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Gedanken zum 50. Geburtstag von Michael Schumacher

3. Januar 2019

Heute wird Michael Schumacher 50. Jahre alt und natürlich gratuliere ich dem vielfachen Weltmeister zum Geburtstag und wünsche ihm alles Gute. Er kann sicher die Genesungswünsche brauchen. Michael Schumacher hatte bei einem Skiunfall im Dezember 2013 ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Es gibt so gut wie keine Meldungen über seinen aktuellen Gesundheitszustand. 

Gestern, am Tag vor seinen 50. Geburtstag, hatte sich seine Familie via Facebook gemeldet und den Fans für die Grüße und Wünsche gedankt: „Wir freuen uns darüber und möchten uns von ganzem Herzen bedanken dafür, dass ihr Michaels 50. Geburtstag morgen gemeinsam mit ihm und mit uns feiert.“ 

Familie Schumacher dankt und bittet um die Achtung der Privatsphäre.

Familie Schumacher dankt und bittet um die Achtung der Privatsphäre.

Im Netz lese ich neben vielen Genesungswünschen immer wieder Kommentare mit Forderungen nach Infos über seinen aktuellen Gesundheitszustand. Meinungen wie: Früher waren wir Fans gut genug und heute sind wir denen nichts mehr wert. 

Nun, Michael Schumacher ist natürlich eine Person der absoluten, nicht nur der realtiven Zeitgeschichte, aber solch dumme Kommentare hat der siebenfache Formel 1-Weltmeister nicht verdient. Wer ein wirklicher Fan oder einfach nur ein Mensch mit Manieren ist, für den gilt meiner Meinung nach: Lasst den Mann und seine Familie einfach in Ruhe. Wenn es entscheidende Fortschritte über seinen Gesundheitszustand gibt, wird es uns die Familie schon mitteilen, aber sonst einfach Fresse halten. 

Die Familie Schumacher dazu in Facebook: „Bitte habt Verständnis, wenn wir uns nach Michaels Wünschen richten und ein so sensibles Thema wie Gesundheit, so wie früher auch immer, in der Privatsphäre belassen.“

Natürlich sollen die Fans an Schumachers Geburtstag ihr Idol feiern und sich an die sportlichen Erfolge erinnern. Das steht außer Frage. Aber das permanente Einforderung des Gesundheitszustandes geht meiner Meinung nach zu weit. 

Und nachdem je mittlerweile jede durch soziale Netzwerke ein Massenmedium ist, wird im Falle Michael Schumacher schlimmer Schindluder getrieben. Fake News verbreiten sich in Windeseile. Ich habe hier eine solche Falschmeldung, die ich in meinen Seminaren über Fake News verwende. Mit dem Kommentar „Ruhe in Frieden“ wird über den Tod des Rennfahrers berichtet. „Michael Schumacher nach jahrelangen Kampf verstorben – Welt“ Durch den Zusatz „Welt“ wird der unbedarfte Leser aufs Glatteis geführt, denn man nimmt an, dass es sich um die Springer-Zeitung „Die Welt“ als Quelle handelt. Es ist aber alles komplett gelogen. Und es ist einfach nur ekelhaft.

Fake News zum vermeintlichen Tod von Schumacher. Ekelhaft.

Fake News zum vermeintlichen Tod von Schumacher. Ekelhaft.

 

Live dabei in Le Mans

15. Juni 2014

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Steve McQueen, der leider 1980 verstarb, war ein Held meiner Kindheit und je älter ich werde, desto mehr merke ich, wie cool und stilprägend Steve McQueen war. Seine Coolness ist schlichtweg wahnsinn. Und ener meiner Lieblingsfilme ist natürlich Le Mans, ich liebe den Film und den Soundtrack Le Mans von Michel Legrand.

Zu Autorennen habe ich ein gespaltenes Verhältnis. Ich schaute mir kaum ein Schumacher-Rennen in der Formel 1 an, aber Le Mans finde ich faszinierend. 24 Stunden im Kreis zu fahren ist eine riesige Beanspruchung für Mensch und Material. DIeses Jahr bin ich live dabei – nicht in Frankreich, sondern vor meinem Mac und unterwegs am iPad.

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Zum ersten Mal erlebe ich ein 24 Stunden Rennen von Le Mans aus der Sicht der beteiligen Fahrer. Es ist wie Playstation, nur echter, nur intensiver.

Audi hat eine live Internetverbindung geschaltet und überträgt das Rennen von Le Mans live aus der Sicht der beiden Audi-Piloten Marc Gené und Marcel Fässler Beide fahren in Hypridfahrzeugen Audi R18 e-tron quaatro und zeigen eindruchsvoll, das Hyprid in Deutschland machbar ist.

Ich bin Audi für diesen technischen Aufwand der Übertragung sehr dankbar. Wie in einem Videogame bin ich im Cockpit dabei und kann das Rennen live verfolgen. Ich sehe die Anstrengungen. Mir bleibt den waghalsigen Überholmanövern fast das Herz stehen. Wenn das Saftey Car auf die Bahn fährt, werden die Fahrer nervös. Wo ist der Unfall, was ist passiert? Und interessant ist auch, der Boxenstop. Der Rennbolide von Audi fährt durch die Boxengasse und wir sind live dabei. Vorsprung durch Technik gilt nicht nur im Autobereich, sondern auch in der Berichterstattung eines solchen Mega-Rennens.

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Es gbt noch einen offiziellen Stream des Veranstalters, aber der ist für mich deutlich langweiliger.

Nach 16 Jahren Pause ist wieder Porsche mit am Start. Für Porsche fährt Ex-Formel-1-Pilot Mark Webber. Das macht das Rennen von Le Mans wieder richtig spannend. Favorit in der Königsklasse von Le Mans war aber Toyota, aber Kazuki Nakajima fiel heute morgen mit dem  Toyota #7 aus. Und Steve McQueen schaut von oben zu.

Das Rennen dauert noch bis Sonntag um 15 Uhr.

Ach ja: Für die Tcehnikfans hier ein paar Daten über die beiden Audis: Wikipedia sagt zu den  R18 e-tron quattro-Audios: Der R18 e-tron quattro ist eine Modellvariante des R18 ultra mit Hybridantrieb. Mit der Überarbeitung zum R18 ultra wurden auch zwei verschiedene, austauschbare Antriebsversionen konzipiert. Das Chassis des R18 e-tron quattro ist mit dem des R18 ultra völlig identisch, besitzt aber zusätzlich zum konventionellen Hinterradantrieb des R18 ultra mittels Dieselmotor ein Hybridsystem im Motorraum und einen zuschaltbaren Vorderradantrieb mittels Elektromotor/Generator-Einheiten, die als Nutzbremsen einen Teil der Bremsenergie als elektrischen Strom zurückgewinnen können. Darüber hinaus hat der R18 e-tron zusätzlich auch einen Schwungrad- oder Gyrospeicher zur kurzfristigen, kinetischen Zwischenspeicherung von Bremsenergie.

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