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Urlaub daheim: Räuber-Kneißl-Radweg

27. Juli 2020
Kneißl-Rastplatz in Überacker.

Kneißl-Rastplatz in Überacker.

Wenn ich dieses Jahr schon nicht in den Urlaub fahre und aufgrund Corona zu Hause bleibe, will ich meine Heimat näher erkunden. Da trifft es sich gut, dass der Räuber Kneißl Radweg vor kurzem offiziell eröffnet wurde. Ich hab den Weg vor der Eröffnung während der ersten Corona-Welle mal abgefahren und darüber mit vielen Videos gebloggt. Hier der Link zu meinen ersten Eindrücken.
Jetzt kam eine Einladung der WestAllianz ins Postfach, die eine Presse- und Bloggertour des Räuber Kneißl Radwegs in meiner Heimatgemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck durchführten. Klar, bin ich da mitgefahren. Neben Bewegung gab es auch Geschichte und Kultur zu erleben. Die Themen-Strecke ist in vier Etappen unterteilt und führt über 110 Kilometer durch die Gemeinden Bergkirchen, Gröbenzell, Karlsfeld, Maisach, Sulzemoos, Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn, die im Wirtschaftsverbund WestAllianz zusammengeschlossen sind. Was die WestAllianz eigentlich ist, erklärte Helmut Zech, Leiter der Arbeitsgruppe Naherholung und Tourismus der WestAllianz und gleichzeitig Bürgermeister von Pfaffenhofen a.d. Glonn. Er erklärte uns in Maisach den Hintergrund in diesem Video.

Auf der Website www.räuber-kneissl-radweg.de gibt es Hintergrundinformationen zum Radweg, zudem stehen die GPS-Daten der Etappen, die offizielle Radwanderkarte sowie ein Audio Guide zum Download bereit. Der kleine Tross von Medienmenschen ist natürlich nicht die ganze Strecke geradelt, sondern haben symbolisch rund 10 Kilometer des Kneißl-Radwegs erkundet (und sogar dabei noch abgekürzt). Hier ein Zeitraffervideo unserer Tour von Maisach über Überacker und Frauenberg.

Das neue Ausflugsziel ist nach Mathias Kneißl (1875-1902) benannt, der in den Gemeinden der WestAllianz gelebt hat und als „Kneißl Hias“, „Räuber Kneißl“ oder auch „Schachenmüller- Hias“ in die Lokalgeschichte einging. Zahlreiche Bücher, Schriften, Lieder, Filme und Theaterstücke widmeten sich seinem Leben, das von Armut und Dramatik, aber auch von Kriminalität geprägt war.

„Wir haben einen Themenweg geschaffen, der nicht nur landschaftlich überaus vielseitig ist und entlang vieler Attraktionen des Münchner Westens führt“, betont Helmut Zech. „Vielmehr erfährt man an den Informationstafeln in den Gemeinden auch viel Wissenswertes rund um das Leben von Mathias Kneißl, an dem sich ja bis heute die Geister scheiden.“ Wichtig war den Organisatoren, den durchaus umstrittenen Namensgeber keinesfalls zu glorifizieren. Die bewegende Geschichte des Räuber Kneißls wurde von Kulturwissenschaftlerin Dr. Annegret Braun erzählt.

Entlang der Strecke sind neun offizielle „Kneißl-Rastplätze“ eingerichtet. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein, zudem gibt es Info-Tafeln rund um den Namensgeber sowie Fahrradständer und eine dekorative Stele, die der Künstler Helmut Fischer entworfen hat. Aber auch zu den Besonderheiten der einzelnen Gemeinden der WestAllianz und zu ihren Sehenswürdigkeiten wird in Wort und Bild informiert. Für den Notfall steht in jeder Gemeinde übrigens auch die nötige Ausrüstung zur Reparatur des Fahrrads bereit.

In der Radwanderkarte zur neuen Räuber-Kneißl-Route eingezeichnet sind lokale Sehenswürdigkeiten wie Klöster, Kirchen, Kapellen, Schlösser, Mühlen, Bademöglichkeiten, E-Bike-Ladestationen und Campingplätze sowie besondere Attraktionen wie der Kneißlkeller in Maisach, das Heimat- und Torfmuseum in Gröbenzell oder die Kapelle Maria Stern in Odelzhausen. Annegret Braun erzählte auch von einem nachgebauten Klassenzimmer wie zu Kneißls-Zeiten in Sulzemoos als Attraktion für die ganze Familie.

