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Drei Jahre voller Herzblut: Wie das Bistro SixtyFour zu Maisachs zweitem Wohnzimmer wurde

17. August 2026

Was mit Mut, Zweifeln und einem unterschriebenen Mietvertrag begann, ist heute aus Maisach kaum noch wegzudenken: Das Bistro SixtyFour feiert seinen dritten Geburtstag. Im BistroTalk sprechen Ruby und Uwe Flügel mit Matthias J. Lange über schwierige Anfänge, treue Stammgäste, norddeutsche Frikadellen und das besondere Gefühl, einen Ort geschaffen zu haben, an dem Menschen zusammenkommen.

Noch stehen die Stühle ordentlich an den Tischen, der Gastraum wirkt ruhig und aufgeräumt. Doch in wenigen Stunden soll davon nicht mehr viel zu sehen sein. Dann wird das Bistro SixtyFour in der Maisacher Zentrumspassage seinen dritten Geburtstag feiern – mit zusätzlichen Tischen, besonderen Speisen, Musik und zahlreichen Gästen. Für Ruby und Uwe Flügel ist dieser Tag mehr als nur ein Betriebsjubiläum. Er ist der Beweis dafür, dass aus einer mutigen Idee ein lebendiger Treffpunkt für Maisach geworden ist. Hier der BistroTalk als Stream

Im live aus dem Bistro übertragenen BistroTalk blickten die beiden Inhaber gemeinsam mit Moderator Matthias J. Lange auf drei bewegte Jahre zurück. Unterstützt wurde die Jubiläumsausgabe vom Zentrum für Gesundheit Dombo. Selbst aus Florida hatte sich ein Zuschauer angekündigt. Der Maisacher BistroTalk war damit an diesem Nachmittag zumindest digital auch international.

Ruby Flügel beschreibt ihre Gefühle beim Blick durch den Gastraum als Mischung aus Stolz, Erleichterung und Erinnerung an schwierige Zeiten. „Wenn ich zurückdenke, als wir damals aufgemacht haben, und mir jemand gesagt hätte, dass wir nach drei Jahren zusätzliche Tische reinstellen müssen, hätte ich das für völlig verrückt gehalten“, sagte sie. Inzwischen haben sich die Flügels eine große Zahl an Stammgästen aufgebaut. Für das Jubiläum reichten die regulären Plätze nicht mehr aus.

Uwe Flügel hoffte vor Beginn des Festes vor allem auf eines: „Dass alle Tische gefüllt sind, dass es voll ist, Leben in die Bude kommt und wir ordentlich zusammen feiern können.“ Es ist ein Satz, der viel über das Selbstverständnis des SixtyFour verrät. Das Bistro will nicht nur Speisen und Getränke verkaufen. Es will ein Ort sein, an dem Menschen miteinander reden, lachen, diskutieren und sich willkommen fühlen.

Zwischen Glücksgefühl und Existenzangst
Als die Flügels vor drei Jahren erstmals den Schlüssel für die Räume in den Händen hielten, überwog zunächst die Freude. Doch sie war von Respekt und Unsicherheit begleitet. „Man hatte auch ein bisschen Angst, ob der Laden jemals voll wird und ob wir als Zugereiste überhaupt anerkannt werden“, erinnerte sich Uwe Flügel.

Der endgültige Punkt ohne Rückkehr war die Unterzeichnung des Mietvertrags. Monatelang hatten Ruby und Uwe Flügel überlegt, geplant und verhandelt. Mit der Unterschrift war klar: Jetzt musste das Konzept funktionieren.

Der Wunsch nach einer eigenen Gastronomie war allerdings schon deutlich älter. Als das Paar 2010 aus Göttingen nach München zog, gab es bereits die Idee, irgendwann ein kleines Café zu eröffnen. Es dauerte noch mehr als ein Jahrzehnt, bis daraus Realität wurde. Dass die Eröffnung erst nach der Corona-Pandemie erfolgte, sehen die beiden rückblickend als glückliche Fügung. Die Menschen hatten wieder Lust, auszugehen, sich zu treffen und Gastronomie zu erleben. „Als Anfänger hätten wir die Pandemie wahrscheinlich nicht überlebt“, sagte Ruby Flügel offen.

Seit 2020 lebt das Paar in Maisach. Die Suche nach einem Standort in der eigenen Gemeinde war deshalb auch eine praktische Entscheidung. Kurze Wege waren ein wichtiger Vorteil. Über Bekannte erfuhren sie, dass die Räume des früheren Familiencafés in der Zentrumspassage frei werden sollten.

Beim ersten Besuch war die Begeisterung über die Größe der Räume ebenso groß wie die Sorge, ob sich das Projekt bewältigen lassen würde. Vieles entstand anschließend in Eigenleistung. Die Theke und zahlreiche weitere Einbauten fertigte Uwe Flügel selbst. Auch die vielen Pflanzen im Gastraum tragen seine Handschrift.

Unterstützung aus Maisach
Die Erfahrungen mit den Behörden fielen unterschiedlich aus. Von der Gemeinde Maisach, dem Bürgermeister, den Vermietern und Unterstützern aus dem Ort hätten die Flügels viel Hilfe erfahren. Schwieriger seien manche Abstimmungen mit dem Landratsamt gewesen. Ursprünglich geplante längere Öffnungszeiten wurden nicht genehmigt, außerdem mussten verschiedene Auflagen erfüllt werden.

