Manchmal muss man einfach aussteigen. Aus dem Stundenplan, aus den Erwartungen, aus dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags. Genau das macht Ferris Bueller – und zwar mit einer solchen Mischung aus Charme, Dreistigkeit und Lebensfreude, dass „Ferris macht blau“ auch Jahrzehnte nach seiner Premiere nichts von seiner unwiderstehlichen Energie verloren hat. Daher präsentiere ich diesen Teenie-Klassiker der 80er in meiner Matinee am Sonntag, 30. August im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.
John Hughes’ Kultkomödie aus dem Jahr 1986 ist weit mehr als eine Geschichte über einen Schüler, der keine Lust auf Unterricht hat. Es ist eine Liebeserklärung an die Freiheit, an die Freundschaft und an jene kostbaren Augenblicke, in denen man beschließt, das Leben nicht auf später zu verschieben.
Ferris Bueller, gespielt von Matthew Broderick, ist der König des Schulschwänzens. Während seine Eltern glauben, ihr Sohn liege schwer krank im Bett, hat Ferris längst einen perfekten Plan geschmiedet. Gemeinsam mit seiner Freundin Sloane und seinem besten Freund Cameron macht er sich auf den Weg nach Chicago. Und weil ein gewöhnlicher Ausflug natürlich nicht reicht, gehört auch der kostbare Ferrari von Camerons Vater zum Programm.
Was folgt, ist einer der berühmtesten Tage der Filmgeschichte. Ferris und seine Freunde besuchen ein Baseballspiel, genießen ein vornehmes Restaurant, entdecken Kunst im Museum und stürzen sich mitten hinein ins pulsierende Leben der Großstadt. Ferris übernimmt sogar eine Parade und verwandelt „Twist and Shout“ in eine mitreißende Hymne auf die pure Lebensfreude. Gleichzeitig setzt Schuldirektor Ed Rooney alles daran, den vermeintlich kranken Schüler auf frischer Tat zu ertappen – und schlittert dabei von einer Katastrophe in die nächste.
Doch hinter all dem anarchischen Spaß steckt überraschend viel Gefühl. Vor allem Cameron macht „Ferris macht blau“ zu mehr als einer Teenagerkomödie. Während Ferris scheinbar unbeschwert durchs Leben tanzt, trägt sein bester Freund Ängste und Unsicherheiten mit sich herum. Für ihn wird dieser verrückte Tag zu einer Befreiung. Am Ende geht es deshalb nicht nur darum, die Schule zu schwänzen. Es geht darum, den Mut zu finden, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen.
John Hughes trifft dabei einen Ton, der nur selten so perfekt gelungen ist: frech und warmherzig, überdreht und melancholisch, romantisch und rebellisch zugleich. Ferris spricht direkt mit dem Publikum, durchbricht die vierte Wand und macht uns zu seinen Mitverschwörern. Wir schauen ihm nicht einfach beim Blaumachen zu – wir machen gewissermaßen mit.
Und natürlich besitzt der Film einen unschätzbaren Vorteil: Er macht einfach gute Laune. Das Chicago der 1980er Jahre wird zur riesigen Spielwiese, der Ferrari zum Symbol einer verbotenen Freiheit und Ferris selbst zum Botschafter einer ebenso einfachen wie zeitlosen Botschaft: Das Leben wartet nicht.
Darin liegt vielleicht das Geheimnis, warum „Ferris macht blau“ bis heute so hervorragend funktioniert. Hinter der Komödie steckt eine Wahrheit, die mit zunehmendem Alter sogar an Bedeutung gewinnt. Termine, Verpflichtungen, Arbeit und Alltag können unsere Tage bestimmen – und plötzlich stellen wir fest, wie schnell die Jahre vergangen sind.
„Ferris macht blau“ ist 1980er-Jahre-Kino in seiner schönsten Form: witzig, romantisch, rebellisch und voller Lebensfreude. Ein Kultfilm über Freundschaft und Freiheit – und eine Einladung, das Leben nicht an sich vorbeiziehen zu lassen.
Oder wie Ferris es auf den Punkt bringt: Das Leben bewegt sich ziemlich schnell. Wer nicht ab und zu innehält und sich umsieht, könnte es verpassen. In meiner Matinee am Sonntag 30. August im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.
„The Breakfast Club“ ist weit mehr als ein Jugendfilm der 80er-Jahre. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden, über den Druck von Eltern, Schule und Gesellschaft, über Einsamkeit, Unsicherheit und den Wunsch, endlich gesehen zu werden. Regisseur John Hughes schafft es, mit wenigen Räumen und einer scheinbar einfachen Ausgangssituation ein zeitloses Kammerspiel über Jugend, Identität und Verletzlichkeit zu erzählen. Ich durfte meine Matinee im Scala über den Film halten. Die nächste Matinee findet am Sonntag 30. August mit dem John Hughes-Film Ferris macht blau statt. Karten gibt es hier.
Um was gehts? Ein Samstag in der Schule. Fünf Jugendliche, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben wollen. Ein Streber, ein Rebell, eine Prinzessin, ein Sportler und eine Außenseiterin. Sie alle müssen nachsitzen – und glauben zunächst, genau zu wissen, wer die anderen sind. Doch im Laufe dieses einen Tages bröckeln die Fassaden. Aus Vorurteilen werden Gespräche, aus Abwehr wird Nähe, aus Rollenbildern werden Menschen. Der Film lebt von seinen Figuren. Jede und jeder von ihnen scheint zunächst ein Klischee zu sein: Brian, der pflichtbewusste Musterschüler; Bender, der aufmüpfige Provokateur; Claire, das beliebte Mädchen aus gutem Haus; Andrew, der erfolgreiche Sportler; und Allison, die stille Außenseiterin. Doch je länger sie miteinander eingeschlossen sind, desto klarer wird: Hinter jeder Maske steckt Angst. Angst, nicht zu genügen. Angst, enttäuscht zu werden. Angst, nicht dazuzugehören. Hier die Aufzeichnung meines Vortrags.
Gerade deshalb wirkt „The Breakfast Club“ bis heute so stark. Der Film nimmt junge Menschen ernst. Er belächelt ihre Probleme nicht, sondern zeigt, wie schwer es sein kann, in eine Rolle gedrängt zu werden – und wie befreiend es ist, diese Rolle für einen Moment abzulegen. Dabei ist der Film mal witzig, mal bitter, mal rebellisch und immer überraschend ehrlich.
Die nächste Matinee findet am Sonntag 30. August mit dem John Hughes-Film Ferris macht blau statt. Karten gibt es hier.
Ich liebe das Kino und ich freue mich sehr, das im Scala Fürstenfeldbruck meine Matineen für das zweite Halbjahr ankündigen darf. Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz und ich haben ziemlich gerungen ein ansprechendes cineastisches Programm auf die Beine zu stellen.
Wir starten jetzt auch eine Reihe von Science-Fiction-Filmen. Die Wunschliste ist lang und die groben Planungen für das erste Halbjahr 2027 laufen an. Es ist aber natürlich alles abhängig von der Resonanz des Publikums. Unsere Zuschauer entscheiden, ob die Wahl für das zweite Halbjahr ansprechend ist. Ich bin gespannt. Also es geht los. Der Kartenvorverkauf ist gestartet.
