorteil im Einzelhandel. Apropos Pokestop: Meine Gattin hat genau vor ihrem Büro in München einen Pokestop und kann den ganzen Tag sammeln, sammeln, sammeln – die Welt ist ungerecht. Sie braucht nur Himbeeren als Lockmittel ausstreuen und die Pokemons kommen von selbst. Vielleicht werde ich ein paar Tage bei meiner Frau im Büro verbringen.

PokemonGo auf Basis von Ingress
Ich habe die App geladen als ich in Italien im Kurzurlaub war. Es war ein kleines Dorf in Südtirol und auf dem Dorfplatz das gleiche Phänomen. Die Menschen kommen zusammen und jagen Pokemons. Wir kommen ins Gespräch, lachen und freuen uns. Was gibt es denn Schöneres? Und wenn Kommunikation nur über doofe japanische Pokemons zustande kommt, es ist gut, wenn Menschen miteinander reden.
Als alter Ingress-Fan kenne ich die Portale. Niantic steckt hinter PokemonGo und hat zuvor mit Ingress einen Coup geladen. Allerdings stelle ich auch fest: Seitdem PokemonGo auf dem Markt ist, kämpfen weniger Leute in Ingress. Das Portal am örtlichen Bahnhof halte ich schon verdächtig lange. Wahrscheinlich sind viele Ingress-Spieler jetzt zu PokemonGo abgewandert.

Fotos von Pokemons
Ich mache mir einen persönlichen Spaß und schieße einige Fotos von Pokemons in freier Natur. K1 machte mich auf die Fotofunktion in der App aufmerksam und wenn es interessante Motive gibt, dann drücke ich ab. Und ich setzte Pokemons als Marketing für meine Kunden ein. Vor kurzem fand ein Vorentscheid eines Barber-Wettbewerbs statt. Der German Barber Award wird auf der HAARE 2016 in Nürnberg ausgetragen und mein Kunde, der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, organisiert diese wichtige deutsche Friseurmesse mit. Beim Vorentscheid sind einige Pokemons in dem Barber-Salon aufgetaucht und ich habe sie über die entsprechende Facebookseite des Verbandes gepostet und siehe da, es kommen Likes.

Pokemons im Marketingeinsatz für einen Kunden.

Pokemons im Marketingeinsatz für einen Kunden.

Also mache ich immer wieder Pokemons ein paar Fotos – nicht als Siegestrophäe, sondern als Unterhaltung. Hier eine kleine Auswahl: Pokemons am Zebrastreifen, bei der Kaffeemaschine, in der S-Bahn, im Schaufenster, am Stachus in München, am Isator, bei uns im Garten, auf meiner Tastatur, im Auto. Und ja, natürlich achte ich auf den Verkehr. Das habe ich beim Walkman in den achtziger Jahren gemacht und natürlich weiß ich, wann Schluss ist. Und auch die Kinder lernen es – es nennt sich Medienerziehung.


Pokemons sind überall. Aber hier muss Niantic nachbessern. Es gibt viel Kritik und Verbesserungsvorschläge bei Pokemon Go, wie Server- und App-Stabilität. Aber manche Orte sollten von Pokemon Go ausgespart bleiben. In den Medien wurden Konzentrationslager genannt. Hier brauche ich wirklich nicht auf die Jagd nach Pokemons gehen. Ich selbst hab es an verschiedenen sensiblen Orten ausprobiert. Zum Beispiel in der örtlichen Kirche und dem anstehenden Friedhof. Vor dem Firmgottesdienst tauchte ein Pokemon im Gotteshaus auf, kurz bevor der Weihbischof seinen Einsatz hatte. Und beim Besuch des Friedhofs erschien ein anderes Pokemon zwischen den Gräber. Natürlich bin ich selbst Schuld, denn ich sollte an diesen Orten das Smartphone ausschalten, aber ich wollte es testen. Hier sollte Niantic No-Go-Zonen errichten, sie nutzen ja die Datenbasis von Google und somit sollte es möglich sein, solche Orte zu identifizieren.

Geänderte Anforderungen an Pressesprecher

7. November 2015
Barbara Böck von der NürnbergMesse in ihrem Element.

Barbara Böck von der NürnbergMesse in ihrem Element.

