Manche Filme berühren leise – und bleiben für immer. Harold and Maude ist so ein Film. Eine zarte, ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem jungen Mann, der vom Tod besessen ist, und einer fast 80-jährigen Frau, die das Leben in jeder Sekunde feiert. Ich präsentierte den Film bei einer Sondermatinee zum Tode des Hauptdarstellers Bud Cort im Scala Fürstenfeldbruck. Die nächste Matinee ist wieder eine Komödie mit Unternehmen Petticoat am Sonntag, 10. Mai um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.

Was zunächst provoziert oder irritiert, entfaltet sich zu einer zutiefst menschlichen Erzählung über Freiheit, Mut und die Kraft, anders zu sein. Hier die Aufzeichnung meines Vortrags:
Harold lebt in einer Welt aus schwarzem Humor und inszenierten Suiziden, gefangen in Gleichgültigkeit und innerer Leere. Dann trifft er Maude – unkonventionell, lebenshungrig, voller Wärme. Sie stiehlt Autos, pflanzt Bäume, tanzt, lacht und stellt Regeln infrage. Vor allem aber zeigt sie Harold, dass jeder Tag ein Geschenk ist und dass es Mut braucht, wirklich man selbst zu sein.






Begleitet von den poetischen Songs von Cat Stevens (heute Yusuf/Cat Stevens) entfaltet sich eine Geschichte, die zugleich melancholisch und tröstlich ist. Der Film spricht von Vergänglichkeit, ohne traurig zu sein, und von Liebe, ohne kitschig zu werden. Er erinnert uns daran, dass das Leben nicht gemessen wird an Konventionen oder Erwartungen – sondern an Intensität, Echtheit und Herz.
Harold and Maude ist kein lauter Film. Er flüstert. Und genau deshalb trifft er so tief. Die nächste Matinee ist wieder eine Komödie mit Unternehmen Petticoat am Sonntag, 10. Mai um 10:45 Uhr. Karten gibt es hier.
Und hier mein Nachruf auf Bud Cort:
