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Filmtipp: Alien Convenant

18. Mai 2017
Mir hat Alien Convenant sehr viel Spaß gemacht.

Mir hat Alien Convenant sehr viel Spaß gemacht.

Ridley Scott, der alte Recke, kann es noch immer. Mit Alien Convenant legte er einen neuen eindrucksvollen Teil seiner Alien-Reihe vor und knüpfte damit direkt an Prometheus an. Gleich vorweg: Mir hat Alien Convenant sehr gut gefallen, aber das war nicht bei allen Zuschauern bei meinem Kinobesuch im Scala Fürstenfeldbruck der Fall. Da hatten sich einige der männlichen Kinobesucher mehr Action erwartet. Nun Action war in Alien Convenant vorhanden, aber es war auch Tiefe vorhanden. Eine Vielzahl von Kinozuschauern war von den literarischen Zitaten von Lord Byron und Mary Shelly schlichtweg überfordert und konnten Ridley Scott auf seiner Suche nicht folgen. Für diese Zuschauer war Alien Convenant eher anstrengend. Wie sagte mein Nachbar im Kino: „Zuviel Gequatsche!“

Aussteller im Kino Scala FFB

Aussteller im Kino Scala FFB

Wer aber Fan der Alien-Filme ist und sich auf eine Weiterführung von Prometheus einlassen will, der freut sich über die Handlung und die Begegnung mit dem Außerirdischen. Der Xenomorph hat sich inzwischen zur Biowaffe verändert und die Diskussion um Menschlichkeit, wie sie bereits in Ghost in the Shell geführt wurde, wird in Alien Convenant weitergeführt. Natürlich ist der flinke und höchst aggressive Neomorph der eigentliche Held, sei es als Maske oder CGI. Ich freute mich, als das Alien erstmals in voller Größe erschien. Es war wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Aus dem Xenomorph wurde ein weiterentwickelter Neomorph. Scott hat so viele Erinnerungen an sein Erstlingswerks eingebaut: Die geheimnisvollen Eier, das Herausbrechen aus dem Magen, das Signal von einem fernen Planeten und, und, und. Und es gibt eine Hommage an den großartigen H.R. Giger, dem Schöpfer des Aliens. Seine Kunst der Biomechanik wurde von Ridley Scott aufgegriffen. Als Beispiel sei die Duschszene genannt – Sexualität kombiniert mit Obsessionen über das Eindringen von etwas absolut Fremden wurde hier genial in Szene gesetzt. Es gab auch ein Wiedersehen und einen Erklärungsansatz über mein Lieblingsraumschiff schlechthin. Das hufeisenförmige fremde Raumschiff taucht wieder im Film, wobei ich hier mich nicht 100prozentig identifizieren konnte. In meiner Fantasie war dieses Raumschiff ein biomechanisches, organisches Fluggerät. In Alien Convenant klingt es, als ob es aus Metall wäre. Die Raumfahrer stapfen durch das Raumschiff und das Echo klingt nach Metall. Das hat mich wirklich gestört, weil es nicht mit meiner Fantasie deckungsgleich ist. Dennoch: Das Setdesign ist schichtweg genial. Es passt einfach zusammen und Ridley Scott kann es einfach.
Zu Alien gehört auch ein Android, in unserem vorliegenden Film heißen sie Walter und David. Michael Fassbender ist hier in einer Doppelrolle zu sehen und es macht absolut Spaß, seinem Spiel beizuwohnen. Sicherlich die eindrucksvollste Szene ist das Flötenspiel, sehr intim und großartig gespielt. Diese Intimität wird nochmals aufgegriffen als es zum Kuss zwischen David und Walter kommt. Der Gotteskomplex wird immer wieder thematisiert.
Der Name Walter setzt sich aus den Wortstämmen walt- (althochdeutsch: waltan ‚herrschen‘) und Heer (althochdeutsch: heri ‚Kampfverband‘) zusammen. Das gibt schon einen Hinweis. Und die Anspielung zu Michelangelos David ist natürlich voll beabsichtigt, obwohl Ridley Scott in der Einführungsszene bewusst den Kopf der ersten Monumentalstatue der Hochrenaissance und bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte verbirgt. David nimmt den Kampf gegen den Riesen Goliath auf – vielleicht eine Analogie, dass der Android sich gegen seinen Schöpfer Mensch wendet. Und immer wieder kommt dazu der göttliche Richard Wagner. Zweimal kommt das Rheingold vor, der Einzug der Götter in Walhall, zu Beginn des Films als Klavierauszug und zum Ende der Films als Symbol der Zeitenwende. Sie prophezeit die Götterdämmerung, das Ende der Götter – das Ende des Gottes Mensch. Wer wie mein Sitznachbar im Kino Action erwartetet, bekam zum Ende Richard Wagner und reagierte verwirrt.
Ach ja, die Musik im Film. Der Score von Alien hatte Maßstäbe gesetzt: Soundtrack-Götter wie Jerry Goldsmith gaben in der Vergangenheit den Takt an. In Alien Convenant sollte es ursprünglich Harry Gregson-Williams sein. Es wäre interessant gewesen, wie er sein Thema von Der Marsianer – Rettet Mark Watney (The Martian) weiterentwickelt hätte. Er schied allerdings aus Termingründen aus und überließ die Musik Jed Kurzel, dem ich bisher nicht viel zutraute. Sein Assassin’s Creed war mir zu heftig. Im Film Alien Convenant passte sein Score allerdings sehr gut und in den nächsten Wochen wird der Score auf CD veröffentlich. Ich werde ihn dann ausführlich besprechen.