Als ich zur Jahrtausendwende als Redakteur vom Münchner Merkur zur Handwerkskammer für München und Oberbayern wechselte, um dort als als Pressereferent zu arbeiten, war das Berufsbild des Pressefuzzis klar festgeschrieben. Ich war für die interne und externe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Ich gab Statements ab, versorgte Presse, Funk und Fernsehen mit Infos, koordinierte hinter den Kulissen. Wenn mein Präsident Heinrich Traublinger und mein Hauptgeschäftsführer Bernd Lenze sprachen, dann galt die Regel: Wenn der Kuchen spricht, hat der Krümel Pause.
Aber ich war auch Vorbote es Umbruchs in so einer Organisation. Ich sorgte für Unruhe, weil ich meine Fotos auf einmal selbst machen wollte und keinen Fotografen engagierte. Das schonte meinen Etat und ich konnte die Fotos veröffentlichen, die ich wollte. Als Pressereferent war ich gleichzeitig Mitarbeiter der Deutschen HandwerksZeitung DHZ und lieferte Material für die Kammerseiten der DHZ.
Noch mehr Unruhe entstand, als ich meine Layouts selbst machte. Ich bildete eine Volontärin aus und zusammen schrieben und layouteten wir Bücher wie 50 Jahre Bayerischer Handwerkstag oder 100 Jahre Handwerkskammer „Im Dienst am Ganzen“.


Als ich vor kurzem als freier Mitarbeiter des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks eine Periscope-Übertragung einer Pressekonferenz zur HAARE 2015 machte, sprach ich mit der Pressesprecherin der NürnbergMesse, Barbara Böck. Eigentlich war es eine Verlegenheitslösung. Die Periskope-Übertragung war gestartet, doch ein Teilnehmer der Pressekonferenz fehlte noch. Die HAARE ist die wichtigste Friseurmesse in Süddeutschland. Kurzerhand um die Zeit zu überbrücken führte ich ein Interview mit Barbara Böck über die geänderten Aufgaben eines Pressesprechers. Wie ich in dem kurzen Gespräch erfuhr, hatte sich ihr Berufsbild komplett geändert. Spannend, welche Aufgaben dazu gekommen sind, vor allem im digitalen Bereich. Am meisten wurde mir klar, dass der Pressereferent zu einem Markenträger der Organisation geworden ist.

Bayerische Friseure übertragen HAARE-Pressekonferenz via Periscope

5. November 2015
Ich übertrug die Pressekonferenz zur HAARE live ins Internet via Periscope.

Ich übertrug die Pressekonferenz zur HAARE live ins Internet via Periscope.

Nächsten Sonntag und Montag findet die größte Friseurveranstaltung Süddeutschlands in Nürnberg statt – die HAARE. Ich arbeite für einen der Veranstalter, dem Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, damit die Veranstaltung wieder ein Erfolg wird. Vergangenes Jahr kamen 14000 Friseure in die Hallen der NürnbergMesse.
Und die Veranstaltung zu bewerben, fand eine Woche zuvor eine Pressekonferenz für die klassischen Medien statt. Die Medienveröffentlichung war dank DPA ausgezeichnet – aber ich wollte ein paar neue Sachen ausprobieren. Eine Live-Übertragung der Pressekonferenz via Periscope. Warum sollen nur Pressevertreter in den Genuss der Informationen kommen? Getreu dem Motto der Transparenz übertrug ich die ganze Veranstaltung live ins Netz. Insgesamt 145 Aufrufe konnte ich am Ende meiner Periscope-Übertragung vermelden – für mich ein voller Erfolg.

Creativdirektor Dieter Schöllhorn frisierte und ich war live dabei.

Creativdirektor Dieter Schöllhorn frisierte und ich war live dabei.

Der Ablauf sah wie folgt aus. Ich nutzte das leistungsstarke WLAN der NürnbergMesse und schraubte mein iPhone 6 auf ein Stativ und baute es vor dem Counter auf. Der Übertragungswagen in der Hosentasche – so bezeichne ich Periscope gerne.

Periscope ist der Übertragungswagen in der Hosentasche. Hier bin ich bei der Übertragung mit dem iPhone.

Periscope ist der Übertragungswagen in der Hosentasche. Hier bin ich bei der Übertragung mit dem iPhone.

