Posts Tagged ‘HoloLens’

Microsoft Hololens: Erste persönliche Eindrücke

11. Mai 2017
Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Die Hololens macht Spaß und ich sehe enorme Möglichkeiten.

Ich bin ein Fan von Virtueller Realität (VR) und augmented reality (AR). In der Vergangenheit habe ich verschiedene Brillen ausprobiert, die Oculus Rift, die Google Glas und die SonyVR – letztere habe ich mir zum Spielen auch gekauft. Jetzt habe ich auf der re:publica 2017 #rp17 auf Einladung von Mircosoft die Hololens für 30 Minuten ausprobieren können. Ich bin baff: Ich habe die Zukunft gesehen. Das Teil ist der Hammer und hat großen Eindruck bei mir hinterlassen.

Arbeiten im virtuellen Raum - wahnsinnige Möglichkeiten ergeben sich.

Arbeiten im virtuellen Raum – wahnsinnige Möglichkeiten ergeben sich.

Ich sehe viele Einsatzbereiche für diese Art von AR-Brillen: Unter AR – erweiterter Realität wird die visuelle Darstellung von Informationen laut Wikipedia verstanden, also die Ergänzung von Bildern oder Videos mit computergenerierten Zusatzinformationen oder virtuellen Objekten mittels Einblendung/Überlagerung.
Microsoft hat mit der Hololens etwas Wegweisendes geschaffen. Und das sage ich als überzeugter Apple Fanboy. Ich kann mir viele Einsatzorte vorstellen: Bildung, Ausbildung, Forschung, Büro und natürlich auch Gaming. Im Netz habe ich einige tolle Ideen aus Medizin, Turbinenbau, Geografie oder Chemie gesehen – mit der Holoens kann Bildung 2.0 Spaß machen.


Die Brille sitzt gut auf dem Kopf und rutscht auch bei plötzlichen Kopfbewegungen bei mir nicht herunter. Das in die Brille projizierte Bild ist scharf, rattenscharf und das Tracking im dreidimensionalen Raum klappt perfekt. Der Akku reicht für 2,5 Stunden. Weil ich den letzten Slot an dem Demotag von Mircosoft hatte, musste ich einen handelsüblichen Akku-Pack in der Hosentasche tragen. Wenn die Brille aufgeladen ist, kann ich ohne Kabel agieren. In der Brille läuft Windows 10 als OS. Interagiert wird via Microsofteigene Sprachassistenten Cortina und mit Gestensteuerung. Im Moment läuft das System nur auf Englisch, aber Microsoft will lokalisierte Versionen nachliefern. Die Gestensteuerung ist einfach zu erlernen. Ich brauchte etwa 5 bis 10 Minuten, um die Gesten zum Öffnen und Schließen von Menüs oder Klicks zu verstehen. Es ist im Grunde kinderleicht, wenn man sich auf das System einlässt. Ich bin mir sicher, dass Entwickler bereits daran arbeiten, dass einige Gesten eingeführt werden können. Das würde ich mir sehr wünschen. Die Hololens ist übrigens kein Beta-Produkt mehr, sondern wird regulär verkauft – rund 3200 Euro für Entwickler, rund 5200 Euro für Unternehmen – lieferbar in 24 Stunden. Dennoch schrauben die Entwickler noch an der Software herum, um sie benutzerfreundlicher zu gestalten.

Ich sehe Einsatzbereich in der Bildung - hier untersuche ich ein Herz.

Ich sehe Einsatzbereich in der Bildung – hier untersuche ich ein Herz.