Matinee: Der Herr der Ringe Am Sonntag, 9. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
Der Zeichentrickfilm „Der Herr der Ringe“ von Ralph Bakshi aus dem Jahr 1978 ist eine eigenständige und bis heute interessante Umsetzung von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Epos. Die Handlung folgt Frodo Beutlin, der den Einen Ring aus dem Auenland fortbringen muss, um ihn vor dem Zugriff Saurons zu schützen. Gemeinsam mit seinen Gefährten beginnt er eine gefährliche Reise durch Mittelerde. Besonders sehenswert ist die besondere Bildsprache des Films, die klassische Animation mit real gefilmten Bewegungsabläufen verbindet. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, stellenweise düstere Atmosphäre, die gut zur Bedrohung durch Mordor passt. Der Film zeigt zentrale Stationen der Geschichte – von Bruchtal über die Minen von Moria bis zu den Kämpfen gegen Sarumans Truppen – und bietet einen spannenden Zugang zu Tolkiens Welt. Für Fantasy-Fans und Liebhaber klassischer Animationsfilme ist diese Fassung eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Ferris macht blau Am Sonntag, 30. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Ferris macht blau“ ist eine charmante und bis heute äußerst unterhaltsame Komödie aus den 1980er-Jahren. Im Mittelpunkt steht Ferris Bueller, ein einfallsreicher Schüler, der einen freien Tag vortäuscht und gemeinsam mit seinem besten Freund Cameron und seiner Freundin Sloane Chicago unsicher macht. Während der Schuldirektor alles daransetzt, Ferris zu überführen, entwickelt sich der Tag zu einem turbulenten Ausflug voller Witz, Tempo und überraschender Momente. Der Film überzeugt durch seinen leichten Ton, pointierte Dialoge und eine Hauptfigur, die mit viel Charme und Selbstbewusstsein durch die Geschichte führt. Besonders gelungen ist die Mischung aus jugendlicher Rebellion, Slapstick und warmherziger Freundschaftsgeschichte. „Ferris macht blau“ ist damit ein echter Komödienklassiker, der auch heute noch frisch wirkt und beste Unterhaltung für alle bietet, die intelligente, gut gelaunte Filmkomödien schätzen.
Matthew Broderick, Mia Sara, and Alan Ruck publicity portrait for the film ‚Ferris Bueller’s Day Off‘, 1986. (Photo by Paramount/Getty Images)
Matinee: Erdbeben Am Sonntag, 20. September von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Erdbeben“ ist ein packender Katastrophenfilm aus den 1970er-Jahren, der das Genre mit eindrucksvollen Bildern und großer Spannung prägt. Im Mittelpunkt steht Los Angeles, das von einem schweren Beben erschüttert wird. Der Film begleitet verschiedene Menschen, deren Wege sich vor und nach der Katastrophe kreuzen – darunter Architekten, Rettungskräfte und ganz normale Bürger, die plötzlich um ihr Überleben kämpfen müssen. Besonders wirkungsvoll ist die Mischung aus persönlichem Drama, spektakulären Zerstörungsszenen und klassischer Spannungserzählung. „Erdbeben“ setzt auf große Schauwerte, ein prominentes Ensemble und die für seine Zeit beeindruckende Inszenierung der Naturgewalt. Dadurch entsteht ein intensiver Filmabend, der Fans klassischer Katastrophenfilme ebenso anspricht wie Zuschauer, die spannendes Unterhaltungskino mit nostalgischem Flair schätzen.
Matinee: Starship Troopers Am Sonntag, 4. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Starship Troopers“ ist ein temporeicher Science-Fiction-Film, der actionreiches Unterhaltungskino mit satirischen Elementen verbindet. Im Mittelpunkt steht eine futuristische Gesellschaft, in der junge Menschen zum Militärdienst ermutigt werden, um gegen eine außerirdische Insektenrasse zu kämpfen. Der Film folgt Johnny Rico und seinen Freunden auf ihrem Weg von der Ausbildung bis zu brutalen Einsätzen auf fremden Planeten. Besonders sehenswert ist die Mischung aus spektakulären Effekten, intensiven Kampfszenen und einer bewusst überzeichneten Darstellung von Militär, Propaganda und Heldentum. „Starship Troopers“ bietet nicht nur packende Science-Fiction-Action, sondern auch eine bissige Gesellschaftssatire, die dem Film bis heute seinen besonderen Reiz gibt. Für Fans von genrebewusstem, provokantem und visuell eindrucksvollem Kino ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Ein Fressen für die Geier Am Sonntag, 11. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Ein Fressen für die Geier“ ist ein unterhaltsamer Western mit Abenteuercharakter, der klassische Genreelemente mit Humor und ungewöhnlichen Figuren verbindet. Im Mittelpunkt steht der Söldner Hogan, der in Mexiko auf eine vermeintliche Nonne trifft. Gemeinsam geraten sie in eine gefährliche Mission während der französischen Besatzung – mit überraschenden Wendungen, rauem Charme und pointierten Dialogen. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der Hauptfiguren Clint Eastwood und Shirley MacLaine, die sich zunächst misstrauisch begegnen, aber nach und nach zu einem schlagkräftigen Duo werden. „Ein Fressen für die Geier“ überzeugt durch seine Mischung aus Spannung, lakonischem Witz und klassischer Westernatmosphäre. Für Freunde des Genres ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung mit starken Darstellern und einem angenehm eigenständigen Ton.
Matinee: The Fog – Nebel des Grauens Am Sonntag, 1. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„The Fog – Nebel des Grauens“ ist ein atmosphärischer Horrorklassiker von John Carpenter, der seine Spannung weniger aus grellen Schockeffekten als aus Stimmung, Andeutung und unheimlicher Erwartung bezieht. Im Mittelpunkt steht die Küstenstadt Antonio Bay, die kurz vor ihrem Jubiläum von einem geheimnisvollen Nebel heimgesucht wird. Mit ihm kehrt ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit zurück – und eine tödliche Bedrohung nähert sich der Stadt. Besonders wirkungsvoll ist die dichte, maritime Atmosphäre des Films: Leuchtturm, Küste, nächtliche Straßen und der langsam heranziehende Nebel erzeugen eine stetig wachsende Spannung. „The Fog – Nebel des Grauens“ überzeugt durch seine klassische Inszenierung, den prägnanten Soundtrack und seine unheilvolle Stimmung. Für Freunde des gepflegten Gruselkinos ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung und ein starker Vertreter des atmosphärischen Horrors.
Matinee: Die Wildgänse kommen Am Sonntag, 15. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Die Wildgänse kommen“ ist ein spannender Abenteuer- und Kriegsfilmklassiker, der mit einem starken Ensemble, klarer Dramaturgie und viel Spannung überzeugt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe erfahrener Söldner, die den Auftrag erhält, einen afrikanischen Politiker aus der Gefangenschaft zu befreien. Was zunächst als präzise geplante Mission beginnt, entwickelt sich bald zu einem gefährlichen Überlebenskampf. Besonders sehenswert ist das Zusammenspiel der markanten Hauptdarsteller, darunter Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Hardy Krüger. „Die Wildgänse kommen“ verbindet klassische Action, militärische Spannung und persönliche Konflikte zu einem packenden Film mit rauem Ton und nostalgischem Abenteuerflair. Für Freunde großer Ensemblefilme und klassischer Spannungskinos ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Blade Runner Am Sonntag, 29. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Blade Runner“ ist ein stilprägender Science-Fiction-Klassiker, der düstere Zukunftsvision, Kriminalfilm und philosophische Fragen eindrucksvoll verbindet. Im Mittelpunkt steht Rick Deckard, ein sogenannter Blade Runner, der in einem verregneten, neonhellen Los Angeles des Jahres 2019 künstlich erschaffene Menschen – sogenannte Replikanten – aufspüren soll. Doch seine Mission führt ihn zunehmend an die Grenzen zwischen Menschlichkeit, Erinnerung und künstlichem Leben. Besonders sehenswert ist die einzigartige Bildsprache des Films: Großstadt, Schatten, Dauerregen, Werbetafeln und elektronische Musik schaffen eine dichte Atmosphäre, die bis heute viele Science-Fiction-Filme geprägt hat. „Blade Runner“ überzeugt durch seine starke Inszenierung, seine nachdenkliche Grundstimmung und die faszinierende Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Für Freunde anspruchsvoller Science-Fiction ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung und ein Meilenstein des Genres.
Matinee: Dark Star Am Sonntag, 6. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Dark Star“ ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der Weltraumabenteuer, schwarzen Humor und philosophische Absurdität auf sehr eigenständige Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht die Besatzung des Raumschiffs Dark Star, die seit Jahren durchs All reist, um instabile Planeten zu zerstören. Der Alltag an Bord ist geprägt von technischer Überforderung, Langeweile, skurrilen Zwischenfällen und zunehmender Erschöpfung. Besonders sehenswert ist der lakonische Ton des Films, der klassische Science-Fiction-Motive bewusst gegen den Strich bürstet. „Dark Star“ überzeugt durch seinen trockenen Humor, seine originellen Ideen und den Charme einer frühen Low-Budget-Produktion von John Carpenter und Dan O’Bannon. Für Freunde schräger Science-Fiction und kultiger Genreklassiker ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.
