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Langzeittest Freizeitschuhe Merino Runners von Giesswein

10. Oktober 2018

Facebook-Werbung wirkt – zumindest bei mir. Facebook weiß, dass ich Schuhe gerne mag und das soziale Netzwerk blendet mir immer wieder Angebote von Schuhherstellern ein, meist ist es aber langweiliges Zeug. Die Schuhe der Firma Giesswein aus Österreich weckten aufgrund der bunten Farben meine Aufmerksamkeit, schließlich mag ich vor allem rote Schuhe.

Ein schönes Rot haben die  Merino Runners von Giesswein.

Ein schönes Rot haben die Merino Runners von Giesswein.

Hin und her überlegte ich mir, ob ich die Merino Runner kaufen sollte. Schuhe aus Merino-Schafwolle hab ich noch nicht und da Facebook mir einen Aktionscode präsentierte, schlug ich zu. Einfach mal ausprobieren, dachte ich mir.
Ein paar Tage später trafen die roten Merino Runner bei mir ein.

Die Schuhe sind extrem leicht und sehen auch bequem aus. Anprobiert und ein, zwei Tage herumgelaufen – mal mit, mal ohne Socke. Die Wollschuhe riechen nicht. Mir gefallen die Schuhe von der Farbe, doch ein Problem hatte ich: Sie sehen etwas ökomäßig aus. Eleganz ist etwas anderes. Ich kann die Schuhe in meiner Freizeit wunderbar tragen, aber zu offiziellen Terminen und bei meinen Seminaren, wo ich vor vielen Zuhörern vortrage, will ich lieber etwas offizielleres Tragen: Im Moment liebe ich die Marken Lloyd und Mascolori.

Ich mag Schuhe von Lloyd, aber aufgrund eines gequetschten Zehs passe ich nicht richtig rein.

Ich mag Schuhe von Lloyd, aber aufgrund eines gequetschten Zehs passe ich nicht richtig rein.

Doch dann passierte mir ein Unfall. Beim Aufräumen der Terrasse knallte der Betonsockel des Sonnenschirms auf meine rechte Fußzehe. Blut spritze, der Schmerz war höllisch und ich verbrachte die halbe Nacht in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses Fürstenfeldbruck. Für den Unfallarzt, der tagtäglich schlimme Verletzungen sieht, war mein Zeh wohl eher eine Kleinigkeit – für mich war es eine schmerzhafte Sache. Gott sei Dank nur gequetscht, nicht gebrochen. Aber der Zeh musste regelmäßig verbunden werden. Und dadurch wurde der Fuß dicker und passte in keinen meiner Standardschuhe. Das ist echt ein Problem: Der dicke Fuß mit Verband passte nicht in mein modisches Schuhwerk. Einzig die japanischen Vibram FiveFingers Furoshiki und meine Giesswein Merino Runners passten.
Es kamen die ersten Geschäftstermine. Absagen ist als Freiberufler nicht besonders sinnvoll, denn Geld fließt nur für Leistung. Die Furoshiki gehen absolut nicht zum Anzug, also trug ich meine Merino Runners von Giesswein. Das knallige Rot fiel auf und ich wurde auf die Schuhe immer wieder angesprochen. „Das sind doch die Schuhe aus der Facebook-Werbung“, erklärte mir sogar ein Seminarteilnehmer. Ich muss zugeben, dass ich mich trotz Freizeitlook an den Füßen recht gut schlug. Mein erster offizieller Termin war mit der Bundesministerin für Digitales Dorothee Bär, die mich gleich auf die Schuhe angesprochen hat. Hier ist das Interview für den Bloggerclub.

Ministerin Dorothee Bär fielen die Schuhe sofort auf.

Ministerin Dorothee Bär fielen die Schuhe sofort auf.

Die Schuhe sind fabelhaft zum Tragen, leicht zu verstauen und die Farben sehen prima aus. Nach zwei Wochen ist allerdings das aufgenähte Logo von Giesswein an einem Schuh abgegangen – nun, damit kann ich leben.

Das Logo von Giesswein verabschiedete sich schnell.

Das Logo von Giesswein verabschiedete sich schnell.

Im Laufe der Zeit wurden die Schuhe staubiger, das Rot stumpfte ab und ich warf Schuhe bei 30 Grad in die Waschmaschine. Ganz sauber wurden sie nicht, aber wieder ansehbar und tragbar. Zum Trocken stellte ich die nassen Wollschuhe mit Spanner nicht in die Sonne, sondern an einen geschützten Ort. Zwei, drei Tage brauchten die Merino Runner bis sie vollkommen trocken waren.

Ab in die Waschmaschine, aber nicht in die Sonne.

Ab in die Waschmaschine, aber nicht in die Sonne.

Um die Zeit zu überbrücken, bestellte ich mir ein grünes Paar in meiner Größe. Der Zeh heilte nur langsam, schmerzte immer wieder und einmal trug ich meine eleganten Treter, aber es war nicht auszuhalten. Ich muss noch ein wenig die Merino Runners tragen bis der Zeh ganz verheilt ist.

Ein zweites Paar in Grün muss her bis der Zeh verheilt ist.

Ein zweites Paar in Grün muss her bis der Zeh verheilt ist.

Bei der Kickstarter-Kampagne ordnete ich jetzt die Sneakers von Giesswein. Ich bin auf die Farben gespannt. Nach meinen Schuhen mit den drei Streifen, meinen Converse und Asics kommen jetzt Giesswein-Schuhe hinzu. Ich bin gespannt, wie sich die Österreicher am Fuß beim Sport machen. Ich werde berichten – und ich freue mich, wenn dieser Dreckszeh wieder geheilt ist.

Blogger müssen zur Marke passen – Über das Verhältnis Blogger und Agenturen

24. September 2018
Auch Blogger unterstützten Aktionen zur Pressefreiheit wie hier in Berlin auf einem Straßenschild, denn Blogger sind Teil der Medienlandschaft.

Auch Blogger unterstützten Aktionen zur Pressefreiheit wie hier in Berlin auf einem Straßenschild, denn Blogger sind Teil der Medienlandschaft.

Ein gängiges Vorurteil von Journalisten ist: Blogger wollen doch nur etwas bei Unternehmen abgreifen und haben mit richtigem Journalismus nichts am Hut. Ich wollte der Sache auf den Grund gehen und haben bei verschiedenen Agenturen nachgefragt. Werden Blogger von Agenturen eigentlich ernst genommen? 

Natürlich ist nicht jeder Blogger ein Journalist und manche wollen es auch bewusst nicht sein. Unsere Medienwelt befindet sich in einem Umbruch und klassische Berufsbilder verändern sich durch die zunehmende Digitalisierung. Ein einzelner, gut vernetzter Blogger kann heute viel bewirken und durch geschicktes Nutzen von sozialen Netzwerken kann er seine Botschaft skalieren und sich in der medialen Welt behaupten. Dabei müssen Blogs nicht nur die Kombination von Text/Fotos sein, sondern gerade auf der Bewegtbildplattform YouTube lassen sich enorme Reichweite und Resonanzen generieren. 

Agenturen nutzen die Macht von Bloggern und arbeiten mit ihnen zusammen. Die Kommunikation hat sich von einer Einbahnstraße in einen Dialog durch Social Media verändert. Facebook, Twitter & Co sind nicht nur weitere Kanäle, sondern haben die Art der bisherigen Kommunikation in Massenmedien auf den Kopf gestellt. Empfehlungsmarketing ist heute wichtiger denn je. Wenn meine Freunde oder Bekannten etwas empfehlen, ist es glaubwürdiger für mich als wenn eine klassische Anzeige oder ein klassischer Artikel erscheint. Das gilt auch bei Blogs hinter denen ein Mensch steht. 

Zudem nutzen Blogs die Möglichkeit des langen Schwanzes, des Long Tails. Long Tail ist eine Theorie, die der ehemalige Chefredakteur des Wired Magazine Chris Anderson 2004 vorstellte, nach der ein Anbieter im Internet durch eine große Anzahl an Nischenprodukten Gewinn machen kann. Der Name leitet sich von der Ähnlichkeit der Verkaufsgrafik mit einem langen Schwanz ab. Nischenprodukte wie Blogs sind auf Dauer erfolgreicher als wenige Bestseller.

Auf dem konventionellen Markt sind die Kosten, um Nischen anzubieten, zu hoch, denn in einem geografisch begrenzten Gebiet sind zu wenig Käufer dafür vorhanden. Der Regalmeter im Laden kostet einfach zu viel Miete. Diese geografischen Beschränkungen gibt es im Internet nicht. Angebot und Nachfrage können sich hier auf einer virtuellen Ebene treffen. Indem die Produktionsmittel jedermann zu Verfügung gestellt werden, kann auch jeder etwas herstellen. Die Radio-Theorie von Brecht ist Wirklichkeit geworden. Blogger haben eine Demokratisierung der Produktionsmittel erkannt und nutzen sie. 

Und genau hier werden die Blogger für Agenturen interessant. Aber man muss genau hinsehen, denn Agentur ist nicht Agentur.  

Inklusion braucht Innovation: “Neue Nähe”-Hackathon von Aktion Mensch und Microsoft - eingeladen hatte dazu Faktor3 auch Blogger.

Inklusion braucht Innovation: “Neue Nähe”-Hackathon von Aktion Mensch und Microsoft – eingeladen hatte dazu Faktor3 auch Blogger.

Thomas Hahnel ist Geschäftsführer der Münchner B2B-Agentur Lucy Turpin-Hedinger Communications GmbH. „Im B2B-Umfeld spielen klassische Blogger eher eine untergeordnete Rolle, das war schon vor ein paar Jahren so und hat sich nicht geändert, eher sogar abgenommen. Ausnahmen bestätigen die Regel, natürlich gibt es gute Blogs, die fast schon Themenportale sind und auch manche Redakteure von Fachmagazinen bloggen. Die Bedeutung für die Branche sehe ich aber nicht als derart meinungsbildend an, wie bei den Endconsumern. Der Vollständigkeit halber sollte man noch erwähnen, dass so manches Unternehmen selbst gute Blogs zu bieten hat, die wiederum durchaus Gewicht haben können. Für die Kommunikation in der Branche sind es Influencer, die eine große Rolle spielen. Die haben manchmal gar keinen klassischen Blog. Sie sind evtl. nur auf Twitter, Facebook oder mit Videos unterwegs.“

In Hamburg bei der Agentur Faktor 3 beobachten Theresa von Hurter und Sven Labenz den Medienwandel ganz genau. Faktor 3 ist eine inhabergeführte Kommunikationsagentur mit mehr als 200 Mitarbeitern und rund 80 Kunden wie Microsoft, Samsung, Haribo, REWE, Beiersdorf, Logitech oder Porsche. Labenz fragt: „Gibt es in der Kommunikation etwas Beständigeres als den stetigen Wandel? Das gilt für die Zielgruppe, den Content und die richtigen Kanäle. Selbstverständlich zählen Blogger und Influencer, genau wie klassische Journalisten und andere Content-Createure, zu den relevanten Stakeholdern der Kommunikation – aber auch das greift beinahe schon zu kurz. Bei der Vielzahl der kommunikativen Netzwerke und Möglichkeiten fällt es zudem schwer, eine dieser Zielgruppen isoliert zu betrachten. Gibt es den klassischen Blogger, der nur auf einem Kanal aktiv ist, überhaupt noch? Und wenn ja, an welchem Content ist er interessiert?“

Auf jährlichen Community-Veranstaltungen wie die re:publica in Berlin kommen Agenturen und Blogger zusammen.

Auf jährlichen Community-Veranstaltungen wie die re:publica in Berlin kommen Agenturen und Blogger zusammen.

Andrea Weinholz von Profil Marketing aus München und Braunschweig bringt es kurz und knapp auf den Punkt: „Blogger haben eine große Bedeutung für uns. Mit einigen Bloggern arbeite ich schon seit vielen Jahren – sehr gern – zusammen und generell werden sie immer wichtiger für unsere Arbeit.“

 Blogger erzählen anders Geschichten als klassische Massenmedien  und sind daher für die Kunden der Agenturen interessant. Storytelling ist das neue Zauberwort. Andreas Weinholz dazu: „Da fallen mir speziell die Blogger ein, die ähnlich arbeiten wie etablierte Medien, d.h . die seriöse Tests machen und Kooperationen auch deutlich kennzeichnen. Da ich für sehr unterschiedliche Bereiche arbeite, sind sowohl IT-Blogs als auch Lifestyle-Blogs interessant für meine Kunden.“ Aber Andrea Weinholz spricht ein Problem der Branche an: die schwarzen Schafe. Was ist Werbung? Was ist gekaufte Information und wird diese gekennzeichnet? Aus diesem Grunde organisieren sich Blogger und achten in einer Selbstverpflichtungserklärung auf Transparenz. Der Bloggerclub e.V. arbeitet beispielsweise mit dem PresseClub München zusammen. Die Mitglieder des Bloggerclubs verpflichten sich zum Bloggerkodex. Der Kodex dient einer transparenten Kommunikation gegenüber den Besuchern eines Blogs. Auch definiert der Bloggerkodex die notwendigen Regelungen für Kooperationen mit Unternehmen. Dieser Kodex beschreibt das Selbstverständnis als Blogger in diesem Spannungsfeld und hat ebenso das Nutzerinteresse im Blick wie eine professionelle und transparente Zusammenarbeit zwischen Bloggern, Unternehmen und Organisationen. Diese Regeln gelten äquivalent auch für Social-Media-Kanäle.

Andrea Weinholz dazu: „Generell freue ich mich über Anfragen. Natürlich bekomme ich auch mal welche, die nicht passen, und es gibt auch schwarze Schafe, die gezielt und penetrant nach Testmustern fragen, ohne dann jemals einen Test zu veröffentlichen. Aber das sind Ausnahmen. Die meisten Blogger, mit denen ich zu tun habe, arbeiten sehr professionell und haben auch Verständnis dafür, dass Kunden nicht immer bereitwillig Produkte verschenken können. Natürlich überprüfen wir die Blogs mit entsprechenden Tools, aber es geht hier nicht nur um Zahlen. Wichtiger ist mir persönlich, dass ein Blog gut gemacht ist, authentisch ist und Potential hat.“

Sascha Pallenberg war einstmals erfolgreicher Blogger und arbeitet heute für die Unternehmenskommunikation der Daimler AG, in die er im Dezember 2016 wechselte.

Sascha Pallenberg war einstmals erfolgreicher Blogger und arbeitet heute für die Unternehmenskommunikation der Daimler AG, in die er im Dezember 2016 wechselte.

Blogger als Partner von Agenturen

Sven Labenz aus Hamburg sieht Blogger als Partner: „Auch wenn unsere Kunden von Technologie, über Food, Automotive bis Beauty extrem divers sind, eint sie der Gedanke gemeinsam mit uns, die Unternehmens-PR stetig zu hinterfragen und voran zu treiben. Und dazu zählt eben auch, die richtige Zielgruppe zu kennen, aber auch den Schulterschluss mit dem Marketing zu suchen. Dabei beobachten wir immer wieder sich verändernde Stakeholder-Mappings – denn natürlich sind auch innerhalb eines Kunden die kommunikativen Ziele, Möglichkeiten und relevanten News vielfältig. 

