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Facebook-Werbung boomt weiter

27. April 2014

Das Anzeigengeschäft von Facebook wächst weiterhin: So stiegen in Q1 die Click-Through-Rate (CTR) und die Ad Impressions um 20 beziehungsweise 41 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Adobe hat super interessantes Zahlenmaterial zusammengestellt. Während darüber hinaus der Revenue per Visit (RPV) von Facebook kommend im gleichen Zeitraum um 2 Prozent zunahm, sank er nach einem starken Weihnachtsgeschäft bei Twitter um 23 und bei Tumblr um 36 Prozent. Das ergab der aktuelle Social Media Intelligence Report von Adobe, der quartalsweise die Entwicklung von Paid, Earned und Owned Social Media erfasst.

Aufgrund des umfangreichen Datensets ist der Adobe Social Media Intelligence Report die branchenweit umfassendste Analyse. Sie basiert auf 260 Milliarden Ad Impressions auf Facebook, 226 Milliarden Facebook Posts, 17 Milliarden Referred Visits von sozialen Netzwerken und 7 Milliarden Interaktionen mit Marken inklusive Kommentare, Likes und Shares. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden aus Daten der Adobe Marketing Cloud aggregiert.

„Social Media ist auch im ersten Quartal des Jahres gewachsen – der erwartete Einbruch nach dem guten Weihnachtsgeschäft blieb aus“, sagte Tamara Gaffney, Principal Analyst Adobe Digital Index. „Marketer erreichen ihre Zielgruppen immer besser über verschiedene Social Media-Kanäle und Unternehmen wie beispielsweise Facebook ändern ihre Algorithmen und ergänzen Funktionen wie die automatische Wiedergabe von Videos. Das beeinflusst Marken und die Nutzung von Inhalten durch die User.“

facebook

 

Weitere interessante Ergebnisse der Studie:

– Paid Social Media: Die Werbeklicks und Ad Impressions bei Facebook steigen, wobei die Klicks stärker zunehmen. Sie wuchsen um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 48 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Bei den Ad Impressions waren es 40 beziehungsweise 41 Prozent. Die CTR explodierte geradezu im Jahresvergleich um 160 Prozent, im Quartalsvergleich nahm sie 20 Prozent zu. Jedoch sanken die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook um 2 Prozent innerhalb eines Jahres und um 11 Prozent im Vergleich zum starken Vorquartal.

– Earned Social Media: Die Marken-Posts mit eingebetteten Videos nahmen in Q1 deutlich an Fahrt auf – mit 58 Prozent mehr Interaktionen im Quartals- und 25 Prozent mehr im Jahresvergleich. Die Abspielraten von Facebook-Videos erhöhten sich innerhalb eines Jahres um 785 Prozent und im ersten Quartal um 134 Prozent. Das automatische Abspielen von Videos wurde von Facebook im vierten Quartal 2013 eingeführt. Rein textbasierte Marken-Posts auf Facebook verlieren an Marktanteil und die Interaktionsraten sinken, aber Posts mit Links stiegen um 167 Prozent im Quartals- und 77 Prozent im Jahresvergleich.

– Owned Social Media: Der von Twitter und Facebook ausgehende Revenue per Visit erhöhte sich zum Vorjahr um 5 beziehungsweise 11 Prozent. Allerdings sank der RPV von Twitter um 23 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der von Tumblr kommende RPV stieg um 55 Prozent zum Vorjahr und ging um 36 Prozent im Quartalsvergleich zurück. LinkedIn glänzte mit einem 15-prozentigen Marktanteil an Social Traffic auf B2B-Hightech-Seiten. Nur Facebook erzeugte in diesem Bereich mehr Traffic in Q1 mit einem Marktanteil von 52 Prozent.

 

Einzelhandel: Soziale Netzwerke bringen mehr Traffic und mehr Umsatz

31. Januar 2014

Soziale Netzwerke werden immer stärker zu Traffic- und Umsatztreibern für Retail-Webseiten. So schreibt es Adobe in seiner neuesten Ausgabe des  Q4 2013 Social Media Intelligence Reports. Ich finde diese Aussage interessant, denn bisher waren soziale Netzwerke nicht dafür bekannt, dass sie sich unmittelbar auf dem Umsatz auswirken.