Matinee: Auf dem Highway ist die Hölle los Am Sonntag, 27. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck
„Auf dem Highway ist die Hölle los“ ist eine turbulente Actionkomödie mit hohem Tempo, viel Situationskomik und einem großen Staraufgebot. Im Mittelpunkt steht ein illegales Autorennen quer durch die USA, bei dem sehr unterschiedliche Teilnehmer mit allen Tricks versuchen, als Erste ins Ziel zu kommen. Dabei geraten sie in aberwitzige Verfolgungsjagden, Täuschungsmanöver und komische Zwischenfälle.
Besonders unterhaltsam ist die Mischung aus rasantem Roadmovie, Slapstick und lockerem Ensemblefilm. „Auf dem Highway ist die Hölle los“ lebt von seinem unbeschwerten Ton, den exzentrischen Figuren und dem nostalgischen Charme des Unterhaltungskinos der frühen 1980er-Jahre. Für Freunde klassischer Actionkomödien ist der Film eine vergnügliche Wiederentdeckung mit viel Tempo und guter Laune.
Ein Samstag in der Schule. Fünf Jugendliche, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben wollen. Ein Streber, ein Rebell, eine Prinzessin, ein Sportler und eine Außenseiterin. Sie alle müssen nachsitzen – und glauben zunächst, genau zu wissen, wer die anderen sind. Doch im Laufe dieses einen Tages bröckeln die Fassaden. Aus Vorurteilen werden Gespräche, aus Abwehr wird Nähe, aus Rollenbildern werden Menschen. Ich bespreche und zeige den Teenie-Klassiker The Breakfast Club in meiner Matinee am 12. Juli im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.
„The Breakfast Club“ ist weit mehr als ein Jugendfilm der 80er-Jahre. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden, über den Druck von Eltern, Schule und Gesellschaft, über Einsamkeit, Unsicherheit und den Wunsch, endlich gesehen zu werden. Regisseur John Hughes schafft es, mit wenigen Räumen und einer scheinbar einfachen Ausgangssituation ein zeitloses Kammerspiel über Jugend, Identität und Verletzlichkeit zu erzählen.
Der Film lebt von seinen Figuren. Jede und jeder von ihnen scheint zunächst ein Klischee zu sein: Brian, der pflichtbewusste Musterschüler; Bender, der aufmüpfige Provokateur; Claire, das beliebte Mädchen aus gutem Haus; Andrew, der erfolgreiche Sportler; und Allison, die stille Außenseiterin. Doch je länger sie miteinander eingeschlossen sind, desto klarer wird: Hinter jeder Maske steckt Angst. Angst, nicht zu genügen. Angst, enttäuscht zu werden. Angst, nicht dazuzugehören.
Gerade deshalb wirkt „The Breakfast Club“ bis heute so stark. Der Film nimmt junge Menschen ernst. Er belächelt ihre Probleme nicht, sondern zeigt, wie schwer es sein kann, in eine Rolle gedrängt zu werden – und wie befreiend es ist, diese Rolle für einen Moment abzulegen. Dabei ist der Film mal witzig, mal bitter, mal rebellisch und immer überraschend ehrlich.
Unvergessen ist auch die Musik: „Don’t You (Forget About Me)“ von Simple Minds wurde zur Hymne einer ganzen Generation. Der Song fasst perfekt zusammen, worum es in diesem Film geht: um den Wunsch, nicht vergessen, nicht übersehen, nicht auf ein Etikett reduziert zu werden.
„The Breakfast Club“ ist Kult, weil er eine einfache Wahrheit erzählt: Niemand ist nur das, was andere in ihm sehen. Dieser Film ist ein Plädoyer für Offenheit, Empathie und den Mut, hinter die Oberfläche zu blicken. Ein Klassiker, der Jugendliche berührt, Erwachsene an ihre eigene Schulzeit erinnert und bis heute zeigt, wie viel Kraft in einem echten Gespräch liegen kann.
Ein Film für alle, die wissen wollen, warum manche Geschichten nicht altern – sondern mit jeder Generation neu verstanden werden. Ich bespreche und zeige den Teenie-Klassiker The Breakfast Club in meiner Matinee am 12. Juli im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier.