Die Bewerbung der Pressekonferenz fand ein paar Tage zuvor über die Website und Facebook-Seite des LIV Friseure statt. Twitter ist für das Friseurhandwerk im Moment kein adäquates Medium und da die Nutzung von Periscope einen Twitter-Account voraussetze, konnten wir die Dialogmöglichkeiten von Periscope nur ganz bedingt nutzen. Friseure sind in der Regel nicht bei Twitter.

Pressesprecherin Barbara Böck links eröffnete die Veranstaltung.

Pressesprecherin Barbara Böck links eröffnete die Veranstaltung.

Um 10:50 Uhr startete die Periscope-Übertragung. Der von Periscope generierte Übertragungslink wurde dann über die LIV Website und die Facebook-Seite kommuniziert. Um 11 Uhr sollte die PK zur HAARE losgehen, doch leider verspätete der Landesinnungsmeister Christian Kaiser aufgrund von Verkehrsstau ein paar Minuten. Also musste ich die Zeit überbrücken. Ich schnappte mir die Pressesprecherin der NürnbergMesse Barbara Böck und machte mit ihr ein spontanes Interview über die veränderten Aufgaben eines Pressesprechers in einer digitalen Welt. So bekamen die Periscope-Zuschauer zur HAARE Pressekonferenz einen guten Einblick hinter die Kulissen.
Mit ein paar Minuten Verspätung startete dann die Veranstaltung. Vertreter von NürnbergMesse und Landesinnungsverband kamen zu Wort. Anschließend zeigte Creativdirektor Dieter Schöllhorn noch die aktuelle Frisurenmode. Problem: Zur Untermalung der Frisurenshow wurde Musik eingesetzt.
Nach der Show blieb der Stream bei Periscope für 24 Stunden online und konnte angeschaut werden. Die gesamte Veranstaltung wurde auch in der Camera Roll meines iPhones in 720 gespeichert. Ich schnitt die Frisurenshow aus GEMA-Gründen heraus, kürzte die ganze Sache auf 15 Minuten und stellte die Pressekonferenz auf meinen YouTube-Kanal online.


Mit dieser Aktion hat der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks mal wieder gezeigt, wie weit vorne er im deutschen Verbandswesen ist. Die Bayern probieren immer neue Wege der Kommunikation aus, um den Entwicklungen des 21. Jahrhunderts Rechnung zu tragen. Die bayerischen Friseure waren die ersten, die sich vom starren Konzept einer Website verabschiedet haben und auf einen WordPress-Blog gesetzt haben. Facebook und Twitter folgten. Im Moment wird gerade der Instagram-Account mit Leben gefüllt. Und durch Periscope kam nun Bewegbild dazu. Eine Welt haben wir.

 

Nassrasur: Auf der HAARE legte ich mich unters Messer

7. November 2014
Ich liege unterm Messer.

Ich liege unterm Messer.

Die Beautybranche hat mich endlich als Mann entdeckt. Auf der HAARE 2014 in Nürnberg, der wichtigsten Regionalmesse für das Friseurhandwerk, wurde ich als Mann fündig. Wer dachte, Friseurmessen seien nur für Friseurinnen und deren Kundinnen interessant, der irrt sich. Auf der HAARE wurde ich als Mann als Zielgruppe entdeckt und zwar beim Thema Nassrasur.
Das musste ich gleich mal ausprobieren. Auf der HAARE war ein großartiger Barber-Shop errichtet worden. Barbers 101, so hieß der Aussteller, hatte ganze Arbeit geleistet. Stilvoll und geschmackvoll hatte er einen Shop in warmen Holzfarben aufegbaut. Alles erinnerte an die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts und das lag nicht nur an der Elvis-Mucke, die aus den Boxen lief.
Im Mittelpunkt des Barber-Shops war der Barbersessel, auf dem ich zugleich Platz nahm. Vertrauensvoll begab ich mich in die Hände von Friseurmeister Joachim Groha aus Schweinfurt. Ich hatte mit Joachim Groha bereits mehrmals gearbeitet und bin von seinem Konzept eines Barber-Shops begeistert. Groha mit weißem Hemd und schwarzem Hut unter dem seine schwarzen Locken herausquollen, ist eine interessante Erscheinung. Ich wählte die klassische Messerrasur. Also zurücklehnen, Brille ab und genießen.
Als erstes wurden warme Handtücher auf das Gesicht gelegt. Dadurch wurde mein Bart weicher. Anschließend wurde die Rasiercreme aufgetragen und dann kam der Moment, wo Joachim Groha sein Rassiermesser ansetzte. Mit geschlossenen Augen genoss ich die Dienstleistung eines Profis. Das scharfe Messer rasierte den Bart wunderbar ab. Nassrasur mit dem Messer will gelernt sein und Joachim Groha ist ein Meister seines Fachs. Dazu gibt er auch Kurse. Hier wird beispielsweise an einem aufgeblasenen Ballon mit Rasierschaum geübt.

