Posts Tagged ‘Porzellan’

Neujahrsvorsatz: Keller entrümpeln und dabei ein paar Euro umsetzen

2. Januar 2019

Ich habe in den Weihnachtsferien einen festen Termin. Nicht nur Weihnachten und Silvester, sondern auch Entschlackung in der Form von Keller aufräumen. Das ist ein Vorsatz im neuen Jahr, den ich seit Jahren praktiziere. Es sammelt sich über das Jahr so viel Zeug an, das jetzt einfach weg muss. Loslassen ist die Devise. Für meine Frau geht das Entrümpeln nicht weit genug, sie würde noch mehr finden, aber ein Anfang ist gemacht. 

Jetzt stellt sich die Frage: Wohin mit den Schätzen aus dem Keller? Natürlich wird säuberlich getrennt bei den Wertstoffen: Metall, Holz, Altpapier, Glas, Restmüll. Aber was mache ich mit den Sachen von Wert, und ich meine nicht nur ideellen Wert?

Vieles wird verschenkt. Ich bin Mitglied in einer Facebook-Gruppe „Verschenks FFB“. Dort stelle ich Sachen ein und in der Regel finden die Sachen schnell einen Abnehmer. Ich bin begeistert. Da sage noch einer, dass Facebook keinen Nutzen habe. 

Hilfstransport nach Togo

Einige Sachen gehen nach Togo. Ich bin Mitglied in einer Hilfsorganisation Aktion PiT Togohilfe Maisach. Dort packen wir jeden Monat einen Schiffscontainer für das afrikanische Land. Viele guterhaltende Sachen wandern dorthin. Gegen eine Transportspende werden meine Rucksäcke, Taschen usw. nach Afrika geliefert. Optiker sammeln über das Jahr Brillen für mich, die ich vor Weihnachten einsammle. Die Aktion PiT Togohilfe macht übrigens viele weitere wichtige Aktionen – schaut doch mal auf die Website. 

Hilfsgüter für Togo.

Hilfsgüter für Togo.

Öffentlicher Bücherschrank

Bücher, die ich gelesen habe oder nicht lesen will, wandern bei uns in den örtlichen Edeka Leich in Maisach. Dort gibt es einen öffentlichen Bücherschrank. Nach dem Einkaufen schaue ich immer wieder rein und hab schon tolle Sachen gefunden, die ich schon lange gesucht habe. Wenn so ein System wie ein öffentlicher Bücherschrank funktionieren soll, dann darf ich nicht nur nehmen, sondern muss auch geben. Also kommen viele Bücher dorthin. 

Hier ein Video von Beginn des Bücherschrankes. Heute ist der Schrank voll.

Verkauf über Apps wie Momox, ReBuy und Co

Sind es Bücher, DVDs, CDs, Blurays mit einem ISBN-Code, dann verwende ich zwei Verkaufsplattformen im Netz. Momox und ReBuy. Beide haben Apps für iOS und Android. Ich scanne den ISBN-Code und die Plattform macht mir ein Angebot. Ich verwende zwei Smartphone und lasse je eine App auf dem Smartphone laufen, um zu sehen, wer das höhere Angebot macht. Leider läuft die ReBuy-App nicht immer zuverlässig trotz Software-Aktualisierung. Ach ja Angebote: Die vorgeschlagenen Angebote sind nicht enorm, aber es ist ein nettes Zuckerl. Das verkaufte Material kommt in einen Karton und geht auf Kosten von Momox und ReBuy an die jeweiligen Plattformen. Das Geld kommt eine Woche später aufs Konto. Es sind keine großen Summen, aber es geht ja um Entrümpelung des Kellers. 

Es gibt noch eine App namens Studibuch, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Hier kann man Studien- und Schulbücher verkloppen. Bücher aus dem Studium habe ich kaum noch welche. Die sind einem Wasserschaden mal zum Opfer gefallen. Die App hab ich trotzdem, falls doch noch Bücher aus den unendlichen Kellern auftauchen. 

Die klassische Verkaufsplattform eBay und eBay Kleinanzeigen nutze ich nur noch ganz selten. Mir ist in der Regel der Aufwand zu groß. Meine persönlichen eBay-Zeiten sind im Moment vorbei. Ich habe zwar noch Kisten von Porzellan und Keramik im Keller, müsste mich aber erst mal über die Herkunft und Wert des Material beschäftigen. Dafür fehlt mir aber die Zeit, bzw ich will sie mir nicht nehmen. Übrigens, ich habe noch ein Masterkeyboard zum Verkauf. Ein SL-880 von Fatar – es hat der Familie gute Dienste erwiesen, aber wir sind jetzt auf ein klassisches Klavier umgestiegen. Wer es samt Klavierstuhl und Midischnittstelle käuflich erwerben will, bitte melden. 

Das Masterkeyboard SL-880 von Fatar muss auch raus.

Das Masterkeyboard SL-880 von Fatar muss auch raus.

Amazon Marketplace habe ich noch nicht ausprobiert. Es klingt verlockend, aber im Moment scheue ich noch den Aufwand. Mal sehen, was die Zukunft bringt. 

