Posts Tagged ‘Hüte’

Meine Leidenschaft – Schuhe, ja Schuhe für Männer

28. April 2016

Ich machte den Anfang und ich mache das Ende – gemeint ist die Blogparade der Münchner IronBlogger zum großartigen Thema Leidenschaft. Ich startete mit meiner Leidenschaft zum Thema 8-Bit-Videospiele und möchte mit meiner Leidenschaft Schuhe enden. Ja richtig, Schuhe. Ich liebe Schuhe und in jeder Stadt gehe ich meiner Leidenschaft nach. Übrigens, ich bin ein Mann.

Krasse Kombi, ich weiß.

Krasse Kombi, ich weiß.

Wir Männer haben nicht viel um aufzufallen, um modisch Eindruck zu schinden. Ich trage keine Ohrringe, Ketten und anderen Schmuck. An den Finger trage ich einen Ring, manches Mal sind es zwei oder drei – je nach Anlass. Die Zeiten der protzigen Uhren sind in Zeiten der AppleWatch auch vorbei. Meine Klamotte ist weißes Hemd, Fliege, schwarze Hose, Jacke – auch nicht gerade der modische Brüller.
Was bleibt sind Hüte und Schuhe. Beides erwerbe ich mit großer Leidenschaft. Klassische US-Kappen sind nicht mein Ding, also weiche ich auf Mützen oder klassische Hüte aus. Der Hutkönig in Regensburg gegenüber vom Dom ist mein Paradies an Hüten – oder der Breiter in München.
Bei den Schuhen wird es schon schwieriger. Der klassische Schuhladen hat für uns Männer schwarze und braune Schuhe. Die müssen sein, sind aber manches Mal zu langweilig. Ich hatte mal einen Chef, der mich bei einer Abendveranstaltung nach 18 Uhr nach Hause schicken wollte. „No brown after six“ – hieß seine Devise. Gut, dass ich noch schwarze Schuhe im Büro hatte.


Aber die Schuhmode für Männer ist in der Regel öde, stink langweilig. Also müssen ausgefallene Schuhe her. In diesem Blog habe ich immer wieder über Schuhe gebloggt. Meine männlichen Follower reagieren etwas verblüfft bei den Postings (das ist gelinge gesagt)- die Damenwelt findet es in der Regel okay.
Meiner Frau macht meine Schuh-Leidenschaft nichts aus. Klar, Frauen lieben Schuhe und damit liebt meine Frau auch den Einkauf in Schuhgeschäften, in die ich sie gerne begleite. Normalerweise sterben Männer an Langeweile, wenn sie ihre Frauen beim Schuhkauf begleiten müssen. Al Bundy kommt mir immer in den Sinn. Mir machen diese Einkäufe Spaß, obwohl ich in der Regel nichts für mich finde.
Mal kaufe ich real im Laden ein, wie beispielsweise neulich bei Lloyd im Ingolstadt Village, oder ich shoppe online bei Mascolori in Amsterdam. Die Qualität muss stimmen und das Design. Neulich war ich in einem Schuhladen, dessen Betreiber Schuhe für Zauberer, Musiker und Künstler führten. Cool, das war meine Welt.

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Wir haben im Keller einen eigenen Schuhraum. Andere Leute haben einen begehbaren Kleiderschrank – das wäre toll, aber diesen Luxus leisten wir uns (noch) nicht. Wir haben einen Raum voller Schuhe. Und ich muss zugeben, so dann und wann habe ich ein Problem mit der Ordnung. Da die Schuhe alle in Kartons liegen, muss ich Ordnung halten. Und das ist ein Problem: Sommer- und Winterschuhe, dann Freizeit- und Halbschuhe, dann Stiefel, Boots und was es noch so gibt. Oftmals ist alles durcheinander. Ich weiß zwar, welche Schuhe ich habe, finde sie aber im ersten Anlauf nicht immer. Also kenn ich meine Aufgabe: Ordnung schaffen in der Schuhflut. Darauf habe ich trotz Leidenschaft für Schuhe nur bedingt Lust.

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Im Moment bin ich zudem auf den Socken-Trip. Meine Frau hat mir zu Weihnachten die Farbexplosion von Jungfeld geschenkt. Bunte Socken in guter Qualität. Ich habe mir gleich noch ein paar Packen bunte Socken gekauft. Die Kombination bunte Socke und buntes Schuhwerk geht in der Regel schief, macht aber Lust aufs Experimentieren. Da kommen dann doch wieder schwarze Socken zum Einsatz.


Gestern war Maria Probst in der Parade dabei mit ihrem Blog immerferien Und morgen ist Bettina mit ihrem Blog Mami & Gör an der Reihe in unserer Leidenschaft-Blogparade.

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Skurrile Geschäfte in Hamburg – ein Besuch lohnt sich

29. August 2013

In Hamburg lässt es sich prima shoppen. Ich meine dabei nicht die Läden, die in jeder Mall oder Fußgängerzone zu finden sind, sondern alteingesessene Geschäfte mit Tradition. Sie haben eine eigene Kultur, einen eigenen Flair und natürlich ihre eigene Geschichte. Wunderbare Gespräche und ein hervorragendes Einkaufserlebnis hatte ich in Hamburg bei Schirm und Co, beim Hutladen Falkenhagen, dem Marine- und Tropenausrüster Ernst Brendler und der Eisenkrämerei Christian Weimeister.

 

Schirm und Co

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In Hamburg schaute ich mich nach einem Pagodenschirm um, der sowohl gegen Sonne als auch gegen Regen schützt. Und in dem einzig verbliebenen Schirmgeschäft in Hamburg Schirm und Co wurde ich fündig. Das Geschäft in der Rosenstraße 6 wird nunmehr in der sechsten Generation geführt und wenn jemand einen qualitativ hochwertigen Schirm sucht, hier wird er ihn finden. Die Betreiber zeigten mir verschiedene Schirmen und ich muss sagen, sie verstehen ihr Handwerk. Mit viel Liebe zum Detail stellte das Team von Schirm und Co verschiedene Schirme vor. Mich beeindruckte ein Kofferschirm. Hier lassen sich Spitze und Griff abschrauben, um den Schirm in einem Koffer zu verstauen. Dies kann beispielsweise für Flugreisende wichtig sein, denn ein spitzer Schirm macht die Sicherheitsleute bei der Abflugkontrolle nervös.

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Viele Schirme kommen aus eigener Herstellung und es macht Spaß, das richtige Material für seinen eigenen Schirm auszuwählen. Auch über das Web können die Schirme bezogen werden,  Rund 150 Schirme pro Jahr werden hier auf Kundenwunsch hergestellt. Billigware gibt es hier Gott sei Dank nicht. Und es gibt immer wieder Tipps für den richtigen Umgang mit Schirmen, auch per Video in YouTube. Hoffentlich regnet es bald wieder.

 

Hüte und Mützen bei Falkenhagen

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Ich finde, US-amerikanische Kappen sehen bei mir doof aus. Also greife ich wieder zu Mütze und Hut. Die optimale Kopfbedeckung schützt vor Sonne im Sommer, wärmt den Kopf im Winter. Das weiß auch Altkanzler Helmut Schmidt oder Deutschrocker Udo Lindenberg. Sie und ich kaufen bei Falkenhagen an der Großen Johannisstraße 7 ein. Nunmehr in der vierten Generation seit 1916 dreht sich hier alles um die optimale Kopfbedeckung. Auch ein starker Service ist die Reinigung, Aufbearbeitung und das Bügeln der Hüte und Mützen. Natürlich lohnt sich das nicht bei der Billigkappe, aber ich habe doch so einige Kopfbedeckungen, die mir ans Herz gewachsen sind. Wie ich erfahren durfte, sind in Hamburg wieder Melonen im Trend. So musste ich mir auch gleich eine klassische Melone kaufen, die ich bei besonderen Anlässen tragen werde. Die Beratung von Modistin Nadia Bunge war übrigens hervorragend und sie versteht auch schon mal einen Witz.

Eine neue Mütze gab es zudem noch.

Eine neue Mütze gab es zudem noch.

Auch hier hat Familie Falkenhagen die Zeichen der Zeit begriffen und über einen Webshop kann der Kunde aus den zahlreichen Kopfbedeckungen auswählen. Als Bayer kaufe ich meine Hüte in der Regel beim Regensburger Hutmacher am Dom, aber beim Familienunternehmen Falkenhagen mache ich schon einmal eine Ausnahme. Hut ist für mich kein Gebrauchsgegenstand, sondern der richtige Hut gehört für mich zum guten Ton.

 

Marine- und Tropenausrüster Ernst Brendler

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Als ich einstmals Geografie studierte, entdeckte ich die Liebe zu fremden Ländern, insbesondere Afrika. Und wer in bestimmte Gegenden nach Afrika geht, der braucht auch eine entsprechende Tropenausrüstung. Die richtige Kleidung finde ich auf jeden Fall bei Marine- und Tropenausrüster Ernst Brendler in der Großen Johannisstraße 15.

Wer das Geschäft betritt, fühlt sich sofort in eine andere Zeit versetzt. Seit 1879 besteht das Geschäft und hat sich einen weltweiten Ruf erarbeitet. Zahlreiche Reedereien vertrauen auf Ernst Brendler. Wenn ausländische Schiffe in Hamburg anlegen, kommen viele Besatzungen hierher zum Einkleiden. Nun, da ich keine Uniformen brauche und nicht zur See fahre, kann ich die Auswahl und Qualität der Marineausrüstung nicht richtig würdigen. Aber eindrucksvoll sind die Uniformen im ersten Stock des renommierten Geschäftes allemal.

Ich finde mich besser in der Tropenkleidung zurecht. Die verschiedenen Hemden und Anzüge aus Naturfasern gibt es in zahlreichen Spezialausführungen. Ich habe mir Hüte angesehen und Tropenhelme ausprobiert und in Deutschland gefertigte Hosenträger gekauft – eine wunderbare Zeitreise, die sich der Hamburgbesucher nicht entgehen lassen sollte. Neben einem Online-Shop gibt es auch eine interaktive Tour durch das Geschäft, unbedingt den ersten Stock ansehen.

 

 

Eisenkrämerei Christian Weimeister

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In der Nähe der Landungsbrücken findet sich beim Johannisbollwerk 19 die Eisenkrämerei Christian Weimeister, die seit über 100 Jahren Schiffe ausrüstet. Gemeint sind Schiffsausrüstung, Werkzeuge, Lampen und maritime Accessoires. Mir haben es die Petroleumlampen angetan und sollte ich einmal eine defekte Petroleumlampe habe, bringe ich sie zur Eisenkrämerei Christian Weimeister. Das gilt auch für die Reparatur von Spiritus-, Benzin- und Gasgeräten. Und wer seine alte Petroleumlampe elektrifizieren möchte, bringt sie ebenfalls hierher.

Einer der wichtigsten Unternehmensschwerpunkte ist die Handelsschifffahrt und fast jeden Tag ist ein Mitarbeiter der Firma im Hamburger Hafen, um benötigte Ausrüstung an die einlaufenden Schiffe zu liefern. Auch ich als Landratte liebe dieses Geschäft mit seiner einmaligen Atmosphäre. Besonders sehenswert ist der alte Buchenschrank hinter dem Verkaufstresen, dessen 600 Schubladen eine Fundgrube für Kleinteile sind.

Mit vielen maritimen Angeboten kann ich in Bayern nichts anfangen, wohl aber mit den wunderbaren Lampen. Die Leuchten sind zum Großteil in Serie gefertigt und in verschiedenen exquisiten Ausführungen erhältlich. Einen umfangreichen Katalog gibt es hier.