Posts Tagged ‘Mittelstand’

Pfiffige Ideen für den Mittelstand zur Kundenbindung

13. November 2017

Kundenbindung im Handwerk muss kein Zauberwort sein. Pfiffige Ideen zeigen, wie es gehen kann. Auf gleich zwei gute Ideen bin ich bei Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz gestoßen: Umtauschbare Thermobecher und bargeldloses Bezahlen durch eine Kundenkarte.

Thermobecher als Coffee to Go
Schon längst haben wir die (Un-)Sitte von Coffee to Go aus den USA übernommen. Unterwegs noch schnell einen Kaffee oder Tee schlürfen, wenn man auf dem Weg zur Arbeit oder Freizeit ist. Der leere Pappbecher wird dann weggeworfen.

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Jetzt stehen wir vor einem riesigen Müllberg an Kaffeebechern, die nicht recycelt werden können. Bei meinen Reisen durch Deutschland ist mir Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz mit einer prima Idee begegnet. Sie bietet in ihren Bäckereizweigstellen einen besonderen Thermobecher an. Der schicke rote Becher kostet 9,95 Euro und wird einmal mit Kaffee oder Tee befällt. „Nach Gebrauch können unsere Kunden ihre Becher tauschen und einen neuen gefüllten Becher bekommen“, so Sandra Büttner. Die Schlagworte sind Kaufen, Befüllen und Tauschen. Die gebrauchten Becher werden gespült und wieder eingesetzt.
Ich finde die Idee sehr gut, denn meine Thermobecher stehen in der Regel zu Hause im Schrank. Ich vergesse sie, wenn ich aufbreche. Den dichten Thermobecher der Bäckerei Büttner kann ich im Auto lassen und beim nächsten Besuch der Bäckerei umtauschen. So kann ich unterwegs den Coffee to Go genießen und vermeide Müll. Die Bäckerei stärkt das Umweltbewusstsein und ich habe frisches Kaffeearoma, denn ich habe immer einen neuen befüllten Becher. Die Bäckerei hat mich als Kunden gebunden und alle sind zufrieden – tolle Idee.

Bargeldloses Bezahlen mit der Kundenkarte
Ich bin ein Freund des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Ich mag keine dicken Geldbörsen mit Kleingeld, weil sie die Jacke ausbeulen. Ich freue mich auf den Tag an dem Apple Pay endlich auch in Deutschland verfügbar ist.
In Bäckereien fallen in der Regel kleine Geldbeträge an. Ein, zwei Brezn hier, eine belegte Semmel da und wenn ich mit dem Schein bezahle, bekomme ich das ungeliebte Münzgeld zurück. Das wandert zu Hause dann wieder ins Sparschwein bei der abendlichen Leerung des Geldbeutels.
Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner hatte hier eine sinnvolle Lösung, die zudem auch Kunden bindet. Bei der Bäckerei gibt es Kundenkarten, die der Kunde mit Geldbeträge aufladen kann. Ich kenne so was von der Schulmensa von K1/2, in Kantinen oder in der Uni-Mensa. Man zahlt einen gewissen Betrag auf die Kundenkarte ein und bei jedem Einkauf wird der zu zahlende Betrag abgebucht. Das geht schneller, ist deutlich hygienischer als Münzgeld, der Unternehmer hat nicht die verlorene Zeit mit der abendlichen Kassenabrechnung, es gibt keine Schwarzgelder und der Geldbeutel ist nicht mehr mit Münzen aufgebläht. Mir hat das Konzept von Sandra Büttner sehr gut gefallen und es ist übertragbar auf viele Handwerksunternehmen.

 

Wursterlebnisseminar als Weihnachtsgeschenk

15. Dezember 2016
Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Ein Wurstseminar ist ein tolles Geschenk.

Völlig überraschend kommt am 24. Dezember der Heilige Abend auf uns zu. Und völlig überraschend stellt man sich mal wieder die Frage: Was soll ich schenken? Wir haben doch schon alles.
Ich habe einen kleinen Tipp, der meiner Familie und mir richtig Spaß gemacht hat: Ein Wursterlebnis-Seminar von Claus Böbel. Ich habe ein Seminar bei ihm über seine Website umdiewurst.de gebucht und einen wunderbaren Nachmittag im fränkischen Rittersbach verbracht.


Auf dem Programm stand die Produktion der fränkischen Bratwurst. Nach einer kleinen Betriebsbesichtigung des mittelständischen Betriebes ging es los. Claus Böbel hat sich bundesweit einen Namen als führender Internet-Metzger gemacht. Ich habe ihn schon öfters getroffen und bei ihm Fleisch- und Wurst über das Internet bestellt. eFood ist für den Mittelständler Claus Böbel zu einem zweiten Standbein geworden. In meinem Blog habe ich des öfteren darüber berichtet.


Dann gibt es los: Grüne Mütze im CI von Claus Böbel auf den Kopf, wegen der zahlreichen Fotos für Facebook und Instagram und ab in das Kühlhaus, um das richtige Fleisch auszusuchen. Zug um Zug lernten wir die einzelnen Schritte der Produktion der fränkischen Bratwurst kennen. Aber nicht nur zuschauen war angesagt, sondern vor allem selbst anpacken. Unter den kritischen Augen des Metzgermeisters Claus Böbel wurde das Fleisch geschnitten. Der Umgang mit den extrem scharfen Messern will gelernt sein. Dazu trugen wir Schutzhandschuhe und Schutzwesten aus Metall. Es sah irgendwie nach den alten Rittersleut aus, aber Schutz muss sein. Auch das wussten die Ritter.


Die Ratschläge und Tipps von Claus Böbel zeugen von jahrelanger Erfahrung. Die Mischung von Fachwissen und Geschichten aus der Metzgerei passen perfekt zusammen, bilden und unterhalten zugleich.

Kein Wunder, dass Interessierte aus der ganzen Welt seine Wursterlebnisseminare buchen. Vor kurzem war eine Gruppe Japaner in Rittersbach zu Gast, um die fränkische Wurst zu produzieren.


Das Fleisch wurde in handliche Würfel geschnitten, gewürzt und dann durch einem Fleischwolf gelassen. Nicht so ein Haushaltsding, sondern ein richter Kaventsmann. Und nun kam der erste Gang. Es gab schmackhaftes Rindfleisch – mit gehackten Zwiebel eine Delikatesse. In Franken heißt es Bratwurstgehäck und ist mit frischem Brot eine echte Wucht.


Dann kam schon die nächste Attraktion. Claus Böbel brachte eine grüne Kiste mit allerlei Gewürzen hervor. Hier konnten wir unsere eigene Wurstkreation erstellen. K1/2 versuchten es mit Schokolade und Bratwurst, andere setzten auf eine mediterrane Variante und ich würzte kräftig mit Chilli. Ich sollte diese Tat später bereuen, aber ich mag es nunmal scharf. Die Idee ist genial – die eigene Bratwurstkreation.

Heraus kommt ein kulinarisches Experiement mit einem sehr kommunikativen Teil. Das Ganze wird dann die lauwarme Vorspeise zum Bratwurstmenü. Diese kulanarischen Events kann Claus Böbel in ganz Deutschland durchführen, er braucht dazu nur eine haushaltsübliche Küche.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Ablaufplan auf Fränkisch.

Anschließend stand das Befüllen des Bratwurstdarms auf dem Programm. Wir Seminarteilnehmer konnten selbst die Bratwurstmaschine bedienen und unsere Würste selbst herstellen. Die einen waren etwas kürzer, die anderen etwas dicker, aber nach der Zeit kommt die Erfahrung.


In der Küche ging es dann ans Essen. Wir saßen in der Küche um die Herdplatte herum, tranken und hatten unseren Spaß. Starter war eine Bratwurstsulz. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst eine Spezialität: Saure Zipfel mit viel Zwiebel und dann die klassische fränkische Bratwurst. Ich hatte ein paar fränkische Bier zum Runterspülen und zum Abschluss gab es einen Bratwurstlikör.

Bratwurstlikör - freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Bratwurstlikör – freilich in den CI-Farben von Claus Böbel.

Und als Erinnerung verschickten wir noch eine Wurstpostkarte. Ich formte aus meiner Wurst eine 42 und der Empfänger war mein Lieblingshotel, das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Ich hoffe, Sabine und Armin Groß haben sich gefreut. K1 hatte die Karte an sich selbst geschickt und dann aufgegessen.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Meine 42 ging ins Allgäu.

Kugelrund und vollgefressen ging es wieder nach Hause. Neben einem vernüglichen und schmackhaften Nachmittag in Franken wurde mir wieder einmal bewusst, welche handwerkliche Arbeit hinter dem Metzgerhandwerk steckt. Kleine und mittelständische Betriebe müssen erhalten bleiben. Für uns stand fest, dass wir diese handwerkliche Qualität bewahren und unterstützen wollen. Auch wenn es seinen Preis hat. Dafür muss eben nicht jeden Tag Fleisch und Wurst auf den Teller kommen. Auch dieses Seminar hat wieder dazu beigetragen, sich seines Verhaltens bewusst zu machen.
Ich kann das Wursterlebnis-Seminar bei Claus Böbel absolut empfehlen und wer noch ein Weihnachtsgeschenk benötigt, sollte sich auf der Website umschauen und einen Termin buchen. Es lohnt sich.

Und hier verrät Claus Böbel das Geheimnis der fränkischen Bratwurst:

Metzgerei Moser: Malwettbewerb – mal mal Kuh und Schwein

12. Februar 2016

Ein Malwettbewerb ist immer eine nette Idee um auf sich als mittelständischer Handwerksbetrieb aufmerksam zu machen. Da helfe ich gerne mit. Es freut es mich, dass ich Jury-Mitglied bei einem sehr netten Malwettbewerb im Mittelstand sein darf: Die Metzgerei Moser in Landsberg am Lech hat einen Malwettbewerb ausgerufen. Vor der Filliale am Penzinger Feld stehen je eine Kuh- und Schweinskulptur. Für Kuh und Schwein wird eine neue Bemalung gesucht, deshlab schreibt Metzgermeister Michael Moser einen Malwettbewerb aus.

Diese Kuh braucht neue Farbe. Sei dabei beim Malwettbewerb der Metzgerei Moser.

Diese Kuh braucht neue Farbe. Sei dabei beim Malwettbewerb der Metzgerei Moser.

Dazu verteilen die Mitarbeiter der Handwerksmetzgerei in Landsberg viele Malbögen mit Kuh und Schwein darauf – Kleckerkuh und buntes Ferkel genannt. Mitmachen düren alle Kinder bis 15. Jahren. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2016.
Und täglich treffen in der Metzgerei ausgemalte Vorlagen ein, ganze Grundschulklassen haben teilgenommen. Ich habe mal ein paar Einsendungen in einem Video zusammengefasst, um zu zeigen, was die jungen Künstlerinnen und Künstler so alles abliefern. Tolle Kunstwerke sind dabei.


Die Vorlagen Kleckerkuh und buntes Ferkel gibt es auch zum Download im Blog der Metzgerei. Hier können die Vorlagen als PDF geladen werden. In YouTube gibt ich sogar ein Video, in dem die Kuh am iPad Pro und Apple Pencil ausgemalt wurden. Das Ganze wurde mit QuickTime aufgenommen.


