Posts Tagged ‘Oberbayern’

US-Präsidenten – Eine Fotoreise (2): Gemeindebesuch in Krün – 7. Juni 2015 Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama

28. April 2026

Ein weiterer Teil über Fotobände über US-Präsidenten und dieses Mal ein besonderes Schmankerl mit sperrigen Titel: Gemeindebesuch in Krün – 7. Juni 2015 Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama. Ich halte ja immer wieder Seminare zur politischen Fotografie. Es ist kein politisches Buch, vielmehr eine Erinnerung an alle, die dabei waren. Ich habe durch Zufall ein Exemplar abbekommen.

Der Gemeindebesuch in Krün am 7. Juni 2015 war einer der symbolträchtigsten Auftakttermine rund um den damaligen G7-Gipfel auf Schloss Elmau. Bevor die eigentlichen Beratungen der Staats- und Regierungschefs begannen, empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel den damaligen US-Präsidenten Barack Obama in dem oberbayerischen Ort Krün, der nur rund zehn Kilometer von Schloss Elmau entfernt liegt.

Der Besuch war bewusst als öffentlichkeitswirksames Zeichen der deutsch-amerikanischen Verbundenheit angelegt und verband große Weltpolitik mit regionaler Kulisse, bayerischer Tradition und einem demonstrativ persönlichen Auftreten der beiden Politiker. Die Bundesregierung betonte damals, dass Obama vor dem Start der Gipfelarbeit noch ein Stück oberbayerischer Kultur erleben solle; in Krün standen deshalb nicht die formellen Verhandlungen, sondern Begegnung, Symbolik und Nähe zu den Menschen im Mittelpunkt.

Schon der Rahmen war sorgfältig gewählt: Vor dem Rathaus von Krün wurden Merkel und Obama von Bürgerinnen und Bürgern, Musikkapelle, Alphornbläsern und Vertretern der regionalen Trachten- und Schützentradition empfangen. Bild- und Archivquellen der Bundesregierung und des Bundesarchivs dokumentieren den Empfang mit Angehörigen der Gebirgsschützen-Kompanie Wallgau, den Einzug auf den Rathausplatz sowie die enge Einbindung örtlicher Traditionen in das Programm. Dadurch bekam der Termin einen fast dörflich-festlichen Charakter, obwohl er unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfand und in Wahrheit Teil eines global beachteten Gipfelwochenendes war.

Ein wichtiger Programmpunkt war der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde. Nach Angaben der Bundesregierung unterzeichneten Angela Merkel und Barack Obama vor dem Rathaus das Gästebuch von Krün. Dieser Akt war mehr als bloße Routine: Er verlieh dem Besuch einen offiziellen, erinnerungswürdigen Charakter und machte deutlich, dass der kleine Ort für einen Moment in das Zentrum internationaler Aufmerksamkeit rückte. Gerade für eine Gemeinde mit damals etwa 1.900 Einwohnern war dieser Besuch von außergewöhnlicher Bedeutung.

Inhaltlich war der Besuch zwar locker inszeniert, aber politisch nicht belanglos. Bei den anschließenden Pressestatements in Krün begrüßte Merkel Obama ausdrücklich im Namen der Region und hob hervor, dass dieser Termin vor Beginn der eigentlichen Arbeit noch einmal deutsches und speziell oberbayerisches Kulturgut sichtbar machen solle. Obama sprach in seinen Bemerkungen von der engen Freundschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten und stellte den gemeinsamen Blick auf die Zukunft in den Vordergrund. Damit fungierte der Auftritt in Krün als atmosphärische Ouvertüre des G7-Gipfels: nicht als Verhandlungsort, wohl aber als Bühne für Bilder von Vertrauen, Partnerschaft und persönlicher Nähe zwischen beiden Regierungschefs.

