Posts Tagged ‘Steak’

Steakbesteck von Laguiole: Ein Traum von einem Messer

25. Dezember 2016
Für mich die schönsten Stellmesser überhaupt: Laguiole Messer.

Für mich die schönsten Stellmesser überhaupt: Laguiole Messer.

Manchmal muss ich mir selbst ein Geschenk machen, Weihnachten hin oder her. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich durchgerungen habe, aber nun hatte ich zugeschlagen. Ich habe mir selbst ein Geschenk gemacht, ich habe mir endlich Steakmesser und Gabeln von Laguiole gekauft.
Ich bin mit der Idee schon lange schwanger gegangen. Zum ersten Mal probierte ich die Laguiole-Messer in Berlin aus. Zusammen mit dem Foodblogger Thomas Gerlach war ich beim Essen und bekam die wunderschönen Messer von Laguiole zu meinem Steak. Das Fleisch schnitt sich wie Butter und das Messer lag optimal in der Hand. Nach dem Essen machten wir einen Verdauungsspaziergang durch Berlin und kamen auch an einem Haushaltsladen vorbei. Der Foodblogger musste reinschauen und ich ging hinterher. In einer Vitrine lagen die Laguiole-Messer und der Gedanke reifte in mir: Irgendwann brauche ich diese Messer.

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Es ist nicht so, dass ich keine Steak-Messer habe. Ich habe besitze sehr gute von WMF und die leisten ihren Dienst. Sie schneiden das Steak. Sie sind schwarz und nüchtern, ganz im klassischen WMF-Stil. Ich sagte mir, die Messer sind prima, aber sie sind langweilig. Irgendwie brauche ich ja eine Rechtfertigung, warum ich die Laguiole-Messer anschaffen muss. Erschwerend kam hinzu, dass die geliebte Ehefrau meinte, wir brauchen keine neuen Messer, weil die bisherigern ideal sind.

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Ich geb es reumütig zu: Ich habe mich über die Meinung der Ehefrau hinweg gesetzt und vor Weihnachten mir ein Geschenk gemacht: Ich habe Messer und Gabeln von Laguiole bestellt. Es handelt sich um ein Besteckset für sechs Personen: Sechs Steakmesser und sechs Gabeln in zwei stabilen Holzkisten. Die Klinge der Messer ist aus gehärtetem Edelstahl und die Klingenstärke beträgt 2.5 mm. Die Klinge ist glatt und sehr scharf, genau wie ich die Laguiole-Messer in Erinnerung hatte. Die Griffe sind aus echtem braunen Zebraholz mit Edelstahlnieten, die das Schäferkreuz bilden. Es gibt am Markt viele chinesische Kopien, aber ich habe das französische Original gekauft und bin hoch zufrieden.


Gleich am ersten Abend haben es K1 und ich ausprobiert. Wir haben Dry Age-Steak unseres Internet-Metzgers Claus Böbel auf den Grill gehauen. Die Steaks sind wunderbar und wir wollten sie englisch. K1 und ich genossen unsere Steaks. Was kann eine bessere Premiere für Steakmesser sein? Auch K1, der kritisch ist in Bezug auf Veränderungen, gestand zu, dass die Messer besser seien als die bisherigen WMF-Messer.
Wenn die geliebte Ehefrau diesen Blogbeitrag zu Gesicht bekommt, habe ich gegebenenfalls eine kleine Diskussion. Aber diese Messer von Laguiole mussten einfach sein.

Wurstautomat bei Claus Böbel

6. Oktober 2016

Ich bin von Wurst- und Grillautomaten begeistert. Bei uns im Dorf gibt es einen und ich habe ausführlich darüber berichtet. Sehr oft nutze ich diesen Wurst- und Grillautomaten und kaufe vor allem Ochsenfleisch für den Grill. Das liegt daran, dass ich zu den regulären Verkaufszeiten unseres Wochenmarktes arbeiten muss.

Einige Waren von Claus Böbel gibt es auch im Wurstautomat.

Einige Waren von Claus Böbel gibt es auch im Wurstautomat.

