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Buchtipp: Compendium von Michael von Hassel

28. Februar 2017

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Irgendwie gehören Zufälle zum Leben. Ich hatte einen Termin mit der Mutter und traf auf den Sohn, der mich enorm beeindruckte. Michael von Hassel ist einer der große Fotokünstler in Deutschland und sein Werk fasziniert mich enorm.
Ich hatte einen geschäftlichen Termin mit Anne-Marie von Hassel. Sie ist Verlegerin der Bayerischen Gemeindezeitung und zusammen mit ihren Töchtern wollten wir über ein Konzept sprechen. Ich fand bei dem Termin aber nicht gleich den richtigen Eingang zum Gebäude. Vor dem Haus parkte ein Lieferwagen und ein junger Mann wuchtete gut verpackte Bilder in das Fahrzeug. Wir kamen ins Gespräch, wen ich denn suchte und er stellte sich mir als Michael von Hassel vor. Prima, er zeigte mir den Weg zu seiner Mutter und seinen Schwestern und kamen kurz ins Gespräch. Er fotografiere ein bisschen, sagte er untertrieben. Ich schaute mir die Fotos an und war fasziniert. Es waren HDR-Bilder, die mich berührten. Gerne hätte ich mich mehr mit Michael von Hassel unterhalten, aber er bereitete eine Ausstellung von Wiesn-Bildern am Münchner Marienplatz vor. Zudem hatte ich ja einen Termin mit der Mutter wegen einer geschäftlichen Angelegenheit.
Wieder zu Hause bestellte ich mir sofort das Buch Compendium von Michael von Hassel und vielleicht habe ich ja mal die Gelegenheit zu einem Interview mit dem großartigen Künstler.


Die optische Kraft seiner Fotos ist gewaltig. Und damit beginnt schon die Diskussion. Sind es überhaupt Fotos, oder sind es vielmehr Bilder? Gibt es überhaupt einen Unterschied? Nun jedes Foto ist ein Bild, aber nicht jedes Bild ein Foto. Egal – auf jeden Fall schweigt sich Michael von Hassel über seine spezielle Fototechnik aus. Fest steht, es sind HDR-Bilder – High Dynamik Range. Dadurch erhalten die Aufnahmen einen gewissen Drama-Faktor. Farben und Kontraste werden extrem betont, wenn nicht gar überbetont. Die Fotos werden wuchtiger, kraftvoller – und ja, auch wenig kitischiger. Es ist von allem ein wenig zuviel und in der Kombination miteinander im Adobe Lightroom oder Adobe Photoshop ist gelungen. Michael von Hassel nennt seine Art zu fotografieren hyperrealistisch. Der gelernte Banker und studierte BWLer begann ganz klassisch in Schwarzweiß, wechselte aber schnell zur Farbe und ist dabei geblieben. Für seine Arbeiten bekam er allerhand Preise – und dies zurecht.


Die Bilder sind durch die HDR-Technik extrem kontrastreich. Das vorhandene Licht wird verstärkt, die Farben betont – ein Meer von Licht und Farbe hätte es Juliane Werding genannt. Durch diesen Hyperrealismus kommen die Details verstärkt zum Vorschein. Die Bilder fesseln, der Zuschauer entdeckt beim Betrachten immer wieder etwas Neues.
Ich bin Michael von Hassel sehr dankbar. Zum einen natürlich für seine Bilder, die mich faszinieren. Zum anderen danke ich ihn für seine Inspiration. Aufgrund seines Buches Compendium habe ich wieder zu fotografieren begonnen. Dafür recht herzlichen Dank.

New York Reiseführer – Meine Reiseimpressionen Teil 16

25. Januar 2017

Die Entscheidung nach New York zu fahren lag an K2. Im vergangenen September hatte ich groß getönt, wenn der Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewinnt, dann fährt die Familie Silvester nach New York. Die große Klappe konnte ich mir leisten, da damals Hillary Clinton ganz weit vorne lag. Am Wahltag schaute ich doof aus der Wäsche und K2 erinnerte mich an mein Versprechen. So wurden Flug und Hotel gebucht, denn Versprechen gilt es einzuhalten.