Ach ja, natürlich gibt es auch etwas zu gewinnen: Der Hauptgewinn sind leckere Fleisch- und Wurstwaren im Wert von 300€ für den nächsten Kindergeburtstag oder das Sommergrillfest. Zusätzlich zum Hauptgewinn werden die Gewinner dazu eingeladen, zusammen mit einem professionellen Maler im Frühjahr 2016 die lebensgroße Moserkuh und -schwein nach ihren Wünschen zu gestalten. Als Jury-Mitglied will ich bei diesem Malevent unbedingt dabei sein.

Das Schwein steht vor der Tür.

Das Schwein steht vor der Tür.

Goldene Zeiten beim Lexus Forum München

11. Oktober 2015

Ludwig Wieser vom Luxus Forum München begrüßt seine Gäste zum Kundenevent.

Ludwig Wieser vom Luxus Forum München begrüßt seine Gäste zum Kundenevent.

Es ist schön zu sehen, wenn Mittelständler Hand in Hand zusammenarbeiten. Das konnte ich bei einer Einladung des Münchner Lexus-Forums gestern feststellen. Unter dem Motto „Goldene Zeiten“ wurde ich zu einem Event in München in die Landsberger Straße 222 eingeladen. Es gab eine reiche Auswahl von Autos und italienischen und Österreicher Weinen, Antipasti sowie Live Musik.

Kundenevent im Lexus Forum München.

Kundenevent im Lexus Forum München.

Ich habe mich vor zwei Jahren entschieden, ein Hybrid-Fahrzeug zu anzuschaffen und meine Wahl fiel auf einen Lexus, weil sich mein schöner aber zu hoch motorisierter Audi als Spritfresser herausgestellt hatte. Der Tankwart war mein bester Freund. Durch den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs als Firmenwagen kam ich wohl auf den Einladungsverteiler von Lexus. Als Kooperationspartner hatte das Lexus Forum das nahegelegne Ristorante Cleopatra gewählt – eine gute Wahl. Ich war früher in diesem Ristorante mit meinem Drucker essen und war von der Küche angetan. Lexus stellte die Autos, Cleopatra die Weine und das Essen – eine unschlagbare Kombination.

Musik, eins, zwei, drei - das Duo machte Stimmung.

Musik, eins, zwei, drei – das Duo machte Stimmung.

Etwas verwirrend war es als mich am Eingang eine sympathische junge Frau anhielt. Zunächst dachte ich, sie wollte meine Einladungskarte sehen. Nein, vielmehr überreichte sie mir ein Klemmbrett mit allerlei Zetteln. Fragend schaute ich sie an. „Das sind die Weine des Abends, die wir Ihnen anbieten. Probieren Sie, testen Sie und sagen Sie uns Ihre Meinung“, meinte die junge Dame. Und zudem konnte man die Weine zu einem deutlich reduziertem Preis erstehen und ein paar Tage später im Lexus Forum abholen. Kurze Diskussion mit meiner Frau, wer unseren Luxus nach Hause fährt und ich probierte die Weine durch, nicht ohne zuvor fachzuspimpeln.

Rund 40 Weine aus Österreich und Italien wurden verköstigt - gute Aktion vom Ristorante Cleopatra.

Rund 40 Weine aus Österreich und Italien wurden verköstigt – gute Aktion vom Ristorante Cleopatra.

Der kulinarische Streifzug wurde durch einen technischen Streifzug durch die verschiedenen Lexus-Modelle abgelöst. Im Moment bin ich zufrieden mit meinem Hybrid-Auto. Der nächste Wagen sollte dann ein Elektroauto sein – Tesla finde ich im Moment absolut faszinierend. Und auch die Fortschritte mit selbstfahrenden Fahrzeugen finde ich ermutigend. Im Moment steht aber kein Neukauf eines Fahrzeugs an. Vielmehr machte ich vom Angebot des Ristorante Cleopatra gebrauch. Zwar ist der Weinkeller voll, aber a bisserl wos geht immer. Vor Jahren war ich mal auf einer Pressereise durch Italien und entdeckte dort den Livio Felluga Pinot Grigio aus dem Friaul. Eine ganze Woche verköstigte ich damals diesen Wein, besuchte das Weingut und führte Interviews mit den Winzern. Beim Lexus Forum München sah ich diesen Wein wieder, erinnerte mich an alte Zeiten und bestellte gleich zwölf Flaschen der 2014 Abfüllung. Sie kommt in den Weinkeller und im Sommer 2016 werde ich ihn genießen.
Die zwei Stunden beim Lexus Forum München waren also ein Gewinn für mich, für Lexus und für das Restaurant Cleopatra. So muss eine Win-Win-Situation sein. Und siehe da: Kooperationen im Mittelstand zahlen sich bei einem Kundenbildungsprogramm aus.

Der Herbst war dann weniger golden, als vielmehr kalt. Deshalb gab es heiße Maroni.

Der Herbst war dann weniger golden, als vielmehr kalt. Deshalb gab es heiße Maroni.

Was suchen Android- und iPhone-Nutzer?

23. August 2015

Wer sucht was und mit welchem mobilen OS? Diese Frage ist für Mittelständler interessant sein, die eine Online-Strategie für ihren stationären Handel und ihr Lokal aufbauen wollen. Ich arbeite derzeit an einem Konzept für einen Mittelständler und da kamen mir die neuen Ergebnisse von Yelp gerade recht. Die Empfehlungsplattform Yelp hat das mobile Suchverhalten der Nutzer untersucht: In einem Zeitraum von sechs Monaten vom 01.12.2014 bis 01.06.2015 gaben Yelper auf der ganzen Welt insgesamt 815 Millionen Suchbegriffe über die Yelp-App auf ihrem iPhone oder Android-Smartphone ein. Yelp hilft seinen Nutzern dabei, lokale Geschäfte zu finden – von Restaurants, Bars und Clubs bis hin zu Tankstellen, Wellness-Oasen und Hundesalons. Die Ergebnisse der Datenanalyse zeigen auf große Unterschiede im Konsumverhalten zwischen Android- und iPhone-Nutzern.