Bei meinen Lieblings-Internetmetzger Claus Böbel ist es nicht anders. Er hat einen neuen Wurst- und Grillautomaten vor seinem Geschäft im fränkischen Rittersbach aufgestellt. Früher setzte Claus Böbel bei seinem Verkauf der Wurstwaren auf die Fairness seiner Kunden. In dem Vorraum vor seinem Laden präsentierte er Wurstdosen und eine Geldbüchse. Leider missbrauchten Kunden dieses Vertrauen und beschädigten die Auslagen. Daher war es nur konsequent, dass Claus Böbel einen Wurst- und Grillautomaten in der grünen Farbe seines Unternehmens aufstellte.


Bei einem Besuch in Rittersbach ließ ich mir den Wurst- und Grillautomaten von Claus Böbel persönlich zeigen. Rund um die Uhr sind die Waren selbstverständlich vor Wind und Wetter geschützt, richtig temperiert und übersichtlich präsentiert. Der Kunde wählt wie bei einem Zigarettenautomaten aus, wirft das Geld pro Ware ein und bekommt über einen Wurstfahrstuhl seine Ware. Natürlich gibt der Wurst- und Grillautomat das entsprechende Rückgeld zurück. Bei meinem Besuch waren oben die fränkischen Spezialitäten wie Sülze oder Steaks, unten sind die Wurstdosen rund um die Uhr.
Natürlich muss der Metzger es durchrechnen, ob sich für ihn ein Grillautomat lohnt oder nicht. Für mich als Kunde lohnt er sich auf jeden Fall. Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Vor der Metzgerei in Rittersbach

Vor der Metzgerei in Rittersbach

Victoria Grill Burger nicht nach meinem Gusto

1. April 2015
Das frisch gebackene Brot war ein guter Einstand.

Das frisch gebackene Brot war ein guter Einstand.

Ich liebe gutes Essen und bei der Goldenen Traube in Coburg bin ich immer an der richtigen Adresse. Nur dieses Mal hatte ich etwas anderes erwartet. Zusammen mit meinem Kollegen schaute ich mal wieder in Coburg beim Victoria Grill im Hotel Goldene Traube vorbei. Dort hatte ich in der Vergangenheit ausgezeichnete Steaks und Fisch gespeist. Gerade für Steaks und Seafood ist der Victoria Grill eine ausgezeichnete Adresse. Und natürlich auch der Service kann sich sehen lassen.
Bei der Vorspeise setzte ich auf klassisches Tatar vom Rinderfilet mit Pommes allumettes. Lecker kann ich da nur sagen und meine absolute Empfehlung.

Vorspeise - ein gewohnt optimales Tatar.

Vorspeise – ein gewohnt optimales Tatar.

Dieses Mal wollte ich zum Hauptgang etwas ausprobieren und wählte den Victoria Grill Burger. Bisher hatte ich immer nur Steaks und Seafood. Aber dieses Mal sollte es eben etwas anderes sein. Der Burger aus 180 Gramm feinstem Beef mit Fleur de Sel, Barbecue Soße, Bacon, Zwiebeln, Tomate, Salat und Pommes allumettes.

Das freut den Zeiungsmann: Pommes allumettes originell präsentiert.

Das freut den Zeiungsmann: Pommes allumettes originell präsentiert.

Und das alles hat prima geschmeckt. Aber ich war dennoch nicht zufrieden. Leider war die Semmel/Brötchen für mich eindeutig zu trocken, so dass das Ganze mir dann doch nicht geschmeckt hat. Für mich muss eine Burgersemmel weich sein und das war beim Victoria Grill Burger nicht der Fall. Es war trocken. Schade, und ich weiß, was ich in diesem Haus nicht mehr bestellen werde.

Der Victoria Grill Burger war bis auf die Semmel/das Brötchen nach meinem Geschmack.

Der Victoria Grill Burger war bis auf die Semmel/das Brötchen nach meinem Geschmack.

