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Kunst im Stadl: Kulturgenuss in Anzhofen für den guten Zweck

5. Juli 2026

Jedes Jahr am ersten Juli-Wochenende verwandelt sich das idyllische Künstlerdorf Anzhofen bei Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck) in eine lebendige Galerie unter freiem Himmel. Das beliebte Kulturfestival „Kunst im Stadl“ lockt Besucher mit einer bunten Mischung aus hochwertigem Kunsthandwerk von über 100 Ausstellern, Live-Musik, Mitmach-Aktionen und einem kreativen Kinderprogramm auf der Erlebniswiese. Zwischen historischen Stadeln und alten Obstbäumen lädt die entspannte Atmosphäre zum Entdecken und Verweilen ein.

Ein fester und unverzichtbarer Bestandteil des Festivals ist das soziale Engagement vor Ort: Der Verein Aktion PiT – Togohilfe e.V. ist traditionell mit großem Einsatz dabei. Die ehrenamtlichen Helfer betreiben den beliebten Kuchenstand und organisieren eine Tombola. Besucher können sich hier mit einer riesigen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und Torten verwöhnen lassen – und das mit bestem Gewissen. Sämtliche Einnahmen und Gewinne dieser Aktion fließen ohne Abzüge direkt in die Hilfsprojekte des Vereins in Togo, wie etwa den Brunnenbau für sauberes Trinkwasser oder die Schulspeisung für Kinder. So verbindet „Kunst im Stadl“ auf wunderbare Weise regionalen Kulturgenuss mit globaler Hilfe.

Andy Kopp zog am Ende der zweitägigen Veranstaltung ein rundum positives Fazit. „Großartig“, sagte er auf die Frage, wie die beiden Tage gelaufen seien. Besonders der Samstag sei für den Verein ein voller Erfolg gewesen. Neben dem traditionellen Kuchenverkauf gab es auch eine Tombola, bei der alle Lose verkauft wurden. Das kam beim Publikum gut an, denn jedes Los brachte auch einen Gewinn. Neben größeren Preisen sorgten viele kleine Trostpreise dafür, dass niemand mit leeren Händen nach Hause ging. Diese Mischung aus Spiel, Überraschung und guter Laune trug zur entspannten Stimmung am Stand bei.

Auch das Wetter spielte mit. Trotz sommerlicher Temperaturen sei es insgesamt sehr angenehm gewesen, berichtete Kopp. Die Besucherinnen und Besucher seien zahlreich gekommen und hätten das Angebot gerne angenommen. Besonders der Kuchenverkauf entwickelte sich zu einem großen Erfolg. Über 80 Kuchen waren gespendet worden, darunter Käsekuchen, Torten und viele weitere hausgemachte Spezialitäten. Am Ende blieb nur noch wenig übrig. „Das meiste waren wirklich grandiose Sachen“, freute sich Kopp. Die Kuchenspenden seien hervorragend angekommen.

Die Aktion PIT Togohilfe ist bei „Kunst im Stadl“ längst keine Unbekannte mehr. Andy Kopp erinnerte daran, dass die ältesten Aufzeichnungen über eine Teilnahme bis ins Jahr 2012 zurückreichen. Nach einigen Jahren regelmäßiger Präsenz und einer kurzen Unterbrechung sei der Verein inzwischen wieder dauerhaft bei der Veranstaltung vertreten. Für die Aktion PIT ist der Termin deshalb nicht nur eine Möglichkeit, Spenden für die Projekte in Togo zu sammeln. Mindestens ebenso wichtig ist der persönliche Kontakt.

Viele Menschen kämen jedes Jahr gezielt vorbei, um den Verein zu besuchen, mit den Engagierten zu sprechen und sich über neue Entwicklungen zu informieren. Gerade weil die Aktion PIT in Maisach und Umgebung verwurzelt ist, gibt es viele bekannte Gesichter, Unterstützerinnen, Unterstützer und Freunde, die den Stand als Treffpunkt nutzen. Kopp sprach deshalb auch von Gemeinschaft. Es gehe nicht allein darum, Geld einzunehmen, sondern auch darum, Beziehungen zu pflegen, Fragen zu beantworten und über die laufenden Projekte in Togo zu berichten. Dazu gebe es Kaffee und Kuchen – eine entspannte Kombination, die gut zur Atmosphäre von „Kunst im Stadl“ passe.

Selbst ein kurzer Regenschauer tat der Stimmung keinen Abbruch. Im Gegenteil: Er sorgte eher für eine kleine Abkühlung. Auch kleinere Widrigkeiten wie lästige Insekten konnten den positiven Gesamteindruck nicht trüben. In Togo, so Kopp mit einem Lächeln, seien die Tiere ohnehin noch etwas größer.