2015-07-16-Yelp-Infografik

Die Top 3: „Restaurants“, „Bars“ und „Coffee“ sind die häufigsten Suchbegriffe auf Yelp – sowohl bei Android- als auch bei iPhone-Nutzern (Rang 1, 2 bzw. 3) – dicht gefolgt von dem Suchbegriff „Shopping“ (Rang 5 auf Android und Rang 18 auf iPhone).

Weinliebhaber: Die iPhone-Nutzer haben im Vergleich zu Android-Nutzern eine stärkere Vorliebe für Wein: Der Suchbegriff „wine“ liegt beim iPhone auf Platz 170 der meistgesuchten Begriffe weltweit – bei den Android-Nutzern hingegen nur auf Platz 514.

Partymäuse: Das Nachtleben („nightlife“) steht bei den Android-Nutzern viel weiter oben (Platz 11) als bei den iPhone-Nutzern (Platz 52) – insbesondere der Begriff „dance clubs“ (Android Platz 96, iPhone Platz 156). iPhone-Nutzer hingegen suchen häufiger nach dem Begriff „brunch“ sowie „Starbucks“ (Rang 14 bzw. Rang 15) als Android-Nutzer (Rang 26 bzw. Rang 30).

Sparfüchse: Große Unterschiede gibt es beim Thema Sparen: Android-Nutzer suchen stärker nach „deals“ (Platz 24) als iPhone-Nutzer (Platz 221). Deals sind Preisrabatte, die Geschäftsinhaber auf Yelp über ihr Profil anbieten können. Generell wird das Wort „cheap“ bei Android-Nutzern öfter als Suchbegriff verwendet als bei iPhone-Nutzern (Platz 1.367 bei Android und 2.272 beim iPhone). Die iPhone-Nutzer sind dafür mehr auf Luxus aus – der Suchbegriff „luxe“ ist bei den iPhone-Nutzern auf Platz 8.045, bei Android auf Platz 10.358.

Lieblingsgerichte: Das häufigste weltweit auf Yelp unter allen Suchbegriffen gesuchte Gericht ist „Pizza“ (Rang 5 bei Android- und Rang 6 bei iPhone-Nutzern), gefolgt von „Sushi“ (Rang 6 bei iPhones und Rang 7 bei Android). iPhone-Nutzer suchen außerdem häufiger nach „ice cream“ (Rang 31) als Android-Nutzer (Rang 50). Zudem essen iPhone-Nutzer mehr Bio: „whole foods“ (Vollwertkost) ist bei iPhone auf Platz 166, bei Android auf Platz 421.
„Durch die kontinuierliche Analyse der Suchaktivitäten auf Yelp möchten wir die Nutzererfahrung langfristig verbessern, so dass wir sie mit den besten lokalen Geschäften in Verbindung bringen können“, so Maximilian von Garnier, Coach für Geschäftsinhaber bei Yelp. „Zum ersten Mal haben wir die Unterschiede zwischen Android- und iPhone-Nutzern untersucht und die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich. Pizza ist weltweit das beliebteste Gericht, während Android-User ganz klar die Sparfüchse unter den Yelp-Nutzern sind.“ Viele Erkenntnisse sind vom Bauchgefühl bekannt, jetzt habe ich aber die offiziellen Zahlen.
Ich merke diese Sparfuchs-Mentalität bereits im Suchverhalten bei Apps. iOS-User kaufen einfach eine App. Wer aus der Apple-Tradition kommt, ist es gewohnt für Leistung Geld zu bezahlen. In meinem Seminaren höre ich immer wieder die Frage von Android-Usern, wo es die App umsonst gibt. Lieber verbringen die User eine Stunde Zeit mit der Suche nach einer kostenlosen Variante als die kostenpflichtige App zu erwerben.

Gemüse selbst ernten – tolles Angebot der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang

20. August 2015
Tolle Idee der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang.

Tolle Idee der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang.

Es gibt Felder, auf denen wir Blumen pflücken können. Ich gehe auf Plantagen zum Blaubeeren sammeln – und habe sogar darüber geschrieben. Der Trend, etwas selbst zu pflücken oder zu ernten, ist vorhanden. Jetzt traf ich bei der Gärtnerei Gruber in Nesselwang im Allgäu auf einen neuen Trend. Gemüse selbst ernten. Ich hab es gemacht und bin begeistert.


Durch den Tipp von Susanne Wannags bin ich auf die Gärtnerei gestoßen. Sie liegt an der Maria-Rainer-Str. 25 in Nesselwang. Frisch, gesund und regional – unter diesem Motto gibt es dort von Juli bis September Gemüse zum selbst Ernten. Als ich dort Halt machte, gab es gerade verschiedene Tomaten- und Salatsorten, Gurken, Zwiebel, Zucchini, Paprika, Rucola, Auberginen, Sellerie, Kohlrabi, Mangold im Topf. Die Bohnenernte war gerade am Ende. Auf der Website der Gärtnerei werden die aktuellen Ernteprodukte, die reif sind, vorgestellt. Verteilt war das Gemüse um Selbsternten über drei große Gewächshäuser.


Vor allem die Gurken sind der Hammer. Vergessen Sie alles, was Sie jemals gegessen haben. Die Gruber-Gurke hat ein top Aroma. Wer nur die holländische Wassergurke als Stadtmensch gewohnt ist, wird nach dem Genuss der Gruber-Gurke nie wieder zu so einem aufgeblasene Wassermonster greifen.


