Posts Tagged ‘Krankenkasse’

Podcast: Bewegung trifft Gehirntraining: Wie der Skillcourt Therapie und Fitness verbindet

20. April 2026

Im Podcast „Dombo bewegt“ stellt Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit gemeinsam mit Matthias J. Lange den sogenannten Skillcourt vor – ein Trainingssystem, das weit mehr ist als ein gewöhnliches Fitnessgerät. Dombo beschreibt den Skillcourt als Instrument, das Bewegung und Denken miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die Förderung der visuellen, kognitiven und motorischen Fähigkeiten, also genau jener Bereiche, die im Alltag wie auch in der Therapie von großer Bedeutung sind. Das System eignet sich nach seinen Worten für die Physiotherapie ebenso wie für Menschen mit Demenz, Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen. Gleichzeitig sei es aber auch für alle gedacht, die unabhängig vom Alter aktiv bleiben und neben dem Körper auch das Gehirn trainieren wollen – von Kindern bis ins hohe Alter.

Anders als bei einem Fernseher oder Bildschirm, vor dem man nur passiv sitzt, verlangt der Skillcourt ständige Aktivität. Auf einer markierten Fläche am Boden müssen die Nutzer auf visuelle Reize reagieren, bestimmte Felder anlaufen und Aufgaben lösen. Dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Konzentration, Koordination und Denkleistung. Dombo nennt als Beispiel das neue Programm „Math Run“, bei dem Zahlen addiert werden müssen, während man sich über die Fläche bewegt. In den weiterentwickelten Varianten kommen auch Subtraktion, Multiplikation und Division hinzu. Damit werde das Training zunehmend anspruchsvoller und rege dazu an, körperliche und geistige Fähigkeiten gleichzeitig einzusetzen. Hier der Podcast:

Besonders wichtig ist Dombo, mit dem Vorurteil aufzuräumen, es handle sich bloß um ein spielerisches Unterhaltungsgerät. Gerade im Profisport werde der Skillcourt intensiv genutzt, betont er. Der Unterschied zum Spielzeug liege vor allem darin, dass die Anwendungen wissenschaftlich begleitet und an Universitäten untersucht worden seien. Nach seinen Worten sei nachgewiesen, dass sich Fähigkeiten durch dieses Training tatsächlich verbessern lassen. So wie man im Kraft- oder Ausdauertraining die Muskulatur stärken könne, lasse sich auch das Gehirn trainieren – und zwar bis ins hohe Alter. Hinzu komme, dass das System durch regelmäßige Updates ständig erweitert und verbessert werde.

Ein besonderes Highlight ist für Dombo der „Random Battle Run“, ein Wettkampfmodus, bei dem zwei Personen gleichzeitig gegeneinander antreten. Innerhalb von 15, 30 oder 60 Sekunden müssen möglichst viele farblich markierte Felder erreicht werden. Jeder Spieler bekommt dabei eine eigene Farbe zugewiesen. Entscheidend ist, dass sich kein festes Muster einprägen lässt, denn die Abläufe werden zufällig generiert. Genau das macht den Reiz und zugleich die Herausforderung aus. Dombo erzählt mit einem Augenzwinkern, dass er trotz seines Trainings dabei schon mehrfach verloren habe.

Zugleich betont er, dass das System keineswegs nur auf Tempo und Wettkampf ausgerichtet ist. Wer sich nicht schnell bewegen kann oder gerade in der Rehabilitation ist, kann mit anderen Programmen arbeiten, bei denen keine Zeitvorgabe im Vordergrund steht. Dort geht es etwa darum, Bewegungsabläufe neu zu erlernen, Schrittfolgen zu trainieren oder sich Symbole und Personen wieder besser einzuprägen. Gerade für Menschen mit beginnenden Gedächtnisproblemen oder neurologischen Einschränkungen eröffne der Skillcourt deshalb interessante Möglichkeiten. Die spielerische Gestaltung mit verschiedenen Levels motiviere zusätzlich und mache das Training abwechslungsreich.

Auf die Frage, wie die Resonanz sei, erklärt Dombo, dass der Skillcourt außerhalb des Leistungssports bislang noch vergleichsweise unbekannt sei. Profifußballer, Bundesligaspieler oder auch Teams aus der amerikanischen NFL arbeiteten längst damit, im Alltag vieler Menschen sei das System dagegen noch neu. Deshalb dürfe bei ihm jeder den Skillcourt zunächst ausprobieren. Mit einfachen Einstiegsübungen werde der Zugang erleichtert. Anfangs seien manche noch zurückhaltend, doch sobald sie die ersten Erfahrungen gesammelt hätten, sei die Begeisterung meist groß.

Bemerkenswert findet Dombo die enorme Altersspanne der möglichen Nutzer. Er zitiert dabei die Formel „von 6 bis 106“. Gerade Kinder könnten von einem solchen Training profitieren, weil in jungen Jahren wichtige neuronale Verbindungen geschaffen würden. Was in früher Kindheit an geistiger und motorischer Entwicklung versäumt werde, lasse sich später nur schwer aufholen. In diesem Sinn bezeichnet er den Skillcourt sogar als sinnvolles Geschenk für junge Menschen. Besonders erfreulich sei zudem, dass es mit dem „Skillcoach“ auch einen Online-Präventionskurs für Kinder und Erwachsene gebe, der von den Krankenkassen bezuschusst werde.