Dieses Mal mussten die Frauen auf ihre Männer im Barer-Forum auf der HAARE warten.

Dieses Mal mussten die Frauen auf ihre Männer im Barer-Forum auf der HAARE warten.

Ich stand nach 10 Minuten vollkommen zufrieden und entspannt aus meinem Barbierstuhl auf. Das nenne ich Beauty-Dienstleistung für den Mann von heute.
Friseure erinnern sich noch gut an die Zeit, als das Rasieren in den Salons zu den Standarddienstleistungen gehörte. Die jüngere Generation schaut beim Thema Nassrasur des Öfteren genauer hin, da das Rasieren nach wie vor im Ausbildungsplan steht. Das Barber-Forum auf der HAARE 2014, organisiert vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, hatte es sich auf die Fahne geschrieben, die professionelle Dienstleistung in den Salons zu stärken. Die Aussteller der HAARE präsentieren rund um das Programm-Highlight Barber Shop alles, was für eine traditionelle und professionelle Rasur notwendig ist. Angefangen bei Rasiermessern, über Dachshaarpinsel, Seifen und Mugs bis zu Pflege-Tonics und After-Shave. Die HAARE bewies damit wieder, dass sie Trendsetter ist. Vor Jahren hat das HAARE-Team das Thema Nassrasur aufgegriffen und dieser fast ausgestorbenen Friseurtätigkeit einen breiten Raum eingeräumt.

Was Friseure über mein Buch „Social Media für Friseure“ meinen

28. September 2012
Das Buch "Social Media für Friseure" ist zum Renner in der Handwerksliteratur geworden. Vielen Dank dafür.

Das Buch „Social Media für Friseure“ ist zum Renner in der Handwerksliteratur geworden. Vielen Dank dafür.

Das Thema Social Media für den Mittelstand absolut heiß. Das ist keine Neuigkeit. Aber es freut mich, wenn Mittelständler mir ein positives Feedback für mein Buch „Social Media für Friseure“ geben. Das Buch wurde vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks herausgegeben und ist auf verschiedenen Veranstaltungen eingeschlagen wie eine Bombe. Das Buch ist in der Handwerksbranche ein Renner und das freut mich. Aber es ist klar, dass ich als Autor mein Buch über den grünen Klee lobe. Überzeugender sind da schon Aussagen von Kunden, sogenannte Testimonials. Ich habe ein paar hier mal zusammengestellt:

Renate Antony, Friseurin aus Olching in Oberbayern ist „einfach begeistert“ über das Buch. Berni Wiemann, Friseur am Fleth, schrieb mir: „Ich habe direkt nach Ihrem Vortrag einen Vorschlag aufgegriffen und sofort Aufnahmen auf der Hair & Beauty gemacht. Mit einigen Fotos haben wir unsere (neue) Facebook-Präsentation (Friseur am Fleth) in den folgenden Tagen aktualisiert. Heute wird unser Sohn ein, wie wir meinen, sehenswertes Amateur-Video ergänzen. Weitere Anregungen aus Ihrem Buch werden mit Sicherheit folgen.“ Wow, das ist doch mal ein Erfolg.

Claus Böbel schreibt mir: „Ich finde das Buch einfach nur genial! Habe es auch auf meinem Seminar und auf Vorträgen empfohlen. Ist auch für andere Branchen absolut vorbildlich. Inhalte lassen sich jederzeit transferieren.“ Und Friseur Kai Czapko motiviert die Branche: „Kann ich wirklich empfehlen. Habe mir auf der Haare 2011 in Nürnberg den Vortrag von Herrn Lange angehört und sofort erkannt, was da für Chancen offen liegen. Verschließt euch nicht vor der virtuellen Welt, sonst verliert ihr den Anschluss. Es gibt mehr Menschen, die einen FB Account haben als Tageszeitungsabonnenten. Einfacher und effizienter kann man seine Werbung nicht schalten. Lasst es uns tun!“
Wenn das keine Motivation ist, weiterzumachen, dann weiß ich auch nicht.