Auch Theresa von Hurter und Sven Labenz sehen Blogger als Partner: „Wir nehmen jede Anfrage ernst und versuchen gemeinsam mit dem Blogger und unseren Kunden den richtigen Content für den richtigen Kanal zu finden. Das muss zur Marke passen – und damit ist sowohl der Blog, als auch das Unternehmen gemeint.“

Kurz und knapp erklärt Thomas Hahnel von der B2B-Agentur, welche Blogger für seine Arbeit interessant sind: „Die Guten! Die Ernsthaften! Die Kritischen! Die Branchenkenner! Die, die eine Meinung haben.“ Hahnel sieht das geänderte Medienverhalten. „Selbstverständlich gehen wir mit Bloggeranfragen um, wie mit jeder anderen Anfrage auch. Für Ansprechpartner, die die Beziehung zur Öffentlichkeit eines Unternehmens oder Organisation pflegen, sollte es keine Vorbehalte gegen oder Sonderbehandlung für irgendjemand geben. Wie wichtig der einzelne Blogger/in als Multiplikator im Sinne der strategischen Unternehmenskommunikation ist, ist dann noch einmal ein andere Frage – das gilt aber auch für jeden Journalisten, YouTuber oder für jede andere Anfrage.“

Dieser Artikel erschien ursprünglich im PresseClub Magazin des Internationalen PresseClubs München. 

10 Jahre Blogger als redaktion42.com – Geburtstagsfeier mit Gedanken

20. Juli 2018

Auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass ich mit dem Bloggen angefangen habe – heute hat mein Blog redaktion42.com den 10. Geburtstag. Also mal ein bisschen Zeit zum Reflektieren ist angesagt – woher komme ich und wo stehe ich.

So kam ich zum Bloggen

Ich begann mit dem Bloggen, weil ich es kann. Das klingt jetzt blöd, aber ist genau so. Als Mensch der klassischen Massenmedien, als gelernter Tageszeitungsjournalist und späterer Chefredakteur von IT-Medien stand ich aufwendigen Print-Produkten vor. Die Inhalte unters Volk zu bringen war eine teure Angelegenheit. Redaktion, Anzeigen, Druckvorstufe, Druckerei, Vertrieb und vieles mehr. Das kostete Unmengen von Geld. Massenmedien meiner Zeit waren eine Einbahnstrecke, ein Sender-Empfänger-Modell. Ich als Journalist sendete, meine Leserinnen und Leser empfingen. Der Rückkanal der Leser zu uns als Redaktion war begrenzt. 

Auf dem Weg zum Bloggen.

Auf dem Weg zum Bloggen.

Das hat sich heute geändert. Das Mitmachweb 2.0 hat alles auf den Kopf gestellt. Jeder kann senden und jeder kann empfangen. Das sind wunderbare Möglichkeiten, aber auch gefährliche Möglichkeiten, wenn jeder im Großen und Ganzen veröffentlichen kann, was er will. Die Krise in den klassischen Massenmedien ist da. Mit meinem Blog redaktion42.com bin ich Teil der Blogosphäre, also Teil des Bloguniversums und es macht verdammt viel Spaß. Ich brauche den großen Apparat von Verlagen oder Sendeanstalten nicht mehr, sondern der Blog, SEO und Vernetzung können klassische Massenmedien ergänzen. 

Ich bin der Inhalt 

Ich startete meinen Blog in der Tradition der Graswurzelbewegung, ohne politisch zu sein. Mein Blog kam im Form eines Tagebuchs daher, eben der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Während ich in meinem Seminaren predige, sucht euch ein schönes Nischenthema und bloggt darüber, habe ich es bei meinem persönlichen Blog anders gemacht. Ich habe mir ein wunderbares Thema gesucht, bei dem ich mich hervorragend auskenne. Das Thema bin ich – der Blog ist meine Sicht auf die Welt. Damit ist aber auch klar, dass der Blog von seinen Zugriffszahlen nicht durch die Decke schießen kann, denn eine so faszinierende Person, eine Art VIP oder Prominenz bin ich auf gar keinen Fall. Ich bin ein einfacher Geschichtenerzähler, der auf virtuelle Freunde zählen kann. Dieses Netzwerk wächst und je nach gebloggten Thema steigen die Klickzahlen – oder auch nicht. Ich setze dabei nicht unbedingt auf Google Keywordsuche, sondern vertrauen meinem Gefühl als gelernter Journalist. Ich weiß, welche Themen ankommen und welche eben nicht. Und dennoch schreibe ich auch über Themen, die keine großen Klicks versprechen – ganz einfach weil ich es kann und weil ich es für richtig finde. In der Regel lasse ich zwei große Themenbereiche aus: Das sind Religion und Politik. Obwohl im Zeitalter von Hatespeech und Fakenews habe ich immer wieder meine politische Meinung veröffentlicht, weil ich es für richtig halte. Ich stehe zur Demokratie, ich stehe zu Europa und ich stehe zur Aufklärung. 

Heute wird ein großes Aufhebens gemacht über Formen des Storytellings als Erzählform. Dabei ist Storytelling nichts neues. Als Journalist kenne ich die Möglichkeiten des Geschichtenerzählens, ich kenne die Darstellungsformen und Erzählweisen und ich bin um meine Lehrmeister durch all die Jahre dankbar, die mich in meiner Ausbildungszeit nicht immer mit Samthandschuhen angefasst haben. Ich habe gelernt, zugeschaut, nachgemacht, mich vernetzt, ausprobiert und ich habe keine Angst vor einem leeren Blatt oder heute Bildschirm. Wenn ich Bloggerkolleginnen und Bloggerkollegen sehe, wie sehr sie sich mit einem Textchen abmühen, dann setze ich mich eben einfach hin und schreibe. Da kommen keine Pulitzerpreistexte heraus, sondern Gebrauchstexte. Das Thema lebenslanges Lernen kann ich dabei nur unterstreichen. 

Regelmäßigkeit der Blogposts

Ich begann zunächst zweimal die Woche zu posten und im Laufe der Zeit wurde es fünf Tage die Woche, es steigerte sich auf sieben Tage die Woche. In der Regel ist es ein Post pro Tag, an bestimmten Tagen kommt es zu zwei oder mehr Posts, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Da kann ich aus meiner Haut des Tageszeitungsjournalisten nicht heraus. Das ist oft bei Nachrufen der Fall. Ich versuche dann eine persönliche Sichtweise auf den oder die Toten einzunehmen. Im Falle von Steve Jobs beispielsweise war dies der Fall. 

Luther nutzte die modernsten Massenmedien seiner Zeit. Ich schieße mich an.

Luther nutzte die modernsten Massenmedien seiner Zeit. Ich schließe mich an.

Multimediale Form

Zunächst waren es Texte in meinem Blog, dann kamen Fotos hinzu und schließlich auch Videos, die ich bei YouTube hoste und in meinen Blog einbinde. Film ist für mich ein starkes Medium und ich experimentiere gerne mit YouTube herum. Ich taste mich Zug um Zug voran. Mit rund 1200 Abonnenten bin ich eine Art Nachwuchs-Youtuber. Da wird es noch klarer: Wenn ich früher eine Sendeanstalt brauchte, bin ich heute ein eigener Sender, mein eigener Kanal. 

Beim Sammeln von Videomaterial Fürmeinen YouTube-Kanal redaktion42

Beim Sammeln von Videomaterial für meinen YouTube-Kanal redaktion42

Interessant sind auch die Reaktionen innerhalb YouTube. Dort gibt es zahlreiche Trolle, denn in der computervermittelten Kommunikation sinkt die Hemmschwelle für Beschimpfungen und Beleidigungen. Und als YouTuber darf man sich einiges anhören. Viele Beleidigungen habe ich nach Hinweis gelöscht, andere zur Anzeige gebracht. Aber: Ich habe auch wunderbare Unterhaltungen und mein berufliches und privates Netzwerk erweitert. Danke für diese Erfahrungen.  