Am Ende des Podcasts überwiegt die Begeisterung deutlich. Der Skillcourt erscheint hier als modernes Trainingssystem, das Bewegung, Spiel, Therapie und geistige Herausforderung auf innovative Weise zusammenführt. Dombo lädt Interessierte ausdrücklich dazu ein, das Angebot selbst auszuprobieren, einen Termin zu vereinbaren und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. So endet die Folge mit einer offenen Einladung zum Mitmachen – und mit der Botschaft, dass Training eben nicht nur anstrengend, sondern auch motivierend und unterhaltsam sein kann.

Podcast: Zurück ins Leben – Wie Reha-Sport neue Kraft, Mut und Gemeinschaft schenkt

16. März 2026

In der neuen Folge des Podcasts „Dombo bewegt“ aus dem Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach dreht sich alles um das Thema Reha-Sport. Norman Dombo begrüßt zum Gespräch und hat passend zum Thema ein elastisches Trainingsband in der Hand – ein sogenanntes Thera-Band. Diese Bänder, aus Latex oder latexfreiem Material, gibt es in unterschiedlichen Farben und damit in verschiedenen Widerstandsstärken. Sie sind ein kleines, aber vielseitiges Hilfsmittel im Reha-Sport und ermöglichen eine Vielzahl an Übungen für Kraft, Mobilisation und Stabilisation.

Doch wie Norman Dombo betont, sind die Bänder nur ein sehr kleiner Bestandteil eines deutlich umfassenderen Konzepts. Reha-Sport ist klar geregelt und darf nur von speziell qualifizierten Fachkräften durchgeführt werden. Selbst ausgebildete Physiotherapeuten benötigen dafür eine zusätzliche, anspruchsvolle Weiterbildung. Die Mitarbeitenden im Zentrum für Gesundheit Dombo haben diese Qualifikation erworben – teils sogar in einem anderen Bundesland, weil es in Bayern zeitweise keine entsprechenden Kursangebote gab. Reha-Sport ist also kein „Nebenbei-Angebot“, sondern erfordert fundierte Ausbildung und offizielle Anerkennung. Hier ist der Podcast

Inhaltlich deckt das Zentrum vor allem den orthopädischen Bereich ab, bietet aber auch Kurse nach Krebserkrankungen sowie in bestimmten neurologischen Feldern an. Dabei gibt es viele differenzierte Vorgaben, was jeweils unter Reha-Sport fällt und was nicht. Wichtig ist: Jede Teilnahme setzt eine ärztliche Verordnung voraus. Diese erfolgt auf einem speziellen DIN-A4-Formular. Viele Krankenkassen genehmigen die Verordnung inzwischen automatisch, bei manchen ist jedoch weiterhin eine formale Genehmigung nötig. Das Team unterstützt hier organisatorisch, doch die meisten Teilnehmenden kommen bereits mit bewilligtem Antrag. Die Kosten übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

Die Kurse selbst sind fortlaufend organisiert. Es gibt keine festen Starttermine wie bei klassischen Kursblöcken, sondern einen kontinuierlichen Einstieg. Nach Anmeldung – telefonisch oder über den „Start Reha-Sport“-Button auf der Website – folgt ein Erstgespräch, um die individuellen Voraussetzungen zu klären. Angeboten werden die Kurse inzwischen an jedem Wochentag, teilweise sogar zweimal täglich. Dennoch gibt es eine Warteliste – ein deutliches Zeichen für den hohen Bedarf.

Die Gruppengröße ist bewusst überschaubar und liegt bei maximal zwölf Personen. Dadurch können die anleitenden Fachkräfte individuell auf die Teilnehmenden eingehen. Denn jeder bringt andere körperliche Voraussetzungen mit. Während manche Gruppen sehr motiviert und lebhaft trainieren, bevorzugen andere eine ruhigere, sachliche Atmosphäre. Entscheidend ist die fachkundige Begleitung: Die Übungen werden nicht einfach „abgespult“, sondern individuell angepasst und kontrolliert durchgeführt.

Eine Reha-Sporteinheit dauert in der Regel 45 bis 60 Minuten. Je nach Inhalt kann es durchaus anstrengend werden – Schweißperlen inklusive. Dennoch gilt stets: Jeder trainiert im eigenen Leistungsrahmen. Reha-Sport ist keine Leistungsschau, sondern eine gezielte, gesundheitsfördernde Maßnahme.

Ein wichtiger Aspekt ist die Abgrenzung zur klassischen Physiotherapie. Sechs Einheiten Krankengymnastik bedeuten nicht automatisch nachhaltige Genesung. Reha-Sport setzt längerfristig an und unterstützt dabei, Stabilität, Kraft und Beweglichkeit dauerhaft zu verbessern. Zudem belastet die Verordnung nicht das Budget der Ärztinnen und Ärzte, was die Ausstellung erleichtert.