Mit dem Zeitpunkt begann ich auch, meine New York-Reiseführer aus meinen Archiv herauszuholen. Was wollten wir alles besichtigen? Ich habe rund zehn Bücher über New York, klassische Führer mit so genannten Insider-Tipps. Wenn ich ehrlich bin: Ich habe keinen einzigen angeschaut. Ich habe mich komplett im Internet in der Blogosphäre umgesehen, habe ein paar Freunde vom Bloggerclub gefragt und bei meinen New York-Bekannten angeklopft. Irgendwie hatte ich keine Lust, klassische Reiseführer zu wälzen. Aber zwei Ausnahmen gab es dennoch: Ich habe ausführlich zwei Fotobücher genossen: New York von Jeff Chien-Hsing Liao und New York von Serge Ramelli. Das eine Buch ist in Farbe, das andere Buch in Schwarzweiß – beide Bücher bieten einen aktuellen Blick auf Big Apple, auf die Stadt die niemals schläft.


Ich liebe Fotobücher, sehr zum Leidwesen meiner Frau. Fotobücher sind teuer und nehmen viel Platz weg, aber gute Fotobücher erzählen Geschichten. Sie bilden nicht nur die Wirklichkeit ab, sondern wenn sie gut gemacht sind, dann geben sie Inspiration und Motivation. Sie erzählen Geschichten aus einer fremden Welt, von bekannten und unbekannten Orten. So ging es mir mit diesen beiden New Yorker-Fotobüchern. Wenn ich ehrlich bin, dann schaute ich auch noch in ein drittes Buch: Humans of New York. Über diesen Klassiker der Street-Fotografie habe ich ja früher bereits gebloggt. Aber da ich dieses Mal mit Familie unterwegs war, rutschte das Thema Street-Fotos etwas in den Hintergrund und ich will meinen Focus auf die klassischen Bildbände mit Motiven der Stadt legen. Dennoch klarer Buchtipp für Humans of New York.

Jeff Chien-Hsing Liao: New York
Jeff Chien-Hsing Liao zeigt uns großformatige Bilder und bewegt sich auch abseits der touristischen Routen der Stadt. Freilich, Schmelztigel wie Time Square dürfen nicht fehlen, aber Jeff Chien-Hsing Liao wirft auch einen anderen Blick auf seine Stadt New York. Seine Bilder sind extrem detailliert, aufgenommen mit einer Großformatkamera und anschließend nachbearbeitet.

Als Betrachter hatte ich das Gefühl, in die Szenerie der Fotos einzutauchen und die Atmosphäre aufzusaugen. Es ist anders wie bei klassischen Bildbänden. Ich bin wirklich an den Ort teleportiert und blicke nicht wie ein Betrachter von außen auf das Motiv. Hier zeigt sich das geniale Talent von Jeff Chien-Hsing Liao.

Serge Ramelli: New York
Den Namen Serge Ramelli kannte ich vor allem von Photoshop- und Lightroom-Tutorials aus dem Netz. Er ist ein großer Magier der Adobe-Software. Der Franzose hat ein gewaltiges Fotobuch über seine Heimatstadt Paris auf den Markt gebracht.

Atemberaubende Schwarzweiß-Fotos von der Stadt der Liebe. Nicht ganz so perfekt ist sein Fotobuch über New York geworden, aber dennoch ist es eine Inspiration für mich gewesen. Das ging sogar soweit, dass ich einen kleinen Fotoblog mit Schwarzweiß-Bilder eingerichtet habe, in dem ich unregelmäßig Bilder poste. Ramelli ist der klassische HDR-Fotograf, der am Rechner seine Bilder nachbearbeitet. Ich bin nicht von allen Motiven begeistert, die er von New York geschossen hat. Manche Aufnahmen sind großartig, manche sind langweilig und die Luftbilder aus dem Heli sind etwas unscharf. Er besucht vor allem die touristischen Plätze und zeigt uns ein New York in Schwarzweiß – für mich eine Liebeserklärung an die Stadt wie Woody Allens Manhatten.

Vielen Dank
Mit diesem Beitrag beende ich meine New York-Serie und freue mich über die große Resonanz. Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Klicks. Mal sehen, wohin mich meine nächsten Reiseimpressionen mich führen. Ich kehre damit wieder zu meinen gewohnten Beiträgen zurück.