Social Media bringt Kohle.

Social Media bringt Kohle.

In meinen Seminaren erklärte ich, dass Kommunikation in sozialen Netzwerke bemerkbar macht bei: Markenbildung, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von Mitarbeitern oder Marktforschung. Umsatzerhöhung spielte nicht so die Rolle, außer man ist Amazon und Co. Das scheint nach dem Adobe-Report nicht mehr zu gelten. Die Studie gibt es hier.

Laut Adobe hat sich im letzten Quartal 2013 der Umsatz pro Webseitenbesucher (Revenue per Visit, RPV) aus Tumblr innerhalb eines Jahres um 340 Prozent erhöht. Es folgen Pinterest mit einem Plus von 244 Prozent, Twitter mit 131 Prozent und Facebook mit 72 Prozent. Angestiegen ist auch der soziale Traffic auf Retail-Webseiten, Facebook wird dabei immer stärker von seinen Wettbewerbern unter Druck gesetzt, denn die größte Dynamik in Q4 zeigen Twitter und Pinterest mit einem Wachstum von 125 beziehungsweise 89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Beim genauen Hinschauen stellt sich heraus, dass das Zahlenmaterial Material aus den USA und GB ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich der deutsche Markt anders entwickelt. Meine Erfahrung: Tumblr und Pinterest spielen hierzulande noch keine große Rolle. Das deutsche Urheberrecht macht Tumblr und Pinterest einen fetten Strich durch die Rechnung

Dennoch sind die vorgelegten Zahlen interessant. Die Analyse von Paid, Earned und Owned Social Media-Trends erfolgte vom 4. Quartal 2012 bis zum 4. Quartal 2013 und basiert auf aggregierten und anonymisierten Webseiten-Daten aus den Branchen Einzelhandel, Medien, Unterhaltung und Reisen. Dazu wurden 240 Milliarden Anzeigenimpressionen auf Facebook, über 1,5 Milliarden Facebook Posts, 500 Millionen Unique Visitors sozialer Netzwerke und 6,3 Milliarden Facebook-Interaktionen (Comments, Shares und Likes) ausgewertet. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden der Adobe Marketing Cloud entnommen.

 

Die zentralen Ergebnisse sind:

– Paid Social Media: Das zunehmende Engagement der Konsumenten steigert die Attraktivität von Facebook-Anzeigen. So wuchsen die Click-Through-Raten (CTR) im Jahresverlauf um 365 Prozent und die Kosten pro Tausend Impressions (CPMs) um 437 Prozent. Die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook blieben nahezu unverändert, absehen vom einem 29 prozentigem Ausschlag nach oben während der Weihnachtszeit. Das Volumen der Facebook Ad Clicks stieg im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent.

– Owned Social Media: Der Revenue per Visit (RPV) sozialer Netzwerke hat, vor allem während der Weihnachtszeit, einen neuen Höchststand erreicht: Der RPV wuchs im Quartalsvergleich bei Twitter (84 Prozent), Pinterest (69 Prozent), Tumblr (38 Prozent) und Facebook (31 Prozent). Während Facebook im untersuchten Zeitraum weiterhin den meisten Traffic beisteuerte, übertraf Pinterest im 4. Quartal in Großbritannien den RVP von Facebook. Das gleiche wird dieses Jahr auch mit Blick auf die USA erwartet.

– Earned Social Media: Die Interaktionen mit Marken-Posts auf Facebook stiegen innerhalb eines Jahres um 180 Prozent, die Impressionen der Posts nahmen gleichzeitig um 150 Prozent zu. Posts mit Bildern erzeugten eine um 650 Prozent höhere Interaktionsrate als reine Text-Beiträge (plus 10 Prozent), die Interaktion mit Posts, die Links, Texte oder Videos enthielten, ging insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurück.