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Konzertempfindung: John Williams und Anne-Sophie Mutter in Wien 2020

21. Januar 2020
John Willams bedankt sich bei seinen Fans. Foto: Lange

John Willams bedankt sich bei seinen Fans. Foto: Lange

Endlich konnte ich ihn sehen, nachdem ich ihn jahreslang nur gehört habe. John Williams kam nach Wien zu den Wiener Philharmoniker in den Goldenen Saal des Musikvereins und hatte zudem Anne-Sophie Mutter mit dabei. Und ich war dabei.

John Williams ist für mich der größte lebende Filmkomponist und seit Jahren bin ich ein Fan seiner Musik. Er steht für mich in der Tradition des Musikdramas, der Programmmusik und der Leitmotive im Stile des musikalisch von mir verehrten Richard Wagners. Und zu Weihnachten machte mir meine Frau das wunderbare Geschenk des Konzertbesuchs in Wien. Und weil die Familie von meiner Begeisterung angesteckt wurde, kauften wir kurzerhand für die ganze Familie Eintrittskarten, die wir über Wartelisten und die geniale John Williams-Facebook-Gruppe erhielten.
Den Goldenen Saal des Musikvereins Wien kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Es war uns noch nie gelungen Karten für das Neujahrskonzert zu erhalten. Neujahrskonzert ist gut, aber John Williams ist besser, viel besser – und es wurde ein musikalisches Fest.

Gut gelaunter John Williams
Im Vorfeld haben wir Fotos der Proben gesehen. Die Philharmoniker schienen ihren Spaß mit dem Maestro zu haben und brachten Star Wars-LPs zur Probe mit. Vielleicht war es für sie auch mal was anderes, wenn sie Filmmusik spielen mussten. Und auch John Williams war konzentriert und wirkte glücklich.
Beim Betreten des Goldenen Saals wurde mir klar, warum der 87jährige den Stress einer Konzertreise nach Wien auf sich genommen hatte. Am Geld kann es nicht liegen. John Williams hat gut verdient und sein Häuschen längst abgezahlt. Aber der Goldene Saal des Musikvereins Wien hat eine ganz besondere Atmophäre. Williams würde mit Kusshand in jedem Konzertsaal der Welt genommen, aber er entschied sich für Wien – und das aus gutem Grunde. Berühmte Komponisten und Dirigenten haben hier mit den berühmten Wiener Philharmoniker gespielt. Die Akkustik ist hervorragend und die Atmosphäre kann ausgezeichnet, wenn das Publikum dein Freund ist.

Standings Ovations für John Williams
Williams kam, sah und siegte. Das internationale Publikum erwartete ihn mit donnernden Applaus. John Williams war sichtlich gerührt, erfreut und genoss es vor so einem begeisterten Publikum zu spielen. Es gab Applaus, Standing Ovations und Beifallsrufe. Die Stimmung im ehrbaren Musikverein war eher die eines Rockkonzerts und Williams war unser gefeierter Star. Wir hingen bei seinen Statements an den Lippen, beobachteten jede Geste mit seines Dirigats und nahmen auch wahr, dass sich der 87jährige mit der linken Hand immer wieder festhielt. Und als dann noch von ihm Anne-Sophie Mutter auf die Bühne gebeten wurde, brach Jubelsturm um Jubelsturm los. Der Musikverein wurde zum Tollhaus. Während die Musik dargebotene wurde, war es mucksmäuschenstill – am Ende eines jeden Stück brachen die Emotionen hervor.

Neue Fans für Anne-Sophie Mutter
Anne-Sophie Mutter hat lange um John Williams geworben und ihn sogar mit Lebkuchen zu Weihnachten gelockt, damit der Meister seine Stücke für Geige arrangierte. Herausgekommen ist das formidable Album Across the Stars, die zum Teil auch in Wien zu Gehör gebracht wurden. Anne-Sophie Mutter hat es damit geschafft einen weiteren, neuen Fankreis für sich zu erschließen. Sie ist sicherlich eine der berühmtesten Violinistinnen dieses Planeten, aber einem klassisch interessierten Publikum bestens bekannt. Mit ihrem Berliner Club-Album versuchte sie neue Hörer zu erschließen. Mit Across the Stars schaffte sie aber den Sprung in die Filmmusik und damit zu weiteren neuen Hörerkreisen. Dass sah man auch im Musikverein. Neben den Besuchen in feiner Abendgarderobe saßen Fans mit Star Wars- oder John Williams-T-Shirts und es passte einfach zusammen.