Besonders die Unterstützung der Vermieter und engagierter Maisacher sei in dieser Phase entscheidend gewesen. „Ohne diese Hilfe hätten wir vielleicht sehr früh gesagt, dass wir nicht weitermachen“, erklärte Ruby Flügel. Gerade als Neulinge in der Gemeinde sei es wichtig gewesen, Menschen an der Seite zu haben, die an das Vorhaben glaubten.

Denn nicht alle Reaktionen waren positiv. Zu Beginn hätten manche vorhergesagt, das Bistro werde sich nicht halten können. Drei Jahre später sind diese Zweifel weitgehend verstummt.

Eine Theke als Mittelpunkt
Ein zentrales Element des SixtyFour ist die große Theke. Für Uwe Flügel war sie von Beginn an unverzichtbar. In vielen Restaurants hatte ihm ein Platz gefehlt, an dem Gäste auch ohne Essen einfach ein Bier trinken und mit dem Barkeeper sprechen können. Heute ist die Theke besonders an Wochenenden oft dicht besetzt.

Dass sie inzwischen teilweise zweireihig umlagert ist, zeigt, wie gut die Idee funktioniert. Hier werden nicht nur Getränke ausgeschenkt. Hier entstehen Gespräche, Bekanntschaften und Diskussionen. Es geht um Fußball, Kommunalpolitik, Kunst, Musik und das Leben in Maisach.

Auch die Getränkekarte hat sich deutlich entwickelt. Gestartet wurde mit rund zehn Cocktails, inzwischen umfasst das Angebot etwa 20 bis 22 Varianten, ergänzt durch saisonale Cocktails und Spritzgetränke. Viele Gäste kommen gezielt wegen der Cocktails ins Bistro.

Das helle Bier gehört weiterhin zu den stärksten Umsatzbringern. Entgegen dem allgemeinen Rückgang des Bierkonsums kann das SixtyFour seine vereinbarten Absatzmengen regelmäßig übertreffen. Auch Weißbier wird inzwischen frisch vom Fass gezapft.

Ein dritter Zapfhahn soll künftig für wechselnde Saisonbiere genutzt werden. Denkbar sind Märzen, Sommer- oder Winterzwickel sowie Oktoberfestbier. Nach dem Erfolg von Guinness und Kilkenny bei einem irischen Abend können sich die Flügels außerdem vorstellen, solche Spezialitäten häufiger anzubieten.

Freundlichkeit als wichtigste Qualifikation
Gastronomie bedeutet lange Arbeitszeiten, Kostendruck und körperliche Belastung. Das war Ruby und Uwe Flügel vor der Eröffnung bewusst. Trotzdem gab es einen Moment, in dem beide ernsthaft ans Aufgeben dachten. Vor etwa zwei Jahren sei die Belastung besonders hoch gewesen. Damals arbeiteten beide täglich im Bistro, während die Gästezahlen zeitweise zurückgingen.

Inzwischen hat sich die Situation verbessert. Mehrere Servicekräfte unterstützen das Paar so zuverlässig, dass jeder von ihnen zumindest gelegentlich einen freien Tag einplanen kann. Weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dennoch gesucht.

Die wichtigste Voraussetzung sei nicht gastronomische Erfahrung, sondern Freundlichkeit. „Alles andere kann man lernen“, betonte Ruby Flügel. Aufmerksamkeit, Respekt und ein zugewandter Umgang mit den Gästen seien entscheidend. Gerade in einer Gemeinde wie Maisach verbreiteten sich positive wie negative Erfahrungen schnell.

Wie wichtig Mundpropaganda ist, zeigte sich zuletzt beim Marktsonntag. Das Bistro hatte keine große Werbekampagne geschaltet und war dennoch voll. Viele Gäste kamen aufgrund persönlicher Empfehlungen.

Der Stammtisch als Zeichen der Wertschätzung
Besonders stolz ist Uwe Flügel auf den Stammtisch. Das Schild auf dem Tisch sei als Dank an die Gäste gedacht, die nahezu täglich oder mehrmals pro Woche ins SixtyFour kommen. Auch bei vollem Haus sollen sie dort ihren Platz finden.

Für ihn gehört ein Stammtisch zu einer bayerischen Gastronomie. Dass der aus Norddeutschland stammende Wirt diese Tradition in seinem Bistro aufgreift, passt zur Entwicklung des SixtyFour: Norddeutsche Wurzeln und bayerische Wirtshauskultur treffen aufeinander, ohne sich gegenseitig auszuschließen.

Das Publikum reicht von jungen Erwachsenen bis zu Senioren. Sportgruppen, Gemeinderäte, Elternvertreter, Vereine und lose Freundeskreise sitzen an den Tischen. Das SixtyFour ist damit tatsächlich zu jenem „zweiten Wohnzimmer“ geworden, als das Matthias J. Lange das Bistro im Gespräch bezeichnete.

Von Flammkuchen bis Krustenbraten
In der Küche hat sich in den vergangenen drei Jahren ebenfalls viel verändert. Ursprünglich war der Küchenraum so klein, dass zwei Personen kaum gleichzeitig darin arbeiten konnten. Mittlerweile wurde die Fläche mit Unterstützung der Vermieter deutlich erweitert. Zusätzliche Arbeits- und Abstellflächen sind entstanden, außerdem soll ein neuer Konvektomat die Möglichkeiten vergrößern.