Was habe ich ausprobiert? Ich bin in das menschliche Herz eingetaucht. Ich konnte im Raum vor mir ein menschliches schlagendes Herz sehen und hören. Erster Gedanke war das verräterischer Herz von Edgar Allan Poe. Zweiter Gedanke: Wie geil ist das denn? Ich sehe ein Herz, das Bluthochdruck verarbeiten muss. Gleich der Gedanke, ob ich meine Blutdrucktabletten genommen habe. Und siehe da: Mein Arzt könnte mir via Hololens erklären, was genau im Herzen passiert. Ich würde die Information nicht nur hören, wie bisher, sondern ich könnte sie sehen. Als visueller Mensch wirkt das mehr als mahnende Worte. Ich drehe das Herz via Gesten, ich zoome näher ran, um die einzelnen Muskeln zu betrachten. Faszination pur – leider durfte ich keine Videos von meiner Demo-Session machen.
Die nächste Demo war ein Ballerina, die sich mitten im Raum dreht. Ich skaliere sie, gehe um die tanzende Dame herum und lege sie mal auf einen realen Stuhl, dann auf einen realen Tisch ab. Die Tanzbewegungen sind fast echt und irgendwie will ich die Figur berühren, die vor mir schwebt. Ich schalte um auf einen Astronauten, der im Raum schwebt. Ich untersuche seinen Raumanzug, gehe ganz nah ran und sehe das Material, die Nähte – und wieder fallen mir Hunderte Einsatzmöglichkeiten ein.
Meine Demosession neigt sich dem Ende zu und zum Schluss wird gezockt. Aus einer Wand brechen böse Alien-Skorpione hervor, die es abzuschießen gilt. Da die fiesen Skorpione im 360 Grad Raum angreifen, muss ich mich drehen, denn der Angriff kann aus unterschiedlichen Richtungen erfolgen. Ich habe auf der Gamescom Zombieangriffe bei anderen Spielen gesehen – und das ist extrem heftig und garantiert nichts für Kinder. Die Skorpione sind allerdings harmlos und sind – ganz meiner Egoshooter-Karriere – schnell erledigt. Das jahrelange Training auf der Playstation – nicht auf der XBox – hat sich ausgezahlt.
Nach einer knappen halben Stunde ist die Demo vorbei. Die Microsoft-Mitarbeiter wollen in den Feierabend und ich bleibe begeistert zurück. Techniken wie die Hololens werden die Welt voranbringen, wenn wir uns auf diese Technologie einlassen. Ich gehe durch die Berliner Nacht und mache mir Gedanken, was alles möglich ist und wie die Technik à la Hololens mein Arbeits- und Privatleben verändern können.

Angriff von Skorpionen

Angriff von Skorpionen

Großer Umzug von Microsoft Deutschland #OfficemitWindows

19. September 2016
Ein bisschen Bauhaus: Das neue MS-Gebäude in München an der Walter-Gropius-Straße .

Ein bisschen Bauhaus: Das neue MS-Gebäude in München an der Walter-Gropius-Straße .

Während die einen auf die Wiesn ziehen, ziehen die rund 1900 Mitarbeiter von Microsoft Deutschland heute in ein neues Gebäude um. Am vergangenen Freitag haben die Mircosoft-Mitarbeiter am Standort Unterschleißheim das Licht ausgemacht und am heutigen Montag am neuen Standort München-Schwabing das Licht angemacht. Mit Sack und Pack, Mann und Maus wird die neue Bleibe bezogen.
Auf Einladung von Microsoft durfte ich mir eine Woche zuvor, den neuen Gebäudekomplex in der Walter-Gropius-Straße 1 im Rahmen eines InstaWalks ansehen. Die Besichtigung der Baustelle zeigte, es gab noch viel zu tun, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass im Großen und Ganzen alles fertig wird. Unter dem Hashtag #OfficemitWindows wird über den Umzug gewittert. Übrigens, sind es 2800 Fenster in dem neuen Gebäude und es gibt sogar eine Baustellenreporterin bei Microsoft, die alles kommunikativ betreut. Maren Michaelis unter dem Twitternamen @MarenM__ berichtet, schreibt, fotografiert und dreht Videos vom Umzug. Ich habe mit der sympathischen Baustellenreporterin gleich mal ein Interview im Strandkorb gemacht.

Neue Arbeitswelten bei Microsoft Deutschland
Aber es ist nicht nur ein neues Bürogebäude, was auf die Mircosoft-Mitarbeiter zukommt, es ist auch eine neue Arbeitsweise. Microsoft hat die Anwesenheitspflicht mit den Betriebsvereinbarungen zur Vertrauensarbeitszeit (seit 1998) und dem Vertrauensarbeitsort (2014) abgeschafft. Nach Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensarbeitsplatz kommt nun eine neue Arbeitsumgebung auf die 1900 Angestellten des Konzerns zu. Es gibt keine festen Arbeitsplätze mehr. Der Mitarbeiter kommt am Morgen, setzt sich an irgendeinen Platz und abends verlässt er diesen wieder und räumt seinen Schreibtisch leer. Clean Desk-Policy lautet die Devise, schönes Wort Clean Desk-Policy.