Buchtipp: Alien – the Archive von Mark Salisbury

3. März 2017
Als Alien-Fan brauchte ich diese Buch: Alien the Archive

Als Alien-Fan brauchte ich diese Buch: Alien the Archive

Mein Gott, was hab ich für eine Angst gehabt, als ich Alien damals als Jugendlicher im Kino sah. Im Weltraum hört dich niemand schreien – so lautete der Untertitel zum geheimnisvollen Kinoplakat. Alien war Horror pur und noch heute liebe ich die Geschichte des geheimnisvollen Monsters, das der Schweizer Künstler HR Giger schuf. Regisseur Ridley Scott schuf mit Alien einen neuen Standard in Sachen Weltraumhorror und bei jeder Fortsetzung ging ich brav ins Kino und versuche jedem Film etwas Gutes abzugewinnen. Leider wurden die Teile immer schwächer. James Cameron brachte Rambo in Alien ein und David Finsher die Religion – dann ging es bergab mit der Serie.
Als Ridley Scott mit Prometheus – Dunkle Zeichen ein Prequel für Alien drehte, war ich total begeistert. Der Film hatte Klasse und gefiel mir sehr gut. Angst machte der Film aber keine mehr. Ich kaufte verschiedene Alien-Ausgaben, habe einen Alien-Kopf und ein Alien-Ei und auch eine große Alien-Figur im Arbeitszimmer stehen. An meinem Monitor hängt ein Alien und mal sehen, vielleicht mach ich über Zeugs mal einen Blogpost. Und nun kommt dieses Jahr wieder das Prometheus-Sequel Alien: Covenant ins Kino und Ridley Scott saß wieder auf dem Regiestuhl. Und natürlich ist unser Xenomorph wieder dabei – es verspricht wieder Horror zu werden.