„Die Idee zum Selbsternten hatten unsere Kinder“, berichtete mir die Chefin des Hauses. Sie selbst ist über den Erfolg der Aktion sehr überrascht und freut sich, dass die Aktion so gut angenommen wird. Neue Website und ein Facebook-Auftritt sorgen auch für digitale Kunden, die ganz analog nach Nesselwang kommen. Ganz wichtig für eine Gärtnerei: Die Kunden gehen sorgsam mit den Pflanzen um und ernten das Gemüse vorsichtig und umsichtig. Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit.

Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit. Gartenscheren gibt es zum Ausleihen.

Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit. Gartenscheren gibt es zum Ausleihen.

Gartenscheren gibt es zum Ausleihen, damit die Pflanzen beim Ernten nicht beschädigt werden. Also nicht wild reißen, sondern vorsichtig abschneiden.


Dieses Jahr hat die Aktion des Selbsterntens Premiere gehabt. Ich muss zugeben, es ist eine absolute Bereicherung und zeigt die Innovationskraft des Mittelstandes. Ich wundere mich, warum ich bisher bei Gärtnereien im Umland von München so einen Service noch nicht bemerkt habe. Gerade die Stadtmenschen würden sich über ein solches Angebot freuen. Aber vielleicht kennt ihr ja Gärtnereien wie die Gärtnerei Gruber, die so einen Service anbieten. Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.

Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.

Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.

Die Top 3 Ausreden der Daten-Verweigerer

3. August 2015
Es gibt bei der Digitalisierung noch viel zu tun.

Es gibt bei der Digitalisierung noch viel zu tun.

Der Spruch vom alten Henry Ford ist ja bekannt. „Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfenes Geld. Ich weiß aber leider nicht, welche Hälfte das ist.“ Beim Marketing im Mittelstand kann man den Ford-Spruch genauso anwenden – und das mache ich gerne in meinem Seminaren. Und ich habe oftmals digitale Verweigerer vor mir sitzen, die es zu überzeugen gilt. Die Verweigerung reicht vom Zugang zum Internet, über Einstieg in soziale Netzwerke bis hin zur Analyse von digitalen Daten.
Die letzte Gruppe hatte gerade Adobe auf dem Schirm. Adobe hat hier drei Top Ausreden der Daten-Verweigerer gesammelt, die ich gerne weitergeben kann. Sie stimmen einfach. In der Praxis habe ich solche Aussprüche gehört – da sind wir noch weit entfernt von der Digitalisierung des Mittelstandes.
Knapp jeder zweite Marketingverantwortliche in Deutschland (42 Prozent) vertraut dem aktuellen „Adobe Digital Roadblock Report 2015“ zufolge noch immer allein auf sein Bauchgefühl, wenn wichtige Entscheidungen für die Marketing-Strategie anstehen. Nur etwas mehr als jeder Dritte (37 Prozent) setzt bereits auf die validen Erkenntnisse einer Daten-Analyse. Woran liegt´s?

Ausrede #1: „Niemand weiß, wie es geht“
Fehlende Analyse-Erfahrungen führen häufig dazu, dass sich in den Unternehmen erst gar nicht an die datenbasierte Kampagnenoptimierung herangetraut wird. Laut „Adobe Roadblock Report 2015“ fehlt es 21 Prozent der deutschen Marketingentscheider an entsprechenden Weiterbildungsangeboten in neuen Marketing-Skills. Tatsächlich aber brauchen sie die gar nicht, um mit der Optimierung durchzustarten: Moderne Analyse-Tools sind inzwischen extrem einfach zu bedienen und verlangen keinerlei Vorerfahrungen. Mit nur wenigen Klicks gewinnen damit selbst Analyse-Rookies sehr schnell wertvolle Erkenntnisse, wie sie den Erfolg ihrer Maßnahmen optimieren können.

Ausrede #2: „Unser Unternehmen ist dafür nicht richtig aufgestellt“
Als nicht minder große Hürde, die den Marketer in seinen Optimierungsbemühungen blockiert, werden dem „Adobe Roadblock Report 2015“ zufolge auch die unzureichenden Strukturen im eigenen Unternehmen (14 Prozent) angesehen. Und damit haben sie nicht ganz unrecht: Übergreifende Teamstrukturen und ganzheitliche Prozesse sind zweifelsohne wichtige Voraussetzungen, um die Potenziale der datenbasierten Kampagnenoptimierung bestmöglich auszuschöpfen. Doch davon muss so manch CEO erst noch überzeugt werden. Am besten mit konkreten Ergebnissen kleinerer Optimierungsmaßnahmen, die ohne strukturelle Veränderungen durchgeführt werden können. Statt zu resignieren, gilt es, aktiv zu werden und die Optimierung selbst in die Hand zu nehmen. Stimmen die Ergebnisse, wird über kurz oder lang auch die Unternehmensführung mitziehen!

Ausrede #3: „Mein Bauchgefühl hat mich noch nie getäuscht“
Zugegeben: Manchmal sind es auch das richtige Bauchgefühl und die langjährigen Erfahrungen eines Marketingverantwortlichen, die Kampagnen zum Erfolg führen. Über die volle Strecke einer Kampagne aber wäre es geradezu fahrlässig, sich allein auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Dafür ist das Marketing zu schnell und heterogen geworden. Allein die Customer Journey hat dramatisch an Dynamik gewonnen, lineare Prozesse gehören der Vergangenheit an. Marketingverantwortliche stehen heute vor einer wahren Touchpoint-Odyssee der meist mobilen Kunden, die dringend eine ganzheitliche Betrachtung erfordert. Damit ist selbst der beste Bauch irgendwann überfordert!

Die Arbeitswelt bewegt sich – Chancen für #OutofOffice

19. Juli 2015
Bei mir hat das Buch OutofOffice einiges in Bewegung gebracht.

Bei mir hat das Buch OutofOffice einiges in Bewegung gebracht.