Das Konzept des „Smart Workspace“ schafft in Schwabing eine Arbeitsumgebung mit modernster technischer Ausstattung die auf die neuen Formen der (Zusammen-) Arbeit und die Bedürfnisse der Mitarbeiter ausgerichtet ist. Für die 1.900 Mitarbeiter des Standortes wird es offene Arbeitsbereiche für unterschiedliche Schwerpunkttätigkeiten geben. Dazu zählen Arbeitsbereiche zur kollaborativen Projekt- und Teamarbeit, Meetingwelten für den formellen und informellen Austausch/Dialog,  Rückzugsbereiche für Tätigkeiten, die hohe individuelle Konzentration 
erfordern  sowie ein kleiner Anteil klassischer Arbeitsplätze für Alleinarbeit. 
Die Arbeitsbereiche habe nette Namen: Die vier Workspaces, die bedarfsorientiert möbliert sind und über unterschiedliche technische Ausstattungen verfügen, heißen: Think Space, Accomplish Space, Converse Space, Share & Discuss Space.

Microsoft Büros in den Farben des Logos 
Während des gesamten Bauprozesses kamen 25.000 Kubikmeter Beton und 4.100 Tonnen Stahl zum Einsatz. Ich habe mir die Büros angeschaut. Sie erinnern mich auf dem ersten Blick an eine moderne Version von Mad Men. Es gibt die vier Grundfarben Grün, Gelb, Rot und Blau – die dem MS-Logo nachempfunden wurden. Aber es sind keine kräftigen Farben, sondern gedämpfte Töne. Aus dem Bauch heraus, könnte ich mich mit den Farben Rot und Blau anfreunden. Die Arbeitseinheiten sind zusammengefasst, aber es ist gewünscht, dass sich die Teams vermischen und miteinander kommunizieren. Das finde ich ausgezeichnet. Freilich gibt es Ruhezonen, Kommunikationszonen, Konferenzzonen, Arbeitszonen. Es gibt Regionen, da soll nicht gequatscht, sondern abgearbeitet werden. So eine Art Malocher-Arbeitsplatz. Manche Schreibtische lassen sich in der Höhe verstellen, um die optimale Arbeitsumgebung zu ermöglichen.
Auf 26.000 Quadratmetern und über sieben Etagen wird das Gebäude optimal auf modernes und kollaboratives Arbeiten ausgerichtet sein. Ein leistungsstarkes WLAN ist in dem Gebäude vorhanden, aber die mitgebrachten Laptops (ich habe ein paar alte ThinkPads vom IBM und ein paar Asus gesehen) sowie die Microsoft Surface-Tabletts werden über LAN verbunden. Klassische Telefone gibt es nicht mehr. Es wird via Skype for Business telefoniert. Microsoft hatte vor Jahren ja Skype aufgekauft und voll in das MS-Universum integriert. Künftig kommen noch ein paar Tools wie ein Trello-Erstatz hinzu.
Natürlich ist am ersten Tag im neuen Gebäude noch nicht alles fertig. Aber das Tagesgeschäft kann beginnen.

Digital Eatery wie in Berlin jetzt auch in München 

Zur Stärkung gibt es eine Kantine mit Live-Cooking Konzept auf 836 Quadratmetern und für Besucher eine Digital Eatery. Das Konzept der Digital Eatery kenne ich aus Berlin. Dort betreibt Microsoft in zentrale Lage unter den Linden 17 eine Kaffeeshop mit Knabberzeugs. Zudem kann man MS-Produkte ausprobieren. Ich habe bei meinen Besuchen als PS4-Gamer die Xbox ausprobiert und zwei, drei Kaffee getrunken. In Berlin herrschte ein reger Besucherverkehr, das wird in München noch anders sein. Die MS-Zentrale liegt in Schwabing recht abseits, in der Nähe der neuen CSU-Zentrale und viel Publikumsverkehr wird zunächst nicht da sein. Aber Microsoft ist gerüstet.

Zum Auspowern gibt es einen 200 Quadratmeter großen Fitnessbereich, den ich allerdings nicht besichtigt habe. Begeistert war ich aber von den Dächern, die ich betreten habe. Insgesamt stehen elf Dachterrassen mit einer Fläche von insgesamt 1.759 Quadratmetern zum Arbeiten und Abschalten zur Verfügung. Die Begrünung wirkt als ökologische Ausgleichsfläche. 
Ich habe die Fläche gleich für ein Interview mit dem Architekturfotografen Paul Eis genutzt.