Die Musik von John Williams
Die Musik an beiden Konzerttagen war ein Streifzug durch die Werke von John Williams. Hook, Unheimliche Begegnung, Sabrina, In einem fernen Land, Harry Potter, ET – und auf einmal der Devil‘s Dance aus dem Film „Die Hexen von Eastwick“. Dieses Stück ist auf keinem Album oder Single mit Anne-Sophie Mutter bisher herausgekommen. Es wurde nach den Album Across the Stars arrangiert und ist bisher beispielsweise in einem IIndy-Jones Podcast am Ende (ca 12. vor Schluss) zu hören. Dürfen wir also auf eine Fortsetzung von Across the Stars hoffen?
Auf jeden Fall hat die Deutsche Grammophon angekündigt, die beiden Wiener-Konzerte als CD und DVD/Bluray herauszubringen. Die Konzerte wurden mitgeschnitten und veröffentlicht. Es soll auch eine TV-Ausstrahlung bei ARTE vorgesehen sein. Für mich eine Premiere: Ich war bei vielen Konzerten, aber es wird das erste Mal sein, das MEIN Konzert offiziell veröffentlicht wird.

Vielen Dank für das geniale Konzert. Foto: Lange

Vielen Dank für das geniale Konzert. Foto: Lange

Meine Empfindung zu John Williams
Zur Musik von John Williams etwas zu schreiben, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Am Ende des Beitrags habe ich die Setlist der Konzerte aufgeführt. Aber ich möchte eine Empfindung festhalten, die ich am ersten Konzertabend verspürte. Nach der Pause gegen Ende des offiziellen Parts kam die Musik mit der sich John Williams 1977 in mein Herz komponierte. Das Thema zu Star Wars erklang.
Ich hab Krieg der Sterne als Neujähriger im Kino gesehen und mir dann die Doppel-LP von meinem Taschengeld gekauft. Ich glaubte, dass ich das Hörspiel erworben hatte, aber es lief der Soundtrack von John Williams auf dem Plattenteller meiner Grundig-Anlage. Und die Musik packte mich, ich verschlang die Leitmotive, sog sie in mich auf. Und nun kam dieses Gefühl in Wien wieder als ich das berühmte Star Wars Thema live hörte.
Ich schloss die Augen und ließ seine Musik wirken. Und mitten im Goldenen Saal des Musikvereins erschien der Todesstern, da flog der Falke, ich sah die Weite von Tatooine, ich traf Luke, Leia, Han und Vader und mir kamen die Tränen vor Glück. Was löst diese Musik für Emotionen bei mir aus?
Aber nicht nur bei mir: Mit dieser Musik hatte es John Williams geschafft, dass sich Scharen von Kindern und Jugendlichen 1977 und später aufmachten auch klassische Musik zu hören. Williams brachte mir durch seine Kompositionen die Musik von Bach, Beethoven, Mahler, Mozart und Wagner näher – ohne Williams hätte ich diese Musik nie entdeckt. Ich hätte nie Erich Wolfgang Krongold, Franz Waxman, Max Steiner, Alfred Newman oder Bernard Herrmann entdeckt oder später Jerry Goldsmith, Ennio Morricone, Howard Shore, James Horner, Danny Elfman, James Newton Howard und viele mehr.

