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Rückblick auf meine Matinee: Harold & Maude (1971)

2. Mai 2026

Manche Filme berühren leise – und bleiben für immer. Harold and Maude ist so ein Film. Eine zarte, ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann, der vom Tod besessen ist, und einer fast 80-jährigen Frau, die das Leben in jeder Sekunde feiert. Ich präsentierte den Film bei einer Sondermatinee zum Tode des Hauptdarstellers Bud Cort im Scala Fürstenfeldbruck. Die nächste Matinee ist wieder eine Komödie mit Unternehmen Petticoat am Sonntag, 10. Mai um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.

Was zunächst provoziert oder irritiert, entfaltet sich zu einer zutiefst menschlichen Erzählung über Freiheit, Mut und die Kraft, anders zu sein. Hier die Aufzeichnung meines Vortrags:

Harold lebt in einer Welt aus schwarzem Humor und inszenierten Suiziden, gefangen in Gleichgültigkeit und innerer Leere. Dann trifft er Maude – unkonventionell, lebenshungrig, voller Wärme. Sie stiehlt Autos, pflanzt Bäume, tanzt, lacht und stellt Regeln infrage. Vor allem aber zeigt sie Harold, dass jeder Tag ein Geschenk ist und dass es Mut braucht, wirklich man selbst zu sein.

Begleitet von den poetischen Songs von Cat Stevens (heute Yusuf/Cat Stevens) entfaltet sich eine Geschichte, die zugleich melancholisch und tröstlich ist. Der Film spricht von Vergänglichkeit, ohne traurig zu sein, und von Liebe, ohne kitschig zu werden. Er erinnert uns daran, dass das Leben nicht gemessen wird an Konventionen oder Erwartungen – sondern an Intensität, Echtheit und Herz.

Harold and Maude ist kein lauter Film. Er flüstert. Und genau deshalb trifft er so tief. Die nächste Matinee ist wieder eine Komödie mit Unternehmen Petticoat am Sonntag, 10. Mai um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.

Und hier mein Nachruf auf Bud Cort:

Harold & Maude (1971) – Sonder-Matinee am 21. Februar im Scala Fürstenfeldbruck

19. Februar 2026

Der Film Harold & Maude ist kein gewöhnliches Kinoerlebnis – er ist ein poetischer Befreiungsschlag für Herz und Geist. Zum Tode von Bud Cort veranstaltete ich im Scala-Fürstenfeldbruck eine Sondermatinee am Samstag, 21. Februar um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.

Regisseur Hal Ashby erschafft hier eine Welt, in der Morbidität und Lebenslust ein unwahrscheinliches, aber vollkommen harmonisches Paar bilden. Was zunächst wie eine schräge schwarze Komödie beginnt – die Geschichte eines todesfaszinierten jungen Mannes und einer lebenshungrigen 79-jährigen Frau – entfaltet sich schnell zu einer tief berührenden Feier des Daseins selbst.

Die Magie des Films liegt in seiner scheinbaren Leichtigkeit. Mit trockenem Humor, surrealen Einfällen und einer zärtlichen Menschenliebe erzählt er von Freiheit, Individualität und dem Mut, gegen gesellschaftliche Erwartungen zu leben. Ruth Gordon spielt Maude mit einer warmen, unbändigen Lebensenergie, die jede Szene zum Leuchten bringt, während Bud Cort als Harold eine wunderbar skurrile Mischung aus Melancholie und Staunen verkörpert. Ihre gemeinsame Chemie wirkt nicht konstruiert, sondern wie ein kleines Wunder – als hätte das Kino selbst beschlossen, zwei Seelen füreinander zu erfinden.

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Besonders bezaubernd ist die Atmosphäre: getragen von der Musik von Cat Stevens, durchzogen von leisen philosophischen Gedanken und gespickt mit Bildern, die zugleich absurd und zutiefst menschlich sind. Harold & Maude ist ein Film, der nicht nur unterhält, sondern verwandelt. Wer ihn sieht, verlässt ihn selten unverändert – meist mit einem Lächeln, einem Kloß im Hals und dem leisen Wunsch, das Leben ein bisschen mutiger, freier und liebevoller zu leben. Hier ein Nachruf von mir zum Tode von Burt Cox. Karten gibt es hier. Powered by filmreport.