Posts Tagged ‘The Fog’

Meine Kino-Matineen im zweiten Halbjahr

17. Juli 2026

Ich liebe das Kino und ich freue mich sehr, das im Scala Fürstenfeldbruck meine Matineen für das zweite Halbjahr ankündigen darf. Scala-Geschäftsführer Markus Schmölz und ich haben ziemlich gerungen ein ansprechendes cineastisches Programm auf die Beine zu stellen.

Wir starten jetzt auch eine Reihe von Science-Fiction-Filmen. Die Wunschliste ist lang und die groben Planungen für das erste Halbjahr 2027 laufen an. Es ist aber natürlich alles abhängig von der Resonanz des Publikums. Unsere Zuschauer entscheiden, ob die Wahl für das zweite Halbjahr ansprechend ist. Ich bin gespannt. Also es geht los. Der Kartenvorverkauf ist gestartet.

Matinee: Der Herr der Ringe
Am Sonntag, 9. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

Der Zeichentrickfilm „Der Herr der Ringe“ von Ralph Bakshi aus dem Jahr 1978 ist eine eigenständige und bis heute interessante Umsetzung von J. R. R. Tolkiens Fantasy-Epos. Die Handlung folgt Frodo Beutlin, der den Einen Ring aus dem Auenland fortbringen muss, um ihn vor dem Zugriff Saurons zu schützen. Gemeinsam mit seinen Gefährten beginnt er eine gefährliche Reise durch Mittelerde.
Besonders sehenswert ist die besondere Bildsprache des Films, die klassische Animation mit real gefilmten Bewegungsabläufen verbindet. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, stellenweise düstere Atmosphäre, die gut zur Bedrohung durch Mordor passt. Der Film zeigt zentrale Stationen der Geschichte – von Bruchtal über die Minen von Moria bis zu den Kämpfen gegen Sarumans Truppen – und bietet einen spannenden Zugang zu Tolkiens Welt. Für Fantasy-Fans und Liebhaber klassischer Animationsfilme ist diese Fassung eine lohnende Wiederentdeckung.

Matinee: Ferris macht blau
Am Sonntag, 30. August von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Ferris macht blau“ ist eine charmante und bis heute äußerst unterhaltsame Komödie aus den 1980er-Jahren. Im Mittelpunkt steht Ferris Bueller, ein einfallsreicher Schüler, der einen freien Tag vortäuscht und gemeinsam mit seinem besten Freund Cameron und seiner Freundin Sloane Chicago unsicher macht. Während der Schuldirektor alles daransetzt, Ferris zu überführen, entwickelt sich der Tag zu einem turbulenten Ausflug voller Witz, Tempo und überraschender Momente.
Der Film überzeugt durch seinen leichten Ton, pointierte Dialoge und eine Hauptfigur, die mit viel Charme und Selbstbewusstsein durch die Geschichte führt. Besonders gelungen ist die Mischung aus jugendlicher Rebellion, Slapstick und warmherziger Freundschaftsgeschichte. „Ferris macht blau“ ist damit ein echter Komödienklassiker, der auch heute noch frisch wirkt und beste Unterhaltung für alle bietet, die intelligente, gut gelaunte Filmkomödien schätzen.

Matthew Broderick, Mia Sara, and Alan Ruck publicity portrait for the film ‚Ferris Bueller’s Day Off‘, 1986. (Photo by Paramount/Getty Images)

Matinee: Erdbeben
Am Sonntag, 20. September von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Erdbeben“ ist ein packender Katastrophenfilm aus den 1970er-Jahren, der das Genre mit eindrucksvollen Bildern und großer Spannung prägt. Im Mittelpunkt steht Los Angeles, das von einem schweren Beben erschüttert wird. Der Film begleitet verschiedene Menschen, deren Wege sich vor und nach der Katastrophe kreuzen – darunter Architekten, Rettungskräfte und ganz normale Bürger, die plötzlich um ihr Überleben kämpfen müssen.
Besonders wirkungsvoll ist die Mischung aus persönlichem Drama, spektakulären Zerstörungsszenen und klassischer Spannungserzählung. „Erdbeben“ setzt auf große Schauwerte, ein prominentes Ensemble und die für seine Zeit beeindruckende Inszenierung der Naturgewalt. Dadurch entsteht ein intensiver Filmabend, der Fans klassischer Katastrophenfilme ebenso anspricht wie Zuschauer, die spannendes Unterhaltungskino mit nostalgischem Flair schätzen.