Nach dem erfolgreichen Wochenende richtet sich der Blick bereits auf die nächsten Termine. Als nächste wichtige Veranstaltung nannte Andy Kopp die Mitgliederversammlung der Aktion PIT Togohilfe am Dienstag, 7. Juli, um 19 Uhr im Sportlerheim des SC Maisach. Die Versammlung ist offen für alle Interessierten. Dort will Kopp unter anderem über sein Jahr in Togo berichten und einen Einblick in die aktuelle Arbeit des Vereins geben.

Als „Kunst im Stadl“ langsam zu Ende ging und bereits abgebaut wurde, blieb bei Andy Kopp vor allem Dankbarkeit. Die Veranstaltung war für die Aktion PIT Togohilfe erneut ein Ort der Unterstützung, der Begegnung und der gelebten Solidarität. Wer in diesem Jahr nicht dabei war, sollte sich den Termin fürs nächste Mal vormerken – denn eines steht für Kopp fest: Auch im kommenden Jahr will die Aktion PIT Togohilfe wieder dabei sein.

Podcast: 100 Kilometer Hoffnung: Ein Marsch gegen den Hunger

9. Februar 2026

Ein Wanderweg, der an die Grenze geht – und weit darüber hinaus führt: Wenn Aktion PiT – Togohilfe e.V. zum Megamarsch aufruft, dann geht es nicht nur um Kilometer, Blasenpflaster und persönliche Rekorde, sondern um eine stille, zähe Rebellion gegen den Skandal des Hungers im 21. Jahrhundert.

100 Kilometer in 24 Stunden, so kündigt es die Organisation Aktion PiT Togohilfe an, will der stellvertretende Vorsitzende Andy Kopp im Rahmen des Megamarsch München nach Garmisch zurücklegen – mit einem Satz, der zugleich Programm ist: Kein Kind soll hungrig in die Schule gehen. Ich habe einen Videopodcast mit Andy Kopp aufgenommen.

Hinter dieser schlichten Formulierung steht ein Verein, der seit 1980 in Togo aktiv ist und sich vom privaten Hilfsprojekt zum wohl größten Togo-Hilfsverein Deutschlands entwickelt hat. Aus dieser Geschichte speist sich der Charakter des Megamarschs: Er ist weniger Event als Verdichtung dessen, wofür Aktion PiT steht – langfristige Verantwortung statt schneller Bilder, konkrete Projektarbeit statt abstrakter Spendenaufrufe. Während kommerzielle Megamärsche mit Fitness, Challenge-Rhetorik und Abenteuer werben, verwandelt die Togohilfe das Prinzip der Extremwanderung in ein moralisches Statement: Wer sich freiwillig an seine körperlichen Grenzen bringt, will jenen helfen, denen täglich das Nötigste fehlt.

Die Dramaturgie dieses Projekts folgt der Logik eines Langstreckenlaufs: Je länger der Weg, desto klarer wird, worum es wirklich geht. Der Megamarsch steht dabei exemplarisch für eine neue Form von Spendenkultur, in der sich individuelle Sinnsuche und globale Verantwortung überlagern: Menschen buchen eine Veranstaltung, trainieren, dokumentieren ihren Weg – und verknüpfen jeden Schritt mit einem Versprechen an Kinder in einem Land, das in deutschen Nachrichten nur selten vorkommt. Dass Aktion PiT sich gerade auf diese Art der Mobilisierung einlässt, passt zur eigenen Geschichte: Der Verein setzt auf Patenschaften, Bildungsprojekte, Gesundheitsversorgung und Dorfentwicklung – Bereiche, in denen schon vergleichsweise kleine Summen spürbare Veränderungen ermöglichen.

In diesem Spannungsfeld gewinnt der Megamarsch eine fast symbolische Schärfe. Während in Europa Ausdauer als Lifestyle gepflegt wird, ist sie in Togo häufig bloße Überlebensstrategie – der weite Weg zum Brunnen, die tägliche Unsicherheit, ob das Essen reicht. Auf den Plakaten hierzulande stehen Startzeit, Streckenlänge, Höhenmeter; unausgesprochen mitmarschieren die Realität überfüllter Klassenzimmer, mangelnder Gesundheitsversorgung und die Frage, wie eine Generation lernen soll, wenn sie den Unterricht mit leerem Magen beginnt. Gerade weil der Megamarsch äußerlich so schlicht daherkommt – 100 Kilometer, ein Zeitlimit, eine Spendenbitte –, entfaltet er seine Wirkung: Er zwingt dazu, den eigenen Komfort mit der Lebensrealität in Togo zu konfrontieren, Schritt für Schritt.