Der Schwerpunkt bleibt die Bistroküche. Flammkuchen und Baguettes gehören seit der Eröffnung zu den Klassikern. Der Flammkuchen war eine bewusste Entscheidung, weil es in der näheren Umgebung kaum ein vergleichbares Angebot gab.

Auch Burger waren zunächst nur als Monatsaktion geplant. Wegen der großen Nachfrage wurden sie dauerhaft in die Speisekarte aufgenommen. Besonders überrascht war das Team vom Erfolg der Schnitzelaktionen. Trotz sommerlicher Hitze wurden die Schnitzel in verschiedenen Varianten zum Verkaufsschlager.

Mit dem neuen Küchengerät sollen künftig verstärkt wechselnde Gerichte angeboten werden. Uwe Flügel denkt an Schnitzel, Schweine- und Krustenbraten, Spare Ribs und möglicherweise auch an ein hochwertiges Rindersteak. Fisch kann er sich ebenfalls vorstellen, sieht bei Lagerung und Frische jedoch besondere Herausforderungen.

Regionalität spielt für ihn eine wichtige Rolle. Das Fleisch bezieht er bevorzugt von Metzgereien aus der Umgebung, unter anderem von der Metzgerei Fröhlich in Jesenwang. Uwe Flügel ist kein gelernter Koch, beschäftigt sich aber seit seiner Jugend intensiv mit dem Kochen. Zusätzliche Erfahrungen sammelte er bei Kursen und Praktika, unter anderem bei Sternekoch Alexander Herrmann.

Raum für Feiern, Politik und Musik
Das Bistro hat sich inzwischen auch als Veranstaltungsort etabliert. Geburtstage, Hochzeiten und geschlossene Gesellschaften finden regelmäßig statt. Auch politische Veranstaltungen wurden bereits durchgeführt, teilweise sogar am eigentlichen Ruhetag.

Live-Musik gehört ebenfalls zum Konzept. Wegen der Lage in einem Wohngebiet müssen Lautstärke und technische Ausstattung allerdings zum Raum passen. Akustikmusik und kleinere Bands eignen sich besonders gut. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich bei den Flügels melden.

Auch für andere Formate wie Comedy oder Lesungen ist das Paar grundsätzlich offen. Entscheidend seien ein tragfähiges Konzept, verbindliche Reservierungen und die Frage, ob die Gäste bereit sind, Eintritt zu zahlen.

Ohne Gastronomie verliert ein Ort sein Leben
Im Gespräch wurde auch deutlich, welche gesellschaftliche Bedeutung das Bistro für Maisach hat. Wenn Gaststätten und Wirtshäuser verschwinden, fehlen nicht nur kulinarische Angebote. Es verschwinden Orte der Begegnung.

Uwe Flügel sieht deshalb die örtliche Gastronomie nicht als Konkurrenzkampf, sondern als gemeinsames Angebot für die Gemeinde. Er schätzt die Maisacher Brauerei und deren Biergarten und betont das Prinzip „Leben und leben lassen“. Unterschiedliche gastronomische Konzepte könnten nebeneinander bestehen und gemeinsam zur Lebensqualität des Ortes beitragen.

Der Standort in der Zentrumspassage ist allerdings auch nach drei Jahren noch nicht allen Maisachern bekannt. Immer wieder betreten Gäste das Bistro zum ersten Mal und zeigen sich überrascht. Viele von ihnen kommen später wieder.

Mittlerweile schätzt Ruby Flügel den Anteil der wiederkehrenden Gäste auf 70 bis 75 Prozent. Sie nennt sie liebevoll „Wiederholungstäter“. Diese Treue sei eine der größten Motivationen, trotz langer Arbeitstage weiterzumachen.

Ein Ehepaar wächst mit seinem Bistro
Ruby und Uwe Flügel sind seit 25 Jahren ein Paar. Viele Menschen hatten ihnen prophezeit, dass die gemeinsame Selbstständigkeit ihre Beziehung belasten oder sogar zerstören könnte. Das Gegenteil sei eingetreten. „Wir sind als Team gewachsen“, sagte Ruby Flügel.

Die Aufgaben sind inzwischen klar verteilt. Uwe verantwortet Küche, Einkauf, Reparaturen und viele organisatorische Arbeiten. Ruby kümmert sich vor allem um Getränke, Cocktails, neue Trends und den Kontakt zu den Gästen. Meinungsverschiedenheiten gebe es dennoch. Beide seien Dickköpfe, räumte Ruby lachend ein. Inzwischen könnten sie jedoch diskutieren und gemeinsam Lösungen finden.

Uwe Flügel zeigte sich besonders stolz auf seine Frau. Ihre Freundlichkeit und ihre Art, mit den Gästen umzugehen, seien ein entscheidender Teil des Erfolgs. Ruby wiederum lobte den Ideenreichtum ihres Mannes, auch wenn sie manchen Vorschlägen zunächst skeptisch gegenüberstehe.