Matinee: Starship Troopers
Am Sonntag, 4. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Starship Troopers“ ist ein temporeicher Science-Fiction-Film, der actionreiches Unterhaltungskino mit satirischen Elementen verbindet. Im Mittelpunkt steht eine futuristische Gesellschaft, in der junge Menschen zum Militärdienst ermutigt werden, um gegen eine außerirdische Insektenrasse zu kämpfen. Der Film folgt Johnny Rico und seinen Freunden auf ihrem Weg von der Ausbildung bis zu brutalen Einsätzen auf fremden Planeten.
Besonders sehenswert ist die Mischung aus spektakulären Effekten, intensiven Kampfszenen und einer bewusst überzeichneten Darstellung von Militär, Propaganda und Heldentum. „Starship Troopers“ bietet nicht nur packende Science-Fiction-Action, sondern auch eine bissige Gesellschaftssatire, die dem Film bis heute seinen besonderen Reiz gibt. Für Fans von genrebewusstem, provokantem und visuell eindrucksvollem Kino ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.

Matinee: Ein Fressen für die Geier
Am Sonntag, 11. Oktober von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Ein Fressen für die Geier“ ist ein unterhaltsamer Western mit Abenteuercharakter, der klassische Genreelemente mit Humor und ungewöhnlichen Figuren verbindet. Im Mittelpunkt steht der Söldner Hogan, der in Mexiko auf eine vermeintliche Nonne trifft. Gemeinsam geraten sie in eine gefährliche Mission während der französischen Besatzung – mit überraschenden Wendungen, rauem Charme und pointierten Dialogen. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der Hauptfiguren Clint Eastwood und Shirley MacLaine, die sich zunächst misstrauisch begegnen, aber nach und nach zu einem schlagkräftigen Duo werden. „Ein Fressen für die Geier“ überzeugt durch seine Mischung aus Spannung, lakonischem Witz und klassischer Westernatmosphäre. Für Freunde des Genres ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung mit starken Darstellern und einem angenehm eigenständigen Ton.

Matinee: The Fog – Nebel des Grauens
Am Sonntag, 1. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„The Fog – Nebel des Grauens“ ist ein atmosphärischer Horrorklassiker von John Carpenter, der seine Spannung weniger aus grellen Schockeffekten als aus Stimmung, Andeutung und unheimlicher Erwartung bezieht. Im Mittelpunkt steht die Küstenstadt Antonio Bay, die kurz vor ihrem Jubiläum von einem geheimnisvollen Nebel heimgesucht wird. Mit ihm kehrt ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit zurück – und eine tödliche Bedrohung nähert sich der Stadt.
Besonders wirkungsvoll ist die dichte, maritime Atmosphäre des Films: Leuchtturm, Küste, nächtliche Straßen und der langsam heranziehende Nebel erzeugen eine stetig wachsende Spannung. „The Fog – Nebel des Grauens“ überzeugt durch seine klassische Inszenierung, den prägnanten Soundtrack und seine unheilvolle Stimmung. Für Freunde des gepflegten Gruselkinos ist der Film eine sehenswerte Wiederentdeckung und ein starker Vertreter des atmosphärischen Horrors.