Nächstes Wochenende schaue ich im legendären Esszimmer bei der Sterneküche der Goldenen Traube vorbei und werde garantiert nicht enttäuscht. Ich freue mich auf die Küche von Stefan Beiter und beim nächsten Besuch des Victoria Grills nehme ich wieder Steaks und Seafood.

Dry aged Steaks im Hamburger Restaurant [m]eatery

30. August 2013

Ich bin gerade auf dem Dry Aged-Tripp beim Fleisch. Infiziert wurde ich durch meinen Kollegen Thomas Gerlach und die Lektüre der Kochzeitschrift Beef. Und bei einem Besuch in Hamburg schaute ich auch bei [m]eatery vorbei, um deren Dry Aged zu genießen.

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[m]eatery gibt es in Stuttgart und Hamburg. Die Online-Reservierung für Hamburg in der Drehbahn 49 hat ausgezeichnet geklappt und der Tisch stand für mich bereit. Der Ober war ausgesprochen freundlich und nach der Getränkebestellung hatte ich erst einmal Zeit, das Ambiente von Bar und Restaurant zu genießen.

Das Farbdesign des Restaurants in weichen Grün-, Gelb- und Erdtönen erinnerte mich angenehm an die Pixelgrafik von Minecraft. Der etwas ungewöhnliche Name [m]eatery ist eine Kombination aus Eat, Meat und Meet – also Essen, Fleisch und Treffen auf deutsch. Und hier gleich eine Kritik: Die Tische stehen für meinen Geschmack zu nahe beisammen. Ein Geschäftsessen ist in so einer Atmosphäre nicht möglich, wenn der Nebentisch jedes Wort belauscht. Hier hätte ich mehr Abstand zwischen den Tischen gewollt. Ich konnte die Gespräche am Nebentisch genau verfolgen, auch wenn ich das nicht wollte.

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Im Hauptinteresse stand natürlich das Fleisch. Die Steaks stammen aus Argentinien, den USA und Europa und werden von Küchenchef Hendrik Maas und seinem Team zubereitet. Die wunderbaren Dry aged-Stücke sind im Reifeschrank für alle zu sehen. Nach traditioneller Handwerkskunst wird das Fleisch des Weiderindes am Knochen in der gläsernen dry-aged box direkt im Restaurant auf den Punkt gereift. Beim dry-aging wird das Muskeleiweiß durch fleischeigene Enzyme zersetzt, sodass das Fleisch am Ende noch schmackhafter und zarter wird. Dank der dicken, eingetrockneten, äußeren Fettschicht, welche vor der Zubereitung entfernt wird, geht dem Fleisch dabei keine Feuchtigkeit verloren. So das Versprechen auf der Website von [m]eatery und dieses Versprechen wurde voll und ganz eingelöst. Mein Steak, im 800°C heißen Southbend Infrarotofen gegrillt, war fantastisch. Als Vorspeise gab es Tatar in verschiedenen Varianten, auch von ausgezeichneter Qualität.

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Als Genussmensch kann ich das Tatar und die Steaks absolut empfehlen. Die Qualität verwöhnt den Gaumen und lässt keine Wünsche offen. Beim nächsten Hamburg-Besuch steht ein Steakessen im [m]eatery wieder auf dem Programm. Mich hat das [m]eatery überzeugt.

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Etwas verbessert werden muss meiner Meinung nach der Bezahlvorgang. Die Kreditkarte wird vom Ober mitgenommen, der etwas irritiert schaut, wenn man der Abrechnung beiwohnen will. Und das Restaurant scheint nicht auf Bewirtungsbelege fürs Finanzamt ausgerichtet zu sein. Die überreichte Rechnung entsprach nicht den Regelungen fürs deutsche Finanzamt und erst auf Nachfassen erhielt ich eine gedruckte Rechnung auf einem DIN A4-Bogen. Ob dies nur bei mir der Fall war oder Standard ist, kann ich nicht sagen.

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Aufgefallen ist mir auch der schnelle Wechsel der Gäste. Der Durchsatz in dem Restaurant ist sehr hoch und das lädt nicht gerade zum Verweilen ein. Freie Tische habe ich nicht gesehen. Daher klare Empfehlung: Unbedingt reservieren.