Eine norddeutsche Frikadelle zum Geburtstag
Zum Jubiläum sollte es neben Rollbraten auch eine besondere Spezialität geben: eine norddeutsche Frikadelle mit Kartoffeln. Für Uwe Flügel unterscheidet sie sich deutlich vom typischen bayerischen Fleischpflanzerl. Sie sei kräftiger, weniger flach und handwerklich zubereitet – mit Fleisch, Zwiebeln und einer Form, die ihren norddeutschen Ursprung erkennen lasse.

Bei einem früheren Geburtstagsbuffet waren die Frikadellen als Erstes vergriffen. Entsprechend gespannt waren die Gäste auf die Neuauflage zum dritten Geburtstag.

Am Ende des BistroTalks überreichte Matthias J. Lange den Flügels gemeinsam mit seiner Familie ein persönliches Geschenk: einen Fotoband mit Aufnahmen aus drei Jahren SixtyFour. Da Ruby und Uwe während des Betriebs meist arbeiten und selbst nur selten fotografieren können, dokumentiert das Buch zahlreiche Momente, Veranstaltungen und Begegnungen aus der Geschichte des Bistros.

„Danke, dass es euch gibt“, sagte Lange. Der Satz fasst zusammen, was viele Stammgäste empfinden. Aus einem mutigen gastronomischen Experiment ist ein Treffpunkt geworden, der für Gemeinschaft, persönliche Nähe und gelebte Gastfreundschaft steht.

Das Bistro SixtyFour ist nach drei Jahren längst mehr als ein Lokal. Es ist ein Stück Maisach – und für viele tatsächlich ein zweites Wohnzimmer.

Wenn Musik Herzen verbindet: Singabende und Ukulele-Glück im Hotel Prinz-Luitpold-Bad

8. Juni 2026

In meinem Lieblingshotel Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang wird Musik nicht nur gehört, sondern gemeinsam erlebt. Wenn sich auf Einladung der Hoteliers Armin und Sabine Groß die Gäste des Hauses zu einem Musikabend versammeln, entsteht eine besondere Atmosphäre der Nähe und Herzlichkeit. Bei einem Kurzurlaub genoss ich diese Herzlichkeit und sog die Atmosphäre in mich auf.

In der warmen, persönlichen Umgebung des traditionsreichen Hotels im Allgäu kommen Menschen zusammen, die sich vielleicht erst seit wenigen Tagen kennen – und doch verbindet sie in diesem Moment etwas sehr Einfaches und zugleich sehr Kraftvolles: das gemeinsame Singen. Vertraute Melodien, bekannte Liedzeilen und die Freude am Mitmachen schaffen ein Gefühl von Gemeinschaft, das weit über den Augenblick hinauswirkt. Jeden Montag kommt man um 20:30 Uhr zusammen, um zusammen zu musizieren und zu singen.

Dabei geht es nicht um Perfektion oder große Bühnenauftritte, sondern um das gemeinsame Erleben. Stimmen mischen sich, Erinnerungen werden wach, und manches Lied lässt die Gäste schmunzeln, träumen oder leise mitsummen. Ich habe gesummt, sonst wäre es nicht zu ertragen. Für eine Weile treten Alltag, Termine und Unterschiede in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen Musik, Begegnung und die Freude daran, miteinander etwas Schönes entstehen zu lassen. Gerade in einem Haus wie dem Hotel Prinz-Luitpold-Bad, das für Gastfreundschaft, Erholung und eine besondere Verbindung zur Allgäuer Lebensart steht, passt dieses musikalische Miteinander hervorragend zum Charakter des Hauses.

Aus diesen Musikabenden heraus entsteht nun eine weitere schöne Idee: Geplant sind für dieses Jahr Ukulele-Workshops im Hotel, bei denen Gäste dieses wunderbare Instrument näher kennenlernen können. Die Ukulele ist wie geschaffen für solche gemeinsamen musikalischen Momente. Sie ist klein, leicht, handlich und wirkt schon auf den ersten Blick sympathisch. Ihr heller, warmer Klang verbreitet sofort gute Laune und erinnert an Sonne, Leichtigkeit und unbeschwerte Stunden. Gleichzeitig ist sie ein Instrument, das auch Einsteigern schnell Erfolgserlebnisse schenkt. Schon mit wenigen Akkorden lassen sich viele bekannte Lieder begleiten, sodass die Hemmschwelle niedrig ist und der Spaß sehr schnell im Vordergrund steht. Meine sehr musikalische Gattin hat sich gleich nach dem Kurzurlaub ein Instrument angeschafft und übt seitdem – mit hörbaren Fortschritten.

Gerade deshalb eignet sich die Ukulele ideal für Gäste, die vielleicht schon lange einmal ein Instrument ausprobieren wollten, sich aber nie so recht getraut haben. Man muss kein Profi sein, keine jahrelange musikalische Ausbildung mitbringen und auch keine Noten lesen können, um erste Lieder zu spielen. Die Ukulele lädt dazu ein, einfach anzufangen. Sie nimmt die Angst vor dem Musizieren, weil sie freundlich, unkompliziert und zugänglich ist. Ihr Klang ist nie aufdringlich, sondern leicht und charmant. Sie begleitet Gesang auf natürliche Weise und macht aus einem einfachen Lied schnell einen kleinen musikalischen Höhepunkt.

Die geplanten Ukulele-Workshops im Hotel Prinz-Luitpold-Bad von 2.-4. Dezember können so zu einer wunderbaren Ergänzung der Musikabende werden. Charlotte Felgen wird einen Anfängerkurs geben. Anmeldungen hier. Wir haben uns zum Workshop angemeldet.