Matinee: Die Wildgänse kommen
Am Sonntag, 15. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Die Wildgänse kommen“ ist ein spannender Abenteuer- und Kriegsfilmklassiker, der mit einem starken Ensemble, klarer Dramaturgie und viel Spannung überzeugt. Im Mittelpunkt steht eine Gruppe erfahrener Söldner, die den Auftrag erhält, einen afrikanischen Politiker aus der Gefangenschaft zu befreien. Was zunächst als präzise geplante Mission beginnt, entwickelt sich bald zu einem gefährlichen Überlebenskampf.
Besonders sehenswert ist das Zusammenspiel der markanten Hauptdarsteller, darunter Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Hardy Krüger. „Die Wildgänse kommen“ verbindet klassische Action, militärische Spannung und persönliche Konflikte zu einem packenden Film mit rauem Ton und nostalgischem Abenteuerflair. Für Freunde großer Ensemblefilme und klassischer Spannungskinos ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.

Matinee: Blade Runner
Am Sonntag, 29. November von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Blade Runner“ ist ein stilprägender Science-Fiction-Klassiker, der düstere Zukunftsvision, Kriminalfilm und philosophische Fragen eindrucksvoll verbindet. Im Mittelpunkt steht Rick Deckard, ein sogenannter Blade Runner, der in einem verregneten, neonhellen Los Angeles des Jahres 2019 künstlich erschaffene Menschen – sogenannte Replikanten – aufspüren soll. Doch seine Mission führt ihn zunehmend an die Grenzen zwischen Menschlichkeit, Erinnerung und künstlichem Leben.
Besonders sehenswert ist die einzigartige Bildsprache des Films: Großstadt, Schatten, Dauerregen, Werbetafeln und elektronische Musik schaffen eine dichte Atmosphäre, die bis heute viele Science-Fiction-Filme geprägt hat. „Blade Runner“ überzeugt durch seine starke Inszenierung, seine nachdenkliche Grundstimmung und die faszinierende Frage, was einen Menschen eigentlich ausmacht. Für Freunde anspruchsvoller Science-Fiction ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung und ein Meilenstein des Genres.

Matinee: Dark Star
Am Sonntag, 6. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Dark Star“ ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction-Film, der Weltraumabenteuer, schwarzen Humor und philosophische Absurdität auf sehr eigenständige Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht die Besatzung des Raumschiffs Dark Star, die seit Jahren durchs All reist, um instabile Planeten zu zerstören. Der Alltag an Bord ist geprägt von technischer Überforderung, Langeweile, skurrilen Zwischenfällen und zunehmender Erschöpfung.
Besonders sehenswert ist der lakonische Ton des Films, der klassische Science-Fiction-Motive bewusst gegen den Strich bürstet. „Dark Star“ überzeugt durch seinen trockenen Humor, seine originellen Ideen und den Charme einer frühen Low-Budget-Produktion von John Carpenter und Dan O’Bannon. Für Freunde schräger Science-Fiction und kultiger Genreklassiker ist der Film eine lohnende Wiederentdeckung.

Matinee: Auf dem Highway ist die Hölle los
Am Sonntag, 27. Dezember von 10:45 -13:30 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck

„Auf dem Highway ist die Hölle los“ ist eine turbulente Actionkomödie mit hohem Tempo, viel Situationskomik und einem großen Staraufgebot. Im Mittelpunkt steht ein illegales Autorennen quer durch die USA, bei dem sehr unterschiedliche Teilnehmer mit allen Tricks versuchen, als Erste ins Ziel zu kommen. Dabei geraten sie in aberwitzige Verfolgungsjagden, Täuschungsmanöver und komische Zwischenfälle.


Besonders unterhaltsam ist die Mischung aus rasantem Roadmovie, Slapstick und lockerem Ensemblefilm. „Auf dem Highway ist die Hölle los“ lebt von seinem unbeschwerten Ton, den exzentrischen Figuren und dem nostalgischen Charme des Unterhaltungskinos der frühen 1980er-Jahre. Für Freunde klassischer Actionkomödien ist der Film eine vergnügliche Wiederentdeckung mit viel Tempo und guter Laune.

Also es geht los. Der Kartenvorverkauf ist gestartet.

