Posts Tagged ‘Jerry Goldsmith’

Filmtipp: Alien Convenant

18. Mai 2017
Mir hat Alien Convenant sehr viel Spaß gemacht.

Mir hat Alien Convenant sehr viel Spaß gemacht.

Ridley Scott, der alte Recke, kann es noch immer. Mit Alien Convenant legte er einen neuen eindrucksvollen Teil seiner Alien-Reihe vor und knüpfte damit direkt an Prometheus an. Gleich vorweg: Mir hat Alien Convenant sehr gut gefallen, aber das war nicht bei allen Zuschauern bei meinem Kinobesuch im Scala Fürstenfeldbruck der Fall. Da hatten sich einige der männlichen Kinobesucher mehr Action erwartet. Nun Action war in Alien Convenant vorhanden, aber es war auch Tiefe vorhanden. Eine Vielzahl von Kinozuschauern war von den literarischen Zitaten von Lord Byron und Mary Shelly schlichtweg überfordert und konnten Ridley Scott auf seiner Suche nicht folgen. Für diese Zuschauer war Alien Convenant eher anstrengend. Wie sagte mein Nachbar im Kino: „Zuviel Gequatsche!“

Aussteller im Kino Scala FFB

Aussteller im Kino Scala FFB

Wer aber Fan der Alien-Filme ist und sich auf eine Weiterführung von Prometheus einlassen will, der freut sich über die Handlung und die Begegnung mit dem Außerirdischen. Der Xenomorph hat sich inzwischen zur Biowaffe verändert und die Diskussion um Menschlichkeit, wie sie bereits in Ghost in the Shell geführt wurde, wird in Alien Convenant weitergeführt. Natürlich ist der flinke und höchst aggressive Neomorph der eigentliche Held, sei es als Maske oder CGI. Ich freute mich, als das Alien erstmals in voller Größe erschien. Es war wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Aus dem Xenomorph wurde ein weiterentwickelter Neomorph. Scott hat so viele Erinnerungen an sein Erstlingswerks eingebaut: Die geheimnisvollen Eier, das Herausbrechen aus dem Magen, das Signal von einem fernen Planeten und, und, und. Und es gibt eine Hommage an den großartigen H.R. Giger, dem Schöpfer des Aliens. Seine Kunst der Biomechanik wurde von Ridley Scott aufgegriffen. Als Beispiel sei die Duschszene genannt – Sexualität kombiniert mit Obsessionen über das Eindringen von etwas absolut Fremden wurde hier genial in Szene gesetzt. Es gab auch ein Wiedersehen und einen Erklärungsansatz über mein Lieblingsraumschiff schlechthin. Das hufeisenförmige fremde Raumschiff taucht wieder im Film, wobei ich hier mich nicht 100prozentig identifizieren konnte. In meiner Fantasie war dieses Raumschiff ein biomechanisches, organisches Fluggerät. In Alien Convenant klingt es, als ob es aus Metall wäre. Die Raumfahrer stapfen durch das Raumschiff und das Echo klingt nach Metall. Das hat mich wirklich gestört, weil es nicht mit meiner Fantasie deckungsgleich ist. Dennoch: Das Setdesign ist schichtweg genial. Es passt einfach zusammen und Ridley Scott kann es einfach.
Zu Alien gehört auch ein Android, in unserem vorliegenden Film heißen sie Walter und David. Michael Fassbender ist hier in einer Doppelrolle zu sehen und es macht absolut Spaß, seinem Spiel beizuwohnen. Sicherlich die eindrucksvollste Szene ist das Flötenspiel, sehr intim und großartig gespielt. Diese Intimität wird nochmals aufgegriffen als es zum Kuss zwischen David und Walter kommt. Der Gotteskomplex wird immer wieder thematisiert.
Der Name Walter setzt sich aus den Wortstämmen walt- (althochdeutsch: waltan ‚herrschen‘) und Heer (althochdeutsch: heri ‚Kampfverband‘) zusammen. Das gibt schon einen Hinweis. Und die Anspielung zu Michelangelos David ist natürlich voll beabsichtigt, obwohl Ridley Scott in der Einführungsszene bewusst den Kopf der ersten Monumentalstatue der Hochrenaissance und bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte verbirgt. David nimmt den Kampf gegen den Riesen Goliath auf – vielleicht eine Analogie, dass der Android sich gegen seinen Schöpfer Mensch wendet. Und immer wieder kommt dazu der göttliche Richard Wagner. Zweimal kommt das Rheingold vor, der Einzug der Götter in Walhall, zu Beginn des Films als Klavierauszug und zum Ende der Films als Symbol der Zeitenwende. Sie prophezeit die Götterdämmerung, das Ende der Götter – das Ende des Gottes Mensch. Wer wie mein Sitznachbar im Kino Action erwartetet, bekam zum Ende Richard Wagner und reagierte verwirrt.
Ach ja, die Musik im Film. Der Score von Alien hatte Maßstäbe gesetzt: Soundtrack-Götter wie Jerry Goldsmith gaben in der Vergangenheit den Takt an. In Alien Convenant sollte es ursprünglich Harry Gregson-Williams sein. Es wäre interessant gewesen, wie er sein Thema von Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian) weiterentwickelt hätte. Er schied allerdings aus Termingründen aus und überließ die Musik Jed Kurzel, dem ich bisher nicht viel zutraute. Sein Assassin’s Creed war mir zu heftig. Im Film Alien Convenant passte sein Score allerdings sehr gut und in den nächsten Wochen wird der Score auf CD veröffentlich. Ich werde ihn dann ausführlich besprechen.

Konzertkritik und mehr: Video Games Live in Nürnberg 2016

24. November 2016
Video Games Live gastierte dieses Mal in Nürnberg

Video Games Live gastierte dieses Mal in Nürnberg

Zum zweiten Jahr in diesem Jahr war ich bei Video Games Live. Nach dem Konzert in München besuchte ich nun den Auftritt in Nürnberg. Ich mag das amerikanische Show-Gehabe von Tommy Tallarico, aber vor allem mag ich Soundtracks von Videospielen.
Eine ausführliche Kritik über das Münchner Konzert habe ich in meinem Blog geschrieben. Es waren in Nürnberg ähnliche Songs am Start und es hat mir auch gefallen.