Die Workshops verbinden Lernen, Entspannung und Gemeinschaft auf eine besonders angenehme Weise. Gäste können etwas Neues ausprobieren, gemeinsam lachen, üben, singen und vielleicht am Ende sogar ein kleines Lied miteinander spielen. Das Instrument passt hervorragend zu der Atmosphäre des Hauses: herzlich, offen, lebensfroh und zugleich bodenständig. So wird Musik im Hotel Prinz-Luitpold-Bad nicht nur zu einem Programmpunkt, sondern zu einem Erlebnis, das Menschen zusammenbringt und ihnen ein Stück Allgäuer Wohlgefühl mit nach Hause gibt.

Und ich habe mir schon einen Termin für 2027 vorgemerkt: Vom 30. April bis 2. Mai 2027 verwandelt sich das Hotel Prinz-Luitpold-Bad in Bad Hindelang in einen Treffpunkt für Musikfreunde, Ukulele-Begeisterte und alle, die Lust auf ein besonderes Gemeinschaftserlebnis inmitten der Allgäuer Alpen haben. Unter dem Titel ALUHA 2027 lädt das Haus zu einem außergewöhnlichen Ukulele-Festival ein, bei dem Musik, Begegnung und Lebensfreude im Mittelpunkt stehen. Die kleine Ukulele passt dabei wunderbar zur herzlichen Atmosphäre des Hotels: Sie ist handlich, sympathisch, leicht zu erlernen und verbreitet mit ihrem hellen, warmen Klang sofort gute Laune. Gerade deshalb eignet sie sich ideal für gemeinsame Musikabende und Workshops, bei denen nicht Perfektion, sondern Freude, Neugier und das gemeinsame Spielen zählen. Gäste können die Ukulele kennenlernen, erste Akkorde ausprobieren, vertraute Lieder begleiten und erleben, wie schnell aus wenigen Griffen ein gemeinsamer musikalischer Moment entsteht.
In Verbindung mit der besonderen Gastfreundschaft des Hotel Prinz-Luitpold-Bad entsteht so ein Wochenende, das Erholung, Kreativität und Gemeinschaft auf schöne Weise miteinander verbindet. ALUHA 2027 verspricht ein charmantes Festival voller Musik, Leichtigkeit und Allgäuer Herzlichkeit.

Streaming-Event: BistroTalk mit Denis Kleinknecht in Maisach

7. Januar 2026

Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.

Gastronom Denis Kleinknecht ist einer von denen, die nicht laut auftreten müssen, um Eindruck zu hinterlassen. Im Gasthof Heinzinger lebt seine Handschrift in jedem Detail: ehrlich, bodenständig, herzlich. Denis hört zu, packt an, bleibt ruhig – auch wenn es stressig wird. Er steht für eine Art von Gastfreundschaft, die man nicht lernen kann, sondern lebt. Wer bei ihm einkehrt, merkt schnell: Hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um Menschen, um Vertrauen, um ein gutes Gefühl, das bleibt, wenn man längst wieder draußen ist.

Ich kenne Denis Kleinknecht seit Jahren als engagierten Gastgeber mit seinem vorzüglichen regionalen Speisen und ich weiß auch, dass Denis Kleinknecht ein Freund des deutlichen Wortes ist. Somit ist ein interessantes Gespräch vorprogrammiert. Mal sehen, ob ich ihm das eine oder andere Geheimnis entlocken kann. Also einschalten.

Nochmal an dieser Stelle vielen Dank an Uwe Flügel vom SixtyFour, der mir eine Stunde seine Theke als Streaming-Studio zur Verfügung stellt und dem BistroTalk seit über einem Jahr eine Heimat gegeben hat. Ich verstehe den BistroTalk als Beitrag zur Kommunikation in der Gemeinde Maisach und lade in regelmäßigen Abständen Gesprächspartner aus der Gemeinde ein. 

Bei meinem BistroTalk am Mittwoch, 7. Januar im Bistro SixtyFour in Maisach darf ich um 18 Uhr einen besonderen Gast begrüßen: Denis Michael Kleinknecht vom Rottbacher Gasthof Heinzinger. Ganz nach dem Motto Live. Lokal. Echt. Findet die Veranstaltung unter Publikumsbeteiligung in der Bar in der Zentrumspassage vor Publikum statt. Zudem gibt es einen moderierten Live-Stream in YouTube.

Meine subjektiven Eindrücke vom Amoklauf in München

23. Juli 2016

Der Mittlere Ring war voller Polizei, die Richtung OEZ fuhr.

Der Mittlere Ring war voller Polizei, die Richtung OEZ fuhr.