Nachdem ich auf der republica 15 #rp15 immer wieder mit dem Thema #OutofOffice konfrontiert wurde, freut es mich als digitaler Nomade, dass das Thema langsam gesellschaftsfähig wird. Ausgehend von dem lesenswerten Buch von Out of Office der beiden deutschen Microsoft-Manager Elke Frank und Thorsten Hübschen stelle ich fest: Die Arbeitswelt bewegt sich. Kernthese des Buches ist, eine Neuerfindung der Arbeit. Das Zusammenspiel von Arbeit und Leben wird durch die Digitalisierung verändert. Das Buch Out of Office selbst werde ich später einmal besprechen.
Immer wieder führe ich Gespräche zum Thema Arbeiten außerhalb des Büros, diskutiere Thesen in meinen Seminaren und frage mich selbst: Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus?
Während ich diese Zeilen der Siri ins MacBook diktiere, sitze ich im Garten. Als Freiberufler habe ich es mir im Garten unter Apfelbäumen bequem gemacht – das WLAN reicht bis zu den Apfelbäumen, die notwendigen Schatten spenden.
Auf der #rp15 habe ich das Thema #OutofOffice auf Einladung von Mircosoft ausprobiert. Einige Journalisten, Blogger und Freunde des Hauses wurden zu einer Tour durch Berlin eingeladen. Ich wurde auf der #rp15 abgeholt und zum Veranstaltungsort gebracht.

Sehr freundlich wurde ich von einer MS-Mitarbeiterin empfangen.

Sehr freundlich wurde ich von einer MS-Mitarbeiterin empfangen.

Start war ein künstlicher Strand und weiter ging es mit einer Velo-Tour durch Berlin. Das hat mir als digitaler Nomade natürlich gefallen und ich hab die Tour gleich mal gefilmt – also unterwegs gearbeitet.

GoPro bei der Velo-Tour

GoPro bei der Velo-Tour

 


Was sich bei mir im Kleinen bewegt, passiert auch in der bundesdeutschen Gesellschaft. Interessiert lese ich Aussagen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die deutsche Industrie und die Gewerkschaft IG Metall haben sich für flexiblere Arbeitszeitmodelle ausgesprochen. Der Präsident des Bundesverbandes der Industrie, Ulrich Grillo, sagte, künftig werde Arbeit verstärkt auch von Zuhause geleistet. Er betonte, die Chancen der Digitalisierung dürften nicht durch staatliche Überregulierung wieder kaputt gemacht werden. Die Unternehmen müssten flexibel sein, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Auch unterwegs konnte ich arbeiten - hier bei einer Einladung  von MS.

Auch unterwegs konnte ich arbeiten – hier bei einer Einladung von MS.

Der Vorsitzende der IG-Metall, Detlef Wetzel, forderte einen Zukunftspakt zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern mit neuen Regeln. Wenn die Firmen immer mehr Flexibilität erwarteten, müssten die Beschäftigten das Recht haben, souverän mit ihrer Arbeitszeit umzugehen, so Wetzel. Die künftige Arbeitswelt dürfe nicht dazu führen, dass nur noch wenige Menschen die neuen Anforderungen bewältigen könnten. Interessant ist, dass ich bei einem Seminar mit Betriebsräten vor kurzem auf eine absolute Offenheit für das Thema Zukunft der Arbeit stieß.
Vor etwas längerer Zeit hat das Thema Digitalisierung und Mittelstand auch Wirtschaftsminister Gabriel auf der Eröffnung der Internationalen Handwerksmesse IHM angesprochen. Er erwähnte den Mittelstand, den Anschluss nicht zu verlieren. Ich sehe hier eine Spaltung des Mittelstandes: Wir haben Unternehmer, die die Digitalisierung voll begriffen haben und welche, die sie ablehnen. Schlagworte wie Industrie 4.0 höre ich immer wieder und in meinen Seminaren nähere ich mich dem Thema. Aber es gibt noch viel zu tun.

Deutschlands digitale Wirtschaft bleibt laut Monitoring-Report Digitale Wirtschaft auch in 2014 im 15-Länder-Vergleich auf einem guten fünften Platz. Der Report, den TNS Infratest und das ZEW im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fortlaufend erstellen, beleuchtet die Leistungsfähigkeit der IKT-Branche und der Internetwirtschaft durch die Analyse der Märkte, der infrastrukturellen Voraussetzungen und der Nutzung neuer Technologien und Dienste. Der Standort Deutschland erreicht bei der global vergleichenden Bewertung seiner Leistungsfähigkeit 47 von 100 möglichen Punkten.
Unangefochtener Spitzenreiter im 15-Länder-Vergleich sind die USA mit 81 Punkten, gefolgt von Südkorea mit 54 Punkten. Großbritannien kann sich in einigen zentralen Bereichen verbessern und belegt, gemeinsam mit Japan, Platz drei (jeweils 53 Indexpunkte). Ab dem fünften Rang stellt sich das Feld dicht gedrängt dar. Zwischen Deutschland, als erstem der Verfolgergruppe, auf Platz fünf und Frankreich auf Rang elf liegen nur drei Indexpunkte.

Markt: Deutschland nach IKT-Umsätzen auf Platz vier
Deutschland ist zusammen mit Großbritannien die viertgrößte IKT-Nation weltweit. In der Bundesrepublik werden 4,3 Prozent der weltweiten IKT-Umsätze erwirtschaftet. Allerdings gehen die Umsätze mit Telekommunikation im Gegensatz zum globalen Trend weiter zurück. So sanken die Ausgaben für diesen Bereich im Jahr 2013 um ein Prozent. Für 2014 und 2015 ist mit einem weiteren Rückgang von voraussichtlich jeweils 0,4 Prozent zu rechnen.