So wird aus einer Extremwanderung ein stiller politischer Kommentar. Aktion PiT nutzt die medienaffine Form des Megamarschs, um etwas ins Licht zu rücken, das sonst allzu schnell im Schatten bleibt: die Beharrlichkeit lokaler Partner, die Langsamkeit nachhaltiger Entwicklung, die unbequeme Tatsache, dass globale Gerechtigkeit nicht in 24 Stunden „durchgelaufen“ ist. Wer sich auf diesen Marsch einlässt, sammelt nicht nur Spendenquittungen, sondern Erfahrungen – über den eigenen Körper, über Grenzen und darüber, wie nah ein weit entferntes Land kommen kann, wenn man lernt, seine Schritte zu zählen.
Andy Kopp dazu: „Mit jedem Schritt möchte ich dafür sorgen, dass ein Kind satt wird und lernen kann. Je mehr Schritte und je mehr Kilometer ich schaffe, um so mehr Hoffnung können wir schenken. Doch das schaffe ich nicht allein – dafür brauche ich Sie!“
Er erklärt den Megamarsch: „Sie Spenden einen festen Betrag pro Kilometer. Wenn ich 50 Kilometer schaffe, ziehen wir diesen Betrag 50 mal bei Ihnen ein. Wenn ich 80 Kilometer weit komme, dann 80 mal und wenn ich die 100 Kilometer in 24 Stunden tatsächlich bewerkstelligt bekomme, dann spenden Sie 100 mal Ihren Betrag. Ihr Spendenbetrag wird also erst nach meinem Marsch fällig.“

Ein Tropfen Hoffnung – Gerhard Landgrafs Traum von sauberem Wasser wird Wirklichkeit

14. Oktober 2025

Der langjährige Maisacher Bürgermeister Gerhard Landgraf war ein leidenschaftlicher Reisender, den es immer wieder in ferne Länder zog. Bei einer seiner Reisen begleitete er die Aktion PiT-Togohilfe nach Togo, wo ihn die Armut und die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen tief bewegten. Ich war auf einer Togo-Reise mit ihm dabei.

Besonders betroffen machte ihn, dass ein großer Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hat und viele Kinder an den Folgen von verunreinigtem Wasser sterben. Aus dieser Erfahrung heraus initiierte er zu seinem 60. Geburtstag die Spendenaktion „Wasser schenken“, mit der der Bau erster Brunnen in Togo ermöglicht wurde. Diese Initiative ist inzwischen zu einem festen Bestandteil der Projektarbeit des Vereins geworden und trägt nachhaltig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in der Region bei. Landgraf ist in der Zwischenzeit verstorben und in meiner Wohngemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck begraben. Hier ein Podcast über die Brunnen in Togo.

Aber er bleibt in Togo in Erinnerung. Im September dieses Jahres konnte der stellvertretende Vorsitzende der Aktion PiT-Togohilfe, Andy Kopp, in Anwesenheit der Dorfbevölkerung den Gerhard-Landgraf-Gedächtnisbrunnen im Weiler Tontchoodes in der Gemeinde Pimini feierlich einweihen. Rund 150 Einwohner haben dort nun erstmals direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Bereits wenige Wochen nach der Inbetriebnahme stellte sich eine deutliche Verbesserung der Gesundheitssituation ein: Die Zahl der Durchfallerkrankungen hat sich merklich verringert, und seit der Fertigstellung des Brunnens ist kein Kleinkind mehr an wasserbedingten Krankheiten gestorben.

Der neue Brunnen ist bereits der zweite, der in Erinnerung an Gerhard Landgraf errichtet wurde. Der erste steht ebenfalls in der Gemeinde Pimini, im Weiler Litoubouli, und liefert seit über zwanzig Jahren zuverlässig sauberes Wasser für die dort lebenden Menschen. Lediglich die Beschilderung musste im Laufe der Zeit erneuert werden – der Brunnen selbst funktioniert noch immer einwandfrei. Dieses beständige Wirken zeigt, wie nachhaltig eine solche Hilfe vor Ort sein kann.