Besonders in Erinnerung geblieben ist die bayerische Brotzeit, die dem Besuch einen bewusst volkstümlichen Ton gab. In Berichten und Bildquellen ist festgehalten, dass Merkel und Obama in Krün traditionelle Speisen und Getränke gereicht wurden; dazu gehörten Weißbier und bayerische Brotzeit, was den Termin medial stark prägte. Viele Beobachter sahen darin eine politische Inszenierung mit leichter Hand: ein mächtiger Präsident und eine Kanzlerin, die sich nicht in einem Konferenzsaal, sondern in einer alpenländischen Dorfkulisse zeigen, umgeben von Tracht, Musik und Bürgernähe. Gerade diese Mischung aus Weltpolitik und regionalem Brauchtum machte den Besuch für Medien weltweit so attraktiv.

Für Krün selbst war der Auftritt ein Ausnahmeereignis. Schon vor dem Termin war in der regionalen Berichterstattung davon die Rede, dass die Gemeinde Merkel und Obama eine „unvergessliche Stunde“ bereiten wolle. Der Besuch brachte dem Ort enorme mediale Aufmerksamkeit und schrieb sich dauerhaft in die lokale Erinnerungskultur ein. Noch Jahre später wurde in der Region daran erinnert, unter anderem mit Verweisen auf die sogenannte „Obamabank“, die an das öffentliche Weißwurstfrühstück und den Besuch vor dem Rathaus erinnert. So blieb der 7. Juni 2015 nicht nur ein Tag der Gipfeldiplomatie, sondern auch ein identitätsstiftender Moment für die Gemeinde selbst.

Rückblickend lässt sich der Gemeindebesuch in Krün als hochsymbolischer Moment beschreiben. Er stand für das Bemühen, einen internationalen Spitzentermin wie den G7-Gipfel nicht nur als abgeschirmtes Elitentreffen erscheinen zu lassen, sondern ihn mit Bildern von Offenheit, Gastfreundschaft und kultureller Verankerung zu verbinden. Merkel und Obama nutzten Krün als Bühne für jene Art politischer Symbolik, die ohne große Beschlüsse auskommt und gerade deshalb wirkt: Händeschütteln mit Einheimischen, Eintrag ins Goldene Buch, traditionelle Musik, Brotzeit und kurze Ansprachen unter freiem Himmel. In der öffentlichen Wahrnehmung wurde der Ort damit für einige Stunden zu einem Schauplatz transatlantischer Nähe und bayerischer Selbstinszenierung zugleich.

Lesung der örtlichen Hobbygeschichtler Meisaha

17. Mai 2024

Ehrenamtlich engagierte ich mich zusammen mit anderen in einem Zusammenschluss von Geschichtsinteressierten zu unserer Wohnortgemeinde Maisach. Einmal im Jahr bringen wir im Advent die Publikation Meisaha heraus mit Artikeln zu historischen Themen über den Ort, ich darf dabei das Layout machen und auch Artikel beisteuern.

Und wir wollen als Hobbygeschichtler unsere Ergebnisse unters Volk bringen. Unsere Chefredakteurin Conny handelte mit der Gemeindebücherei eine Lesung aus, zu der 40 Interessierte erschienen. Ein großer Erfolg für eine kleine Gemeinde in Oberbayern.

Sieben Autoren, darunter auch ich, trugen ihre gekürzten Meisaha-Artikel vor und ernteten großen Applaus. Das Spektrum war enorm und bunt: Von der Frühgeschichte bis hin zur Geschichte mittelständischer Betriebe der Gegenwart.

Der eine oder andere Vortragende hatte geübt, um eine gute Show hinzubekommen. Vorgabe war, nicht länger als rund 10 Minuten. Eine Lesung war schon etwas ungewohnt für mich, einen bestehenden Text vorzutragen. Normalerweise spreche ich sehr viel freier bei meinen Vorträgen und Seminaren. Da war eine klassische Lesung schon eine andere Herausforderung. Einerseits den Text zu lesen, andererseits den Kontakt zu den Zuhörern aufrecht zu erhalten und nicht aus dem Fluss zu kommen. Obwohl wir alles Amateure sind, hat die Lesung sehr gut zu geklappt.