Infrastruktur: Netzgeschwindigkeiten ausbauen
Der Standort Deutschland verfügt über eine gut entwickelte technische Infrastruktur und erreicht einen soliden sechsten Platz im internationalen Vergleich. Der Standort stabilisiert sich bei der Breitbandpenetration in der Bevölkerung mit 34,6 Prozent. Allerdings bleibt die Geschwindigkeit der Netze weiter das zentrale Thema, denn gemessen an der Verbreitung von superschnellen Glasfaseranschlüssen hinkt Deutschland deutlich hinterher. Mit einer Glasfaser-Quote von lediglich einem Prozent liegt Deutschland weit abgeschlagen auf dem letzten Platz der europäischen Länder.

Nutzung: Verbesserte Akzeptanz von neuen Technologien und Anwendungen
Bei der Analyse der Nutzung, also des Einsatzes neuer Technologien und Anwendungen durch die Bürger, Unternehmen und Verwaltungen, kann sich Deutschland um einen Rang verbessern und ist nun fünftstärkste Nation im Ranking. Vor allem bei der Nutzung von E-Commerce und beim Musik-Download konnte sich Deutschland im internationalen Vergleich gut positionieren. So kaufen in Deutschland 32 Prozent der Internetnutzer mindestens einmal wöchentlich online ein (Rang 5) und jeder Deutsche lädt durchschnittlich zwei Musiktitel im Jahr aus dem Netz (Rang 3).

Handlungsfelder Digitalisierung und Innovation
Für Experten der Digitalen Wirtschaft sind die wichtigsten Themen für den Standort Deutschland die Digitalisierung der klassischen Wirtschaftszweige sowie Innovationen durch Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Digitalisierung in den volkswirtschaftlich bedeutsamen deutschen Traditionsbranchen schreitet immer weiter voran. Die wichtigsten Themen hierbei sind aus Expertensicht die Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0) sowie die systematischen Digitalisierung und Vernetzung in den Sektoren Energie, Gesundheit, Bildung, Verkehr und Verwaltung. Deutschland sollte dabei Wert auf seine digitale und technologische Souveränität legen, um stets in der Lage zu sein, eigene moderne Systeme entwickeln zu können. Mit Blick auf eine breite Akzeptanz der digitalen Transformation bei Bürgern und Anwendern ist nach Expertenauffassung die Gewährleistung eines hohen IT-Sicherheitsniveaus elementar.
Wertschöpfende Innovationen entstehen heute längst nicht mehr nur durch reine technologische Entwicklungen. Vielmehr geht es um Prozessinnovationen und um die Kombination von neuen Technologien mit bekannten Komponenten. Hierbei bieten sich aus Expertensicht besondere Chancen für den deutschen Mittelstand. Auch die Unterstützung junger Unternehmen und von Gründerinnen und Gründern ist zentral für die Innovationsfähigkeit der Digitalen Wirtschaft in Deutschland.

Kundenbindung in unserer Bäckerei

8. Oktober 2014
Hervorragende Kundenbindung in meiner örtlichen Bäckerei.

Hervorragende Kundenbindung in meiner örtlichen Bäckerei.

Bei unserer kleinen Bäckerei im Dorf habe ich ein hervorragendes Instrument der Kundenbindung gesehen. Vor kurzem hatte der Bäcker seine Verkaufstheke renoviert. Er hat die alte in die Jahre gekommene Auslage durch eine neue, dunkle Theke ersetzt. Dort sind die frischen Backwaren deutlich besser zu präsentieren. Schön beleuchtet und übersichtlich – es gefällt mir gut.
Aber für die jungen (Nachwuchs-)Kunden hat der Bäcker in seiner Theke eine Überraschung parat – er hat ein hervorragendes Kundenbindungsinstrument eingebaut. Es handelt sich um eine Schublade voll mit Süßigkeiten und Gummibärchen. Diese Schublade ist genau auf der Höhe seiner kleinen Kunden. Wenn also der Nachwuchs mit Mama und Papa in der Schlange beim Bäcker wartet, dann fällt das Auge direkt auf die Schublade. Und damit auf die Süßigkeiten, die in dieser Schublade zu finden sind.
Die Kinder können sich selbst bedienen, auswählen und naschen. Mama und Papa finden die Sache super, und die Kinder natürlich auch. Und wenn sich die Frage stellt, bei welchem Bäcker man seine Frühstückssemmeln/Brötchen holt, dann ist klar, zu welchem Bäcker die Familie künftig geht.

10 Praxistipps für mehr Weihnachtsumsatz im Onlineshop

3. November 2013

Vor kurzem diskutierte ich in einem Seminar mit Mittelständlern über den Sinn und Unsinn von Onlineshops für ihre Geschäfte. Ich halte es für enorm wichtig, dass der Mittelstand noch mehr im Onlinehandel fußt fast und das Geschäft nicht nur Amazon und Co überlässt.

Als Unterstützung kamen mir Tipps der Berliner Online-Marketing Agentur Löwenstark gerade recht. Sie haben 10 Praxistipps für mehr Weihnachtsumsatz im Onlineshop veröffentlicht, die ich allesamt empfehlen kann. Denn nicht vergessen: In absehbarer Zeit droht völlig überraschend Weihnachten.

Tipp 1: Lieferzeiten glasklar kommunizieren

In puncto Online-Weihnachtsshopping zählt für die Käufer vor allem eins: die pünktliche Lieferung der Ware. „Daher ist es extrem wichtig, die Lieferzeiten so präzise wie möglich zu kommunizieren“, erklärt Nina Trautmann von Löwenstark. „Zeigen Sie prominent die Lieferbarkeit der Produkte und benennen Sie die durchschnittliche Lieferzeit.“ Durch Lagerstandsanzeigen kann der Kaufreiz noch verstärkt werden: Bei Warenknappheit ist der Kunde eher bereit, den Artikel sofort zu kaufen als im Internet nach alternativen Angeboten zu suchen.