Vatikan zeichnet den Papst 4K und HDR auf

17. Februar 2016

Während Papst Franziskus die Bescheidenheit bei seiner Amtsausübung in den Vordergrund stellt, wird im Hintergrund richtig Geld in die Hand genommen. Damit der Papst fürs Fernsehen perfekt in Szene gesetzt werden kann, kommt moderne Technik zum Einsatz. Das Centro Televisivo Vaticano (CTV – Vatikanisches Fernsehzentrum) erneuerte sein Equipment für Live-Übertragungen: Neu im Bestand des Senders ist der Ü-Wagen OB-8, der komplett mit 4K-Technologie ausgestattet ist. Zur Ausstattung gehören acht Sony-Kameras vom Typ HDC-4300, ein 4K-Server vom Typ PWS-4400 und ein 4K-Mischer vom Typ MVS-7000X. Das hochgerüstete Fahrzeug kam zum ersten Mal am 8. Dezember 2015 bei der Öffnung der Heiligen Pforte im Petersdom zum Einsatz. Das Fernsehzentrum zeichnete die Veranstaltung in 4K Ultra HD und High Dynamic Range (HDR) auf. Durch HDR werden Bilder in einer Qualität erfasst wiedergegeben, die der Leistung des menschlichen Auges sehr nahe kommt.

Der neue Ü-Wagen für den Papst. Foto: Sony

Der neue Ü-Wagen für den Papst. Foto: Sony

Der Papst muss gut in Szene gesetzt werden. In der Kommunikationsabteilung des Heiligen Vaters arbeiten Profis und auch wenn der Chef Zurückhaltung und Demut übt, schöpft die Kommunikationsmannschaft aus den Vollen. Seit mehreren Jahren konzentriert sich das CTV zunehmend auf innovative Technologien, insbesondere 4K. Dank des neuen Equipments, das vollständig aus der aktuellen Generation der 4K-/HD-Liveproduktionslösungen von Sony besteht, kann der OB-8 in der 4K-Live-Übertragung an vorderster Front mitmischen. Zusätzlich zu den acht Sony Kameras vom Typ HDC-4300 mit 4K-Bildsensoren und 2/3‘‘-Objektiven von Fujinon wird der Wagen auch über den Server PWS-4400, ein HD-/4K-Multiport-Speichermodul und den 4K-Mischer MVS-7000X verfügen. Dies ermöglicht die Aufnahme von 4K- und HDR-Bildern und bietet technische Unterstützung von der Produktion bis zur Speicherung.

Der Papst wird in 4K aufgenommen. Foto: L’Osservatore Romano

Der Papst wird in 4K aufgenommen. Foto: L’Osservatore Romano

Wie die Filmleute wissen, eröffnet HDR komplett neue Möglichkeiten für die Übertragung von Inhalten: Das menschliche Auge ist in der Lage, einen breiten Dynamikbereich und eine große Farbskala einzufangen, zwischen Elementen bei hoher und geringer Helligkeit zu unterscheiden sowie Inhalte bei hohem Kontrast zu verarbeiten. HDR strebt nach diesen Fähigkeiten, indem es weitaus mehr Informationen aufzeichnet. Die Innovation steckt in der Entwicklung erweiterter optischer, elektrischer Sensoren, die Bilder mit mehr Details erfassen und somit realistischere Aufnahmen erzeugen können. Aus diesem Grund eignet sich das Format besonders für die Live-Übertragung von Großveranstaltungen, wie sie das Vatikanische Fernsehzentrum häufig durchführt.
„Wir mussten unsere mobile Infrastruktur erneuern und unsere Technologie gleichzeitig an die Qualitätsstandards der fortschrittlichsten internationalen Sendeanstalten anpassen. Die Produktion von Inhalten in 4K und HDR ist ein Schwerpunkt für das Vatikanische Fernsehzentrum, das sich stark auf die Entwicklung dieser neuen Produktionstechnologie konzentriert“, sagt Stefano D‘Agostini, Technischer Leiter beim CTV, in einer Mitteilung von Sony.
„Die Mission des CTV besteht darin, alle Aktivitäten des Papstes und des Heiligen Stuhls zu dokumentieren und einen Service anzubieten, der Fernsehanstalten aus aller Welt anzieht. Dafür müssen wir höchste Ansprüche an unsere Qualität stellen und stets mit den neuesten und modernsten Technologien Schritt halten. Die Fähigkeit von HDR, die Realität so aufzuzeichnen, wie das menschliche Auge sie sieht, bietet Zuschauern auf der ganzen Welt eine Möglichkeit, die Auftritte des Heiligen Vaters noch intensiver zu verfolgen“, sagt Monsignore Dario E. Viganò, Präfekt des Mediensekretariats des Heiligen Stuhls.
„Sony arbeitet bereits seit Jahren mit dem CTV zusammen, auch bei einigen technischen Weltpremieren. Dabei sind wir sehr stolz auf die wichtige Rolle, die wir bei der Dokumentation historischer Ereignisse gespielt haben, wie bei der Seligsprechung von Papst Paul VI. sowie der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II., die alle in 4K gefilmt wurden. Die Wahl dieses Formats war kein Zufall, und es hat sich als besonders innovativ herausgestellt“, so Benito Manlio Mari, Country Sales Manager, Media Solutions, Sony Professional Europe.