Ein traditioneller Ziehbrunnen kostet rund 3.000 Euro. Mehrere weitere Bauprojekte warten derzeit auf ihre Umsetzung, um auch anderen Dörfern Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Wer das Engagement der Aktion PiT-Togohilfe unterstützen möchte, kann dies über die Vereinswebsite www.aktionpit.de oder durch eine Spende auf das Konto der Aktion PiT-Togohilfe e.V. mit der IBAN DE34 7005 3070 0031 0399 10 tun. Jede Spende trägt dazu bei, den Bewohnerinnen und Bewohnern Togos eine langfristige Perspektive auf sauberes Wasser und bessere Lebensbedingungen zu eröffnen.

Spendenprojekt „Ein Rad für Ralf“

30. Mai 2013

Simone und Anton Ochsenkühn auf ihrer Kulturradreise 2011.

Simone und Anton Ochsenkühn auf ihrer Kulturradreise 2011.

In der Mac-Szene sind sie keine Unbekannten: Simone und Anton Ochsenkühn. Neben einem erfolgreichen Verlagsprojekt amac-buch Verlag sind die beiden auch ambitionierte Radfahrer. Über ihre Projekte habe ich mehrfach schon gebloggt. Jetzt starten sie wieder eine Kulturradreise und wir können dank der App Leben atmen wieder dabei sein. Per iPhone- und iPad-App oder per Internetblog können wir auf dieser Reise quasi live dabei! Die Autoren und Inhaber des amac-buch-Verlags werden auf der gesamten Strecke die App bzw. den Blog täglich mit Text-, Bild- und Videoinformationen speisen. Das hat in der Vergangenheit prima funktioniert und wird es auch dieses Mal, wenn es ab 1. Juni nach Palermo auf Sizilien geht.

Aber dieses Mal unterstützen die beiden Radfreaks zudem ein gutes Projektes, auf das ich gerne aufmerksam machen will. „Wir möchten auf die Erkrankung Multiple Sklerose aufmerksam machen und ganz konkret Spenden für Ralf einsammeln“, schreibt mir Anton Ochsenkühn.

Ralf ist 45 Jahre alt und als gebürtiger Überlinger am Bodensee hat ihn die Liebe zu Bea ins Wittelsbacher Land geführt, wo die beiden jetzt wohnen und leben. Motorradfahren war privat für ihn das Schönste bis zum Frühjahr 1999. Damals bemerkte er, dass die Kraft in seiner rechten Hand nachließ. Sein Zustand verschlechterte sich schleichend.

Ralf im Rollstuhl.

Ralf im Rollstuhl.

Im Juni gleichen Jahres stand die schreckliche Diagnose fest: MS. Aber nicht eine herkömmliche Multiple Sklerose, sondern eine primär chronische progrediente Verlaufsform. Diese seltenere Form verläuft von Anfang an schleichend-fortschleichend. Hierbei handelt es sich nicht um entzündliche Schübe, die partielle Probleme oder Ausfälle des Körpers verursachen, sondern um eine stetige Abnahme der gesamten Agilität.

Seit August 2001 kann Ralf seinen Beruf nicht mehr ausüben, und erhält eine schmale Erwerbsminderungsrente. Seit 2008 ist Ralf auf den Rollstuhl angewiesen. „Wir möchten Ralf gerne ermöglichen, mit seiner Bea wieder Ausflüge zu unternehmen und zwar auf einem Behinderten-Fahrrad der Marke “Hase”. Ralf kann vorne, gut gesichert, Platz nehmen. Er kann mittreten, muss aber nicht. Wenn es Bea zu schwer wird, so schaltet der starke Elektromotor zu und bringt die beiden jeden Berg nach oben“, so Anton Ochsenkühn weiter.

So sieht das gewünschte Hase-Rad aus.

So sieht das gewünschte Hase-Rad aus.

Wer Ralf unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden:

Betreff: Ein Rad für Ralf
Kto.-Inhaber: Simone Ochsenkühn
Raiffeisenbank Aindling
BLZ 720 690 05
Kto.-Nr. 1 000 429 945

Anton Ochsenkühn setzt dabei auf Transparenz: „Wir werden unsere Reise durch verschiedene Verlosungen und Rätsel anreichern und hoffen, das Geld für dieses wunderbare Fahrrad zusammen zu bekommen.“ Der Spendenkontostand wird regelmäßig im Blog bekanntgegeben. Die Namen der Spender werden grundsätzlich nicht veröffentlicht, auf Wunsch jedoch gerne genannt. Bitte hier einen Vermerk auf dem Überweisungsformular hinterlassen. Also spricht nichts dagegen, die App zu laden und an den Verlosungen teilzunehmen. Die Reise lässt sich freilich auch im Blog der beiden nachlesen. Ich denke, die Aktion „ein Rad für Ralf“ ist ein unterstützenswürdiges Web 2.0-Projekt.