Verbreitung meiner Botschaften

Nun, ich wende natürlich einfache SEO-Maßnahmen an, damit Google meinen Blog mag. Da ist noch viel mehr drin und täglich muss ich mich entscheiden: Schreibe ich für Google oder schreibe ich für den Menschen? Je nach Laune und Tagesform entscheide ich mich für die eine oder andere Seite. Zusätzliche Plugins nutze ich nicht, meine Schreibe in meinem Blog ist Erfahrungssache.

Und natürlich ist mein Blog mit virtuellen Netzwerken verbunden. Viele Leute haben meinen Blog abonniert und bekommen eine automatisierte E-Mail von mir am Morgen. Da wären zum einen die Geschäftsnetzwerke Xing und LinkedIn, zum anderen die klassischen Netzwerke wie Facebook, YouTube und Twitter – ich liebe übrigens Twitter und bin dort eine vernetzte Plaudertasche. Zudem nutze ich ein wenig Instagram und Pinterest. Gerade Pinterest will ich deutlich ausbauen. Mit Snapchat spiele ich herum, aber es ist nicht mehr als ein Herumspielen. Bei dem Spaß mit sozialen Netzwerken kommt das Thema Datenschutzgrundverordnung immer wieder auf. Wenn ich Zeit habe, widme ich mich dem Thema Newsletter. Und nein: Ich bin nicht bei WhatsApp! Die Seuche halte ich datenschutzrechtlich für enorm bedenklich – ihr findet mich bei Threema.

Wenn ich Ideen habe, nehme ich gerne an Blogparaden teil, um meine Inhalte zu verbreiten. Immer wieder kommen Aufrufe und ich schau mir die Themen gut an und versuche einen ungewöhnlichen Beitrag zur angebotenen Blogparade zu schreiben. Je nach Thema bringt mir die Sache neuen Content und natürlich neue Klicks und neue virtuelle Freunde. 

Und wie ist das mit dem Geld?

Der Blog ist für mich nur indirekt eine Verdienstmöglichkeit, ich verdiene mein täglich Brot mit Vorträgen und Beratung. Ich habe zwar Amazon Affiliation-Links im Blog, aber reich werde ich dadurch nicht. Es sind ein paar Euro, die ich dadurch einnehme, die zudem noch versteuert werden. YouTube-Einnahmen liegen erst einmal auf Eis, sind aber auch nicht die großen Reichtümer. Google-Werbung habe ich erst gar nicht eingebaut. 

Ich bin viel an Schulen unterwegs - dem Blog sei Dank.

Ich bin viel an Schulen unterwegs – dem Blog sei Dank.

Und dennoch verdiene ich mit meinem Blog Geld. Mögliche Vortrags- und Beratungskunden stoßen auf meinen Blog, auf meine Themen und verstehen: Der Betreiber spricht nicht nur schlau über Blogs und Social Media, sondern praktiziert es selbst. Der Blog ist also ein Marketinginstrument für mein Unternehmen redaktion42. Dort bin ich Dienstleister für Content, Beratung und Schulungen. Mehr und mehr kommt auch das Thema Blogschulungen und Storytelling hinzu – dem Blog sei Dank. Dies steht alles unter dem großen Thema Medienkompetenz, dem ich mich verschrieben habe. Ich bin in allen Schularten unterwegs, schule Vereine und Organisationen und mahne wieder und wieder das Thema Medienkompetenz an. 

Ich bin viel in Sachen Medienkompetenz unterwegs.

Ich bin viel in Sachen Medienkompetenz unterwegs.

Ehrenamt Bloggerclub

Und durch meinen Blog kam ich zu einem Ehrenamt, das ich gerne ausübe, weil es wichtig ist. Ich wurde Vorsitzender des ersten deutschen Bloggerclubs. Der Verein wächst und wächst und vor kurzem wurde ich zusammen mit meinen Stellvertreter Franz Neumeier wiedergewählt. Er hat den extrem erfolgreichen Kreuzfahrtblog. Seit kurzem werden wir im engeren Vorstand von Dr. Tanja Praske unterstützt, die sich in Deutschland einen Namen im Bereich Blogparaden gemacht hat. Wir haben das Kind Bloggerclub auf den Weg gebracht und sobald alles in trockenen Tüchern ist und das Kind alleine laufen kann, werden wir es an eine neue Generation übergeben. Im Mittelpunkt des Bloggerclubs steht der Bloggerkodex, den ich für sehr wichtig in der Blogosphäre halte. Er fordert Transparenz in Blogs ein und stellt sich den schwarzen Schafen der Branche als Qualitätsmerkmal entgegen.

Der Kodex dient einer transparenten Kommunikation gegenüber den Besuchern eines Blogs. Auch definiert der Bloggerkodex die notwendigen Regelungen für Kooperationen mit Unternehmen. Nutzer wünschen sich vertrauenswürdige und glaubhafte Informationen und Unterhaltung. Unternehmen und Organisationen haben wachsendes Interesse an authentischen Meinungen.

Der Bloggerclub ist die Vertretung der Blogger.

Der Bloggerclub ist die Vertretung der Blogger.

Selbstständige Blogger benötigen ein wirtschaftliches Fundament, um langfristig unabhängig existieren zu können. Dieser Kodex beschreibt unser Selbstverständnis als Blogger in diesem Spannungsfeld und hat ebenso das Nutzerinteresse im Blick wie eine professionelle und transparente Zusammenarbeit zwischen Bloggern, Unternehmen und Organisationen. Diese Regeln gelten äquivalent auch für Social-Media-Kanäle. Das halte ich für enorm wichtig und bin daher beim Bloggerclub aktiv dabei. 

Danke

Dass mein Blog redaktion42.com jetzt zehn Jahre existiert, hat viele Gründe und es ist Zeit einmal Danke zu sagen. Danke für Support, Unterstützung und Motivation. Ich will meiner Familie Danke sagen, die mich zu allen möglichen Uhrzeiten bloggen sieht. Meiner Frau danke ich besonders, denn sie nimmt Rücksicht auf meine Eigenheiten und versteht, dass es Phasen gibt, da muss ich einfach schreiben, sonst platze ich. Ich weiß, das ist schwer für ein Familienleben und dafür ein Dankeschön. 

Danke an meine Familie für die Unterstützung.

Danke an meine Familie für die Unterstützung.

Danke will ich auch meinem Kollegen Thomas Gerlach sagen, mit dem ich zusammen angefangen habe zu bloggen. Kollege Gerlach startete mit einem spitzen Medienblog und hat heute einen sehr erfolgreichen Kochblog. Ich blieb bei meinen seichten Themen nach der Devise von Helmut Thoma: Im Seichten kannst du nicht ertrinken. 

Danke natürlich auch an alle meine Kunden, die mich mit Aufträgen versorgen. Ohne euch könnte ich nicht das Leben führen, das ich führe. 

Und natürlich ein großes Dankeschön an alle meine Leserinnen und Leser. Danke für das Feedback, die Likes, die Klicks, die Kommentare und vor allem die Inspiration und Neugierde.

#DSGVO und meine Nerven

27. Mai 2018

Minütlich füllte sich in den vergangenen Tagen mein Postfach mit Mails zur Datenschutzgrundverordnung und minütlich sank meine Laune in den vergangenen Tagen. Das Netz wachte auf und überschüttete mich mit Meinungen und Ideen zur DSGVO. Ich sollte zustimmen, ablehnen und war genervt. Datenschutz ist ein wichtiges Thema, aber so angefressen war ich schon lange nicht mehr. Und nicht nur mir ging es so. Meine Gattin musste für ihren Arbeitgeber zahlreiche Beratungen durchführen. Bis in die späte Nacht klingelte ihr Telefon. Ein Gesetz, das für Facebook und Co gezimmert wurde, trifft den Mittelstand mit voller Wucht. Und als Mittelständler und Unternehmer darf ich das Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Auch Siri ließ mich im Stich bei der DSGVO.

Auch Siri ließ mich im Stich bei der DSGVO.

Ich fragte einfach mal Siri um Rat, aber die konnte mir auch nicht richtig helfen. Auch als Blogger ist das Thema sehr wichtig. Daher habe ich als Vorsitzender des Bloggerclubs einen Abend mit dem Rechtsanwalt Dr. Thomas Stögmüller organisiert. Ich kenne den Rechts­an­walt und Fach­an­walt für In­for­ma­tions­tech­no­lo­gie­recht seit der 30 Jahren und kann ihn ich Sachen IT-Recht absolut empfehlen. Er arbeitet für die Kanzlei TCI Rechts­an­wäl­te Mün­chen. Stögmüller hat den Mitgliedern des Bloggerclubs wichtige Anregungen gegeben. Ich war fleißig beim Mitschreiben und wundere mich nur über den Gesetzgeber auf europäischer Ebene – und das sage ich als überzeugter Europäer. Verbraucherschützer jubeln über die neue DSGVO, so mancher Dienstleister war dagegen nicht in der Lage die DSGVO für ihre Kunden umzusetzen. Mich selbst hat es für meinen kleinen Laden redaktion42 Zeit und Nerven gekostet.

Dank an Thomas Stögmüller für die Infos im Bloggerclub.

Dank an Thomas Stögmüller für die Infos im Bloggerclub.

Hilfestellungen im Netz gibt es viele – und es gibt gerade im Bereich Fotografie viel Unsinn. Gerade den Damen und Herren Streetfotografen möchte ich sagen, das Persönlichkeitsrecht gab es schon lange vor der DSGVO.
Absolut vorbildlich: Mein Bloggerclub-Kollege und langjähriger Freund Franz Neumeier hat einen hervorragenden Artikel Zähmung des Monsters aus Brüssel: Bloggerclub-Tipps zum pragmatischen Umgang mit der DSGVO auf der Seite des Bloggerclubs publiziert. Er enthält die wichtigsten Ausführungen und ich bin Franz sehr dankbar für diese Zusammenfassung. Und übrigens: Beim Bloggerclub kann man Mitglied werden.

Reformationstag – Was mir Martin Luther bedeutet

31. Oktober 2017

500 Jahre Reformation – 500 Jahre Martin Luther und was bedeutet dies für mich? Ich bin nicht der Typ für theologische Abhandlungen, doch die Feierlichkeiten im Luther-Jahr 2017 machten mir zwei Dinge bewusst: Reflexion und Würde.

Reflexion durch Martin Luther
Der richtige Fachausdruck bei Luther hieß wohl Bußfertigkeit, für mich passt Reflexion besser. Für ich bedeutet dies, sich selbst mal zurücknehmen über sein Tun und Handeln nachdenken. Jetzt habe ich einen Beruf in dem ich zeitweise eine Art Rampensau bin und meine Kunden schnell eine Lösung für ihre Probleme haben wollen. Dennoch ist mir im Luther-Jahr bewusst geworden, nicht alles sofort zu entscheiden, sondern über manches Wirken nachzudenken. Das soll nicht mit Zaudern falschverstanden werden, sondern ich reflektiere mich und meine Umwelt. Dazu habe ich Sparringspartner wie meine Frau oder meinen guten Freund Thomas Gerlach. Danke Martin, dass du mir dies bewusst gemacht hast. Und natürlich kommt die Aussage von Luther in meinen Präsentationsseminaren immer gut an: Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör bald auf.

Würde durch Martin Luther
Martin Luthers Gedanken sind urchristlich und ich mache mir in der heutigen Zeit Gedanken über die Würde des Menschen. Durch die Bundestagswahl und die nächstes Jahr anstehende Landtagswahl habe ich schreckliche Strömungen in unserem Land wahrgenommen. Das Fischen am rechten Rand um Wählerstimmen, die Leichtfertigkeit in der Menschen katalogisiert und eingeordnet werden, das verbale und aktive Hetzen, das Ausgrenzen und Diffamieren, das Zündeln, aber auch der ungeheuere Leistungsdruck in Schule und Gesellschaft. Vieles davon zerstört die Würde des Menschen und das will ich nicht. Als einzelner stelle ich mich hier dagegen und handele, mal mehr – mal weniger. Ich bin in einem Verein bei uns im Dorf eingetreten und arbeite aktiv mit – die Aktion PiT Togohilfe Maisach, weil es einfach wichtig ist.

Personenkult Martin Luther
Im Jahr der 95 Thesen ist die Person Martin Luther in den Mittelpunkt gerückt. So mancher Kritiker bezeichnet dies als Personenkult. Sie hätte eher eine andere Herangehensweise.  Als Marketing-Fuzzi muss ich sagen: Es gab mit Luther ein geiles Produkt zu verkaufen und das Produkt Transport die Botschaft. Der Mönch war der Katalysator für die Botschaft der Reformation. Vielleicht wäre Luther mit seinen Thesen heute ein Blogger und wir könnten ihn im Bloggerclub begrüßen. Er nutze die Kommunikationsmittel seiner Zeit.

Ich habe kein Problem mit dem Personenkult um Luther, denn eine Marke, ein Symbol braucht man in der Mediengesellschaft. Es gab viele Aktionen, wie beispielsweise eine wunderbare bayerische Landesausstellung in der Veste Coburg. Über 220000 Besucher waren bereits dort.
Bei mir auf dem Schreibtisch steht ein kleiner Martin Luther von Playmobil. Das kleine Plastik-Vorbild ist der Renner: Schwarzer Talar und ein Federkiel in der Hand, der Mini-Martin Luther ist 7,5 Zentimeter groß und ist ein echter Hit.Im Juni ist die millionste Figur des mit Federkiel und aufgeschlagener Bibel dargestellten Reformators ausgeliefert worden, teilte der Spielwarenhersteller Geobra Brandstätter in Zirndorf (Landkreis Fürth) mit. Der in schwarzem Talar dargestellte Luther sei damit die erfolgreichste Playmobil-Einzelfigur in der Geschichte des Unternehmens. Da die Startauflage von 34.000 rasch vergriffen war, musste die kleine Luther-Figur mehrfach nachproduziert werden.

Diesen Luther MUSS ich haben.

Diesen Luther MUSS ich haben.

Von dem zum Reformationsjubiläum herausgebrachten Playmobil-Luther gibt es inzwischen eine Million Exemplare. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hatte sich vor gut zwei Jahren entschieden, den 7,5 Zentimeter großen Mini-Luther als „Reformationsbotschafter“ einzusetzen. Der große Bruder von Martin Luther steht im Romantik Hotel Goldene Traube in Coburg und kann dort angetroffen werden.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei Besuch im Romantik Hotel Goldene Traube mit Familie Glauben.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm bei Besuch im Romantik Hotel Goldene Traube mit Familie Glauben.

Aufgrund der Landesausstellung in der Veste Coburg hat sich das Hotel entschlossen, einen rund 1,5 Meter großen Martin Luther von Playmobil anzuschaffen, der immer wieder im Romantik Hotel Goldene Traube und in der Sterneküche Gourmet Restaurant Esszimmer und Restaurant Victoria Grill auftaucht und die Gäste erfreut. Ich arbeite ab und zu für dieses Hotel und habe Einblick, wie gut dieser Luther bei den Gästen ankommt.
Zum Start des Reformationsjahres packte Hotelbesitzerin Barbara Glauben ihren Luther aus und jetzt zum Ende des Reformationsjahr, wird er wieder eingepackt. Die beiden Videos zeigen es.

 

Meine Urlaubslektüre – Blogparade Urlaubslektüre – Was liest du?

15. August 2017
Gut belesen durch den August.

Gut belesen durch den August.

Das ganze Jahr muss/darf ich irgendwelche Fachbücher lesen, da brauch ich in den Ferien mal etwas komplett anderes – reine Unterhaltung. Und meine Bloggerclub-Kollegin Tanja Praske machte mich auf eine Blogparade von Die bunte Christine aufmerksam: Urlaubslektüre – Was liest du? Da nehm ich doch glatt teil mit meinem Blog.
Nun, ich fahre dieses Jahr zweigleisig: Ich lese dieses Jahr Rita Falk und Philip K. Dick, einmal sehr einfacher Lesestoff, einmal sehr visionärer Lesestoff.

Provinzkrimis von Rita Falk
Beginnen möchte ich mit Rita Falk und ihre bayerischen Provinzkrimis rund um Franz Eberhofer. Ich habe mir die komplette Romanreihe gekauft und lese jeden Tag ein Buch, gestartet bin ich mit Winterkartoffelknödel. Ex und hopp – viel Tiefe ist nicht zu finden und auch der Stil ist eher einfach. Das ist absolut leichte Kost. Ich wurde auf diese Reihe aufmerksam durch einen Kinobesuch von Valerian. Es lief unter anderem ein Trailer zu der Griesnockeraffäre nach dem Buch von Rita Falk. Hauptdarsteller Sebastian Bezzel war bei uns im örtlichen Kino zu Gast und warb für seinen Film.

Werbung im Kino

Werbung im Kino

Mein ganzes Kinoumfeld war begeistert von der Art bayerischer Provinzkrimi und so wurde ich neugierig. Es gab einige Verfilmungen der Romane von Rita Falk, die ich nicht bisher gesehen habe, aber die Kinobesucher sprachen ganz begeistert darüber. Ich unterhielt mich mit einigen Besucher, die mir die Romane sehr ans Herz legten. Es ist wohl eine neue Form von Heimatroman. In den Personen von Rita Falk erkannte ich einige Bewohner unseres Dorfes wieder, schließlich wuchs die Autorin in Oberbayern auf und hat viel von der Atmosphäre und den Charakteren aufgesaugt. Der Humor ist einfach, die Sprache unkompliziert und Fastfood für den Liegestuhl. Der Reiz liegt in der klischeehaften Zeichnung der Figuren. Es sind keine Helden, sondern menschliche, manches Mal sogar einfältige Typen, aber mit dem Herz an der richtigen Stelle. Die Kriminalfälle, diplomatisch als Provinzkrimi bezeichnet, sind nicht spektakulär, sondern einfach – so wie die Leute eben sind. Manches Mal wurde ich beim Lesen an das königlich bayerische Amtsgericht erinnert.
Die Geschichten selbst sind vorhersehbar. Der Reiz liegt in den handelnden Personen, die einem im Laufe der Lektüre ans Herz wachsen. Die Oma, die Susi, der Papa und Dorfbewohner samt Sheriffs. Ich kann verstehen, wenn man die Krimis um Franz Eberhofer ablehnt, mir halfen sie beim Abschalten.

Harmlose und leichte Kost für unterwegs.

Harmlose und leichte Kost für unterwegs.

Klassiker der SF-Literatur Philip K. Dick
Tiefere Kost und mindestens ebenso unterhaltsam ist die Lektüre von Philip K. Dick – ich bin noch mitten drin. Den Jüngeren wird er als Vorlage für die Amazon-Serie the Man in the High Castle bekannt sein. Dick schuf aber auch mit Träumen Androiden von elektrischen Schafen die Vorlage für Blade Runner. Ich widmete mich diesen Ferien den Science-Fiction Kurzgeschichten. Dick Werk Der Philip-K.-Dick-Companionumfasst 118 Geschichten und 43 Romane, von denen diverse verfilmt worden sind, wie Total Recall oder Minority Report. In meiner vorliegenden fünfbändigen Werkausgabe als Urlaubslektüre sind sämtliche Geschichten in chronologischer Reihenfolge enthalten, also keine Romane. Dies erlaubt mir, die Entwicklung des Science-ficition-Autors zu verfolgen.
Ich tat mich früher schwer mit Kurzgeschichten. Der Einstieg kam mir zu abrupt und das Ende zu schnell. Durch meine Begeisterung für Edgar Allen Poe lernte ich Kurzgeschichten zu lieben und Philip K. Dick hat hier Gewaltiges geleistet. Die Visionen des Autoren sind enorm und zwingen immer wieder zum Nachdenken. Als Kind liebte ich Science Fiction und nachdem ich Philip K. Dick gelesen habe und weiter lese, weiß ich auch warum. Der Schreibstil ist leicht verständlich und immer klar. Die Visionen, die der Autor hat, sind dagegen enorm und zeigen, warum Philip K. Dick einer der ganz Großen der SF-Literatur ist.

Heimat des Netzwerkens – der Bloggerclub hat eine neue Heimat

5. August 2017
Der PresseClub ist neu eröffnet - und damit der Bloggerclub auch. Foto: Schwepfinger

Der PresseClub ist neu eröffnet – und damit der Bloggerclub auch. Foto: Schwepfinger

Die Resonanz war enorm und das freut mich sehr. In klassischen Massenmedien und den sozialen Netzen wurde über den Wiedereinzug des PresseClubs zurück an den Marienplatz groß berichtet. Damit hat auch der Bloggerclub nun die renommierte Adresse Marienplatz 22/IV. Wie selten zuvor bekam ich Gratulationsmails, -posts oder -Tweets. Der Hammer war wohl ein halbseitiges Foto in der Abendzeitung Print (und online auch). Danke Tobias für den Hinweis und danke Manuela für die Zusendung des Papierbelegs.

Wow in der Abendzeitung print und online.

Wow in der Abendzeitung print und online.

Ich habe die Ehre, für den Bloggerclub als Vorsitzender zu arbeiten und mache dies meist im Hintergrund. Meine Vorstandskollegen führen in der Regel die Veranstaltungen durch. Meine Hauptaufgaben sind Lobbyismus und Netzwerken – und dem konnte ich beim Wiedereinzug des PresseClubs ausgezeichnet nachkommen.

PresseClub und Bloggerclub in bester Lage
Die neu gestalteten Räume des Clubs mit Blick auf den Marienplatz und den Alten Peter sind eindeutig die beste Lage in München. Für uns steht fest: Wir sind wieder in die Heimat des Netzwerkes eingezogen. Für mich ist der Club-Gedanke hier wichtig. In der Vergangenheit habe ich am Marienplatz für mich wichtige Hintergrundgespräche geführt. Das waren zum einen mit den illustren Gästen des PresseClubs. Das waren aber zum anderen mit den Mitgliedern des PresseClubs. Ich habe viel von dem Know-how, von der Erfahrung und der Einschätzung der Kolleginnen und Kollegen profitiert. Das ist für mich Netzwerken pur. Leider waren Eli Treppner und Norbert Matern nicht da, denen ich gerne persönlich gedankt hätte.

Vorsitzende beim Netzwerken: Matthias . Lange (Bloggerclub) und Peter Schmalz (PresseClub)

Vorsitzende beim Netzwerken: Matthias . Lange (Bloggerclub) und Peter Schmalz (PresseClub)

Wir als Bloggerclub sind dankbar, dass wir in dieser großartigen Location zu Gast sein dürfen und unsere Veranstaltungen durchführen dürfen. Bisher waren wir als Bloggerclub im Ausweichquartier des Clubs im Tal 12 untergebracht. Hier fand auch unsere Gründungsveranstaltung statt – wir sind jetzt ein Jahr alt. Der PresseClub residiert jetzt wieder am Marienplatz, wo er seit 1958 zu Hause ist und wir Blogger dürfen erstmals auch die neuen Clubräume nutzen. Damit ändert sich auch die Geschäftsadresse des BloggerClubs in die renommierte Adresse Marienplatz 22/IV. Und das leistungsstarke kostenfreie WLAN passt auch – ich weiß, wo ich ab und zu als digitaler Nomade arbeite, wenn ich in München bin.