Eins, zwei, drei – die große Klopperei im Hobbit 3

29. Dezember 2014
Endlich kam ich dazu, den dritten Teil vom Hobbit anzusehen.

Endlich kam ich dazu, den dritten Teil vom Hobbit anzusehen.

Mit einiger Zeit Verspätung aufgrund von Krankheit kam ich jetzt erst in den Genuss des dritten Hobbits – die Schlacht der fünf Heere. Das Warten hat sich gelohnt – das große Finale war die erwartete Klopperei mit Pathos und Landschaft. Im Grunde geht es nur darum: Klopperei, Pathos und Landschaft.
Aber mir hat der Abschluss der Trilogie gehörig Spaß gemacht, auch wenn wieder Tolkien-Fans aufschreiben, was Peter Jackson aus dem freundlichen Kinderbuch Der kleine Hobbit gemacht hat. Ja, ja, die Argumente kennen wir schon: Das wunderbare Buch wurde zu einem Blockbuster aufgeblasen, Figuren eingefügt, Figuren erfunden – na und? Wenn ich eine Literaturverfilmung sehen will, muss ich mir etwas anderes ansehen als den Hobbit. Wobei ich natürlich als Tolkien-Fan der siebziger Jahre schon das eine oder andere Mal schlucken musste, was Jackson aus der Vorlage gemacht hat, aber egal.
Für mich war es ein großartiges Kinoereignis. Und auch schauspielerisch hat dieser Film eine neue Wendung erreicht. Mir hat das Ringen der Figuren Bilbo und Thorin miteinander sehr gut gefallen. Es war glaubhaft, den aufsteigenden Wahnsinn bei Thorin zu beobachten und die Zerrissenheit von Bilbo zu sehen, ob er un den Arkenstein herausrücken soll oder nicht. Das hat fast das Niveau zwischen Gollum und Bilbo.

 Benedict Cumberbatch kann alles spielen - sogar nen Drachen.

Benedict Cumberbatch kann alles spielen – sogar nen Drachen.

Da ich die deutsche Fassung in 2D angesehen hatte, musste ich mir die Interpretation von Benedict Cumberbatch als Drache aus dem Netz besorgen. Es gibt wohl nichts, was Benedict Cumberbatch im Moment nicht spielen kann: Sherlock, Star Trek-Bösewicht Khan und einen fiesen Drache. Als Star Wars-Bösewicht wird er entgegen allen Gerüchten nicht beteiligt sein, sagt er.
Dabei sind die Hobbit-Filme über die Jahre gereift, der Humor ist über die Teile fast verschwunden und das hat der Serie gut getan. Natürlich warten wir jetzt auf den Extended Cut durch Peter Jackson mit noch mehr Klopperei und noch mehr Pathos und noch mehr Landschaft.
Von Peter Jackson hört man, dass er nach dem Extended Cut mal wieder einen normalen Film drehen will. Schade, kann ihm bitte jemand das Silmarillion schicken, da wären ein paar Anregungen für weitere Filme aus dem HdR-Universum enthalten.

Wunderbarer Soundtrack zum Film von Howard Shore.

Wunderbarer Soundtrack zum Film von Howard Shore.

Sehr schön fand ich übrigens das Ende vom Hobbit und das Anknüpfen an Herr der Ringe. Bilbo hat den Ring, feiert seinen 111. Geburtstag und Herr der Ringe nimmt Fahrt auf. Das wird auch musikalisch vorbereitet. Der Soundtrack von Howard Shore für den dritten Hobbit ist wieder absolut großartig. Dieses Mal nicht so dunkel wie in Teil 2. Der Score The Hobbit : The Battle Of The Five Armies als Extended Version gefällt mir bis auf die Verpackung hervorragend. Der Pappschuber ist eine Zumutung. Die Musik ist wieder eine Wohltat, die Themen aus dem zweiten Teil werden aufgegriffen und weitergeführt. Moderne Programmmusik im 21. Jahrhundert mit allerei Leitmotiven, die uns Wagner in die Musik gebracht hat. Der letzte Song The Last Goodbye wurde von Billy Boyd gesungenen und ist nicht mein Fall. Vielleicht kommt irgendwann eine komplette Version von Hobbit 1-3 heraus, wie es beim Herr der Ringe der Fall war. Dann heißt es wieder zugreifen – bis es soweit ist, muss ich muss mit der Extended Version begnügen.

