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Autorengespräch mit Lea Griesbach – mit 17. Jahren den ersten Roman

8. Juli 2016

Geh_weh_weiter

Ich glaube, dem ehemaligen Apple-CEO Steve Jobs wird der Ausspruch zugeschrieben: Real Artists ship – wirkliche Künstler liefern. Immer wieder treffe ich auf meinen Schulungen Leute, die gerne den großen Roman schreiben, ihre erste Oper komponieren, ihre erste App programmieren würden, wenn sie denn nur Zeit dafür hätten. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Sie werden es nie tun. Aber ich treffe auch Leute in meinen Seminaren, die es tun, denn wirkliche Künstler liefern.
So auch vor kurzem bei einem Online-Schülerzeitungsseminare mit dem Gymnasium Münchberg. Dort traf ich die 17jährige Lea Griesbach.

Autorengespräch mit Lea Griesbach

Autorengespräch mit Lea Griesbach

Die sympathische Schülerin hat ihren Traum verwirklicht und im Januar 2016 ihre ersten Roman in Buchform veröffentlicht. Sie redete nicht nur darüber, sie hat es getan. WOW. Der Roman heißt Geh weiter, egal wohin dein Weg dich führt! und hat über 300 Seiten.
Über zweieinhalb Jahre hat Lea Grisebach an ihrem ersten Buch geschrieben. Es ist ein Jugendroman und ich lasse mir gleich von der Autorin ein signiertes Exemplar schicken und werde es meinen Kindern zum Lesen und zur Mahnung geben, denn Real Artists ship.

Lea in der Mitte ihrer Mitschüler

Lea in der Mitte ihrer Mitschüler

Die Handlung von Geh weiter, egal wohin dein Weg dich führt!: Auf den ersten Blick ist Elly Bancroft ein ganz normales siebzehnjähriges Mädchen: Sie steht kurz vor dem Schulabschluss, streitet oft mit ihrer kleinen Schwester und kommt so überhaupt nicht mit dem neuen Freund ihrer Adoptivmutter klar. Doch plötzlich verläuft ihr Leben in eine ganz andere Richtung als sie sich es je hätte träumen lassen. Nachdem sie von ihrer Adoptivmutter dazu bewegt wurde auszuziehen, beginnt sie nach der Identität ihrer leiblichen Eltern zu suchen. In ihrem Banktresor findet sie Unterlagen ihrer Mutter und erfährt die erschreckende Wahrheit über ihre Eltern. Ein packendes Rennen gegen den verbrecherischen Spionagedienst Eagles Eyes, der ihre Eltern bedroht hat, beginnt und Elly merkt schnell, dass sie in diesem Spiel um Leben und Tod niemandem trauen kann.
Ich bin sehr gespannt auf das Buch und habe mir Lea Grisebach in einer ruhigen Minute des Seminars gepackt und ein Interview mit einer 360 Grad Kamera gedreht.-

Lea Griesbach plant SF-Triologie

Natürlich steht für die Schülerin jetzt wieder klar die Schule im Fokus ihres Lebens. Das Abitur will nächstes Jahr geschrieben werden. Ihrem Traum vom Schriftstellerleben ist Lea Griesbach durch die Veröffentlichung ihres ersten Buches Geh weiter, egal wohin dein Weg dich führt! näher gekommen. Jetzt müssen Marketingaktionen folgen, um das Buch unter die Leute zu kommen. Erste Lesungen an der Schule und im lokalen Buchhandel sind geplant.
Aber Lea Griesbach kribbelt es in den Fingern. Auf den ersten Roman sollen noch weitere Werke folgen. Sie plant eine negative Science Fiction Utopie und hat das Grundgerüst einer Trilogie schon zusammen. Drei Bücher sollen es werden. Über den Inhalt wollte sie mir nichts verraten.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob ich Lea Griesbach wiedersehen werde und wie ihre Entwicklung als Schriftstellerin voran geht. Auf jeden Fall träumt sie nicht nur davon, etwas zu liefern, sie lieferte es bereit. Chapeau.

Whisky, Nebel, VR und 3D-Druck – Innovationen auf der #rpTEN und ein #Schichtwechsel für mich

4. Mai 2016
Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Die IronBlogger trafen sich in Berlin.

Neben ein paar sehr wichtigen und lehrreichen Sessions auf der re:publica TEN #rpTEN stand das Netzwerken bei mir auf dem Programm. Ich habe wieder viele nette Kolleginnen und Kollegen aus der Branche getroffen. Als Beispiel will ich nur meine IronBlogger nennen. Das ist eine bundesweite Bloggervereinigung. Ich bin in der Münchner Sektion der wilden Truppe Mitglied. In Berlin haben sich die Bayern eingefunden und das jährliche Gruppenbild und Schuhfoto gemacht. Ja, wir haben einen Schlag.