Podiumsdiskussion zur Wiedereröffnung - ich bin auch dabei. Foto: Schwepfinger

Podiumsdiskussion zur Wiedereröffnung – ich bin auch dabei. Foto: Schwepfinger

PK zur Wiedereröffnung
Zum Wiedereinzug lud der Internationale PresseClub München in seine neu gestalteten Räume am Marienplatz 22 ein. Mit rund 800 Mitgliedern und mehr als 250 Pressekonferenzen pro Jahr ist der PresseClub München e.V. der größte seiner Art in Deutschland. Nach dem Umbau bietet der Club nicht nur den Blick auf das Rathaus, sondern auch auf den Alten Peter. Wenn ich Gäste aus dem In- und Ausland habe, führe ich sie in den PresseClub und zeige ihnen den Ausblick. Besser geht es wirklich nicht.

Wo der Hut liegt, ist mein Platz.

Wo der Hut liegt, ist mein Platz.

Einen Überblick über die Aktivitäten und Angebote des PresseClubs gaben auf der Pressekonferenz: Peter Schmalz, Vorsitzender PresseClub München e.V., Helmut Gierke, Vorstandsmitglied PresseClub München e.V., Angelica Fuss (coole Brille), Geschäftsführerin PresseClub München e.V., Matthias J. Lange, Vorsitzender Bloggerclub e.V., Leonie Sanke, Vorsitzende Nachwuchsjournalisten in Bayern e.V. (NJB), was mich besonders gefreut hat, denn dem NJB stand ich lange als Vorsitzender vor. Auch unser stellvertretender Vorsitzender Franz Neumeier war im Publikum mit dabei und beantworte im Nachhinein die Fragen der Journalisten. Für einen Imagefilm des PresseClubs wurden Franz Neumeier und ich vor der Kamera interviewt. Wir spielten uns wunderbar die Bälle zu und machen Werbung für den Bloggerclub – also Lobbyismus pur.

Die Sicht vom Podium.

Die Sicht vom Podium.

Die komplette Pressekonferenz gibt es hier zu sehen. Die Ausführungen von mir gibt es ab Minute 35:38 im ersten Video und das komplette zweite Video.

 

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? – für mich nein

7. Juni 2017
Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Stephan Goldmann und ich sprachen vor Mitgliedern der deutschen Presseclubs.

Blogger und Journalisten – ist dies ein Widerspruch? Dieser Frage gingen Stephan Goldmann und ich vom Bloggerclub vor Mitgliedern des Forums der deutschen Presseclubs nach. Im Forum sind PresseClubs aus ganz Deutschland organisiert und die Jahrestagung fand vor kurzem in Augsburg statt.
Wir Blogger brauchen eine Vertretung gegenüber der Öffentlichkeit. Ziel unseres Vereins Bloggerclub ist es, Blogger zu organisieren, zu schulen und weiter zu vernetzen. Blogs sind schließlich aus der heutigen Medienwelt nicht mehr wegzudenken und haben massiven Einfluss auf die Medienrealität. Heute gibt es in der Blogosphäre unterschiedliche Arten von Blogs wie beispielsweise private Blogs, Hobbyblogs, Unternehemsblogs, Wissenschaftsblogs oder journalistische Blogs. Mein Blog redaktion42 ist sicherlich eine Ausnahme – er dreht sich egomäßig um mich und hat damit auch ein spezielles Thema. Wir schaffen im Bloggercub ein Netzwerk schaffen unter dem Dach des Bloggerclubs in dem sich alle wiederfinden und voneinander profitieren können. Und natürlich weiß ich, dass Blogger kein klassisches Vereinsvölkchen sind und dennoch ist es aus meiner Sicht wichtig, gegenseitig füreinander einzutreten und sich zu organisieren und – ganz wichtig, ein Sprachohr gegenüber der Öffentlichkeit zu sein.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Bloggerkodex als gemeinsame Grundlage.

Gemeinsame Basis ist ein verbindlicher Bloggerkodex, zu dem sich alle Mitglieder des Bloggerclubs verpflichten. Transparenz ist unser oberstes Gebot. Der Bloggerkodex regelt klare Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit Werbung, Unterstützung, Sponsoring und Verlosungen.
Die Schwerpunkte unserer Vereinsarbeit sind Fortbildung, das Fördern von Medienkompetenz und Lobbyismus. Hierbei unterstützt uns der PresseClubs München sehr. Vielen Dank dafür. Der renommierte Presseclub, bei dem ist seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Mitglied bin und früher durch meine Mitgliedschaft bei den Nachwuchsjournalisten in Bayern im Vorstand war, öffnet uns die Türen und bietet uns Bloggern eine repräsentative und moderne Tagungsstätte. Der PresseClub profitiert von unserem Programm, wie beispielsweise Schulungen zu SEO, Vermarktung oder Aufbereitung von Blogs. Also eine typische Win-Win-Situation.


Gerne kann unser Konzept vom Bloggerclub von anderen PresseClubs in Deutschland aufgegriffen werden. Erste Presseclubs haben bei uns schon angefragt. Wir als Bloggerclub stehen hier gerne als Partner zur Verfügung, schließlich wollen wir auch weiter wachsen.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Provokant mit Weste: Stephan Goldmann.

Mein Kollege Stephan Goldmann hat einen sehr engagierten Vortrag vor den Mitgliedern des Forum der deutschen PresseClubs gehalten. Viele Journalisten tun sich mit Blogs noch schwer. Beispielsweise haut die FAZ gerne auf die Blogger ein, zuletzt auf die Reiseblogger.

Fujifilm X100F in Silber oder Schwarz?

18. Februar 2017

Silber oder Schwarz? Das ist die Frage, die ich mir im Moment stelle. Soll meine nächste Fujifilm Kamera die Farbe Silber oder schwarz haben?


Der Entschluss ist gefallen, dass ich mir die Fujifilm Kompaktkamera X100F zulegen werde. Ich bin mir nur in der Farbe unsicher. Die Fujifilm X100F wird in den nächsten Tagen erscheinen und mein Finger schwebt über den Bestellbutton. Die technischen Daten der Kamera überzeugen.
Ich habe bereits das Vorvorgängermodell die X100S. Das Modell T habe ich ausgelassen und werde bei der X100F einsteigen, weil es doch im Vergleich zu meiner X100S ein paar Features hat, die deutlich verbessert wurden. Die X100S habe ich in Silber und ich liebe die Reaktionen auf diese Kompaktkamera. Sie hat ein gewisses Retro-Design durch den schwarz-silbernen Body. Ab und zu passiert es mir, dass ich von Leute angesprochen werde, die diese hochmoderne Digitalkamera mit der Kamera ihrer Großväter/Mütter verwechseln. Es kommen dann so Sprüche wie: „Schau mal, hier fotografiert noch einer mit Film mit einer Kamera von damals.“ Ich muss die Herrschaften dann enttäuschen und zeige ihnen dann ein Hightech-Teil aus Japan. Aber wir kommen immer wieder ins Gespräch und das ist toll. Mit Menschen zu sprechen ist immer wieder wichtig und macht mir auch Spaß.

