Wer die Praxis des Zentrums für Gesundheit betritt, dem fallen schnell die ungewöhnlichen Schilder an den Behandlungszimmern auf: Athen, Berlin, München, Atlanta, Sydney, Toronto, Barcelona, Paris. Städtenamen, die auf den ersten Blick rätselhaft wirken – und die bei Patienten immer wieder Fragen aufwerfen. Norman Dombo, der das Zentrum leitet, hat in der zwölften Folge seines Podcasts Dombo bewegt nun das Geheimnis dahinter gelüftet. Hier die Folge:
Die Erklärung ist so einfach wie naheliegend: Alle Städte, die den Zimmern ihren Namen geben, waren Austragungsorte Olympischer Spiele. Auf die Idee brachte Dombo ausgerechnet ein Begriff aus dem Schulunterricht. Ein Lehrer hatte ihm einst erklärt, dass die olympischen Wettkämpfe ursprünglich als „gymnastische Spiele“ bezeichnet wurden. Von da war es gedanklich nur ein kleiner Schritt zur Krankengymnastik – und zur Frage, warum eigentlich immer von „krank“ die Rede sein muss, wenn es doch um Gesundheit geht. Dombo erinnerte sich dabei an eine Parallele aus der Welt der Krankenkassen, die sich mancherorts längst in Gesundheitskassen umbenannt haben. Aus der Krankengymnastik wurde in seiner Überlegung kurzerhand die Gesundgymnastik – und die gehört eben nach Athen, Atlanta oder Sydney.
Jedes Zimmer ist dabei nicht nur mit einem Namen versehen, sondern auch mit einem passenden Bild ausgestattet: Wer in München behandelt wird, blickt auf die Münchner Innenstadt, wer in Berlin liegt, auf das Brandenburger Tor, wer nach Athen kommt, auf die Akropolis. Das sorgt nicht nur für Gesprächsstoff, sondern hat bei den Patienten längst zu kleinen Ritualen geführt. Viele wissen nach einigen Besuchen genau, in welches Zimmer sie möchten – weil sie dort schon einmal Urlaub gemacht haben, oder weil sie es schlicht ins Herz geschlossen haben.
Eine schlichte Idee mit großer Wirkung: Die Olympischen Spiele als Namenspaten machen aus einem Behandlungsraum einen Ort mit Charakter – und aus dem Warten auf die Therapie im besten Fall eine kleine Reise.
Das Zentrum für Gesundheit in Maisach wird 30 Jahre alt und veranstaltet daher am Samstag 11. Oktober von 9 bis 15 Uhr einen Tag der offenen Tür in die Frauenstraße. Die Einrichtung von Barbara und Norman Dombo ist für mich der Spezialist für Physiotherapie, Rehabilitation, Prävention und medizinisches Training. Am Tag der offenen Tür lassen sich die verschiedenen Trainingsmethoden ansehen und werden fachlich erläutert.
Das Zentrum bietet ein breites Spektrum an therapeutischen Leistungen wie Krankengymnastik, manuelle Therapie, Massagen, Lymphdrainage sowie Wärme- und Kältetherapien. Ergänzt wird das Angebot durch gerätegestütztes Training mit modernen Systemen wie Milon und FIVE sowie durch diagnostische Verfahren, beispielsweise einen strahlenfreien Rückenscan. Ganz neu ist das Trainingsgerät Skillcourt. Es kommt nicht aufs Posen an, sondern auf Steigerung der Fitness. Neben der Behandlung akuter Beschwerden legt das Zentrum großen Wert auf Prävention und langfristige Gesundheitsförderung. Die Leistungen können über gesetzliche und private Krankenkassen oder auf Selbstzahlerbasis in Anspruch genommen werden. Durch die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Partnerinstitutionen ist das Zentrum wissenschaftlich angebunden und überprüft regelmäßig die Wirksamkeit seiner Methoden. Es versteht sich als regionaler Partner für nachhaltige Therapie und gesundheitsorientiertes Training.
Skillcourt-Trainingsgerät in Maisach Vor kurzem fand im Zentrum für Gesundheit in Maisach ein besonderer Abend statt: Olympiamedaillengewinner Edgar Itt war zu Gast und stellte das neue Skillcourt-Trainingsgerät vor. Auch der zweite Bürgermeister Roland Müller hieß den Ehrengast willkommen und würdigte die Offenheit des Zentrums für innovative Therapie- und Trainingsmethoden.
Edgar Itt, Bronzegewinner von Seoul 1988 über die 4×400-Meter-Staffel und heute europäischer Botschafter von Skillcourt, führte lebendig in das Thema „Vigomotorik“ ein – das Zusammenspiel von visuellen, kognitiven und motorischen Prozessen. Er machte deutlich, warum modernes Training das Gehirn immer mitdenken muss: Sehen, Verarbeiten, Handeln – wer sich sicher bewegen will, braucht schnelle, präzise Entscheidungen und eine gute Ansteuerung der Muskulatur. Anhand prägnanter Alltags- und Sportbeispiele spannte Itt den Bogen von Sturzprävention und Verkehrssicherheit bis hin zum Leistungs- und Rehasport. Zugleich erinnerte er an die Bedeutung von Muskelaufbau und geistiger Aktivität über die Lebensspanne hinweg – nicht als „Belustigung“, sondern als kontinuierliches Training. Seinen kompletten Vortrag gibt es hier.
Im praktischen Teil zeigte das Team, wie Skillcourt als fehlendes Bindeglied zwischen Physiotherapie und medizinischem Training arbeitet. Das bodenintegrierte 3×3-Feld erkennt mittels Lasertechnologie jede Schritt- und Gewichtsverlagerung, die große Konsole steuert Übungen und erfasst Messdaten; eine Kamera unterstützt die Diagnostik (z. B. Schulter-Winkel nach OP). Von Return-to-Walk und Return-to-Sport über Seh-, Reaktions- und Gedächtnisübungen bis zu Entscheidungs- und Orientierungsaufgaben: Die Programme passen sich dem Leistungsstand an, liefern unmittelbares Feedback und bleiben spielerisch – für Kinder ab etwa sechs Jahren, ambitionierte Sportlerinnen und Sportler, Reha-Patientinnen und -Patienten ebenso wie für Seniorinnen und Senioren. Damit ergänzt Skillcourt Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer im Zentrum ideal und macht Training messbar, motivierend und sicher.
Zum Abschluss informierte Norman Dombo vom Zentrum über ein konkretes Angebot: Über den § 20-Präventionskurs „SkillCoach“ (Online-Format über acht Wochen) können Teilnehmende die Methode strukturiert kennenlernen; die Krankenkassen erstatten in der Regel 75–100 % der Kursgebühr. Interessierten am Tag der offenen Tür erhalten zehn Monate Training auf dem Skillcourt im Zentrum. So setzte die Veranstaltung nicht nur einen inspirierenden Impuls, sondern markierte zugleich den Startschuss für ein neues Kapitel im Zentrum für Gesundheit Maisach – mit einem Tool, das Therapie und Training spürbar verbindet und Menschen jeden Alters dabei unterstützt, heute und morgen sicherer, leistungsfähiger und mit mehr Freude in Bewegung zu bleiben.