Der deutsche Start ist im Mai 2017 und somit will ich mich bis dahin ein wenig einstimmen. Ich habe aus meiner umfangreichen Alien-Literatur ein Buch ausgewählt, das den besten Überblick garantiert: Alien the Archive. Es ist ein Guide durch die klassischen Alien-Filme – also Alien 1 bis 4. Prometheus und die unsäglichen Spin offs Alien vs Predator sind nicht dabei.
Das Buch ist kein klassisches Lesebuch, sondern vielmehr ein Fan-Buch. Schwerpunkt liegt auf Fotos und Konzeptzeichnungen. Es gibt freilich zu jedem Film mehr, viel mehr Material in speziellen Büchern. Aber dieses Alien Archiv schafft einen guten Überblick und es war das erste Buch dieser Art aus dem Alien-Universum. Beim Text muss der Leser etwas Abstriche machen, denn so richtig Kritik kommt da nicht auf. Nun ja, es ist wie gesagt, ein Fan-Buch. Ich hab mir die US-Version gekaut, inzwischen gibt es auch eine deutsche und auch eine japanische Übersetzung. Für mich waren die Konzeptzeichnungen und die Produktionsfotos am Wichtigsten. Ich wollte wissen, wie es zu den Ideen kam und wie sie umgesetzt werden. Klassische Schauspielerbildchen brauche ich nicht unbedingt. Es gibt hier sehr gutes Material, vor allem von den ersten drei Alien-Filmen. Auf Teil 4 kann ich komplett verzichten. Ich halte den Film für Müll.
Das Buch ist dem leider zu früh verstorbenen HR Giger gewidmet und zeigt auch einige Alien-Giger-Bilder. Wer die Bücher über Giger und von Giger selbst hat, der findet im Alien Archiv nichts neues. Das Buch gibt einen guten Überblick über den wichtigen Beitrag, den Giger zu dem Film geleistet hat. Der Xenomorph steht für mich immer im Mittelpunkt der Filme und ich bin ein Fan von Alien als Maske. CGI kommt an die klassische Maske nicht heran. Bin gespannt, wie es Ridley Scott im fünften Teil gelöst hat und wieviel CGI zum Tragen kommt.
Der Xenomorph wirkt für mich am Besten, wenn er halb im Dunkeln ist. Dann ist Alien zutiefst bedrohlich. Von Teil zu Teil ist mehr vom Xenomorphen zu sehen und wenn Alien als GCI-Monsterchen im Teil 4 daher kommt, dann kann ich darauf verzichten. Aus Horror wird Kopfschütteln.
Und ich liebe das Raumschiff in U-Form. In Prometheus haben wir viel über das fremde Schiff und seine Besatzung sowie den Space Jockey erfahren. In Alien Teil 1 war alles noch sehr sehr geheimnisvoll. Das Raumschiff war irgendwie biologisch und zählt bis heute zu meinen Lieblingsraumschiffen im Science Fiction Film. Ich hatte als Jugendlicher das Filmfoto vom Raumschiff sogar in meinem Jugendzimmer hängen, so sehr hatte und hat es mich beeindruckt. Es war komplett ungewöhnlich in seiner Erscheinungsweise. Raumschiffe waren bis dahin glatt, metallisch und technisch. Dieses hier war komplett anders: Organisch, geheimnisvoll und absolut unheimlich. Die kranke Fanatsie Gigers wurde auf die Leinwand übertragen und sorgte für eine unheimliche Atomsphäre. Biomechanical nannte er es und so ist auch ein großer Teil seiner Kunst aus diesen Jahren. Und ja: Ich mag seine Kunst sehr. Dann kamen die Eier und der Rest ist Filmgeschichte.
Also, wer Alien mag, wird dieses Buch Alien the Archive lieben. Der Streifzug durch die Filme ist sehenswert. Ich hoffe, dass durch Alien 5 uns ein paar neue Bücher ins Haus stehen. Gerne würde ich ein Buch über die zahlreichen Videogames zu Alien lesen. Vielleicht eine Anregung und vielleicht fühlt sich jemand angesprochen.

Buchtipp: The Art of Alien: Isolation

29. Oktober 2015

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Mit Begeisterung lese ich, dass eines der besten PS4-Spiele des Jahres 2014 nun auch auf dem Mac erhältlich ist. Alien: Isolation. Ich habe das Spiel auf der Sony-Konsole durchgespielt und ich hab zeitweise richtig Angst gehabt. Wer solche Art von Spiele mag, der kann getrost zugreifen, ob für Computer oder Konsole. Und: Es ist endlich mal ein Alien-Spiel, das gut gemacht ist und in Richtung des legendären Alien-Films von Ridley Scott geht.


Ich genoss das Spiel und habe mir deshalb das Art of-Buch zugelegt. Zugegeben, ich wurde angefixt durch einen Buchauszug, der der PS4-Box beilag. Ich habe damals auch darüber gebloggt.


Nun kaufte ich mir das ganze Buch und es hat sich gelohnt. Wer auf solche Art von Büchern steht, der wird bei The Art of Alien: Isolation nicht enttäuscht sein. Allerdings musste ich mir als Leser immer wieder bewusst machen, dass es sich um ein Spiel handelt. Das bedeutet, die Entwürfe sind nicht wie bei Animationsfilmen analog erstellt, sondern die meisten Entwürfe und Zeichnungen stammten aus dem Computer. Das Spiel ist digital, die Entwürfe sind es damit auch. Und da es sich um ein Spiel handelt, müssen die Charaktere nicht ganz so ausgereift sein, wie bei einem Kinofilm. Am deutlichsten wird dies bei dem enormen Waffenarsenal, das für den Spieler bereit steht. Im Film wäre eine solche Waffenausrüstung lächerlich, im Spiel geht das einwandfrei durch. Dabei sucht das Spiel immer wieder die Nähe zum Film. Und auch das Buch kommt den Art of-Büchern vom Film nahe. Im Kern steht natürlich das Monster selbst. Xenomorph heißt das Alien im Spiel und die Entwürfe sind gut. Wer aber das Niveau eines H.R. Giger erwartet, der muss enttäuscht sein. In einer solchen künstlerischen Liga spielt das Spiel (haha, Wortwitz) nicht. Lead Artist Jude Bond ist nicht Giger, macht seine Sache aber sehr gut. Das ganze Buch The Art of Alien: Isolation kann sich sehen lassen. Wer das Spiel mag, wird dieses Buch auch mögen. Das Hochglanzcover des bei Titan erschienenen Buches war für mich ein weiterer Kaufanreiz.
Bisher lag mein Fokus auf Art of-Bücher von Filmen. Durch dieses Buch habe ich Lust auf Art of-Bücher von Spielen bekommen. The Last of Us oder Old Republic waren bereits interessante Buchausgaben. Ich hoffe, es wird auch für Star Wars Battle Front ein Büchlein geben.

Alien: Isolation – The Art of Booklet

10. Oktober 2014
Spiel samt Art-of-Booklet: Alien Isolation

Spiel samt Art-of-Booklet: Alien Isolation

Der Herbst wird heiß werden. Für mich stehen zahlreiche Spieleveröffentlichungen zum Durchspielen an. Darunter auch das lang erwartete Alien: Isolation, das vor kurzem bei mir eintraf. Über meine Erwartungen habe ich ja bereits geschrieben, nun muss sich das Spiel in der PS4 beweisen. Mit dem Sega-Spiel Alien: Isolation kam exklusiv ein kleines Booklet als Bundle. Es ist eine Art Anfixer für das in Kürze erscheinde (und bereits bestellte) Buch The Art of Alien: Isolation bei Titan Books.


Und ich muss sagen, das kleine Heftchen macht Lust auf das Spiel und vor allem auf das Buch The Art of Alien: Isolation. Es enthält Auszüge aus den Kapiteln Charakter, Waffen/Ausrüstung, Raumschiff und Monster. Der Aufwand, der für ein Videospiel heute betrieben wird, steht dem Aufwand eines Filmprojektes um nichts nach. Das ist bei Alien: Isolation auch der Fall. Die Illustrationen, Zeichnungen, Entwürfe und Renderings sind erste Sahne. In Hauptbuch sind dann über 300 Bilder enthalten, im Booklet sind es natürlich ein paar weniger. Ich hoffe, dass bei all der Optik auch die Story stimmt. Aber hier haben sich die Spieleentwickler scheinbar Mühe gegeben. Erste Kritken im Netz zeugen davon. Das First-Person-Survival-Horror-Spiel fängt das Grauen und die Spannung von Ridley Scotts Filmklassiker Alien ein und konfrontiert die Spieler auf perfekte Weise damit, was das Alien zum tödlichsten Killer im Universum macht – Unbarmherzigkeit. Klingt zumindest vielversprechend für ein Spiel.

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Bei den Bildern in dem Heftchen von Andy McVittie war ich vor allem an den Charakteren und selbstverständlich am Alien selbst interessiert. Lead Artist Jude Bond sagt dazu in einer grausamen Übersetzung: “Es war uns von Anfang an wichtig, dass die Charaktere bodenständig und glaubwürdig sind. Die Rollen, die wir für das Spiel zusammengestellt haben, sollten sich, obwohl sie unsere eigenen Kreaktionen waren, so anfühlen, als hätten sie Teil des Originalfilms sein können.” Hohe Ansprüche werden hier gesetzt.

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Mit dem Alien selbst, der Booklet als Xenomorph bezeichnet wird. bin ich im Zweifel. Ich bewundere das Werk von H.R. Giger und je weniger vom Alien zu sehen war, desto unheimlicher war das Monster selbst. Das machte den Erfolg des ersten Alien-Films aus. Im Booklet ist die Struktur des Monsters klar erkennbar, es ist schließlich ein Art of-Buch. Ich bin gespannt, wie viel vom Vieh dann im Spiel zu sehen ist. Lead Artist Jude Bond meint zumindest: “Die Original-Kreatur konnte die Vorstellungskraft der Zuschauer auf wundervolle Weise anregen, da sie tief sitzende kulturelle Urängster ansprach. Das Design der Kreatur ist schön und furchterregend zugleich. Als Zuschauer wollte man hinsehen, wusste aber auch, das man eigentlich wegrennen sollte. Es ist bedrohlich und sinnlich, hübsch und hässlich.”

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