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Blogparade: Bucket List – meine persönliche Reiseliste

13. Februar 2018

Durch den Reise- und Fotoblog Phototravellers wurde ich animiert an seiner Blogparade teilzunehmen: Bucket List, wohin würde ich gerne mal reisen. Zur Bucket List hat man früher Wunschliste gesagt und ich bin mal in mich gegangen, wohin ich gerne mal durchstarten will. Hier sind meine Reisewünsche – einige realistisch, einige unrealistisch – zumindest im Moment.

Reiseziel: Nahziel – das Allgäu
Für mich ist das Allgäu ein Ort zum Auftanken. Wer den Blog kennt, der kennt auch mein Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Hierhin zieht es mich immer wieder zurück. Und da es auf meiner Bucket List steht, will ich dieses Wunschziel in Kürze wieder ansteuern, um aufzutanken und zu genießen. Es ist nur rund 2 Stunden von meinem Wohnort entfernt und ich brauche immer wieder einen Abstecher dorthin zum Wandern, zum Sanieren, zum Genießen. Nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt.

Reiseziel: Von wegen sparsam: Schottland
Als ich die Fotos der Familie meines ehemaligen Chefs Jochen Jauch von deren Schottlandreise gesehen habe, kam der Wunsch wieder auf, dieses eindrucksvolle Land wieder zu sehen. Meine Frau und ich hatten unsere Hochzeitsreise nach Schottland gemacht und es wird einfach Zeit, dass wir Land und Leute wieder treffen. Schottland setze ich mich Ruhe gleich. Ich habe ein Bedürfnis nach Ruhe in meinem hektischen Leben. Und wenn ich dabei ein Glas Ardbeg in den Händen halte und alle vier Jahreszeiten in einer Stunde genießen kann, dann geht es mir gut. Und ich brauche unbedingt endlich ein Inverness-Cape, da ist Schottland das Land dafür. Harris-Tweed wird natürlich auf der Reise getragen, was sonst?

Reiseziel: Made in Japan
Ich war noch nie in Japan und gerne würde ich mal dieses Land kennenlernen. Ich bin gespannt auf die Gegensätze: es gibt soviel, das mich dort interessiert: Die Menschen, die Kultur, das Essen, der Overkill an Gadgets und die Impulse, die von diesem Land ausgehen. Ich liebe die Verrücktheit der Japaner – meine Kinder und ich lieben Nintendo und Sony, wir lieben die Ghibli-Studios und lesen Mangas und schauen Anime. Allerdings sind es meiner Frau zu viel Leute auf zu wenig Platz und zeigt erst einmal die rote Karte. Japan wird ein Traum bleiben – vorerst.

Reiseziel: Im Westen des schwarzen Kontinents – Togo
Vor rund 20 Jahren war ich zum ersten Mal im westafrikanischen Land Togo als Journalist. Ich begleitete einen Hilfstransport der Aktion PiT Togohilfe Maisach. Heute bin ich aktives Mitglied dieser Hilfsorganisation und setze mich für dieses Land ein. Togo war einstmals deutsche Kolonie und ich begab mich auf den Spuren der Kolonialzeit. Auf den Deutschen folgten die Franzosen und dann die Unabhängigkeit. Als ich das faszinierende Land besuchte, war es eine Militärdiktatur unter Gnassingbé Eyadéma, der 1984 den Bayerischen Verdienstorden (!) bekam. Heute ist sein Sohn Faure Gnassingbé Präsident des Landes. Ich möchte mich auf einer Reise überzeugen, wie sich das Land entwickelt hat. Durch Aktion PiT Togohilfe Maisach und anderen Hilfsorganisationen hat sich das Land verändert und davon möchte ich mich überzeugen. Vielleicht klappt es 2019, das ich meiner Frau den schwarzen Kontinent zeige, denn Afrika ist anders, ganz anders.

Reiseziel: K-Pop live hören in Südkorea
Wer bei uns das Haus betritt, der wird von (lauten) K-Pop-Klängen empfangen. K2 ist K-Pop-Fan und das bekommt jeder mit (oder man ist taub). K-Pop ist koreanische Popmusik. Natürlich südkoreanische Pop-Musik ist gemeint. Bands wie BTS, G Dragon, GOT 7, exo und viele mehr sind bei uns von Interesse. Und K2 interessiert sich über die Musik hinaus für die koreanische Kultur, lernt ein wenig die Sprache, versucht sich an der Küche. Und da ist es natürlich kein Wunder, dass der Wunsch besteht, einmal nach Südkorea zu reisen und das Land zu erleben. Durch die aktuelle Olympiade taucht das asiatische Land in unseren Medien auf und ich sammle schon ein paar Reisetipps für spätere Zeiten. Sicher ist auf jeden Fall, dass wir im Moment nicht nach Südkorea reisen werden – vor allem nicht, wenn sich die politische Situation mit dem Irren aus Nordkorea nicht entspannt. Aber natürlich muss K2 irgendwann nach Korea und als stolzer Papa bin ich natürlich mit an der Seite und wir werden dann ein K-Pop-Konzert besuchen.