Musiktipp: Lost Themes III von John Carpenter

8. Februar 2021
Mir gefallen die Lost Themes III von Regisseur und Musiker John Carpenter.

Ich bin mit John Carpenters Filmen aufgewachsen und hab sogar ein Webinar über diesen Ausnahmeregiseur meiner Jugend durchgeführt. Wusstet ihr, dass Capenter neben Charlie Chaplin einer der wenigen Filmemacher ist, der die Musik zu seinen Filmen auch gleich mitkomponierte. Und veröffentlicht wurden enorm wichtige Scores von ihm – Assault, Halloween, Fog. Minimalistische Filmmusik für eine ganze Generation und wenn mal ein anderer Musik zu seinen Filmen geschrieben hat, bat er um Reduktion. Zu Ennio Morricone soll er bei The Thing gesagt haben: „Weniger Noten.“

Um den Filmemacher John Carpenter ist es in den vergangenen Jahren eher ruhig geworden. Sein letzter Film war the Ward von 2010, der mir ganz gut gefallen hat. Die Musik John Carpenter’s the Ward dazu hat er allerdings nicht mehr geschrieben, sondern ein gewisser Mark Kilian. Carpenter hält derweil die Hand auf als Produzent, nachdem sein Michael Myers wieder Fahrt in Halloween wieder aufgenommen hat.

Aber so ganz hat sich Carpenter mit seinen 73 Jahren nicht auf Altenteil zurückgezogen. Seit ein paar Jahren veröffentlicht der Meister des Bildes nun Musik ohne Filme – seine Lost Themes. Eine schöne Idee – eine Art Programmmusik der Neuzeit. Jetzt hat John Carpenter sein Album Lost Themes III: Alive After Death vorgelegt und er bleibt grundsätzlich seinem Stil der beiden Vorgängeralben Lost Themensuche I und II treu. Musik zu Filmen, ohne dass die Filme gedreht wurden. Und er hat sich wie bei den beiden Vorgängern Hilfe in Form von Sohn Cody und Patensohn Daniel Davies (Sohn von Dave Davies von den Kinks) geholt.

Für mich die klaren Anspieltipps the Dead Walk und Weeping Ghost, die schön an den Synthi-Sound von damals erinnert. Die Titel sind alle wunderschön trashig plakativ „Vampire’s Touch“, „Skeleton“, „Carpathian Darkness“ und mehr.

Also die ganze Sache ist etwas für Film- und Musikfreunde von John Carpenter, der einstmals auch mit seiner Musik auf Tour war. Aber in Corona-Zeiten holen wir uns sein Schaffen eben aus der Konserve.

70. Geburtstag von John Carpenter – meine Erinnerungen

17. Januar 2018

Einstmals stand John Carpenter für den Horrorfilm der siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhundert. Jetzt ist der Regisseur und Musiker 70 Jahre alt geworden. Für mich bedeutete in meiner Jugend der Name Carpenter eine neue Art von fantastischen Film.