Dieses Mal möchte ich mir an dieser Stelle mehr Gedanken um Videospielsoundtracks als Kulturgut machen. Bei aller Diskussion in der Vergangenheit steht heute eindeutig fest: Videospiele sind ein Kulturgut. Games sind zu einer Leitkultur geworden. Videospiele sind aber auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor. Es werden mehr Videospiele umgesetzt als Karten an der Kinokasse verkauft. Und dennoch werden Gamesentwickler immernoch stiefmütterlich behandelt. Die Vergabepolitik der deutschen Förderer kümmert sich meines Erachten lieber um die Filmer als um die Gamer. Das ist ein Gefühl, handfeste Zahlen liegen mir nicht vor. Aber natürlich hat sich viel getan, die Situation rund ums Spiel ist besser geworden.


Als ich im Konzert in der Nürnberger Meistersingerhalle saß, trugen mich meine Gedanken fort, als ich die Soundtracks der Klassiker hörte. Mit Videospielen identifiziere ich mich heute mehr als mit Filmen. In Filmen muss ich passiv der Handlung folgen, die mir ein Regisseur vorgibt. Keine Frage, es gibt geniale Filme. Aber in einem Spiel kann ich in eine handelnde Person schlüpfen und mich in das Spiel einbringen. Das macht für mich den Reiz aus. Ich muss Verantwortung für meine Handlung und Entscheidungen übernehmen. Jeder Ruck am Joystick oder Gamepad hat Folgen für meine Spielfigur. Im Film kann ich nur der Figur folgen und natürlich auch mitfiebern. Beim Videospiel ist dieses Gefühl intensiver.


Sowohl Film als auch Spiel wären ärmer, wenn es den Soundtrack nicht geben würde. Ich sammle seit Jahren Filmsoundtracks. Meine Götter heißen hier John Williams und Jerry Goldsmith. Es gibt zahlreiche Lieblinge, aber sicherlich gehört Hans Zimmer nicht dazu. Immer mehr freunde ich mich mit Gamessoundtracks an. Ich kam über die Filmkomponisten zu den Gameskomponisten. Leute wie Michael Giacchino brachten Film und Spiel zusammen. Leider stelle ich fest, dass Komponisten für Soundtracks in Deutschland nicht so behandelt werden. Dabei ist für mich doch eine Selbstverständlichkeit, Leute wie Chris Huelsbeck mit seinen Kickerstarter-Aktionen zu unterstützen.


Das ist leider bei den Preisen und Auszeichnungen wenig Begeisterung für Videospielkomponisten zu spüren. Beim animago AWARD, ein Preis den ich jahrelang selbst vergeben durfte, spielt der Soundtrack keine Rolle. Aber der Score sorgt für das Gefühl in der Animation. Noch sträflicher finde ich es, dass es beim Deutschen Computerspielpreis keine Auszeichnungen für Videogameskomponisten gibt. Ich werde den Gedanken nochmals an die zuständige Staatsministerin Dorothee Bär einbringen, die sich hervorragend um Games in Deutschland kümmert. Meine Kritik habe ich bereits bei der jüngsten Verleihung in meinem Blog verfasst.


Wenn ich in die Rolle einer Spielfigur schlüpfe und dies kann auch nur ein Pixelklötzchen in einem 8-Bit Game als Retrogamer sein, dann steigert sich meine Spielerfahrung wenn sie mit Musik angereichert ist. Und wenn der Soundtrack ordentlich komponiert und arrangiert ist, dann geht der Score ins Ohr, ins Bewusstein und verbindet sich mit dem Spiel. Alles zusammen gehört zu einer Marke.

Hochzeitsantrag auf einer Konzertbühne.

Hochzeitsantrag auf einer Konzertbühne.

Wie emotional Videospiele sind, habe ich in Nürnberg auf dem Konzert von Video Games Live gesehen. Nach der Pause kam auf einmal ein junger Mann namens Markus auf die Bühne. Er hatte eine junge Frau mit Namen Anna dabei, die etwas verdutzt schaute. Markus machte ihr auf der Bühne vor versammelten Publikum einen Heiratsantrag, den Anna annahm. Das Ja-Wort wurde von den Besuchern der Meistersingerhalle mit donnernden Applaus belohnt. Tommy Tallarico, Organisator der Video Games Live, hat die Anfrage kurz vor seinem Nürnberger Gastspiel bekommen und zugestimmt. Vielen Dank Tommy Tallarico. Das Paar wird den Abend nicht vergessen und ich habe das Schauspiel aus einiger Entfernung mitgedreht.


Auch Hans Ippisch, heute Geschäftsführer von Computec und vor langer Zeit Videospieljournalist, hielt eine launige Ansprache und erinnerte an vergangene Zeiten.


Bei all der Musik, die an dem Abend gespielt wurde, mochte ich die Tetris Suite am liebsten. Tetris machte das Videospiel erwachsen und ist der Klassiker es Casual Games. Mein GameBoy von früher ist heute noch immer im Einsatz und Tetris liegt griffbereit.


Fast Lagerfeuerromantik brach aus, als Akteure und Publikum gemeinsam den Mario Song und I’m alive sangen. Schön war es.

 

 

Musiktipp: Soundtrack zu Star Wars The Force Awakens von Williams

20. Dezember 2015
John Williams hat wieder den Soundtrack zum neuen Star Wars VII komponiert.

John Williams hat wieder den Soundtrack zum neuen Star Wars VII komponiert.