Die Pressebeauftragte des Landesinnungsverbandes der bayerischen Friseure Tanja Arnold-Petter aus Franken empfiehlt das Buch ihrer Innung: „Das Buch ist für jeden Friseur, der sich im Web tummelt, ein Muss und echt hilfreich.“ Und auch andere Friseurverbände greifen das Buch auf und kommentieren es. Der hessische Friseurverband schreibt: „Das Buch ist zu empfehlen, steht bei mir auf dem Schreibtisch. Es sind gute Anregungen enthalten.“ Und die hessische Geschäftsführerin Sarah Heeder-Himmelreich sagt: „Das Buch kommt gut an.“ Das sagen auch Blogs im Netz, wie beispielsweise München.Bayern-online: „Die Welt der Kommunikation ist im Umbruch. Klassische Tageszeitungen verlieren an Auflage und an Reichweite in jungen Zielgruppen. Viele junge Kunden informieren sich im Internet und in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co über die Neuerungen. Jetzt gilt es für Friseursalons einzusteigen und Kundenkontakte zu pflegen, neue Zielgruppen zu erschließen, Mitarbeiter zu gewinnen und sich mit Kollegen auszutauschen.“ Und die Agentur ihre-fanseite hat geschrieben: „Super Buch, in dem sehr treffend beschrieben wird, was heutzutage im Social Web wichtig ist! Es liegt ständig auf meinem Schreibtisch!“

Ich möchte mich bei allen Kommentatoren ausdrücklich bedanken. Ihr bestärkt mich, weiterzumachen und weitere Sachen zu veröffentlichen und auch das Thema Social Media nicht aus den Augen zu verlieren. Wer noch ein Buch benötigt, kann dies beim Landesinnungsverband unter diesem Link bestellen. Dort gibt es auch eine kostenlose Leseprobe des Buches „Social Media für Friseure“.

Pomade kommt wieder in Mode und ich bin dabei

7. Januar 2012

Auf der HAARE 2011 in Nürnberg habe ich einen genialen Shop entdeckt, der das Hairstyling der 20er bis 50er Jahre zurückbringt. Ich liebe diesen Retro-Style und der Pomade Shop schwimmt auf dieser Welle mit. Das Geschäft in München in der Schlierseestraße 75 ist einer der größten Spezialshops für klassisches Haarstyling und ein Mekka für Haarpflegeartikel der 1920-50er Jahre. Und da jetzt die aktive Faschingszeit kommt, kann man ungefährdet einen neuen Stil ausprobieren.

Wer seine Haare wie die Hollywood-Größen von einst gelen will, der kommt hier voll auf seine Kosten. James Dean benutzte es, und für mich viel wichtiger: Johnny Cash und Elvis Presley nutzen es auch: Pomade.

Sie dient dazu, meine Haare in Form zu bringen und ihnen einen schönen Glanz zu verleihen. Und es sieht für mich besser aus als moderne Styling-Produkte. Auch die Verpackungen haben irgendwie Kultcharakter und sind nicht so Einheitsbrei wie heute. Einst war Pomade das Haarpflegeprodukt Nummer eins und der Retro-Trend sorgt dafür, dass Pomade wieder in Mode kommt – und das ist gut so.

Friseure erklärten mir als Fachleute, dass Pomade meine Haare und die Kopfhaut nicht angreifen, anders als so manches moderne Stylingprodukt wie Haarspray. Pomade macht mein Haar geschmeidig und es wirkt gepflegt. Es soll sogar bei Schuppen, Spliss und stumpfes Haar helfen. Genial: Das Haar kann ich formen wie ich will und meine Frisur bleibt den ganzen Tag kämmbar. Und Kämme , darunter coole Klappkämme, gibt es beim Pomade Shop in München auch.

Experten unterscheiden bei Pomade vier verschiedene Härtegrade: Weich für viel Glanz. Mittelfest und fest für die Elvis-Tolle der modernen Teds. Wer sturmfeste Frisuren auf seinen Kopf trägt, der wählt natürlich sehr fest. Klar ist: Je fester die Pomade ist, desto schwieriger ist das Auswaschen. Es gibt dazu spezielle Pomade-Shampoos mit Ölen, die die Haarpflege unterstützen.