Neben dem körperlichen Training spielt auch der soziale Faktor eine große Rolle. Gerade Menschen nach schweren Erkrankungen profitieren von der Gruppendynamik. Motivation entsteht oft durch das Miteinander. Wer sich allein schwer aufraffen kann, wird von der Gruppe mitgezogen. Gleichzeitig erhalten die Teilnehmenden Übungen an die Hand, die sie auch zuhause fortführen können – denn nachhaltiger Erfolg entsteht vor allem durch regelmäßige Bewegung im Alltag.

Zum Abschluss demonstriert Norman noch eine einfache Übung mit dem elastischen Band: Dehnen über Kopf, hinter dem Rücken oder im Stand mit Zug nach oben – die Möglichkeiten sind vielfältig. Sein Motto: „Hintern hoch und los geht’s.“

Der Podcast macht deutlich: Reha-Sport ist weit mehr als ein paar Übungen mit dem Gummiband. Er ist qualitätsgesichert, medizinisch verordnet, individuell begleitet – und für viele Menschen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Meine ersten Erfahrungen mit dem eRezept

13. Januar 2024

Das eRezept ist auch bei mir angekommen. Ich bin diese Woche wegen Rezepte zu meiner Hausärztin gegangen und stellte eine Änderung fest: Das eRezept ist auch bei uns in der Provinz angekommen und ich habe noch nicht ganz entschieden, was ich davon halten soll.

Als digitaler Nomade freue ich mich über die Digitalisierung und den Wegfall der Zettelwirtschaft. Aber die ganze Sache muss ich erst einspielen. Ich bin also zu meiner Hausärztin marschiert, weil ich Nachschub an Medikamenten brauchte. Die freundliche medizinische Fachangestellte klärte mich über die Neuerung des eRezepts auf. Ich hab meine Wünsche nach meinen Wunschdrogen bei ihr abgegeben, sie überprüfte die Wunschliste und gab mir meine Versichertenkarte zurück. Kein Ausdruck mehr, den meine Hausärztin unterschreiben muss. Keine Warterei im Wartezimmer mehr, bis Frau Doktor aus ihren Behandlungsräumen dann die Theke der MFA vorbeiging, um mein Rezept zu unterschreiben und gegebenenfalls mit mir über die eine oder andere Dosierung zu sprechen. Letzteres hab ich immer gerne gemacht, denn im Gespräch bleiben ist wichtig.

Ich bekomm meine Versichertenkarte also wieder und kann nun in die Apotheke meines Vertrauens gehen und gebe dort wieder meine Karte ab und bekomme – soweit vorrätig – meine Medikamente. Allerdings rät mir die freundliche MFA zwischen Doktorbesuch und Apothekenbesuch rund zwei Stunden zu warten. Das hat zwei Gründe. Während meine Hausärztin früher im Vorbeigehen, die Unterschrift erledigt hat, muss sie jetzt in ihren Rechner, immerhin ein iMac, schauen und meinen Rezeptwunsch freigeben und bestätigen. Das kann dauern, denn die Hausarztpraxis ist in der Regel ziemlich voll und die Patienten drängen herein und so kann die Freigabe ein wenig dauern. Das verlangt in der Praxis einen anderen Workflow.

Und zum anderen scheinen die Server des eRezepts überlastet zu sein, daher die empfohlene Wartezeit. Die Server müssen die Aufträge abarbeiten und dies scheint zu dauern. Das seit Anfang 2024 breit vorgesehene eRezept ist nach Angaben des Apothekerverbandes Nordrhein mit großen Startschwierigkeiten verbunden. Jedes fünfte vorgelegte eRezept verursachte laut einer Verbandsumfrage in den ersten Tagen erhebliche Probleme bei der zügigen Versorgung der Patienten, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Thomas Preis, der Nachrichtenagentur dpa.
Bisher konnte ich mit meinem Papierrezept in die Apotheke gehen, die oftmals auch im Gebäude meines Arztes untergebracht war. Ich habe gehört, dass es oft eine Symbiose zwischen Arzt und Apotheke gab. Das ist jetzt vorbei. Ich warte nicht bis zu zwei Stunden, damit ich mein Rezept bei der Apotheke im Gebäude meines Arztes einlösen kann. Mit dem Gedanken an eine Online-Apotheke freunde ich mich immer mehr an, zum Nachteil der lokalen Apotheke am Ort.

Seit 1. Januar 2024 sind Vertragsärzte verpflichtet, für verschreibungspflichtige Arzneimittel eRezepte auszustellen. Zur Einlösung haben Versicherte drei Optionen: per App, Papierausdruck oder mit ihrer Krankenkassenkarte. Über 80 Prozent der eRezepte wurden laut Umfrage über die elektronische Krankenkassenkarte eingelöst, 18 Prozent erfolgten mit Papierausdruck. Die Gematik-App sei in 1 Prozent der vorgelegten eRezept-Fälle genutzt worden. Ich werde mir mal die App laden und beim nächsten Besuch ausprobieren. Da ich für Familienmitglieder Medikamente besorgen muss, scheint dies mir eine sinnvolle Lösung.