Nur ein Takt von ihm und Hans Zimmer und Konsorten können einpacken. Der Meister des Soundtracks hat wieder zugeschlagen und dies mit 83 Jahren. Gemeint ist der legendäre John Williams und sein neuer Wurf ist der Soundtrack zu Star Wars The Force Awakens.
Meine Erwartungshaltung war gigantisch und natürlich muss auch ein John Williams daran scheitern. Der Soundtrack zu Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht ist hervorragend, reicht aber nicht an frühere Werke heran, die aus der Feder von Williams stammen. Das bedeutet nicht, dass der Score zu Star Wars The Force Awakens irgendwie schlecht ist. Er ist nur nicht so perfekt wie andere Kompositionen von ihm und bei weitem besser als was sonst so auf dem Markt ist.
John Williams ist sich in vielen Sachen treu geblieben. Er setzt wie bisher auf die bekannten Leitmotive, die er sich vom genialen Richard Wagner abgeschaut hat. Studiokopfhörer aufgesetzt, Augen geschlossen und schon erzeugt das orchestrale Werk Bilder in meinem Kopf. Ich erkenne die alten Leitmotive, die Fanfaren, die Klänge, die mich durch die vergangenen Jahre immer begleitet haben. Motive, die zum Kulturgut der Menschheit geworden sind. Sie sind so unheimlich schön.
Und die neuen Motive? Rey’s Theme ist sehr gut geworden, aber es ist kein Imperial March. Es ist leicht, beschwingt und geht schön ins Ohr. Generell habe ich mehr Leitmotive erwartet, die ich den handelnden Personen zuordnen kann. Das war ein absoluter Pluspunkt bei den Star Wars-Soundtracks von John Williams. Hier hat sich der Meister dieses Mal zurückgehalten und einen soliden Soundtrack abgeliefert. Als Pedant stört es mich übrigens, dass John Williams die Musik nicht wie sonst mit dem London Symphony Orchestra eingespielt hat, sondern die Musik wurde in LA von Musikern aus Williams Umfeld aufgenommen. Auf dem Cover der CD wird kein Orchester vermerkt, nur über die Star Wars Website wurde darüber berichtet.
Williams stand beim Komponieren vor einem Dilemma. Im YouTube-Channel von Star Wars sagte er sinngemäß: „Ich kann mir das ohne Bezüge zu den Filmen, die wir schon kennen, gar nicht vorstellen, und da ist es angemessen, ja notwendig, einige der früheren Themen zu verarbeiten. Und das war ja das, was mir immer so Spaß gemacht an der Arbeit, an jedem einzelnen dieser Filme, denn jedes Mal konnte ich auf altes Material zurückgreifen und neues entwickeln, so dass beide Seite an Seite funktionieren und sich dann anfühlen wie ein Teil des ganzen Film-Gefüges.“ Und so erfreue ich mich an verschiedenen Anklängen aus der Vergangenheit. So wie Jeffrey Jacob Abrams mich mit Star Wars VII in meine Jugend zurückversetzt hat, so hat mich auch John Williams an die Hand genommen und mich mit der Zeitmaschine gesetzt. Ich weiß noch, wie ich die Doppel-LP zu Krieg der Sterne in meinem Kinderzimmer wieder und wieder abgespielt habe.
So viel symphonische Soundtracks mit Klasse gibt es nicht mehr. Im Olymp sind Williams, gefolgt von Jerry Goldsmith. Dann gibt es viele gute Leute – die Maschinerie von Hans Zimmer gehört nicht dazu. Leider habe ich es nicht geschafft, John Williams zu treffen, bzw ihn live zu hören. Der Mann ist 83 Jahre, ich muss mich also beeilen.
Es wird wohl der letzte Star Wars Soundtrack von John Williams sein. Den Teil VIII Rogue One komponiert Alexandre Desplat. Ihm traue ich sehr viel zu, spätestens mit Godzilla hat er einen starken Score geliefert.
Zur Veröffentlichung selbst: Ich erwarte übrigens, dass es in den nächsten Monaten noch eine Fassung mit dem kompletten Score gibt. Die Musik aus dem ersten Trailer ist bisher nicht erschienen. Universal hat zum Start des Films zwei Fassungen des Werks herausgebracht – eine Standard-Version und eine Deluxe-Version. Als Sammler habe ich freilich beide gekauft. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Verpackung. Bei der Deluxe-Version Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht gibt es ein Cover aus Pappe mit Bildchen, während die Standard-Version von Star Wars: The Force Awakens – Das Erwachen der Macht in der Plastikhülle daher kommt. Mehr Musik ist auf der Deluxe-Version nicht enthalten. Also klassische Geldmacherei des Disney-Konzerns.

Persönlicher Nachruf zum Tode von James Horner

23. Juni 2015

Die Nachricht kam am frühen Morgen über Twitter. William Shatner, seines Zeichens ehemaliger Captain Kirk, bedauerte, dass James Horner im Alter von 61 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Nach dem Lesen des Tweets im Bett war ich sofort hellwach.

Um 6:22 Uhr erfuhr ich vom Tode Horner via Twitter durch William Shatner.

Um 6:22 Uhr erfuhr ich vom Tode Horner via Twitter durch William Shatner.

Als Soundtrack-Fan gehört James Horner zu meinen Helden. Es gibt die Helden des Olymp wie John Williams und Jerry Goldsmith. Und dann gibt es eine Ebene darunter, dazu gehört für mich der Komponist James Horner. Sofort hatte ich die Melodie seines sicherlich bekanntesten Werkes My Heart will go on aus Titanic im Ohr.
In den nächsten Stunden stellte sich heraus, dass die Meldung vom Tode des Komponisten wohl wahr war. Mehr und mehr Newsdienste verbreiteten die Meldung – Hollywood wurde durch das Fachblatt Variety vom Verlust des Komponisten informiert Mit seinem Kleinflugzeug stürzte Horner in Kalifornien ab. Das ist traurig. Die Welt der Filmmusik verliert damit wieder einen wichtigen Vertreter und einen begnadeten Komponisten.

Hollywood trauert.

Hollywood trauert.