Reiseziel: Fühle das Feuer in New Orleans
Vor Jahren besuchte ich die Siggraph-Messe in New Orleans im Süden der USA. Und ich verliebte mich schlagartig in die kreolische Küche. Als mein Vorstandskollege im Bloggerclub und langjähriger Kreuzfahrtblogger Franz Neumeier neulich Jambalaya kochte, erinnerte ich mich an die schöne Zeit in New Orleans. Damals durchstreifte ich das French Quarter, der älteste Stadtteil von New Orleans. Dort pulsiert das Leben. Hier lässt sich amerikanische Geschichte spüren. Ich hatte damals das Robbie Robertson Album Storyville über meinen iPod gehört, das New Orleans zum Inhalt hatte. Aber auch New Orleans muss warten. Ich warte bis der Donald sein Präsidentenamt abgibt und dann reise ich wieder in die USA.

Und dann wären noch …
Paris und London – Rom und Florenz – Stockholm und Luxembourg – und mein Kollege Franz Neumeier empfiehlt mir Kreuzfahrten – oh Mann, es gibt so viele Orte, wo ich mal wieder hin will oder neu entdecken will. Also vielen Dank für die Erinnerung an die Wunschliste. Und natürlich kann jeder an der Blogparade teilnehmen.

Pulgasari – der Monsterfilm aus Nordkorea

25. Dezember 2011

Als Kind liebte ich die japanischen Monsterfilme Godzilla und seine Freunde. Jeden Samstag nachmittag bin ich in die Jugendvorstellung des örtlichen Kinos Capitol in die Kreisstadt Fürstenfeldbruck geradelt und habe mir um 14:30 Uhr japanischen Monstermist reingezogen. Ich glaube, der Eintritt kostete 2,50 Mark. So bekam ich vieles zu sehen: Frankenstein und die Monster aus dem All, Gamera gegen Gaos, U 2000 Tauchfahrt des Schreckens und immer wieder Godzilla. Ich liebte es, wenn Männer in Gummi-Anzügen Tokio platt machen, wenn Godzillas Baby auf dem Schwanz von Mama Godzilla hüpfte oder wenn aufgeregte japanische Soldaten mit Panzer und futuristischen Waffensystem gegen die Monster aus dem Erdinneren ankämpften. Als Kind brauchte ich keine vfx.Orgien, es reichte Suitmation. Der schlüpfte ein Akteur in ein Gummikostüm, schwitze wie die Sau und ließ die Sau raus – super. Da erschreckte mich die Godzilla-Version von Roland Emmerich schon, als ich 1998 die Tricks von Volker Engel sah.

Zu einem meiner Geburtstage lud ich sogar ein paar Freunde zum Klassiker: Frankenstein – der Schrecken mit dem Affengesicht ein. Handlung: In Hiroshima entdecken Wissenschaftler das Herz des Monsters Frankenstein – ja, so werden Klassiker gemacht.

Viele von den Heulern kaufte ich mir Jahre später auf DVD und bei schlechter Laune kommen die Filme aus dem Hause Toho.

Heute habe ich einen neuen Monster-Film entdeckt: Pulgasari. Der Film ist genauso schlecht, wie die japanischen Vorbilder, stammt allerdings von dem irren Diktator Kim Jong-il aus Nordkorea. Nach ein wenig Recherchen erfuhr ich die dramatischen Hinergründe, wie der Film zustande kam. Der Regisseur Shin Sang Ok wurde aus Südkorea entführt. Der Film sollte 1985 in die Kinos kommen, doch Regisseur und Gattin türmten. Auf YouTube gibt es eine schlechte VHS-Kopie von Pulgasari zu sehen. Leider ist mein Koreanisch zu schlecht, um etwas zu verstehen, aber ich glaube, die Handlung ist nix neues. Eine Puppe soll sich durch den Kontakt mit Blut in ein eisenfressendes Ungeheuer verwandeln – auch mal eine Variante. Allerdings kommt fett kommunistische Propaganda auf die Leinwand. Egal: Die Typen in den Gummikostümen waren wieder da. Es heißt, dass sogar der Godzilla-Darsteller in dem Kostüm von Pulgasari steckte.