Die Setlist von beiden Wiener Konzerten
Flight to Neverland from Hook (1991)
Excerpts from Close Encounters of the Third Kind (1977)
Hedwig’s Theme from Harry Potter and the Philosopher’s Stone (2001/2019)
Theme from Sabrina (1995/2019)
Donnybrook Fair from Far and Away (1992/2019)
Devil’s Dance from The Witches of Eastwick (1987/2019)
Adventures on Earth from E.T. The Extra-Terrestrial (1982)
Theme from Jurassic Park (1993)
Dartmoor, 1912 from War Horse (2011)
Out to Sea / Shark Cafe Fugue from Jaws (1975)
Marion’s Theme from Raiders of the Lost Ark (1981/2017)
The Rebellion is Reborn from The Last Jedi (2017)
Luke and Leia from The Return of the Jedi (1983)
Main Title from Star Wars: A New Hope (1977)
Nice to Be Around from Cinderella Liberty (1973/2019)
The Duel from The Adventures of Tintin (2011/2019)
Remembrances from Schindler’s List (1993)
Raiders March from Raiders of the Lost Ark (1981)
The Imperial March from The Empire Strikes Back (1980)

Filmtipp Gorky Park

30. März 2019

Gorky Park war anders als die meisten Thriller, die ich bis dahin im Kino gesehen hatte. Damals im Jahre 1983 spielten meine Krimis in New York oder Chicago, die deutschen Tatorts im Pott oder Derrick ermittelte in Grünwald. Der US-Film Gorky Park spielte in Moskau und zeigte Mordermittlungen aus der Sicht der sowjetischen Polizei. Im Kino hatte mir der Film gefallen und jetzt schickte mir die Agentur die DVD zur Rezension, nachdem der Streifen Gorky Park für DVD und Bluray aufgelegt wurde.

Nachdem ich in Erinnerungen hatte, dass Gorky Park mir damals gefallen hatte, zelebrierte ich den Filmabend. Ich legte russisches Knabberzeugs bereit, schenkte mir ein Glas russischen Wodka ein und los ging’s.

Um was gehts? Im Moskauer Gorky Park werden drei bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leichen gefunden. Inspektor Arkady Renko übernimmt die Ermittlungen. Er ist fest entschlossen, die Toten zu identifizieren und den Mörder zu finden. Doch von verschiedenen Seiten wird er vor allzu intensiven Nachforschungen gewarnt. Trotzdem lässt er nicht locker und erhält zudem Hilfe von FBI-Agent William Kirwill. Prompt kommen die beiden einer brisanten Staatsaffäre auf die Spur. 

Es war eine spannende Inszenierung von Michael Apted mit William Hurt und Lee Marvin in den Hauptrollen. Und während des Films wurde mir bewusst, dass die Geschichte heute nicht mehr so erzählt werden könnte. Inzwischen wäre durch DNA-Analyse die Geschichte in Sekunden geklärt und auch das Thema Zobel als Wirtschaftsgut der UdSSR hat sich erledigt. Der Roman Gorki Park (mit i statt y) von Martin Cruz Smith läuft heute ins Leere.

Aber vielleicht macht gerade das den Reiz des Films aus. Es ist eine Zeitreise in den Kalten Krieg. Die Sowjetunion bestand 1983 noch. Und natürlich konnten die Amerikaner nicht in Moskau drehen – das war erst 1988 bei Walter Hills Red Heat der Fall. So wurde im Winter im schottischen Glasgow und Helsinki in Finnland gedreht. Die Details sind sehr genau und machen Spaß. Der Film vermittelt eine kalte Thriller-Atmosphäre und hat eine Erzählweise der Filme der Endsiebziger und Anfang Achtziger. Immer wieder kam bei mir durch Kamerastil und Plot die Atmosphäre eines Dirty Harry auf. Also für mich ist Gorky Park eine Filmempfehlung für einen unterhaltsamen Abend für eine erwachsene Welt. Jugendliche werden sich bei Gorky Park einfach nur langweilen. 

William Hurt spielt hervorragend, Lee Marvin ist mir persönlich zu übertrieben als geldgieriger böser Kapitalist. Die Musik von James Horner ist prima, reicht nicht an seine späteren Meisterwerke wie Brainstorm, Star Trek III, Aliens oder Titanic heran. 