Mit den Marketplace-Anzeigen in Facebook habe ich grundsätzlich gute Erfahrungen gemacht. Aber bei einigen Käufern nervt die Kommunikation, weil sie es gerne so oder so hätten, 1000 Fragen haben. Bei manchen verstehe ich die Anfragen auch gar nicht, weil ich deren Landessprache nicht spreche und sie wohl meine auch nicht. 

Regalmeter mieten

In der Kreisstadt Fürstenfeldbruck, ein paar Minuten von mir, gibt es die Möglichkeit in der Innenstadt in einem Laden Regalmeter für einen gewissen Zeitraum zu mieten. Dann kann man dort seine Waren verkaufen. Den Laden gibt es schon einige Zeit und ich bin als Käufer ab und zu vor Ort, habe aber noch nichts verkauft, dafür darüber gebloggt.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

Kunden können die Regale mieten und ihre Waren verkaufen.

Der klassische Flohmarkt

Und dann wäre noch der klassische Flohmarkt. In meiner Jugend liebte ich solche Flohmärkte. Ich war ein großer Verkäufer – und leider auch ein großer Käufer. Es hat Spaß gemacht, auf dem örtlichen Volksfestplatz seine Decke oder seinen Tapeziertisch aufzubauen und seine Waren zu präsentieren. Ich habe gelernt zu verhandeln, zu feilschen – der Film Leben des Brian war eine gute Schule. Heute gehe ich nur noch ab und zu als Käufer auf Filmsammler-, Videogames- oder CD-Börsen. Flohmärkte haben sich verändert. Es sind mehr Trödelmärkte geworden und auch die Klientel ist durch die weltpolitische Situation eine andere geworden. Und ich nehme mir nicht mehr die Zeit, einen Tag bei Wind und Wetter herumzustehen und für ein paar Euro zu verkaufen. Bei mir ist der Spaß hier im Moment nicht mehr vorhanden. Zudem muss ich im Keller ja dann wieder Sammelkisten errichten und die Aufgabe war doch, den Keller leer zu bekommen. 

Bloggerwalk und Storytelling im Bayerischen Nationalmuseum #BarockerLuxus

16. Oktober 2018
Bloggerwalk im Bayerischen Nationalmuseum München.

Bloggerwalk im Bayerischen Nationalmuseum München.

Eine wunderbare Form der Wissensvermittlung habe ich durch einen Bloggerwalk meiner Bloggerclub-Kollegin Tanja Praske kennengelernt. Unter dem Hashtag #BarockerLuxus schauten sich 20 Bloggerinnen und Blogger unterschiedlicher Richtung das Bayerische Nationalmuseum an. Ein Bloggerwalk ist eine Art moderierter Spaziergang mit vielen Film- und Fotomotiven für dieses Neuland Internet.

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Veranstaltung empfand ich als einen vollen Erfolg. Ich werde das Museum, in dem mich  der Prinzregent Luitpold im Foyer begrüßt, wieder mit meiner Frau besuchen. Die Exponate haben mich tief beeindruckt.

Noch beeindruckender waren allerdings die großen und kleinen Geschichten, die die Kuratoren des Bayerischen Nationalmuseums zu erzählen wussten. Über Geschichten verkauft man Geschichten und Geschichten erzählen konnten die fabelhaften Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Museums. Storytelling muss also bei einem Bloggerwalk oberstes Gebot sein. Wer langweilt, der fliegt raus.
Die Vorbereitung zum Bloggerwalk war professionell. Nachdem das Museum am Abend für die Öffentlichkeit geschlossen war, wurde es für die Blogger wieder eröffnet. Das ist aus zwei Dingen wichtig, zum einen kamen die Blogger richtig nah an die geschichtsträchtigen Exponate heran, zum anderen wurden keine Persönlichkeitsrechte der Besucher beim Fotografieren und Filmen verletzt. Wir Blogger durften alles filmen und fotografieren. Die Beleuchtung reichte aus, dass der Blitz und die LED-Leuchte in der Tasche bleiben konnten.
Die Führung durch die Ausstellung Barocker Luxus begann in der Elfenbein-Sammlung und ging über in die kostbare Porzellan-Ausstellung mit Exponaten aus China und Meißen.

Und immer tiefer in die Ausstellung. Und immer wieder Storytelling: Mal ist es die Geschichte über eine Porzellandame auf einem Sofa, der der Busen heraus gerutscht, mal ist es das ausdrucksstarke Werben eines Frauenheldens aus Porzellan, samt anlehnender Dame, die eigentlich nur geheiratet werden will. Schön auch die Episoden am Rande, dass die Aufklärung nur durch Porzellan möglich war. Nur in Pozrellantassen war es möglich, heiße Geträne wie Kaffee, Schokolade oder Tee zu genießen und über Gott und die Welt zu philosophieren.

Schön fand ich auch die Tischsitten des Barocks. Eine Tafel mit Silberbesteck und -Teller wurde gezeigt. Das Geschirr wurde nach französischem Vorbild, das heißt ohne Gläser oder Becher gedeckt. Diese brachte die Dienerschaft separat. Unverständlich, warum man aus Gründen des Wichtigseins mit Silberbesteck essen sollte, da Silber den Geschmack der Speisen verändert.

