Todestag von Carl Orff – wie ich zum Komponisten fand

Als Kulturbanause kam ich zu Carl Orff über die Filmmusik von Jerry Goldsmith. Der Komponist hat den Score zu einem der wichtigen Horrorfilme der Siebziger geschrieben: Das Omen. Die Wirkung des Films beruht zu großen Teilen auf den Soundtrack, der das teuflische Treiben auf der Leinwand genial intensiviert – Ave Satani. Und als ich mich mit dieser Musik als Jugendlicher näher beschäftigte, stieß ich auf Carl Orff und seine Carmina Burana, weil die Musik für mich als Jugendlicher ähnlich klang.

Das Grab von Carl Orff in Andechs.

Am 29. März jährt sich der 40. Todestag des großen bayerischen Komponisten, der in Kloster Andechs seine letzte Ruhe gefunden hat. Ich habe hier das Grab als VR 360 Grad Aufnahme.

Immer wieder besuche ich als Wallfahrer den Heiligen Berg und auch sein Grab in der Klosterkirche und denke an die intensive Musik. Einmal habe ich via Kopfhörer an der Grabstelle Auszüge aus der Carmina Burana angehört. Und ich habe in Andechs auch mal eine Aufführung der Carmina Burana besucht und genossen (und in dem Holzstadl geschwitzt).

Die Carmina Burana (lateinisch für Beurer Lieder oder Lieder aus Benediktbeuern) ist der Name einer Anthologie von 254 mittellateinischen, seltener mittelhochdeutschen, altfranzösischen oder provenzalischen Lied- und Dramentexten, die 1803 in der Bibliothek des Klosters Benediktbeuern gefunden wurde. Orff hat sie 1935 vertont und sie wurden sofort zu einem Klassiker. Nach der Komposition von Catulli Carmina und Trionfo di Afrodite fasste Carl Orff die Carmina Burana mit diesen unter dem Titel Trionfi zusammen. Aufführungen des gesamten Triptychons sind aber die Ausnahme geblieben.

Auf CD hab ich mir über die Jahre ein paar Aufnahmen gekauft. Persönlich finde ich die Christian Thielemanns Aufnahme von Carl Orff am besten, als Thielemann Generaldirektor der Deutschen Oper Berlin war. Ich hab die CD und die LP-Version und kann sie euch ans Herz legen.

Im Gespräch mit meiner Frau kam dann noch eine Erinnerung aus unserer Schulzeit hoch. Wir beide mussten im Musikunterricht mit Orff-Instrumenten hantieren. Es gab viele Schlagespiele, aber wir beide durften nie Xylophone oder Glockenspiele ausprobieren, sondern immer nur irgendwelche Holzkästchen, die als Resonanzkörper dienten. Es war komplett unbefriedigend – und wahrscheinlich habe ich daher den Namen Orff als Kind verdrängt. Meine Kinder haben Orff-Instrumenten als musikalische Früherziehung nie geniessen dürfen, sondern sind gleich mit Klavier, E-Gitarre und Schlagzeug eingestiegen.

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