Horner erhielt zwei Oscars für Titanic, was neben dem hörenswerten Braveheart wohl das kommerziell erfolgreiche Album ist.
Persönlich lernte ich James Horner 1983 durch seinen Soundtrack zu den Douglas Trumbull Project Brainstorm lieben. Der Film des Trickspezialisten Trumbull war zwar ein Flop, aber der letzte Film der wunderschönen Natalie Wood, die während der Dreharbeiten verstarb. Mit dem Film wurde ich zum ersten Mal mit der tonalen Filmmusik von Horner vertraut. Wochenlang suchte ich als Jugendlicher den Soundtrack und bestellte ihn schließlich kompliziert über den Schallplattenhandel in den USA – das war die Zeit lange vor dem Internet.
Als Star Trek-Fan liebte ich die Musik von Jerry Goldsmith und als 1982 James Horner den zweiten Teil Zorn des Khan komponierte war ich zunächst enttäuscht. Paramount wollte den teueren, aber genialen Goldsmith nicht bezahlen und vergab den Auftrag der Komposition an Horner. Das gefiel mir als Trekkie nicht, aber als ich den Film im Kino sah und die Musik von Horner hörte, da war ich versöhnt. Der Mann kann es, auf jeden Fall. Inzwischen ist die Langfassung des Khan-Soundtracks veröffentlicht. Und er zeigte bei Star Trek III auch wieder sein Können.
Es kamen noch viele Soundtracks von James Horner und jüngere Kinofans kennen sicher seine Musik aus Avatar (sehr weltmusikmäßig) oder The Amazing Spider-Man. Meine persönlichen Lieblingssoundtracks sind neben Brainstorm eindeutig Willow und A Beautiful Mind sowie der komplett unterschätzte Aliens . Gerade der zweite Teil der Alien-Reihe zeigt, welch großartiger Komponist James Horner war. Normalerweise wird zum fertigen Film der Soundtrack komponiert, aber Regisseur James Cameron war mit Aliens – die Rückkehr in Verzug und schnitt den Film immer wieder um. Musik für einen unfertigen Film geht gar nicht. Dennoch musste Horner in zwei Wochen 97 Minuten Musik komponieren, die aber schließlich nicht dort eingesetzt wurde, wie sie geplant war. Horner war verständlicherweise stinksauer, aber das Publikum hat wohl davon nichts gemerkt.
Nun ist James Horner im Alter von 61. Jahren bei einem Flugzeugunglück verstorben.

Faszinierend – Persönlicher Nachruf über Leonard Nimoy

28. Februar 2015
Sein letzter Tweet

Sein letzter Tweet

Faszinierend – wirklich faszinierend, wie eine fiktive Figur mein persönliches Leben beeinflusst hat. Im Falle von Mr. Spock war es so. Das ist mir nach dem Tode von Schauspieler Leonard Nimoy bewusst geworden. Mr. Spock begleitete mich in meinem Medienleben und mir hat die Figur aus dem Universum von Gene Roddenberry viel gegeben. Die Werte von Roddenberry flossen in die Figuren von Star Trek ein und Mr. Spock vermittelte uns als Fernseh- und Kinozuschauer diese Werte.
Das erste Mal als ich die Kultserie Raumschiff Enterprise sah, war ich bei meiner Großmutter in den siebziger Jahren in den Ferien. Sonntag abend kamen die Mondmänner, wie sie meine Großmutter bezeichnete. Zuvor lief die Religionssendung Tagebuch, dann ging es mit coolsten Trademark der Filmgeschichte los. „Der Weltraum, unendliche Weiten …“

Star Trek - The Motion Picture (US 1979, - Skizze von Ken Adam

Star Trek – The Motion Picture (US 1979, – Skizze von Ken Adam

Als Kind war ich von den bunten Kostümen, von der Action und den Kulissen faszinierend. Auch die Gegenpole Kirk – Spock und McCoy – Spock erfasste ich unbewusst. Mit meinen Sandkastenfreunden diskutierte ich über die Vulkanier und die langen Ohren. Das Spitzohr war so furchtbar logisch, einfach faszinierend. Im österreichischen Fernsehen lief dann auch noch nachmittags die Zeichentrickserie, von der ich allerdings nicht mehr soviel weiß. Auch einen Comicss besaß ich einst, den ich wohl aber auf dem Flohmarkt verkauft habe.

Später kamen im Zuge des Erfolgs von Star Wars auch der erste Star Trek-Film in die Lichtspielhäuser. Mir hatte der Film gefallen – bis auf die Uniformen der Sternenflotte. Alle waren wieder mit dabei – auch Mr. Spock und sein leicht mürrische Gegenpart McCoy. Der Soundtrack Star Trek The Motion Picture von Jerry Goldsmith gehört zu den besten Scores überhaupt und ich entdecke meine Liebe zu Enterprise wieder. Ich wurde ein Trekkie und ich wurde ein Star Wars-Anhänger – ich wurde also eine Spezies, die es eigentlich gar nicht geben konnte, wie uns der Film Fanboys zeigte. Aber mir haben beide Serien gefallen, sie waren eben Science Fiction und das war meine Welt.
Alle Jahre lockten mich die Star Trek-Fortsetzungen ins Kino und auch bei der neuen Serie von J.J. Abrams war der alte Mr Spock wieder von der Partie. Er war zum Schluss nicht mehr der erste Offizier, sondern Botschafter.
Eigentlich wollte ich mal die Autobiografien „Ich bin nicht Spock“ und dann „Ich bin Spock“ von Leonard Nimoy lesen, kam aber bisher nicht dazu. Die Biografie von Wilhelm Shatner Durch das Universum bis hierher war mir wichtiger. Aber ich hörte die Musik von Nimoy und Shatner und hatte viel Spaß daran. Jedem Fan der Serie kann ich die verschiedenen CDs absolut empfehlen – und Nimoy konnte singen, ein bisschen wenigstens. Shatner kann übrigens nicht singen.

Wilhelm Shatners Kommentar

Wilhelm Shatners Kommentar

Ich habe mir mal einen Fotoband von Leonard Nimoy angesehen. Er enthielt dicke Frauen. Die Fotos waren gut, aber hauten mich nicht vom Hocker. Es war nicht mein Ding. Mehr mein Ding war mein erster Bildschirmschoner am Mac. Er stammte aus der Reihe der Flying Toasters – After Dark und es gab ein Ad on zu Star Trek. Dort trat Mr. Spock und Konsorten auch auf. Und ich habe diesen Screensaver geliebt – vielleicht ging es euch ebenso.
Nun ist Leonard Nimoy im Alter von 83 Jahren verstorben. Er wird in keinem Star Trek mehr als Spock auftreten. Und nie mehr werden wir auf einer Convention den Gruß von ihm bekommen „Live long and prosper“. Vielen Dank Mr. Spock – du bist nun Teil der Pop-Kultur.

spock

Remake von Poltergeist 2015 – nee echt jetzt?

23. Februar 2015

Muss es wirklich sein? Muss es wirklich sein, dass wir von Poltergeist eine Neuauflage diesen Sommer bekommen? Via Twitter habe ich von der Neuverfilmung des Tope Hooper Klassikers erfahren und voller Neugierde den ersten Trailer angesehen. Seht selbst:

Ja, das Teil ist gut gemacht, spannend sogar. Aber warum brauche ich so eine Verfilmung? Dollar, Dollar, Dollar – und Hollywood hat absolut keine Ideen mehr.
Vom filmischen und dramaturgischen Standpunkt aus gesehen, ist Poltergeist von 1982 eine Wucht. Sicherlich hatte Produzent Steven Spielberg massive seine Finger drin, durfte aus gewerkschaftlichen Gründen nicht Regie führen, weil er mit E.T. der Außeridische beschäftigt war. Deshalb musste Holzhammer Mr. Kettensäge Tope Hooper einspringen und heraus kam für mich einer der besten Horrorfilme der 80er Jahre. Die spürbare Terrorgewalt von Tope Hopper und das Erzähltalent und Einfühlungsvermögen von Steven Spielberg. Hinzu kam die wunderbare Musik von Jerry Goldsmith – der Filme hatte das Zeug zum Klassiker und ist auch einer geworden. Nette Anspielungen seiner Zeit wie die Reagan-Bio im Bett oder Star Wars-Bettwäsche waren die Zuckerl. Der Film war so gut, dass zwei Fortsetzungen gedreht wurden, die gar nicht so schlechht waren.
Und nun kommt statt dem Fernseher das Böse eben aus dem Wäscheschrank. Statt Röhre steht eine 4K-Glotze rum. Moderner ist der Film von 2015 freilich geworden, aber ob er besser geworden ist, muss sich zeigen. Fest steht, dass Produzent Sam Raimi nun mitmischt. Der Tanz der Teufel-Mann hat nach seinen Spider-Man-Ausflügen ins Blockbuster-Kino sich wohl seiner Horrorwurzeln besonnen und brachte uns schon einmal seine neue Version von Tanz der Teufel zurück – ohne Charme, aber mit viel Blut. Jetzt ist Poltergeist an der Reihe. Die Effekte sind prima, das zeigt der Trailer jetzt schon. Ach ja, Regie führt nun Gil Kenan, der schon das Monster House drehte und damit über zweifelhafte Horror Erfahrung verfügt.
Da es sich um eine Neuverfilmung handelt, bleibt die Story grundsätzlich beim Alten: Familie im Haus wird von Geistern heimgesucht, die von einem Friedhof unter dem Gebäude stammen. Und die bösen Geister haben es auf die kleine Tochter der Familie abgesehen, nachdem alle sich am Stühle- und Möbelrücken begeistert haben. Der Poltergeist lässt die Sau raus und von außerhalb naht Rettung.


Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, aber ich bleibe skeptisch. Das erste Remake von Poltergeist steuerte Roland Emmerich mit Joey bei und der war eher naja. Was soll denn in den neuem Film besser werden? Höchstens die Effekte. 2015 wird uns CGI bringen, aber brauch ich das? Ich habe mich 1982 im Kino gegruselt. CGI alleine bringt kein besseres Kino, das sollte Hollywood doch inzwischen wissen.
Den Soundtrack von 1982 lieferte Jerry Goldsmith ab – genial. Und wer soll nun den Soundtrack machen? Für mich könnte höchstens John Williams die Leistung toppen. Doch der alte Mann wird mit Star Wars zu tun haben und sich nicht im Kindergarten herumtreiben. Goldsmith ist ja leider auch verstorben. Ich empfehle übrigens den Soundtrack Poltergeist von Goldsmith ausdrücklich.
Und ihr geldgierigen Geier in Hollywood: Macht mir meine Jugend nicht kaputt. Nach so komischen Neuverfilmungen von Tanz der Teufel (bäh), The Texas Chain Saw Massacre (bäh, bäh) und Carrie (oh nein) kommt jetzt Poltergeist an die Remake-Reihe. Ich glaube nicht, dass sich die heutige Jugend von einem Poltergeist erschrecken lässt. Mal sehen, was sich Hollywood als nächstes vornimmt: Wie wäre es mit Rosemaries Baby? Da könnt ihr dann richtig Mist machen.
Habt endlich neue Idee und wärmt nicht die alten Ideen neu auf. Kein Wunder, dass ich dem Kino mehr und mehr fernbleibe. Am 30. Juli 2015 soll übrigens das Remake in die Kinos kommen.

Musiktipp: Jerry Goldsmith: Gremlins

4. Januar 2015
Schöner Soundtrack zu Gremlins - aber bitte als Doppel-CD

Schöner Soundtrack zu Gremlins – aber bitte als Doppel-CD

Als Gremlins 1984 in den Kinos gesehen hatte, war ich von dem Joe Dante-Film begeistert. Als eine gelungene Mischung aus Horror und Unterhaltung empfand ich den Film. Der von Spielberg produzierte Film war ein wunderbarer Weihnachtsfilm zu seiner Zeit. Der Spruch, einen Mogwai nicht nach Mitternacht fressen zu lassen, wurde in meiner Jugend ein gerne gebrauchtes Zitat, wenn man auf jugendlicher Tour nach Mitternacht zu einem Fastfood-Restaurant einkehrte.
Als ich den Filme Gremlins 1+2  neulich auf Blu ray kaufte, hatte er viel von seinem Zauber verloren. Für Cineasten gibt es aber immernoch eine Menge Sachen zu entdeckten, die ich als Jugendlicher gar nicht bemerkt hatte. Als Beispiel möchte ich nur die Zeitmaschine nennen, die im Film kurz auftauchte. In Gremlins gibt es auch Gastauftritte des Produzenten Steven Spielberg und des Komponisten Jerry Goldsmith zu entdecken.

Spielberg vorne und Zeitmaschine hinten.

Spielberg vorne und Zeitmaschine hinten.