Es freut mich sehr. Ich darf mit meiner Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck im Jahr 2026 weitermachen. Zusammen mit dem Geschäftsführer Markus Schmölz habe ich ein abwechslungsreiches und interessantes Programm aus Unterhaltung, phantastischen Film und Western zusammengestellt. Dabei haben wir weniger auf eine Quote als vielmehr auf Qualität der Filme geachtet. Die Matinee findet immer an einem Sonntag statt. Start ist um 10:45 Uhr und ich spreche zwischen 20 und 30 Minuten über den gezeigten Film.
Am 18. Januar Die Glücksritter „Die Glücksritter“ ist eine Komödie, die man einfach erlebt haben muss – spritzig, warmherzig und voll brillantem Schauspiel. Unter der Regie von John Landis, dem Meister hinter Klassikern wie Blues Brothers, entfaltet sich eine rasante Geschichte, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren hat. Getragen wird der Film von den grandiosen Hauptdarstellern Eddie Murphy und Dan Aykroyd, deren perfektes Timing und Energie jede Szene zum Vergnügen machen.
Murphy glänzt als gewitzter Straßenkünstler Billy Ray Valentine, der plötzlich in die Welt des Reichtums katapultiert wird, während Aykroyd als versnobter Börsenprofi Louis Winthorpe III sein altes Leben verliert – und beide liefern eine Komik ab, die heute genauso zündet wie damals. Unterstützt werden sie von einer großartigen Nebenbesetzung, darunter Jamie Lee Curtis, die dem Film zusätzlich Herz und Humor verleiht. „Die Glücksritter“ ist ein turbulentes Vergnügen voller Witz, Tempo und cleverer Wendungen – ein Film, der beste Laune garantiert und den man unbedingt gesehen haben sollte.
Am 1. Februar Sie leben „Sie leben“ von Horror- und Kultregisseur John Carpenter ist ein Film, den man nicht nur sieht, sondern erlebt. Mit seiner Mischung aus Science-Fiction, Gesellschaftskritik und spannungsgeladener Atmosphäre entfaltet er eine Kraft, die bis heute fasziniert. In der Hauptrolle überzeugt Roddy Piper als Wanderarbeiter Nada, der zufällig auf eine Sonnenbrille stößt, die die wahre Welt enthüllt – eine Welt, in der außerirdische Eliten die Menschheit manipulieren und steuern.
Was folgt, ist ein packender Kampf gegen unsichtbare Kontrolle, durchzogen von Carpenters unverwechselbarem Stil, seinem ikonisch-minimalistischen Soundtrack und legendären Szenen, die längst Filmgeschichte sind – von der Enthüllung der „OBEY“-Botschaften bis zum wohl berühmtesten Faustkampf der 80er. „Sie leben“ ist düster, spannend, überraschend aktuell und dabei ungemein unterhaltsam. Ein Kultfilm, der Fans von Sci-Fi, Action und cleverem Genre-Kino gleichermaßen begeistert – und den man unbedingt gesehen haben sollte.
Am 22. Februar Die glorreichen Sieben „Die glorreichen Sieben“ ist ein Western, der bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat – ein Film, der mitreißt, bewegt und legendäre Kinomomente erschafft. Unter der Regie von John Sturges entfaltet sich die Geschichte von sieben Außenseitern, die sich zusammentun, um ein bedrohtes Dorf zu schützen. Getragen wird der Film von einer beeindruckenden Besetzung: Yul Brynner als charismatischer Anführer, Steve McQueen mit seiner unverwechselbaren Coolness, Charles Bronson, James Coburn, Horst Buchholz und weitere Stars, die jeder Figur Tiefe und Charakter verleihen. Dazu kommt die unvergessliche Filmmusik von Elmer Bernstein, die schon mit den ersten Takten Gänsehaut erzeugt und längst zum Mythos des Westerns gehört.
„Die glorreichen Sieben“ ist ein packendes Abenteuer über Mut, Ehre und Solidarität – actionreich, emotional und zeitlos. Wer große Geschichten und ikonisches Kino liebt, sollte sich diesen Klassiker unbedingt ansehen.
Am 8. März Dr.Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ ist ein Meisterwerk, das man erlebt haben muss – bissig, brillant und zeitlos aktuell. Unter der Regie von Stanley Kubrick, einem der einflussreichsten Filmemacher überhaupt, entfaltet sich eine tiefschwarze Satire über den Kalten Krieg, die mit ihrem absurden Humor ebenso unterhält wie sie zum Nachdenken bringt.