Die Streckenabschnitte, Sehenswürdigkeiten, Stationen und Rastplätze im Überblick
Abschnitt 1: Karlsfeld – Gröbenzell (30,2 Kilometer)
Karlsfeld
• Heimatmuseum (www.heimatmuseum-karlsfeld.de) mit E-Bike-Ladestation
• Ludl Kapelle, Andachts- und Feldkapelle von 1899
• Karlsfelder See
• Kneißl-Rastplatz am Waldschwaigsee
Gröbenzell
• Heimat- und Torfmuseum (www.torfmuseum.de) im historischen Schulhaus
• Lochhauser Sandberg, ein botanisches Naturdenkmal
• Kneipp-Anlage im Gröbenbach mit Armbadbecken
• Camping am Langwiedersee
• Kneißl-Rastplatz an der im Jugendstil errichteten Russenbrücke (1916) über den Gröbenbach

Abschnitt 2: Bergkirchen (25 Kilometer)
Bergkirchen
• Sankt Johann Baptist Kirche
• Kleiner Ampersee und Camping bei Geiselbullach
• Romantische, historische Eichenallee „Am Kreuzweg“ in Lauterbach, zu Beginn des
Verbindungswegs zu Abschnitt 3
• Kneißl-Rastplatz am Eisolzrieder See und am Aussichtspunkt in der Nähe der Pestsäule
und Mariengrotte von Kreuzholzhausen

Abschnitt 3: Maisach (23,3 Kilometer)
• Heilig Blut Kirche am Ende des Verbindungswegs von Abschnitt 2 in Einsbach
• Sankt Bartholomäus Kirche in Überacker auf der Strecke nach Maisach
• Sankt Vitus Kirche
• Räuber Kneißl Keller, Wirtshaus und Museum

• Idyllischer Aussichtspunkt vor Aufkirchen
• Kneißl-Rastplatz bei der Kapelle St. Wolfgang in Überacker und am Aussichtspunkt
Weinbergstraße südlich von Frauenberg

Abschnitt 4: Sulzemoos – Odelzhausen – Pfaffenhofen a.d. Glonn (27,3 Kilometer)
• Gut Schloss Sulzemoos und Sankt Johannes Baptist Kirche in Sulzemoos
• Sankt Florians Kirche in Wiedenzhausen und Maria Stern Kapelle kurz vor Odelzhausen
• Schlossgut Odelzhausen und Sankt Benedikt Kirche in Odelzhausen
• Furthmühle zwischen Odelzhausen und Pfaffenhofen a.d. Glonn
• Kirche St. Michael in Pfaffenhofen a.d. Glonn
• Kneißl-Rastplatz in allen drei Gemeinden

Und zum Schluss noch eine nette Fluchtgeschichte vom Räuber Kneißl. In einem Odlfass entkam der gesuchte Mathias Kneißl. Annegret Braun weiß mehr:

App „Leben atmen“ auf einer Radtour nach Istanbul

7. Juli 2010
Die App atem leben ist ein tolles Experiment und kann die Reisebranche auf den Kopf stellen.

Die App atem leben ist ein tolles Experiment und kann die Reisebranche auf den Kopf stellen.

Die Apps sind eigentlich nur kleine Programme, aber ich bin mir sicher, dass sie unser Userverhalten verändern. Ich bin auf eine private, kostenlose App gestoßen, die mit Sicherheit die Reisebranche aufmischen wird. Ich bin live dabei bei einer Radtour von München nach Istanbul. Die App „Leben atmen“ für iPhone und iPad macht es möglich. Das Mac-begeiserte Ehepaar Simone und Anton Ochsenkühn aus dem schwäbischen Obergriesbach begibt sich auf die 2500 Kilometer lange Reise mit per Fahrrad. Mit dabei iPhone und iPad, um über ihre Erlebnisse live zu berichten.

Die App „Leben atmen“ berichtet in Blogform über die Reise in die europäische Kulturhauptstadt Istanbul. Die bevölkerungsreichste Stadt der Türkei ist Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Sobald das Paar Mitte. Juli startet ist, werden die Erlebnisse mit Text und Foto live dokumentiert und auf die App geladen. Diese neue Art von Reisetagebuch ist innovativ und revolutioniert die Reisebranche.

Die User der App „Leben atmen “ erfahren jetzt alles über die umfangreichen Reisevorbereitungen. Seien es die umfangreichen Trainingsvorbereitungen oder die Anforderungen an Mensch und Material. Insgesamt nehmen die beiden Radler 40 Kilogramm Gepäck in jeweils fünf Taschen mit auf ihre Abenteuerreise. Die etwa 2500 Kilometer führen das Paar über Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Mazedonien und Griechenland in die Türkei und dort nach Istanbul. Nach rund sechs Wochen Radtour werden die beiden in der europäischen Kulturhauptstadt ankommen. Auf dem Weg gilt es, die verschiedenen Länder zu entdecken, deren kulinarischen Spezialitäten kennen zu lernen, Traditionen zu erfahren und vor allem Menschen zu treffen und aus diesen Begegnungen zu lernen und zu wachsen. „ Zudem geht es darum, den eigenen Körper zu erfahren und seine Leistungsgrenzen kennen zu lernen“, so Anton Ochsenkühn. Ich bin mal gespannt, was er schreibt.

Funktionen dieser App:

– Übersichtskarte der geplanten Tour

– Tatsachliche Tourdaten

– täglicher Tourbericht (km, h, Höhenmeter, etc.)

– Übersichtskarte in verschiedenen Darstellungen (Karte, Satellit, Hybrid)

– Anzeige der bislang gefahrenen Streckenlänge

– aktuelle Beiträge in Wort und Bild

– Kommentarfunktion für jeden Anwender