Wer die Zentrale betritt, wird vom Atrium begeistert sein. Wie Banner hängen von der Decke farbige Displays mit Botschaften, Börsenkurse, Uhrzeiten (freilich auch von Redmond). Das sieht sehr nett aus und bringt einen futuristischen Einstieg. Dann beginnen im ersten Stock die Büroabteile in den besagten vier Farben. Leider noch nicht fertig war bei meinem Besuch der VR-Raum, in dem Microsoft seine HoloLens präsentieren will. Darauf bin ich sehr, sehr neugierig. Und nachdem ich bei meinem Besuch einen Kaffeegutschein für die Digital Eatery geschenkt bekommen habe, werde ich auf jeden Fall mal wieder vorbeischauen, die MS-Leute von der Arbeit abhalten und die VR-Brille ausprobieren.

Whisky, Nebel, VR und 3D-Druck – Innovationen auf der #rpTEN und ein #Schichtwechsel für mich

4. Mai 2016
Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Neben ein paar sehr wichtigen und lehrreichen Sessions auf der re:publica TEN #rpTEN stand das Netzwerken bei mir auf dem Programm. Ich habe wieder viele nette Kolleginnen und Kollegen aus der Branche getroffen. Als Beispiel will ich nur meine IronBlogger nennen. Das ist eine bundesweite Bloggervereinigung. Ich bin in der Münchner Sektion der wilden Truppe Mitglied. In Berlin haben sich die Bayern eingefunden und das jährliche Gruppenbild und Schuhfoto gemacht. Ja, wir haben einen Schlag.

Whisky-Geniesser treffen sich
Als Whisky-Freund ist es mir eine Ehre bei den Guerilla Tastings dabei zu sein. Die Jungs von tasteup organisierten mit Unterstützung von Moët Hennessy Zusammenkünfte auf der #rpTEN. Dabei wird kostbarer Whisky verkostet. Voraussetzung ist es, einen entsprechenden Tweet abzusetzen und ein Tastingglas dabei zu haben. Ich war dieses Jahr vorbereitet und habe zwei Mini-Ardbeg Gläser für Thomas Gerlach und mich eingepackt. Zur Premiere gab es meinen Standard-Whisky, den zehnjährigen Ardbeg, also wunderbares Heimspiel für mich. Aber es gab für mich noch mehr zu entdecken.


Christian Kaufmann präsentierte mir den Ardbeg Ceo. Hier wird das kostbare Getränk vernebelt, der Alkohol verdampft und die Aromen bleiben im Nebel. Dieser wird dann mit einer Art Glashalm eingezogen. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich hier entfaltet. Ich bin restlos von dem Gerät begeistert, das im Original Ardbeg HAAR heißt. Nachdem HAAR in Deutschland kein guter Marketingname ist, bringt es Ardbeg hier unter Ceo an den Genießer. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. So passt die Sache auch für den deutschen Markt.
Die Reaktion der Whisky-Interessierten war in Berlin immer gleich. Zunächst die Nachfrage, was die Nebelmaschine soll, dann zögerliches Probieren und Einatmen des Nebels durch das Glasröhrchen und dann die Offenbarung. Die Pupillen weiten sich und die Reaktion ist: Wahnsinn, was für ein Geschmack.
Am nächsten Tasting verkostete ich im Glas einen Glenmorangie Nectar Dor. Den kannte ich nicht und werde mir aufgrund des Tastings ein paar Flaschen besorgen. Er schmeckt deutlich frischer als der schwere Ardbeg, den ich sonst immer genieße.

Immerhin eine kleine 3D-Druck-Szene
Die Maker-Szene in Deutschland ist noch übersichtlich, entwickelt sich aber stetig. Nach dem Medienhype von 3D-Druck haben sich Interessierte zusammengefunden und arbeiten an ihrer Vision. Ein Massenphänomen ist 3D-Druck noch nicht geworden, aber es hat seinen Markt. Auf der rpTEN war ein großer Stand unter der Regie von Autodesk aufgebaut. Autodesk ist der Software-Riese, wenn es um Visualisierung und 3D geht.

Ich habe früher sehr intensiv mit Autodesk zusammengearbeitet als ich noch Chefredakteur der wichtigsten deutschen 3D-Zeitschriften war. Auf der rpTEN zeigte man ein Kleid aus dem 3D-Drucker. Ich finde es faszinierend, was sich alles machen lässt. Den 3D-Drucker Maker Bot 2 hatte ich auch eine zeitlang zuhause und bin von der Technik fasziniert.