Die Faszination des Films hat heute bei mir etwas gelitten, aber der Soundtrack von Jerry Goldsmith blieb mir lange im Ohr. Jetzt entdeckte ich den Soundtrack als seltene Doppel-CD Gremlins wieder. Erst 2011 kam der komplette Score auf den Markt und es ist genau die richtige Musik für die Winterzeit. Im Booklet zur CD gibt es ausführliche Infos zum Film und zur Musik. Sehr nett empfand ich beispielsweise das erste Stück auf der CD. Es ist Max Steiners Fanfare in C, das als Begleitung zum Warner-Logo immer gespielt wurde. Steiner ist einer der ganz großen Filmkomponisten der Frühphase von Hollywood und lieferte die geniale Musik zum Monsterfilm schlechthin: King Kong.
Der Film gewann 1985 bei den Saturn Awards die Auszeichnung unter anderem in der Kategorie Beste Musik. Goldsmith war 1984 fleißig: Er komponierte neben Gremlins die Soundtracks zu Supergirl, Runaway – Spinnen des Todes (Runaway) und Ein Single kommt selten allein (The Lonely Guy). Aber die meiste Mühe hatte er sich mit Gremlins gegeben, wie ich finde. Hier kommt mehr und mehr Goldsmiths Vorliebe für die Mischung von klassischen und elektronischen Score zum Tragen. Traditionelle Instrumente wie Autohupen und Trillerpfeifen wurden ebenso eingesetzt, um ein Mickey Mousing zu erzeugen. Mir hat das ganze Experimentieren ziemlichen Spaß beim Anhören gemacht und tut es heute immer noch. Hört unbedingt mal in den Gremlins Rag rein, wunderbarer 80er Sound.
Wer sich für den Soundtrack interessiert, sollte unbedingt zur Doppel-CD Gremlins greifen, denn auf CD 1 ist der komplette Score enthalten. Auf der CD 2 gibt es nur ein paar Stücke von Jerry Goldsmith und ein wenig Pop-Musik, darunter Peter Gabriels Ausflug in die Filmmusik Out Out.

Musiktipp: Pompeii von Clinton Shorter

25. Juni 2014

Das hätte ich nicht erwartet. Pflichtbewusst als VFX-Fan quälte ich mich durch den Film Pompeii als mir der Soundtrack auffiel. Zunächst dachte ich an den üblichen Hans Zimmer-Mist, aber dann hörte ich genauer hin. Für mich auf jeden Fall eine positive Überraschung – so die Musik von Clinton Shorter.

pompeii

Ich muss zugeben, den Kanadier hatte ich bisher überhört. Er hat schon ein paar Sachen gemacht, wie beispielsweise die Musik zu District 9, aber irgendwie war er meiner Aufmerksamkeit entgangen. Das sollte sich mit der Musik zu Pompeii ändern. Es ist ein großer, lauter Score geworden. Klar, das Thema nimmt wie so oft Anleihen von Carl Orff und Jerry Goldsmith, aber es macht Spaß, die Musik zu hören (auch wenn man den schrecklichen Film nicht gesehen hat). Durch den musikalischen Erfolg von Pompeii kommt jetzt auch Shorters Kompositionen zu 2 Guns zur Veröffentlichung.

Die Musik von Pompeii ist eine interessante Mischung zwischen Liebesthema, Gladiatorenmusik und Katastrophenfilm. Schwierig diese Kombination musikalisch umzusetzen ohne bei berühmten Vorbilder zu stehlen. Aber Clinton Shorter hat es prima gemacht und er hat selbst zur Gitarre gegriffen. Nach dem eher elektronisch gesprägten Soundtrack zu District 9 konnte Shorter seine orchestralen Fähigkeiten zur Geltung bringen. Der von Allan Wilson dirigierte Chor kam aus Bratislawa und wurde in der Slowak Radio Concert Hall aufgenommen. Das Orchester kommt dank deutscher Filmförderung aus Berlin-Brandenburg. Dirigent Lorenz Dangel sorgte mit dem Berliner Filmchor für die richtige Stimmung und das deutsche Filmorchester Babelsberg für die orchestrale Unterstützung. Das Medienbord Berlin-Brandenburg hat hier wieder bewiesen, wie die Zusammenarbeit mit US-Filmfirmen geht.

Insgesamt wurden 80 Minuten Score aufgenommen, wobei rund 45 Minuten auf CD von Milan Records veröffentlicht wurden. Vielleicht gibt es irgendwann eine neue Version des Soundtracks Pompeii mit der gesamten Musik.

 

Ein musikalischer Genuss: Score zu Spartacus

15. Februar 2014

Für mich ist Alex North einer der ganz, ganz großen Filmkomponisten. Im Anfang war Alex North, dann kamen seine Jünger wie John Williams oder Jerry Goldsmith, die ich beide auch sehr verehre. Dem breiten Publikum wurde North durch seine Komposition Unchained Melody bekannt. Wir erinnern uns an die Righteous Brothers und ihren Titelsong zu den 1990 erschienen Film Ghost – Nachricht von Sam. Schmalz pur.

North, der bei auch Aaron Coland studierte, brachte musikalische Klasse nach Hollywood. Er war für mich der erste amerikanische Filmkomponist. Davor gab es tolle Emigranten aus Europa wie Erich Wolfgang Korngold oder Max Steiner. Etliche Filme vertonte Alex North, 14 mal war er für den Oscar nominiert, bekommen hat er ihn nie. Im Jahr 1986 fiel ein Ehrenoscar für sein Lebenswerk ab – peinlich für die Academy. Alx North war der Sergej Prokoffief der Filmmusik. Mir bleibt Alex North vor allem für zwei Werke in Erinnerung: Spartacus und 2001. Zu 2001 – Odyssee im Weltraum schrieb er die Musik, die von Kubrick verworfen von North und erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde. Aber diese Geschichte werde ich ein anderes Mal bloggen.

Sparta

Zum 100. Geburtstag des Komponisten erschien eine ultimative Special Editiom vom Spartacus-Soundtrack. Sechs CDs und eine Interview-DVD sind der Hammer. Sie wurden produziert von Robert Townson. Dazu gibt es ein 168seitiges Booklet. Die Box erschien in einer Auflage von 5000 Stück beim renommierten Soundtrack Label Varese Sarabande Records. Da musste ich einfach zugreifen.