Ich erinnerte mich noch im Kino damals 1983 an den Schluss des Films. Der Held geht zurück nach Moskau, die Heldin wählt die Freiheit in den USA. „Irgendwann sehen wir uns wieder, irgendwann.“ Im Kino dachte ich mir damals 1983 „träumt weiter“. Dann nur 6 Jahre später kam der Zerfall des Ostblocks, die Auflösung der Sowjetunion und die Deutsche Vereinigung. Wie sich die Zeiten ändern … 

Persönlicher Nachruf zum Tode von James Horner

23. Juni 2015

Die Nachricht kam am frühen Morgen über Twitter. William Shatner, seines Zeichens ehemaliger Captain Kirk, bedauerte, dass James Horner im Alter von 61 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Nach dem Lesen des Tweets im Bett war ich sofort hellwach.

Um 6:22 Uhr erfuhr ich vom Tode Horner via Twitter durch William Shatner.

Um 6:22 Uhr erfuhr ich vom Tode Horner via Twitter durch William Shatner.

Als Soundtrack-Fan gehört James Horner zu meinen Helden. Es gibt die Helden des Olymp wie John Williams und Jerry Goldsmith. Und dann gibt es eine Ebene darunter, dazu gehört für mich der Komponist James Horner. Sofort hatte ich die Melodie seines sicherlich bekanntesten Werkes My Heart will go on aus Titanic im Ohr.
In den nächsten Stunden stellte sich heraus, dass die Meldung vom Tode des Komponisten wohl wahr war. Mehr und mehr Newsdienste verbreiteten die Meldung – Hollywood wurde durch das Fachblatt Variety vom Verlust des Komponisten informiert Mit seinem Kleinflugzeug stürzte Horner in Kalifornien ab. Das ist traurig. Die Welt der Filmmusik verliert damit wieder einen wichtigen Vertreter und einen begnadeten Komponisten.

Hollywood trauert.

Hollywood trauert.

Horner erhielt zwei Oscars für Titanic, was neben dem hörenswerten Braveheart wohl das kommerziell erfolgreiche Album ist.
Persönlich lernte ich James Horner 1983 durch seinen Soundtrack zu den Douglas Trumbull Project Brainstorm lieben. Der Film des Trickspezialisten Trumbull war zwar ein Flop, aber der letzte Film der wunderschönen Natalie Wood, die während der Dreharbeiten verstarb. Mit dem Film wurde ich zum ersten Mal mit der tonalen Filmmusik von Horner vertraut. Wochenlang suchte ich als Jugendlicher den Soundtrack und bestellte ihn schließlich kompliziert über den Schallplattenhandel in den USA – das war die Zeit lange vor dem Internet.
Als Star Trek-Fan liebte ich die Musik von Jerry Goldsmith und als 1982 James Horner den zweiten Teil Zorn des Khan komponierte war ich zunächst enttäuscht. Paramount wollte den teueren, aber genialen Goldsmith nicht bezahlen und vergab den Auftrag der Komposition an Horner. Das gefiel mir als Trekkie nicht, aber als ich den Film im Kino sah und die Musik von Horner hörte, da war ich versöhnt. Der Mann kann es, auf jeden Fall. Inzwischen ist die Langfassung des Khan-Soundtracks veröffentlicht. Und er zeigte bei Star Trek III auch wieder sein Können.
Es kamen noch viele Soundtracks von James Horner und jüngere Kinofans kennen sicher seine Musik aus Avatar (sehr weltmusikmäßig) oder The Amazing Spider-Man. Meine persönlichen Lieblingssoundtracks sind neben Brainstorm eindeutig Willow und A Beautiful Mind sowie der komplett unterschätzte Aliens . Gerade der zweite Teil der Alien-Reihe zeigt, welch großartiger Komponist James Horner war. Normalerweise wird zum fertigen Film der Soundtrack komponiert, aber Regisseur James Cameron war mit Aliens – die Rückkehr in Verzug und schnitt den Film immer wieder um. Musik für einen unfertigen Film geht gar nicht. Dennoch musste Horner in zwei Wochen 97 Minuten Musik komponieren, die aber schließlich nicht dort eingesetzt wurde, wie sie geplant war. Horner war verständlicherweise stinksauer, aber das Publikum hat wohl davon nichts gemerkt.
Nun ist James Horner im Alter von 61. Jahren bei einem Flugzeugunglück verstorben.