Im Zentrum steht Peter Sellers, der gleich drei Rollen spielt und jede einzelne unvergesslich macht – vom schusseligen Präsidenten über den britischen Offizier bis hin zum titelgebenden Dr. Seltsam, dessen groteske Gestik und Sätze längst Kultstatus haben. Unterstützt wird er von einer starken Besetzung, darunter George C. Scott und Sterling Hayden, die den Wahnsinn der politischen und militärischen Entscheidungswege mit perfektem Timing auf die Spitze treiben. „Dr. Seltsam“ ist ein Film voller ikonischer Momente – scharf, mutig, satirisch auf den Punkt – und dabei erstaunlich unterhaltsam. Wer intelligentes Kino liebt, das Humor und Kritik meisterhaft verbindet, sollte sich diesen Klassiker unbedingt ansehen.
Am 5. April Wargames – Kriegsspiele „WarGames – Kriegsspiele“ ist ein fesselnder Klassiker der 80er, der bis heute nichts von seiner Spannung verloren hat. Unter der Regie von John Badham erzählt der Film die Geschichte des jungen Hackers David Lightman, gespielt von Matthew Broderick, der aus purer Neugier in ein militärisches Computersystem eindringt – ohne zu ahnen, dass er damit beinahe einen globalen Atomkrieg auslöst. An seiner Seite überzeugt Ally Sheedy als Jennifer, die nicht nur Humor und Herz einbringt, sondern gemeinsam mit David versucht, die Katastrophe aufzuhalten.
Mit seinem Mix aus Nervenkitzel, Technikfaszination und überraschend viel Menschlichkeit ist „WarGames“ ein Film, der sofort packt. Die aufkommende Bedrohung, die ikonische Frage „Shall we play a game?“ und das Rennen gegen die Zeit erzeugen eine Spannung, die auch heute noch perfekt funktioniert – gerade in einer Welt, in der KI und Computersysteme realer denn je geworden sind. Wer kluge Unterhaltung, Retro-Technik-Atmosphäre und einen echten Kultfilm erleben möchte, sollte „WarGames“ unbedingt sehen.
Am 3. Mai Dressed to kill „Dressed to Kill“ ist ein eleganter, hochspannender Thriller, in dem Regisseur Brian De Palma sein Gespür für Stil, Atmosphäre und meisterhafte Spannung voll ausspielt. Der Film verfolgt die Geschichte einer Frau, gespielt von Angie Dickinson, deren Leben nach einer verstörenden Begegnung eine dramatische Wendung nimmt. Als sie Opfer eines brutalen Verbrechens wird, geraten ein junger Zeuge – dargestellt von Keith Gordon – und eine selbstbewusste Callgirl-Figur, brillant verkörpert von Nancy Allen, in ein gefährliches Netz aus Geheimnissen und Lügen.
De Palma kombiniert kunstvolle Kamerafahrten, ausgeklügelte Bildsprache und eine kraftvolle Musik von Pino Donaggio zu einem intensiven Erlebnis, das sofort in seinen Bann zieht. Der Film lebt von Überraschungsmomenten, psychologischer Tiefe und einer Atmosphäre, die gleichzeitig verführerisch und bedrohlich wirkt. „Dressed to Kill“ ist ein raffinierter, nervenaufreibender Thriller – perfekt für alle, die elegante Spannung, stilvolles Kino und starke Darsteller lieben. Ein Film, der packt, verstört und lange nachhallt.
Am 10. Mai Unternehmen Petticoat „Unternehmen Petticoat“ ist eine herrlich charmante Komödie, die mit Witz, Herz und einem großartigen Ensemble begeistert. Unter der Regie von Blake Edwards – dem Meister des eleganten Humors – begleiten wir die chaotischen Abenteuer eines U-Boots im Zweiten Weltkrieg, das dank kurioser Umstände nicht nur rosa gestrichen wird, sondern plötzlich auch fünf Krankenschwestern an Bord hat. Getragen wird der Film von den beiden grandiosen Hauptdarstellern Cary Grant als stoisch-gelassener Kommandant und Tony Curtis als windiger, aber liebenswerter Lieutenant. Ihr Zusammenspiel sorgt für unvergessliche Momente, turbulente Situationskomik und viele herzerwärmende Szenen.
