Posts Tagged ‘iPad Air’

Split View in iOS 9: Zwei Bildschirme nebeneinander am iPad

11. Februar 2016

Seit iOS 9 ist es möglich, geplitte Bildschirme darzustellen, also zwei Bildschirme nebeneinander. Das lohnt sich in der Regel nur bei den neueren Modellen vom iPad Air, iPad mini und – bei mir – beim iPad Pro.
„Split View“, so heißt die Funktion. Sie macht mein Arbeitsleben leichter. Copy & Paste am iPad war ein Gemurkse und professionelles Arbeiten war nicht möglich. Durch das iPad Pro kam endlich ein großer Bildschirm und durch „Split View“ ist endlich professionelles Arbeiten möglich. „Split View“ sorgt dafür, dass zwei Apps gleichzeitig geöffnet bleiben und beide Inhalte der App zu sehen und zu bearbeiten sind. Nachdem ich von vielen Leuten gefragt wurde, will ich die Funktion ganz einfach erklären.


Wie wird nun „Split View“ aktiviert? Ich halte das iPad Pro im Landscape-Modus, also quer. Ich starte die erste App und wische dann von rechts nach links. Es erscheint die App-Liste und ich wähle meine zweite App aus und siehe da, ich habe zwei Apps nebeneinander und kann fröhlich hin und her kopieren. Ein weiterer Grund, das iPad Pro mitzunehmen und das MacBook in der Tasche zu lassen.

Warum ich mir das neue MacBook in Gold leisten werde und Apple einfach visionär ist

4. April 2015

Als ich meinem näheren Umfeld mitteilte, dass ich mich für ein neues MacBook in Gold interessiere, brach ein Sturm der Entrüstung und Verwunderung auf mich nieder. Wie könne ich nur als Technikexperte so ein Gerät kaufen? Nur einen Anschluss? Nur so wenig Speicher? Nur einen Standardprozessor? Und noch dazu in Gold, was sei denn das für eine Farbe? „Und übrigens gehe Apple sowieso bald den Bach runter“, so und ähnlich waren die Aussagen. Dann kam noch das zugegeben witzige Fake-Video mit dem spanischen Apple-Ingenieur – Fans erinnern sich.

Bildschirmfoto 2015-04-01 um 15.22.14„Haltet doch einfach den Mund“, lautet meine Antwort. Natürlich gibt es schnellere, leistungsfähigere und auch preiswertere Rechner als das neue MacBook in Gold. Apple spricht mit diesem Gerät eine Zielgruppe an, die sich bisher nur am Rande für Computer, IT und Technikgedöns interessierte. Es gibt Leute, die sich mit schönen Dingen umgeben wollen und für die ist dieses Gerät wunderbar geeignet. Es sind nicht technikbegeisterte Freaks, die Ghz-Zahlen, RAM-Riegel oder HD-Größen wie eine Monstranz vor sich vor tragen und sich darüber definieren.
Es ist wie in meiner Jugend, als ich von meinen sauer ersparten Taschengeld und Konfirmationsgeld endlich meine erste eigene Stereoanlage kaufen konnte. Ich war so stolz. Da kam so einer diese HiFi-Freaks daher und erklärte mir, welchen Mist ich mir da kaufen würde. Die Boxen seien so lala, der Tonabnehmer müsse besser sein, die Kabel hätten einen zu hohen Widerstand und mein Verstärker ginge ja gar nicht. Dabei wollte ich doch einfach nur Musik hören und keine Konzertsaalatmosphäre in meinem Jugendzimmer haben.

Bildschirmfoto 2015-04-01 um 15.22.35
Heute arbeite ich viel mit Kunden, die auch keine Technikfreaks sind. Sie wollen Technik um sich haben, die funktioniert und leicht zu bedienen ist und sie soll schön aussehen. Und das tun die Apple Geräte. Und die Preisdiskussion führe ich schon lange nicht mehr – mit Windows-Anhängern sowieso schon mal nicht. Viele meiner Kunden kommen aus dem Beauty-Umfeld. Die waren über die Haptik und Farben der neueren iPhone-Generationen begeistert. Ich habe es gemerkt, als ich mir ein iPhone 5s und später in iPhone 6plus in Gold zulegte. Den Leuten gefiel es. Beim iPad Air 2 war es übrigens genauso.
Bei der Bestellung werde ich mich an meinen Füller erinnern. Ich schreibe gerne mit Füller und habe auch ein paar Füller meines Vaters im Einsatz. Und ich habe mir einen Montblanc-Füller nach Jahren endlich gekauft. Es war eine seltene Sonderediton nach meinem Lieblingsdichter. Als nächstes will ich mir auch eine Hitchcock-Variante zulegen. Und natürlich kann ich auch mit dem Werbekugelschreiber schreiben, den ich beim jüngsten Hotelaufenthalt vom Nachtkästchen mitgenommen habe. Auch dieser Kugelschreiber kann schreiben, hat aber irgendwie nicht das Luxusgefühl. Gleiches lässt sich bei meinen Jackets, Schuhen oder Hemden schreiben. Und daher bestelle ich mir das MacBook in Gold – basta.
Zur Beruhigung der Technikfraktion: Ich habe ein aktuelles MacBook Pro und einen Mac Pro, um anfallendene Renderings und Videoschnittorgien bewältigen zu können. Aber aus oben genannten Gründen werde ich mir ein neues MacBook zulegen. Und jetzt könnt ihr weitermeckern.

