Posts Tagged ‘Einkaufswagen’

Corona-Virus: Tag 44 der Ausgangsbeschränkung – Mein Kommentar: Masken achtlos in die Gegend geworfen

4. Mai 2020
Klarer Hinweis bei Alberto.

Klarer Hinweis bei Alberto.

Wer beim Bahnhof Maisach aufmerksam hinschaut, findet immer wieder wild abgelagerten Hausmüll, der dann auf unsere Kosten vom Bauhof entsorgt wird. Seit der Maskenpflicht durch Corona gibt es aber eine neue Art von Müll, die überall in der Gemeinde herumfliegt: Masken und Handschuhe.

Ich verstehe meine Mitmenschen nicht. Achtlos werden Maske oder Handschuhe in die Gegend geworfen. Mir doch egal, wer meinen Dreck aufräumt, lautet wohl das Motto. Da bekomm ich echt Puls. Noch heftiger wird es, wenn Dreckschweine ihre Maske in einem Einkaufswagen liegen lassen und man als nächster Kunde dann den Wagen mit der gebrauchten Maske nutzen soll. Das ist schlichtweg eine Unverschämtheit und eine riesengroße Sauerei.

Die gebrauchten Masken gehören in den Restmüll. Ich habe schon welche beim kleinen Wertstoffhof am Bahnhof gesehen, die im Papiercontainer lagen. Aber nein, gebrauchte Masken eignen sich nicht zum recyceln. Ebenso Taschentücher und Desinfektionstücher – nicht einfach in die Toilette, sondern besser in den Restmüll. Sollte jemand an Corona erkrankt sein, dann Masken und Tücher in einen Plastikbeutel und den gut verschlossen in den Restmüll. Die Müllabfuhr fasst den Müll nicht an und der Restmüll wird in der landkreiseigenen Verbrennungsanlage Geiselbullach automatisiert verbrannt. Jeder händische Kontakt mit dem Müll wird vermieden und dennoch gehören Corona-Masken in einen Beutel.
Was meint ihr? Mich regt es in der Krise maßlos auf, dass manche Mitmenschen sich ungehörig aufführen. Oder ist es der Lauf der Dinge bei Corona und Ausgangsbeschränkung in Maisach?

Corona-Virus: Tag 31 der Ausgangsbeschränkung – Schlange stehen will gelernt sein – Denkt an Maske und Abstand

21. April 2020

Die Corona Krise hat viel verändert – auch bei uns im Dorf. Die Hektik des Alltags ist aus unserem Leben gewichen. Es ist durch die Ausgangsbeschränkung zwangsläufig ruhiger in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck geworden. Manche nennen es Demut. Und ich habe gelernt, mich in eine Schlange einzureihen. Schlange stehen kannte ich aus der DDR, jetzt lernte ich es auch in Maisach.
Ich höre viele Stimmen, die zur Vorsicht und Umsicht mahnen. Und natürlich habe ich die zweite Regierungserklärung des Ministerpräsidenten gestern im Web verfolgt. Ab nächste Woche gibt es eine Maskenpflicht oder formal ausgedrückt, eine Verpflichtung zu Mund-Nasenschutz in ÖPNV und Geschäften.

Vielleicht liegt es an meinem Tropenhut, aber die Leute schauen mich doof an.

Vielleicht liegt es an meinem Tropenhut, aber die Leute schauen mich doof an.

Ich hoffe, dass sich die Maisacher daran halten. Im Moment habe ich das Gefühl, dass man noch wie ein Alien angeschaut wird, wenn man mit Maske ein Geschäft betritt, dumme Sprüche inklusive. Aber dies wird sich ändern – hoffentlich. Ich habe keine Lust auf eine Verlängerung des Lockdowns, der mich meine Aufträge gekostet hat.

Masken auch beim Edeka Leich.

Masken auch beim Edeka Leich.

Jetzt geht es für uns alle ans Masken kaufen – oder selbst produzieren. Die Stoffgeschäfte in Maisach und Fürstenfeldbruck haben wieder geöffnet und versorgen den Hobbynäher mit Nachschub. In Fürstenfeldbruck habe ich auf dem Weg zum Arzt eine lange Schlange vor Stoffe Egert gesehen.

Schlange vor Stoffe Ebert in FFB.

Schlange vor Stoffe Ebert in FFB.

