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Buchkritik: the Making of King Kong von Jenny Wake

21. April 2014

Kong

Während die Welt und ich auf die Neuverfilmung von Godzilla warten, hab ich mir mal wieder den King Kong von Peter Jackson reingezogen. Der Affe verkörpert für mich den klassischen Abenteuerfilm pur. Jackson hat viel Prügel für den Film kassiert, doch ich mag ihn. Er hat seine ganz eigene Stimmung und ist eine Erinnerung von die alte Verfilmung. Den Mist aus den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lassen wir lieber unter den Tisch fallen. Die Idee zu King Kong stammte übrigens von Edgar Wallace, was die wenigsten wohl wissen.

Nachdem ich bereits ein King Kong-Buch vorgestellt habe, kommt hier The Making of King Kong. Es ist der offizielle Guide zum Film. Geschrieben wurde das Buch von Jenny Wake. Es führt einen zurück in die Ära der dreißiger Jahre als Art Deco noch Stilgebend war. 200 Fotos darunter einiges an Concept Arts, digitale Storyboards und einige hinter den Kulissen-Schnappschüssen liefert dieses Buch. Aber wie bereits bei anderen Making of-Büchern bleibt es an der Oberfläche. Zuviel Content in einem Buch, obwohl Material für eine ganze Reihe von Filmbüchern dagewesen wäre. Für den klassischen Filmfan mag es ausreichen, für den Spezialisten ist The Making of King Kong im Grunde eine Enttäuschung. Oberflächlich werden Motion Capture oder die Agents von Massive abgehandelt. Gerne hätte ich einmal ein wirkliches Making of aus diesem Bereich gelesen.

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Am meisten interessiert hat mich natürlich der Affe selbst, also Meister King Kong. Leider kommt er erst in der zweiten Buchhäfte in Erscheinung. Und hier kommt natürlich der großartige Andy Serkis ins Spiel. Serkis ist der Star der Branche. Peter Jackson  arbeitete bereits mit Andy Serkis bei seiner Darstellung als Gollum in Herr der Ringe und auch im ersten Teil des Hobbits. Andy Serkis hat aktuell bei der neuen Verfilmung von Planet der Affen: Revolution mitgewirkt und wird hier seine Leistungen im Bereich Motion Capture einbringen. Wir dürfen auf die Affenfolge gespannt sein.

Der große Andy Serkis

Der große Andy Serkis

Mir kommt der ganze Bereich von Andy Serkis in diesem Buch zu kurz. Andy Serkis hat das künstlerische Handwerk des Performance Capture revolutioniert. Performance Capture ist eine spezielle Art des Motion Capture, bei dem die Mimik und Gestik eines Schauspielers getracked, digital verarbeitet und im Anschluss auf einen computergenerierten Charakter übertragen werden. Serkis‘ Arbeit als Motion Capture-Darsteller und Sprecher von CG-Figuren wie Gollum brachten ihm große Bekanntheit ein. Andy Serkis gewann weltweit unzählige Fans für seine Darstellung des Gollum in Peter Jacksons Oscar-prämierter Der Herr der Ringe-Trilogie. Für diese Rolle wurde Serkis mit einem Empire Award sowie Outstanding Ensemble Cast Awards ausgezeichnet, darunter auch mit dem Screen Actors Guild Award. Bei einer erneuten Zusammenarbeit mit Jackson spielte Serkis in King Kong gleich zwei prominente Rollen. Serkis‘ Fähigkeit, die Motion Capture-Möglichkeiten so auszuschöpfen, dass ein differenzierter und glaubwürdiger Character entsteht, wurde 2014 mit einem CinemaCon Vanguard-Award gewürdigt.

Vor kurzem wurde bekannt, dass Serkis bei der Warner Bros.-Adaption von Richard Kiplings Das Dschungelbuch Regie führen wird. Er war bereits als Second-Unit-Regisseur bei Peter Jacksons Der Hobbit-Trilogie (aktuell: Der Hobbit: Smaugs Einöde) tätig und übernahm zudem die Rolle des Gollum in Der Hobbit: Eine unerwartete Reise. Im Oktober 2012 kündigte Serkis die Übernahme von zwei Projekten an, die von seinem Londoner Performance-Capture Studio The Imaginarium produziert werden; bei The Bone Season wird Serkis sowohl als Produzent als auch als Regisseur in Erscheinung treten. Zu seinen weiteren bekannten Rollen zählt die Verkörperung des Captain Haddock in Steven Spielbergs Die Abenteuer von Tim und Struppi sowie Nebenrollen in Death of a Superhero und Brighton Rock. 2010 erntete Serkis Darstellung der Punk-Rock-Legende Ian Dury in dem Film Sex & Drugs & Rock & Roll von Mat Whitecross viel Beifall und brachte ihm außerdem eine BAFTA Nominierung als bester Schauspieler ein.

Seine weitere Filmografie umfasst Filme und Serien wie Burke & Hare, die BBC Miniserie Little Dorrit, die BBC/HBO Produktion Einstein und Eddington, Oliver Twist oder Christopher Nolans The Prestige. Für seine überzeugende Darstellung des Ian Brady in der HBO Produktion Longford wurde er mit einem Golden Globe und einer BAFTA TV Award Nominierung geehrt. Als renommierter Bühnendarsteller erwarb sich Serkis für seine Arbeit in London und ganz Großbritannien großes Ansehen und debütierte darüber hinaus als Regisseur mit dem Stück The Double Bass am Londoner Southwark Playhouse. Zu seinen weiteren Regiearbeiten gehört das preisgekrönte Spiel Heavenly Sword für Playstation3 sowie Enslaved: Odyssey to the West für Namco Bandai Games. Für den Kurzfilm Snake, bei dem seine Frau Lorraine Ashbourne und Rupert Graves mitspielten, schrieb er das Drehbuch und führte außerdem Regie.

In Planet der Affen: Revolution stehen sich das neu entstandene Volk der intelligenten Affen unter der Führung von Caesar und eine Gruppe von Menschen gegenüber, die das vor zehn Jahren freigesetzte, verheerende Virus überlebt hat. Sie beschließen ein Friedensabkommen, das sich aber als so fragil erweist, dass ein letzter Kampf unausweichlich scheint – ein Kampf, der die Vorherrschaft über die Erde entscheiden wird. Planet der Affen: Revolution wird ab dem 7. August 2014 in den deutschen Kinos zu sehen sein.

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Bei King Kong konnte Andy Serkis seine Erfahrungen als Affe sammeln. Ausgestattet mit einem Performance Capture-Anzug spielt er, kopiert er, limitiert er einen Affen perfekt. Aber leider auch das kommt im Buch The Making of King Kong etwas zu kurz. Ich hätte gerne ein Buch wie zu Gollum über die Leistungen von Andy Serkis gehabt. Schade.

Erste Erfahrungen mit Disney Micky Epic – Die Macht der 2

21. Mai 2012

Es gibt im Comic-Bereich Helden und Superhelden und dann gibt es noch Comic-Götter. Dazu gehört auf jeden Fall Micky Maus. Es hat lange gedauert, bis sich Micky auf das neue Terrain der Videospielwelt wagte. Videogames sind fest in der Hand von Nintendo mit Mario und seinen Gesellen. Doch der erste Streich gelang. Mit Disney Micky Epic gelang der Maus ein Achtungserfolg, der Spaß macht. Im Herbst 2012 kommt der zweite Streich, die Fortsetzung Disney Micky Epic – Die Macht der 2.

Neben Micky kommt der erste Disney-Held aus der Versenkung, den kaum noch einer kannte: Der Hase Oswald. Entwickelt wird das Spiel von Branchen-Koryphäe Warren Spector und Disney Interactives Spielestudio Junction Point. Mit Disney Micky Epic – Die Macht der 2 kehrt das Franchise aber nicht nur auf Nintendos Wii zurück, sondern wird auch in HD-Qualität für Xbox 360 und PlayStation 3 erscheinen. „Ich bin selbst von Kindheit an ein großer Disney-Fan und empfinde es deshalb als große Ehre, mit Micky Maus in Disney Micky Epic arbeiten zu dürfen“, so Warren Spector. Ich traf den Entwickler zu einem Gespräch in München. Dabei war er sichtlich glücklich, keine Standardfragen über Spieleentwicklung beantworten zu müssen.

Auch das Spiel konnte ich kurz anspielen. Wichtigste Neuerung: Diesmal sind Micky und Oswald ein richtiges Team und gleichberechtigte Partner – Micky mit seinem

magischen Pinsel, mit dem er Farbe und Verdünner versprühen kann, und Oswald mit einer Fernbedienung, die ihm Macht über die Elektrizität verleiht. Der neue Koop-Modus baut das von Warren Spector entwickelte „PlayStyle Matters“-Spielprinzip weiter aus. Bei diesem Gameplay-Ansatz nehmen die Spieler verschiedene Herausforderungen in Angriff, um die gesamte Story zu erkunden, doch ihre Handlungen wirken sich gleichzeitig auch auf den Spielverlauf aus. Wir dürfen auf das Endergebnis gespannt sein.

Wohl etwas verstörend für deutsche Ohren ist die Singerei im Spiel. US-Musical zollen wohl ihren Tribut. Ich erinnere mich mit Grauen an einem Besuch im Disneyland Paris als es ab Oktober Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern schallte und ich in meinem Zimmer nicht den Knopf zum Ausschalten fand. Daher bin ich ein gebranntes Kind, wenn es um US-Weihnachtssongs geht. Aber zurück zum Spiel: Mehrere Stationen ihres Abenteuers bestreiten die Charaktere singend und untermalt von bekannten Songs. Abgesehen von diesem „musikalischen“ Erzählansatz beeinflussen zudem persönliche Entscheidungen der Spieler, welche Lieder und Begleitmusik sie hören, wodurch jeder Spieler Schöpfer seines individuellen, unverwechselbaren Soundtracks wird. Mit der Umsetzung dieser musikalischen Gameplay-Elemente hat Disney Interactive Emmy-Preisträger und Komponist James Dooley und den Texter Mike Himelstein betraut.

Sämtliche Charaktere in Disney Micky Epic – Die Macht der 2 sprechen zu den Spielern und auch Oswalds Stimme wird zum ersten Mal zu hören sein.

„Mit dem ersten Disney Micky Epic-Spiel hat sich Micky als waschechter Videospielheld etabliert und die Fans waren von Oswalds Rückkehr in die Disney-Familie begeistert“, so John Pleasants, Co-President bei Disney Interactive Media Group. „Nun entwickelt sich die Franchise weiter, erscheint für mehrere Plattformen und die Spieler werden völlig neue Wege entdecken, den reichhaltigen Fundus an Disney-Charakteren und Disney-Attraktionen kennen zu lernen.“  Ok, viel PR-Blabla, jetzt wollen wir Taten sehen. Auf jeden Fall wird an der Maus-Ikone weiter gearbeitet und sie fit für das 21 . Jahrhundert gemacht.

Ab in die Schlacht: Neues Herr der Ringe-Spiel

20. Oktober 2010

Irgendwie mag ich den alten Tolkien und seinen „Herr der Ringe“. Ich bekenne mag die Bücher und bin ergriffen vom Das Silmarillion und freue mich auf die Zeit, wenn ich die Geschichten vom Weihnachtsmann meinen Kindern vorlesen kann. Bis es soweit ist, werde ich wohl zu Schwert und Bogen greifen und auf der PS3 Abendteuer aus dem Auenland erleben. In Kürze kommt ein neues HdR-Spiel auf den Markt mit dem Namen „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn„.

Die Grafik haut mich nicht vom Hocker, die Figuren wirken klobig, dennoch scheint der Spielspaß für die ganze Familie gewiss zu sein. Und das ist mir in diesem Falle das Wichtigste. Wenn ich Grafik will, spiele ich andere Games – und die in der Regel allein.

Schwertschwingend, mit Schild, Bogen und Speer bewaffnet, kämpfe ich in dem neuen Game „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn“ gegen Saurons Schergen und reisen durch eine farbenprächtige Neuauflage von Mittelerde. Hoch zu Ross mache ich dabei dem Bösen abwechselnd mit Schwert und Speer den Garaus und erlebe actionreiches, bewegungsgesteuertes Gameplay. Im exklusiv für PlayStation3 verfügbaren Zweispieler-Koop-Modus ziehen Freunde oder Familienmitglieder als Gandalf mit ins Schlachtgetümmel. Gandalf wird in meinen Fall von meiner Frau dargestellt werden, mal sehen, ob sie Lust hat, sich in die Schlacht zu stürzen.

Worauf ich mich wirklich freue, ist die bewegungsgesteuerte Spielmechanik, die den demnächst für PlayStation erhältlichen PlayStation Move Motion-Controller unterstützt. Da bin ich sehr gespannt darauf, ob es im Real Play funktioniert. Über die Controller-Sensoren werden Bewegungen der Spieler erkannt und punktgenau in Aragorns Schwerthiebe umgesetzt. Der Hersteller Warner Bros. Interactive Entertainment verspricht fantastische Finishing-Moves: „Führe perfekt getimete Waffenhiebe aus und versetze in spektakulären, kinoreifen Boss-Kämpfen Saurons Dienern den Gnadenstoß“, heißt es und ja ja ja, das will ich ausprobieren sowie die grandiose Bogen-Kämpfe: Ich übernehme mit dem MOVE-Bewegungscontroller volle Kontrolle über Aragorns Bogen und schalte Saurons Truppen aus sicherer Entfernung mit gezielten Pfeilschüssen aus, obwohl da sicher Legolas der bessere Schütze wäre.

 

Spielszene aus der Herr der Ringe.

Spielszene aus der Herr der Ringe.