Posts Tagged ‘Friseurin’

Wenn Gesellen die Gutmütigkeit ausnutzen

25. März 2009

Freundlichkeit gegenüber Kollegen und Mitarbeiter ist eine Pflicht, doch darf man sich nicht zum Affen machen. Immer wieder höre ich von Friseuren, die einen kapitalen Fehler machen und sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Dies kann sogar zum wirtschaftlichen Ruin führen.

Folgendes Beispiel: Da fragt eines Tages die Gesellin ihren Chef, ob er ihr nicht ein Zeugnis ausstellen könnte. Sie will sich selbstständig machen und braucht einen Nachweis, dass sie im Salon vier Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Außerdem verstehe man sich ja so gut und sie wolle den Salon in einer anderen Stadt eröffnen.

Hier sollte der Meister hellhörig werden. Wenn eine Gesellin, die bisher keine Führungskraft war, nun ein Zeugnis mit Führungsqualitäten braucht, dann ist Gefahr in Verzug. Wird das Zeugnis ausgestellt, so kann es vorkommen, dass die Friseurin ihren neuen Salon natürlich nicht in der nächsten Stadt eröffnet, sondern nebenan in der nächsten Straße. Hier wurde die Gutmütigkeit des Chefs ausgenutzt und die so genannte Altgesellenregelung angewandt. Damit kann sich ein Geselle selbstständig machen, wenn er mehrere Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Dies muss er allerdings bei einigen Handwerkskammern anhand seiner Sozialversicherungsnachweise beweisen, denn Führungskräfte verdienen mehr als gewöhnliche Gesellen.

Die Folge: Die Gesellin hat Hunger auf wirtschaftlichen Erfolg und nimmt die Kunden mit. Der Saloninhaber und ehemalige Lehrherr hat das Nachsehen und ist enttäuscht, schreit nach Hilfe. Aber man kann ihn nur sagen: Selbst schuld. Denk nach, was du da treibst. Stell dich selbst in Frage.

Fest steht: Wenn der Chef in einem Salon arbeitet, dann ist er der Chef und eine Gesellin kann kein zweiter Chef sein.

Aber: Ist die Gesellin wahrheitsgemäß eine Führungskraft, dann darf ihr das Zeugnis nicht verweigert werden. 

iPhone beim Friseur

23. Oktober 2008

Meine Frau war neulich mal wieder beim Friseur und sie sieht jetzt perfekt aus. Beim Waschen, Schneiden, Legen vergeht aber immer viel Zeit. Rund zwei Stunden hat sie bei ihrem Friseur am Ort verbracht. Wenn man so im Stuhl sitzt, bekommt man immer wieder Gespräche mit. So wollte eine Kundin nebenan genau die Frisur, wie sie Victoria Beckham trägt. Also machte sich die Friseurin auf, de gesamte Yellow-Press des Salons durchzublättern, wie denn nun der neue Schnitt der Promi-Dame aussieht. Aber natürlich wurde nichts gefunden in Gala, Bunte und wie die bunten Blätter so heißen. Also, da kommt das überlegene iPhone zum Zug. In Sekundenschnell war ein neues Abbild von Frau Beckham gefunden. Friseurin und Kundin waren zufrieden. So zeigt das iPhone mal wieder was es kann. Super Alttagstauglich, auch beim Friseur. 

18500 Besucher bei der Haare 2008 – WOW

21. Oktober 2008

Konservativ gerechnet kamen zur Haare 2008 rund 18500 Besucher an zwei Tagen in die Frankenhalle. Früher hieß die Messe mal Bayern Hair. Die Haare war eine Kombination aus bayerischer und deutscher Meisterschaft der Friseure, Ausstellung, Fachkonferenz, Nail-Art, Get-together usw. Mein Job war es, für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks eben die bayerischen Teilnehmer in die Presse zu bringen. Und ich muss sagen: Job erledigt. Wir haben die örtliche Presse mit Futter versorgt. Diese Woche kommen noch ein paar Meldungen. Außerdem haben wir Bilder und Erlebnislisten zum Download auf die LIV Friseure Webseite bereitgestellt. Und das ratz-fatz in Windeseile. Technik hat funktioniert. Drei Macs haben brav gearbeitet und auch das Siemens WLAN in der Nürnberg Messe hat prima die Daten in die Wolken geschaufelt. Alles in allem ein voller Erfolg aus meiner Sicht. Dank an alle, die dabei waren. Um die deutschen Ergebnisse wird sich der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks kümmern. 

Anbei ein Video von der Bayern Hair 2007 von mir über den Hair Tattoo-Wettbewerb:

Haare 2008 eröffnet

19. Oktober 2008

Die Haare 2008, ehemals Bayern Hair, ist in Nürnberg eröffnet. Rund 18.000 Besucher werden in der Frankenhalle erwartet. Heute morgen hat die große Veranstaltung mit Wettbewerben, Showbühnen, Ausbildungsforum und fetter Ausstellung begonnen. Die Massen sind schon da. Ich bin für den Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks da und mach die Pressearbeit. Soeben habe ich erste Bilder auf die Website http://www.friseurebayern.de gestellt.

Update (20.10.08): Die Siegerlisten vom ersten Tag sind auch bereits online auf der LIV Website.

Update (20.10.08 abends): Alles fertig, auch die Siegerlisten vom zweiten Tag und Pressebilder sind online.

Bayerische Friseure wehren sich gegen SPD-Plakat

22. September 2008

Je näher es in Bayern auf die Wahl zugeht, desto drastischer werden die Mittel. Jüngstes Beispiel ist ein SPD-Plakat, an dem sich die Geister scheiden. Das unfaire SPD-Plakat zeigt eine Friseurin mit einem Preisschild auf der Stirn „4,99 Euro Dumpinglohn“ sowie der Aufschrift „Menschen sind kein Schnäppchen: Mindestlöhne jetzt.“ Mein Gott, wie blöd müssen die Parteistrategen denn sein für so eine Aktion. Man hat das Gefühl, die Bevölkerung wird für dumm verkauft. Hauptsache Luft wackelt im Wahlkampf.

Die bayerischen Friseure antworteten richtig: Zum einen gab es eine Unterlassungsaufforderung gegen die bayerische SPD und zum anderen jetzt gibt es eine einstweilige Verfügung. SPD, bleib bei der Wahrheit! Das bayerische Friseurhandwerk hat seit 1992 einen allgemein verbindlichen Entgelt-Tarifvertrag – und damit schon längst den von der SPD jetzt geforderten Mindestlohn.

Das Friseurhandwerk ist sich seiner gesellschaftlichen Aufgabe bewusst und hat daher einen allgemein verbindlichen Tarifvertrag mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen. Danach verdient eine Friseurin mindestens 7,04 Euro in der Stunde.

Allgemein verbindliche Tarifverträge haben in unserem Land quasi Gesetzeskraft, das sollte auch die bayerische SPD wissen. Die SPD versucht die Friseurbranche für billige Wahlkampftricks an den Pranger zu stellen. Wenn die SPD glaubt, im Friseurhandwerk mit einem solchen Plakat Wähler gewinnen zu können, hat sie sich getäuscht. Leute, bleibt einfach bei der Wahrheit.