In Maisach ist die Lage scheinbar entspannter. Der Schürzenmichl von Michaela Furthmann in der Bahnhofstraße 17 hat Stoffe. Seit 15. April hat das Geschäft eine Sondergenehmigung. „Wir haben Kurzwaren und Stoffe da, für alle die sich selbst eine Behelfsmaske nähen möchten“, heißt es auf der Website. Zudem näht man dort benötigte Behelfsmasken.


Beim Edeka Leich gibt es so genannte Community-Masken an der Kasse zu erwerben. Und Carmen Convent, die ich unlängst in meinem Blog vorgestellt habe, hat Masken und Stoffe in Racker‘s Patchwork „Nähwerkstatt“ in der Wiesenstraße 5a in Maisach. Die Masken können über Racker‘s Patchwork „Nähwerkstatt“ auf Facebook, per Email info@rackers-patchwork.de  und telefonisch geordert werden.

Und neben der Maskenpflicht gilt nach wie vor die Abstandsregelung. Das scheint bei vielen in Vergessenheit geraten zu sein. Nur weil man eine Maske trägt, gilt weiterhin Abstand halten. Am Wochenende hat es bei Albertos Eisdiele super geklappt. Das Wetter passte und die Menschen stellten sich brav an und hielten Abstand. „Ich bin begeistert, wie gut und vorbildlich sich unsere Kunden benommen haben und ich bin sicher, es bleibt so“, sagte mir Alberto.

Auch bei der Post in Fürstenfeld bildete sich eine lange Schlange vor der Hauptpost. Wer etwas brauchte, musste eine längere Wartezeit in Kauf nehmen.

Nachdem gestern die Bau- und Gartenmärkte geöffnet hatten, ging es dort diszipliniert zu. Das macht mir Mut, dass es nicht zu einem Rückschritt in Sachen Corona kommt. Beim Gartencenter Würstle kamen die Käufer schubweise – als ich vorbeischaute, war das Gelände besucht, aber die Käufer hielten den Abstand ein. Auch an der Kasse war entsprechend beschildert. Die Mitarbeiter des Gartencenters trugen Masken und hielten bei ihren Beratungsgesprächen den Abstand ein.

Auch beim Hagebau – familienintern Hasenbau genannt – ging es gesittet zu. Ordner achteten am Eingang darauf, dass sich keine Staus bildeten. Und Besucher durften nur mit Einkaufswagen den Markt betreten. Das vorbereitete Schild „Wegen hoher Kundenfrequenz vorübergehend geschlossen“ war bei meinem Vorbeischauen noch verdeckt.

Warten am Kofferband

17. September 2008

Wenn möglich, dann gebe ich am Flughafen mein Gepäck nicht gerne auf. Bisher ist es nur einmal nicht an meinem Bestimmungsort gelangt, sondern traf ein paar Tage später ein. Wenn möglich, deklariere ich mein Gepäck als Handgepäck. Hier muss ich mich zwar auf das Notwendigste beschränken, doch es hat einen enormen Vorteil: Ich muss nicht bei der Gepäckausgabe warten. Falls ich einmal doch Gepäck aufgebe, stelle ich mir die Frage: Warum kommt mein Gepäck eigentlich erst immer gegen Ende aufs Gepäcksband? Alle Leute greifen zu ihren Koffern und steuern den Ausgang an, nur ich warte wie ein Blöder am Gepäckband auf meine Koffer. Komisch, wenn ich darüber nachdenke, dann ist es ein ähnliches Phänomen an der Kasse. Kaum reihe ich mich mit meinem Einkaufswagen in einer Schlange ein, weiß ich auch schon, dass irgendwas passieren wird. Vielleicht rennt die Kassiererin weg und muss Obst nachwiegen. Vielleicht folgt der Ausspruch „Storno Kasse drei, Frau Maier bitte!“ Aber ich will nicht meckern. Vor kurzem habe ich das große Los gezogen. Nach einem 13 Stunden Flug aus LA war mein Koffer der erste auf dem Gepäckband am Flughafen. Das Gepäck des ganzen Fliegers kam hinter mir. Der Grund? Ganz einfach: In LA wurde ich gefragt, ob ich für 500 Euro zurücktreten und erst einen Tag später fliegen würde. Ja das würde ich gerne. Also bekam mein Koffer ein rotes Band und ich musste ganz regulär einchecken. Wenn mein Platz vergeben wird an einen Vielflieger, dann finden die Loader mein Gepäck schneller. Aber es kam kein Senatorkarteninhaber und ich durfte mitfliegen. So war ich der erste am Band.