Minolta und dann Nikon
Ich war in meiner Jugend ein Minolta-Fotograf. Aber durch mein Augenleiden, entschied ich mich auf Nikon umzusteigen und hatte eine ganze Reihe von Nikons im Einsatz. F3, F4, dann 801s und später die digitalen Boliden D1x und aktuell die D3x. Der Ausflug von Nikon ins 360 Grad-Lager mit der Keymission 360 war für mich ein absoluter Fehlschlag. Nikon hat die Zeit verschlafen. Im Moment reicht mir die D3x für die großen Einsätze wie Konzertaufnahmen u.a., wo es noch auf eine Materialschlacht ankommt.

Fujifilm X100S war ein Hobby
Die Fujifilm X100S war immer ein Hobby gewesen, das ich nebenbei pflegte. Ich bin fasziniert durch das geringe Gewicht, die Qualität und die Kamera mit der festen 35mm Optik führte mich zurück zur klassischen Fotografie der ersten großen Fotoreporter. Ich bin ein begeisterter Robert Capa-Anhänger, der mit den Magnum-Fotografen großartige Bilder geschossen hat. Die Fujifilm X100S führte mich in diese Zeit zurück, die ich freilich nie erlebt habe. Ich kaufte mir die Kamera im April 2013.


Mit dieser Kamera verbinde ich einige Abenteuer. Da wären Urlaube mit der Familie, aber da wäre auch ein Besuch bei der Familie von Stanley Kubrick. Ich war auf den Landsitz der Kubricks eingeladen und hatte meine Fujifilm X100S dabei. Christiane Kubrick und Jan Harlan interessierten sich für die Kamera und ich konnte ein paar wunderschöne Aufnahmen machen. Tief bewegt fotografierte ich das Grab des legendären Stanley Kubricks auf den Anwesen der Familie. Kubrick und seine Tochter liegen hier im Garten begraben und ich durfte die Grabstätte besuchen. Für mich ein sehr emotionaler Moment.

Am Grab von Stanley Kubrick mit der Kamera um den Hals.

Am Grab von Stanley Kubrick mit der Kamera um den Hals.

Bei meiner jüngsten Reise nach New York habe ich die Fujifilm zu Hause gelassen und nur das iPhone 7Plus verwendet. Ich bin von der Smartphone-Fotografie begeistert. In New York sind mir tolle Bilder mit dem iPhone gelungen und ich gebe beim Bloggerclub einen Vortrag über Smartphone-Fotografie. Wer teilnehmen will, bitte anmelden.
Aber dennoch will ich die klassische Fotografie aufrecht erhalten. April 2013 kaufte ich mir die Fujifilm X100S. Im März 2017 soll es nun die Fujifilm X100F werden. Aber in welchem Design? Das bisherige Silber mit dem ich wunderbare Erlebnisse hat oder vielleicht das traditionelle Schwarz? Was meint ihr? Ich möchte von meinen Lesern dieses Blogs eine Meinung und bitte euch um eure Stimme. Zu gewinnen gibt es nichts. Ich werde Fotos posten, die ich mit der Kamera gemacht habe – das ist klar. Also: Silber oder Schwarz?

New York Reiseführer – Meine Reiseimpressionen Teil 16

25. Januar 2017

Die Entscheidung nach New York zu fahren lag an K2. Im vergangenen September hatte ich groß getönt, wenn der Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewinnt, dann fährt die Familie Silvester nach New York. Die große Klappe konnte ich mir leisten, da damals Hillary Clinton ganz weit vorne lag. Am Wahltag schaute ich doof aus der Wäsche und K2 erinnerte mich an mein Versprechen. So wurden Flug und Hotel gebucht, denn Versprechen gilt es einzuhalten.


Mit dem Zeitpunkt begann ich auch, meine New York-Reiseführer aus meinen Archiv herauszuholen. Was wollten wir alles besichtigen? Ich habe rund zehn Bücher über New York, klassische Führer mit so genannten Insider-Tipps. Wenn ich ehrlich bin: Ich habe keinen einzigen angeschaut. Ich habe mich komplett im Internet in der Blogosphäre umgesehen, habe ein paar Freunde vom Bloggerclub gefragt und bei meinen New York-Bekannten angeklopft. Irgendwie hatte ich keine Lust, klassische Reiseführer zu wälzen. Aber zwei Ausnahmen gab es dennoch: Ich habe ausführlich zwei Fotobücher genossen: New York von Jeff Chien-Hsing Liao und New York von Serge Ramelli. Das eine Buch ist in Farbe, das andere Buch in Schwarzweiß – beide Bücher bieten einen aktuellen Blick auf Big Apple, auf die Stadt die niemals schläft.


Ich liebe Fotobücher, sehr zum Leidwesen meiner Frau. Fotobücher sind teuer und nehmen viel Platz weg, aber gute Fotobücher erzählen Geschichten. Sie bilden nicht nur die Wirklichkeit ab, sondern wenn sie gut gemacht sind, dann geben sie Inspiration und Motivation. Sie erzählen Geschichten aus einer fremden Welt, von bekannten und unbekannten Orten. So ging es mir mit diesen beiden New Yorker-Fotobüchern. Wenn ich ehrlich bin, dann schaute ich auch noch in ein drittes Buch: Humans of New York. Über diesen Klassiker der Street-Fotografie habe ich ja früher bereits gebloggt. Aber da ich dieses Mal mit Familie unterwegs war, rutschte das Thema Street-Fotos etwas in den Hintergrund und ich will meinen Focus auf die klassischen Bildbände mit Motiven der Stadt legen. Dennoch klarer Buchtipp für Humans of New York.

Jeff Chien-Hsing Liao: New York
Jeff Chien-Hsing Liao zeigt uns großformatige Bilder und bewegt sich auch abseits der touristischen Routen der Stadt. Freilich, Schmelztigel wie Time Square dürfen nicht fehlen, aber Jeff Chien-Hsing Liao wirft auch einen anderen Blick auf seine Stadt New York. Seine Bilder sind extrem detailliert, aufgenommen mit einer Großformatkamera und anschließend nachbearbeitet.

Als Betrachter hatte ich das Gefühl, in die Szenerie der Fotos einzutauchen und die Atmosphäre aufzusaugen. Es ist anders wie bei klassischen Bildbänden. Ich bin wirklich an den Ort teleportiert und blicke nicht wie ein Betrachter von außen auf das Motiv. Hier zeigt sich das geniale Talent von Jeff Chien-Hsing Liao.

Serge Ramelli: New York
Den Namen Serge Ramelli kannte ich vor allem von Photoshop- und Lightroom-Tutorials aus dem Netz. Er ist ein großer Magier der Adobe-Software. Der Franzose hat ein gewaltiges Fotobuch über seine Heimatstadt Paris auf den Markt gebracht.

Atemberaubende Schwarzweiß-Fotos von der Stadt der Liebe. Nicht ganz so perfekt ist sein Fotobuch über New York geworden, aber dennoch ist es eine Inspiration für mich gewesen. Das ging sogar soweit, dass ich einen kleinen Fotoblog mit Schwarzweiß-Bilder eingerichtet habe, in dem ich unregelmäßig Bilder poste. Ramelli ist der klassische HDR-Fotograf, der am Rechner seine Bilder nachbearbeitet. Ich bin nicht von allen Motiven begeistert, die er von New York geschossen hat. Manche Aufnahmen sind großartig, manche sind langweilig und die Luftbilder aus dem Heli sind etwas unscharf. Er besucht vor allem die touristischen Plätze und zeigt uns ein New York in Schwarzweiß – für mich eine Liebeserklärung an die Stadt wie Woody Allens Manhatten.

Vielen Dank
Mit diesem Beitrag beende ich meine New York-Serie und freue mich über die große Resonanz. Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Klicks. Mal sehen, wohin mich meine nächsten Reiseimpressionen mich führen. Ich kehre damit wieder zu meinen gewohnten Beiträgen zurück.