Einige lasen von ausgedruckten Texten vom Blatt, andere lasen direkt aus dem Meisaha-Heft vor und ich verwendete das iPad, um aufgrund meiner schlechten Augen die Schrift zu vergrößern. Meinen Artikel hatte ich vorher massiv gekürzt, damit ich die Zeitvorgaben in etwa einhalten kann. Zwei Vorträge habe ich mitgefilmt, um auch ein wenig Material für soziale Netzwerke zu haben. Es gibt eine Facebook-Seite von Meisaha. Die veraltete Website soll als nächstes Projekt angegangen werden.

Die Lesung
Unsere Chefredakteurin Conny Schader machte den Anfang und las die Historie der Firma Feicht in Maisach. Es ist eine traditionsreiche Schreinerei, die sich heute auf u.a. Küchen aus eigener Werkstatt spezialisiert hat.

Sehr viel persönlicher ging es bei Annemarie Karg zu. Sie berichtete von ihrer eigenen interessanten Familiengeschichte in Gernlinden, einem Ortsteil von Maisach. Ihr Artikel zeigte, wie schwer das damalige Leben war und welche Herausforderungen es zu bewältigen galt.

Einem Dauerthema im Ort widmete sich Helga Rueskäfer. Sie führte die Highlights der 80jährigen Geschichte des Maisacher Freibades aus, eines der schönsten Freibäder im Landkreis. Eine unendliche Geschichte war der Untertitel.

Über die Zeit der Befreiung von den Nationalsozialisten im Dorf berichtete Charly Muth. Anhand von zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen war sein Thema 1945: Der Einmarsch der amerikanischen Truppen und die ersten Wochen nach der Besetzung. Die Lesung zeigte, welcher Schrecken der Zweite Weltkrieg war, wie verblendet einige ihrem Führer nachhingen und wie sehr die Zivilbevölkerung litt.

Auf die Suche nach Erdöl in der Gemeinde machte sich Stefan Schader. Seine Lesung hieß Texas in Maisach oder die Suche nach Erdöl und Erdgasvorkommen auf dem Gebiet der Gemeinde Maisach in den 1950er bis 1970er Jahren. Interessant, was es so alles in einer so kleinen Gemeinde gab. Aus Maisach ist nie Dallas geworden.

Ich widmete mich einem emotionalen Thema Alberto – ein italienisches Herz in Maisach. Alberto war der Besitzer der örtlichen Eisdiele, der an Krebs verstarb. Seine Frau und Kinder führen die Eisdiele weiter. Das Schicksal von Alberto zeigte, wie sehr ein ganzer Ort an seiner Eisdiele und seinen Betreibern hin.

In die Vorzeit versetzte uns Fritz Aneder mit seinem Artikel über spektakuläre Gräberfunde in Gernlinden. Unter einer Küche wurden Gräber entdeckt, ein guter Stoff für einen Horrorfilm.
Smalltalk und Netzwerken war anschließend angesagt. Wir konnten noch ein paar Meisaha-Hefte unters Volk bringen.

Exemplare gibt es weiterhin in der Gemeinde zu erwerben. Und weil das Ganze so gut gelaufen ist, haben wir für 2025 auch gleich einen Termin zu einer Lesung in der Gemeindebücherei festgelegt. Jetzt geht es aber an das Schreiben der Artikel für das Meisaha-Heft 2024.

Pfiffige Ideen für den Mittelstand zur Kundenbindung

13. November 2017

Kundenbindung im Handwerk muss kein Zauberwort sein. Pfiffige Ideen zeigen, wie es gehen kann. Auf gleich zwei gute Ideen bin ich bei Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz gestoßen: Umtauschbare Thermobecher und bargeldloses Bezahlen durch eine Kundenkarte.