Video-App: Flare – HDR in Bewegtbild

8. Januar 2013

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Die App Flare für das iPhone verspricht HDR in Videos, was natürlich Quatsch ist. Aber ab und zu setze ich die Videosoftware ein und bekomme immer wieder ein nettes Feedback. Die App überzeichnet die Farben des Videobildes psychodelisch. Der HDR-Effekt sorgt dafür, dass ein ungewohnter Farbeindruck entsteht, das heißt höherer Farbumfang und Kontraste.

Es können drei Filter verwendet werden, die über einen einfachen Schieberegler aktiviert werden. Zudem kann mit Fingergesten der Zoom gesteuert werden. Mehr Einstellmöglichkeiten gibt es bei der rund 4,5 MByte großen App nicht. Leider wurde die App nicht weiterentwickelt und liegt nicht in eine iPad-Version vor.

Die Videos werden in einer eigenen Gallery gespeichert, können aber auch in die Camera Roll exportiert werden. Dort können dann klassische Videoschnitt-Programme wie iMovie oder Avid Studio auf die Clips zugreifen. Die Clips liegen in 24fps vor, aber leider nur in einer kleinen Auflösung. Für Youtube reicht es aber, wie der Film unten zeigt. Ich habe ihn bei der Berufsbildung in Nürnberg am Stand des Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks aufgenommen, mit iMovie live geschnitten und ein poppiges Thema verwendet. Der Schnitt und Upload erfolgten noch in der Messehalle.

 

Ab in die Schlacht: Neues Herr der Ringe-Spiel

20. Oktober 2010

Irgendwie mag ich den alten Tolkien und seinen „Herr der Ringe“. Ich bekenne mag die Bücher und bin ergriffen vom Das Silmarillion und freue mich auf die Zeit, wenn ich die Geschichten vom Weihnachtsmann meinen Kindern vorlesen kann. Bis es soweit ist, werde ich wohl zu Schwert und Bogen greifen und auf der PS3 Abendteuer aus dem Auenland erleben. In Kürze kommt ein neues HdR-Spiel auf den Markt mit dem Namen „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn„.

Die Grafik haut mich nicht vom Hocker, die Figuren wirken klobig, dennoch scheint der Spielspaß für die ganze Familie gewiss zu sein. Und das ist mir in diesem Falle das Wichtigste. Wenn ich Grafik will, spiele ich andere Games – und die in der Regel allein.

Schwertschwingend, mit Schild, Bogen und Speer bewaffnet, kämpfe ich in dem neuen Game „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn“ gegen Saurons Schergen und reisen durch eine farbenprächtige Neuauflage von Mittelerde. Hoch zu Ross mache ich dabei dem Bösen abwechselnd mit Schwert und Speer den Garaus und erlebe actionreiches, bewegungsgesteuertes Gameplay. Im exklusiv für PlayStation3 verfügbaren Zweispieler-Koop-Modus ziehen Freunde oder Familienmitglieder als Gandalf mit ins Schlachtgetümmel. Gandalf wird in meinen Fall von meiner Frau dargestellt werden, mal sehen, ob sie Lust hat, sich in die Schlacht zu stürzen.

Worauf ich mich wirklich freue, ist die bewegungsgesteuerte Spielmechanik, die den demnächst für PlayStation erhältlichen PlayStation Move Motion-Controller unterstützt. Da bin ich sehr gespannt darauf, ob es im Real Play funktioniert. Über die Controller-Sensoren werden Bewegungen der Spieler erkannt und punktgenau in Aragorns Schwerthiebe umgesetzt. Der Hersteller Warner Bros. Interactive Entertainment verspricht fantastische Finishing-Moves: „Führe perfekt getimete Waffenhiebe aus und versetze in spektakulären, kinoreifen Boss-Kämpfen Saurons Dienern den Gnadenstoß“, heißt es und ja ja ja, das will ich ausprobieren sowie die grandiose Bogen-Kämpfe: Ich übernehme mit dem MOVE-Bewegungscontroller volle Kontrolle über Aragorns Bogen und schalte Saurons Truppen aus sicherer Entfernung mit gezielten Pfeilschüssen aus, obwohl da sicher Legolas der bessere Schütze wäre.

