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Podcast Dombo bewegt: Olympische Spiele im Behandlungszimmer

17. Mai 2026

Wer die Praxis des Zentrums für Gesundheit betritt, dem fallen schnell die ungewöhnlichen Schilder an den Behandlungszimmern auf: Athen, Berlin, München, Atlanta, Sydney, Toronto, Barcelona, Paris. Städtenamen, die auf den ersten Blick rätselhaft wirken – und die bei Patienten immer wieder Fragen aufwerfen. Norman Dombo, der das Zentrum leitet, hat in der zwölften Folge seines Podcasts Dombo bewegt nun das Geheimnis dahinter gelüftet. Hier die Folge:

Die Erklärung ist so einfach wie naheliegend: Alle Städte, die den Zimmern ihren Namen geben, waren Austragungsorte Olympischer Spiele. Auf die Idee brachte Dombo ausgerechnet ein Begriff aus dem Schulunterricht. Ein Lehrer hatte ihm einst erklärt, dass die olympischen Wettkämpfe ursprünglich als „gymnastische Spiele“ bezeichnet wurden. Von da war es gedanklich nur ein kleiner Schritt zur Krankengymnastik – und zur Frage, warum eigentlich immer von „krank“ die Rede sein muss, wenn es doch um Gesundheit geht. Dombo erinnerte sich dabei an eine Parallele aus der Welt der Krankenkassen, die sich mancherorts längst in Gesundheitskassen umbenannt haben. Aus der Krankengymnastik wurde in seiner Überlegung kurzerhand die Gesundgymnastik – und die gehört eben nach Athen, Atlanta oder Sydney.

Jedes Zimmer ist dabei nicht nur mit einem Namen versehen, sondern auch mit einem passenden Bild ausgestattet: Wer in München behandelt wird, blickt auf die Münchner Innenstadt, wer in Berlin liegt, auf das Brandenburger Tor, wer nach Athen kommt, auf die Akropolis. Das sorgt nicht nur für Gesprächsstoff, sondern hat bei den Patienten längst zu kleinen Ritualen geführt. Viele wissen nach einigen Besuchen genau, in welches Zimmer sie möchten – weil sie dort schon einmal Urlaub gemacht haben, oder weil sie es schlicht ins Herz geschlossen haben.

Eine schlichte Idee mit großer Wirkung: Die Olympischen Spiele als Namenspaten machen aus einem Behandlungsraum einen Ort mit Charakter – und aus dem Warten auf die Therapie im besten Fall eine kleine Reise.

Journalismus: Die Nachtschicht arbeitet in Sydney

12. Juli 2013

Woher kommen die Nachrichten für die Zeitungen aus aller Welt?

Woher kommen die Nachrichten für die Zeitungen aus aller Welt?

Medienproduktion wird internationaler. Eigentlich ist das eine Binsenweisheit. Schon immer gab es Korrespondenten in aller Welt ,die in die Heimatredaktion ihre Artikel, Beiträge oder Sendungen funken. Aber der Journalismus verändert sich weiter. Das zeigen auch die Nachrichtenagenturen, am Beispiel der Schweiz.

Ich kenne noch aus eigener Erfahrung, wie interessant und stressig Nachtdienste bei einer Tageszeitung sein können. In meinen Seminaren erzähle ich Nachwuchsjournalisten gerne, wie die Arbeit in der Nachtschicht war. Aber diese Geschichten gehören ab jetzt der Vergangenheit an.

Es gibt neue Entwicklungen, die bei der schweizerischen Depeschenagentur sda in Angriff genommen werden. Da Nachtschichten und besonders die Nachtzuschläge für Mitarbeiter teuer sind, produziert die sda künftig nachts aus Sydney. Ab Januar 2014 bezieht die Agentur Schreibtische bei der Australian Associated Press AAP. Wenn die Schweizer in Zürich nach Hause gehen, nimmt das Büro down under die Arbeit auf..

Auf der Zahlenseite spart die Agentur damit jährlich 100.000 Franken. Das Geld kommt vor allem durch die nicht mehr zu bezahlende Nachtzuschläge (43 Prozent) zusammen. Und die Fehlzeiten der Nachtschicht in der Schweiz müssen nicht mehr durch Tagesdienste ausgeglichen werden.

Laut Agenturen sind bereits vier Schweizer Redakteure für Sydney gefunden. Es wird in Deutsch und Französisch produziert. Und wer hat‘s erfunden? Die Schweizer. Auch der große Springer-Konzern überlegt derzeit Redakteure nach Australien auszulagern. Bestätigt ist freilich noch nichts, aber wir können uns auf neue Arbeitsbedingungen in den Medien einstellen.