Tipp 2: Service anbieten

Zur stressigen Weihnachtszeit ist ein guter und zuverlässiger Kundenservice Gold wert. Dazu gehören unter anderem eine kostenlose Hotline – angezeigt im sichtbaren Bereich des Browsers – und ein FAQ-Bereich mit Fragen und Antworten rund um Weihnachts-Bestellungen: Wie hoch sind die Versandgebühren? Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es? Wie und unter welchen Bedingungen ist ein Warenumtausch möglich?

Tipp 3: Rückgabemöglichkeiten erweitern

Weihnachtsgeschenke treffen nicht immer den Geschmack des Beschenkten. Wollen Online-Händler die Verkaufschance ihrer Produkte vor Weihnachten erhöhen, dann sollten sie ihren Kunden eine kostenlose Rücksendung oder einen Umtauschservice anbieten. Wichtig ist, dass die Informationen rund um das Rücktritts- und Umtauschrecht prominent auf der Seite dargestellt werden. Die Frist, innerhalb welcher die Ware zurückgegeben oder umgetauscht werden kann, ist zu nennen. „Der Gesetzgeber gibt 14 Tage vor. 30 Tage oder mehr sind aber in der langen Vorweihnachtsphase ein deutlicher Pluspunkt“, erklärt Trautmann. „Im Optimalfall sollten die Shops die Rückgabefrist auf ein oder zwei Wochen nach Weihnachten anpassen.“

Tipp 4: Slideshow zum Thema Weihnachtseinkauf auf Startseite einbinden

Mit Bildern auf Kundenfang: Hochwertige und realitätsnahe Bilder, Grafiken und Videos besitzen eine starke Anziehungskraft. Ein Teaser und eine passende Slideshow zum Thema Weihnachten zeigen die Aktualität der Seite, ziehen die Aufmerksamkeit der User auf sich und verlängern ihre Verweildauer im Online-Shop, was sich positiv auf die Konversionsrate auswirken kann.

Tipp 5: Gutscheinkauf anbieten

Wer keine passende Idee für ein Weihnachtsgeschenk gefunden hat oder auf Nummer sicher gehen will, legt gern einen Gutschein unter den Tannenbaum. „Dieser muss mindestens ein Jahr gültig sein – am besten aber drei“, rät Nina Trautmann von der Löwenstark Online Marketing GmbH. „Auch hier gilt: Platzieren Sie die Information über die Gültigkeitsdauer und die Einlösungsmöglichkeiten der Gutscheine prominent auf der Seite. Bieten Sie zudem Ihren Kunden eine persönliche Gutscheingestaltung im speziellen Weihnachtsdesign an.“

Tipp 6: Besondere Weihnachtsaktionen und -angebote bereitstellen

Durch attraktive Weihnachtsaktionen und -angebote können Online-Händler unwiderstehliche Kaufanreize setzen. Sich täglich erneuernde Angebote zum Schnäppchenpreis in Form eines Adventskalenders, ein weihnachtliches Gewinnspiel oder praktische Geschenktipps motivieren Kunden zum wiederholten Besuch der Seite. Online-Händler, die Mehrwert für ihre Kunden schaffen und sie gleichzeitig über soziale Netzwerke, Newsletter oder auf der Startseite promoten, können diesen Effekt noch steigern.

Tipp 7: Produktbeschreibungen anpassen

Auch Onlineshops sollten ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. „Zu Weihnachten sind die wichtigen Produkte und Auslagen in den Ladengeschäften immer in einem weihnachtlichen Umfeld drapiert. Warum? Weil das Auge mitkauft“, erklärt Trautmann. „Schaffen Sie für Ihre Produkte zum Beispiel mit speziellen Fotos oder angepassten Texten einen Bezug zu den Festtagen. Weihnachtsgeschenke sind schließlich etwas Besonderes.“

Tipp 8: Den Kunden mit Geschenktipps unterstützen

Typische Situation zu Weihnachten: Der Mann ist geknickt, weil zum Fest wieder nur eine Krawatte auf dem Gabentisch liegt. „Schaffen Sie Abhilfe, indem Sie Geschenktipps anbieten oder auf aktuelle Trends verweisen. Sie können auch Bestenlisten anbieten – die beliebtesten Einkäufe von Männern oder Frauen“, sagt Trautmann. „Zeigen Sie einfach, dass Sie tolle Lösungen für das typische Geschenkdilemma anbieten.“

Tipp 9: Bezahlmöglichkeiten klar kommunizieren

Wenn es um das Bezahlen geht, versteht der Deutsche keinen Spaß. Onlinehändler sollten bereits vorab alle Zahlungsmöglichkeiten deutlich auflisten. „Speziell beim Zwang zur Vorkasse hört die Freundschaft auf. Zwei Drittel der Kunden brechen hier den Bezahlvorgang ab“, so die Löwenstark-Expertin Trautmann. „Wenn Sie als Shopbetreiber auf die Vorkasse angewiesen sind, sollten Sie diese Notwendigkeit frühzeitig benennen und sie vor allem gut begründen.“

Tipp 10: Werbung fürs Weihnachtsgeschäft optimieren

Wenn es um das Online-Weihnachtsgeschäft geht, ist nicht nur die OnPage-Optimierung wichtig – der gesamte Marketing-Mix ist entscheidend. Mithilfe von Google-Adwords, Banner-Werbung oder Re-Marketing-Maßnahmen locken Online-Shops mehr Besucher auf ihre Seite und sorgen für eine höhere Konversionsrate. Solche Maßnahmen sind auch kurzfristig umsetzbar.