360 Grad und VR gehört die Zukunft
Während die 3D-Szene noch klein ist, explodiert der VR-Markt regelrecht. Das ist in Berlin voll zu spüren. Viele Anbieter experimentieren dabei herum, einige Sessions laufen zum Thema virtual Reailty, oftmals vermischt mit dem Thema Augmented Reality AR. Google war da, einige Hersteller zeigten die Orculus Rift und andere Anwendungen. Leider konnte Microsoft noch keine Hololens zeigen. Schade. Am Stand vom ZDF wurden in Tierköpfen VR-Filme gezeigt. Ich wähle den Hahnkopf und schaute mir lateinamerikanische Tänze an. ARTE zeigte in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut in einer Kugel sehr, sehr eindrucksvolle 360 Grad Videos.

Und auch die Organisatoren der rpTEN erreichteten den rp Dome in dem ein Animationsfilm in 360 Grad gezeigt wurde. Um den Film richtig genießen zu können, musste ich mich mit dem Rücken auf Matten am Boden legen und nach oben blicken. Eindrucksvoll muss ich sagen und ich bin ein Fan von 360 Grad Videos. Ich denke, 360 Grad Videos gehört die Zukunft, anders als der vor Jahren propagierte Trend der Stereoskopie. Ich habe selbst zwei Kameras im Einsatz und experimentiere herum.

 

Gute Idee #Schichtwechsel bei Microsoft und mir
Auf ein waghalsiges Experiment ließ ich mich am Stand von Microsoft ein. Der Software-Riese aus Redmond trat dieses Jahr unter dem Hashtag Schichtwechsel auf. Damit setzt Microsoft nach #OutofOffice den Trend von veränderten Arbeitswelten fort. Das Buch OutofOffice hat mir gut gefallen und gab viele Denkanstöße. #Schichtwechsel geht noch weiter und bringt wieder neue Ideen. Am Stand von MS durfte ich ein Videointerviews abgeben und meine Meinung zu Industrie 4.0 und Roboter von mir geben. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt.

Bei MS war ich Interviewpartner.

Bei MS war ich Interviewpartner.

In den Sessions zeigt Microsoft, die auch neben IBM, Daimler und dem Steuerzahler in Form der media convetion Berlin Hauptsponsor der #rpTEN sind, verschiedene neue Formen des Arbeitens. Also packte ich mir ein Herz und probierte einen halben Tag ein Surface aus. Für mich als eingefleischter Mac-User, langjähriger Chefredakteur der MACup und Apple Fanboy ist das wirklich ein großer Schritt. Aber ich habe mich im Sinne von #Schichtwechsel überwunden und wurde auch wunderbar von Microsoft betreut. Das neue Surface ist mit Windows 10 ausgestattet und liegt gut in der Hand. Das Design ist formschön und die Variationen sind der jeweiligen Einsatzart angepasst. Endlich ist Microsoft den richtigen Schritt gegangen und baut nach Mäusen, Tastaturen und XBox eigene Hardware. Im Surface-Bereich setzt man nicht auf die Designverfehlungen von Dell, HP oder Lenovo, sondern hat ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gemacht. Die Spracherkennung ist fein, der Stift reagiert hervorragend und das TouchDisplay erkennt Anweisungen ohne Verzögerung.


Nach einem halben Tag testen und herumspielen kann ich sagen: Ein eindrucksvolles Gerät und wenn es Apple nicht geben würde, dann würde ich mir ein Surface zulegen. Übrigens, ich diktiere diesen Text auf einem iPad Pro 12 Zoll.

360 Grad Fotos und Videos – wir brauchen neue Geschichten

26. Oktober 2015

In 360 Grad-Aufnahmen sehe ich das nächste heiße Ding. Und es kommt nicht erst, sondern es ist schon da. Wir brauchen jetzt die Geschichten für 360 Grad-Aufnahmen, sei es im Foto-, sei es im Video-Bereich.
Panorama-Aufnahmen gibt es schon lange, jetzt werden die Panoramen geschlossen und ein klassischer Ausdruck ist damit unmöglich. Wie will ich ein 360 Grad-Bild ausdrucken? Das Betrachten am Rechner, Tablet und vor allem am Smartphone wird wichtiger. Früher habe ich 360 Grad Bilder mit Bubbli-App aufgenommen. Das dauerte allerdings seine Zeit und Bewegung war nicht auf den Bildern nicht festzuhalten. Dann hatte Google auf seiner Konferenz im Frühsommer angekündigt, das Thema 360 Grad zu hypen. Wenn Google sich dem Markt annimmt, dann wird es interessant. Kameras auf GoPro-Basis wurden vorgestellt. Die entsprechenden Apps wurden aktualisiert und vereinfacht. Die Google Street-View App wurde kräftig aufgemotzt und beinhaltet nun 360 Grad-Aufnahmen. Ich habe bereits im Tourismus-Bereich ein wenig damit herumgespielt.