Über den Tathergang, Motive und Hintergründe des Amoklaufs in München will ich nicht spekulieren. Ich bin in Gedanken bei den Opfern dieser Nacht. Ich danke allen Einsatzkräften und ich danke allen Münchnern, die solidarisch ihre Wohnungen und Häuser für Gestrandete geöffnet haben. Von dieser Menschlichkeit habe ich auch erfahren und ich bin dankbar dafür. Hier kommen also meine subjektiven Eindrücke vom Geschehen des Amoklaufs in München. So habe ich den Abend und die Nacht erlebt:
Als verspätetes Geburtstagsgeschenk besuchten K1 und ich die Star Wars-Ausstellung am Nachmittag in der kleinen Olympiahalle. Mit guter Laune und Posterrollen untern Arm zogen wir gegen 18:15 Uhr Richtung Olympiapark zur U-Bahnhaltestelle Olympiazentrum. Wir nahmen uns vor, noch ein bisschen zu feiern, vielleicht in Kino zu gehen. Meine Frau war auswärts und K2 übernachtete bei Freunden – K1 und ich hatten also sturmfrei. Auf der Fußgängerbrücke über den Georg-Brauchle-Ring, einer der Hauptverkehrsadern der Landeshauptstadt, wollte ich ein Hyperlapse-Video vom Verkehrsfluss drehen. Hyperlapse-Vidoes sind Filme, die schneller ablaufen und dadurch einen interessanten visuellen Effekt durch Zeitraffer erzeugen.

Beim Drehen des Videos wunderten wir uns, warum auf einmal so viel Polizei und Krankenwägen unterwegs waren. Wir wechselten die Blickrichtung und sahen, dass der Verkehr zusammenbrach, die Münchner nur schwer eine Rettungsgasse bilden können. Polizei, Feuerwehr, Notarzt, Krankenwägen sowie zivile Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene bahnten sich ihren Weg auf dem Mittleren Ring/Georg-Brauchle-Ring Richtung Olympiaeinkaufszentrum OEZ.

Twitter als Nachrichtenmedium
Via Twitter fragte ich meine Follower, ob und was denn passiert sei. Amoklauf im OEZ war die Antwort. Ich habe lange in der Gegend gearbeitet, kannte also die Weitläufigkeit der Shopping Mall. Das OEZ ist immer gut besucht. Wir blieben erst einmal auf der Brücke über den Ring, um abzuarten und die Lage zu klären. Die Meldungen in den sozialen Medien überschlugen sich. Von Toten und Verletzten war in sozialen Netzwerken die Rede. Videos wurden gepostet. Auch ich postete Videos, wusste aber genau, dass ich die Taktik der Polizei in meinen Videos nicht verraten darf. Für wie blöd halten mich eigentlich einige Twitterer in Oberlehrermanier?
Als gelernter Journalist versuchte ich die vorliegende Nachrichtenlage zu sondieren, um die Gefahr für mein Kind und mich einzuschätzen. Was sind seriöse Quellen, was ist Müll? Mit K1 sprach ich immer wieder über die Situation und wir entschieden uns, den Geburtstagsabend abzubrechen und heim aufs Land zu fahren. Mit unseren Star Wars-Plakaten untern Arm machten wir uns auf durch den Olympiapark in Richtung U-Bahn. Über dem OEZ kreiste ein Polizeihubschrauber.

ÖPNV eingestellt
An der U-Bahnstation Olympiazentrum angekommen, fuhr auch gleich eine U-Bahn ein. Wir hatten Hoffnung, von der Situation schnell wegzukommen. Doch der komplette öffentliche Personennahverkehr in München wurde aufgrund polizeilicher Anordnung eingestellt. U- und S-Bahnen sowie Straßenbahnen und Busse fuhren nicht. Taxifahrern war es untersagt, Passagiere aufzunehmen.

Nachdem es nun auch anfing zu regnen, entschlossen wir uns, den Schauer unter dem schützenden Vordach der U-Bahnstation direkt bei der BMW-Welt abzuwarten. Via Twitter bekam ich mit, dass der oder die Täter auf der Flucht waren. Zu diesem Zeitpunkt wurde von bis zu drei Tätern mit Langwaffen spekuliert. Ich schaute auf meine zusammengerollten Star Wars-Poster und hatte ein mulmiges Gefühl – hoffentlich verwechselt uns bei der Dunkelheit keiner. Die Polizei fuhr verstärkt im Gelände auf.


Um 19:31 Uhr bremsten bei unserer U-Bahnstation mehrere Polizeiwägen. Polizisten mit Westen mit der Aufschrift Polizei und mit gezogener Waffen sicherten die U-Bahnstation. Ihre Bewaffnung war Pistolen und Maschinenpistolen. Mit K1 ging ich ans Ende der Überdachung. Ich ermahnte mein Kind ruhig zu bleiben, erkläre ihm die Situation und falls es ernst würde, den Anweisungen der Polizei strikt Folge zu leisten. K1 hat gemerkt, dass es kein Spiel ist.


Gegen 19:41 Uhr verschärfte sich die Situation. Ein Polizeihubschrauber kreiste knapp über der BMW-Welt und kam immer tiefer über das Vordach der U-Bahnstation. Die Rotorblätter wirbelten den Dreck der Straße auf. Weitere Polizeiwägen fuhren vor. Es entstiegen schwere Einheiten, mit gepanzerten Westen, Schildern, schweren Helmen. Unruhe breitete sich unter uns aus. Die Einsatztruppen begannen den Bahnhof zu räumen und forderten uns auf, das Gelände zu verlassen. Gerüchte gingen herum, dass es am Stachus zu einem weiteren Schusswechsel gekommen sei. Ich entschied mich mit K1 den Ort des Geschehens zügig zu räumen. Es war uns mittlerweile egal, ob es regnete. Richtung Studenten- und Pressestadt des Olympischen Dorfes gingen wir besser nicht. Als ich in der Nähe des OEZ gearbeitet hatte, habe ich meine Mittagsspaziergänge immer dort gemacht, weil mich die Architektur der siebziger Jahre faszinierte. Und falls der oder die Täter auf der Flucht waren, dann könnten sie in diese Richtung unterwegs sein.

Unterkunft in einer griechischen Kneipe
Also gingen K1 und ich in die entgegengesetzte Richtung, an der BMW vorbei, querten den Georg-Brauchle-Ring, auf dem immer noch Einsatzwagen fuhren. Wir bewegten uns Richtung Lerchenauer Straße Richtung Innenstadt. Via Twitter erfuhr ich, dass inzwischen der Marienplatz evakuiert und der Hauptbahnhof geschlossen sei. Es sah ganz so aus, dass wir die Nacht in München verbringen müssten. Nachdem berichtet wurde, dass Restaurants in der Innenstadt geschlossen werden, suchten wir uns hier draußen eine kleine Kneipe. Wir entschieden uns für die Gastfreundschaft einer griechischen Kneipe namens Korfu.

In der griechischen Kneipe lief der Fernseher mit den aktuellen Ereignissen.

In der griechischen Kneipe lief der Fernseher mit den aktuellen Ereignissen.

Die Wirtsleute blickten streng auf meine Posterrolle, erkannten aber das Star Wars-Motiv und wir nahmen Platz. Zunächst setzten wir uns vor dem Fernseher und verfolgten die Berichterstattung am Flachbildschirm. Sehr gut dabei die Pressearbeit der Münchner Polizei mit ihrem Pressesprecher Marcus da Gloria Martins. Kluge, sachliche Antworten – so muss Pressearbeit sein. Also ich merkte, dass K1 bei den Wiederholungen der Videos unruhiger wurde, zogen wir uns in den hinteren Teil der Gaststätte zurück und verspeisten erst einmal Pommes. Via Facebook berichteten mir Freunde, dass auch meine Videos in den Tagesthemen und RTL gezeigt wurden – freilich ohne Quellenangaben. Am Nebentisch saß ein US-Bürger mit seinem 13jährigen Sohn. Er erkannte das Star Wars Logo und wir lieferten uns eine Diskussion über Star Wars. Welcher der Filme sei jetzt nun der beste? Der Amerikaner und ich wussten, dass unseren Kinder die Ablenkung gut tun würde. Die Spannung bei K1 fiel ab. Ich übersetzte dem Amerikaner, der aus New York kam, das Geschehen vom Fernseher. Seine Frau sei im Hotel und er wartet auf eine Möglichkeit zu ihr zu kommen. Taxis fuhren ja nicht und er hielt sich an den Rat der Polizei, erst einmal in geschlossenen Räumen zu bleiben.

Immer wieder meldete KAT Alarm.

Immer wieder meldete KAT Alarm.

Gegen 20 Uhr kam es zu wiederholten KAT-Warn-Meldungen auf der Apple Watch und dem Smartphone. Der Nachrichtendienst hat uns früher schon vor Unwetter gewarnt, jetzt kam es zu einer Sondermeldung über den Amoklauf. Der oder die Täter seien noch immer nicht gefasst.

#Opendoor und #offeneTuer
K1 und ich berieten unser weiteres Vorgehen. Die griechische Kneipe hatte bis 2 Uhr morgens geöffnet, aber bis dahin hat sich die Lage sicher nicht entspannt. Via Twitter fragte ich, ob zufällig jemand in München mit dem Auto unterwegs sei und uns Richtung Heimatdorf mitnehmen könnte. Der Tweet wurde zig Mal retweetet, aber leider meldete sich niemand. Allerdings mehrere Münchner Freunde boten uns an, bei ihnen zu übernachten, danke an Franziska, Sonya, Carmen, Sabine und Tobias – doch alle ihre Unterkünfte lagen in anderen Stadtteilen deutlich weg von unserer griechischen Kneipe. Einen Fußmarsch wollten wir mit unseren Star Wars-Postern nicht riskieren – vielleicht sieht eine Langwaffe auch so aus und der/die Täter waren ja noch auf der Flucht.

Meine Rettung

Meine Rettung

Via Twitter begann ich unter dem Hashtag #Opendoor und #OffeneTuer zu suchen. Ich finde es gewaltig, welche Solidarität in München entstand. Leute öffnen ihre Wohnungen für Fremde, die gestrandet sind. So kenne ich mein München und ich bin stolz auf diese Stadt – weltoffen und tolerant.
Ich war in Kontakt mit vielen Leuten, die wissen wollten, ob es uns gut geht. Danke für die Nachfrage. Mittlerweile hatte Facebook für München zudem seinen Safty-Check geöffnet – eine sehr gute Sache. Leute können sich melden und sagen, dass sie in Sicherheit sind.
Beim Surfen durch soziale Netzwerke stieß ich auch auf eine Twitterbekannte, die wunderbare @Emillota, die auch ihr Heim an Gestrandete öffnete. Ich meldete mich und Gott sei Dank war ihr Mann @Devteros mit dem Auto in unserer Gegend unterwegs. Wir dankten den freundlichen Griechen und stiegen ins Auto ein. Ich erklärte K1 die Situation und wir fuhren zum Heim von @Emillota und @Devteros. Das Paar hatte Freunde zu Gast und wir erzählten unsere Geschichten. Sie nahmen uns eine Nacht auf. Erleichtert und glücklich über so viel Menschlichkeit und Solidarität sprachen wir noch ein, zwei Stunden. Wir bekamen Bier (K1 Apfelschorle), WLAN und Strom für unsere iPhones. @Emillota und @Devteros arbeiten für den Verein Heimatstern. Dieser Verein arbeitet auf ehrenamtlicher Basis und unterstützt Menschen auf der Flucht und beim Ankommen – eine tolle Sache.

Nachts verfolgten wir die Nachrichtenlage.

Nachts verfolgten wir die Nachrichtenlage.

Alle verfolgten via Smartphone und Rechner die aktuellen Geschehnisse in München. Immer wieder klingelten die Handys und man versicherte sich die gegenseitige Anteilnahme und Hilfe. Toll, so etwas zu erleben. Gegen 0 Uhr zogen K1 und ich mich auf eine Matratze zurück. Ich schickte meiner Frau noch Gute-Nacht-Grüße. Sie hielt sich in Regensburg auf einem Konzert auf und wir standen den ganzen Abend über in Kontakt. Auch sie machte sich Sorgen.
Am nächsten Morgen bekamen wir ein tolles Frühstück. Der Espresso weckte meine Lebensgeister. Vielen, vielen Dank. Meine Nacht war schlecht, aber Hauptsache K1 konnte durchschlafen. Ich hatte einen unruhigen Schlaf, wachte immer wieder auf. Am Vormittag brachen wir wieder Richtung Heimatdorf auf. Der öffentliche Personennahverkehr in und um München war wieder angelaufen. In einer nächtlichen Pressekonferenz wurden erste Details der Bluttat bekannt: Neun Opfer wurden vom dem 18jährigen erschossen, bevor er sich selbst richtete. 27 Verletzte gab es, zehn von ihnen schwer. 300 Schuss Munition hatte der Mörder in seinem Rucksack. Weitere Fakten werden in den nächsten Tagen von der Polizei veröffentlicht.
Nochmals danke an die Sicherheitskräfte, die sofort gehandelt haben. Und ein ganz besonderer Dank an mein München, das geholfen hat.

Boulevardmedien am nächsten Tag.

Boulevardmedien am nächsten Tag.

Goldene Traube rettete mir den Abend

22. Januar 2015

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Meine Restaurantempfehlung geht im Januar an den Victoria Grill im fränkischen Coburg. Der Victoria Grill im Romantik Hotel Goldene Traube war für mich eine kulinarische Bereicherung – wie schon so oft in der Vergangenheit. Und er war eine absolute Bereicherung in Sachen Service und Kundenfreundlichkeit.
Spontan entschloss ich mich vor kurzem mit einem Kollegen das Steaks & Seafood-Restaurant zu besuchen. Einen Tisch hatten wir in unserer Spontanität natürlich nicht reserviert, was uns beinahe zum Verhängnis wurde. Das Victoria Grill Restaurant war voll. Ein Ausweichen in das legendären Esszimmer war auch nicht möglich, es fand dort eine geschlossene Veranstaltung statt, so dass wir die Sterne-Küche von Stefan Beiter auch hier nicht genießen konnten. Stefan Beiter hat einen Michelin Stern und ich liebe seine Kreationen aus der klassischen Haute Cuisine mit Elementen der Molekularküche. Wer einen Platz bekommt, der muss hingehen.
Wir wollten schon umkehren, als die Chefin der Goldenen Traube uns entdeckte. Barbara Glauben-Woy kennt uns und begrüßte uns außerordentlich freundlich. Wir erklärten unser Dilemma und Barbara Glauben-Woy hatte eine Lösung. Und so war ein Platz im Victoria Grill dann doch kein Problem. Wunderbar und vielen Dank – der Abend war gerettet. Klar ist für mich: In dem zentral gelegenen Hotel mit seinen beiden Restaurants, nur 100m vom historischen Coburger Marktplatz entfernt, wird jetzt knapp 450 Jahre Gastlichkeit großgeschrieben.

klassisches Tatar vom Rinderfilet

klassisches Tatar vom Rinderfilet

Die Küche war voll ausgelastet, so dass die Mahlzeiten etwas auf sich warten ließen. Aber die Qualität war ausgezeichnet. Zur Vorspeise wählte ich ein klassisches Tatar vom Rinderfilet mit pommes allumettes. Mein Hauptgang war eine Hochrippe am Knochen gebraten vom Neuseeland Beef.

Hochrippe am Knochen gebraten vom Neuseeland Beef

Hochrippe am Knochen gebraten vom Neuseeland Beef

„Wir kaufen nach strengen Kriterien ausgewähltes Beef aus den USA, Neuseeland, Pommern und Deutschland, damit Ihr persönliches Lieblingsstück zart und saftig ist“, lautet das Versprechen der Küche und das hat das Team des Victoria Grills voll und ganz eingelöst. „Wenn Fleisch die Hauptrolle spielt, verstehen wir darunter: beste Qualität aus natürlicher Aufzucht, luftgetrocknete Reifung am Knochen im Klimahaus und perfekte Zubereitung.“
Also mein klarer Restaurant-Tipp geht im Januar 2015 an die Goldene Traube in Coburg.