Bildschirmfoto 2012-08-01 um 08.16.20

Praxisvergleich: SmartCase von Apple und Folio von Booq

27. Juli 2014

folio3

Ich nutze das iPad mini als Arbeitswerkzeug zum Präsentieren meiner Keynote-Vorträge. Das Gerät ist nicht nur Spielerei, sondern effektives Arbeitsmittel. Bisher war es geschützt durch ein rotes SmartCase von Apple. Im Laufe der Zeit hat dieses Cover gelitten und ich war auch nicht mit allen Eigenschaften zufrieden. Deshalb interessierte es mich sehr, als der Taschenhersteller Booq ein Folio ankündigte. Ich vertraue seit Jahren auf Booq.
Nach einwöchigem Praxistest kann ich feststellen: Das Folio ist besser als mein bisheriges SmartCase von Apple. Die neue iPad-Hülle von booq setzt sich aus zwei Teilen zusammen: einem robusten, aber leichten Cover für das iPad und einem Folio mit geschickt angebrachten Magneten.
Magnetisch wird die Extra-Schutzhülle fürs iPad am Folio befestigt – sie lässt sich mit einem Handgriff anbringen und abnehmen. Das ist vor allem beim Filmen und Fotografieren mit dem iPad mini wichtig. Das bisherige SmartCase hing bisher aufgeklappt unmotiviert herunter. Gut, jetzt habe ich zwei Teile und muss das lose Folioteil beim Filmen und Fotografieren irgendwo verstauen.

Die Funktionen bei Folio von Booq und SmartCase von Apple sind gleich: Sleep-Wake-Funktion klappt prima und auch das Aufstellen des iPads in verschiedenen Winkel ist in Ordnung, um mein iPad in die jeweils komfortabelste Position bringen.Das Folio ist freilich etwas schwerer als das SmartCase. Das booq Folio for iPad Air wiegt 252 Gramm, das Folio for iPad mini  wiegt 152 Gramm.

folio1Aber der Unterschied, der bei mir den Ausschlag für das Folio for iPad mini gab, waren die Anschlüsse. Das Apple-SmartCase schützt zwar die Lautstärkeregler, den Einschaltknopf und die Lautsprecher, aber es war im Einsatz bei Vorträgen immer eine Fummelei, die Knöpfe zu bedienen. Zudem verdeckte das SmartCase die Lautsprecher und dämpfte den Klang. Und das Wichtigste: Der Kopfhöreranschluss, bei dem der Audioklinkenstecker hineinkommt, war beim SmartCase zu klein ausgeschnitten. Für normale Kopfhörer passt es, aber wenn ich auf dickere Audiostecker bei meinen Kunden (und das sind in der Regel breitere Pro-Stecker) stieß, musste ich das iPad immer aus dem SmartCase nehmen und der Schutz war dahin. Ich hätte zwar das SmartCase selbst ausschneiden können, aber das sehe ich bei dem Preis von Apple nicht ein, dass ich hier selbst basteln muss. Hier hat Folio von Booq ganz klar die Nase vorne. Die Fummelei ist bei den freiliegenden Anschlüssen des Folio nicht der Fall. Und das für mich klar der Praxisvorteil.
Aber ich habe auch etwas zu meckern. Ich habe mir bewusst ein rotes SmartCase gekauft, weil ich mehr Farbe in mein kreatives Leben bringen wollte. Und was Folio ist langweilig. Mausgrau, aschgrau, feldgrau, steingrau – öde, öde, öde. Die Farbe macht absolut keinen Spaß. Die Farbe ist neutrales Dunkelgrau, bäh.

 

folio2

Wie das iPad meinen Arbeitsalltag verändert

24. Juli 2014

Der Apple-CEO Tim Cook erledigt nach eigenen Angaben rund 80 Prozent seiner Arbeiten am iPad und nutzt nicht mehr einen Mac dazu. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass Apple und IBM in Sachen Firmen-Apps kooperieren, habe ich mir meine Arbeitsweise mal näher angesehen und bewusst reflektiert.

Apple und IBM hatten ja vor kurzem eine exklusive Partnerschaft bekannt gegeben, die die marktführenden Stärken beider Unternehmen zusammenführt, um die Mobilität in Unternehmen durch eine ganz neue Kategorie an Apps zu verändern, die IBMs Big Data und Analytik-Fähigkeiten auf iPhone und iPad bringen.