In den folgenden Tagen werde ich ein paar Geschichten um den Barocken Luxus aus dem Bayerischen Nationalmuseum veröffentlichen.
Besonderes Lob übrigens an den Leiter des Hauses, Generaldirektor Dr. Frank Matthias Kammel, der sich von Tanja Praske zum Bloggerwalk überzeugen ließ. Er begrüßte die Blogger auch mit launigen Worten.

Bei der Begrüßung dachte ich mir immer wieder: Den Mann mit seiner ausdrucksstarken Gestik kenne ich irgendwoher. Er hat schon eine lange Museumskarriere hinter sich wie beispielsweise das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Irgendwann kam es mir Kulturbanausen dann: Ich kenne Kammel aus dem Fernsehen meiner Eltern, wenn er in der Sendung Kunst und Krempel auftrat. Da musste ich dann doch in einem persönlichen Interview bei ihm nachfragen. Dabei verriet er mir auch, was sein Lieblingsstück im Bayerischen Nationalmuseum ist – lasst euch überraschen.

Indoor-Kräutergarten durch WMF-Bewässerungssystem

11. Juli 2015
Kräutergarten - Made by WMF,

Kräutergarten – Made by WMF,

Ich bin es leid, dass ich mir ewig neue Küchenkräuter kaufen muss, weil meine Pflanzen vertrocknen. Nun ich liebe es, mit frischen Kräutern zu kochen und meine Speisen zu verfeinern. Ein Teil meiner Pflanzen wächst im heimischen Garten, ein anderer Teil in kleinen Kräutertöpfen, die in der Küche und im Esszimmer verteilt stehen.
Beruflich bin ich oft mehrere Tage auf Reisen und damit werden die Kräuter nicht regelmäßig gegossen. Sie machen schlapp, sie vertrocknen. Ich kann die vertrockneten Kräutergewächse dann entsorgen, ärgere mich und besorge mir beim nächsten Einkauf wieder Kräuter. Diesen ewigen Kreislauf habe ich jetzt durchbrochen. Ich investierte in einen WMF-Kräutergarten mit Bewässerungssystem. Witzig ist, dass WMF ihn als Indoor-Kräutergarten beschreibt. Ich hätte mir selbst so was bauen können, aber meine handwerklichen Fähigkeiten sind überschaubar. Ich wählte einen Kräutergarten Gourmet mit drei Töpfen und Schere.

Die Edelstahltöpfe mit Loch und Docht.

Die Edelstahltöpfe mit Loch und Docht.

Die Töpfe sind aus spülmaschinenfesten Edelstahl und haben an der Unterseite ein Loch. Hier kommt ein mitgelieferter Glasfaserdocht durch. Die Pflanze mit ihrem Wurzelballen kommt dann in den Edelstahltopf und ich muss darauf achten, dass der Docht die Erde berührt. Anschließend kommt der Topf in den Plastikbewässerungstank, der zu zwei Drittel mit Wasser gefüllt wurde. Der Glasfaserdocht saugt das Wasser aus dem Tank an und versorgt die Kräuter. Der untere Teil des Dochtes muss freilich im Wasser liegen, nur dann ist die Funktionsweise des Bewässerungssystems gewährleistet. Das Ganze verhindert eine Über- oder Unterdosierung und ich kann beruhigt auf Reisen gehen.


Im Moment steht das Bewässerungssystem auf dem Esstisch und funktioniert einwandfrei. Ein Langzeittest muss noch zeigen, wie leistungsfähig das System ist.
Das Ganze wurde übrigens von Jan Christian Delfs geschaffen. Jan Christian Delfs (1977) schloss sein Industriedesign-Studium an der Muthesius Kunsthochschule Kiel 2006 ab. Seit 2001 war er u.a. als freier Mitarbeiter für Ostwalddesign und ON Industriedesign in Hamburg tätig. 2005 nahm er eine Dozententätigkeit an der Muthesius Kunsthochschule Kiel auf und gründete sein eigenes Design-Studio jcddesign. Jan Christian Delfs gewann mehrere Designwettbewerbe wie etwa den „Toshiba Contest“, den „WMF Designwettbewerb“ und den „Braun Preis“ und sein Topfuntersetzer Mister X wird bereits von Auerhahn produziert. Seit 2005 gestaltet er Produkte als freier Designer in seinem Designstudio in Kiel.

Tank mit Wasser auffüllen und Docht rein.

Tank mit Wasser auffüllen und Docht rein.

Allerdings habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass mein Kräutergarten von WMF baugleich mit dem Kräutergarten Herbs@Home Kräutergarten von Auerhahn ist. Er geht ein paar Euro günstiger her.
Eine Kritik muss ich an beiden System dennoch loswerden. Der Bewässerungstank ist aus Plastik. Ich denke, er wird sich im Sonnenlicht auf der Fensterband verfärben. Bei einem Verkaufspreis zwischen 50 und 60 Euro hätte ich ein System aus Keramik oder Porzellan erwartet, was etwas mehr hermacht.