Die Marken von früher sind Murray´s (seit 1926), DAX Wax, Sweet Georgia Brown (seit 1934). Sweet Georgia Brown kommt aus New York und war der Renner in den USA der 1940er Jahre. Sie wurde 1934 erstmals hergestellt und wurde durch eine Serie von Werbekampagnen landesweit bekannt. Sie ist mittelfest. Der Duft ist legendär. Die Kult-Pomade aus Memphis heißt Black & White Genuie Pulko. Sie ist mittelfest und wurde von den Rock´n Rollern der 50er Jahre verwendet und duftet nach Kokkus, Sonne und Strand. Die Country-Stars ab 1936 waren Fan der Royal Crown Hair Dressing. Sie eine weiche Pomade, die das Haar immer wieder genussvoll kämmen lässt. Royal Crown Men´s Pomade wurde von Johnny Cash und Elvis verwendet, ist mittelfest und duftet nach süßem Lavendel. Wer es ganz extravagant will, greift zum weichen Blue Magic Pressing Oil und duftet nach Biker-Jacke.

Übrigens: Die Basis von Pomade ist duftfreie, allergiefreie Vaseline. Sie schließt die Feuchtigkeit in das Haar ein und schützt es vor Austrocknung durch Kälte, Wind, Wasser, Sonne und natürliche Luft. Klassische Pomade wird wie in alten Zeiten hergestellt und ist frei von Zusatzchemie. Verpackt ist Pomade in Retrodosen.

Social Media: QR-Code für mobile Konsumenten (auch in Kunstausstellungen)

13. Mai 2011
QR-Code auf einem T-Shirt.

QR-Code auf einem T-Shirt.

Aufmerksame Beobachter werden in jüngster Zeit verschiedene schwarzweiße Quadrate mit Strichmustern in der Öffentlichkeit bemerken, die ihnen auf Postern oder auf Postkarten begegnen. Das ist ein QR-Code. Das Teil ist ziemlich alt, bekommt aber durch Social Media ein neues Revival. Der QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist ein zweidimensionaler Strichcode (2D-Code), der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde, sagt uns Wikipedia.

Hinter dem Code verbirgt sich in der Regel eine Webadresse. Der User braucht nur noch ein entsprechendes Lesegerät und kann den Code einscannen und wird sofort weitergeleitet. Das ist simple, genial und einfach. Mein iPhone verfügt über eine Kamera und die App i-nigma, die ich verwende, erkennt den Code sofort und zack bin ich auf einer Website. Das ist bequemer als ein stumpfsinniges Abtippen von WWW-Adressen.

In der Regel werden diese QR-Codes benutzt, um Usern ein Angebot auf einer Website zu machen. Böse Leute könnten natürlich darüber mein Smartphone angreifen.

QR-Code in einer Ausstellung.

QR-Code in einer Ausstellung.

Neulich habe ich aber einen noch besseren Einsatz gesehen. QR-Codes in einer Ausstellung. Sie kennen das? Sie laufen durch eine Ausstellung und finden ein Exponat interessant. Auf einer viel zu kleinen Tafel steht dann in Deutsch und Englisch, was der Künstler uns sagen wollte. Aber in der Regel sind die Texte zu kurz und dadurch nur oberflächlich. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Objekt geschieht mangels Informationen nicht. Ich müsste im Katalog nachlesen, was ich aber in der Regel nicht mache, weil ich zu faul oder schon wieder abgelenkt bin.

Da kommt der QR-Code ins Spiel. In einer Kunstausstellung von Jin-Ho Jeton auf der FMX in Stuttgart habe ich unter den Bildern den QR-Code gesehen. Ich wurde auf die Website des Künstlers weitergeleitet und konnte so mehr über die Beweggründe erfahren. Das war eine Kunstausstellung, die ich wirklich genossen habe. Sie hat mir die Augen geöffnet. Kunst bleibt nicht nur an der Oberfläche, sondern geht in die Tiefe, fordert Emotion und Intellekt gleichermaßen.

An der FH habe ich zudem ein Plakat gesehen, auf dem der Prof seine Skripte und das Vorlesungsverzeichnung über einen QR anpreist. Die Idee finde ich großartig. Kritiker werden sagen, dass QR wieder Leute ausgrenzt, die eben kein internetfähiges Mobiltelefon haben. OK, Einspruch akzeptiert, aber ich mach trotzdem weiter.

Ich werde das QR-Thema gleich umsetzen. Im Oktober darf ich eine große Frisurenshow, die HAARE 2011, mitorganisieren. An einem Stand hängen dort zahlreiche aktuelle Frisurenbilder. Friseure aus ganz Deutschland besuchen die Veranstaltung und den Stand. Dort diskutieren sie in der Regel, wie die Frisur geschnitten wird. Bisher konnte ich aus optischen Gründen keine Erklärungen unter die Bilder hängen. Aber dank dem QR-Code kann ich die Ausstellung virtuell weiterführen und Schnitttechniken erläutern. QR-Software gibt es kostenlos im Web. Im Moment verwende ich diesen kostenlosen QR-Generator goqr und bin gut gefahren.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Fehlende Kundenbindung beim Friseur

13. Februar 2011

Beruflich habe ich viel mit Friseuren und Mode zu tun. Das macht riesigen Spaß. Bei meinen Besuchen in Salons habe ich auch immer Zeit zum Beobachten. Zwei Dinge sind mir aufgefallen, die ich als Thesen mal in den Raum stelle.

1)    der Friseur ist kein Verkäufer

2)   der Friseur hat oftmals kein funktionierendes Kundenbindungsprogramm

Zur These 1. Der Friseur sieht sich selbst als Künstler, er ist Kreativer, er ist Handwerker, er ist Gestalter, aber er will absolut kein Verkäufer sein. Aber: Es gibt kaum einen Beruf, der so nah am Kunden arbeitet. Viele Kunden nehmen den Friseur als Seelentröster, als Vertrauten. Schließlich ist der Friseur nicht nur ein Handwerker, sondern auch ein Mundwerker. Und hier hätte er die Chance, seinen Kunden zu beraten und ihm auch Produkte seines Salons zu verkaufen: Shampoo, Bürsten, Pflegesets. Aber leider bleibt dies oftmals aus. Chance vertan sein Einkommen und seinen Arbeitsplatz zu sichern. Warum ist das eigentlich so?

Zur These 2. Wenn etwas gewiss ist, dann sind es Haare die wachsen. Warum nicht also beim Abkassieren des Kunden gleich den nächsten Termin in sechs Wochen ausmachen? Dann gibt es noch freie Termine. Friseur und Kunde können sich darauf einstellen und beide sind Gewinner. Der Friseur weiß, dass der Kunde wieder kommt und die Kasse stimmt. Der Kunde muss nicht auf die Schnelle einen Termin ausmachen und freut sich auf seinen nächsten Salonbesuch. Ein funktionierendes Kundenbindungsprogramm ist doch was schönes.

Mein Paris: Abgefahrene Frisurenshow von Karloff

13. November 2010

Kennen Sie Karloff? Nein, nicht Boris Karloff, sondern Wilfried Karloff. Er ist ein avantgardistischer Friseur aus Paris, wenn man ihn so bezeichnen darf. Seine Frisurenshows sind abgefahren und ich hatte das Glück, bei der Hairworld 2010 in Paris eine seiner Shows zu erleben. Völlig abgedreht. Bei der Musik von Autechre werden Modelle gestylt und monströs hergerichtet. In meinen Video habe ich die Musik von Autreche durch andere ersetzt aufgrund von Copyrightproblemen.

Den Modellen werden aufwändige Haarteile befestigt – Hair-Extensions der besonderen Art. Irgendwie habe ich den Alien-Eindruck bei den Modellen nicht losbekommen. Ich fand die Show aufgefahren. Wie mir aber die anwesenden Friseure bestätigt haben, ist es als Show genial, doch Anregungen für den Alltag haben sie von Wilfried Karloff nicht bekommen. Und da haben sie recht. Die Frisuren sind spektakulär, aber sie sind nicht modisch. Mode auf diesem Niveau soll provozieren – was die Kreationen von Wilfried Karloff auf jeden Fall erfüllen. Aber sie sollen auch inspirieren und das tun sie leider nicht. Nur Show und sei sie auch noch so avantgardistisch ist nun mal keine Mode. Mit einer Ausnahme: Der Gothic-Bereich: Hier kommen die Frisuren sicherlich an, obwohl sie für die Umsetzung wohl zu teuer und aufwändig sind. Und da passt auch wieder der Name Karloff.