Thermobecher als Coffee to Go
Schon längst haben wir die (Un-)Sitte von Coffee to Go aus den USA übernommen. Unterwegs noch schnell einen Kaffee oder Tee schlürfen, wenn man auf dem Weg zur Arbeit oder Freizeit ist. Der leere Pappbecher wird dann weggeworfen.

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Sandra Büttner von der Bäckerei Büttner in Bad Tölz hatte eine gute Idee für Coffee to go

Jetzt stehen wir vor einem riesigen Müllberg an Kaffeebechern, die nicht recycelt werden können. Bei meinen Reisen durch Deutschland ist mir Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner im oberbayerischen Bad Tölz mit einer prima Idee begegnet. Sie bietet in ihren Bäckereizweigstellen einen besonderen Thermobecher an. Der schicke rote Becher kostet 9,95 Euro und wird einmal mit Kaffee oder Tee befällt. „Nach Gebrauch können unsere Kunden ihre Becher tauschen und einen neuen gefüllten Becher bekommen“, so Sandra Büttner. Die Schlagworte sind Kaufen, Befüllen und Tauschen. Die gebrauchten Becher werden gespült und wieder eingesetzt.
Ich finde die Idee sehr gut, denn meine Thermobecher stehen in der Regel zu Hause im Schrank. Ich vergesse sie, wenn ich aufbreche. Den dichten Thermobecher der Bäckerei Büttner kann ich im Auto lassen und beim nächsten Besuch der Bäckerei umtauschen. So kann ich unterwegs den Coffee to Go genießen und vermeide Müll. Die Bäckerei stärkt das Umweltbewusstsein und ich habe frisches Kaffeearoma, denn ich habe immer einen neuen befüllten Becher. Die Bäckerei hat mich als Kunden gebunden und alle sind zufrieden – tolle Idee.

Bargeldloses Bezahlen mit der Kundenkarte
Ich bin ein Freund des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Ich mag keine dicken Geldbörsen mit Kleingeld, weil sie die Jacke ausbeulen. Ich freue mich auf den Tag an dem Apple Pay endlich auch in Deutschland verfügbar ist.
In Bäckereien fallen in der Regel kleine Geldbeträge an. Ein, zwei Brezn hier, eine belegte Semmel da und wenn ich mit dem Schein bezahle, bekomme ich das ungeliebte Münzgeld zurück. Das wandert zu Hause dann wieder ins Sparschwein bei der abendlichen Leerung des Geldbeutels.
Sandra Büttner von der Spezialitätenbäckerei Büttner hatte hier eine sinnvolle Lösung, die zudem auch Kunden bindet. Bei der Bäckerei gibt es Kundenkarten, die der Kunde mit Geldbeträge aufladen kann. Ich kenne so was von der Schulmensa von K1/2, in Kantinen oder in der Uni-Mensa. Man zahlt einen gewissen Betrag auf die Kundenkarte ein und bei jedem Einkauf wird der zu zahlende Betrag abgebucht. Das geht schneller, ist deutlich hygienischer als Münzgeld, der Unternehmer hat nicht die verlorene Zeit mit der abendlichen Kassenabrechnung, es gibt keine Schwarzgelder und der Geldbeutel ist nicht mehr mit Münzen aufgebläht. Mir hat das Konzept von Sandra Büttner sehr gut gefallen und es ist übertragbar auf viele Handwerksunternehmen.

 

Virales Marketing zur Kommunalwahl bei uns im Dorf

26. Februar 2014

Eine nette Idee, um die Leute zur Stimmabgabe bei der anstehenden Kommunalwahl in Bayern zu motivieren, habe ich bei uns im Dorf entdeckt. An zentralen Punkten der kleinen oberbayerischen Ortschaft Maisach westlich von München liegen weiße Zettel in unterschiedlicher Größe. Sie sind an zahlreichen wichtigen Orten des Dorfes zu finden: Bahnhof,  Metzger, Bäcker usw. Darauf steht in großer serifenloser Schrift „Lässt du das wohl liegen!“

Neugierig? Ich auch.