Whisky-Geniesser treffen sich
Als Whisky-Freund ist es mir eine Ehre bei den Guerilla Tastings dabei zu sein. Die Jungs von tasteup organisierten mit Unterstützung von Moët Hennessy Zusammenkünfte auf der #rpTEN. Dabei wird kostbarer Whisky verkostet. Voraussetzung ist es, einen entsprechenden Tweet abzusetzen und ein Tastingglas dabei zu haben. Ich war dieses Jahr vorbereitet und habe zwei Mini-Ardbeg Gläser für Thomas Gerlach und mich eingepackt. Zur Premiere gab es meinen Standard-Whisky, den zehnjährigen Ardbeg, also wunderbares Heimspiel für mich. Aber es gab für mich noch mehr zu entdecken.


Christian Kaufmann präsentierte mir den Ardbeg Ceo. Hier wird das kostbare Getränk vernebelt, der Alkohol verdampft und die Aromen bleiben im Nebel. Dieser wird dann mit einer Art Glashalm eingezogen. Einfach wunderbar, welcher Geschmack sich hier entfaltet. Ich bin restlos von dem Gerät begeistert, das im Original Ardbeg HAAR heißt. Nachdem HAAR in Deutschland kein guter Marketingname ist, bringt es Ardbeg hier unter Ceo an den Genießer. Ceo heißt im übrigen im Gällischen Nebel. So passt die Sache auch für den deutschen Markt.
Die Reaktion der Whisky-Interessierten war in Berlin immer gleich. Zunächst die Nachfrage, was die Nebelmaschine soll, dann zögerliches Probieren und Einatmen des Nebels durch das Glasröhrchen und dann die Offenbarung. Die Pupillen weiten sich und die Reaktion ist: Wahnsinn, was für ein Geschmack.
Am nächsten Tasting verkostete ich im Glas einen Glenmorangie Nectar Dor. Den kannte ich nicht und werde mir aufgrund des Tastings ein paar Flaschen besorgen. Er schmeckt deutlich frischer als der schwere Ardbeg, den ich sonst immer genieße.

Immerhin eine kleine 3D-Druck-Szene
Die Maker-Szene in Deutschland ist noch übersichtlich, entwickelt sich aber stetig. Nach dem Medienhype von 3D-Druck haben sich Interessierte zusammengefunden und arbeiten an ihrer Vision. Ein Massenphänomen ist 3D-Druck noch nicht geworden, aber es hat seinen Markt. Auf der rpTEN war ein großer Stand unter der Regie von Autodesk aufgebaut. Autodesk ist der Software-Riese, wenn es um Visualisierung und 3D geht.

Ich habe früher sehr intensiv mit Autodesk zusammengearbeitet als ich noch Chefredakteur der wichtigsten deutschen 3D-Zeitschriften war. Auf der rpTEN zeigte man ein Kleid aus dem 3D-Drucker. Ich finde es faszinierend, was sich alles machen lässt. Den 3D-Drucker Maker Bot 2 hatte ich auch eine zeitlang zuhause und bin von der Technik fasziniert.

360 Grad und VR gehört die Zukunft
Während die 3D-Szene noch klein ist, explodiert der VR-Markt regelrecht. Das ist in Berlin voll zu spüren. Viele Anbieter experimentieren dabei herum, einige Sessions laufen zum Thema virtual Reailty, oftmals vermischt mit dem Thema Augmented Reality AR. Google war da, einige Hersteller zeigten die Orculus Rift und andere Anwendungen. Leider konnte Microsoft noch keine Hololens zeigen. Schade. Am Stand vom ZDF wurden in Tierköpfen VR-Filme gezeigt. Ich wähle den Hahnkopf und schaute mir lateinamerikanische Tänze an. ARTE zeigte in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut in einer Kugel sehr, sehr eindrucksvolle 360 Grad Videos.

Und auch die Organisatoren der rpTEN erreichteten den rp Dome in dem ein Animationsfilm in 360 Grad gezeigt wurde. Um den Film richtig genießen zu können, musste ich mich mit dem Rücken auf Matten am Boden legen und nach oben blicken. Eindrucksvoll muss ich sagen und ich bin ein Fan von 360 Grad Videos. Ich denke, 360 Grad Videos gehört die Zukunft, anders als der vor Jahren propagierte Trend der Stereoskopie. Ich habe selbst zwei Kameras im Einsatz und experimentiere herum.