 

Spielszene aus der Herr der Ringe.

Spielszene aus der Herr der Ringe.

 

Blu ray von Herr der Ringe: Ein Lehrstück über verfehlte Kundenpolitik

20. März 2010

Herr der Ringe auf Blu ray - bisher nur die Kinoversion.

Grundsätzlich versuche ich in meinem Blog positive Aspekte meines digitalen Nomadenlebens zu präsentieren. Doch ab und zu muss ich mich aufregen und zwar richtig: Mit der Veröffentlichung der Spielfilmtrilogie von der Herr der Ringe am 6. April ist es wieder soweit.
Ohne Zweifel ist das Werk von Peter Jackson ein wichtiger Beitrag zur Filmgeschichte. Als Fan von Tolkien stand ich skeptisch der Verfilmung meiner Buchhelden aus dem Auenland gegenüber, aber Jackson und sein Weta-Team haben großartiges geleistet. Wäre da nicht der Verleih von Warner.
Als der Film auf DVD herauskam, kaufte ich mir die Trilogie und als die verlängerte Sammleredition später veröffentlicht wurde, kaufte ich auch sie. Und jetzt kommt die Blu ray-Fassung. Die technischen Daten wie Bildqualität und Audio überzeugen, die Veröffentlichungspolitik von Warner dagegen überhaupt nicht. Es handelt sich schlichtweg um die Kinofilme, nicht um die Langfassungen. Und bei der Box-Version hat Warner gleich nochmal gespart. Es gibt die drei Spielfilme auf Blu ray, Die Special Features befinden sich auf drei DVDs, also genau das Material, dass ich bereits in den DVD-Fassungen der Boxen zu hause habe.
Dieses Mal kaufe ich die Spielfilmtrilogie auf Blu ray nicht und hoffe, dass Warner und New Line Cinema auf ihrem Material sitzen bleiben. So geht man mit Filmfans und zahlenden Kunden nicht um. Wenn am 6. April die Box in die Läden kommt, soll sie dort verstauben. Wie gesagt, dass ist keine Kritik an den Filmen, sondern ausschließlich ein Kopfschütteln über die Veröffentlichungspolitik des Verleihs. Wer die Rezensionen in den Plattformen wie Amazon und Co betrachtet, erkennt dass die Konsumenten sich organisieren und meine Ablehnung des Produkts kein Einzelfall ist. Der Verleih vergeht sich an diesem Kulturgut und hat rein finanzielle Interessen im Auge. Gewinn und Umsatz sind eine gute Sache, doch dieses Mal seid ihr zu weit gegangen und begeht einen elementaren Fehler: Ihr ignoriert den Markt und beleidigt den Kunden. Das wird im Fall von Herr der Ringe Folgen haben. Das wird ein Lehrstück über verfehlte Produkt- und Kundenpolitik, das ich gerne in meinen Vorlesungen und Seminaren präsentieren werde. Da wird auch Krisen-PR nichts nutzen. Die Filmfans strafen euch ab. Die Marke Herr der Ringe wird Schaden nehmen, die Marke Warner hat bereits Schaden genommen, egal ob es sich um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs) [Blu-ray] oder um Der Herr der Ringe – Die Spielfilmtrilogie (6 Discs, Wende-Steelbooks im Sammelschuber – exklusiv bei Amazon.de) [Blu-ray] handelt
Die Blu rays bieten den Platz für beide Fassungen – Kino und Extended und so eine Markenpolitik muss von Kundenseite bestraft werden. Warner wird wohl warten bis der kleine Hobbit in die Kinos läuft und dann die SEE auf Blu ray nachschieben. Bis dahin schau ich mir meinen Herr der Ringe auf DVD an. Ich kann warten. Ihr auch?
Update (März 2011) Und as Warten hat ein Ende: Auf der Amazon-Website ist ein Bild von „The Lord of the Rings: The Motion Picture Trilogy (Extended Edition + Digital Copy) aufgetaucht. Die Box besteht aus insgesamt 15 Discs bestehen. Je zwei Blu-rays fassen die Filme, der Rest sind DVDs mit dem Bonusmaterial. Lieferstart ist der 1. Juli 2011 und ich bin stolz darauf, dass ich gewartet habe und Warner nicht auf dem Leim gegangen bin.