Neugierig? Ich auch.

Natürlich lasse ich das Papier nicht liegen und nehme es auf. Auf der Rückseite steht: „Ich sagte doch, du sollst das liegen lassen! Aber wenn Du das schon liest, kann ich dich auch was fragen: Wie sieht für Dich die beste Zusammensetzung des Maisacher Gemeinderates aus?“

Nachdenken über die Kommunalwahl.

Nachdenken über die Kommunalwahl.

Wer hinter der Aktion steckt, weiß ich nicht. Ein ViSdP Verantwortlich im Sinne des Presserechts stand nicht auf dem Papier. Das wäre aber nötig, wenn es von einer bestimmten Partei kommt. Egal. Ich fand es eine coole Idee, denn ich beginne sofort an die anstehende Kommunalwahl zu denken. Ich werde Briefwahl machen und habe meine Unterlagen schon zu Hause. Das ist ein netter Einfall in Sachen virales Marketing.

Ippen weckt Ängste

17. März 2009

Der Münchner Merkur ist eine konservative Heimatzeitung in Oberbayern, die ihre Auflage vor allem in den Landkreisen um München macht. Verleger dieser Zeitung ist Dirk Ippen, ein Verleger aus Westfalen, der den Merkur von einem verschlafenen Blatt nach vorne gebracht hat. „Tippen für Ippen“ hieß es immer wieder unter Journalistenkreisen. Der Herr Verleger hat auch eine Kolumne in der Zeitung, die er früher auch im Web publizierte. In seiner jüngsten Samstagskolumne setzt sich Ippen mit einer schönen, neuen Welt ohne Bücher auseinander. Er betrauert eine Welt ohne Papierbücher, die durch Amazons Kindle und Sony E-Book-Reader entstehen wird. Man könne künftig keine Fragen beantworten in der Art: Welche drei Bücher nehme ich auf eine einsame Insel mit.

Ippen ist geschickt und appelliert an die Ängste seines älteren Zielpublikums, das eine Welt ohne Bücher auf sich zukommen sieht, nach dem Motto: Früher war alles besser. Sicherlich, der Zeitungsmann Ippen muss so argumentieren, denn auch eine Zeitung ist im modernen Zeitalter in Gefahr. Die Kosten laufen davon, denn Werbeeinnahmen gehen zurück: Der Ippen-Konzern hat den Weg Richtung neuer Medien besser in Angriff genommen als so mancher andere verschlafene Zeitungsverlag. Trauer.de und andere Plattformen sind dazu Beispiele. Daher muss Ippen in seiner Kolumne kein falsches Spiel führen und Ängste wecken. Das hat er eigentlich nicht nötig.

Er weiß, dann kein Medium ein anderes komplett ersetzt hat: Theater gibt es trotz Kino weiterhin, Kino weiterhin trotz DVD. Das Trägermedium wechselt, heiß es Schellack, Schallplatte, CD oder mp3 – die Musik bleibt die gleiche. Genauso ist es mit der Information. Nachrichten will der Leser, sei es in dem Flugblatt des Mittelalters, der Zeitung oder der Website. Das gilt für Bücher ebenso. eBooks werden das gedruckte Buch nicht ersetzen, aber der Vertrieb von Büchern wird sich ändern.

Auch Ippen muss den Klassiker (als Buch) kennen von Nikolas Negroponte: Total digital. Darin beschreibt der ehemalige Leiter des MIT, dass alles was digital vertrieben wird, auch künftig so vertrieben wird. Ich habe dazu bereits gebloggt. Und Ippen wäre kein guter Geschäftsmann (was er zweifelsohne ist), wenn er nicht nach neuen preiswerteren Distributionswegen sucht. Also lieber Dr. Ippen, vielleicht weniger zurückschauen, also vielmehr nach vorne und nehmen Sie hier Ihre älteren Leser auf die spannende Reise mit.