„Unternehmen Petticoat“ ist leichtfüßig, klug und voller Charme – ein Film, der beste Laune garantiert und zeigt, dass selbst im Chaos Platz für Humor und Menschlichkeit bleibt. Wer klassische Hollywood-Komödien liebt, sollte sich dieses Schmuckstück unbedingt ansehen.
Am 17. Mai Little Big Man „Little Big Man“ ist ein außergewöhnlicher Western, der mit Witz, Tiefe und viel Herz erzählt wird – weit mehr als ein klassisches Abenteuer. Unter der Regie von Arthur Penn folgt der Film dem 121-jährigen Jack Crabb, gespielt von einem brillanten Dustin Hoffman, der in Rückblenden auf sein bewegtes Leben zwischen zwei Welten schaut: der weißen Siedlergesellschaft und den Cheyenne, bei denen er als Junge aufgenommen wurde.
Mit feinem Humor, kraftvollen Bildern und einer Mischung aus Satire und Tragik zeigt der Film die amerikanische Geschichte aus einer ungewöhnlich persönlichen Perspektive. Hoffmans Wandlungsfähigkeit macht jede Station seines Lebens faszinierend – vom Händler über Revolverhelden bis hin zum „letzten Weißen Indianer“. „Little Big Man“ ist mal komisch, mal bitter, mal poetisch – und immer zutiefst menschlich. Ein unvergesslicher Film, der berührt, überrascht und ein Genre völlig neu denkt. Ideal für alle, die Western lieben, aber mehr wollen als Reiten und Revolverduelle.
Am 7. Juni Über dem Jenseits „Über dem Jenseits“ – im Original „The Beyond“ – ist ein atmosphärischer Horrortrip von Kultregisseur Lucio Fulci, der bis heute als einer der eindrucksvollsten Vertreter des italienischen Gruselfilms gilt. Der Film entfaltet eine dichte, unheilvolle Stimmung, in der Realität und Albtraum unaufhaltsam ineinanderfließen. Im Mittelpunkt steht Catriona MacColl als junge Frau, die ein altes Hotel in Louisiana erbt – ohne zu wissen, dass es auf einem der sieben Tore zur Hölle erbaut wurde. Was zunächst wie ein Neuanfang wirkt, verwandelt sich schnell in eine surreale Spirale aus Visionen, düsteren Geheimnissen und schockierenden Ereignissen. Fulcis unverwechselbarer Stil, seine mutigen Bilder und der eindringliche Score von Fabio Frizzi machen jede Szene zu einem intensiven Erlebnis.
„Über dem Jenseits“ ist keine gewöhnliche Gruselgeschichte, sondern ein hypnotisches, verstörendes Stück Horrorkunst – perfekt für alle, die atmosphärischen, mutigen und kultigen Horror lieben. Ein Film, der sich tief in die Erinnerung brennt.
Am 12. Juli The Breakfast Club „The Breakfast Club“ ist einer dieser Filme, die einen sofort mitten ins Herz treffen. Unter der Regie von John Hughes, dem Meister der 80er-Coming-of-Age-Filme, treffen fünf Highschool-Schüler aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der Rebell, der Sportler, die Außenseiterin, die Streberin und der Musterschüler. An einem Samstag im Schul-„Nachsitzen“ prallen ihre Welten aufeinander – doch im Laufe des Tages öffnen sie sich, legen ihre Masken ab und entdecken, wie viel sie eigentlich miteinander teilen.
Dank der starken Besetzung – Emilio Estevez, Molly Ringwald, Judd Nelson, Ally Sheedy und Anthony Michael Hall – lebt der Film von authentischen Momenten, echten Emotionen und Dialogen, die auch Jahrzehnte später noch treffen. „The Breakfast Club“ ist warm, witzig, klug und zutiefst menschlich – ein Film, der zeigt, wie schwer das Erwachsenwerden sein kann und wie befreiend es ist, endlich verstanden zu werden. Ein zeitloser Klassiker, der Generationen bewegt hat – und den man unbedingt gesehen haben sollte.