Posts Tagged ‘Steve McQueen’

Gratulation: Walter Röhrl wird 70. Jahre

7. März 2017
Dieser Porsche 928 gehörte Walter Röhrl.

Dieser Porsche 928 gehörte Walter Röhrl.

Das einzige Autorennen, das ich mir heute noch anschaue, sind die 24 Stunden von LeMans. Formel 1 und Co finde ich langweilig. Aber einstmals war ich ein Fan von Rallye, denn das ist für mich eine wirkliche fahrerische Herausforderung. Wenn ich an meine Jugend denke, bleibt mir vor allem ein Name in Erinnerung: Walter Röhrl
Heute wird der große Fahrer 70. Jahre alt und ich gratuliere ganz herzlich. Ich erinnere mich an einen Witz, den ich irgendwann einmal gehört habe. Mal sehen, ob ich ihn noch zusammenbekomme: Es war die Zeit, als Walter Röhrl noch u.a. Fahrer des Bischofs von Regensburg war. Röhrl fegt mit dem Bischof und einem ausländischen Gast über die Autobahn. Der Ausländer fragt nach dem Namen des Fahrers. Der Bischof:„The Name is Röhrl, little Tube.“ Der Gast komplett bleich: „No his name is big Tube.“ Ich finde, treffender kann man Walter Röhrl nicht beschreiben.

Ich mag den Porsche 928, obwohl er damals durchfiel.

Ich mag den Porsche 928, obwohl er damals durchfiel.

Walter Röhrl mit seinem Co-Piloten Christian Geistdorfer siegte unter anderem bei der Rallye Monte Carlo im Januar 1984 mit einem Quattro. 1987 stellte Röhrl beim Pikes Peak International Hill Climb einen neuen Rekord für die 19,99 Kilometer lange Bergstrecke auf den Gipfel des Pikes Peak auf. Ich erinnere mich mit Begeisterung an die Monsterkarre, den Audi Sport quattro S1. Die Doku in Youtube ist der Hammer. Röhrl war für mich ein cooler Hund. Irgendwie erinnert er mich immer an Steve McQueen, der für mich ein Synonym für Coolness ist. Eben genau wie Walter Röhrl. Heute arbeitet Röhrl für Porsche.

Röhrl hat auf dem Lenkrad unterschrieben.

Röhrl hat auf dem Lenkrad unterschrieben.

Ein guter Freund von mir hat sich einen Porsche 928 gebraucht gekauft. Sein Vorbesitzer war Walter Röhrl. Das wird dokumentiert, weil Röhrl seinen Schriftzug auf dem Lenkrad hinterlassen. Seine Unterschrift ist auf dem Porsche-Lenkrad ist für jeden zu sehen. Für mich ist es immer eine Besonderheit in diesem Fahrzeug zu sitzen – bisher war ich allerdings nur Beifahrer. Irgendwann, wenn ich mal brav bin, darf ich vielleicht auch mal das Gaspedal des Porsches durchdrücken.
Auf jeden Fall gratuliere ich dem Geburtstagskind. Was man so hört, scheint Walter Röhrl eine ehrliche Haut ohne Starallüren zu sein. Er hat sich seine Bodenständigkeit und seine Geradlinigkeit bewahrt. Das verdient unseren Respekt. Alles Gute zum Geburtstag lieber Walter Röhrl.

So sehen die meisten Leute den Fahrer - von hinten.

So sehen die meisten Leute den Fahrer – von hinten.

Live dabei in Le Mans

15. Juni 2014

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Steve McQueen, der leider 1980 verstarb, war ein Held meiner Kindheit und je älter ich werde, desto mehr merke ich, wie cool und stilprägend Steve McQueen war. Seine Coolness ist schlichtweg wahnsinn. Und ener meiner Lieblingsfilme ist natürlich Le Mans, ich liebe den Film und den Soundtrack Le Mans von Michel Legrand.

Zu Autorennen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich schaute mir kaum ein Schumacher-Rennen in der Formel 1 an, aber Le Mans finde ich faszinierend. 24 Stunden im Kreis zu fahren ist eine riesige Beanspruchung für Mensch und Material. DIeses Jahr bin ich live dabei – nicht in Frankreich, sondern vor meinem Mac und unterwegs am iPad.

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Zum ersten Mal erlebe ich ein 24 Stunden Rennen von Le Mans aus der Sicht der beteiligen Fahrer. Es ist wie Playstation, nur echter, nur intensiver.

Audi hat eine live Internetverbindung geschaltet und überträgt das Rennen von Le Mans live aus der Sicht der beiden Audi-Piloten Marc Gené und Marcel Fässler Beide fahren in Hypridfahrzeugen Audi R18 e-tron quaatro und zeigen eindruchsvoll, das Hyprid in Deutschland machbar ist.

Ich bin Audi für diesen technischen Aufwand der Übertragung sehr dankbar. Wie in einem Videogame bin ich im Cockpit dabei und kann das Rennen live verfolgen. Ich sehe die Anstrengungen. Mir bleibt den waghalsigen Überholmanövern fast das Herz stehen. Wenn das Saftey Car auf die Bahn fährt, werden die Fahrer nervös. Wo ist der Unfall, was ist passiert? Und interessant ist auch, der Boxenstop. Der Rennbolide von Audi fährt durch die Boxengasse und wir sind live dabei. Vorsprung durch Technik gilt nicht nur im Autobereich, sondern auch in der Berichterstattung eines solchen Mega-Rennens.

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Es gbt noch einen offiziellen Stream des Veranstalters, aber der ist für mich deutlich langweiliger.

Nach 16 Jahren Pause ist wieder Porsche mit am Start. Für Porsche fährt Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber. Das macht das Rennen von Le Mans wieder richtig spannend. Favorit in der Königsklasse von Le Mans war aber Toyota, aber Kazuki Nakajima fiel heute morgen mit dem  Toyota #7 aus. Und Steve McQueen schaut von oben zu.

Das Rennen dauert noch bis Sonntag um 15 Uhr.

Ach ja: Für die Tcehnikfans hier ein paar Daten über die beiden Audis: Wikipedia sagt zu den  R18 e-tron quattro-Audios: Der R18 e-tron quattro ist eine Modellvariante des R18 ultra mit Hybridantrieb. Mit der Überarbeitung zum R18 ultra wurden auch zwei verschiedene, austauschbare Antriebsversionen konzipiert. Das Chassis des R18 e-tron quattro ist mit dem des R18 ultra völlig identisch, besitzt aber zusätzlich zum konventionellen Hinterradantrieb des R18 ultra mittels Dieselmotor ein Hybridsystem im Motorraum und einen zuschaltbaren Vorderradantrieb mittels Elektromotor/Generator-Einheiten, die als Nutzbremsen einen Teil der Bremsenergie als elektrischen Strom zurückgewinnen können. Darüber hinaus hat der R18 e-tron zusätzlich auch einen Schwungrad- oder Gyrospeicher zur kurzfristigen, kinetischen Zwischenspeicherung von Bremsenergie.

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Werbespot: Samsung kopiert Apple

10. Oktober 2013

Wie doof ist das denn? Wenn einem die Ideen ausgehen, dann muss eben kopiert werden. Dies dachte sich wohl Samsung mit seiner Smartwatch. Um das Teil in den Markt einzuführen, wird freilich ein Werbespot benötigt. Was ist das einfacher als einfach einen Werbespot von Apple zu kopieren? Gesagt, getan. Was bei Apple funktioniert, sollte auch bei Samsung funktionieren, oder?

smart

Im Jahre 2007 griff Apple den Telefonmarkt an und krempelte mit dem iPhone den Smartphone-Markt komplett um. Um auf den Geschmack zu kommen, produzierte den bekannten Hello-Werbespot. Aus zahlreichen Hollywoodstreifen durch die Geschichte wurde das Abheben des Telefonhörers gezeigt, eben die „Hello“-Szene. Insgesamt zahlte Apple für die 31 Szenen sicherlich eine nicht unbedeutende Summe an Hollywood. Ich fand die Idee hervorragend. Hier der Spot von Apple aus dem Jahr 2007.

Und nun konterte Samsung mit dem entsprechenden Spot der Smartwatch. Irgendwie kommt mir die Sache bekannt vor, oder? Captain Kirk und Fred Feuerstein werben nun für das Produkt aus Fernost zum Preis von 299 Euro. Ich bin mal gespannt, wann die iWatch von Apple kommt und der Werbespot dann aussieht.

 

Hier nochmals die Liste von Filmen, die im Apple Hello-Spot vorkam:

1. Lucille Ball – I Love Lucy Show 1956-64

2. Jackie Gleason – The Honeymooners 1955-56

3. Humphrey Bogart as Sam Spade in The Maltese Falcon

4. Marlon Brando

5. Jerry Lewis in The Bellboy 1960

6. Marilyn Monroe in Some Like It Hot 1959

7. Clark Gable in It Happened One Night 1934

8. Peter Sellers in The Pink Panther 1963

9. Steve McQueen in The Getaway, 1972

10. Richard Dreyfuss – American Grafitti 1973

11. Burt Reynolds in Boogie Nights 1997

12. Bea Benaderet as Betty Rubble in The Flintstones 1959-66

13. Robert Redford in Three Days of the Condor 1975

14. Michael J. Fox in Back To The Future 1985

15. Harrison Ford as Dr Richard Kimble in The Fugitive, 1993

16. John Cusack Rob Gordon in High Fidelity, 2000

17. Audrey Tautou as Amelie, 2001

18. Kevin Spacey – L.A. Confidential, 1997

19. William H. Macy in Fargo, 1996

20. Dustin Hoffman, Meet The Fockers, 2004

21. Will Ferrell in The Anchorman, 2004

22. Sarah Jessica Parker, Sex and the City

23. Jeff Bridges – The Big Lebowski, 1998

24. Billy Crystal, When Harry Met Sally, 1989

25. Cameron Diaz in Charlie’s Angels, 2000

26. Samuel L. Jackson in Shaft, 2000

27. John Travolta – Face Off, 1997

28. Robert De Niro, City By The Sea, 2002

29. Ben Stiller as Derek in Zoolander, 2001

30. Michael Douglas, The American President, 1995

31. Craig Nelson as Bob Parr, Mr Incredible in The Incredibles, 2004

Buchtipp: Extrablatt von Michael Graeter

3. Januar 2013

Extrablatt

Klatsch gehört zu den Medien einfach dazu. Jeder Zeitungsmacher weiß um die richtige Mischung aus Klatsch, Sex, Gesundheit und Geld. Wer das richtige Verhältnis kennt, der hatte zumindest früher eine Goldgrube. Und der Klatschreporter schlechthin war für mich immer Michael Graeter.

Sein Buch und Autobiografie Extrablatt ist für mich ein Lehrbuch für angehende Klatschkolumnisten oder Dekolleté-Detektive wie sich Graeter selbst bezeichnet. Das Lesen des unterhaltsamen Buches war für mich wie eine Reise in die Vergangenheit. Graeter berichtet von seinen Anfängen als Volontär bei der Mindelheimer Zeitung. Richtig, im Lokaljournalismus lernte man das Schreiben, das Produzieren und Recherchieren. Immer wieder erinnerte mich die Ausführungen von Graeter an meine eigene Zeit bei der Lokalzeitung. Es war eine harte Schule, aber es hat unglaublich Spaß gemacht. Und das scheint es Graeter auch gemacht zu haben. Er wechselte dann zum Boulevard und durfte nach dem Verleger Curt Frenzl nun mit Werner Friedmann und Schreiberlegende Sigi Sommer zusammenarbeiten. Es war eine schöne Zeit, das liest man aus jeder Zeile heraus.

Die Münchner Zeit war auch die Vorlage für die Helmut Dietl-Serie Kir Royal, die ich damals im TV und später auf DVD verschlungen haben. In seinem Buch Extrablatt  berichtete Graeter viele schlüpfrige Details aus der Welt der Reichen und Schönen und begeht immer wieder Streifzüge in die Politik (soweit sie das Thema Klatsch betrifft). Vielleicht liegt darin auch ein Fehler des Buches: Es sind zu viele Namen, es ist eine Marathon der damaligen Größen. Auch wenn der eine oder andere in der Versenkung verschwunden ist, der Graeter-Stil ist gut zu lesen.

Graeter berichtet stolz in seinem Buch, dass er bei seinen Verträgen darauf achtete, dass ein Graeter nicht redigiert wird. Ja, aus seiner Sicht verstehe ich das. Dennoch kann ich aus meiner Erfahrung als Textchef für zahlreiche Publikationen sagen: Besser wäre es gewesen, wenn das Buch besser lektoriert gewesen wäre. Es schleichen sich einfach Fehler ein, die nicht sein müssten. Beispiel gefällig? So behauptet Graeter, dass der legendäre Steve McQueen zu Beginn seiner Karriere mit dem Film „Gesprengte Ketten“ in der Münchner Bavaria mit dem Regisseur Stanley Kubrick gearbeitet habe. Das ist definitiv falsch. Regisseur von „Gesprengte Ketten“ war John Sturges und nicht Kubrick. Der McQueen-Film wurde 1963 in Bayern gedreht. Kubrick drehte 1957 zum letzten Mal in München seinen Wege zum Ruhm. Solche Fehler müssen nicht sein. Wenn man aber solche Sachen bemerkt, wirft das kein gutes Licht auf das Buch. Könnte es vielleicht sein, dass die eine oder andere Geschichte auch nicht stimmt?

Viel erfahren wir von seiner Cafe-Kette „Extrablatt“. In der Leopoldstraße saß ich auch als Student und war von der Atmosphäre des französischen Cafes begeistert. Endlich erfahre ich die Hintergründe, wie es zu dem Cafe kam und warum die heutige Gattin von Christian Ude, die SPD-Stadträtin Edith von Welser, nie eine Freundin von Graeter wurde. Von seinen Knast-Erfahrungen und Problemen mit der bayerischen Justiz handelt das Buch ebenso.

Aber das Wichtigste sind für einen Journalisten doch die sieben W-Fragen: Wer, was, wann, wo, wie, wie und warum gemacht und welche Quelle haben wir. Die Quelle war immer Michael Graeter selbst, der sich in der Society wunderbar bewegt, die Durchwahlnummern seiner Kontakte hat. Herrlich, wie er das Verhältnis von Caroline mit Ernst August von Hannover aufdeckt. Und auch interessant zu lesen, wie Graeter so manchen Promi auf die Füße tritt und Verhältnisse aufdeckt, sei es Edmund Stoiber, Franz Beckenbauer usw. Endlich weiß ich die Graeter-Variante, warum der Stoiber nicht nach Berlin wollte/durfte.

Graeter ist auch ein Medienmensch. Er kopierte die Idee einer täglichen TV-Seite. Aber noch besser: Seine Idee, das Format Seitenblicke vom ORF in abgewandelter Form in die ARD vor der Tagesschau zu bringen, wäre revolutionierend gewesen. Stattdessen wählte die ARD einen Quatsch wie die Börse im Ersten. Dabei habe ich die Seitenblicke oder der bayerische Ableger Leo‘s Magazin mit Leo Lukoschik geliebt. Die Saat wurde damals von Graeter gelegt, die Ernte fahren aber andere ein. Heute haben wir Boulevard-Magazine wie Brisant, Leute heute oder private Ableger Exklusiv. Ich denke, ein Graeter hätte mehr daraus gemacht.

Und heute? Graeter ist noch immer im Geschäft. Allerdings haben sich die Zeiten für Journalisten geändert. Promis twittern selbst, Whistleblower verraten Geheimnisse. Eher halbherzig betreut Michael Greater einen WordPress-Blog. Es wäre viel Potenzial mit Klatsch auch im Web 2.0. Aber Graeter tut sich wohl mit Technik schwer, wie sich am fälschlichen Ausdruck Fotoshop in seinem Buch zeigt. Ein Extrablatt  im Web wäre ein interessanter Format, vielleicht wäre Michael Graeter der richtige Mann dafür.

Mustang: Make my day

7. Oktober 2008

So sieht er aus. Ein Mitarbeiter von mir hat mir eine besondere Freude gemacht. In seinem Urlaub hat er meinen Traumwagen entdeckt, fotografiert und das Foto via iPhone an mich geschickt. Ausdrücklichen Dank an Michael. Es handelt sich um einen schwarzen Ford Mustang. Ja, ja, jetzt geht es wieder los: Energiebilanz, Kraftstoffverbrauch, Emissionswerte, kein Platz für Kinder, ja, ja. Aber trotzdem: Ich finde der Mustang ist ein geiles Stück Blech. Ok, der Aston Martin DB 9 ist noch besser, aber leider habe ich da ein eklatantes Finanzierungsloch. Weil Schwärmen ja so schön ist, habe ich mir am Abend gleich den Steve McQueen Film „Bullit“ auf Blu ray reingezogen. Frau und Kinder waren nicht da, also Anlage voll aufgedreht und der Mustang röhrte durchs Haus. In den guten Siebzigern gedreht ist „Bullit“ ein starker Bullenfilm mit einem obercoolen Steve McQueen. Es gibt wohl neben Bogart und Brando keinen cooleren Schauspieler. Schaut euch die blauen Augen an und ihr wisst, was Schauspielerei mit den Augen ist. „Bullit“ steht für mich in einer Reihe mit den harten Dirty Harry-Polizeifilmen mit Clint Eastwood. Neulich habe ich gelesen, dass Eastwood den dreckigen Harry wieder aufleben lassen will. Dieses Mal soll Harry aber ins Gras beißen, getreu seinem Motto „Make my day“. Ich hoffe, es wird ein würdiger Abgang, ähnlich wie John Wayne in der „letzte Scharfschütze“, einem genialen Spätwestern mit einem tot kranken John Wayne. Aber zurück zu „Bullit“: Der Film spielt in San Francisco und durch zahlreiche Macword Expo durfte ich in der Stadt weilen. In dem Film fährt McQueen einen grünen Mustang und vollführt mit ihm eine halsbrecherische Verfolgungsjagd durch die Stadt. Sicher eine der besten Verfolgungsfahrten der Filmgeschichte. Ich bin zwar nicht Steve McQueen und so cool bin ich auch nicht, aber irgendwann kaufe ich mir meinen Mustang.