Schauen wir uns die ganze Sache mal etwas genauer an: Das Booklet ist endlich mal aus Sicht eines Komponisten geschrieben. Über Kubricks Spartacus ist bereits einiges veröffentlicht worden. Jetzt liegt endliche eine musikalische Würdigung vor. Ergänzt wird das Buch durch zahlreiche Bilder, wobei die meisten schon bekannt sind. Es gibt aber auch Fotografien neueren Datums mit einem alten Alex North sowie eine Biografie und Überblick über das Werk. Es trotzt vor großen und kleinen, witzigen und tragischen Geschichten. Bei der Arbeit an Spartacus wählte Orchestrierer Maurice de Packh den Freitod. Sein Nachfolger wurde Henry Brant.

CD 1 enthält den Soundtrack in Stereo inklusive aller Titel des Orginal Soundtrack Albums – in der Reihenfolge, wie sie im Film vorkommen.

CD 2, 3 und 4 umfasst in Mono den längeren Soundtrack sowie Proben und Alternativersionen

CD 5 und 6 gibt es Interpretationen zum SPARTACUS LOVE THEME – 22 zum Teil neue Aufnahmen Bill Evans, Yusef Lateef, Carlos Santana, Lalo Schifrin, Dave Grusin, Mark Isham, Alexandre Desplat.

Die 96minütige DVD besteht aus drei Interviews zahlreicher Filmkomponisten.

Ich kann die Spartacus-Box jedem Fan von Filmmusik ans Herz legen. Diese Edition hat Klasse und würdigt einen großen, großen Komponisten.

Hier die Titel der einzelnen CDs.

CD1  – Stereo (72:40)

1. OVERTURE (4:00)

2 . MAIN TITLE* (3:17)

3. THE MINES (3:01)

4. CARAVAN (1:15)

5. FIRST PAIR (3:44)

6. GLADIATORS FIGHT TO THE DEATH* (2:20)

7. BROODING (2:20)

8. ON TO VESUVIUS* (4:52)

(a) FORWARD, GLADIATORS

(b) FOREST MEETING

9. OYSTERS AND SNAILS (Film Version) (3:07)

10. HOPEFUL PREPARATIONS / VESUVIUS CAMP* (1:59)

11. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

12. BLUE SHADOWS AND PURPLE HILLS* (3:11)

13. HEADED FOR FREEDOM* (3:15)

14. HOMEWARD BOUND* (6:27)

(a) ON TO THE SEA

(b) BESIDE THE POOL

15. METAPONTUM TRIUMPH (1:35)

16. FESTIVAL (3:21)

17. EXPECTANT PARENTS (3:07)

18. PRELUDE TO BATTLE* (5:11)

(a) QUIET INTERLUDE

(b) THE FINAL CONFLICT

19. FORMATIONS (1:35)

20. GOODBYE, MY LIFE, MY LOVE — END TITLE* (4:16)

21. SPARTACUS LOVE THEME* (2:50)

Bonus Tracks sind:

22. ON TO THE SEA / INFANT BURIAL (3:03)

23. OYSTERS AND SNAILS / FESTIVAL* (Album Version) (3:24)

* vom Original Decca soundtrack album

CD 2 – Mono (70:40)

1. OVERTURE (3:59)

2. MAIN TITLE (3:41)

3. THE MINES (3:00)

4. CARAVAN (1:17)

5. VARINIA’S THEME (3:15)

6. TRAINING THE GLADIATORS (1:29)

7. PAINTING (1:26)

8. SPARTACUS‘ CELL (1:37)

9. KITCHEN (1:36)

10. TRAINING THE GLADIATORS #2 (:37)

11. KITCHEN #2 (:48)

12. CRASSUS (:51)

13. SOURCE MUSIC #2 (2:36)

14. SOURCE MUSIC #1 (3:30)

15. FIRST PAIR (3:38)

16. DRABA FIGHT (2:49)

17. KILL (1:12)

18. BROODING (2:18)

19. REVOLT (1:16)

20. THE BREAKOUT (2:08)

21. SLAVES ESCAPE (:47)

22. CRASSUS HOME (:37)

23. DESERTED SCHOOL (1:55)

24. FOREST MEETING (4:50)

25. OYSTERS AND SNAILS (3:03)

26. VESUVIUS CAMP (1:59)

27. NEW RECRUITS (1:51)

28. GLABRUS MARCH (:24)

29. VESUVIUS MONTAGE (1:19)

30. POEM (1:27)

31. LOVE SEQUENCE (3:10)

32. GLABRUS DEFEATED (3:40)

33. GLABRUS DISGRACED (1:44)

CD 3 – Mono (65:29)

1. ENTR’ACTE (2:21)

2. ON TO THE SEA (3:07)

3. LUCERIA CAMP (:42)

4. BESIDE THE POOL (2:28)

5. DUSTY MARCH (:31)

6. METAPONTUM TRIUMPH (1:33)

7. ROMAN BATHS (1:46)

8. ARRIVAL AT THE BEACH (:59)

9. FESTIVAL (3:20)

10. SOUND THE TRUMPET (:31)

11. CRASSUS LEGIONS (:41)

12. BACK FROM THE SEA (:30)

13. CRASSUS‘ CAMP (:48)

14. CAMP AT NIGHT (2:19)

15. EXPECTANT PARENTS (3:10)

16. MANEUVERS (3:14)

17. FORMATIONS (1:30)

18. THE BATTLE (4:09)

19. DESOLATION ELEGY (2:05)

20. I AM SPARTACUS (3:14)

21. RECOGNITION AND CRUCIFIXION MARCH (2:46)

22. NIGHT CRUCIFIXION (:35)

23. VARINIA AND CRASSUS (4:59)

24. FEAR OF DEATH (3:22)

25. SPARTACUS DEFIES CRASSUS (2:17)

26. THE LAST FIGHT (4:47)

27. FINAL FAREWELL AND END TITLE (4:17)

28. EXIT MUSIC (2:48)

CD 4 – Mono (43:17)

Alternate und nicht verwendete Aufnahmen

1. OVERTURE (Unused) (4:02)

2. MAIN TITLE (Alternate) (3:33)

3. GLADIATOR SELECTION (Unused) (2:31)

4. KITCHEN #1 (Alternate) (1:55)

5. ON TO THE SEA (Alternate) (2:58)

6. INFANT BURIAL (Alternate) (:47)

7. END OF ACT I (Alternate) (1:06)

8. FESTIVAL (Alternate) (1:50)

9. SOUND THE TRUMPET (Alternate) (:23)

10. SPARTACUS MARCH (:34)

11. SPARTACUS MARCH (Alternate Ending) (:18)

12. SPARTACUS FANFARE (:13)

13. FEAR OF DEATH (Alternate) (3:26)

Vorbereitende Einsätze/Proben

14. TRAINING THE GLADIATORS / PAINTING (Preliminary) (2:45)

15. TRAINING THE GLADIATORS (Preliminary) (2:37)

16. TRAINING THE GLADIATORS #2 (Preliminary) (:37)

17. BROODING (Preliminary) (3:06)

18. REVOLT (Preliminary) (:28)

19. FESTIVAL (Preliminary) (:51)

20. SPARTACUS LOVE THEME (Preliminary) (3:05)

21. DESOLATION ELEGY (Preliminary) (3:29)

22. CRUCIFIXION MARCH (Preliminary) (2:05)

CD 5 – Stereo (60:07) Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans (5:09)

2. Yusef Lateef (4:11)

3. Mark Isham (11:09)

4. Dave Grusin (2:53)

5. Nathan Barr und Lisbeth Scott (5:08)

6. Carlos Santana (6:48)

7. Terry Callier (4:28)

8. Patrick Doyle (5:01)

9. Joel McNeely (2:27)

10. Lalo Schifrin (5:17)

11. The Ramsey Lewis Trio (7:12)

CD 6 – Stereo (50:16)

Spartacus: Love Theme and Variations

Spartacus Love Theme interpretiert von

1. Bill Evans und Jeremy Steig (5:00)

2. Alexandre Desplat (2:36)

3. Regina Carter (6:21)

4. Diego Navarro (3:54)

5. Gábor Szabó (3:13)

6. John Debney (4:45)

7. Brian Tyler (7:08)

8. Randy Edelman (3:49)

9. Richard Stoltzman (4:49)

10. John Neufeld and Marty Krystall (4:01)

11. Eric Stern, London Symphony Orchestra (4:14)

Die CDs 5 und 6 haben zudem ein 20seitigen Booklet auf PDF.

Musiker aufgepasst – Filmmusik gesucht

4. Juni 2013

Ich liebe Filmmusik. Dabei meine ich nicht irgendwelche Hit-Complilations, sondern den klassischen Score. Für mich sind die Großen der Branche John Williams, Jerry Goldsmith, aber auch  Viele andere. Um es klar zu sagen, die Musik von Hans Zimmer mag ich nicht, obwohl ich sein Filmmusikimperium schätze.

Bildschirmfoto 2013-06-03 um 15.01.45

In diesem Jahr rufen filmtonart und die Münchner Abendzeitung gemeinsam zum fünften bundesweiten Komponistenwettbewerb auf. Diesmal soll eine Szene aus dem Kurzfilm „Kimono“ von Maurice Hübner vertont werden. Der läuft am heutigen Dienstag, 4. Juni 2013, 22.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Die besten Arrangements werden am 28. Juni 2013, bei filmtonart – Tag der Filmmusik auf der Studiobühne des Bayerischen Rundfunks vorgestellt.

Der anhaltende Erfolg der Kompositionswettbewerbe im Rahmen von filmtonart setzt auch dieses Jahr wieder die Erwartungen hoch. Die bunte Mischung der Einsendungen und Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik sowie aus dem Ausland hat in den bisherigen vier Ausschreibungen gezeigt, dass filmtonart Filmmusik live erlebbar und gestaltbar macht. So gibt es auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, den Soundtrack zu einer ausgewählten Filmszene zu schreiben.

Die Szene, die es zu vertonen gilt, stammt aus dem Kurzfilm „Kimono“ von Maurice Hübner, der in der BR-Kurzfilmnacht am heutigen Dienstag, 4. Juni 2013 um 22.45 Uhr im Bayerischen Fernsehen zu sehen ist. Der Film porträtiert eine obdachlose junge Frau, die sich auf der Suche nach etwas Essbarem in die Wohnung eines Mannes schleicht und, anstatt die Wohnung wieder zu verlassen, heimlich dort zu wohnen beginnt. Ein Film ohne Worte, aber mit vielen stimmungsvollen Bildern und vielen Facetten für Nachwuchskomponisten.

Die Jury, bestehend u.a. aus den Komponisten Gerd Baumann („Wer früher stirbt, ist länger tot“), Philipp F. Kölmel sowie Adrian Prechtel, Kulturredakteur der Abendzeitung, wählt die musikalisch überzeugendsten Beiträge aus und legt auch den Gewinner fest.

Diese drei herausragenden Musiken sind dann im Panel „Die Farben der Bilder“ zu hören, das bei filmtonart – Tag der Filmmusik um 16.00 Uhr im Studio 2 des BR-Funkhauses stattfindet. Adrian Prechtel wird die Veranstaltung moderieren. Bei freiem Eintritt kann das Publikum live und hautnah miterleben, wie sehr die Emotionen bei der Wahrnehmung von Bildern von der Tag der Filmmusik Musik beeinflusst werden.

Der Gewinner darf einen Tag lang dem Komponisten Philipp Fabian Kölmel über die Schulter blicken: Kölmel hat u.a. die Filmmusik zu „Rubinrot“, „Kleine Morde“ und „Französisch für Anfänger“ komponiert.

Teilnahme am Kompositionswettbewerb

Die Teilnahmebedingungen und die zu vertonende Szene sind ab sofort hier zu finden. Teilnehmer können ihre Komposition bis zum 21. Juni 2013 direkt dort hochladen.

Anmeldung zum Tag der Filmmusik

Alle, die den Tag der Filmmusik am Freitag, 28. Juni 2013 im Bayerische Rundfunk live miterleben wollen, können sich noch bis zum 24. Juni 2013 hier  anmelden. Die Teilnahme an filmtonart ist kostenfrei.