Ich habe mit der Google Street-View App herumgespielt. Unten der Salon des Hotel Prinz Luitpold Bades in Bad Hindelang.

Ich habe mit der Google Street-View App herumgespielt. Unten der Salon des Hotel Prinz Luitpold Bades in Bad Hindelang.

Im Moment warte ich auf meine Panono-Kamera aus Berlin. Die sollte eigentlich 2014 ausgeliefert werden. Dann wurde sie verschoben und nun hieß es vor zwei Wochen, dass es zur Auslieferung kommt. Dann wieder nicht. Der Versand scheitert aber noch an einem lizenzrechtlichen Problem.

Foto 1
Als Übergang und Experimentiergerät habe ich mir von Ricoh die Ricoh Theta M15 gekauft. Es ist eine witzige Consumerkamera in bunten Farben, die sich über das iPhone steuern lässt. Die Auflösung ist noch nicht der Hammer, aber es ist ein Anfang. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, der wählt die Theta S. Diese Kameras können auch kurze Videosequenzen in 360 Grad drehen und da wird die Sache wirklich interessant.

Ich spiele derzeit mit der theta360 herum.

Ich spiele derzeit mit der theta360 herum.

Wir brauchen neue Geschichten für diese Kameras. Es reicht nicht mehr eine Geschichte linear zu erzählen, sondern der Zuschauer bestimmt, was er schaut. Das ist vollkommen neu und eine Herausforderung. Schaue ich bei einem Konzert die Band auf der Bühne oder die flotten Zuschauerinnen im Publikum an? Neue Geschichten braucht das Land! Die Ideen sind zahlreich, jetzt geht es an die Verwirklichung.

Hier die Schuldenspirale in der bayerischen Landesausstellung zu Napoleon in Bayern.

Hier die Schuldenspirale in der bayerischen Landesausstellung zu Napoleon in Bayern.

Und es geht in Deutschland die Rechte-Debatte wieder los. Mir ist es bei einem 360 Grad Foto passiert, dass Passanten gesagt haben, dass sie nicht aufs Foto möchten. Klar, es ist ihr gutes Recht. Und die Leute haben sich hinter mich gestellt. Bei einem 360 Grad Foto? Hallo? Gehts noch? Wir haben noch kein Gefühl für 360 Grad Bilder und ich bin gespannt, wann die ersten Klagen eingehen.
YouTube hat einen eigenen 360 Grad Videokanal gestartet, der bei mir als Mac-User derzeit unter Chrome läuft. Es ist total witzig und höchst spannend, was hier passiert. Meine Gattin hatte neulich eine Achterbahn-Fahrt mit der Theta m15 gedreht und es war für alle faszinierend, die rasante Fahrt zu verfolgen: Die Berg- und Talfahrt, die aufgerissenen Augen der Achterbahnfahrer, die schöne Gegend – viele Geschichten in einem Bild. Leider konnten wir aus den oben genannten Gründen der Persönlichkeitsrechte das Video nicht veröffentlichen. Ein Spaß war es allemal.
Und wenn wir die neuen Vorstellungen von VR-Brillen in die Überlegung miteinbringen, kommen wir zu einer völlig neuen User-Experience. Die Orculus Rift wird kommen, die Microsoft-Brille HoloLens kommt 2016 ganz gewiss und kleine Versionen von VR-Brillen sind bereits verfügbar. Sehr rührig ist Zeiss seiner VR-Brille VR One. In Kürze kommt es zu einer praktischen Anwendung auf einer Karrieremesse.

Die VR-Brille VR One von Zeiss.

Die VR-Brille VR One von Zeiss.

Die Deutsche Bahn setzt beim Gewinnen von Fachkräften auf digitale Angebote: Auf dem Karrieretag in München stellte die DB erstmals einen 360-Grad-Film vor, bei dem der Betrachter mit der Virtual-Reality-Brille VR One des Optikspezialisten Zeiss in unterschiedliche Berufe bei der DB eintauchen kann – in der ICE-Instandhaltung, auf einem Stellwerk oder beim Gleisbau. Mit der Zeiss VR One-Brille konnte sich der Betrachter in der durch den 360-Grad-Blickwinkel erzeugten „Erlebniswelt ICE-Werk“ umsehen und die DB-Berufe hautnah erleben.