Die Alien-Soundtracks

20. Mai 2012

Im Moment freue ich mich auf den Kinosommer, wenn endlich Prometheus von Ridley Scott in die Kinos kommt. Es ist das Prequel zu Alien und die Bilder machen Lust auf großes Vfx-Kino. 1979 hieß es so schön: „Im Weltraum hört dich niemand schreien!“ Ich bin sehr gespannt, was uns erwartet. Ich habe schon hier darüber geschrieben und mir auch die Blu rays näher angeschaut.

Und ich bin auf den Soundtrack von Marc Streitenfeld gespannt. Die Soundtracks zu Alien waren unterschiedlich, wie die Filme. Jerry Goldsmith leistete mit der Musik zum ersten Teil ganze Arbeit. 2007 ist eine Doppel-CD Alien erschienen, die keine Wünsch offen lässt. Leider haben sich Goldsmith und Scott verkracht, so dass das orchestrale Werk in seiner Gesamtheit erst spät erschien und nicht komplett im Film verwendet wurde. Wie bekannt, verstarb Goldsmith im Jahre 2004 und seine Erben können nun profitieren. Meine erste Aufnahme von Alien war nur rund 35 Minuten lang und eindeutig zu kurz. Die Doppel-CD  Alien bringt das gesamte veröffentlichte und unveröffentlichte Material zu Tage. Für mich steht Goldsmith in der Liga wie John Williams.

Im zweiten Teil Aliens durfte James Horner ans Dirigentenpult. 2001 erschien eine Aliens (The Deluxe Edition) von Colosseum. Regie führte damals James Cameron, der später auch Horner zu dem Soundtrack zu Titanic engagierte. In der Soundtrack-Version von 2001 können wir endlich nichtveröffentlichte Tracks hören. Horner zeigt hier, was er wirklich kann. Im ursprünglichen Soundtrack kam dieses Schaffen zu kurz. Nach dem mehrmaligen Anhören der 2001-Fassung muss ich sagen: Horner, du bist ein guter Mann und verstehst deinen Job. In der alten kurzen Fassung war mir die Musik zu oberflächlich. Jetzt geht sie in die Tiefe und schafft ein facettenreiches Kopfkino. Es ist komplett neue Musik zu hören, die es in sich hat.

Die Musik des umstrittenen dritten Alien-Teils stammt aus der Feder von Elliot Goldenthal und Alien III bedarf eines mehrmaligen intensiven Hören. Bei den ersten paar Mal anhören überzeugte mich die Musik nicht und die CD wanderte ins Archiv. Doch wie der Film bei mir reifen musste, musste auch die Musik reifen. Jetzt habe ich einen perfekten Horror-Soundtrack in meinen Kopfhörern. Gänsehaut ist garantiert, die Atmosphäre des Films gibt die Musik perfekt wider. Die Mischung aus Angst, Beklemmung, religiösen Fanatismus und nackter Terror wirken.

Den Teil IV Alien Resurrection und die Musik Alien Resurrection will ich vergessen. Film ist schauderhaft und die Musik ist es auch. Es ist der lauter Score für einen belanglosen Actionfilm und John Frizzel hat kein Glanzstück abgegeben. Mir hat das Teil überhaupt nicht gefallen.

Und nun? Im Sommer startet Prometheus. Die Musik in den Trailern klingt gut. Der Soundtrack Prometheus stammt aus der Feder von Marc Streitenfeld. Der Deutsche arbeitet bereits mehrmals mit Ridley Scott und kennt die Arbeitsweise des Meisters. Was mich nervös macht, ist die Tatsache, dass Streifenfeld aus der Schule von Hans Zimmer kommt. Zimmer ist erfolgreich, aber meine Musik ist es nicht. An Zimmer scheiden sich die Geister und ich hoffe bei Prometheus auf eine hervorragende musikalische Arbeit des Münchners Marc Streitenfeld. Am 3. August halte ich den Soundtrack in den Händen und bin gespannt.