Nun, 80 Prozent der Arbeiten sind es bei mir nicht, da hat Herr Cook wohl ein anderes Nutzerverhalten als ich – dachte ich zumindest am Anfang, Grundsätzlich hat der Apple-Chef recht. Das iPad hat mein privates und berufliches Leben verändert. Aber bis ich den Mac in Rente schicken kann, wird noch einige Zeit vergehen.

Meine hauptsächlichen Arbeiten am Mac, sei es jetzt das MacBook Pro oder der Mac Pro, sind Videoschnitt, DTP und Bildbearbeitung. Auch PDF-Erstellung und Fotoarchivierung läuft noch über den schnellen Maschinen. Das Thema 3D möchte ich gar nicht erst ansprechen. Aber wenn ich meinen Arbeitsablauf ansehen, dann brauche ich Video, DTP, Foto, aber nicht den ganz Tag.

Das iPad ist aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich diktiere sehr viel, surfe durchs Netz und konsumiere Musik und Filme. Auch soziale Netzwerke nutze ich hauptsächlich über das Apple-Device.

Meine Präsentationen, wie hier vor 500 Lehrern beim regionalen Schulentwicklungstag in Niederbayern, mache ich nur noch mit dem iPad.

Meine Präsentationen, wie hier vor 500 Lehrern beim regionalen Schulentwicklungstag in Niederbayern, mache ich nur noch mit dem iPad.

Jetzt ist der Übergang zwischen Berufs- und Privatleben bei mir als Freiberufler fließend. Auf dem Sofa checke ich schon mal am iPad in meiner Freizeit meine beruflichen Mails oder reagierte auf Kommentare auf meiner beruflichen Facebook-Seite redaktion42. Aber so richtig macht sich der Zeitenwechsel bei meiner Arbeit unterwegs bemerkbar. Ich bin für Vorträge viel auf Reisen und früher schleppte ich den Rechner mit, um meine Vorträge zu halten. Das ist in der Regel vorbei. Ich habe heute nur noch mein iPad mini dabei, wenn ich meine Keynote-Präsentationen halte. Nach dem letzten Update ist Keynote für mich das ultimative Präsentationsstool, zudem die wichtigsten Präsentationen von mir in der iCloud liegen. Damit hat die Schlepperei ein Ende. Das iPad mini mit den VGA- und HDMI-Adapeter ist überall einsatzbereit. Als nächstes werde ich mir noch ein Apple TV besorgen, um das iPad mini drahtlos an die HDMI-Beamer anzuschließen. Allerdings: Die Verbreitung von HDMI-Beamer ist bei meinen Kunden eher noch ein Mangel. Verdammt: Also hier hat Mister Cook komplett recht behalten: Bei meiner Präsentationsarbeit nutze ich das iPad nahezu zu 100 Prozent. Beim Erstellen allerdings nutze ich den Mac, weil ich auf meine Foto- und Filmdatenbank zurückgreifen muss.

Tim Cook hat recht. Ich wollte es zunächst nicht glauben.

Tim Cook hat recht. Ich wollte es zunächst nicht glauben.

Ich saß in der Macworld-Keynote in San Francisco als Steve Jobs das iPad vorgestellt hat. Wir waren als Publikum begeistert, dass der Guru zu uns sprach. Aber wir wussten allerdings nicht recht so, wozu das iPad gut sein sollte. Kaum hatten wir es in den Händen und einige Zeit genutzt, war uns klar: Es ist ein perfektes Konsumgerät. Nach und nach stellte sich heraus, dass es aber auch ein exzellentes Produktionsgerät ist. Mein Alltag als mobiler Journalist wäre ohne iPhone/iPad nicht mehr vorstellbar. Erst neulich habe ich einen ausgebuchten Kurs zum Thema Mobile Journalismus gegeben und zeigte dort, wie sich die Welt verändert.

Das iPad gehört heute zum Alltag meiner Familie. K1/2 nutzen es, deutlich mehr als den Rechner. Sogar das lästige Latein-Volkabeltraining passiert am iPad von K1. Und immer wieder kommt die Frage, warum das Kind noch Schulbücher schleppen muss? Warum können diese Bücher nicht einfach als eBook vorliegen und die elende Schlepperei der Kinder hätte ein Ende? Wer verhindert eigentlich hier schon wieder im Land von Laptop und Lederhose? K1 und K2 werden in eine Welt wachsen, in der ihr Rechner nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Schon heute sind ihre iPod touch der ständige Begleiter. Sie dienen als Fotoapparat oder Musikabspielgerät. Die Kommunikation von zu Hause erfolgt über FaceTime, wenn ich unterwegs bin. Im Moment stellt sich die Frage, brauchen die Kinder überhaupt noch einen Mac oder reicht nicht einfach ein iPad Air?