Das erste Mal, dass ich einen Film von John Carpenter gesehen habe, war wohl the Fog – Nebel des Grauens. Es war ein solider Gruselfilm, der spannend gemacht war. Das Böse blieb zumeist im Nebel verborgen und fand mehr in meinem Kopf statt. Der Film war eine klassische Fortsetzung des Gruselfilms aus alten Zeiten. Als ich meine Liebe zu Stanley Kubrick entdeckte, übertrug sich diese Zuneigung auch auf Carpenter. Sein Dark Star war eine großartige Antwort auf Kubricks 2001 mit all seinen philosophischen und religiösen Aspekten. „Es werde Licht“ ist einfach ein fulminantes Ende eines Films und die Diskussion mit einer Bombe halte ich für ein Highlight der Filmgeschichte.
Dann führte John Carpenter die Figur Michael Myers ein und änderte den Horrorfilm komplett. Das Böse kam nicht mehr aus fernen Landen, sondern war mitten unter uns. Horror zog in die Nachbarschaft ein. Mit Halloween lieferte Carpenter einen Slasher-Film ab, der Folgen für die ganze Branche haben sollte. Die Hauptdarstellerin Jamie Lee Curtis, die Queen of Scream, überlebte das Morden, weil sie brav, verantwortungsvoll und zurückhaltend war. Viele Stunden konnte ich über den Film und seine Hintergründe diskutieren. Halloween II war deutlich schwächer, es gab mehr Brutalitäten und Blut. Es war der erste Film, den ich alleine als Jugendlicher im Kino angeschaut habe. Natürlich war ich noch keine 18 Jahre alt und schaffte es trotzdem in meiner Heimatstadt ins Capitol-Kino. Ich hatte mehr Angst erwischt zu werden als Angst vor Michael Myers und trotzdem es kein guter Film ist, verbinde ich gute Erinnerungen daran.
Dann kam Snake Plissken, die Coolness pur. Er war für uns 1981 eine Ikone, der Vorläufer des Cyberpunks. Wir Jugendliche lachten uns über den deutschen Titel schlapp „Die Klapperschlange“, dabei hatte Snake doch eine Kobra auf den Bauch tätowiert. Snake war einfach cool, erinnerte an John Wayne und nicht diese Typen von heutigen Actionstars. Carpenter machte auf Fritz Lang und immer wieder schaue ich mir die Sache gerne an, die Fortsetzung war allerdings für die Tonne.
Christine mochte ich wegen des tollen Autos und als damaliger Stephen King-Fan musste ich mir den Film im Kino ansehen. Horrorfeeling kam keines mehr auf, dafür war der Film zuviel Pop Corn-Kino. Heimlicher Star war natürlich das Auto. Zweifel hatte ich, ob mir Carpenters Version von Das Ding aus einer anderen Welt gefallen würde. Ich mochte den alte schwarzweiß-Streifen mit seiner Angst vor der sowjetischen Bedrohung und der außerirdischen Rübe. Carpenter war ohne Politik, dafür ein wunderbares Kammerspiel mit erstaunlichen Effekten – und das vor CGI.
Dann kamen und gingen die Filme von Carpenter. Es gab immer noch große Momente in Sie leben, eine Mediensatire. Dann der Absturz mit Ghosts from Mars, Dorf der Verdammten und kleinere Independent Sachen und ein paar gute Szenen aus Vampire. Aber für mich war das Zeitalter von John Carpenter vorbei. Neue Stars hatten den Regiestuhl bestiegen. Rob Zombie setzte das Erbe von Carpenter fort.
Ab und zu schaue ich mir noch einen seiner Filme auf DVD oder Blu ray an. Und trotzdem ist Carpenter bei mir ständig präsent und zwar durch seine Musik. Die Scores zu seinen Filmen sind genial und laufen immer wieder. Assault, Halloween und der ganze Spaß. Ich suche noch immer die Musik von The Thing und habe die beiden Lost Themes 1 und 2 gehört, mit denen Carpenter samt Sohnemann auf Tour geht. Ich merke schon, ich muss einen eigenen Blogpost mal über die Musik von Carpenter machen. Aber jetzt erst einmal: Alles Gute zum 70. Geburtstag lieber John Carpenter.

Und als ich so beim Durchblättern von Soundtracks war, fiel mir ein schönes Buch in die Hände, das ich schon fast vergessen hatte: On Set with John Carpenter. Es ist eine Art Familienfotobuch mit den frühen Filmen von Carpenter. Die Fotografin Kim Gottlieb-Walker machte viele schöne Bilder hinter den Kulissen und war die offizielle Set-Fotografien von frühen Produktionen, die ich so gerne mag. Die meisten Fotos sind in Schwarzweiß und es gibt viele Anekdoten von den Schauspielern und Produktionsmenschen. Es ist keine tiefgründige Filmtheorie, zeigt aber, wie früher Carpenter-Filme ohne große Hollywood-Maschinerie funktioniert haben. Ein empfehlenswertes Buch und gerade zum 70. Geburtstag ein schönes Geschenk für Filmfans.