 

Gute Idee #Schichtwechsel bei Microsoft und mir
Auf ein waghalsiges Experiment ließ ich mich am Stand von Microsoft ein. Der Software-Riese aus Redmond trat dieses Jahr unter dem Hashtag Schichtwechsel auf. Damit setzt Microsoft nach #OutofOffice den Trend von veränderten Arbeitswelten fort. Das Buch OutofOffice hat mir gut gefallen und gab viele Denkanstöße. #Schichtwechsel geht noch weiter und bringt wieder neue Ideen. Am Stand von MS durfte ich ein Videointerviews abgeben und meine Meinung zu Industrie 4.0 und Roboter von mir geben. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt.

Bei MS war ich Interviewpartner.

Bei MS war ich Interviewpartner.

In den Sessions zeigt Microsoft, die auch neben IBM, Daimler und dem Steuerzahler in Form der media convetion Berlin Hauptsponsor der #rpTEN sind, verschiedene neue Formen des Arbeitens. Also packte ich mir ein Herz und probierte einen halben Tag ein Surface aus. Für mich als eingefleischter Mac-User, langjähriger Chefredakteur der MACup und Apple Fanboy ist das wirklich ein großer Schritt. Aber ich habe mich im Sinne von #Schichtwechsel überwunden und wurde auch wunderbar von Microsoft betreut. Das neue Surface ist mit Windows 10 ausgestattet und liegt gut in der Hand. Das Design ist formschön und die Variationen sind der jeweiligen Einsatzart angepasst. Endlich ist Microsoft den richtigen Schritt gegangen und baut nach Mäusen, Tastaturen und XBox eigene Hardware. Im Surface-Bereich setzt man nicht auf die Designverfehlungen von Dell, HP oder Lenovo, sondern hat ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gemacht. Die Spracherkennung ist fein, der Stift reagiert hervorragend und das TouchDisplay erkennt Anweisungen ohne Verzögerung.


Nach einem halben Tag testen und herumspielen kann ich sagen: Ein eindrucksvolles Gerät und wenn es Apple nicht geben würde, dann würde ich mir ein Surface zulegen. Übrigens, ich diktiere diesen Text auf einem iPad Pro 12 Zoll.

Sechs Trends für Corporate Video 2016

26. Januar 2016
Nikolai A. Behr sieht große Chancen für Bewegbild.

Nikolai A. Behr sieht große Chancen für Bewegbild.

Vor kurzem fand in der Münchner HFF der Trend Day Corporate Video statt. Bei dieser Branchenveranstaltung sprechen Marketing- und Videoleute miteinander, tauschen sich aus und fachsimpeln. Dieses Jahr war ich dabei und lauschte den Sechs Trends für Corporade Video 2016.


Nikolai A. Behr von brain script und Vorsitzender der CTVA – Corporate TV & Video Association e.V. zeigte, was in diesem Jahr Trend wird.
Trend 1: Corporate Video wird 2016 mutiger und extremer. Das Weihnachtsvideo von Edeka mit dem Opa, der seinen Tod inszeniert, damit die Familie zusammenkommt, ist ein klares Beispiel für diesen Trend.
Trend 2: Corporate Video wird noch emotionaler im Storytelling werden. Dabei werde sich die Marke etwas mehr entfernen vom Inhalt, so Nikolai A. Behr. Man versucht, über die starke Emotionalität erst einmal eine Verbindung zum Zuschauer zu erhalten und erst am Schluss die Marke zu präsentieren.
Trend 3: Die Produktionen im Bereich Corporate Video werden weiterhin steigen. Immer mehr Bereiche werden vom Bewegtbild und damit von Bewegtbildproduktionen erfasst werden. Auch im Bereich HR werde es mehr Formen von Bewegtbildkommunikation geben. Ein weiterer Bereich sind Erklärfilme – Menschen wollen immer weniger seitenlange PDFs lesen.
Trend 4: Der Content in Corporate Video wird bildgewaltiger. Um aus dem Einerlei der Clips herauszustechen, muss man starke Visuals haben. 360 Grad Videos können eine Möglichkeit sein. Es sei für den Zuschauer noch sehr unbequem, so Behr. „Es ist kein natürlicher Blickwinkel.“ Wenn der Mehrgewinn für den Zuschauer stimmt, dann kommen auch 360 Grad Videos.
Trend 5: Es kommt mehr zu intermedialen Kampagnen.
Trend 6: Die Produzenten von Corporate  Video werden mehr auf Stilmittel schauen und diese ungewöhnlich einsetzen. Dazu gehören Ironie, Selbstironie, Mehrsprachlichkeit und Slang.
Ich bin mal gespannt, was ich für meine Kunden umsetzen werde. Danke Nikolai für die Einblicke.